Wenn sich Tür schließt, öffnen sich zehn weitere! – 10 Jun 12

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Zurück in Indien im Frühling 2004, freute ich mich, nach drei Monaten wieder bei meiner Familie zu sein. Ich fand wieder zurück zu meiner Routine, tagsüber im Ashram zu sein und am Abend zum Essen zum Haus meiner Eltern zu gehen. Ich war viel am Computer und im Internet, schickte Emails und chattete.

Eines Tages bekam ich eine Mail von dem Mann, in dessen Yogazentrum in Frankfurt ich einen Vortrag gegeben hatte. Als ich seinen Namen sah, fiel mir wieder das Programm in Deutschland ein, das abgesagt worden war. Ja, ich dachte da normalerweise nicht dran und sorgte mich auch nicht darum, was ich dort machen würde. Die Absage der Yoga Organisation war ein Schock gewesen, doch dann dachte ich wieder, dass doch alles seinen Grund hatte. Ich war nicht ganz allein von ihnen abhängig, sondern hatte noch ein paar mehr Verbindungen in Deutschland und war positive, dass sich etwas auftun würde. Und wenn nicht, konnte ich wieder zurück nach Indien kommen.

Es tat sich etwas auf. Ich öffnete die Email las gleich zu Anfang eine Entschuldigung dieses Mannes für die Entscheidung der Yoga Organisation und ihrer ‚roten Tantra‘ Anschuldigungen. Er war derjenige gewesen, der anderen mein Programm empfohlen hatte, nachdem er es in seinem Yogazentrum selbst erlebt hatte. Er sagte, dass ihm das, was geschehen war, leid tat, dass die einzelnen Zentren jedoch keine andere Möglichkeit gehabt hatten als abzusagen, da es ein Auftrag vom Kopf dieser Organisation gewesen war.

Er selbst hatte die Organisation aus eigenen Gründen verlassen, hatte jedoch wegen mir und dem, was geschehen war, ein schlechtes Gefühl und so schrieb er, dass er mit einigen anderen Leuten gesprochen hatte, die vielleicht Interesse daran haben könnten, für mich zu organisieren. Es waren Leute in der gleichen Branche, mit den gleichen Interessen, die aber nicht mit dieser Organisation in Verbindung standen. Er hatte ihnen eine kleine Vorstellung, meine Internetseite und meine Email-Adresse gegeben und dachte, dass in den nächsten Tagen jemand mit mir in Kontakt treten würde, um mich einzuladen. Er bot auch an, dass ich zu ihm kommen könnte und dass er für mich auch etwas organisieren würde.

Ich freute mich über diese Mail und dachte, dass sich doch alles immer irgendwie zum Guten wendete. Ein paar Tage später bekam ich eine weitere Email, dieses Mal von einer Frau, die ich nicht kannte. Sie stellte sich als Yogalehrerin vor und schrieb, dass der Mann ihr vorgeschlagen hatte, mir zu schreiben. Sie erwähnte gleich, dass sie die ganze Geschichte kannte und wusste, warum mein Programm abgesagt worden war. Sie fügte hinzu, dass das jedoch gut war, da sie mich so kennen lernen und einladen konnte.

Ich akzeptierte die Einladung gerne und began, mein Sommerprogramm ordentlich zu planen, anderen zu sagen, wann ich kommen konnte und sie zu fragen, wann es ihnen passen würde. Mit dieser Frau legte ich die Daten über Email auch fest und hatte so ein weiteres Programm in Deutschland, in Köln.

Ich freute mich, alles war gut. Es war einiges an Programm abgesagt worden, doch es würde immer einen anderen Weg geben. Wenn sich eine Tür schließt, öffnen sich zehn weitere. Der Plan nahm nicht nur Form an, er stand bereits ziemlich fest. Ich wusste nicht, was mir nur kurze Zeit später passieren würde, ansonsten hätte ich anders geplant.

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