Was tun, wenn dich unsichere Menschen runtermachen wollen – 18 Nov 15

Heute möchte ich über eine Art der Einstellung schreiben, die manchmal als Negativität wahrgenommen werden kann. Es gibt Leute, die es regelrecht genießen, andere Menschen niederzumachen. Sie sind nicht wirklich negativ – aber sie haben Freude daran, dich in einen negativen Raum zu manövrieren, dich dahin zu bringen, dass du dich nicht mehr gut fühlst!

Sicherlich habt ihr in eurem Leben auch bereits solche Leute getroffen! Egal, was man ihnen erzählt, sie kritisieren etwas an deiner Geschichte, daran, wie du gehandelt hast oder was deine Gedanken zu diesem Thema sind. Absichtlich sagen sie etwas, das dich provoziert oder dir das Gefühl gibt, falsch zu liegen oder in dieser Unterhaltung nicht willkommen zu sein.

Ich denke, das ist ein psychologisches Problem und hat sehr etwas mit Selbstbewusstsein zu tun. Diese Leute können gebildet sein und sogar jede Menge akademische Abschlüsse haben, doch sie fühlen sich nicht gut mit sich selbst. Sie sind sich in ihrem Selbstvertrauen nicht sicher und wollen ihr Ego zufriedenstellen, indem sie zeigen, dass sie anderen überlegen sind.

Deshalb haben sie Freude daran, andere runterzumachen. Sie glauben, dass so, wie sie die Dinge zu tun, die einzige und richtige Art ist. Jeder, der etwas anders macht, ist praktisch dumm und ihnen also unterlegen – so dass sie sich über sich selbst gut fühlen können. Dafür zögern sie nicht, andere zu verletzen. Das Wissen jedoch, dass sie in Wirklichkeit mit sich selbst, der Welt und dem Leben um sie herum schrecklich unglücklich sind, ist die Grundlage dafür, mit solchen Situationen umzugehen.

Setze deine Grenzen für solche Menschen sobald du merkst, wie sie sich verhalten. Wenn du nicht mit ihnen zusammen unglücklich sein willst und nicht in diese miserable Stimmung hineingezogen werden willst, die sie extra für dich geschaffen haben, musst du ihre Versuche abblocken. Das Beste ist, sie so schnell wie möglich loszuwerden. Man hat keine Chance auf eine normale Unterhaltung. Man kann sie nicht korrigieren, weil sie sowieso überzeugt sind, dass sie alles besser wissen! Sie hören nicht auf, bis du unglücklich bist und dich schlecht fühlst.

Erinnere dich also daran, dass sie diejenigen sind, die sich unsicher fühlen und ein Problem mit ihrem Selbstbewusstsein und ihrem Ego haben. Lass sie nicht bis zu deinen Gefühlen kommen. Nimm das, was sie sagen, nicht ernst und halte am besten jegliche Unterhaltungen kurz und leicht. Auf diese Weise kannst du vermeiden, dass deine gute Laune und Gefühle von jemandem ruiniert werden, der nur will, dass sich andere schlecht fühlen!

Hör auf, deine Krankheit mehr zu lieben als deine Gesundheit! – 5 Mai 14

Heute habe ich einen Termin im Krankenhaus, um die Fäden in meinem Knie ziehen zu lassen. Ich fühle mich bereits ziemlich gut, aber ich bin auch froh, dass ich noch zehn Tage habe, um mich auf den Flug nach Deutschland vorzubereiten. In der Situation, in der ich gerade bin, musste ich an den Unterschied denken, den die Einstellung machen kann, wenn man verletzt oder krank ist: man kann entweder im Kranksein aufgehen und in seiner Krankheit leiden oder man beschließt, so gesund zu sein wie möglich.

Ich habe in meiner langen Zeit als Berater viele Leute kennen gelernt, denen das Kranksein sehr gefällt. Oft fängt es mit einer normalen Krankheit an. Es war nicht so schlimm, aber als sie mit anderen darüber redeten, ernteten sie Mitleid – und das gefiel ihnen. Langsam, vielleicht mit einer weiteren Krankheit oder wenn ihre Probleme über einen längeren Zeitraum hinweg auftraten, merkten sie, dass es auch eine sehr bequeme Ausrede für alle möglichen Dinge war. Ein Weg ‚Nein‘ zu sagen, ohne unhöflich zu sein.

Anstatt selbstbewusst aufzutreten und anderen zu sagen, dass sie bestimmte Dinge nicht tun wollen, erzählten sie ihnen, dass sie aufgrund ihrer Krankheit nicht konnten. Selbst wenn das nicht ganz wahr war, war es doch einfach zu sagen und die anderen mussten es glauben. Sie hatten nicht den Mut oder die Kraft, die Wahrheit zu sagen, nämlich, dass sie einfach nicht wollten.

Also waren sie einfach weiterhin krank. Obwohl sie auch völlig gesund und normal sein könnten oder vielleicht mit einem kleinen Problem leben könnten, bestehen sie darauf, dass sie krank sind. Viel kranker, als sie in Wirklichkeit sind. Sie sind sich nicht notwendigerweise dessen bewusst, was sie da tun. Das Unterbewusstsein ist ziemlich gut darin, die Wahrheit hinter einer Lüge zu verstecken, die dir gefällt. Du machst dir also praktisch selbst glauben, dass du krank bist. Die Folge ist, dass du auch entsprechend handelst.

Wenn einmal jemand auf diesem Weg ist, fängt er an, seine Krankheit so sehr zu lieben, dass er nicht mehr rauskommt. Er sieht nicht, dass die Leute sein Schauspiel durchblicken. Sie verstehen, dass er seine Krankheit etwas mehr aufspielt als notwendig und vielleicht spielen sie einfach mit. Manche konfrontieren ihn vielleicht irgendwann. Das jedoch kann wehtun und ist der Punkt, an dem sich manch einer entscheidet, zu einer Beratungssitzung zu kommen.

Ich empfehle im Allgemeinen, die Freude an einem gesunden Leben zu sehen. Ich sage nicht, dass sie nicht krank sind – wer bin ich, in der kurzen Zeit, die ich mit jemandem verbringe, darüber zu urteilen? Nein, aber selbst wenn du krank bist, versuche einfach, so gesund wie möglich zu handeln! Handle nicht krank. Behalte einen gewöhnlichen Lebensstil bei, umgehe die Unannehmlichkeiten, die dir dein Problem gibt und führe ein normales Leben. Anstatt dich hinter deiner Krankheit zu verstecken und zu vermeiden, für dich selbst einzustehen, übe ‚nein‘ zu sagen. Sei du selbst, aber genieße das Leben!

In den vergangenen Tagen lag ich nicht nur im Bett herum: ich machte meine Physiotherapie-Übungen, spielte mit Apra, telefonierte und arbeitete am Computer. Ich hatte also praktisch normale Tage, nur mit eingeschränkter Mobilität. Ich tat das, was ich normalerweise auch machen würde – während ich im Bett saß. Ich bin nicht gerne krank und sitze nicht gerne im Bett herum und gebe dem also einfach keine Wichtigkeit. Ich tue so viel, wie ich kann – und ich glaube, das hilft mit, schneller wieder auf die Beine zu kommen.

Wir werden sehen, was der Arzt heute sagt – aber ich glaube, ich werde in zehn Tagen fit sein für den Flug nach Deutschland!

Unsicherheit und mangelndes Selbstvertrauen lässt die Leute nach einem Guru suchen – 2 Jun 13

Letzte Woche habe ich euch von einer irischen Frau erzählt, die ich 2005 getroffen hatte. Sie war sehr unsicher und war auf einer spirituellen Suche, wobei sie unterschiedliche Meister ausprobierte, um den richtigen zu finden. Nach ein paar Treffen merkte ich, dass sie genau danach suchte: einem Guru, jemand, der die Verantwortung für sie übernimmt.

Sie hatte wirklich sehr wenig Selbstvertrauen. Es ist nicht unüblich, solche Leute zu treffen, besonders im Westen, wo die Menschen allgemein Schwierigkeiten haben zu fühlen, was sie wirklich wollen. Darum können sie auch keine Entscheidungen treffen und müssen andere fragen, was denn nun gut wäre. Diese Frau hatte auch keine deutliche Vorstellung von dem, was sie wollte und kein Selbstvertrauen.

Sie hatte etwas anderes, was auch üblich ist für Menschen, die unsicher sind, wenn es um sie selbst geht, nämlich das Vertrauen in andere. Wenn sie jemanden gefunden hatte, dem sie folgen wollte, folgte sie ihm oder ihre ohne weitere Fragen. Sie vertraute auch mir und glaubte, dass ich ihr irgendwie auf magische Weise einen Hinweis für ihre Zukunft machen würde oder sie segnen würde, so dass sie das Richtige tun würde. Ich würde das heutzutage Aberglaube nennen und damals erkannte ich, dass sie nach dem Guru in mir suchte – den ich jedoch nach meiner Zeit in der Höhle hinter mir gelassen hatte.

Ich nahm also die nächste Chance wahr, die sich mir bot und sagte ihr ganz deutlich, dass ich absolut kein Guru war und dass ich keinerlei Absicht hatte, sie zu meinem Anhänger zu machen. Ich sprach ganz ernsthaft mit ihr darüber und machte sie ihrer eigenen Verantwortung bewusst. Ich versicherte ihr, dass ich immer für sie da sein würde, wenn sie meine Meinung als Person brauchte, wenn sie einfach nur wollte, dass ich mir anhörte, was sie fühlte und wenn ich ihr vielleicht helfen könnte, anders zu denken. Ich würde ihr jedoch nicht sagen, was sie tun sollte. Sie müsste schon selbst denken und vor allem selbst fühlen!

Wir hatten eine ernste und sehr ehrliche Unterhaltung. Danach glaube ich kontaktierte sie mich etwas weniger oft. Wir waren jedoch in Kontakt und sie erzählte es mir, als sie schließlich nach Jahren einen Mann gefunden hatte, den sie liebte, mit dem sie alt werden wollte.

Sie kam mich zusammen mit ihm in Deutschland besuchen. Sie ähnelten sich auf niedliche Weise und jeder, der sie traf, stimmte zu, dass sie beide mit ihrer fröhlichen Natur sehr gut zueinander passten. Sie kamen zu einer Meditation und wir wussten alle, dass sie füreinander gemacht waren, als sie beide einschliefen, während ich noch sprach und auf dem Sofa hinten im Zimmer den Rest der Meditation verschliefen. Es war ein süßes Bild, wie sie so nebeneinander saßen. Am Ende kamen sie beide zu mir, umarmten mich und sagten ‚Das war eine wunderschöne Meditation!‘

Unsicherheit im Leben schafft Bedürfnis nach Absicherung anderer – 26 Mai 13

Auf dem großen Programm in Dublin, 2005, traf ich recht viele Leute und unter ihnen auch eine Frau aus der Gegend. Sie kam dort zum ersten Mal, ihr gefiel das Programm und sie kam auch zu Einzelsitzungen. In den darauffolgenden Jahren half ich ihr oft und meistens auf eine Weise: indem ich mir alles anhörte, was sie sagen wollte.

Lasst mich euch diese Dame ein wenig beschreiben. Sie war in ihren Dreißigern und Single. Sie war im Immobiliengeschäft tätig und das Erste, was ich meiner Erinnerung nach von ihr erfuhr war, dass sie Angst hatte, sie könnte Geld verlieren. In späteren Gesprächen bekam ich den Eindruck, dass sie sich oft auf den finanziellen Aspekt eines jeden Themas konzentrierte, über das wir sprachen und oft kam da dann die Angst dazu, Verluste zu machen, völlig pleite zu gehen oder das allgemeine Gefühl, nicht genug Geld zu haben. Natürlich waren ihre Ängste bezüglich der Immobilienbranche nicht unbegründet – was sich einige Jahre später zeigte, als der Markt in der irischen Wirtschaftskrise zusammenbrach – doch die Wurzel dieser Angst war nicht die Konsequenz logischer Gründe in ihrem Kopf, sie kam auf ihrem Gefühl und ohne jegliche weitere Begründung. Ich hatte oft das Gefühl, dass sie zutiefst unsicher war.

DIese Unsicherheit zeigte sich nicht nur, wenn es ums Geld ging. Sie breitete sich auf ihr ganzes Leben aus. Sie war auf der Suche nach einem Partner, wie jeder normale Single-Mann und jede Single-Frau, und da sie eine fröhliche, offene Frau war, wurde ich im Laufe der Jahre Zeuge mehrerer Versuche mit verschiedenen Männern in unterschiedlichen Ländern. Ich glaube, dass es in der Großzahl dieser Fälle ihre Unsicherheit war, die zu einem Ende der Beziehung führte, bevor diese eigentlich wirklich beginnen konnte. Sie hatte einfach Schwierigkeiten, Entscheidungen zu treffen.

Ihre Unsicherheit war der Grund, warum sie bis dahin von einem Guru zum anderen gerannt war, in dem Versuch, einen spirituellen Meister zu finden, dem sie sich vollständig verschreiben konnte. Jemand, der ihr sagen würde, was sie tun sollte, so dass sie darauf vertrauen könnte, dass es das Richtige war. Sie hatte längere Abschnitte ihres Lebens mit verschiedenen spirituellen Meistern verbracht und auf der Suche nach einem solchen war sie wahrscheinlich auch zu meinem Programm gekommen.

Ich hörte mir nur ihre Probleme an. Sie hatte meistens auch die Lösung bereits parat. Sie war schlau genug, dass sie meistens schon wusste, was ich sagen würde und so musste ich nur ‚Ja‘ sagen und zuhören. Das allein gab ihr üblicherweise genug Bestätigung, um etwas auch wirklich zu tun. Sie brauchte jemanden, der ihr zuhörte und sagte ‚Ja, das ist richtig, das machst du gut!‘

Es gab einige Male, als ich ihr auch das Gegenteil von dem sagen musste, was sie erwartete. Ich sagte ihr ehrlich und offen, wie ich nun mal bin, dass das, was sie mir gerade erzählt hatte, meiner Meinung nach vollständiger Unsinn war und dass ich in meinem Leben niemals auch nur so etwas denken würde. Ich war sehr deutlich – und das war genau das, was sie gebraucht hatte. Sie akzeptierte meine Meinung, auch wenn sie ganz anders aussah als meine. Sie änderte ihre eigene Meinung auch sofort und sage ‚Oh ja, du hast Recht.‘

Als ich das erkannte, dachte ich, dass das meiner alten Rolle des Gurus zu nahe kam – ich wollte das für niemanden mehr sein, seien das nun indische oder irische Anhänger. Was konnte ich dagegen tun?

Das Leben ist einfacher, wenn Geld in der Familie geteilt wird – 21 Sep 12

Als Ramona und ich letzte Woche etwas über Geld sprachen, merkte ich wieder einmal, was für eine schöne Situation wir hier in unserer Familie haben und wie unnötig manche Menschen sich wegen Geld in die Haare bekommen. Lasst mich euch das ein bisschen genauer erklären.

Wir leben in einer Familie zusammen und glauben, dass man miteinander teilen sollte. Das bedeutet, dass wir nicht nur unseren Lebensraum miteinander teilen. Es ist auch nicht nur auf unsere Gefühle begrenzt. Wir teilen auch Geld.

Das bedeutet nicht, dass wir keine getrennten Bankkonten haben – das tun wir, aber wir halten uns nicht an der Vorstellung fest, dass das Geld auf dem Bankkonto einer Person nur seines ist. Wenn wir etwas kaufen müssen und Geld gebraucht wird, ist es für uns alle egal, aus welchem Bankkonto wir es nehmen. Keiner von uns wird wütend wenn ‚sein‘ Geld verwendet wird. Natürlich machen wir manchmal darüber Witze, aber am Ende wissen wir doch alle, dass es so viel einfacher ist, weil wir nicht an ‚mein‘ oder ‚dein‘ denken müssen.

Ich habe das Gefühl, dass wir nur mit dieser Einstellung miteinander in Frieden leben können. Ich habe gesehen, gehört und erlebt, wie viele Familien große Probleme hatten und das nur wegen dem Geld. Erbschaft ist ein solches Problem und dann ist da natürlich auch immer noch die Frage, wie viel der eine verdient und der andere ausgibt.

Wenn ich höre, besonders im Westen, dass sogar verheiratete Paare getrennte Bankkonten haben und das für sie sehr wichtig ist, frage ich mich oft, wie sie das regeln. Wenn ich dann höre, dass sie sich wegen Geld streiten, kann ich verstehen, dass ihre Regelung wohl nicht so toll ist. Wer zahlt die Miete für das Haus, in dem ihr zusammen wohnt? Für das Essen, das ihr alle esst? Für das Auto, das vielleicht einer von euch mehr verwendet als der andere? Der Strom, das Gas, das Öl usw? Es gibt so viele Faktoren, bei denen man genau nachrechnen muss, wessen Geld wohin geht.

Ich bin so froh, dass wir diese Rechnung in unserer Familie nicht machen müssen. Es macht so vieles so viel einfacher. Man fühlt sich auch viel reicher! Denk doch einmal nach: man sieht den ganzen Betrag an Reichtum, den die Familie hat und das gibt einem ein gutes Gefühl. Wenn man diesen Betrag jedoch auf acht oder mehr Leute aufteilen würde, wäre das Gefühl nicht mehr ganz so toll. Warum sieht man es also nicht als Ganzes und ist froh?

Ich kenne viele Menschen, die meinen, dass sie so nicht leben können, weil sie die Sicherheit ‘ihres’ Geldes brauchen. Klammere dich jedoch nicht wegen Unsicherheit an ‚dein‘ Geld. Wenn du mit anderen teilst, macht dich das nicht unsicher! Nein, es gibt dir Sicherheit, weil dann immer jemand da ist, auf den auch du dich verlassen kannst und der Brot kauft, wenn du im Moment nicht das Geld dafür hast. Die persönlichen Einnahmen deiner Familie, alles, das eingenommen wird, sollte in einen Topf gehen und alles, was rausgenommen wird, wird aus diesem Topf genommen.

Wenn du wegen Geld Streit mit deiner Familie hast, würde ich vorschlagen, dass du das Ganze etwas entspannter siehst. Habe nicht das Ego ‚deins‘ zu haben und lass deine Angst hinter dir.

Das ist die wahre Bedeutung von Familie, Liebe und Teilen. Geld ist da inbegriffen und es macht dich frei.

Teenagern beibringen, Entscheidungen zu treffen und Verantwortung zu übernehmen – 12 Jul 11

Gestern habe ich geschrieben, dass wir unseren Kindern Disziplin in ihren Essgewohnheiten geben müssen. Da geht es nicht nur um die Essgewohnheiten, es gibt mehrere Bereiche, in denen man ihnen eine klare Richtlinie geben muss, während man ihnen in anderen Bereichen ihre Freiheit und eigene Verantwortung lassen. Besonders in der Teenager-Zeit, in der Pubertät, befinden sich unsere Kinder in einem schwierigen Prozess zwischen den elterlichen Einschränkungen der Kindheit und der Freiheit des Erwachsenenlebens.

In der Pubertät müssen unsere Kinder ausprobieren, wie viel Freiheit man ihnen gibt und wie viel man sie immer noch kontrolliert. Sie befinden sich im Übergang und werden langsam erwachsen. Jungen werden zu Männern und Mädchen werden zu Frauen. Sie fangen an, für immer mehr Dinge in ihrem Leben die Verantwortung zu übernehmen. Es wird immer mehr und sie brauchen etwas Freiheit, um diese Verantwortung auch zu entwickeln. Sie werden nach mehr Freiheit verlangen und wenn sie merken, dass sie sie bekommen, probieren sie aus, wie viel Freiheit sie genau bekommen. Gleichzeitig müssen sie sich aber auch selbst an diese Freiheit gewöhnen und lernen, wie es ist, ihre Verantwortung selbst zu übernehmen.

Sie beginnen, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen, sind sich aber manchmal bei diesen Entscheidungen noch nicht ganz sicher und suchen deshalb deinen Rat. Ein Gespräch kann dann in etwa so aussehen:

Tochter: ‚Welches Top soll ich heute Abend anziehen, das rote oder das schwarze?‘
Mutter: ‚Das, das du lieber magst. Du siehst in beiden gut aus.‘
Tochter: ‚Ich kann mich nicht entscheiden, welches gefällt denn dir besser?‘
Mutter: ‚Dann nimm doch das rote.‘
Tochter (zweifelnd): ‘Oh, wirklich? Sieht das schwarze Top nicht besser aus?’
Mutter (verwirrt): ‘Dann nimm eben das schwarze.’
Tochter (völlig genervt): ‘Aber die gefällt das ROTE besser! Na toll, danke, jetzt weiß ich gar nicht mehr, was ich heute Abend anziehen soll!‘
Und sie stürmt davon, um ihre Freundin anzurufen und um Rat zu fragen.

An solchen Beispielen sieht man deutlich den inneren Kampf, den das Mädchen mit der jungen Frau in sich ausführt. Einerseits meint das Mädchen, dass sie schon erwachsen genug ist, um ihre eigenen Entscheidungen zu treffen. Da geht es nicht nur um Kleidung, sondern auch darum, wie sie ihre Freizeit verbringt, die Schule, was sie macht und mit wem. Sie will selbst entscheiden. Andererseits will sie aber auch die Sicherheit des elterlichen Rats behalten. Bis jetzt war da immer jemand da, der ihr sagte, was sie tun sollte. Sie hatte keine Verantwortung zu tragen, musste nichts entscheiden und auch die Folgen nicht tragen.

Wenn Mutter oder Vater in dieser Situation eine Entscheidung treffen, egal ob es um Kleidung oder irgendetwas anderes geht, ist die erste Reaktion Rebellion. Der Jugendliche – Junge oder Mädchen – spürt, dass eine andere Person die Kontrolle übernehmen will. ‚Ich bin alt genug, um selbst entscheiden zu können!‘ ist der Gedanke und ‚Ich mache nicht das, was die wollen!‘ ist dann die Folge. Wenn dieses Gefühl der Rebellion stark genug ist, mache er oder sie genau das Gegenteil von dem, was die Eltern gesagt haben. Irgendwann kann es jedoch auch Zweifel geben: ‚In meiner Kindheit hatten sie immer Recht… kann es sein, dass sie jetzt auch Recht haben?‘

Das ist der innere Konflikt des Kindes und sobald du diesen Konflikt erkannt hast, wird es für dich als Elternteil einfacher, damit umzugehen. Lass deine Söhne und Töchter ihre eigenen Entscheidungen treffen und mit den Folgen umgehen. Kontrolliere nicht jede kleine Einzelheit, sondern lass sie einen Geschmack davon bekommen, wie es ist, erwachsen zu sein. Wenn sie ohne Jacke zur Schule gehen wollen, obwohl es wahrscheinlich etwas kühl wird, lass sie diese Erfahrung machen – natürlich nicht, wenn es draußen schneit, aber solange es ihrer Gesundheit nicht schadet, lass sie gehen. Du kannst den Vorschlag machen, dass ein Pulli oder eine Jacke nicht schlecht werden, aber zwinge sie nicht. Sie müssen sowieso lernen, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen, ansonsten bleiben sie für immer unentschlossen.

Es gibt jedoch Themen, bei denen man streng bleiben muss und bei denen sich die Frage gar nicht erst stellt, wessen Entscheidung befolgt wird. Immer, wenn eine solche Entscheidung fest steht, musst du deutlich machen, dass es für dein Kind keine Frage der Diskussion ist. Wenn du bei anderen Entscheidungen mehr Freiheit zugelassen hast, kann dein Kind solche festen Regeln und Entscheidungen leichter akzeptieren.

Wenn sie überbehüten schaffen Eltern Unsicherheit in Beziehungen – 26 Apr 11

In Reaktion auf einen der Tagebucheinträge von letzter Woche hat mir jemand geschrieben und mir erzählt, dass sich seine Unsicherheit nicht in ihm selbst entwickelt hat, sondern ihm von seinen Eltern anerzogen wurde. Seine Mutter war immer sehr vorsichtig gewesen, immer um ihn herum gewesen und hatte immer Angst, dass er etwas gefährliches tun könnte. Er war in seiner Kindheit also immer behütet, eigentlich sogar überbehütet. Jetzt, als Erwachsener, fühlt er sich sich unsicher mit allem, was um ihn herum ist. Er fragte mich, was er tun solle.

Ich beschloss, ihm im heutigen Tagebuch eine Antwort zu geben, da ich mehrere andere Menschen kenne, die, mehr oder weniger stark, mit dem gleichen Thema zu kämpfen haben. In manchen Fällen ist das, was auf diese Weise in der Kindheit eingeprägt wurde, das ganze Leben lang und in vielen verschiedenen Bereichen deines Lebens sichtbar und bemerkbar.

Ich habe sogar gesehen, dass Menschen diese Art von Unsicherheit auch in ihren Beziehungen haben, wenn sie eigentlich nach jemandem suchen, der sich um sie kümmert und sie beschützt. Sie suchen nach einer Mutter oder einem Vater. Wenn ein Mann auf diese Weise eine Frau findet, könnten sie in ihrer Beziehung auf das Problem stoßen, dass die Frau keine Lust mehr hat, sogar für ihren Ehemann die Mutter zu sein oder der Mann irgendwann keine Lust mehr hat, ewig in der Rolle des Kindes zu sein. Wenn eine Frau auf diese Weise einen Mann findet, kann auch sie irgendwann das Gefühl bekommen, dass sie nie wirklich erwachsen geworden ist und der Mann kann auch den Wunsch entwickeln, einen stärkeren Partner an seiner Seite zu haben.

Doch wenn man diese Unsicherheit einmal erkannt hat, kann man etwas ändern! Es liegt an dir! Es ist nicht mehr wichtig, dass deine Eltern vor zehn, zwanzig oder dreißig Jahren dich zu sehr behütet haben. Jetzt bist du erwachsen und du kannst deine Verantwortung in die eigenen Hände nehmen. Du musst nicht nach jemandem suchen, der sich um dich kümmert. Du schaffst das selbst. Die Welt um dich herum ist nicht böse und auch nicht ganz so gefährlich wie du denkst. Sie ist dafür da, dass du an ihr Freude hast.

Hast du nicht genug davon, dass dein Sicherheitsgefühl immer von anderen abhängt? Es ist ein schönes Gefühl, sich selbst sicher zu fühlen. Erlebe das selbst, indem du erkennst, dass dir nichts passiert, wenn du einmal einen Tag ohne den Schutz anderer verbringst. Sei frei. In einer Beziehung bedeutet das, dass jeder die Verantwortung für seine Taten selbst übernimmt und nicht einer der beiden für alles Verantwortlich ist. Das kann zu schwer und schwierig werden. Stärke dich selbst von innen. Das magst du in deiner Kindheit nicht gelernt haben, aber es ist noch nicht zu spät es jetzt zu lernen. Werde erwachsen, sieh, dass die Welt schön ist. Lebe und genieße das Leben.

Verjage deine Angst dadurch, dass du Lebst – 25 Apr 11

In der letzten Woche habe ich in einem Tagebucheintrag liebevollen Menschen, die Schwierigkeiten haben, sich selbst zu akzeptieren und zu lieben, erklärt, dass sie mehr Selbstvertrauen brauchen, um Unsicherheit mit anderen abzuschütteln. Manche Menschen haben so viel und über eine so lange Zeit in Unsicherheit gelebt, dass sie sogar Angst entwickelt haben. Sie fürchten sich vor so vielen Dingen, die geschehen könnten, dass ihr ganzes Leben nur aus Angst zu bestehen scheint.

Natürlich gibt es Menschen, bei denen die Angst so schlimm ist, dass sie professionelle Hilfe eines Psychologen oder Psychiaters brauchen. Viele Menschen können jedoch ihr Leben normal weiterleben und erscheinen völlig in Ordnung, wenn man ihnen auf der Straße begegnet, oder ein paar Worte mit ihnen spricht, aber innerlich ist da ein großes Loch der Angst.

Das kann geschehen, wenn Menschen etwas schreckliches erlebt haben, einen Unfall, ein Verbrechen oder etwas, das sie so sehr geschockt hat, dass sie Angst vor der Welt bekommen. Auch in diesem Fall würde ich professionelle Hilfe empfehlen. Ein Psychologe, der auf solche Traumas spezialisiert ist, kann dir helfen, diese Erinnerungen hinter dir zu lassen, so dass sie dich in der Gegenwart nicht mehr berühren.

Wenn das jedoch nicht der Fall ist, entwickelt sich diese Art von Angst oft im Laufe der Jahre. Es beginnt mit einer kleinen Besorgnis. Ist das, was ich tue auch richtig? Diese Sorge wächst zu der Unsicherheit, die ich gestern beschrieben habe, wenn man sich unsicher ist, was jeden und alles um einen herum betrifft. Und dann hat es seinen Höhepunkt in irrationaler Angst.

In solchen Situationen leiden die Menschen sehr. Sie führen ihre Leben wie alle anderen, machen sich jedoch Gedanken über alles, was sie tun, ob das nun richtig ist oder ob es für sie selbst oder andere schlechte Auswirkungen haben kann. Wenn sie die Straße entlang gehen, haben sie ständig Angst, jemand könnte ihnen die Handtasche klauen. Wenn sie in Gesellschaft sind, haben sie Angst, jemand könnte schlecht über sie denken. Wenn sie etwas sagen, fragen sie sich noch Stunden später, ob dieser Satz vielleicht der Grund dafür sein könnte, dass eine andere Person wütend oder traurig ist. Wenn sie in ein Auto einsteigen, bereiten sie sich vorher schon darauf vor, dass sie vielleicht darin einen Unfall haben und sterben könnten. Wenn sie am Abend die Tür ihrer Wohnung zusperren, sehen sie noch dreimal nach, ob sie auch wirklich zu ist und ob alle Rolläden geschlossen sind, so dass niemand reinkommen kann. Wenn sie den Mut haben zu reisen, haben sie große Angst, dass das Flugzeug abstürzen könnte, sie im Urwald verloren gehen könnten, dass sie im Ozean ertrinken oder Opfer irgendeines Verbrechens werden könnten.

Das Seltsame ist, dass diese Menschen trotzdem all diese Dinge tun. Sie tun sie eben nur voller Angst und Sorge. Wenn du in dieser Situation bist, die ich gerade beschrieben habe, würde ich dich gerne eines bitten: Wie oft hattest du in der letzten Woche diese Angst oder beinahe Panik? Wie oft im letzten Monat, im letzten Jahr? Hunderte oder Tausende Male, oder? Und trotzdem bist du noch hier, gesund und munter. Du bist am Leben. Du bist gesund, dein Körper funktioniert einwandfrei. Es ist nur dein Geist, der dich mit der Illusion der Angst hereinlegt. Du hattest schon tausend Male Angst, doch immer wenn eine Situation entsteht, in der es etwas schwierig wird, bewältigst du sie. Du hast dir Sorgen gemacht und darüber nachgedacht, wie du überleben und weiterleben wirst. Du hast überlebt und du wirst es auch wieder tun, in jeder dieser Situationen.

Angst ist eine Illusion und sie ruiniert dein Leben. Wenn du Angst hast, kannst du nichts genießen. Immer wenn es eine Herausforderung gibt, hast du vorher, während und danach Angst. Da ist kein Augenblick, den du einfach nur genießen konntest. Es geht dir gut und du bist in der Lage, mit den Situationen umzugehen, die das Leben dir bringt. Vertraue in das, was dort draußen in diesem Universum ist. Die ganze Welt ist für dich da, nicht gegen dich. Lass deine Angst gehen. Lebe.

Wir hatten heute einen großartigen Tag und haben das wunderschöne Wetter im Norden Deutschlands genossen. Jens, Regina, Celina, Ramona, Yashendu und ich haben Andrea und Michael am Strand der Ostsee getroffen. Das Wasser war sehr kalt, aber trotzdem sind ein paar von uns auch hineingegangen, um einmal im ins Meer einzutauchen. Es war ein sehr schöner Urlaubstag.

Wie sehr strengst du dich an, liebenswert zu sein? – 20 Apr 11

Ich hatte einmal eine Heilsitzung mit einer Frau, die ein sehr verbreitetes und gleichzeitig sehr altes Problem hatte. Sie sagte, dass sie dieses Problem schon ihr ganzes Leben lang hat: Sie hat Angst davor, nicht geliebt und nicht akzeptiert zu werden.

Ich sage, dass das ein sehr verbreitetes Problem ist, weil ich wirklich viele Menschen treffe, die genau darunter leiden. Es ist auch ein Problem, dass sich auf alle Bereiche deines Lebens auswirkt.

In deiner Familie hattest du vielleicht immer das Gefühl, dass deine Geschwister von deinen Eltern mehr geliebt werden als du und auch heute noch, wenn du mit deinen Eltern sprichst, hast du das Gefühl, du müsstest um ihre Zuneigung und Anerkennung kämpfen. Du arbeitest mehr, um sie stolz auf deine Unabhängigkeit zu machen und du hilft ihnen und bist für sie da. Trotzdem hast du das Gefühl, dass du nicht so geliebt wirst, wie du bist.

In der Arbeit denkst du, dass alle in deinem Team so gut zueinander passen, nur du bist nicht wirklich ein Teil der Gruppe. Du machst dir die ganze Zeit Gedanken darüber und gibst Acht, was du sagst, damit es auch ja nichts falsches ist oder dem gemeinsamen Projekt nicht weiterhilft. Du zögerst auch, offen über privatere Dinge zu sprechen, weil deine Kollegen denken könnten, deine Hobbies wären seltsam. Du gehst auf Feiern im Büro, obwohl du das nicht wirklcih magst, einfach nur um das Gefühl zu haben, dazu zu gehören.

Mit deinen Freunden meinst du, dass alles perfekt ist. Wenn ihr zusammen seid macht ihr Witze, redet und alles scheint völlig in Ordnung. Doch wenn sie gehen, fühlst du dich erschöpft, setzt dich auf dein Sofa und denkst, dass du jetzt erst einmal etwas Zeit allein brauchst, um nur du selbst zu sein. Heißt das nicht, dass du die ganze Zeit eine Rolle gespielt hast? Damit dich deine Freunde mehr mögen und lieben? Um liebenswert zu sein?

Selbst in deiner Beziehung und mit deinem Partner, der Person, von der du dich am meisten geliebt und akzeptiert fühlen solltest, hast du manchmal Zweifel. Das hat keinen bestimmten Grund, er umarmt dich, liebt dich und behandelt dich genau wie immer, aber trotzdem hast du Angst, dass er eines Tages einfach nur weg sein könnte.

Ich habe schon viele Menschen getroffen, die dieses Problem haben, vielleicht nicht immer in allen Lebensbereichen gleichzeitig, aber oft in mehreren. Immer wenn sie mit anderen Menschen zusammen sind und selbst wenn sie alleine sind, denken sie darüber nach, ob sie so, wie sie sind auch gut genug sind.

Lass mich dir versichern: du bist liebenswert, lieblich, liebend und geliebt. Du musst dich auf keine Weise ändern, um einer anderen Person zu gefallen. Du musst keine Rolle spielen und keine Maske tragen. Die Welt ist so groß und es gibt so viele verschiedene Menschen auf der Welt, dass es normal ist, wenn ein paar mit dir nicht übereinstimmen oder dich nicht mögen. Das geschieht mit jedem. Doch auf die gleiche Weise wird es da Menschen geben, die dich lieben. Geh nicht in deinen Minderwertigkeitskomplex, höre auf, dich mit anderen zu vergleichen und sei einfach du selbst.

Man benötigt etwas Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein, um die Gewohnheit, sich mit anderen zu vergleichen und sich zu verstellen, hinter sich zu lassen, aber wenn du dieses Selbstbewusstsein nicht erlangst, verbringst du dein ganzes Leben in Zweifel und Sorge darüber, ob andere dich mögen oder nicht. Liebe dich selbst, so wie du bist. Akzeptiere wer du bist, respektiere deine Gefühle, was du machen willst und was nicht und liebe! Dann ist dein Kopf frei von Sorge und bald erkennst du, dass andere dich sehr wohl so lieben, wie du bist.

Keine Unsicherheit mehr – Vertrauen in der Beziehung – 21 Dez 10

Gestern habe ich geschrieben, dass man füreinander Zeit braucht, damit eine Beziehung funktioniert. Das ist definitiv einer der wichtigsten Punkte für eine erfolgreiche Beziehung. Ein weiterer Schlüsselfaktor ist Vertrauen. Und auch hier haben die Menschen viele Probleme.

Es ist normal, dass man einen guten Lebensstandard und einen guten Lebensstil haben möchte. Dafür muss man Geld verdienen und vielleicht hast du ja noch einige weitere Ziele. Das alles ist in Ordnung, aber in westlichen Beziehungen wollen Menschen ihre eigene, individuelle Sicherheit. Sie teilen alles, ihr Essen, ihr Bett, ihre Liebe und ihr Leben. Doch es scheint schwieriger als alles andere, ihre Taschen miteinander zu teilen.

Vertraust du deinem Partner denn nicht? Viele werden jetzt im ersten Moment ausrufen ‚Natürlich vertraue ich ihm!‘ und dann leise hinzufügen ‚aber ich will trotzdem mein eigenes Geld haben!‘ Wenn du tiefer gehst und weiter nachforscht, stellst du fest, dass sie ein Bedürfnis nach individueller Sicherheit haben. Es ist nicht genug, zusammen ein Sparkonto zu haben, da muss Geld sein, das nur mir gehört. Das ist eine Unsicherheit, die in manchen Fällen sehr tief geht.

Wie viel brauchst du aber, um zu überleben? Wenn du an sehr viel denkst, so findet das kein Ende. Wenn du viele Dinge haben möchtest und glaubst, dass du sie brauchst, wirst du nie wirklich zufrieden sein, egal wie viel Geld du auf deinem eigenen Konto hast. Es wird nie genug sein, um dir ein Gefühl der Sicherheit zu geben. Selbst wenn du ein ganzes Haus für dich selbst hast, hast du innerlich keine Ruhe.

Wenn du ehrlich bist, brauchst du nicht wirklich so viel. Etwas Kleidung, etwas Brot und ein Dach über dem Kopf. Das wichtigste ist jedoch die Liebe. Wenn jemand bei dir ist, der dich liebt und den du liebst, brauchst du nicht viel mehr. Vertraue dem, den du liebst. Das gibt dir das Gefühl der Wärme und Sicherheit einfach nur mit dieser einen Person. Kein Geldbeutel, keine Münzen oder Scheine. Liebe. Das gibt dir das wundervolle Gefühl der Sicherheit!