Maharishi Mahesh Yogi, Transzendentale Meditation und Yogisches Fliegen – 17 Jun 11

Vor Kurzem habe ich einen Chakra Workshop für das erste Chakra, das Wurzelchakra gegeben. Ich habe darüber gesprochen, wie wichtig es ist, die eigenen Wurzeln zu kennen und mit Mutter Erde verbunden zu sein und ich erklärte, wie wichtig es ist, bodenständig zu sein.

Ich habe einige Beispiele erwähnt für Menschen, die ganz sicher nicht geerdet und bodenständig sind und erzählte der Gruppe, dass es viele Yogis gibt, die in der Tat versuchen zu fliegen. Sie meinen auf irgendeine seltsame Weise, dass das Frieden auf die Erde bringen würde. Die Bewegung, die diese Theorie schaffte und verbreitete war von Maharishi Mahesh Yogi geschaffen worden. Er hat eine Meditationstechnik entwickelt, die ‚TM‘ heißt, Transzendentale Meditation und diese Technik soll dich fliegen lassen.

Auf meinen Reisen im Westen habe ich von Transzendentaler Meditation gehört und habe viele Menschen getroffen, die das unterrichten oder praktizieren. Sie sind alle fasziniert vom Fliegen, doch wenn man sie fragt, ob sie schon einmal Erfolg hatten und wirklich geflogen sind, bekommt man die Antwort, dass sie schon Bilder gesehen haben oder jemanden kennen, der jemand anderen gesehen hat. Ich habe noch nie jemanden getroffen, der selbst fliegen konnte oder es selbst gesehen hätte.

Immer, wenn ich von dieser Vorstellung hörte, musste ich lächeln und dachte darüber nach, wie viele Wege es doch gibt, die Menschen zum Narren zu halten.

Kürzlich empfahlen Freunde einen Dokumentarfilm zu dieser Bewegung und wir sahen ihn uns gemeinsam an. Er heißt ‚David wants to fly‘. Ich empfehle diesen Film wirklich jedem, der mehr über Transzendentale Meditation von Maharishi Mahesh Yogi erfahren möchte.

In diesem Film sucht ein junger Student nach Inspiration für seinen ersten Film und findet heraus, dass eines seiner Vorbilder, der Hollywood Filmproduzent David Lynch, ein Anhänger und großer Fan von TM ist. Er kommt mit ihn in Kontakt und schafft es durch sein Interesse, enger in die Gruppe zu kommen, reist zu Treffen der Organisation in den USA, nach Indien zur Beisetzung des Gurus und sieht, was dort vor sich geht. Er entdeckt langsam, dass viele Aspekte dieser Organisation nicht wirklich so schön sind, wie es sich zu Beginn angehört hatte und sein Interesse an Meditation verlagert sich zu einem Interesse daran, mehr über diese zweifelhaften Teile der Organisation herauszufinden.

Der Film zeigt die zwei ehemaligen Beatles Mitglieder, die noch am Leben sind, Paul McCartney und Ringo Starr, bei einem Programm, das von David Lynch organisiert wurde. Vor zwei Tagen habe ich bereits erwähnt, dass sie mit dieser Bewegung verbunden waren und dazu halfen, dass diese so bekannt wurde. Hunderte oder tausende Menschen besuchten den Ashram, in dem die Beatles einmal waren und das war nun einmal Maharishi Mahesh Yogis Ashram.

Der Student, der Regisseur für den Film war, David Sieveking, führte mit vielen verschiedenen Leuten Interviews und das macht den Dokumentarfilm wirklich sehr interessant. Die Organisation hat eine Hirarchie und jeder, der 1 Million Dollar zahlt, kann sich für einen Kurs anmelden, um ‚Raja‘ eines Landes zu werden, was König bedeutet. Im Film sieht man einige von ihnen und ich musste wirklich lachen, als ich sah, dass sie ein besonderes Kostüm mit einer Krone trugen und Könige spielten. Der König der Schweiz wurde in einem Interview gefragt, warum Maharishi Mahesh Yogi nie öffentlich zeigte, dass er fliegen konnte. Die Antwort war, dass er zu bescheiden war.

Das Training zum Fliegen besteht darin, dass man in Padmasana, dem Lotussitz sitzt und springt. An diesem Punkt des Films konnten wir alle das Lachen nicht mehr zurückhalten. Es sieht sehr lustig aus, wie diese Schüler so hoch springen wie möglich, als wären sie Frösche und auch so schnell wie sie konnten und wie dann hinterher die Besten geehrt wurden, obwohl es doch keiner von ihnen geschafft hatte, wirklich zu fliegen.

Ein weiteres Interview zeigte einen ernsthafteren Aspekt. Die Filmmacher sprachen mit einem Mann, der dieser Bewegung mehr als 150 Millionen Dollar gespendet hat und enttäuscht war, dass mit dem Geld nicht wirklich etwas geschehen war. Er hatte erwartet, dass ein großes Zentrum gebaut würde, in dem 10000 yogische Flieger zusammen kommen und Weltfrieden schaffen würden. Ich habe nicht wirklich verstanden, wie das eigentlich geschehen sollte, doch das war die grundlegende Idee: der Schwerkraft zu trotzen und für den Weltfrieden in der Luft zu schweben.

Maharishi Mahesh Yogi sagte selbst, dass er der materiellen Welt abgeschworen hatte und abstinent lebte, um wirklich ein spiritueller Mann und Yogi zu sein. An diesen Vorsatz hielt er sich jedoch nicht immer sehr streng. Die Dokumentation zeigt ein Interview mit einer Frau, die mit ihm geschlafen hatte und auch frei darüber sprach. Für sie war es, als hätte sie Jesus getroffen, bis er begann, sich gleichzeitig für andere Frauen zu interessieren. Als sie ihn fragte, was passieren würde, wenn sie schwanger würde, antwortete er ‚Du würdest schnell jemanden heiraten!‘

Nachdem ich diesen Film gesehen hatte, fragte ich mich, wer für diesen Unsinn Geld ausgeben würde? Wer würde gerne König eines demokratischen Landes werden, wer hätte Interesse daran, zu fliegen? Es gibt offensichtlich Menschen, die das tun! Es wurde erzählt, dass 400 Millionen Dollar benötigt würden, um ein TM Zentrum in Indien zu bauen und dass 200 Millionen bereits gesammelt worden waren. Dieses Zentrum wurde nie gebaut, doch sie waren zu Geld gekommen.

Ich will einfach nur jedem empfehlen, mit beiden Beinen fest auf dem Boden dieser Erde zu stehen. Warum willst du fliegen? Gott hat den Vögeln diese Aufgabe gegeben, lass sie herumfliegen, während du deine Beine benutzt! Arbeite am Frieden in deinem eigenen Herzen. Damit trägst du mehr zum Weltfrieden bei, als wenn du im Lotussitz hüpfst und darauf wartest, wirklich eines Tages zu schweben.