Meine Erfahrung mit indischen Essens-Liebhabern und ihren Ratschlägen – 1 Jul 16

Ich habe in meinem Blog sicherlich bereits einmal erwähnt, dass Inder Experten in Sachen Essen sind. Wir haben eine Essens-Kultur hier in Indien und sind darauf auch stolz. Mütter sind glaube ich in beinahe jeder Nation die besten Köche und in Indien nimmt dieser Stolz noch ganz andere Dimensionen an! Das macht natürlich jeden Sohn und jede Tochter zum Kenner – oder zumindest hält sich ein jeder für einen Experten. Das wusste ich schon lange – doch nun, im Restaurant-Geschäft, erlebe ich das von einer ganz anderen Perspektive!

Inder geben liebend gerne Ratschläge zum Essen! Meine lieben indischen Leser, bitte entschuldigt die Verallgemeinisierung, doch wer seine eigenen Gewohnheiten oder die unserer Landsleute in Restaurants mal genauer betrachtet, der merkt, dass das wahr ist! Ich habe lange bei Leuten gewohnt, die Restaurants in England, Deutschland und anderen europäischen Ländern hatten – und wirklich, Europäer verhalten sich in Restaurants anders! Sie geben den Kellnern viel weniger Vorschläge, wie das Essen sein sollte!

Versteht mich nicht falsch – ich sage nicht, dass Inder sich immer beschweren oder viel Essen nicht mögen. Nein, selbst wenn sie die Mahlzeit, die sie bekommen haben mögen, machen sie Vorschläge, wie sie noch besser sein könnte! Mehr noch als in den Restaurants, wo ich auch essen war, sehe ich das in unserem eigenen Restaurant: die Leute lieben unser Essen. Das sage ich nun nicht, um anzugeben. Jeder, der sich unser Feedback online ansieht kann das sehen! Trotzdem ist es sehr oft der Fall, dass unsere Gäste uns Ratschläge geben, wie ein Gericht noch besser schmecken könnte – oder wie es ihrer Meinung nach richtig zubereitet werden soll.

So gerne ich auch Feedback und neue Ideen bekomme, so muss ich mich manchmal doch wundern: das geschieht auch bei Geschmacksfragen! So erzählt uns einer, dass das Roti, das Fladenbrot, zu knusprig war, während es einem anderen zu weich war. Uns wurde gesagt, wir sollten unseren Shahi Paneer, ein Gericht, das für gewöhnlich in einer leicht süßlichen Soße kommt, noch süßer machen – und am nächsten Tisch wurde uns genau das Gegenteil gesagt, nämlich, dass es überhaupt nicht süß sein sollte!

Das alles zeigt einfach, dass Inder Essen lieben und ihre eigenen Vorstellungen dafür haben, wie es zu sein hat. Sie sind echte Foodies, die für gewöhnlich immer bereit dafür sind, etwas Neues auszuprobieren und nicht mit ihrer Meinung und ihrem Feedback zurückhalten!

Veranstaltungen wie Geburtstagsfeiern und Kitty Parties in Ammaji’s – 2 Mai 16

Ich habe nicht nur die Aufgabe übernommen, abends in unserem Restaurant zu kellnern, sondern auch noch eine weitere: ich bin derjenige, der sich um die Warteliste kümmert! Mit einer momentanen Kapazität von 42 Sitzplätzen haben wir immer wieder Platzmangel und Gäste müssen warten, bis ein Tisch frei wird. Ich schreibe ihre Namen auf und rufe sie, sobald ihr Tisch frei und vorbereitet ist. Die Tatsache, dass ich das nun täglich mache, stellt eine Sache sehr klar: wir müssen unseren ersten Stock so bald wie möglich eröffnen!

Ja, jetzt wird es sogar am Nachmittag oft schon voll: wir haben viele Anfragen für ‘Kitty Partys’. Denjenigen, die nicht wissen, was das ist, möchte ich das mal schnell erklären. Soweit ich das Konzept verstanden habe, ist das eine Gruppe Damen – meistens etwa zwanzig von ihnen – die Freunde oder auch nur Bekannte sein können, mit einer oder zwei, die eine führende Rolle übernehmen. Sie tragen monatlich alle einen kleinen Betrag zu den Finanzen ihrer Treffen bei. Bei diesen Treffen besuchen sie ein Restaurant ihrer Wahl, welches nun natürlich für viele Ammaji’s ist, haben Snacks und spielen eine Bingo-Variation oft mit handgemachten Bingo-Karten.

Diese Partys finden am Nachmittag statt. Danach bekommen wir oft Reservierungen für Geburtstagspartys oder Jubiläumsfeiern! Die Leute wissen bereits, dass sie nicht einfach mit einer Gruppe von zwanzig Leuten auftauchen und erwarten können, hier freie Tische vorzufinden! Also rufen sie vorher an und reservieren ihre Tische, was ja auch für uns gut ist. So können wir in der Küche planen und die notwendigen Vorbereitungen für so viele Gäste treffen!

Wir haben sogar von Schülern der größten Universität der Gegend die Anfrage bekommen, ob wir bei ihrer Abschiedsfeier das Catering übernehmen könnten, doch da haben wir höflich abgelehnt – wir sind bereits mit so vielen verschiedenen Aktivitäten beschäftigt und haben auch so im Restaurant schon genug zu tun, ohne uns darüber Gedanken machen zu müssen, wie wir warmes Essen anderswo hinbekommen und es dort schön präsentieren können! Vielleicht machen wir das ein andermal!

Was wir bereits planen, sind Buffet-Möglichkeiten für unsere Mahlzeiten, sobald wir den Platz dafür haben. Es gibt sowieso schon Pläne dafür, zum Beispiel einen Teil unseres Gartens dafür zu verwenden, in der Natur zu sitzen und dort zu essen. Wenn wir den Weg in der Mitte zur Seite verschieben, könnte das ein schöner Ort werden, der uns erlaubt, Veranstaltungsort für einige der größeren Partys zu sein, wegen denen wir bereits gefragt werden!

All das und all unsere Zukunftspläne werden nicht nur mit unserer eigenen Anstrengung und Liebe zu diesem Projekt, sondern auch mit der großartigen Arbeit unserer Mitarbeiter zur Wirklichkeit! Das ist etwas, was wir immer im Hinterkopf haben. Deswegen haben wir auch regelmäßig Treffen mit allen, sprechen über die Veranstaltungen im Restaurant, alles Positive und auch das, was nicht so gut lief – und haben das Gefühl, dass wir auf diese Weise auf dem Weg sind, etwas wirklich Besonderes zu schaffen!

Herausforderungen mit überwältigender Resonanz auf Ammaji’s Restaurant – 1 Mai 16

Letzte Woche habe ich euch von unserem Restaurant erzählt und da dieses zur Zeit das wichtigste Projekt in unserem Leben ist, möchte ich euch heute und in den nächsten Tagen etwas mehr darüber erzählen.

Von unserem großartigen Start mit unserem Restaurant habe ich euch bereits erzählt. Natürlich waren wir zu Beginn etwas unter Druck, alle Besucher unterzubringen, da wir so einen großen Andrang nicht erwartet hatten! Wir mussten schnell mehr Kellner einstellen, um jeden schnell genug bedienen zu können. Selbst mit der Hilfe von Purnendu, Yashendu, Ramona und mir war es manchmal schwierig und am Ende eines solchen Abends waren wir immer alle sehr erschöpft! Doch bald hatten wir ein paar mehr Leute und es wurde besser.

Gleichzeitig jedoch hatte die Küche ähnliche Schwierigkeiten: wir stellten mehr Mitarbeiter für die Küche ein, erfahrenere Köche sowie Helfer – doch sie hatten auf der existierenden Kochfläche nicht genug Platz! Natürlich war derjenige, der die Küche entworfen hatte, in erster Linie Geschäftsmann, nicht Koch, und nun, da es zur praktischen Arbeit kam und mit all dem Druck eines vollen Restaurants wurde es eng. Sofort bestellten wir einen neuen Herd und nachdem wir die Küche nun einige Male umgestellt haben, ist jetzt schließlich alles da, wo es hingehört und funktioniert auch schnell und gut! Wir haben für jeden Bereich zwei Köche, so dass jeder einmal einen freien Tag machen kann, während wir immer noch alle Gerichte anbieten können.

Natürlich bedeutet das alles auch jede Menge Ausgaben. Wir wussten, dass das zu gerade zu Beginn geschehen würde und das ist ja auch normal! Wir sind jedoch nicht auf den größten Gewinn aus, weil das nicht das erste Ziel und der wichtigste Grund für uns war zu öffnen! Unser Ziel ist, die beste Qualität zu niedrigen Preisen zu bieten.

So kommt es, dass wir unsere Preise billiger gehalten haben, als andere Restaurants in Vrindavan. Unsere Gäste sind oft überrascht, wie preisgünstig ihr Abendessen in dieser schönen Atmosphäre und mit so gutem Geschmack. Wir wissen jedoch, dass es genau so sein soll: zuerst zeigen wir den Leuten, dass gesundes Essen sehr lecker sein kann und geben ihnen ein Beispiel der Qualität unseres Essen. An den Preisen können wir später noch Änderungen vornehmen. Wir sehen bereits, dass die Leute wiederkommen – so viel, dass wir ganz bald das erste Stockwerk in unserem Restaurant eröffnen müssen, um mehr Tische hinein zu bekommen!

Eines ist jedoch wahr: wir haben Werbung gemacht, mussten aber nicht so viel ausgeben wie erwartet, da eine andere Art der Werbung sehr gut funktioniert: Mundpropaganda. In unserer Stadt spricht es sich wie ein Lauffeuer herum, dass es einen Ort gibt, an dem man mal gegessen haben muss: Ammaji‘s!

Wie Qualitätskontrolle in Ammaji’s stattfindet – 28 Apr 16

Ich habe euch bereits erzählt, dass wir in unserem Restaurant persönlich sehr involviert sind. Unsere Arbeit hier ist nicht nur, mit Gästen zu sprechen und ihnen Essen zu servieren, sondern wir arbeiten auch mit den Köchen und sind verantwortlich für eines der wichtigsten Dinge in einem Restaurant: Qualitäts-Kontrolle! 🙂

Ja, ich glaube, ich habe euch das bereits einmal erzählt: wir essen selbst in unserem Restaurant! Meine Brüder, Frau und ich essen von dem ersten Tag der Eröffnung hier im Restaurant. Damals aßen wir von den normalen Tellern des Restaurants. Für uns bedeutete das, dass wir so ziemlich zum ersten Mal praktisch daheim von getrennten Tellern aßen. Jeder, der uns schon einmal im Ashram besucht hat und selbst diejenigen, die nur Bilder von unseren Mahlzeiten gesehen haben, wissen, dass wir vier ansonsten immer von einem großen Teller aßen!

Natürlich waren die ersten Tage des Restaurants einfach nur aufregend und so ziemlich alles war neu. Nach einigen Mahlzeiten auf diese Weise jedoch merkten wir, dass uns etwas fehlte, dass unsere Essens-Erfahrung nicht mehr so war wie zuvor! Schnell verstanden wir warum: es störte uns, dass wir alle von getrennten Tellern aßen! Also kehrten wir zu unserem Essen von einem großen Teller zurück – im Restaurant!

Die Restaurant-Gäste sehen das natürlich, wenn sie zur gleichen Zeit hier essen. Ein Gast fragte sogar: ‚Was für ein Thali ist denn das? Steht das in der Speisekarte, können wir es bestellen?‘

Gäste mögen nicht nur die Tatsache, dass wir von unserem Thali essen, sondern auch die Tatsache, dass wir überhaupt in unserem Restaurant essen. Es macht einen guten Eindruck und gleichzeitig wissen sie, dass das Essen hier so gut ist, dass wir auch liebend gerne hier essen!

Das Tolle ist, dass wir gleichzeitig die Qualität des Essens, das unsere Köche zubereiten und das wir unseren Gästen servieren, prüfen können! Wir wissen, was es hier gibt und wir können es verbessern, wenn es damit irgendwelche Probleme gibt! Ich habe sogar begonnen, Essen zu probieren, welches ich normalerweise in einem Restaurant nie bestellen würde, nur damit ich auch dazu Feedback geben kann. Und es natürlich unseren Gästen empfehlen kann!

Yashendu, Purnendu und ich haben unseren Köchen beigebracht, gesünder und Ayurvedisch zu kochen. Wir verbringen selbst viel Zeit in der Küche, machen Eis, zeigen unseren Köchen Neues, backen und kochen. Und schließlich probieren wir es auch selbst – um sicherzustellen, dass es super lecker ist!

Feedback der Gäste von Ammaji’s Ayurvedischem Restaurant – 27 Apr 16

Ich habe euch bereits erzählt, dass Purnendu, Yashendu und ich im Laufe des Tages sehr gerne mit unseren Gästen reden. Einige meiner Freunde waren daran interessiert, was wir von den Leuten, die in unserem Restaurant essen, so an Feedback bekommen – und ich dachte, ich könnte einen Blogeintrag einer ausführlichen Antwort widmen, die auch in einem ganz kurzen Satz zusammengefasst werden kann: sie lieben es!

Wirklich, der überwältigenden Mehrheit der Gäste schmeckt das Essen sehr und sie sagen uns, es sei eine der besten Mahlzeiten, die sie jemals in einem Restaurant hatten! Sie freuen sich, dass sie in Vrindavan einen solchen Ort gefunden haben und ihnen schmeckt das Essen wirklich sehr. Ein Grund hierfür? Es ist anders als das Essen, das man normalerweise in einem indischen Restaurant zu essen bekommt. Wir fragen unsere Gäste für gewöhnlich, ob sie ihr Essen scharf haben wollen oder nicht – denn normalerweise sind unsere Gerichte mild gewürzt und völlig ohne Chili.

Natürlich freuen sich westliche Touristen hierüber meistens – weil normales indisches Essen ihnen oft zu scharf ist. Ihnen gefällt die Tatsache, dass sie in unserem Essen kleine Nuancen schmecken können, die sie in anderen Restaurants eben nicht schmecken.

Doch auch den Ortsansässigen schmeckt das Essen – genau deshalb, weil es anders ist! Es ist anders gewürzt, als sie es von daheim kennen, gleichzeitig ist es anders als das, was sie anderswo bekommen, da wir weniger Fett verwenden und unsere Gerichte gesünder zubereiten!

Deshalb sehen wir es als unseren größten Erfolg, dass Einheimische aus Vrindavan und Mathura wiederkommen! Sie sagen uns, es sei, als hätten sie auf einen Ort wie unseren gewartet! Und so ist unsere beste Werbung Mundpropaganda: die Leute kommen, essen hier und erzählen dann ihren Familien, Verwandten und Freunden davon.

Ein Freund erzählte, er war am Wochenende auf einer Hochzeit gewesen und hatte andere reden hören ‚Warst du schon in Ammaji’s? In dem tollen neuen Restaurant?‘ Purnendu und Yashendu haben eine neue Art ovn Ruhm erlebt: ‚Hallo, Sie sind doch der von Ammaji’s, oder?‘ Wir sind ja sowieso selbst Einheimische, sind hier geboren und aufgewachsen und so kennen uns hier viele Leute, doch es ist eine neue Rolle und eine, mit der wir natürlich auch viele neue Bekanntschaften machen! So viele sogar, dass es schwierig ist, sich an jeden zu erinnern!

Wir haben also wirklich jede Menge super Feedback! Auch online, so dass wir es jetzt schon auf Nummer Eins der Restaurants auf TripAdvisor geschafft haben! Hin und wieder ist da jemand, der scharf essen möchte und den wir unter dem Druck eines Abends mit dreißig Leuten auf der Warteliste und vor unserer Tür vergessen haben zu fragen, ob er denn gerne scharf isst. Natürlich erwähnen solche Leute dann, dass unser Essen zu mild war. Das hören wir uns auch an und entschuldige uns mit der Bitte wiederzukommen und uns noch eine Chance zu geben, ihr Essen nach ihrem Geschmack zuzubereiten!

Manch einer hat uns jedoch in seinem Feedback bereits geraten, unser Essen überhaupt nicht zu modifizieren. Ihrer Meinung nach sollte jeder seinen Geschmack danach entwickeln – weil es gesünder ist! Naja, wir bemühen uns, jeden zufrieden zu stellen, aber natürlich wäre es gesünder, nicht zu scharf zu essen!

Mit all dem fühlen wir uns in dem bestätigt, was wir geglaubt haben, bevor wir überhaupt mit dem Bau begonnen haben: Vrindavan braucht das, einen guten Ort um sich hinzusetzen, etwas zu entspannen und eine gute Mahlzeit zu genießen. Obendrauf noch gesund, in schöner Atmosphäre! Wir warten also nur auf euch!

Ammaji’s Ayurvedisches Restaurant ist offen – Essen wie von den Händen deiner Mutter! – 6 Mär 16

Gestern war ein sehr wichtiger Tag für uns: nach zwei Jahren des Bauens, Ausstattens und Vorbereitens konnten wir schließlich Ammajis Ayurvedisches Restaurant eröffnen!

Natürlich war es für uns ein großer Tag, obwohl wir keine große Feier oder riesigen Event hatten. Wir servieren unser Essen nun im Erdgeschoss des Restaurants – und werden eine große Party geben, sobald der erste Stock fertig ist und wir dort bedienen können! Ihr seid jedoch bereits jetzt herzlich willkommen, das Essen in Ammaji’s zu probieren!

Natürlich waren wir aufgeregt! Die Entscheidung, das Restaurant zu eröffnen war auch sehr schnell gefällt worden: wir hatten unsere Test-Party bereits im Februar, als wir zum ersten Mal im Restaurant aßen. Davon erzählte ich euch damals in einem anderen Blogeintrag. Danach besorgten wir all die Dinge, die uns damals als fehlend auffielen, stellen die Mitarbeiter des Abends ein und noch ein paar mehr, übten mit allen in der Küche, zeigten ihnen, wie das Essen zubereitet werden sollte und vor allem wie es in Ammaji’s Ayurvedischem Restaurant schmecken sollte! Und da waren wir nun am Freitag, mit einigen weiteren Dingen, die noch getan gehörten, aber mit so vielen bereits fertig, so dass wir einfach beschlossen, den Schritt zu machen und es zu tun: lass uns aufmachen!

Nun also könnt ihr, meine Leser, unsere Freunde im Ashram, Freunde in der Stadt Vrindavan und der Umgebung sowie jeder, der einfach nur vorbeikommt oder irgendwie von uns hört, in unser Restaurant kommen und dort essen!

Wir haben nordindische Gerichte und Spezialitäten, südindische Möglichkeiten, einige chinesische Gerichte, italienisches und anderes westliches Essen sowie natürlich deutsche Backwaren und unser eigenes, hausgemachtes Eis!

In unserer Speisekarte erfahrt ihr, welche Gerichte für welche Doshas gut sind und könnt auch mehr über die Doshas lesen, lernen, welches Essen für den individuellen Körpertyp gut ist. Wir haben auch ein ausgeglichenes Thali, eine Auswahl an indischen Gerichten auf einem Teller. Gleichzeitig wird unser ganzes Essen in weniger Fett gekocht, mit gemäßigten Gewürzen und gesünder, als es in Restaurants üblich ist, während wir auch den Geschmack bewahren!

Wir bleiben also dem Konzept unseres Namens treu: Ammaji’s. Essen, wie von den Händen deiner Mutter. Essen, wie es auch meine Mutter kochte. Essen, das wie das beste Essen schmeckt, das du je daheim gegessen hast!

Komm und probier es – wir freuen uns darauf, dich in Ammaji’s Ayurvedischem Restaurant bedienen zu dürfen!

Aktuelle Bilder und Neuigkeiten kannst du auf Ammajis Facebookseite bekommen und ich möchte jeden bitten, der die Erfahrung eines Essens bei uns schon gemacht hat, uns auf TripAdvisor eine Bewertung zu schreiben!

Guter Service macht ein gutes Produkt noch besser! – 28 Feb 16

Ich habe euch bereits erzählt, dass Ramonas Schulfreundin uns mit ihrem Freund im Ashram besuchte und dass wir ihnen auch ein bisschen unsere Umgebung zeigen wollten. Das machten wir auch – inklusive dem letzten Wochenende in Jaipur, der schönen Hauptstadt Rajasthans. Wir sahen uns die Sehenswürdigkeiten an, gingen nach Herzenslust shoppen für Kleidung und Souvenirs und aßen auch leckeres Essen. Eine der besten Mahlzeiten gab es an einem Ort, den ich in Jaipur unbedingt ausprobieren wollte: ein Café mit biologisch angebautem Essen.

Es war wirklich ein Café, kein Restaurant und deshalb wurde uns, als wir dort um kurz nach sieben ankamen, bereits gesagt, dass wir nur etwa eine Stunde haben, bevor sie schließen würden. Wir wollten jedoch ihr Essen probieren und antworteten, dass uns das zum Essen ausreichen würde!

Alle Gerichte standen bei ihnen im Display: es gab Salate und kleine Pizzas, einige Nudelgerichte und Brot mit Dips. Wir sahen uns alles an und entschieden uns für mehrere unterschiedliche Gerichte, so dass wir am Ende eine gute Mischung auf dem Tisch stehen hatten.

Als wir uns so das Essen ansahen, hatte ich gemischte Gefühle. Ich hatte ja gewusst, dass sie nicht indisch kochten, doch war ich wirklich unsicher, ob es mir schmecken würde. Dazu kam, dass die Kellner nicht gerade die freundlichsten Menschen waren, die ich je getroffen hatte. Auf dem Tisch gab es auch seltsame Schilder, die einen baten, die Tische bitte mit wartenden Gästen zu teilen und das Lokal zu verlassen, sobald man mit dem Essen fertig sei… wie einladend!

Doch: selbst kurz vor Ladenschluss waren noch mehrere Leute zum Essen anwesend und sobald das Essen ankam, war ich überzeugt!

Es war richtig leckeres Essen! Man schmeckte die Frische und es war einfach ein super Geschmack!

Natürlich war ein Grund für uns, in dieses Café zu gehen, dass wir vorhaben auch in Ammajis Ayurvedischem Restaurant Bio-Essen anzubieten. Wir wollten alos sehen, wie andere biologisch angebautes Essen ausgeben und vielleicht auch ein paar Ideen bekommen.

Für uns bestätigte der Besuch, dass wir eine tolle Idee haben, die auch funktionieren wird – und wir werden obendrauf guten Service haben, was diesem Ort fehlte und was die Erfahrung für jeden, der hier zum Essen kommt, zu etwas Besonderem machen wird. Ja, wir werden nicht damit beginnen, die Lichter auszuschalten und fast beleidigend gegenüber denen zu werden, die in unserem Restaurant essen, wie es dort geschah – und um das Essen mache ich mir keine Gedanken!

Voller Ideen, Enthusiasmus und Energie dafür, bald zu beginnen, sind wir zurück – und ich bin sicher, dass wir euch bald die gute Nachricht der Eröffnung geben können!

Das erste Abendessen in Ammaji’s Ayurvedischem Restaurant – 21 Feb 16

Heute möchte ich euch von einem Tag in der vergangenen Woche erzählen. Dieser Tag, oder genauer gesagt dieser Abend, war ganz besonders für uns und eine Anzahl Leute um uns herum: wir hatten das erste Testessen, einen Versuchs-Party in unserem Restaurant!

Ja, Ammajis Ayurvedisches Restaurant ist fast fertig für die Eröffnung! So weit ist es schon, dass wir ein Test-Kochen veranstaltet haben! Die Köche, Helfer und Kellner, die wir für das Restaurant einzustellen planen, waren alle da und durften zum ersten Mal in unserer Küche arbeiten!

Es war ein Test-Abend, um zu sehen, was sie können und um unsere Küche und auch unser Restaurant mit seinen Bambusmöbeln und dem schönen Geschirr in Aktion zu sehen! Ein Test, der notwendig war um herauszufinden, was in der Küche noch fehlt und ob es sonst noch Dinge gibt, auf die wir noch nicht geachtet haben und um die wir uns noch kümmern müssen.

Am Ende hatten wir einen wunderschönen Abend mit herrlicher Atmosphäre und wahrhaft traumhaftem Essen. Die Ashram-Gäste sowie einige enge Freunde hatten das Vergnügen, das Restaurant mit uns zu testen, auf den neuen Bänken und unter unserer Bambus-Decke zu sitzen.

Bevor wir nun unser Restaurant der Öffentlichkeit zugänglich machen, müssen wir jetzt noch unsere Erfahrung dieses Abends hernehmen und das, was noch fehlt besorgen, sowie die weiteren Punkte angehen, die noch nicht ganz klar waren. Das Menü ist im Druck, die Mannschaft ist fast komplett da und die Bambus-Arbeiter haben ihre Arbeit im Inneren des Erdgeschosses fertig gestellt.

Natürlich werden wir nun unsere neue Köche noch etwas trainieren, wie sie Essen auf unsere Art zubereiten, in Hinblick auf Ayurveda und auch gesünder als sie es zu kochen gewöhnt sind.

So kommt es, dass ich euch noch kein genaues Eröffnungsdatum nennen kann, aber natürlich ist es jetzt schon sehr nahe. Und wenn ich so in unserem Restaurant stehe, in die glücklichen Gesichter von Freunden und Familie blicke und dann meinen Blick auf das Bild meiner Mutter an der Wand richte, muss ich sagen, dass ich mich nicht nur darauf freue, bald unser Restaurant zu eröffnen. Ich freue mich darauf, einen Ort zu haben, wo sich Menschen treffen, ihren Körpern gute Nahrung zuführen und eine schöne Zeit haben können! Ich freue mich darauf, Menschen etwas anzubieten, was sie noch nie zuvor erlebt haben!

Hier seht ihr Bilder unseres Test-Essens

Iss bewusst, so dass du weißt, was du isst – 4 Feb 16

Ich habe gestern erwähnt wie wichtig es ist, sich Zeit zu nehmen, wenn man isst, so dass man bewusst isst und weiß, was man zu sich nimmt. Als ich erwähnte, dass man seinen Körper nicht wie einen Abfalleimer behandeln sollte, bezog ich mich jedoch nicht nur darauf, ob man zu seiner Mahlzeit sitzt oder steht – sondern auch was genau man seinem Körper zum Verdauen und Bearbeiten gibt – denn da kann es große Unterschiede geben!

Sobald man beginnt, sich damit zu befassen, was genau man seinem Bauch gibt, kommt man an gewisse Informationen, die einen dazu bewegen, Veränderungen in seiner Ernährung zu machen!

Eine der ersten Entscheidungen, die viele Menschen treffen, sobald sie sich einer gesunden Ernährung bewusst werden, ist, Vegetarier zu werden. Wenn man beginnt, über sein Essen nachzudenken, gibt es einen Punkt, an dem man sich fragt, wo sein Essen eigentlich herkommt. Beim Folgen der Versorgungskette stößt man auf jede Menge Gewalt, Verwendung von Chemikalien und Hormonen, unmenschlichen und grausamen Haltungsbedingungen – und so verlieren die meisten jeglichen Appetit aufs Fleisch. Warum würdest du zum Schmerz der Tiere beitragen, nur um sie zu essen, wenn es auch ohne geht? Warum würdest du die Hormone mitessen wollen, die Kühen für deren Wachstum gespritzt werden?

Natürlich hat die Herkunft deines Essen auch Auswirkung auf dessen Qualität! Wenn du zu dem Punkt kommst, an dem du darüber nachdenkst, was die Tiere, deren Fleisch auf deinem Tisch landet, vor ihrem Tod gegessen haben, ist es nicht weit davon darüber nachzudenken, was in dem Gemüse ist, das du zu dir nimmst! Da erfährst du von schädlichem Dünger und wachstums-fördernden Chemikalien, genetisch manipulierten Pflanzen, Konservierungsstoffen, Farbstoffen und so viel mehr, dass du beginnst dich zu fragen, ob du denn das wirklich noch essen kannst!

So kommt es, dass viele Leute beginnen, im Supermarkt eher die Hand nach dem Bio-Produkt auszustrecken als nach dem nicht-biologischen. Sie fangen wieder an, Produkte aus der Gegend zu kaufen, wenn sie an die riesigen Firmen denken, die die Märkte für kleinere, örtliche Läden verderben. Geschäfte ausschließlich mit Bio-Waren überleben nicht nur sondern blühen auf mit dieser steigenden Welle des Bewusstseins hierfür, die seit einigen Jahren immer weiter wächst. Es gibt immer mehr Menschen, die sich nun für Bio-Produkte entscheiden, wenn es ihnen möglich ist!

Natürlich isst man bewusster, wenn man über sein Essen nachzudenken und so ändert man, wie oft man isst, wie viel man isst und eben einfach seine ganze Ernährung! Man denkt darüber nach, wie sich sein Körper anfühlt, nachdem man gewisses Essen gegessen hat und man merkt, dass man sich wegen zu viel Fett oder Zucker schlecht fühlt. Also vermeidet man das. Bestimmtes Essen lässt man nun aus, wenn man zum Beispiel weiß, dass es eigentlich nur noch Chemie enthält und irgendwann hat man das Gefühl, dass man davon eigentlich gar nichts mehr essen oder trinken möchte!

So geht es mit dem bewussten Essen üblicherweise voran. Man muss niemandem sagen, was man macht. Heutzutage ist so viel Information in so vielen verschiedenen Formen erhältlich, dass man sich nicht mehr auf eine Person verlassen muss, die einem sagt, was gut für einen ist. Der Einzige, der wirklich in der Lage sein wird, das zu wissen, bist du, weil du derjenige bist, der deinen Körper spürt.

Beginn also, etwas feinfühliger zu sein, informiere dich, wo nötig und möglich und mach dich auf den Weg zu einem besseren, fitteren, gesünderen und glücklicheren Lebensgefühl!

Behandelst du deinen Magen wie einen Abfalleimer? – 3 Feb 16

Ich sage meinen Freunden oft, auf eine Sache gut zu achten, weil das Auswirkungen auf die Gesundheit hat: sie sollten gute Nahrungsmittel zu sich nehmen und sich Zeit nehmen, während sie essen. Dein Magen ist kein Abfalleimer. Und nach Jahren ist diese Aussage auch heute noch genauso wichtig, wie sie es war, als ich das zum ersten Mal gesagt habe!

Wir leben in einer Welt, in der wir die Möglichkeit haben, einfach zum nächsten Laden, Restaurant oder Bistro zu gehen und ‚sich eben einen Bissen zu holen‘. Auch an diesem Ausdruck sieht man schon, dass es falsch läuft: du solltest nicht ‚eben einen Bissen holen‘. Du solltest dich hinsetzen und eine Mahlzeit genießen. Du solltest erkennen, was du isst und dass du überhaupt isst.

Ich bin eigentlich nicht dafür, im Stehen zu essen. Auf jeden Fall zeigt die Tatsache, dass du im Stehen isst, dass du dich nicht auf dein Essen konzentrierst. Du willst es so schnell wie möglich in deinen Körper kriegen, so dass du weiterhin andere, wichtigere Dinge tun kannst. Vielleicht isst du sogar im Laufen! Du gehst von einem Treffen zum Nächsten und isst schnell ein Sandwich auf dem Weg. Du bringst die Kinder zur Schule und während du zur Arbeit fährst, isst du schnell einen Apfel – dein Frühstück, auf dem Weg, im Auto!

Nein, ich finde man muss sich zum Essen hinsetzen, die Zeit haben, eine Mahlzeit völlig zu genießen und sich in der Zwischenzeit auch nicht auf andere Dinge zu konzentrieren! Kein Multitasking beim Essen, dafür ist es zu wichtig!

Wenn du dich beim Essen nicht auf deine Nahrung konzentrierst, hast du keinerlei Kontrolle darüber, wie viel du isst oder was die Qualität deines Essens angeht. Wenn du einfach nur irgendwo irgendetwas hernimmst, wenn du dich überhaupt nicht darum kümmerst, was es eigentlich ist, wie kannst du dann erwarten, dass es deinen Körper nährt? Und dann beschwerst du dich, dass du zunimmst und du gar nicht weißt wieso! Du weißt nicht einmal was oder wie viel du gegessen hast – wie also würde dein Körper dazu in der Lage sein, damit umzugehen?

Habe also etwas Respekt für deinen eigenen Körper und gib ihm nur zu essen, wenn du dafür Zeit hast und dich hinsetzen und darauf konzentrieren kannst!