Gründe dein Selbstwertgefühl nicht auf deine Angewohnheit, andere zu kontrollieren! – 16 Sep 16

Im gestrigen Blogeintrag habe ich euch gesagt, wie wichtig es ist herauszufinden, ob du meinst, dass ohne dich die ganze Welt zusammenbrechen würde. Es wäre für dich selbst von Vorteil, wenn du diesem Gedankengang nicht folgen würdest, da das zu viel Druck erzeugt und ernsthafte gesundheitliche Folgen wie Burnout zum Beispiel haben kann. Der Versuch jedoch, von diesen Gedanken wegzukommen kann zu einem weiteren Problem führen: dem Gefühl, nicht gebraucht zu werden.

Das ist eigentlich klar: ich habe euch gesagt, ihr sollt den Gedanken loswerden, dass ihr für das Funktionieren eurer Umwelt unabkömmlich seid. Die Welt bleibt nicht stehen, wenn du nicht da bist, um die anderen zu kontrollieren. Du musst sie nicht überwachen, damit sie ihre Arbeit richtig machen. Du kannst loslassen.

Oh, aber das war doch das, worauf du dein Selbstwertgefühl gegründet hast? Dass du derjenige bist, der alles am Laufen hält? Du hattest das Gefühl, wertvoll zu sein, weil ohne dich alles zusammenbrechen würde. Nun, da du diesen Gedanken hinter dir lässt, jetzt, da du versuchst, dich zu entspannen und diesen Druck hinter dir zu lassen, merkst du, dass dein Selbstwert auf einem steilen Weg in den Keller ist. Der Gedanke, der dir das Gefühl gab, etwas Wertvolles zu tun ist genau der, den du nun bewusst zerstörst!

Ja, es kann schwierig sein. Ja, du solltest dieses Denken aufgeben. Aber nein, du bist nicht deshalb wertvoll und wirst nicht deshalb geliebt, weil du immer alle kontrollierst! Mach dein Selbstwertgefühl doch nicht von solchen Dingen abhängig. Sieh stattdessen, dass du selbst eine liebenswerte Person bist, die mit anderen gut umgehen kann, nicht nur, um ihnen zu zeigen, wie man die Dinge richtig macht. Du hast deine eigenen Aufgaben im Leben, die du gut meisterst. Sieh dich selbst an und sieh wer du bist, außer deinem Bedürfnis, andere zu kontrollieren!

Für diejenigen, die es gewöhnt sind, andere intensiv dazu zu bewegen, die Dinge so zu tun, wie sie es möchten, ist es nicht nur schwer diese Gewohnheit aufzugeben, sondern auch, sich ohne sie wirklich gut zu fühlen. Das jedoch ist notwendig, weil es absolut ungesund ist, sein Selbstwertgefühl hierauf zu gründen! Das würde dein Bedürfnis zu kontrollieren nur noch vergrößern, weil du dich noch besser fühlen möchtest mit dir selbst.

Tue das nicht. Vertraue darauf, dass andere ihre Aufgabe gut erledigen. Und wenn sie das nicht tun, ist es auch nicht gleich deine Schuld!

Nimm dir Zeit für Spaß – besonders, wenn das Leben im Augenblick hart ist! – 7 Sep 16

Gestern habe ich euch ein paar Ideen geschrieben, was man tun kann, wenn alles einfach zu viel wird. Ich habe erwähnt, dass man etwas Zeit für sich braucht und auch Zeit, um am Abend vor dem Schlafengehen runterzufahren. Für jeden, der sich in einer solchen Situation befindet oder mit Problemen wie Burnout und Depression zu tun hat, gibt es eine weitere sehr wichtige Sache, die man in seinem Tag unbedingt einbauen muss: Spaß!

Ja, das ist ein sehr wichtiger Teil, an den du unbedingt denken musst: vergiss nicht, dass der Genuss des Lebens ein integraler Teil des Lebendig-Seins ist! Wer sich in der Mitte eines Problems befindet und keinen Ausweg zu finden scheint, kommt nicht auf die Idee, dass das Leben irgendwie auch Freude machen könnte. Das ist jedoch das Problem: solange man nicht einmal ein paar Minuten am Tag rausnehmen kann, um zu genießen, verschlechtert sich die mentale und emotionale Situation nur noch weiter!

Für jeden gibt es unterschiedliche Arten, das Leben zu genießen. Einige spielen mit ihren Kindern, andere laufen eine Runde im Park, wieder andere gehen tanzen und wieder andere haben gerne ein Abendessen mit Freunden. Was auch immer es ist, denk dran, deine Sorgen zur Seite zu legen und diese Augenblicke zu genießen.

Wenn dich irgendjemand dafür kritisiert – weil es unmoralisch scheint, in so einer schwierigen Situation Spaß zu haben – lass sie einfach reden. Ich würde mir nicht einmal die Mühe machen, mich zu erklären, denn jeder, der dich wirklich gern hat, kann die Wirkung sehen: Lachen und Freude haben, lädt die Batterien auf wie nichts anderen. Es hilft dir, sogar mit dem Schlimmsten klar zu kommen. Du kannst die Dinge in einem anderen Licht sehen und besser mit den Situationen umgehen.

Meistens befinden wir uns sowieso nicht in den schlimmsten Situationen, die das Leben parat hat. Normalerweise gibt es Menschen, die es noch viel schlimmer getroffen hat: Flüchtlinge, deren ganze Familien vom Krieg getötet wurden und die ihr Land deshalb verlassen mussten, Eltern, die es sich nicht leisten können, ihren Kindern zu essen zu geben und sehen müssen, wie diese hungern… die Liste ist lange. Wir sind normalerweise keiner von diesen. Meistens finden wir jemanden, auf den wir blicken können und dabei merken, dass unsere Probleme, nicht wirklich so groß sind.

Lasst uns also ein paar Minuten rausnehmen, nur eine kurze Zeit am Tag, und das Leben genießen. Das ist wirklich wichtig und hilft so viel. Sobald du durch deine Probleme durch bist, kannst du zurückblicken und sagen: oh ja, es war eine schwierige Zeit, doch diese Augenblicke haben mich da durch gebracht!

Und eines Tages wirst du es auch hierdurch schaffen!

Was tun, wenn es alles einfach zu viel wird! – 6 Sep 16

Es gibt manchmal Zeiten, wenn es alles zu viel zu sein scheint. Wenn in einem Bereich des Lebens, privat oder beruflich, auf der Arbeit, im Familienleben oder in der Beziehung und manchmal in allen Bereichen auf einmal alles schief geht. Es ist hunderte Dinge zu tun, tausende Aufgaben und es scheint einfach, als wärest du nicht dazu in der Lage, das alles zu schaffen! Du hast alles auf einmal im Kopf und es kann einfach Augenblicke geben, in denen die einfachste Aufgabe vor dir liegt und du das Gefühl hast, es sei unmöglich, sie zu bewältigen. Was tun, wenn du dich in dieser Situation befindest?

Ich kenne den medizinischen Begriff für diesen Zustand nicht. Ich weiß nicht sicher, wie das heißt, ob das nun Depression, Panikattacken, Burnout oder Nervenzusammenbruch heißt. Was ich weiß ist, dass du dich entspannen musst.

Ich weiß, es hört sich im Moment total verrückt an, dass du dich hinsetzen würdest, um einen Kaffee zu trinken oder dir eine Badewanne einlassen und eine halbe Stunde darin versinken würdest. Es scheint dir, als würdest du noch nicht einmal die Zeit für eine ordentliche Dusche oder den Abwasch finden, wie also solltest du das schaffen? Ich sage dir: wenn du nur zwanzig Minuten in deine eigene Entspannung und Freude investierst, zahlt sich das vielfach aus! Du fühlst dich hinterher besser, bist schneller und effektiver in dem, was du tust und du hast etwas mehr Raum und Frische, um neue Ideen und Lösungen zu finden.

Wichtig hierbei ist, dass du es auch schaffst, deinen Verstand zu entspannen! Es würde nichts helfen, wenn du in der Badewanne liegst und an all die Dinge denkst, die du nicht geschafft hast. Du musst dir selbst erlauben zu entspannen. Wie schaffst du das?

Versuche es Schritt für Schritt: schreibe am Abend die Dinge auf, die du definitiv am nächsten Tag erledigen musst. Nimm dafür nur die wichtigsten Aufgaben her. Wenn du sie erledigst, war es ein guter Tag. Alles Weitere ist ein besonderer Grund, stolz darauf zu sein, es geschafft zu haben! So hast du deine Hauptaufgaben erledigt und deine Auszeit verdient, eine kleine Weile für dich, wirklich ohne jegliche Gedanken daran, was an Aufgaben noch so vor dir liegt.

Finde einen Rhythmus und halte dich daran, inclusive Sport und gesunde Essgewohnheiten. Das ist sehr wichtig: egal wie viel Stress du hast, plane eine halbe Stunde für Sport und dazu Zeit zum Essen ein. Vergiss das Essen nicht und iss keinen Müll. Dein Körper und Verstand brauchen die Kraft, also nähre sie und zwar ordentlich! Der Rhythmus und die Routine sind für deinen Verstand notwendig, so dass er weiß, was als nächstes kommt. Wenn du eine Routine hast, fällst du nicht ein leeres Loch zwischen deinen Aufgaben, in denen du dir Sorgen machst, was du nun als Nächstes machen sollst.

Und schließlich solltest du noch ruhiger werden, bevor du schlafen gehst. Lies ein gutes Buch, spiel mit deinen Kindern oder genieße Zeit zu zweit mit deinem Partner. Nimm dir diese Zeit, um das Leben zu genießen und nimm Abstand von deinem Stress – so dass du schlafen kannst, ohne dass dein Verstand damit beschäftigt ist, lauter Aufgaben zu lösen!

Und wisse schließlich, dass auch diese Zeit vorübergehen wird. Es wird Lösungen geben, wo du sie nicht erwartest und was du nun als Katastrophe ansiehst, mag sich als das Beste rausstellen, was dir in deinem Leben je passiert ist – oder zumindest nicht so schlimm, wie es nun für dich aussieht!

Zusammenhänge zwischen Ratschlägen und persönlicher Erfahrung – 1 Aug 16

Ich bin generell etwas vorsichtig damit, Ratschläge zu geben und anzunehmen. Ich gebe nur dann Rat, wenn mich jemand direkt danach fragt. Und auch dann lege ich demjenigen klar, welch Möglichkeiten ihm offen stehen, so dass mein eigenes Leben da ganz separat ist. Leider hält es nicht jeder so. Wann auch immer du von jemandem Ratschläge annimmst, erinnere dich: die meisten Ratschläge sind autobiographisch geprägt!

Das ist wahr. Als Berater habe ich natürlich schon einiges an Erfahrung damit, mein eigenes Leben meine Raschläge für andere nicht beeinflussen zu lassen. Gleichzeitig jedoch wird alles, was du jemand anderem erzählst, immer ein Ergebnis deiner eigenen Erfahrung sein! Das lässt sich schwer vermeiden. Persönlich hast du eine Sache als positiv und eine andere als negativ erlebt. Du würdest versuchen, die positive Erfahrung auf die Person vor dir zu übertragen.

Heutzutage bekommt man auf der größten Plattform auf der ganzen Welt kostenlos jede Menge Ratschläge: im Internet. Dort tun viele Leute etwas, was sie Ratschläge geben nennen, was aber eigentlich ihre Lebensgeschichte in der Form von Ratschlägen verpackt ist. Das Problem ist, dass man dadurch dazu neigt, das wörtlich zu nehmen und es genau befolgen möchtest!

Denk also daran, dass er Rat einer anderen Person immer eine Mischung seiner Erfahrungen, Gedanken und natürlich seines Empfindens von richtig und falsch ist! Fühle dich nicht schlecht, wenn du die Dinge anders machst. Deine Wirklichkeit mag ganz anders aussehen und das ist gut so wie es ist!

Warum man nicht versuchen sollte, perfekt zu sein – 24 Feb 16

Gestern habe ich über die kleinen Urteile geschrieben, die insbesondere Eltern von ihrem Außen oft zu hören oder spüren bekommen. Und der Grund warum ein solches Urteil einen oft länger nicht in Ruhe lässt als es sollte ist einfach: du willst perfekt sein!

Ja, ein Streben nach Perfektion macht dich unglücklich. Das magst du schon erraten haben. Warum? Weil du dieses Ziel nie erreichen kannst! Niemand ist perfekt, wir alle machen Fehler und je leichter du das akzeptierst, desto glücklicher wirst du!

Für viele Leute ist jedoch das Problem, dass sie diesen Wunsch perfekt zu sein sehr stark verspüren. Sie wollen keinen Fehler machen und so versuchen sie angestrengt, alles richtig zu machen. Wenn sie einen Fehler machen, machen sie sich selbst deswegen verrückt. Die Neigung, sich Gedanken darüber zu machen, was andere Leute denken, macht das nur noch schlimmer. Ein Fehler zeigt, dass du falsch liegst und daran bleibst du dann hängen. Das bleibt dir im Kopf, du versuchst Erklärungen und Ausreden zu finden, du versuchst den Fehler zu verstecken, so dass niemand davon erfährt – kurz, du willst einfach niemanden sehen lassen, dass du nicht perfekt bist. Vielleicht schaffst du es sogar, dich selbst davon zu überzeugen, dass es kein echter Fehler war, dass du eigentlich doch perfekt bist und es der Fehler einer anderen Person ist!

Ein weiteres Problem ist, dass es nicht immer richtig oder falsch ist! Für einige Leute mag eine Sache richtig sein, während andere Leute das Gleiche für eine ganz andere Sache gilt. Wenn du also versuchst, für deine Umgebung perfekt zu sein, musst du dich ständig verändern, weil die Leute um dich herum unterschiedliche Vorstellungen davon haben, was perfekt ist!

Für alle, die perfekt sein wollen, gibt es eine große Lektion: wir lernen von unseren Fehlern! Ja, es ist gut, Fehler zu machen, weil sie dir für die Zukunft beibringen, was du tun solltest und was nicht. Du kannst wegen deinem Fehler Schuldgefühle haben und wochen- oder monatelang darüber nachdenken oder du kannst akzeptieren, dass es ein Fehler war und etwas ändern!

Ich kann dir eines versprechen: andere erinnern sich an deinen Fehler nicht einmal halb so lang wie du! Sie vergessen es schneller als du, weil es nicht so wichtig ist, wie du denkst. Wenn du das Gefühl hast, dass jemand wegen einer kleinen Sache über dich urteilt und du dir dann lange deswegen Gedanken machst, haben sie vielleicht bereits ihre Meinung geändert und das alles vergessen!

Versuche nicht, perfekt zu sein – du bist perfekt, so wie du bist, mit all deinen Fehlern!

Wenn Frauen die außerehelichen Affären ihrer Ehemänner akzeptieren – 7 Dez 15

Als ich in Deutschland war, haben einige Freunde Geschichten von ihren Freunden erzählt. Eine dieser Geschichten ließ mich an die Situation vieler Frauen hier in Indien denken und ich überlegte, ob es am Ende doch kein so großer Unterschied war: in Beziehungen beschließen manche Frauen einfach, die Affären ihrer Ehemänner zu akzeptieren. Aus Bequemlichkeit oder aus Angst.

Ein Freund erzählte mir, dass eine Frau, die er nun schon seit mehr als zwanzig Jahren kannte, schon eine ganze Weile lang mit ihrem Ehemann auf sehr ungewöhnliche Weise lebt: ihr Ehemann kommt sie nur etwa einmal die Woche besuchen. Den Rest der Woche lebt er bei seiner Freundin. Immer, wenn er heimkommt, ist es, als wären sie ein ganz normales Ehepaar: er bingt seine Wäsche heim, die sie wäscht, sie kocht für eine Person mehr und er ist eben einfach wieder daheim.

Sie schlafen jedoch nicht in einem Bett – und das war der Punkt in der Geschichte, an dem ich einfach fragen musste: was kam zuerst, dass sie in getrennten Betten schliefen oder die Freundin? Es war der Schlaf in getrennten Betten! Die Frau hatte ihrem Mann mal gesagt, dass sie keine Lust mehr auf eine sexuelle Beziehung zu ihm hatte. Sie wollte nicht mehr mit ihm schlafen und gab ihm die Möglichkeit, hinzugehen, wo er wollte, um seine Bedürfnisse zu befriedigen.

Sie haben sich aus mehreren Gründen nicht getrennt, hauptsächlich, weil es so viel einfacher ist: sie regeln ihre Konten und Steuern gemeinsam, sie kann weiter so leben wie immer und er hat auch seine Freiheit. Sie verstehen sich gut, alles ist in Ordnung.

Ich musste an die Familien denken, die Ramona hier in Indien besuchen geht, die Eltern unserer Schulkinder, von denen die Frauen oft so tun, als hätten sie eine normale, glückliche Beziehung, während ihre Ehemänner außerhalb ihrer Ehe sexuell sehr aktiv sind. Es ist sogar von Außen ganz klar sichtbar, dass die Frau öfter allein ist, als mit ihrem Ehemann zusammen – doch sie halten das Bild einer Ehe aufrecht. Das Vorgeben eines Lebens zusammen als Paar, weil es einfacher ist als eine Trennung und für sie besser, als in einer Gesellschaft, die Scheidungen missbilligt.

Ich sahe Ähnlichkeiten, weil es so ziemlich das Gleiche ist. So ist es bequemer. Gleichzeitig will ich nicht darüber urteilen, ob das richti oder falshc ist oder vielleicht richtig im Kontext eines Landes und falsch in der Situation eines anderen! Es war einfach eine Ähnlichkeit, die ich gesehen habe und aufzeigen wollte – vielleicht findet ihr das ja auch interessant.

Was zu tun, wenn Dinge nicht nach deinen Idealvorstellungen laufen – 24 Nov 15

Vor einiger Zeit habe ich über einen gewissen Idealismus geschrieben, der viel zu weit geht und dich in deinem Alltag unglücklich macht. Ich glaube, bestimmte Ideale und ein klares Konzept dessen zu haben, was gut ist und was nicht, ist im Allgemeinen für jeden von Vorteil und eine gute Sache. Wir müssen jedoch auch akzeptieren, dass die Welt nicht ideal ist – und dass wir nur unser Bestes geben können, um etwas zu ändern.

Und dafür gibt es jede Menge Möglichkeiten! Nehmen wir einmal deine Arbeit: du magst nicht in der Lage sein, alles drum und dran zu ändern, aber du kannst zum Beispiel versuchen, eine Arbeit zu finden, die deine Ideale unterstützt oder zumindest nicht gegen sie geht! Als Vegetarier arbeitet man zum Beispiel nicht beim Metzger. Nicht einmal im Büro – weil es gegen die Ideale geht. Es mag jedoch schwierig werden, eine Arbeit zu finden, die jedes einzelne deiner Ideale unterstützt!

Da will ich euch ein Beispiel geben. Du arbeitest also in einer Firma, die grundlegend mit deinen Idealen übereinstimmt und somit ist es eigentlich der perfekte Ort für dich zu arbeiten. Sagen wir mal, es ist ein Laden, der Bio-Nahrungsmittel und Fair-Trade-Gegenstände anbietet. Das passt ideal nach deinen Idealvorstellungen – außer einer gewissen Ecke in dem Laden: da gibt es auch eine Ecke für esoterische Gegenstände. Tarot-Karten, Kristallkugeln und die ganze Ausstattung für moderne Hexen, Hellseher und Heiler. Du findest das vielleicht nicht gut, glaubst, dass das Aberglauben schafft und unterstützt – aber du musst auch diese Gegenstände verkaufen!

Es ist nicht ideal – aber du kannst keine perfekte Welt schaffen! Auf dieser Welt gibt es alles und wer zu idealistisch ist, wird mit vielem, was auf der Erde geschieht, seine Probleme haben! Anstatt sich also an den Dingen aufzuhängen, die nicht perfekt sind, solltest du einen Weg finden, so nahe wie möglich an deine Ideale ranzukommen – und den Rest zu akzeptieren!

Bei vielen Dingen kommt man hier weiter, als man erst meint. Versuche es. Du kannst zum Beispiel rausfinden, dass deine Bank das Geld, das du dort gespart hast, darauf verwendet, Waffen- und Rüstungs-Exporte zu unterstützen für Kriege, die du absolut nicht gutheißt. Oder andere Projekte, die stark gegen deine Ideale gehen. Wenn dich das stört, forsche etwas nach und finde eine Bank, die stattdessen die Umwelt oder nachhaltige Projekte unterstützt – es gibt auch solche!

Vielleicht gibt es sogar einige dieser rote Fahnen für dich, die du im Augenblick nicht ändern kannst. In dem Fall, akzeptiere einfach, dass es im Moment so ist. Dass nicht alles auf der Welt ideal ist. Dass wir in der Zukunft gegen gewisse Dinge anarbeiten können, zum Beispiel mit der Zeit Gesinnungen ändern können. Lass dich von solchen Dingen nicht vollständig niedermachen. Werde auch nicht kalt – das ist es nicht, was ich da vorschlage. Du kannst stark das Gefühl haben, dass es falsch ist und versuchen, eine Veränderung zu bringen, wenn es möglich ist. Doch verschwende keine Energie darauf zu weinen oder wütend zu werden über Dinge, die du gerade nicht ändern kannst!

Es gibt immer eine Möglichkeit, es besser zu machen, selbst wenn diese langfristig ist oder man dafür ein besseres Beispiel sein muss. Du hast deine Ehrlichkeit und kannst darauf achten. Du musst da ja nicht unehrlich sein. Wenn dich die Umstände dazu zwingen – ändere etwas. Doch sonst, sieh die Schönheit, das Gute und sei glücklich!

Was tun, wenn dich unsichere Menschen runtermachen wollen – 18 Nov 15

Heute möchte ich über eine Art der Einstellung schreiben, die manchmal als Negativität wahrgenommen werden kann. Es gibt Leute, die es regelrecht genießen, andere Menschen niederzumachen. Sie sind nicht wirklich negativ – aber sie haben Freude daran, dich in einen negativen Raum zu manövrieren, dich dahin zu bringen, dass du dich nicht mehr gut fühlst!

Sicherlich habt ihr in eurem Leben auch bereits solche Leute getroffen! Egal, was man ihnen erzählt, sie kritisieren etwas an deiner Geschichte, daran, wie du gehandelt hast oder was deine Gedanken zu diesem Thema sind. Absichtlich sagen sie etwas, das dich provoziert oder dir das Gefühl gibt, falsch zu liegen oder in dieser Unterhaltung nicht willkommen zu sein.

Ich denke, das ist ein psychologisches Problem und hat sehr etwas mit Selbstbewusstsein zu tun. Diese Leute können gebildet sein und sogar jede Menge akademische Abschlüsse haben, doch sie fühlen sich nicht gut mit sich selbst. Sie sind sich in ihrem Selbstvertrauen nicht sicher und wollen ihr Ego zufriedenstellen, indem sie zeigen, dass sie anderen überlegen sind.

Deshalb haben sie Freude daran, andere runterzumachen. Sie glauben, dass so, wie sie die Dinge zu tun, die einzige und richtige Art ist. Jeder, der etwas anders macht, ist praktisch dumm und ihnen also unterlegen – so dass sie sich über sich selbst gut fühlen können. Dafür zögern sie nicht, andere zu verletzen. Das Wissen jedoch, dass sie in Wirklichkeit mit sich selbst, der Welt und dem Leben um sie herum schrecklich unglücklich sind, ist die Grundlage dafür, mit solchen Situationen umzugehen.

Setze deine Grenzen für solche Menschen sobald du merkst, wie sie sich verhalten. Wenn du nicht mit ihnen zusammen unglücklich sein willst und nicht in diese miserable Stimmung hineingezogen werden willst, die sie extra für dich geschaffen haben, musst du ihre Versuche abblocken. Das Beste ist, sie so schnell wie möglich loszuwerden. Man hat keine Chance auf eine normale Unterhaltung. Man kann sie nicht korrigieren, weil sie sowieso überzeugt sind, dass sie alles besser wissen! Sie hören nicht auf, bis du unglücklich bist und dich schlecht fühlst.

Erinnere dich also daran, dass sie diejenigen sind, die sich unsicher fühlen und ein Problem mit ihrem Selbstbewusstsein und ihrem Ego haben. Lass sie nicht bis zu deinen Gefühlen kommen. Nimm das, was sie sagen, nicht ernst und halte am besten jegliche Unterhaltungen kurz und leicht. Auf diese Weise kannst du vermeiden, dass deine gute Laune und Gefühle von jemandem ruiniert werden, der nur will, dass sich andere schlecht fühlen!

Beziehungsprobleme aufgrund von zu viel Ego – wie gehe ich damit um? – 29 Okt 15

Ich habe diese Woche über unterschiedliche Problemen geschrieben und wie man mit ihnen umgehen kann. Ich begann mit finanziellen Themen, schrieb über Probleme in der Beziehung zu anderen Menschen und, gestern, darüber, wie man mit lebensbedrohlichen Krankheiten oder lebensverändernden Behinderungen umgehen kann. Während all das sicherlich wichtige Probleme waren, für die manch einer etwas Hilft benötigen mag, gibt es noch eine Art Thema, die ich oft sehe und mit der viele Leute immer ein Problem haben: Ego in der Beziehung.

Ich kann einige meiner Leser fast schon seufzen hören, wenn ich das Thema, über das ich schreiben werde, nur erwähne. Fast jeder, der jemals in einer längeren Beziehung war, weiß wohl, von was ich spreche. Diese Probleme sind die Schlimmsten und die Wichtigsten, weil es in einer Beziehung immer darum geht, zusammen zu sein, zwei zu sein anstatt nur einer. Beim Egoismus geht es um dich und darum, dich vor all anderen zu stellen – etwas, was Schwierigkeiten verursacht, wenn zwei Menschen viel Zeit miteinander verbringen!

Man kann an vielen Beispielen sehen, ob das in seiner Beziehung ein Thema ist. Ein Beispiel ist, wenn dein Partner einen kleinen Fehler macht, du ihn korrigiert hast oder ihm bzw. ihr gesagt hast, dass es dich verletzt hat und er oder sie in der Folge eine große Sache daraus macht. Für das Ego des anderen ist es unmöglich den Fehler zu akzeptieren und so habt ihr eine riesige Diskussion und Streit um eigentlich gar nichts – nur für das Ego. Oder du merkst selbst, wie schwierig es für dich ist, dich zu entschuldigen, obwohl du siehst, dass du irgendwo falsch lagst. Dein Ego steht dir im Weg.

Es ist nicht nur eine Frage des Entschuldigens! Wenn du zum Beispiel eine Idee hast, dein Zimmer umzudekorieren oder ihr zusammen Urlaubspläne macht und du bereits eine Vorstellung hast, was ihr machen könntet, die jedoch gar nicht mit der Vorstellung deines Vaters übereinstimmt, findet ihr nur eine Lösung, wenn zumindest einer von euch nicht darauf besteht, sein oder ihr Ego zu befriedigen! Am Schönsten jedoch wird es, wenn ihr einen Mittelweg findet, ein Urlaubsziel, das euch beiden gefällt oder eine Zimmer-Dekoration, die ihr beide für gut haltet!

Ihr seht bereits, wo ich damit hinwill: in einer Partnerschaft müsst ihr den gemeinsamen Weg finden. ich glaube, man sollte sein Ego komplett in Liebe auflösen! Es macht keinen Sinn, darauf zu bestehen, dass man Recht hat und die Schönheit liegt darin, die Freude des anderen zu genießen – selbst, wenn man sich selbst für etwas anderes entschieden hätte! Das findet man in erfolgreichen Beziehungen: zwei Menschen, die kommunizieren, die Vorlieben des jeweils anderen kennen und auf eine Weise handeln, die beiden Freiheit und Freude gibt.

Das ist wieder einmal nicht einfach – doch wenn du verliebt bist, so kannst du es denke ich schaffen!

Wie geht man mit dem Wissen um, dass man nicht mehr lange leben wird? – 28 Okt 15

Nachdem ich über finanzielle Schwierigkeiten und Schwierigkeiten mit zwischenmenschlichen Beziehungen geschrieben habe, würde ich heute gerne über ein komplett anderes Thema schreiben, das deine Welt erschüttert, wenn es auftaucht: wenn du erfährst, dass du oder jemand, der der dir sehr nahe steht, eine schlimme Krankheit oder andere gesundheitliche Probleme hat. Ich spreche natürlich nicht von einer kleinen Erkältung – nein, ich meine die Nachricht, dass jemand Krebs hat, Unfälle, in denen ein Verletzter ein Glied verloren hat oder querschnittsgelähmt wurde. Wie geht man mit einer solchen Situation um?

Natürlich gebe ich keinen medizinischen Rat jeglicher Art. Dafür findest du jede Menge qualifizierte Ärzte, die dir durch jede mögliche Therapie helfen können. Ich möchte beleuchten, wie du emotional und mental mit diesen Situationen umgehen kannst.

Krankheit und Tod sind die zwei Situationen, in denen man nur eine Möglichkeit hat: zu akzeptieren.

Das ist so viel leichter gesagt als getan und ich bin mir dessen bewusst, dass jeder, der sich selbst in dieser Lage befindet, weiß, wie schwer das wirklich ist. Wenn du weißt, dass du möglicherweise in einem Jahr oder zwei nicht mehr lebst. Wenn du weißt, dass du deine Beine vielleicht nie wieder spüren wirst. Wenn du weißt, dass sich dein ganzes Leben verändern wird, weil dein Partner nun keine Arme mehr hat.

Die Hauptsache hier ist, dass du eigentlich keine andere Möglichkeit hast, als zu akzeptieren. Die Tatsachen zu akzeptieren und dann sicherzustellen, dass du das Beste aus der Situation vor dir machst.

Wenn du oder ein von dir geliebter Mensch weiß, dass für einen von euch die Zeit auf dieser Erde stark begrenzt ist, setz alles daran, dass diese Tage, Wochen oder Monate die schönsten aller Zeiten werden. Schaffe jede Menge Erinnerungen für diejenigen, die länger verweilen werden. Tue Dinge, die du immer machen wolltest, aber immer auf später aufgeschoben hast. Sieh die Schönheit dieser Welt zusammen mit denen, die du liebst. Wenn du ein Talent zum Schreiben hast, würde ich sogar vorschlagen, das, was du durchmachst, aufzuschreiben, so dass andere in der gleichen Situation aus deiner Erfahrung Stärke ziehen können!

Wenn du überlebst, was auch immer du durchmachst, auch wenn du einen Verlust davonträgst oder dein Leben sich dramatisch verändert, schätze jede einzelne Sekunde deines Lebens! In fast jeder Situation gibt es noch jemanden, der noch schlimmer dran ist. Hast du schon einmal das Video eines Motivationsredners, der weder Arme noch Beine hat? Es ist unglaublich, ihm dabei zuzuhören, wie er über Lebensfreude spricht!

Akzeptiere, was auch immer es ist, womit du nun leben musst und erschaffe dein Leben um das herum. Sobald du beginnst zu akzeptieren, wirst du merken, wie viele liebevolle Menschen du um dich herum hast, die bereit sind, dir zu helfen und dich auf jede erdenkliche Weise zu unterstützen! Akzeptiere nicht nur deine Situation, sondern auch die Hilfe anderer, wenn du sie brauchst.

Natürlich ist das schwierig, aber sobald du beginnst, es zu akzeptieren, wird es einfacher und du kannst die positiven Dinge im Leben wieder sehen!