Selbstreflexion ist gut – aber nicht zuviel davon! – 24 Sep 16

Ich habe gestern begonnen, ein wenig über Selbstreflexion zu schreiben. Ich habe erklärt, wie schön es ist, zurückzublicken und über seine eigene Entwicklung zu staunen. Heute möchte ich ein wenig mehr über die Frage schrieben, wie weit man mit seiner Selbstreflexion gehen sollte – denn ich kenne viele, die das viel zu weit treiben!

Wie kann man mit Selbstreflexion zu weit gehen, fragt ihr? Naja, das beginnt alles mit ein wenig urteilen. Wir alle denken hin und wieder über unsere Vergangenheit nach. Das ist ja nichts Schlechtes, wie ich gestern schon sagte, doch es gibt einige Menschen mit der Tendenz zur Selbstkritik, die sich ihre Vergangenheit ansehen und beginnen, jede ihrer Entscheidungen zu beurteilen, viele davon zu bereuen oder das Ergebnis zu beklagen. Ein Gedanke an die Vergangenheit wird so zu einer ganzen Reihe von negativen Gedanken und sogar Beschwerden.

Das hilft dir nicht weiter. Das hilft dir nicht auf deinem Weg und das macht dich definitiv auch nicht glücklicher. Im Gegenteil, da machst du dich selbst nieder, weil du nicht beginnst, über das nachzudenken, was du jetzt tun kannst, sondern dich ständig über die Vergangenheit beklagst!

Dich selbst niederzumachen ist einer der besten Wege in die Depression und dazu verschwendest du mehrere Stunden, wenn noch mehr, wenn das zur Gewohnheit wird!

Denke darüber nach, wie du positiver sein kannst. Denke über dein Verhalten mit anderen nach und wende jegliche Veränderungen gleich an – so dass du eine positive Wirkung in der Gegenwart hast. Das hilft dir, etwas Positives aus deiner Selbstreflexion zu bekommen, statt dich selbst runterzumachen!

Überprüfe dich selbst: bist du ein Kontrollfreak? – 15 Sep 16

Heute möchte ich euch über ein recht komplexes Problem schreiben, das nicht leicht zu lösen und nicht einmal leicht zu erkennen ist – zumindest für denjenigen, der darunter leidet. Fast immer jedoch führt es zu einem Zustand, der heutzutage ‚Burnout‘ genannt wird. Wenn du das also liest und merkst, dass du dich auf diesem Weg befindest, bist du vielleicht sogar in der Lage, Burnout zu verhindert, bevor es überhaupt eintritt. Wenn du das bei jemand anderem erkennst, bitte lass sie es auch wissen – es ist wichtig, bei gesundem Verstand zu bleiben!

Das Problem beginnt damit, dass jemand das Bedürfnis hat, alles zu kontrollieren. Man kann diese Menschen Kontrollfreaks nennen, aber auch ohne unhöflich oder gemein zu sein, kann man sagen, dass sie das Bedürfnis verspüren, in der Umgebung auf alle zu achten, dass sie auch alles richtig machen. Allgemein gesehen hört sich das nicht schlimm an. Das Problem entsteht jedoch, wenn das mit der Zeit intensiver wird – für gewöhnlich im Laufe einiger Jahre.

Es reicht für diese Leute nicht, nur einen Blick auf das zu werfen, was die anderen tun. Nein, sie beginnen, vor und während einem Vorgang völlig unnötige Anweisungen zu geben. Sie sagen das, was eigentlich offensichtlich ist. Sie kommen und schauen nach anderen, obwohl das ganz klar nicht ihre Aufgabe ist. Sie denken voraus und dazu noch in alle möglichen anderen Richtungen, wo sie sonst noch kontrollieren, beaufsichtigen oder Rat geben könnten.

Seht ihr, wo das hinführt? Es gibt zwei Folgen und beide sind überhaupt nicht angenehm. Nummer eins: die Leute fangen an, dich nicht mehr zu mögen, wenn du dich so verhältst. Natürlich! Es gibt dir ein mieses Gefühl, wenn ständig jemand vorbeikommt und dir zeigt, was du falsch machst. Oder dich an Dinge erinnert, an die du dich eigentlich selbst erinnert hättest! Du hast das Gefühl, als hielte dich der andere für einen Vollidioten – warum sonst würde er dir Dinge zeigen, dir erklären und Rag geben, obwohl du da genug Erfahrung mit hast oder eben einfach weißt, wie sie zu tun sind? Du würdest gerne selbst wählen, die Dinge stattdessen in deinem Tempo machen – und das Ergebnis wäre das Gleiche!

Nummer zwei ist etwas, das manchmal schwieriger zu bemerken ist als der wachsende Unmut deiner Umgebung: wenn du das tust, hast du viel mehr mentalen Druck! Der Grund ist, dass es für dich zur Gewohnheit wird, über alle möglichen Themen nachzudenken und zu versuchen für jedes Problem eine Lösung zu finden. Dazu kommt, dass du den Eindruck bekommst, du würdest dafür gebraucht, all diese Lösungen zu finden und das würde gar nicht klappen, wärest du nicht da! Im Laufe der Zeit wird dieser Gedanke immer größer – unbewusst natürlich – und du merkst, dass du dich immer mehr für alles und jeden verantwortlich fühlst. Innerlich glaubst du, dass ohne dich alles zusammenbrechen würde. Nichts würde mehr gehen, du musst das alles machen!

So entsteht ein Burnout. Du machst und tust und schaffst und plötzlich ist selbst die einfachste Aufgabe zu schwierig. Hör auf, bevor es soweit kommt! Erkenne, dass die Welt sich drehte, bevor du begonnen hast, jeden und alles zu kontrollieren. Die Show geht auch ohne dich weiter! Du darfst dir auch mal eine Auszeit nehmen und du kannst dich darauf verlassen, dass auch andere ihre Aufgaben erfolgreich erledigen!

Bitte merke es, wenn du dich so fühlst, als seist du derjenige, der alles tun muss. Merke es, wenn du jemandem sagst, was er sowieso weiß und halte dich selbst nächstes Mal zurück bevor du es überhaupt sagst. Verringere den Druck, indem du dir Zeit nimmst und deinen Verstand anderweit beschäftigst. Genieße diese Zeit und du wirst merken, dass es besser wird! Du kommst mit anderen besser aus und kannst dich entspannen.

Vor allem rettest du dich vor den echten Problemen, die sonst später kommen!

Nimm dir Zeit für Spaß – besonders, wenn das Leben im Augenblick hart ist! – 7 Sep 16

Gestern habe ich euch ein paar Ideen geschrieben, was man tun kann, wenn alles einfach zu viel wird. Ich habe erwähnt, dass man etwas Zeit für sich braucht und auch Zeit, um am Abend vor dem Schlafengehen runterzufahren. Für jeden, der sich in einer solchen Situation befindet oder mit Problemen wie Burnout und Depression zu tun hat, gibt es eine weitere sehr wichtige Sache, die man in seinem Tag unbedingt einbauen muss: Spaß!

Ja, das ist ein sehr wichtiger Teil, an den du unbedingt denken musst: vergiss nicht, dass der Genuss des Lebens ein integraler Teil des Lebendig-Seins ist! Wer sich in der Mitte eines Problems befindet und keinen Ausweg zu finden scheint, kommt nicht auf die Idee, dass das Leben irgendwie auch Freude machen könnte. Das ist jedoch das Problem: solange man nicht einmal ein paar Minuten am Tag rausnehmen kann, um zu genießen, verschlechtert sich die mentale und emotionale Situation nur noch weiter!

Für jeden gibt es unterschiedliche Arten, das Leben zu genießen. Einige spielen mit ihren Kindern, andere laufen eine Runde im Park, wieder andere gehen tanzen und wieder andere haben gerne ein Abendessen mit Freunden. Was auch immer es ist, denk dran, deine Sorgen zur Seite zu legen und diese Augenblicke zu genießen.

Wenn dich irgendjemand dafür kritisiert – weil es unmoralisch scheint, in so einer schwierigen Situation Spaß zu haben – lass sie einfach reden. Ich würde mir nicht einmal die Mühe machen, mich zu erklären, denn jeder, der dich wirklich gern hat, kann die Wirkung sehen: Lachen und Freude haben, lädt die Batterien auf wie nichts anderen. Es hilft dir, sogar mit dem Schlimmsten klar zu kommen. Du kannst die Dinge in einem anderen Licht sehen und besser mit den Situationen umgehen.

Meistens befinden wir uns sowieso nicht in den schlimmsten Situationen, die das Leben parat hat. Normalerweise gibt es Menschen, die es noch viel schlimmer getroffen hat: Flüchtlinge, deren ganze Familien vom Krieg getötet wurden und die ihr Land deshalb verlassen mussten, Eltern, die es sich nicht leisten können, ihren Kindern zu essen zu geben und sehen müssen, wie diese hungern… die Liste ist lange. Wir sind normalerweise keiner von diesen. Meistens finden wir jemanden, auf den wir blicken können und dabei merken, dass unsere Probleme, nicht wirklich so groß sind.

Lasst uns also ein paar Minuten rausnehmen, nur eine kurze Zeit am Tag, und das Leben genießen. Das ist wirklich wichtig und hilft so viel. Sobald du durch deine Probleme durch bist, kannst du zurückblicken und sagen: oh ja, es war eine schwierige Zeit, doch diese Augenblicke haben mich da durch gebracht!

Und eines Tages wirst du es auch hierdurch schaffen!

Ängste, Depressionen oder Burnout? – Meditationshilfe von einem Atheisten und ehemaligen Guru – 15 Okt 15

Balendu

Viele Leute haben heutzutage Probleme mit Depression, Panik-Attacken und Angstzuständen, sie leiden mit dem riesigen Stress, den sie im täglichen Leben haben, unter Burnout. Ich habe viele dieser Menschen getroffen, ich habe mit vielen Zeit verbracht. Ich habe mit ihnen gesprochen und ihnen Rat gegeben. Ich habe mit ihnen meditiert und würde heute gerne einen kleinen Ratgeber für diejenigen schreiben, die sich in dieser Situation befinden. Vielleicht denkt ihr vom heutigen Blogeintrag, dass er an die Esoterik grenzt und gegen das geht, was ich hier für gewöhnlich schreibe. Ich weiß auch, dass ich einmal geschrieben habe, Meditation bedürfe keiner Führung – doch ich weiß, dass das hier vielen Leuten aktiv geholfen hat! Vielleicht hilft es ja jemandem, wenn er das heute liest.

Hier sind also ein paar Zeilen für dich, wenn du dich jemals fühlst, als würde die Welt um dich zusammenbrechen. Wenn du das Gefühl hast, nichts könnte jemals wieder gut werden.

Zunächst einmal solltest du dich beruhigen. Erst einmal der Körper – der Geist folgt. Setz dich auf einen guten Stuhl oder bequem auf den Boden, den Rücken an eine Wand gelehnt, und atme. Schließe die Augen, wenn du dich damit gut fühlst. Wenn nicht, konzentriere dich auf irgendeinen kleinen Gegenstand in deiner Nähe. Einen Knopf, eine Blume oder ein Muster auf einem Vorhang zum Beispiel. Konzentriere dich auf deine Atmung und zähle. Langsam ein auf drei, langsam aus auf fünf. Lass deinen Herzschlag langsamer werden.

Jetzt entspannen wir jeden Muskel, einen nach dem anderen. Beginne mit deinen Zehen. Denke an die Muskeln, die bis in deine Zehen führen. Gehe weiter zu deinen Füßen, Knöcheln, hoch die Beine, nimm dir Zeit. Fühle jedes Glied ganz bewusst. Wenn du irgendwo Schmerzen verspürst, registriere sie, aber bleibe mit deinen Gedanken nicht dabei hängen. Komm weiter hoch zu den Hüften und dann über Bauch und Rücken zu den Schultern. Entspanne die Muskeln dort, durch den ganzen Nacken, in die Arme und runter bis in die Finger. Bringe dir wieder jeden einzelnen Finger ins Bewusstsein – und spüre, wie die Anspannung deinen Körper verlässt.

Sobald du an diesem Punkt angekommen bist, bist du bereits recht weit und wirst merken, dass du schon viel ruhiger bist. Und jetzt mach dir einfach ein paar Dinge klar, indem du sie dir wieder deutlich ins Bewusstsein rufst:

Was auch immer geschieht, das Leben geht weiter. Du atmest, du bist am Leben.

Du bist nicht allein. Egal, wie viele deiner Freunde oder Verwandten dich im Stich gelassen haben, es gibt Menschen auf dieser Welt, die dir helfen können. Und es gibt auch Menschen, denen du wichtig bist!

Du bist stark. Du bist bis zu diesem Punkt gekommen und wirst es auch noch weiter schaffen!

Es gibt ein Licht in der Dunkelheit, die du gerade um dich herum siehst. Sobald du dich stark genug fühlst, steh auf und greife danach. Fühlst du dich immer noch allein? Rufe jemanden an, der dir helfen kann – ein Freund, Verwandter, Therapeut oder sogar eine Beratungsstelle! Wenn du Hilfe brauchst, zögere nicht, sie dir zu holen!

Vor allem solltest du nicht zurückblicken und dich nicht schuldig fühlen oder dich schämen. Es ist in Ordnung, solche Augenblicke oder Zeiten zu haben. Wir wachsen an ihnen. Wir kommen sogar noch stärker daraus hervor als wir es zuvor waren!

Meditation – Zum Zähmen des Geistes nicht geeignet – 13 Apr 15

Heute möchte ich über ein Thema schreiben, das ich immer für wichtig halte, egal wie oft ich darüber gesprochen oder geschrieben habe: Meditation. Meditation und die vielen verschiedenen Arten, die es gibt, die beworben werden und mit denen die Menschen sich herumkämpfen. Und da kommen wir zu meinem Hauptpunkt: Meditation sollte nie zum Kampf werden!

Es ist wahr, für viele Menschen ist es genau das: ein Kampf gegen ihren eigenen Verstand. Ihr Zweck und Grund dafür, sich auf ihre Matte zu setzen, mag ja an erster Stelle die Entspannung sein, aber die Ausführung dieses Plans funktioniert normalerweise nicht so, wie sie sollte. Der Grund dafür ist, dass sie meinen – oder von beliebten Meditationsratgebern gesagt bekommen – dass ihr Ziel sei, nicht mehr zu denken. Dass ihr Geist leer sein sollte, ohne Gedanken.

Sie jedoch setzen sich auf ihre Matte und sofort beginnt ihr Verstand, überall sonst hinzuwandern und alles andere zu tun, als bei ihnen in der Gegenwart zu sein. Sie haben tausend Gedanken, reisen im Kopf zu den entlegensten Ländern und merken dann: oh nein, ich sollte doch hier sein, auf dieser Matte und in diesem Augenblick! Sie werden wütend auf ihren Geist, frustriert mit der Tatsache, dass sie nicht in der Lage dazu sein, ihn im Augenblick zu halten und eben einfach nur unzufrieden.

Das nächste Mal, wenn sie beschließen zu meditieren, ist es, als würden sie sich zu einer Schlacht rüsten. Das Schlachtfeld ist die Yogamatte oder ihr Meditationskissen. Sie gehen gerüstet und mit gezogenen Waffen: Räucherstäbchen, beruhigende Musik und vielleicht sogar eine Anleitung, wie man atmen und meditieren sollte. Sie sind bereit zum Kampf!

Die Schlacht geht los, beide Gegner kämpfen erbittert, der Geist manchmal sogar unfair. Der Ausgang ist für gewöhnlich ein Sieg des Geistes!

So wirst du deinen Verstand nicht zähmen können. Okay, vielleicht, wenn du wirklich hart kämpfst, aber für gewöhnlich gewinnst du eine Schlacht und verlierst dann die nächsten zwei. Ich sage dir jedoch, dass es auch einen anderen, viel einfacheren Weg gibt: lass deinen Geist ziehen!

Ja, du musst nicht kämpfen! Du hast schon im täglichen Leben genug Kämpfe, weshalb du ja an erster Stelle den Wunsch hast, in Meditation deinen Geist zu entspannen! Lass ihn los und entspanne dich! Das Ziel ist, in der Gegenwart zu sein – aber nicht notwendigerweise im Schneidersitz auf einer Yogamatte!

Du kannst tun, was auch immer du möchtest, sei das auf einen Spaziergang zu gehen, zu schwimmen, zu lesen, zu malen oder sogar zu arbeiten. Tauch ein in was auch immer du tust. Tue nicht mehrere Dinge auf einmal, denk nicht an die hundert anderen Dinge, die du tun solltest, sondern gehe mit deinem ganzen Sein in die Handlung. Wenn du malst, denk an die Farben, wenn du spazierst, rieche, atme, sei im Körper. Wenn du arbeitest, tauche in deine Arbeit ein! Das ist wahre Meditation – wenn du dir dessen bewusst bist, was du tust, egal, was es ist!

Wenn du ständig bereit bist, mit deinem Geist zu kämpfen, kann er doch nie entspannen! Lebe in Frieden mit deinem Geist und du wirst merken, dass sich dein Geist auch entspannt! Kämpfe nicht – lass los!

Dem anderen Zugang zu seinen Gedanken geben – wie meine Frau und ich einander beeinflussen – 19 Mär 15

Gestern habe ich über die Gefahren davon gesprochen, wenn man anderen Zugang zu seinem Verstand gibt. Es ist natürlich, dass man andere nahe genug heranlässt, so dass sie deine Gedanken und deine Welt beeinflussen und für ein erfülltes Leben ist es auch notwendig. Obwohl es auch Gefahren mit sich bringt, wenn die falschen Leute Einfluss bekommen, gibt es da auch die Möglichkeit des schönsten Austausches von Einfluss: in der Liebe, mit dem Partner, dem Ehepartner, dem Geliebten.

Wenn man in einer Beziehung ist und einander liebt, öffnet man dem anderen alles. Das sollte man zumindest tun, wenn man ein ehrliches und gesundes Band der Liebe möchte. Der andere muss in der Lage sein, dich zu kennen, deine Denkweise zu verstehen, deine Welt zu sehen und jede kleine Einzelheit davon zu erfahren. Was du dir vorstellst, was deine Motivation ist und warum du so reagierst, wie du es tust. Nur so kann man diese tiefe Verbindung haben.

Es ist ein Vorgang, der eine Weile dauert und der nicht nur dir den anderen zeigt, sondern auch andersrum. Du wirst im Geist des anderen Gutes und Schlechtes finden und kannst da keine Angst haben, auch deine dunklen Stellen zu zeigen. Es ist eine Reise, die ihr zusammen antretet – und da kann man es nicht vermeiden, dass man beeinflusst wird, während man gleichzeitig seinen eigenen Einfluss ausübt!

Idealerweise nimmt man das Gute des jeweils anderen, versteht seine eigenen Schwächen und akzeptiert das. Man kann vom anderen lernen und das, was man findet, auch im eigenen Leben anwenden! Schließlich geht ihr zusammen auf eine weitere Reise der Entwicklung!

Ich kann euch aus Erfahrung sagen, dass es die schönste, aufregendste und wundervollste Reise ist, die man je unternehmen kann!

Ramona und ich haben acht Jahre zusammen auf diesem Weg verbracht und können die vielen Aspekte nicht mehr zählen, in denen wir einander beeinflusst haben! Wir kommen aus zwei verschiedenen Kulturen, sprachen zuerst in einer Sprache, die weder meine Muttersprache ist noch ihre, lernen die Muttersprache des jeweils anderen, entdecken das Innere des jeweils anderen und sind einfach nur da, verändern uns miteinander und mit allem, das vom Außen an uns herankommt. Wir sind miteinander gewachsen. Und das sehr viel.

Es fällt mir schwer zu erklären, wie genau Ramona mich beeinflusst hat, aber das hat sie sehr. Ich war offen, mich meinem Partner zu öffnen und sie für mich genauso. Zwischen uns befinden sich keine weiteren Schichten. Und darum sind wir auch stolz auf unsere Beziehung.

Natürlich erinnern wir uns insbesondere an solchen Tagen hieran, die für uns etwas Besonderes sind – wie heute, Ramonas Geburtstag. Vor acht Jahren habe ich ihr zum ersten Mal zum Geburtstag gratuliert. Wenn wir auf die Zeit zurückblicken, können wir sehen, wie viel wir uns miteinander schon verändert haben. Und ich freue mich auch viele weitere Veränderungen in den kommenden Jahren und Jahrzehnten!

Alles Gute zum Geburtstag Ramona!

Die Gefahren, wenn man jemandem Zugang zu seinen Gedanken gibt – 18 Mär 15

Gestern habe ich die geistigen und körperlichen Gefahren beschrieben, die es mit sich bringt, wenn man mit seinen Gedanken eine Welt weit weg von der Wirklichkeit schafft. Es gibt da noch eine Gefahr, die ich bis jetzt noch nicht erwähnt habe, dazu noch etwas mehr gesagt werden muss: wenn du jemandem erlaubst, deine Vorstellung, deinen Glauben und damit deine Welt zu beeinflussen – und er oder sie das missbrauchen!

Wer vorgestern meine Erklärung dazu gelesen hat, wie wir alle unsere eigene Welt schaffen, der versteht bereits, was ich damit meine. Wir haben normalerweise unsere eigenen Gedanken und Vorstellungen und wenn wir beschließen, an manche zu glauben, werden diese für uns zur Wirklichkeit. Nun stellt euch vor, dass jemand in der Lage ist, eure Gedanken zu manipulieren! Das verändert deine Welt, deine Wirklichkeit!

Es können viele unterschiedliche Menschen sein, die diesen Einfluss haben. Es beginnt mit Eltern, die aus genau diesem Grund eine riesige Verantwortung haben: sie haben Zugang zu einem Verstand, der da ist, um geformt zu werden. Sie schaffen Welten. Deine Familie, deine Lehrer, Freunde und später mehr Leute, denen du vertraust oder die du als Autoritäten ansiehst, deren Gedanken dir gefallen. Das beinhaltet jede Art von Anführern, seien sie spirituell, religiös oder politisch!

Eine verantwortliche Person achtet auf die Menschen, deren Gedanken er oder sie beeinflussen kann. Natürlich kann diese Macht auch missbraucht werden – und wahrscheinlich habt ihr von den Abertausenden Fällen gehört, in denen Gurus, religiöse Anführer und Sektenoberhäupter genau das getan haben: sie haben ihren Einfluss gebraucht, nicht nur um Menschen zu helfen, sondern um sie dazu zu bringen, ihnen zu gehorchen, so dass sie tun, was sie sagen. Um sie zu kontrollieren, zu manipulieren und oft genug um Dinge zu tun, die niemand anderem helfen als dem Anführer selbst. Sie untergehen einer Gehirnwäsche, werden mit Gedanken und Vorstellungen gefüttert, Glaube daran gegeben und so werden sie in eine Welt gesetzt, die von außen geschaffen wurde und die von außen kontrolliert wird.

Das Ergebnis: der Guru, die Sekte oder die Organisation wird jeden Tag reicher, je mehr Menschen sich in ihren Einfluss begeben. Diese Anhänger leben wie blinde Schafe in dieser Welt, befolgen Anordnungen und geben sogar jahrzehntealte Beziehungen auf, kündigen Freundschaften und brechen mit ihrer Familie. Viele von ihnen bleiben jahrelang in dieser manipulierten Welt. Manchmal immer.

Für manche kommt schließlich ein Punkt, an dem sie plötzlich Zweifel haben. Der Zweifel wächst und schließlich beginnen sie wieder, selbst nachzudenken. Es scheint gefährlich, als ob sie das Laufen wieder lernen müssten! Und natürlich zerstört es ihre ganze Welt, an die sie sich im Laufe der Jahre gewöhnt haben. Ihr Guru, den sie respektierten und liebten, ist plötzlich ein Feind und mit ihm oder ihr auch alle momentanen Freunde.

Jemand kann also wirklich deinen Versand kontrollieren, wenn er Zugang zu deinem Schaffungsprozess hat. Aber nur, wenn du diesen Zugang erlaubst! Gib gut Acht, wen du so weit kommen lässt – und sobald du das Gefühl hast, dass jemand aus diesem Privileg nur seinen Vorteil zieht oder nicht verantwortlich damit umgeht, musst du den Zugang verweigern!

Gib auf dich Acht!

Wenn die eigene Realität sich zu weit von der Realität entfernt – 17 Mär 15

Ich habe euch gestern von der Kraft eurer Vorstellung und eurem Glauben erzählt, wie man seine eigene Welt erschafft und wie jeder um uns herum das Gleiche macht. Dir steht jede Möglichkeit frei, die deine Fantasie dir bietet, doch darin liegt auch eine große Gefahr: du musst bestimmte Grenzen einhalten, die die Wirklichkeit dir gibt, ansonsten kannst du verletzt werden, krank werden und mental in Konflikte geraten.

Leider habe ich das mit Menschen in beidem, Religion und der esoterischen Szene. Sie schaffen ihre eigene Welt, doch mit Vorstellungen, die sich nicht einmal den Regeln der Physik halten. Sie schweben in der Luft und sind sich oft noch nicht einmal dessen bewusst, dass das nicht wahr sein kann, dass es bewiesen ist, dass es falsch ist. Sie verlieren sich in ihrer Welt, behaupten sogar, dass Dinge, die alle als bewiesene Tatsachen annehmen, in Wirklichkeit falsch seien.

Da wird es dann gefährlich. Es schadet niemandem, wenn du an eine Seele, an Energie, an Engel glaubst. Es kann gut für dich sein, du kannst Willenskraft und Stärke auf diesem Glauben ziehen. Es kann dir sogar helfen, bestimmte körperliche Probleme zu lösen. Du musst nur darauf achten, das nicht zu weit zu treiben. Ja, Meditation, Visualisierung und Positivität oder Gebete mögen dir helfen, besser mit Schmerzen oder Kopfweh zum Beispiel umzugehen, doch wenn du dir die Knochen brichst, gehst du zu einem Arzt, da führt kein Weg dran vorbei.

Ich weiß, dass es heutzutage Menschen gibt, die ‘spirituelle Operationen’ durchführen, behaupten, Operationen durchzuführen, Stücke ohne Messer aus Menschen herauszuschneiden, ohne sogar die Haut anzuritzen. Sie machen diese ‚Patienten‘ glauben, dass sie sie wirklich heilen, verwenden Blut, um dramatische Wirkung zu erzielen. Es ist gefährlich, weil sie keinen studierten, zertifizierten Arzt besuchen werden!

Viele Menschen werden nicht nur von anderen getäuscht, sondern bringen sich auch selbst dazu, viele dieser Dinge zu glauben. Gemischt mit einer lebendigen Fantasie haben sie bald Welten voller Feen, Engel und Energien. Ihre Welten sind Mischungen aus Fantasiebüchern wie Harry Potter oder Herr der Ringe, esoterischen Texten und Vorträgen, die sie gelesen und gehört haben und natürlich religiöse Mythologie aus verschiedenen Ländern! Die Dinge sind schwarz und weiß, es gibt gute Energien und schlechte, man wird von schlechten Leuten ausgesaugt, die einen krank machen und all das ist für alles Schlechte in dieser Welt verantwortlich.

Für einige Leute war das der Weg zur geistigen Krankheit. Ihre Welt und die echte, die grundlegende, die wir alle mit bestimmten physikalischen Gesetzen, Prinzipien und Tatsachen teilen, die man nicht vermeiden kann, sind zu weit auseinander gedriftet! Sie schweben nur in der Luft und haben keine Verbindung mehr zu dem, was wir andere die Wirklichkeit nennen. Sie werden paranoid, hören Stimmen, die es nicht gibt, sehen Gefahren, wo es keine gibt. Sie haben Angst vor Dingen, die es nur in ihrem Kopf und ihrer eigenen Welt gibt.

Es ist gefährlich, körperlich und mental, in der eigenen Vorstellung, im eigenen Glauben und der eigenen Schaffung so weit weg zu leben, dass man die Wirklichkeit ignoriert. Die Wirklichkeit, die andere teilen, nicht die, die du selbst geschaffen hast! Bitte denk daran, wenn du an etwas anderes zu glauben versuchst, wenn du beschließt, deinen Glauben in eine andere Vorstellung zu stecken. Bleibe mit beiden Füßen auf dem Boden, in der wahren Welt!

Du schaffst deine Welt – für Placebo-Effekte und zum Glücklich-Sein! – 16 Mär 15

Heute möchte ich über ein sehr interessantes Phänomen unseres Lebens schreiben: wie wir unsere Wirklichkeit mit unserer Vorstellung und unseren Gedanken erschaffen. Wenn man nur an etwas glaubt, beginnt man, es zu erschaffen – und bringt seine Gedanken ins wahre Leben. Auf diese Weise leben wir alle in unterschiedlichen Welten!

Vor ein paar Tagen saßen wir nach dem Abendessen bei meinem Vater im Zimmer. Fasziniert beobachtete ich ihn: er nahm eine Tablette Ayurvedischer Medizin heraus, nahm sie in den Mund, öffnete daraufhin eine Flasche Sprudelwasser und schluckte die Tablette damit herunter. Als er wieder herunterblickte, sah er meinen fragenden Blick und beantwortete die unausgesprochene Frage: ‚Mit Sprudelwasser funktioniert die Medizin besser!‘

Wir mussten alle lachen und auch er konnte nicht anders als mitzulachen, während er immer noch fest bei seiner Behauptung blieb, dass die Wirkung der Medizin besser sie, wenn man sie mit Sprudelwasser einnehme, anstatt einfach nur mit bloßem Wasser.

Psychologisch gesehen hat das natürlich eine tolle Wirkung, einen Placebo-Effekt, den du selbst mit deiner eigenen Vorstellungen, deinen Gedanken, deinem Verstand geschaffen hast! Natürlich kann es, je nachdem für was du es genommen hast, auch Schmerzen lindern, dir ein besseres Gefühl geben, dir den Eindruck geben, dass du mehr Blut hast, dass es gesünder ist oder dass deine Haut weniger juckt. Denn da war schließlich Kohlensäure im Wasser!

Was mir dieses Beispiel ganz deutlich zeigt, ist, dass wir die Schöpfer unserer eigenen Welt sind. Mit unserem Glauben können wir einen Gedanken oder eine Vorstellungen so stark bekräftigen, dass sie zur Wirklichkeit wird – zumindest für uns.

Das funktioniert perfekt in dem ganzen esoterischen Bereich, wo es keinen Beweis gibt für jegliche Behauptungen, jegliche Gedanken oder Vorstellungen, die man hat! Es gibt keinen biologischen, körperlichen Beweis dafür, dass das, was du da sagst, falsch ist – also kannst du jederzeit glauben, dass es richtig ist. Und wenn du daran glaubst, ist es für dich wahr, dass dich Engel leiten, dass du mit bestimmten Energien verbunden bist, die dir schaden können oder dass du mit Verstorbenen sprechen kannst. Oder auch, dass es Gott gibt.

Natürlich fällt auch alles, was mit Religion zu tun hat, in den gleichen Bereich. Der Glaube an etwas Göttliches, an Regeln, die er – oder sie – für uns Menschen aufgestellt hat, dass man eine Sünde begeht, wenn man sie nicht befolgt und dass man gerettet wird, wenn man gehorcht. Dass ein Gebet dich retten kann, heilen kann, helfen kann.

Vorstellung, Glaube und schließlich deine Wirklichkeit. Du kannst glauben, was du möchtest, es kann für dich wahr werden. Hierin liegt große Kraft, aber gleichzeitig auch große Gefahr. Über diese Gefahren möchte ich morgen schreiben.

Eine häufige und falsche Vorstellung: Meditation ist keine Kontrolle des Verstandes – 9 Mär 15

Vor einiger Zeit hatten wir eine Besucherin im Ashram, die für einen Ayurveda Yoga Urlaub gekommen war, nicht nur, um für einige ihrer körperlichen Probleme Linderung zu bekommen, sondern auch, um eine Lösung dafür zu finden, dass sie immer wieder recht unglücklich war. Sie wusste bereits, dass das von einem mentalen Problem herrührte. Als ich jedoch mit ihr sprach, war sie mehr als überrascht über meinen Vorschlag, was sie dagegen tun könnte.

Diese Frau hatte eigentlich gedacht, dass sie herkommen würde und hier neben ihrer täglichen Yogastunde und ihrer Massage noch meditieren und dadurch lernen würde, ihren Verstand zu kontrollieren. Ich empfahl ihr eigentlich, das Gegenteil zu tun: lass deinen Verstand frei! Das möchte ich euch gerne erklären.

Viele Leute wissen bereits, dass nicht ihr Äußeres, ihr Umfeld daran schuld ist, wenn sie unglücklich sind. Sie sind sich der Tatsache bewusst, dass es ihr Verstand ist, der sie nicht glücklich sein lässt und nicht ihr Nachbar, ihr Chef, ihr Partner oder ihre Arbeit. Sie haben genug gelesen um zu wissen, dass sie an sich selbst arbeiten und an sich etwas ändern müssen, da sie andere ja sowieso nicht ändern können. Viele Leute denken – und das nicht zu Unrecht – dass Meditation die Lösung ist.

Der Trugschluss ist jedoch, dass man auf diese Weise lernen sollte, seinen Verstand zu kontrollieren.

Ich glaube, dass diese Kombination der Worte an sich zeigt, warum ich sie nicht mag: Kontrolle des Verstands. Kann das etwas Gutes sein? Natürlich nicht für den Verstand einer anderen Person, aber auch nicht für deinen eigenen! Es ist vielerorts eine übliche falsche Wahrnehmung, dass Meditation dazu verwendet wird, den Verstand zu kontrollieren. Das stimmt nicht – Meditation hilft dir, dich zu entspannen. Entspannen, weil du eben diese Kontrolle aufgeben kannst, entspannen, weil du dich in genau diesem Augenblick befindest und dir dessen bewusst bist! Es geht nicht darum, dass du zu jeder Zeit die Kontrolle hast, weil das genau das ist, was die Leute viel zu sehr tun!

Genau das war der Fall mit der Frau, mit der ich sprach: sie dachte über jede Situation nach, die in der Vergangenheit geschehen ist, analysierte sie und versuchte, Schlüsse zu ziehen, die sie über jede mögliche Situation nachdenken ließ, die in der Zukunft auftauchen könnte. Daraufhin versucht sie, die Gegenwart zu beeinflussen und selbst das zu kontrollieren, was andere tun und zwar nach dem, was ihrer Meinung nach wahrscheinlich passieren würde. Das Ergebnis: Leute waren von ihr genervt, sie war unglücklich mit sich selbst und obendrauf war ihr Verstand zu jeder Zeit so wahnsinnig beschäftigt, dass sie langsam aber sicher ernste Probleme mit Stress bekam und am Beginn einer Depression stand.

Sie ist absolut nicht die Einzige in dieser Situation! Wer auch nur ein bisschen ähnlich denkt, den kann ich versichern, dass Meditation helfen kann – aber nicht, indem du deinen Verstand kontrollierst. Ich weiß, du denkst, dass dein Verstand das verursacht, indem er immer wieder in alle möglichen Richtungen abdriftet. Wenn du nun jedoch glaubst, dass du deinen Verstand hieran hindern kannst, indem du dich auf nur eine Sache konzentrierst, liegst du falsch. Das Gegenteil passiert: er wird noch viel öfter auf Wanderschaft gehen!

Dein Verstand kann jedoch ohne deinen Körper nicht existieren. Er wird also zurückkommen, egal wo er hingeht. Du brauchst deinem Verstand nicht dorthin folgen. Bleibe einfach und tue weiter das, was du gerade tust, und es kommt zurück. Wenn du genau das tust, wenn du deinen Verstand freilässt, aber nicht auf ihn achtest, sondern stattdessen auf das achtest, was du tust – sei das Kochen, Tanzen, Arbeiten, Lesen, Laufen oder sonst irgendetwas – wirst du merken, dass dein Verstand sich langsam daran gewöhnt, nicht herumzuwandern!

Mit der Zeit wirst du Freude daran finden, nicht in Kontrolle zu sein, sondern einfach nur das zu tun, was du eben gerade tust. Das ist Meditation: dir dessen bewusst zu sein, was du im dem Augenblick tust. Und das hat nichts mit erzwungener Kontrolle des Verstandes zu tun – nicht einmal, wenn es dein eigener Verstand ist!