Gründe dein Selbstwertgefühl nicht auf deine Angewohnheit, andere zu kontrollieren! – 16 Sep 16

Im gestrigen Blogeintrag habe ich euch gesagt, wie wichtig es ist herauszufinden, ob du meinst, dass ohne dich die ganze Welt zusammenbrechen würde. Es wäre für dich selbst von Vorteil, wenn du diesem Gedankengang nicht folgen würdest, da das zu viel Druck erzeugt und ernsthafte gesundheitliche Folgen wie Burnout zum Beispiel haben kann. Der Versuch jedoch, von diesen Gedanken wegzukommen kann zu einem weiteren Problem führen: dem Gefühl, nicht gebraucht zu werden.

Das ist eigentlich klar: ich habe euch gesagt, ihr sollt den Gedanken loswerden, dass ihr für das Funktionieren eurer Umwelt unabkömmlich seid. Die Welt bleibt nicht stehen, wenn du nicht da bist, um die anderen zu kontrollieren. Du musst sie nicht überwachen, damit sie ihre Arbeit richtig machen. Du kannst loslassen.

Oh, aber das war doch das, worauf du dein Selbstwertgefühl gegründet hast? Dass du derjenige bist, der alles am Laufen hält? Du hattest das Gefühl, wertvoll zu sein, weil ohne dich alles zusammenbrechen würde. Nun, da du diesen Gedanken hinter dir lässt, jetzt, da du versuchst, dich zu entspannen und diesen Druck hinter dir zu lassen, merkst du, dass dein Selbstwert auf einem steilen Weg in den Keller ist. Der Gedanke, der dir das Gefühl gab, etwas Wertvolles zu tun ist genau der, den du nun bewusst zerstörst!

Ja, es kann schwierig sein. Ja, du solltest dieses Denken aufgeben. Aber nein, du bist nicht deshalb wertvoll und wirst nicht deshalb geliebt, weil du immer alle kontrollierst! Mach dein Selbstwertgefühl doch nicht von solchen Dingen abhängig. Sieh stattdessen, dass du selbst eine liebenswerte Person bist, die mit anderen gut umgehen kann, nicht nur, um ihnen zu zeigen, wie man die Dinge richtig macht. Du hast deine eigenen Aufgaben im Leben, die du gut meisterst. Sieh dich selbst an und sieh wer du bist, außer deinem Bedürfnis, andere zu kontrollieren!

Für diejenigen, die es gewöhnt sind, andere intensiv dazu zu bewegen, die Dinge so zu tun, wie sie es möchten, ist es nicht nur schwer diese Gewohnheit aufzugeben, sondern auch, sich ohne sie wirklich gut zu fühlen. Das jedoch ist notwendig, weil es absolut ungesund ist, sein Selbstwertgefühl hierauf zu gründen! Das würde dein Bedürfnis zu kontrollieren nur noch vergrößern, weil du dich noch besser fühlen möchtest mit dir selbst.

Tue das nicht. Vertraue darauf, dass andere ihre Aufgabe gut erledigen. Und wenn sie das nicht tun, ist es auch nicht gleich deine Schuld!

Mach dich nicht kleiner als du bist – und akzeptiere ein ehrliches Kompliment! – 26 Nov 15

Ich bin nun schon seit fast zwei Wochen in Deutschland, wir haben bereits viele Freunde getroffen und werden noch mehrere weitere treffen, bevor wir wieder zurückfliegen. Bei einer Freundin, die ich vor einigen Tagen getroffen habe, bemerkte ich etwas, mit dem viele meiner Leser auch ein Problem haben könnten: niedriges Selbstbewusstsein bis zu dem Punkt, dass man nicht einmal einem Kompliment glaubt, wenn man eines bekommt.

Ich habe diese Freundin nach etwa zwei Jahren wiedergesehen. Nach der Begrüßung, Umarmungen und den Fragen nach dem Befinden des jeweils anderen, begannen wir einander zu berichten, was wir in den vergangenen Jahren erlebt hatten. Bereits bei dieser Beschreibung bemerkte ich, dass sie ihre Erfolge in dieser Zeit sehr runterspielte. Nach einer Weile kam Ramona rein, die diese Freundin auch kannte. Sie grüßten sich und Ramona erwähnte, dass sie super aussah, gesund und glücklich.

Die Antwort war es, die mich zum heutigen Blogeintrag brachte: ‘Oh, danke, schön, dass du das sagst!’

In dem Augenblick, in dem ich diesen Satz hörte, erkannte ich, dass diese Worte zwar Dankbarkeit ausdrücken sollten – dass die Sprecherin jedoch nicht wirklich glaubte, dass sie auch wahr waren! Es bedeutete wörtlich nur, dass es nett war von Ramona, so etwas zu sagen – auch wenn es ihrer Meinung nach ganz offensichtlich NICHT wahr war!

Solch ein einfacher Satz kann dir tief aufzeigen, was für eine Meinung jemand von sich selbst hat. Unsere Freundin hätte auch sagen können ‘Danke, ich habe eine gute Zeit hinter mir!’ und von ihrer Ernährungsumstellung und ihrem Urlaub erzählen können. Stattdessen beschloss sie ganz schnell, dass Ramona das nur sagte, um nett zu sein. Mit ihrer Antwort bedankte sie sich auch deutlich hierfür. Für die Nettigkeit, ihr eine Lüge zu sagen, damit sie sich gut fühlt.

Sie hätte dieses Kompliment nie für die Wahrheit gehalten! Sie erkannte nicht, dass Ramona sehr wohl sah, wie entspannt sie wirkte und dass sie auf eine Weise strahlte, die sie das letzte Mal, als wir uns gesehen hatten, nicht tat!

Hierin steckt eine kleine Lehre für uns alle, männlich wie weiblich: wenn du ein Kompliment bekommst, tu es nicht gleich als falsch ab. Solche mag es auch geben, doch es ist sehr gut möglich, das sein Freund dich in Wirklichkeit schön, attraktiv, gut aussehend oder glücklich, intelligent, einladend und freundlich oder hilfreich findet!

Mach dich selbst nicht runter, unterschätze dich nicht. Erkenne dein volles Potential und deinen Wert – und akzeptiere, dass auch andere Leute das tun!

Richtig oder falsch – Wahrnehmung oder Tatsache – 5 Nov 14

Das Interessante an Gesprächen mit anderen Leuten ist, dass man immer jemanden trifft, der andere Erfahrungen, Ideen und Wissen hat als du. Man bekommt Hilfe, wenn man sie braucht und man kann sich inspirieren lassen. Man bekommt Informationen und gibt diese natürlich auch weiter. Doch es kann auch etwas Unangenehmes geschehen: es kann dich verwirren ob das, was du tust, richtig oder falsch ist.

Das ist nicht ungewöhnlich: du erzählst deinen Freunden von einem Vorfall bei dir in der Arbeit und sie fragen sich, warum du dich so verhalten hast, wie du dich verhalten hast. Wäre es nicht besser gewesen, ruhig zu bleiben? Oder besser, den anderen endlich einmal zu zeigen, woran sie mit dir sind? Einer von ihnen mag bestätigen, dass du genau richtig gehandelt hast, während der andere einfach nur ungläubig den Kopf schüttelt und sich über dich wundert.

Gibt es im Leben denn einen richtigen und einen falschen Weg?

Natürlich gibt es bestimmte Dinge, die ganz offensichtlich und auch überall falsch sind: es wäre falsch, jemanden umzubringen und allgemein hält man Stehlen, Ausrauben und ähnliche Aktivitäten auch nicht für richtig. Es gibt jedoch Fälle, in denen es nicht alles so ganz deutlich schwarz und weiß ist!

Man würde auch sagen, es ist falsch, seine Eltern nicht zu respektieren. Aber wo fängt da die Respektlosigkeit an? Wäre es respektlos, nicht den Entscheidungen zu folgen, die sie für dich und dein Leben treffen wollen? Oder nicht ihren moralischen Werten zu entsprechen? Höchstwahrscheinlich erscheint ihnen das als respektlos, du aber könntest da eine ganz andere Meinung haben!

Tue ich das Richtige?

Das ist eine ganz übliche Frage, die in praktisch jedem Lebensbereich auftauchen kann! Geschäft und Arbeit, Beziehungen, Kindererziehung, Freundschaften – man kann immer an einen Punkt kommen, wo man es einfach nicht mehr weiß. Selbst, wenn man für gewöhnlich selbstsicher ist und die übliche Kritik, die jeder bekommt, einfach abtun kann, kann es einen Punkt geben, an dem sich selbst und die Situation, in der man steckt, aus der Distanz betrachtet und sich fragt:

Was soll ich tun?

Lass mich dir eines sagen: niemand kann dir sagen, was zu tun ist und es kommt keine göttliche Eingebung oder ein göttlicher Eingriff, der auf einmal alles in Ordnung bringt. Gleichzeitig jedoch gibt es auch kein richtig oder falsch und jeder ist hin und wieder in dieser Situation.

Geh im Kopf an den Punkt zurück, an dem du dir sicher bist, zu den Handlungen und Gedanken, die du nicht ändern wirst, egal wie viele Leute dir sagen, dass das falsch ist. Von da an gehst du nun Schritt für Schritt weiter und gehst einfach nach Gefühl. Nimm Rat an, wenn du das Gefühl hast, er ist richtig – und finde heraus, was du wirklich für falsch hälst.

Am Wichtigsten ist, dass dieses Gefühl für gewöhnlich vorübergehend ist. Manchmal hilft es einfach, den Gedanken eine Weile lang aufzugeben und eine Nacht drüber zu schlafen. Und nimm dann deinen Mut zusammen und mach mit vollem Selbstvertrauen weiter!

Bewahre dein Selbstwertgefühl, selbst wenn es schwierig ist! – 4 Sep 14

Gestern habe ich erwähnt, dass man Selbstliebe und Selbstbewusstsein braucht, um ein Geschäft erfolgreich zu führen. Dann kannst du von Herzen arbeiten, ohne Schuldgefühle, dass man für seine tägliche Arbeit Geld verlangt. Selbstwertgefühl. Ein schwieriges Thema für viele und gleichzeitig doch so wichtig! Achte bloß darauf, ein hohes Selbstwertgefühl zu haben – oder es gibt immer jemanden, der versucht, seinen Nutzen daraus zu ziehen!

Wir haben bereits besprochen, wie das im Geschäft vor sich geht. Die Leute versuchen, etwas kostenlos zu bekommen und wenn du nett genug bist, schaffen sie das auch. Nach einer Weile kannst du nicht mehr zurück und gibst viel zu viel kostenlos aus, wirst genervt und fühlst dich schließlich hilflos, unsicher über deine Preise und den Wert dessen, was du da verkaufst.

Bei Familie und Freunden geht es nicht ums Geld. Oder zumindest meistens nicht. Normalerweise geht es darum, was du für andere tust und wie viel für dich selbst. In meinen Einzelberatungen treffe ich oft Leute mit einem Mangel an Selbstliebe und Selbstwertgefühl, weil sie so viel unterdrückte Wut haben und oft Probleme mit Familienmitgliedern oder bestimmten Freunden haben. Sie geben und geben und irgendwie haben sie das Gefühl, als würde das als selbstverständlich betrachtet. Als würden sie bis zum letzten Tropfen ausgesaugt – und bekommen nichts zurück.

Selbstliebe ist der erste Schritt. Wenn du dich selbst wertschätzt, wenn du das, was du tust, selbst respektierst. Du deinen Körper, Verstand und deine Handlungen mit allen Vorzügen und Mängeln liebst. Du brauchst jedoch noch etwas mehr: die Möglichkeit, das auszudrücken! Und diese Fähigkeit ist dein Selbstwertgefühl, das du anderen zeigst.

Wenn du mit vollem Vertrauen sagen kannst, wo die Grenzen dessen sind, was du für andere tun kannst. Wenn du weißt und ihnen sagst, ab welchem Zeitpunkt zu Zeit für dich selbst brauchst oder das Gefühl hast, dass sie deine Arbeit nicht genug schätzen.

Es ist nicht einfach, so weit zu kommen, wenn du mit diesem Thema Schwierigkeiten hast, aber du kannst es sicherlich. Du musst deine Liebe für dich selbst stärken. Immer, wenn du das Gefühl hast, dass jemand dich ausnutzt, wenn du dich dazu genötigt fühlst, mehr und billiger zu tun, als du möchtest, nimm dir Zeit. Tritt einen Schritt zurück von dem, was du tust, entschuldige dich für einige Augenblicke und beruhige dich. Wenn deine Emotionen so aufgewühlt sind, kannst du nicht klar denken und fühlen.

Einmal etwas ruhiger, musst du analysieren, ob diese Gefühle aufgekommen sind, weil du dich dazu gedrängt gefühlt hast, deine Grenzen zu überschreiten, etwas zu tun, das weiter geht, als dir lieb ist. Wenn das der Fall ist, komm auf den Punkt, wo du dich gut fühlst. Erinnere dich daran, dass du es wert bist, dass du für dich einstehst. Und dann gehst du wieder zurück in die Situation.

Bleibe ruhig, aber geh nur soweit, wie es dir gut tut. Wenn du das einmal gemacht gemacht hast, fühlst du dich herrlich! Selbst wenn du nur deiner Schwiegermutter gesagt hast, dass du keinen extra Kuchen für das Familientreffen backen kannst, weil du mit deinen Kindern, deiner Arbeit und den zwei Gerichten beschäftigt bist, die du ja sowieso schon mitbringst! Es ist ein kleiner Sieg für dich, für dein Selbstwertgefühl!

Lass nicht locker – sei stark und liebe dich selbst!

Hör auf, deine Krankheit mehr zu lieben als deine Gesundheit! – 5 Mai 14

Heute habe ich einen Termin im Krankenhaus, um die Fäden in meinem Knie ziehen zu lassen. Ich fühle mich bereits ziemlich gut, aber ich bin auch froh, dass ich noch zehn Tage habe, um mich auf den Flug nach Deutschland vorzubereiten. In der Situation, in der ich gerade bin, musste ich an den Unterschied denken, den die Einstellung machen kann, wenn man verletzt oder krank ist: man kann entweder im Kranksein aufgehen und in seiner Krankheit leiden oder man beschließt, so gesund zu sein wie möglich.

Ich habe in meiner langen Zeit als Berater viele Leute kennen gelernt, denen das Kranksein sehr gefällt. Oft fängt es mit einer normalen Krankheit an. Es war nicht so schlimm, aber als sie mit anderen darüber redeten, ernteten sie Mitleid – und das gefiel ihnen. Langsam, vielleicht mit einer weiteren Krankheit oder wenn ihre Probleme über einen längeren Zeitraum hinweg auftraten, merkten sie, dass es auch eine sehr bequeme Ausrede für alle möglichen Dinge war. Ein Weg ‚Nein‘ zu sagen, ohne unhöflich zu sein.

Anstatt selbstbewusst aufzutreten und anderen zu sagen, dass sie bestimmte Dinge nicht tun wollen, erzählten sie ihnen, dass sie aufgrund ihrer Krankheit nicht konnten. Selbst wenn das nicht ganz wahr war, war es doch einfach zu sagen und die anderen mussten es glauben. Sie hatten nicht den Mut oder die Kraft, die Wahrheit zu sagen, nämlich, dass sie einfach nicht wollten.

Also waren sie einfach weiterhin krank. Obwohl sie auch völlig gesund und normal sein könnten oder vielleicht mit einem kleinen Problem leben könnten, bestehen sie darauf, dass sie krank sind. Viel kranker, als sie in Wirklichkeit sind. Sie sind sich nicht notwendigerweise dessen bewusst, was sie da tun. Das Unterbewusstsein ist ziemlich gut darin, die Wahrheit hinter einer Lüge zu verstecken, die dir gefällt. Du machst dir also praktisch selbst glauben, dass du krank bist. Die Folge ist, dass du auch entsprechend handelst.

Wenn einmal jemand auf diesem Weg ist, fängt er an, seine Krankheit so sehr zu lieben, dass er nicht mehr rauskommt. Er sieht nicht, dass die Leute sein Schauspiel durchblicken. Sie verstehen, dass er seine Krankheit etwas mehr aufspielt als notwendig und vielleicht spielen sie einfach mit. Manche konfrontieren ihn vielleicht irgendwann. Das jedoch kann wehtun und ist der Punkt, an dem sich manch einer entscheidet, zu einer Beratungssitzung zu kommen.

Ich empfehle im Allgemeinen, die Freude an einem gesunden Leben zu sehen. Ich sage nicht, dass sie nicht krank sind – wer bin ich, in der kurzen Zeit, die ich mit jemandem verbringe, darüber zu urteilen? Nein, aber selbst wenn du krank bist, versuche einfach, so gesund wie möglich zu handeln! Handle nicht krank. Behalte einen gewöhnlichen Lebensstil bei, umgehe die Unannehmlichkeiten, die dir dein Problem gibt und führe ein normales Leben. Anstatt dich hinter deiner Krankheit zu verstecken und zu vermeiden, für dich selbst einzustehen, übe ‚nein‘ zu sagen. Sei du selbst, aber genieße das Leben!

In den vergangenen Tagen lag ich nicht nur im Bett herum: ich machte meine Physiotherapie-Übungen, spielte mit Apra, telefonierte und arbeitete am Computer. Ich hatte also praktisch normale Tage, nur mit eingeschränkter Mobilität. Ich tat das, was ich normalerweise auch machen würde – während ich im Bett saß. Ich bin nicht gerne krank und sitze nicht gerne im Bett herum und gebe dem also einfach keine Wichtigkeit. Ich tue so viel, wie ich kann – und ich glaube, das hilft mit, schneller wieder auf die Beine zu kommen.

Wir werden sehen, was der Arzt heute sagt – aber ich glaube, ich werde in zehn Tagen fit sein für den Flug nach Deutschland!

Wie man mit seiner ‘Fiktionalen Zukunftsangst’ am besten umgeht – 17 Feb 14

Als wir letzte Woche über den Stress und die Sorgen des Lebens in der Geschäftswelt sprachen, musste ich an ein Gespräch denken, das ich vor Kurzem mit einem Gast im Ashram hatte. Er erzählte mir, er würde sich zu viele Sorgen und Stress machen, nicht nur wegen der Arbeit, die er ja tun müsse, sondern auch aufgrund der Tatsache, dass er seine Arbeitsstelle praktisch jederzeit verlieren könnte. Seine größte Angst ist das: Was, wenn ich morgen rausgeschmissen werden? Wenn ich meine Arbeit verliere?

Dieser Mann hat nun eigentlich eine gute Arbeit mit einem guten Gehalt und alles läuft wunderbar. Es gibt keinen besonderen Grund, warum er diese Angst haben sollte, keine Anzeichen von seinem Chef und keine solchen Gespräche unter Kollegen. Alles scheint in Ordnung zu sein – doch da ist dieser Gedanke, dass etwas passieren könnte und er dann bald ohne Arbeit dastehen könnte!

Meine Antwort war, dass sowieso jederzeit alles passieren kann. Man kennt die Zukunft nicht und deswegen ist alles, was du dir vorstellst, was so passieren könnte, nur Vorstellung und Fiktion! Es ist nicht echt, passiert nicht, aber du denkst über die kleinste Möglichkeit nach, dass etwas Schlimmes passieren könnte.

Es ist ein alter Rat, den ich nun hier geben möchte, aber er hilft wirklich: Lebe in der Gegenwart, anstatt dir Sorgen über die Zukunft zu machen. Die Zukunft ist noch nicht hier!

Während du dich über die Zukunft sorgst, verpasst du das Leben in der Gegenwart. Anstatt auf der Arbeit dein Bestes zu geben, machst du vielleicht sogar Fehler, einfach nur weil du so nervös bist! Du konzentrierst dich nicht ordentlich und gibst deswegen auch nicht alles.

Selbst wenn jedoch etwas passieren und du diese Arbeitsstelle verlieren solltest, warum denkst du denn nicht, dass das für dich gut sein könnte? Warum siehst du nicht, dass das deine Chance auf etwas Größeres und Besseres sein könnte? Warum denkst du über die Zukunft nach und wenn du es tust, warum so negativ?

Ich kenne einen ähnlichen Fall von ‘fiktionaler Zukunftsangst’: ein Mann sagt, er fährt nun schon jahrelang Motorrad und hatte dabei immer Spaß – bis vor einigen Wochen, als er auf einmal Angst davor bekam, damit einen Unfall zu bauen! Er hatte nie einen Unfall, er ist noch nie auch nur damit ausgerutscht, aber nun ist er beim Fahren nervös und stellt sich all die schrecklichen Dinge vor, die passieren könnten.

Es ist erfunden und obwohl ich nie dazu raten würde, Motorrad zu fahren, wenn man Angst davor hat, würde ich in diesem Fall sagen, arbeite an deinem inneren Gleichgewicht und schwing dich wieder drauf.

Lebe im Augenblick, genieße jeden Moment und sei glücklich. Betätige dich sportlich, iss gesundes Essen und gib deinem Geist die Möglichkeit, in sich Frieden und Glück zu finden. Sobald du diesen Zustand erreicht hast, verlieren erfundene Ängste ihren Schrecken. Du kannst sie mit einem Schulterzucken abtun, weil du weißt, dass es dir in diesem Augenblick gut geht.

Lass nicht zu, dass dich diese Ängste beherrschen, sondern verwende sie stattdessen als Grund, ausgeglichener und glücklicher zu werden, als du es in diesem Augenblick bist!

Ratschläge für westliche Frauen allein auf Reisen in Indien – Teil 2 – 30 Jan 14

Gestern habe ich einige Hinweise für Frauen aus dem Westen geschrieben, die gerne alleine in Indien reisen wollen. Da es dazu so viel zu sagen gibt, ist hier der zweite Teil:

5. Setze deine Grenzen klar und zeige so, dass du kein leichtes Opfer bist

Solltest du jedoch in eine schwierige Situation kommen, zum Beispiel, dass dir ein Mann zu nahe kommt. musst du deine Grenzen schnell und ganz deutlich setzen. Zögere nicht, ihm zu zeigen und zu sagen, dass du nicht willst, dass sein Bein deines berührt, wenn ihr nebeneinander im Bus sitzt. Sag es laut, so dass die anderen um dich herum es auch hören. Wenn du irgendwo anstehst und der Kerl hinter dir dich unangebracht berührt, dreh dich um und sag ihm ganz laut, er solle seine Hände bei sich behalten.

Nimm Kontakt zu Leuten in der Umgebung auf, rufe, wenn du das Gefühl hast, dass es nötig ist, zeige deine Wut und mache so klar deutlich, dass derjenige besser nichts weiter versucht. Du musst in dem Moment all dein Selbstvertrauen aufbringen und deine Wut rauslassen. Ich sage dir, das wird dem Kerl nicht nur Angst davor einjagen, bei dir noch mehr zu versuchen, sondern da werden auch noch jede Menge Leute um euch herum bereit dazu sein, dir zu helfen.

6. Mach deinen Plan, bevor du kommst, informiere dich und erwäge, einen Reiseführer mitzunehmen

Wie in Ratschlag Nummer 2 von gestern bereits erwähnt, ist es nicht schön, irgendwo in Indien zu stehen und nicht zu wissen, wo man hinwill, sei das nun bei Ankunft am Flughafen oder während der Reise innerhalb des Landes. Lege deinen Plan vorher fest und informiere dich, wie du wohin kommen willst. Dann musst du nicht an Orten suchen, wo du dich nicht auskennst und brauchst dann zum Beispiel auch nicht irgendeinem Mann vertrauen, der dir ‚ein Hotel von einem guten Freund‘ zeigen will.

Wenn du dich überwältigt fühlst von der Fülle an Informationen da draußen, wenn du das Gefühl hast, dass du dich nicht gut damit fühlst, allein nach Indien zu reisen, egal wie viel du darüber liest, kontaktiere ein Reisebüro, buche eine Reise mit einer Gruppe oder einen individuellen Reiseführer, wie wir ja auch anbieten. Wenn du eine Tour oder einen Retreat mit uns buchst – sei es in der Gruppe oder individuell – musst du dir über viele Dinge keine Gedanken machen. Es beginnt mit der Lage des Hotels, das wir natürlich in einer sicheren Gegend buchen und geht über die Abholung, die durch unseren Fahrer erfolgt, bis zum täglichen Gefühl der Sicherheit, wenn du mit einem meiner Brüder an deiner Seite unterwegs bist.

Ja, das ist Werbung für uns selbst (hey, das ist mein Blog, wenn nicht hier, wo denn sonst? 🙂 ) – aber ich glaube wirklich, dass es eine gute Idee ist für die vielen Frauen, die sich einfach nur sicher fühlen wollen, während sie dieses großartige Land und seine Kultur erleben. Während die Nachrichten dieser Tage – natürlich – alles Schlimme berichten, gibt es hier so viele wunderschöne Dinge zu sehen und liebe Leute zu treffen. Wenn du also den Wunsch hast du kommen, kannst du das auch tun.

 

Ich glaube, dass dieses Thema mehr verdient als nur ein paar Sätze. Es muss weiter ausgeführt werden und während ich euch gestern und heute eine Vorstellung davon gegeben habe, was westliche Frauen in Indien tun sollten, habe ich nächste Woche eine weitere Liste für euch: was man NICHT tun sollte, wenn man als nicht-indische Frau allein in Indien reist.

Ein Fünf-Schritte-Plan zu einem besseren Selbstwertgefühl – 29 Aug 13

Ich habe in den letzten Tagen in mehreren Blogeinträgen darüber geschrieben, wie Menschen sich selbst oft mit anderen vergleichen und dabei ihr Selbstvertrauen und ihren Selbstwert verlieren. Sie bekommen Depressionen, haben Probleme mit ihrem eigenen Körper und denken, dass sogar ihre Handlungen und Gefühle nichts wert sind. Wer an diesem Punkt ist oder verhindern will, dass er dort anlangt, dem würde ich empfehlen, etwas zu tun, um seinen Selbstwert zu steigern. Hier ist ein Plan, ein Tipp, wie du damit beginnen kannst:

  1. Wenn du einige Minuten frei hast, nimm ein Blatt Papier und einen Stift und setz dich bequem hin. Beginne nun aufzuschreiben, was du an dir selbst magst. Das kann alles sein, auf was du stolz bist, alles, was du meinst, das irgendwie wertvoll ist. Das geht von ‚Ich kann gut Fußball spielen‘ über ‚Mein Hintern sieht in Jeans toll aus‘ bis hin zu ‚Ich kann mich gut in andere hineinfühlen‘ oder ‚Ich habe viel Geduld‘. Du solltest mindestens fünf Punkte auf dieser Liste haben – und es gibt keine Obergrenze dafür, wie viele du hinzufügen kannst.
     
  2. Wenn du Schwierigkeiten damit hast, Punkte zu finden, von denen du wirklich überzeugt bist, frage deine engen Freunde oder deine Familie, was sie an dir schätzen. Du wirst merken, dass alleine diese Antworten dir einen starken Schub positiver Gefühle und Selbstwert geben! Wenn du dich davor scheust zu fragen, erinnere dich daran, dass du auch wollen würdest, dass dich deine Freunde um Hilfe bitten, wenn sie es brauchen!
     
  3. Lies diese Liste jeden Tag mindestens einmal. Dazu benötigst du nicht viel Zeit – vor dem Schlafengehen, nach dem Aufwachen oder vielleicht beide Male, kannst du dich hinsetzen und bewusst lesen, was du aufgeschrieben hast. Mit der Zeit verinnerlichst du das gute Gefühl für dich selbst und brauchst nicht einmal mehr die Hilfe der geschriebenen Worte. Dann kannst du einfach an deine Liste denken und fühlst dich schon besser.
     
  4. Wenn du meditierst oder Atemübungen durchführst, verwende die Liste dabei als Anker, um damit zu meditieren. Konzentriere dich auf die positive Energie, die du in dir spürst.
     
  5. Und schließlich, wenn du dich in einer Situation befindest, in der du das Gefühl hast, dass du wieder in dein Loch der schlechten Gefühle für dich selbst fallen könntest, kehre mental wieder zu den Punkten zurück, die du an dir selbst magst und die auch andere an dir schätzen. Erinnere dich daran, dass niemand Superman oder Superwoman ist und akzeptiere, dass du vielleicht auch einige weniger beeindruckende Charakterzüge hast.

Konzentriere dich auf dich selbst, höre auf, dich selbst mit anderen zu vergleichen und finde heraus, was deine guten Charaktereigenschaften sind – du wirst merken, dass das in deinem täglichen Leben einen großen Unterschied machen wird. Probiere es aus – was kostet es dich denn? Ein Stück Papier, etwas Tinte und ein paar Minuten pro Tag! Aber die Auswirkungen machen dich glücklich!

Du bist Besonders, weil du bist, wer du bist – nicht weil du tust, was du tust! – 14 Aug 13

Nach meiner gestrigen Fürsprache für Minderheiten, die sich von der Gesellschaft unter Druck gesetzt fühlen, möchte ich einige Worte für diejenigen hinzufügen, die sich überhaupt nicht einer Minderheit zugehörig fühlen, die das Gefühl haben, dass sie sich so fühlen, wie die meisten anderen Menschen auch, diejenigen, die ganz ehrlich ein Teil der ‚Mehrheit‘ sind. Warum? Weil diese ‚Mehrheit‘ auch oft niedergemacht wird, besonders in der spirituellen Szene, aber es gibt viele Menschen, die sich ganz ehrlich so fühlen, wie sie sich eben fühlen und sie haben auch das Recht, sie selbst zu sein – selbst wenn das bedeutet, dass sie ‚Durchschnitt‘ sind. Wenn du einer von ihnen bist, dann musst du dich deswegen nicht schuldig fühlen!

Vielleicht hört es sich für euch seltsam an, dass ich das für wichtig halte, aber lasst mich erklären, warum ich meine, dass es viele Leute gibt, die sich so fühlen. Seit vielen Jahren ‚erwachen‘ die Menschen nun schon, erkennen, dass sie ihre Leben nicht mehr im normalen Trott weiterleben wollen, dass sie aus dem Druck ihres Alltags ausbrechen wollen und etwas tun wollen, das ihre Herzen erfreut. Es gab mehrere Bewegungen, die man umfassend die ‚spirituelle Szene‘ nennen kann, wenn man nach einem einzigen Wort sucht. Sie alle betonen, dass man etwas machen muss, was einen glücklich macht und diese Vorstellung unterstütze ich auch vollständig. Es gibt unterschiedliche Ansätze, aber die meisten geben den Interessierten diese Botschaft: du bist etwas Besonderes.

Während ich auch hier wieder mit der grundlegenden Vorstellung übereinstimme, dass wir alle einzigartig sind, gibt es eine weitere Folgerung dieser Aussage, der ich nicht wirklich zustimme: du bist etwas Besonderes, weil du etwas anders machst. Du bist besonders, weil all die Leute um dich herum, die ‚Mehrheit‘, die ‚große Menge‘ der Menschen sich ihrer nicht so bewusst ist wie du. Du bist besonders, weil sie alle das gleiche, alte Ding machen und du das nicht mehr machen willst. Du bist etwas Besonderes, weil du das, was alle mögen, eben nicht magst. Vielleicht findest du einige Leute, die in etwa das Gleiche mögen wie du, aber am Ende musst du deinen Weg zur Erleuchtung doch alleine gehen, weil du etwas so Besonderes bist.

Naja, ich stehe eben nicht hinter der Vorstellung, dass all diese Menschen ‘die Auserwählten‘ sind. Ich denke nicht, dass es eine gute Idee ist, vielen Menschen zu erzählen, man müsse von anderen so unterschiedlich sein, dass man nicht dazu passt. Ja, ich sage den Menschen, dass sie nicht dazu passen MÜSSEN, aber es ist doch etwas ganz anderes, wenn man den Menschen sagt, dass sie nicht dazu passen SOLLTEN! Dass sie nicht besonders sind, wenn sie sich bei ihren normalen Freunden wohl fühlen, dass sie sich schlecht fühlen sollten, wenn sie sich in ihrer normalen Umgebung befinden. Dass sie neue Freunde finden und eine Minderheit suchen müssen, der sie sich anschließen können. Oder dass sie Eigenbrötler werden müssen.

Sobald man sich seines Körpers, seines Essens, seines Geistes, seines Stresslevels, seiner Entspannungsmethoden und überhaupt seiner Handlungen im Ganzen etwas bewusster wird, bekommt man vielleicht das Gefühl, dass man etwas anders ist. Man merkt zum Beispiel, dass man bestimmte Aktivitäten nicht mehr so genießt, zum Beispiel Abende in einer Bar, wo man sich betrinkt oder Grillfeste, weil man nun vegetarisch isst. Vielleicht hat man auch keine Freude mehr an den meisten Themen, über die man früher immer geredet hat. Doch selbst wenn du immer noch gerne ins Kino gehst, immer noch gerne in der Disko tanzt, immer noch gerne mit Freunden zum Fußballspiel gehst, so bist du doch trotzdem besonders und einzigartig! Du bist trotzdem ein einzigartiges Wesen und es gibt niemanden wie dich!

Die Botschaft ist: du bist einzigartig, so wie du bist. Weil du der bist, der du bist, nicht weil du das tust, was du tust. Selbst wenn du Teil der großen Mehrheit bist, bist du etwas Besonderes!

Lass dich von der Gesellschaft zu nichts zwingen – es ist dein eigenes Leben! – 13 Aug 13

Als ich gestern über die Lebensplanung der meisten Menschen sprach, hatte ich noch etwas im Kopf, was ich auch noch ausdrücken wollte: dieser Plan ist bei Weitem nicht für jedermann der Richtig – egal, wie sehr die Gesellschaft dich das glauben machen will!

Das wird nun kein Artikel über all die Frauen, die ein Alter erreicht haben, in dem sie keine Kinder mehr bekommen können und die traurig sind über die Tatsache, dass sie diese Erfahrung nicht machen konnten. Ich verstehe ihren Schmerz, ich habe viele Frauen in dieser Situation getroffen und unter einige waren auch meine Freundinnen. Nein, das wird ein Artikel über die Menschen, die von außen den Druck verspüren ihre ‚Lebensaufgaben‘ zu erfüllen, die sie für sich jedoch gar nicht als wichtig ansehen!

Das mag nun kein Tagebucheintrag für die breiten Massen werden, da es sich nicht die Mehrheit der Menschen zum Hauptthema hat, sondern eine Minderheit, eine Gruppe von nur wenigen. Wenn jedoch die, die nicht zu dieser Minderheit gehören, meine Zeilen lesen, so denke ich, könnte es ihnen die Augen für eine andere Sichtweise öffnen und vielleicht ihre Handlungen diesen Menschen gegenüber verändern, was es im Endeffekt für sie einfacher machen kann.

Die Gesellschaft glaubt, wenn ich das mal ganz drastisch verallgemeinern darf, dass man in seinem Leben bestimmte Dinge tun und erreichen muss, um in seinem Leben nützlich gewesen zu sein, um ein wertvoller Bürger seines Landes gewesen zu sein, um so zu sein, wie man sein soll. Studiere oder mache eine Ausbildung, finde eine Arbeitsstelle, heirate, bekomme Kinder, baue ein Haus. Ihr merkt bereits, dass das die gleichen Ziele sind, wegen denen sich die Menschen selbst unter Stress setzen. Für manch ist es jedoch nur die Gesellschaft, die ihnen diese Ziele vorschreibt.

Es gibt bestimmte Dinge, die in den Augen vieler Menschen einfach nicht richtig sind. Je nach dem Land, in dem man lebt, können diese Dinge unterschiedlich sein. Für eine westliche Frau könnte es das Kinderkriegen sein, bevor sie studieren oder einen Beruf erlernen konnte, die Entscheidung keinen Beruf zu beginnen, sondern Hausfrau zu bleiben oder, seltsamerweise auch, zu beschließen, überhaupt nicht zu heiraten und Kinder zu kriegen, sondern ihr Leben ihrer Karriere zu widmen. Für eine indische Frau könnte es die Entscheidung sein, nicht zu heiraten, zu arbeiten und sich vor dem Kinderkriegen eine gute Stelle zu verschaffen oder vielleicht gar keine Kinder zu kriegen. Es gibt in allen Bereichen des Lebens so viele weitere Beispiele – ich denke, die Betroffenen werden wissen, was ich meine.

Wenn du beschließt, das zu tun, was in deinem Land nicht normal ist, begegnest du vielleicht vielen negativen Reaktionen aus deiner Umgebung. Sogar so viel, dass du selbst deine Entscheidungen und Gefühle anzweifelst. Aber wenn du spürst, dass du einfach nicht den normalen Weg gehen willst, wenn du deinen Weg gefunden hast und daran Freude hast, bleib auf deinem Weg – selbst wenn es nicht immer leicht ist! Lass dich nicht von ‚der Mehrheit‘ unterkriegen.

Tue das, was du für richtig hältst. Ja, vielleicht brauchst du etwas mehr Mut, um mehr Widerstände auszuhalten als andere. Vielleicht wird es hin und wieder etwas ungemütlich, aber es wäre noch viel unangenehmer, wenn du das Gegenteil von dem tun müsstest, was du wirklich tun willst.

Folge deinem Herzen, so kitschig sich das anhören mag. Es ist der richtige Weg und der Einzige, auf dem du zum Glück finden kannst!