Dein Leben, deine Entscheidungen – lass Religion dir nicht vorschreiben, was du tun sollst! – 17 Sep 15

Gestern habe ich euch erzählt, dass Religionen die Meinungsfreiheit einschränken. Religion will den Menschen sagen, was sie tun sollen und behauptet, sie hätte ein Recht darauf. Alle Religionen behaupten, sie würden wissen, wie Menschen sich verhalten sollen. Sie geben ihnen sogar die Anweisung zu töten. Und das ist ein Problem!

Als ich Guru war, haben die Menschen von mir erwartet, dass ich ihnen sage, was sie tun sollen. Es war ein Teil meiner Rolle als religiöser Prediger, jemand, dem die Menschen folgen. Man kam zu mir mit Fragen und ich dachte, es wäre richtig, diesen Menschen genau zu sagen, was sie tun sollen. Ich gab ihnen meine Meinung und wusste gleichzeitig, dass sie dieser genau folgen würden. Sie gaben mir die volle Verantwortung ihrer Entscheidungen. Und einige dieser Entscheidungen waren sehr große, wichtige Lebensfragen.

Dann kam der Punkt, an dem ich mich veränderte. Nach meiner Zeit in der Höhle wollte ich das nicht mehr. Ich wollte nicht mehr höher sein, sondern gleich. Das bedeutete auch, dass ich nicht mehr die Lebensentscheidungen anderer Leute treffen wollte! Ich wollte einfach nur mein eigenes Leben leben. Wenn ich jemand anderem mit meiner Erfahrung und meiner Ansicht helfen konnte, war ich froh, aber ich wolle ihnen helfen, die Entscheidung selbst zu treffen, ihren Gefühlen zu vertrauen und auch zu lernen, wie man seinen Gefühlen folgt!

So bin ich nun schließlich Atheist, sitze heute hier und schreibe einfach nur, was ich denke. Jedem Leser steht frei, darüber nachzudenken und selbst zu entscheiden. In meinen Einzelberatungen ist eines immer ganz klar: ich kann dir nur meinen Sichtpunkt anbieten, die Entscheidung musst du aber selbst treffen!

Religion jedoch existiert dafür, den Menschen zu sagen, was sie denken und tun sollen. Religion glaubt nicht an das überdenken unterschiedlicher Sichtpunkte. Religion gibt dir nicht die Freiheit, selbst zu entscheiden. Religion sagt dir, was du tun sollst.

Religiöse Priester glauben, sie haben dieses Recht und im Fall islamistischer Fundamentalisten bringen sie den Menschen bei, es sei richtig, diejenigen umzubringen, die das, was sie sagen, nicht befolgen! Religiöse Anführer des Islam sagen ihren Anhängern, sie sollen eine Bombe um ihre Hüfte binden und sich selbst mit Hunderten anderen Menschen in die Luft sprengen.

Einige Menschen wollen, dass man ihnen sagt, was sie tun sollen. Sie wollen keine Verantwortung übernehmen und schieben das auf die Religion, auf einen Priester, einen Guru, irgendjemanden, der sie nimmt und ihnen sagt, was sie tun sollen.

Keine Person würde bei gesundem Verstand beschließen, Terrorist, Selbstmordattentäter, Mörder für Religion zu werden. Es ist die Manipulation von Religion, die sie zu diesem Punkt bringt. Sie beginnen als diejenigen, die sich nicht selbst entscheiden wollen und tun schließlich Dinge, die sie niemals selbst getan hätten. Sie fügen anderen Schaden zu, töten, bringen der Welt Kummer und Sorgen.

Ich schlage euch vor, selbst zu denken. Übernimm Verantwortung für dein Leben und lass die Religion dich nicht manipulieren, dich dazu zu bringen zu tun, was du nie tun würdest, hättest du selbst entschieden.

Warum es Atheisten leichter fällt, Entscheidungen zu treffen und Verantwortung zu übernehmen – 30 Jul 15

Natürlich gibt es nach einem Wochenende mit so vielen Nicht-Gläubigen ein paar Dinge, die einem in Gesprächen aufgefallen sind. Eines dieser Dinge ist, dass sie im Allgemeinen eher bereit dazu scheinen, Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen, als der durchschnittliche Gläubige es wäre. Und das erscheint mir auch ganz logisch!

Wenn man sich nur das gestrige Beispiel ansieht, ein Unfall, nach dem Atheisten versucht haben, dem Verletzten zu haben, jedoch von einem religiösen Mann, der Angst hatte, daran gehindert wurden. Es sind Nicht-Gläubige, die bereit dazu sind, Entscheidungen zu fällen und die Verantwortung für ihre Handlungen zu übernehmen, um Hilfe zu leisten.

Ich glaube, dass Atheisten so etwas einfacher tun können, weil sie bereits einen schwierigeren Weg gegangen sind. Sie haben bereits die Entscheidung getroffen, nur das zu glauben, was sie wirklich fühlen, nicht, was ihre Familie oder Tradition ihnen sagt. Etwas anderes tun als das, was alle um dich herum tun, ist keine einfache Aufgabe. Man braucht eine feste Entscheidung, Willenskraft und man muss bereit sein, sich allem zu stellen, was da kommen mag. Ein Atheist in Indien ist also für gewöhnlich jemand, der all das obige hat. Nur so kann er oder sie Atheist sein!

So haben Atheisten in Indien sich bereits Herausforderungen gestellt und wissen, dass sie trotz der Schwierigkeiten um sie herum weiterleben werden und das auch noch gut. Sie sind bereit dazu, ihren Verstand einzusetzen, um eine Lösung zu finden.

Religiöse Menschen neigen zu einem anderen Ansatz: sie legen alles in die Hände Gottes. Aufgrund ihres Vertrauens, dass alles so geschehen wird, wie Gott es möchte, sind sie oft wiederwillig, ja fast lethargisch, wenn es darum geht, Entscheidungen zu treffen. Sehr oft versuchen Gläubige erst gar nicht, ein Problem zu lösen, weil sie glauben, dass Gott es geschaffen hat. Es sollte da sein, es muss schwierig sein – schließlich hat Gott es geschaffen! Sie weichen nicht von ihrer alltäglichen Routine ab, weil sie dieser imaginären Kraft vertrauen.

Dazu kommt, dass sie Angst haben. Religion basiert auf der Angst der Menschen. Ohne Angst würde es nicht gehen. Keiner würde an den Himmel glauben, wäre da nicht die Angst vor der Hölle! Deine Sünden, die Strafe dafür, Reue und alles darum herum. Instrumente dafür, die Angst zu schüren. Und sobald du diese Angst gewöhnt bist, ist sie zu jeder Zeit ein Teil deines Lebens. Wenn du einen Unfall siehst, bekommst du es mit der Angst. Du denkst gar nicht daran, dem anderen zu helfen, sondern rettest dich selbst vor jeglichen Problemen, die daraus entstehen könnten!

Religiöse Menschen fragen ihren Gott auch an schwierigen Punkten in ihrem Leben nach einer Entscheidung. Sie glauben, er hilft ihnen damit – doch ich habe so viele Leute gesehen, die sich einfach nicht entscheiden können, die nicht in der Lage dazu sind, vorwärts zu kommen, weil sie immer noch auf göttliche Führung warten, die einfach nie kommt!

Natürlich gibt es immer Ausnahmen, doch das ist eine allgemeine Tendenz, die ich bemerkt habe. Habt ihr das auch bemerkt?

Hier sind die Bilder unseres Atheisten-Treffens

Schwierige Entscheidungen: wann ist jemand ‘nicht arm genug‘ für unsere Schule? – 18 Mai 15

Letzte Woche habe ich euch von den Schwierigkeiten erzählt, die wir in unserer Schule aufgrund von Korruption hatten. Ich habe erklärt, wie Bildung in Indien zu einem ganzen eigenen Geschäftszweig geworden ist. Schließlich habe ich noch eine kleine Zusammenfassung unseres Schulkonzepts geschrieben, darüber, für wen wir das tun, was wir tun: für die armen Kinder unserer Gegend und ihre Familien. Ich hatte bereits angekündigt, dass ich all meine Ideen und Gedanken für die Zukunft hier ausbreiten würde und ich glaube, das wird die ganze Woche einnehmen! Heute beginne ich mit einem unserer grundlegenden Probleme: wer ist ‚arm genug‘ für unsere Schule und wer ist schon wohlhabend genug?

Immer, wenn wieder Schuleinschreibung ist, gehen wir persönlich zu allen Kindern nach Hause und sehen uns an, wo und wie sie leben. Das dient mehreren Zwecken – zum Einen lernen wir jedes Kind besser kennen und erfahren mehr über die äußeren Umstände seines Lebens, was uns unseren Schülern näher bringt. Und dann erfahren wir natürlich auch, ob sie alle wirklich einen Platz in unserer Schule brauchen.

Es ist wirklich keine einfache Aufgabe und wir sehen immer große Unterschiede zwischen den Familien, deren Kinder an unsere Schule gehen. Es gibt welche, die ihr eigenes Haus haben, geerbt von Vorfahren oder mit Hilfe eines Kredits gekauft. Andere leben in einer Art Hütte, nur auf drei Seiten Ziegelwände, das Dach ein großes Stück Blech, das bereits Löcher hat. Manche müssen jeden Tag losziehen und Arbeit suchen oder haben eine Krankheit, die sie vom Arbeiten abhält, während andere fest angestellt sind, wovon sie aber einfach nicht viel verdienen. Manche verdienen genug, um eine kleine vierköpfige Familie zu ernähren – aber sie haben sieben Kinder! Andere haben nur ein Kind – aber nur noch ein Elternteil kann Geld verdienen!

Ihr seht bereits, die Unterschiede sind groß und in den meisten Fällen wissen wir bei einem Besuch sehr bald, in was für einer Situation die Familie sich befindet. Es gibt kaum Fälle, in denen wir den Eltern sagen, dass wir ihre Kinder nicht nehmen. Aber es gibt sie.

Wenn wir normalerweise Kinder haben, deren Väter um die 4000 Rupien pro Monat verdienen und wir kommen in eine Familie, in der der Vater etwa 10000 Rupien verdient und er nur ein kleines Kind ernähren, großziehen und zur Schule schicken muss, so sagen wir den Eltern, sie sollen doch eine andere Schule suchen. Der Platz, den dieses Kind in unserer Schule einnehmen würde, könnte an jemanden gehen, der sich eine andere Schule wirklich nicht leisten kann! Jemand, der es noch nötiger hat.

Gleichzeitig jedoch wissen wir, dass dieser Vater auch nicht reich ist! Wir wissen, dass er genug Schulen finden wird, dass es für ihn jedoch schwierig sein wird, eine Schule mit guter Qualität zu finden, die er sich dann auch leisten kann. Es wird ihm unmöglich sein, eine Schule mit dem Bildungsniveau unserer Schule zu finden! Was sollen wir machen – wir haben unsere Grenzen! Da ist diese Vision, den Armen zu helfen und so vielen von ihnen wie möglich, aber es gibt eben auch einen Punkt, an dem wir nein sagen müssen.

Ich möchte diese Situation nicht mehr haben. Entscheiden zu müssen, wer arm genug ist und wer zu viel Geld hat, um an unsere Schule zu gehen. Für jetzt muss es so weitergehen – aber für die Zukunft gibt es da eine Idee, etwas zu ändern – und in den nächsten Tagen werdet ihr mehr darüber lesen.

Junge Erwachsene, die ihr Leben aus Liebe zu ihren Eltern nicht leben – 23 Apr 15

Während ich gestern über Erziehungsfragen geschrieben habe, die sich eher auf Kleinkinder bezogen, möchte ich heute gerne ein Thema ansprechen, das bei älteren Kindern wichtig wird, bei denen, die im Erwachsenenalter ankommen. Es ist ein Problem, das ich bereits mehrere Male gesehen habe und das mir in vielen Beratungen beschrieben wurde: wenn ein Elternteil, insbesondere, wenn es ein alleinerziehender Vater oder eine alleinerziehende Mutter ist, so sehr an der Tochter oder dem Sohn hängt, dass ein Loslassen schwierig ist – und es für das Kind so schwer macht, seinen oder ihren Weg zu finden!

Das hört sich jetzt etwas allgemein an, aber mit einem konkreten und detaillierten Beispiel werdet ihr verstehen, was ich meine.

Eines Tages kam eine 20-jährige Frau zu einer Beratung. Sie meinte, sie wolle gerne meine Meinung hören, da ich die Dinge vielleicht anders sehen würde als die Leute um sie herum. Folgendes war das emotionale Dilemma, in dem sie sich befand:

Sie lebte mit ihrer Mutter zusammen. Als sie neun Jahre alt war, hatten sich ihre Eltern scheiden lassen und nach einigen hässlichen Streitigkeiten hielten weder sie noch ihre Mutter den Kontakt zum Vater. Ihre Mutter zog sie alleine groß und legte ihr ganzes Herz in diese Aufgabe. Sie standen sich sehr nahe und die Mutter war der Mensch, dem die Tochter am meisten vertraute und den sie am meisten liebte.

Vor zwei Jahren hatte diese junge Frau ihr Abitur gemacht und hatte sich für ihr Studium an mehreren Universitäten im Land beworben. Es gab mehrere positive Rückmeldungen, darunter eine von einer Universität in der Nähe und auch von einer Universität, an die sie sehr gerne gehen wollte, die jedoch weiter weg war.

Sie hatte das Verlangen gehabt, an die zweite zu gehen, um von der Bemutterung zuhause wegzukommen und die Welt auf eigene Faust zu erforschen. Um das Abenteuer zu beginnen, als das sie sich das Leben vorstellte und von welchem sie mit Schuldgefühlen dachte, dass sie es noch nicht begonnen hatte – weil sie sich genauso um die Mutter kümmerte, wie diese sich um sie. Sie erklärte schnell, dass sie ihre Mutter mehr liebte als alles andere auf der Welt und andersrum genauso. Sie wollte auf keinen Fall undankbar erscheinen für alles, was ihre Mutter für sie getan hatte, mit ihrer harten Arbeit und viel Liebe. Am Ende jedoch war sie geblieben. Sie hatte sich für die Universität in der Nähe entschieden.

Als sie auf mich traf, war sie immer noch in der gleichen Situation. Und sie hatte begonnen, viele Handlungen ihrer Mutter zu missbilligen, weswegen sie sich auch gleich schuldig fühlte, unfähig, ein Gefühl der Wut zurückzuhalten, als würde die Mutter sie davon abhalten, ihr Leben wirklich zu leben. In dieser Verwirrung war sie zu mir gekommen.

Ich erklärte ihr, dass ihre Wut ihr zeigte, was sie wirklich wollte: ihr eigenes Leben leben. Ich ermutigte sie dazu, genau das zu tun und zwar ohne Schuldgefühle. Wenn sie das nicht machen würde, so sah sie jetzt schon, wozu das führen würde. Zu einem Leben voller Bitterkeit und Reue! Gefühle, die ganz leicht die Liebe verderben könnten, die zwischen ihr und ihrer Mutter herrschten.

Sie hatte Ziele und Träume, also sollte sie besonders in diesem Alter diese auch leben und in das Abenteuer eintauchen! Das bedeutet ja nicht, dass sie ihre Mutter ‚im Stich lassen‘ würde! Sie könnte sich ja immer noch kümmern – eben nur von etwas weiter weg! Und nach einiger Zeit wäre sie unabhängig und im Leben angekommen, mit mehr Wurzeln als jetzt und dann könnten sie auch wieder eine gemeinsame Zukunft finden! Es könnte zu der Situation kommen, in der sie sich dann wieder näher um die Mutter würde kümmern können.

In meinen Augen war das der Weg, der ihre Liebe retten konnte, während die Tochter ihr Leben leben konnte – und ich bin mir sicher, dass das auch ihre Mutter verstand!

Hör auf, deinen Eltern die Schuld zu geben – übernimm Verantwortung für dein Leben! – 19 Nov 14

In meinem Leben waren schon sehr viele Leute zu Einzelberatungen bei mir. Wir sprechen über Probleme, schwierige Themen und wichtige Lebensfragen. Etwas, das ich oft gesehen habe ist, dass Leute einen Groll gegen ihre Eltern mit sich rumtragen. Und ich habe den Menschen schon immer erzählt, dass das eine nutzlose Last ist, die sie sich nicht aufbürden müssten!

Man kann Leute oft sagen hören, dass sie ihre Kinder nie so behandeln würde, wie ihre Eltern sie behandelt haben. Wenn man sie fragt, können sie einem mehrere Beispiele vom Verhalten ihrer Eltern nennen, die sie bei ihren Kindern vermeiden wollen, weil sie meinen es wäre falsch gewesen und hätte ihnen geschadet oder sogar Langzeitschäden hinterlassen.

Ja, manche sind da weniger deutlich und andere mehr, wenn sie erzählen, wie ihre heutigen Komplexe, Ängste und Unsicherheiten darauf zurückgehen, wie ihre Eltern sie behandelt haben. Dass es praktisch die Schuld ihrer Eltern ist, dass sie bei ihrer Arbeit oder im Liebesleben keinen Erfolg haben, emotional instabil sind, nicht in der Lage sind zu lieben oder Angst davor haben, geliebt zu werden.

Ja, natürlich hat deine Kindheit und ihre Erziehung grundlegend die Person geformt, die du heute bist – aber was ist mit den ganzen Jahren, nachdem du daheim ausgezogen bist? Oder den Jahren, nachdem du das Erwachsenenalter erreicht hattest, Verantwortung für dein Leben übernommen hast und begonnen hast, deine Entscheidungen selbst zu treffen?

Du bist erwachsen! Du bist für dein Leben selbst verantwortlich!

Langjährige Konditionierung hat natürlich eine gewisse Wirkung, kann aber auch geändert werden! Du hast ganz offensichtlich das Problem und auch die Grundlage bereits erkannt – nun musst du nur noch etwas verändern! Wer trifft in deinem Leben denn heute die Entscheidungen? Du!

Wenn du in einem Bereich eine Arbeitsstelle hast, die dir nicht wirklich gefällt, weil es das war, was deine Eltern für die sicherste Möglichkeit hielten, du deine Arbeit jedoch hasst, verändere etwas! Geh in die Abendschule, nimm Unterricht für einen anderen Arbeitsbereich, reduziere Arbeitsstunden, arbeite halbtags in einer anderen Sparte,… es gibt immer so viele Möglichkeiten, etwas in die Richtung zu verändern, die dich glücklich macht!

Du bist derjenige, der für sein eigenes Glück sorgen muss! Du kannst deine Eltern nicht auf ewig dafür beschuldigen, wer du heute bist. An einem Punkt in deiner Pubertät hast du begonnen, Teile deines Lebens in die eigenen Hände zu nehmen und dieser Vorgang sollte weitergangen sein, bis du als Erwachsener selbst volle Verantwortung übernehmen konntest! Wenn du dich immer noch beklagst, weil du aufgrund der Handlungen deiner Eltern nicht glücklich bist, versuchst du, einen Teil deiner Verantwortung auf sie abzuschieben und ihnen zu überlassen! Glaubst du wirklich, dass das eine gute Idee ist?

Verändere etwas und nimm dein Glück in deine eigenen Hände!

Agnostizismus kann ein Übergang sein, keine Endstation – 16 Jan 14

Heute möchte ich ein bisschen etwas schreiben und zwar nicht über religiöse Menschen, auch nicht über Ungläubige oder Atheisten. Nein, ich schreibe heute über Agnostiker.

Für diejenigen, die diesen Ausdruck bis heute vielleicht noch nicht gehört haben, da handelt es sich um solche Menschen, die sich selbst nicht als Gläubige sehen, aber auch nicht als Nicht-Gläubige. Sie sagen praktisch, dass die Möglichkeit besteht, dass Gott existiert. Sie sind nicht sicher, dass es so etwas wie eine höhere Macht gibt oder nicht gibt. Sie nennen sich selbst Skeptiker, Zweifler und manche kategorisieren sich weiter als ‚Agnostische Theisten‘ und ‚Agnostische Atheisten‘, je nachdem, zu welcher Seite sie mehr neigen.

Das Argument eines Agnostikers ist, dass es unerklärliche Dinge gibt und während es keinen Beweis dafür gibt, dass es Gott gibt, kann man auch nicht sicher sagen, dass es keinen Gott gibt. Da ist immer der Zweifel und darum bleiben auch sie im Zweifel.

Dieser Zweifel gründet sich auf einen Zweifel an der Religion, ohne jedoch die möglichen Vorteile des Glaubens verlieren zu wollen. Wenn es sich am Ende doch noch als wahr herausstellen sollte, könnte man immer noch den Himmel haben, das Seelenheil oder was auch immer man für seinen Glauben versprochen bekommt. Doch für diese Vorteile bist du nicht qualifiziert, da du ja sowieso nicht wirklich daran glaubst! Laut einem Gläubigen, bist du Gott nicht treu, wenn du zweifelst. Keine Religion würde dich einen treuen Gläubigen nennen, wenn du Zweifel ausdrücken würdest, ob ihr Gott denn überhaupt existiert. Laut ihnen bist du also ein Ungläubiger. Du selbst jedoch willst eine besondere Kategorie mit dem Namen ‚Agnostiker‘ mit Sonderbedingungen. Du glaubst nicht an Gott, doch sollte er am Ende doch existieren, würdest du gerne den Nutzen daraus ziehen.

In vielen Bereichen dieser materiellen Welt hört man, es sei gut zu zweifeln. Wenn man Dinge hinterfragt, die um einen herum als die Wahrheit akzeptiert werden, bringt es Fortschritt, wie zum Beispiel Zweifel auch der Grund für wissenschaftliche Forschung in so vielen Bereichen war. Wenn es jedoch um den Verstand geht, so sind Zweifel überhaupt nicht gut. Das würde ich dann auch nicht mehr Zweifel nennen, sondern Verwirrung. Und die Situation von Menschen in dieser Verwirrung ist am Schlimmsten, weil sie weder hier noch dort sind.

Diejenigen, die sich ihres Glaubens sicher sind, sind im Verstand auch ganz klar. Sie wissen, dass es einen Gott gibt, sie wissen, was sie tun müssen, um von ihm geliebt zu werden und danach handeln sie. Diejenigen, die frei jeden Glaubens sind, sind auch ganz klar. Sie wissen, dass es keinen Gott gibt und dass sie nichts tun müssen außer dem, was ihre Moral und Werte ihnen sagen. Die Verwirrten jedoch haben keine Richtlinien wie die Gläubigen und sind nicht so frei wie die Nicht-Gläubigen!

Ich glaube, dass diese Situation am Ende zu Persönlichkeitskonflikten führt. Sie werden Probleme haben, Entscheidungen zu treffen, weil sie nicht wissen, welche Richtung sie einschlagen sollen. Kann ich frei sein und selbst entscheiden oder sollte ich religiöse Regeln befolgen, weil sie am Ende doch wichtig sein könnten, selbst wenn sie veraltet erscheinen? Wer genau bist du? Identitätsprobleme, Unentschlossenheit und am Ende kann es sogar zu psychologischen Problemen führen.

Natürlich kann dieser Zustand des Agnostizismus auch nur ein Zwischenhalt auf der Reise vom Gläubigen zum Nicht-Gläubigen sein und eines Tages in der Vergangenheit stand ich selbst einmal an diesem Punkt. Es ist eine Zeit des Übergangs, während der sich unterschiedliche Vorstellungen vermischen, bis man endlich Klarheit erlangt. Doch es ist wichtig, dass man diese Klarheit erreicht! Man sollte mit dieser Verwirrung nicht auf lange Zeit leben – sonst sind mentale Probleme wahrscheinlich unvermeidbar!

Wenn du einer derjenigen bist, der sich selbst als ‚agnostisch‘ bezeichnet, überleg einmal, dich eines Tages für die eine oder andere Seite zu entscheiden – zu deinem eigenen Besten!

Freiheit und Verantwortung für mein eigenes Glück mit voller Unterstützung meiner Familie – 1 Dez 13

Ich habe euch von der Reaktion meines Vaters erzählt, als ich erklärte, warum ich kein Guru mehr sein wollte und warum ich nicht einmal mehr einem großen Teil der Schriften folgte, die ich selbst in der Vergangenheit gepredigt hatte. Er sagte mir, die ganze Familie sei glücklich, wenn ich glücklich wäre. Das hätte mich eigentlich nicht sehr überraschen sollen!

Ich hätte wissen können, dass er so reagieren würde. Ich hätte mir überhaupt keine großen Gedanken machen müssen und als er so antwortete, erinnerte ich mich ganz deutlich an die Unterstützung meiner Eltern in der Vergangenheit.

Als ich erst 13 Jahre alt war, hatte ich bereits mit dem Arbeiten begonnen und hatte auch immer mehr zu tun. Manchmal ging ich noch zusammen mit meinem Vater auf Programme, aber ich reiste und arbeitete bereits alleine in verschiedenen Teilen Indiens. Natürlich fanden solche Programme nicht nur an Schulfeiertagen statt und so wurde ich relativ oft auch in der Schule als abwesend eingetragen.

Nach einem meiner Programme in dem Jahr kam ich wieder zur Schule und ein Lehrer fragte mich, wo ich gewesen war und warum ich nicht zur Schule gekommen war. Ich antwortete, dass ich in einem anderen Bundesland gewesen war, in Madhya Pradesh, und dort einen Vortrag gegeben hatte. Natürlich war das auch dem Lehrer nicht vollkommen neu, aber trotzdem fragte er daraufhin ‚Wenn du sowieso so oft nicht zur Schule kommst, warum kommst du denn überhaupt noch?‘ Er sagte mir praktisch, dass ich meinen Beruf ja schon gewählt hatte und mich nicht mehr um die Schule kümmern brauchte, sondern mich eher darauf konzentrieren sollte, was ich gerade machte.

Ich war total verwirrt. Ich hatte auf meine Reisen immer meine Schulbücher mitgenommen und versucht mit dem Stoff mitzuhalten. Als Ergebnis hatte ich auch recht gute Noten, obwohl ich so oft nicht da war! Jetzt schlug dieser Lehrer mir vor, überhaupt nicht mehr zu kommen. Ich war mir nicht sicher, was ich tun oder sagen sollte.

Als ich an dem Tag grübelnd nach Hause kam und meine Eltern fragte, was ich tun sollte, hatte mein Vater die gleiche Antwort für mich parat: tu das, was dir richtig erscheint.

Vielleicht meint ihr nun, dass dies für einen 13-Jährigen eine große Last ist, eine Entscheidung, die er nicht treffen müssen sollte. Ich jedoch hatte ein ganz anderes Gefühl. Ich fand es toll, dass mein Vater mir vertraute und mir zutraute, dass ich meinen Weg selbst wählen und meinem Herzen folgen könnte. Das tat ich auch. Ich wählte meinen Beruf, nicht die Schule.

Es gab mir Freiheit und Verantwortung zugleich. Es befähigte mich dazu, mich selbst darum zu kümmern, dass ich glücklich war, etwas, das ich damals lernte und wofür ich meinen Eltern auf ewig dankbar sein werde! Etwa zwanzig Jahre später tat mein Vater das Gleiche noch einmal. Er, dessen Leben auf Religion aufgebaut war und der dieses als Guru verbracht hatte und dessen Leben immer noch daraus bestand, selbst wenn er sich aus dem aktiven Teil zurückgezogen hatte, sagte mir, ich solle einfach meinem Herzen folgen, selbst wenn mich das von dem Weg abbrachte, den er für sich gewählt hatte.

So kommt es, dass ich meiner ganze Familie bis an mein Lebensende dankbar sein werde für ihre Unterstützung bei allem, was ich tat und wer ich war. Wir haben diese Reise des Lebens gemeinsam angetreten und ich hatte sie zu jedem Zeitpunkt an meiner Seite. Sie waren immer für mich da und genauso werde ich immer ihre Wünsche respektieren und unterstützen, egal wo diese hinführen. Ich glaube, dass wir alle nur auf diese Weise glücklich sein können!

Zwinge dich nicht zu einem falschen Glücksgefühl – 17 Okt 13

Unsere liebe Freundin Sylvia hat zu einem der Blogeinträge der letzten Tage einen Kommentar geschrieben und eine weitere Idee erwähnt, die unter den Menschen, die einander spirituell nennen, weit verbreitet ist. Es ist auch, wie zuvor, eine Vorstellung, die einem Kopfweh bereiten kann, wenn man sich bemüht, ihr zu folgen, der man jedoch auch nicht uneingeschränkt oder zumindest ohne ein paar weitere Gedanken folgen sollte: Du bist derjenige, der dich selbst glücklich machen kann.

Sylvia erklärte, dass sie sehr wohl den Sinn und auch in manchen Situationen die Berechtigung dieses Ausspruchs erkannte, sie aber nicht dachte, dass es für jede Situation die Lösung sei, alles zu ertragen zu versuchen im Glauben, es sei ‚an dir, für das eigene Glück zu sorgen‘. Ich stimme dem zu und würde das gerne noch etwas weiter erläutern.

Der Gedanke hinter diesem Rat ist nicht falsch. Du BIST derjenige, der oft die bewusste Entscheidung macht, in welcher Stimmung du denn nun sein möchtest. Du bist derjenige, der entscheidet, wie du die Dinge sehen möchtest. Du kannst entscheiden, ob du dich einer Person mit Vorurteilen nähern willst oder ohne. Du entscheidest, ob du dich über einen Kommentar deiner Schwiegermutter aufregst oder nicht.

Trotzdem muss ich jedoch dem zustimmen, dass diese Regel auch ihre Grenzen hat. Es bedeutet nicht, dass du nur deine Denkweise ändern musst, um glücklich zu sein, egal wie schlimm die Situation ist, in der du dich befindest! Im Gegenteil, wenn man es so sieht, kann diese Einstellung sogar schädlich sein!

Das würde bedeuten, dass du dich zum Beispiel in einer ungesunden Beziehung befindest und dein Partner dich ständig misshandelt und du das Gefühl hast, dass er sich um deine Gefühle absolut nicht kümmert – und du jedoch anstatt etwas zu ändern glaubst, du würdest etwas falsch machen. Du fühlst dich schuldig, weil du unglücklich bist. Du denkst, du müsstest noch weiter auf dem spirituellen Weg gehen, du seist nicht erleuchtet genug, um zu verstehen, dass das nur Tests sind, die dich weiterbringen. Du glaubst, wenn du nur das Glück in dieser Situation findest, bist du bereits einen Schritt weiter.

Nein, nein, nein. Darum geht es bei diesem kleinen Satz absolut nicht! Ich nenne ihn immer noch nicht falsch, aber du hast offensichtlich nicht genau verstanden, was du da machen solltest, um dich selbst glücklich zu machen! Du musst dich selbst aus diese Situation befreien! Akzeptieren, dass es dich unglücklich macht, wenn dich jemand beleidigt, der dir etwas bedeutet. Das ist auch völlig richtig so! Akzeptiere, dass du wütend wirst, wenn du wochenlang an etwas gearbeitet hast und dann dein Kollege die Anerkennung dafür bekommt! Akzeptiere, dass du bestimmte Bedürfnisse hast und traurig wirst, wenn sie nicht erfüllt werden.

All diese Emotionen sind völlig in Ordnung. Sie existieren und sind nicht unbedingt ‚negativ‘. Sie mögen anzeigen, dass du eine Veränderung brauchst, aber diese Veränderung mag bedeuten, dass du dich von manchen Menschen entfernen musst, jemandem einmal ordentlich die Meinung sagen musst, etwas Zeit für dich selbst brauchst oder vieles anderes. Zwinge dich nicht zu einem falschen Glücksgefühl, wenn du nicht von innen heraus glücklich bist. Finde den Ort, an dem du glücklich bist – und akzeptiere auch all die anderen Gefühle!

Wenn alles schiefläuft – und wir nicht wissen warum – 7 Mar 12

Wenn in deinem Leben unangenehme Dinge geschehen, Dinge, die du so nie wolltest und von denen du dachtest, dass sie ganz anders verlaufen würden, versuchst du zu analysieren, was falsch gelaufen ist. War es eine falsche Entscheidung, ein falscher Schitt? Hast du deine innere Stimme, deine Intuition ignoriert? Oder hast du den Rat von anderen ignoriert? Oder war von deiner Seite vielleicht alles in Ordnung und trotzdem kam es zu diesem Ergebnis – und jetzt hast du das Gefühl, dass es nicht in deinen Händen liegt. Dann hast du natürlich das Gefühl, dass es wohl so hat sein sollen.

Was auch immer der Grund ist, wenn du sicher bist, dass du ehrlich warst und eine gute Absicht hattest, bedaure das Ergebnis nicht und auch nicht die Entscheidungen, die du gemacht hast. Das Gute ist, dass man mit jeder Erfahrung lernt. Man hat Zeit die Situation zu analysieren und sich und seine Handlungen dann zu verbessern. Wenn du das Gefühl hast, dass eine Entscheidung falsch war, mach dir nichts draus, du hast das Ergebnis gesehen und triffst die gleicht Entscheidung in der Zukunft nicht mehr.

Manchmal spüren wir in uns, dass die Dinge in eine Richtung gehen, die uns nicht gefällt. Wir haben eine Art Bauchgefühl, dass etwas nicht stimmt, unsere Intuition sagt uns, dass wir jetzt die Bremse ziehen müssen. Leider hören wir nicht oft genug auf diese Stimme. Oder man verwechselt diese Stimme mit seinen üblichen Zweifeln und glaubt, dass es nur sein negatives Denken ist, das einem sagt, es kann so nicht klappen. Also macht man weiter und so hat man nun dieses Ergebnis – manchmal wäre es gut, wenn man auf seinen Bauch hören würde.

Es gibt jedoch Situationen, in denen wir das Gefühl haben, dass keine unserer Entscheidungen falsch war. Vielleicht hatten wir das Gefühl, dass es nicht in die richtige Richtung geht, aber wir hatten keine Chance anders zu handeln. Wir haben das Gefühl, dass das, was wir getan haben, richtig war, obwohl das Ergebnis nicht so aussieht, wie wir es gerne hätten. Manchmal müssen wir im Leben auch solche Situationen akzeptieren. Es gibt viele verschiedene Faktoren, die zu einer Situation beitragen und besonders zu den Handlungen verschiedener Leute. Man hat selbst gesagt, was man sagen wollte, aber vielleicht hat der andere noch von anderer Seite etwas anderes gehört. Vielleicht ist etwas geschehen, das seine Meinung völlig verändert hat. Vielleicht war derjenige einfach nicht die richtige Person für das Ergebnis, das man erreichen wollte. Auch in solchen Fällen müssen wir es einfach akzeptieren.

Manchmal liegt das Ergebnis einfach nicht in unseren Händen, also macht es keinen Sinn zu bereuen, was wir getan haben. Bleib im Kopf einfach nicht an diesem Punkt hängen und denke nicht die ganze Zeit darüber nach, was vielleicht passiert wäre, wenn du eine andere Entscheidung getroffen hättest. Das wirst du nie erfahren. Niemand kann das jemals erfahren. Wenn du etwas anderes gesagt hättest, wenn du anders gehandelt oder reagiert hättest, wenn du mehr Emotionen oder weniger Emotionen gezeigt hättest, es macht einfach keinen Unterschied. Du hast das getan, was du für richtig gehalten hast, du hast es mit den besten Absichten und voll Ehrlichkeit getan. Lerne etwas für die Zukunft, aber bleibe nicht in der Vergangenheit hängen.

In Wahrheit hat ein schlechtes Ergebnis auch immer einige gute Aspekte. Versuche, diese zu sehen, lache über die Episode, wenn sie vorüber ist und mache mit deinem Leben weiter. Das Leben ist großartig, es gibt uns so viele Erfahrungen!

Kinder und Teenager brauchen ein Gleichgewicht aus Kontrolle und Freiheit – 14 Jul 11

Gestern habe ich über Eltern geschrieben, die ihre Kinder zu sehr behüten und ihren Kindern für jede Einzehleit ihres Lebens Ratschläge und Richtlinien geben. Das hält sie davon ab, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen und Verantwortung zu übernehmen. Was geschieht aber, wenn Eltern das genaue Gegenteil tun? Wenn sie überhaupt keine Richtlinien geben?

Das Ergebnis ist offensichtlich: sie werden wild und bereits in der frühen Teenager-Zeit unkontrollierbar. Wenn du nicht da bist, um sie in den Bereichen zu kontrollieren, in denen es notwendig ist, werden sie auf jeden Fall alles versuchen, was sie können. Und wenn du sie bei wichtigen Fragen nicht mit Richtlinien unterstützt, lernen sie nicht, dich zu respektieren. Wenn du sie sich selbst überlässt, müssen sie alles selbst tun. Natürlich lernen sie so schnell, aber vielleicht nicht das, was du gerne hättest. Es gibt mehrere Bereicht des Lebens, in denen Kinder Einschränkungen, Grenzen, Kontrolle und auch Hilfe bei Entscheidungen benötigen. Man kann sie nicht völlig sich selbst überlassen, nicht einmal wenn sie schon Teenager sind und alt genug erscheinen. Sie sind dir vielleicht in Körpergröße schon überlegen, aber sie haben noch nicht genug Erfahrungen gemacht.

Bis zu einem bestimmten Alter brauchen Kinder jemanden, der ein Auge darauf hat, wie sie ihre Freizeit verbringen. Ihr Geist ist noch nicht völlig entwickelt und sie haben noch nicht genug Erfahrung damit zu entscheiden, was richtig und was falsch ist. Sie könnten etwas machen, was gefährlich ist, von dem sie aber denken, dass es interessant und ein tolles Abenteuer ist. Besonders zu modernen Zeiten des Internets und der Technik haben sie selbst zu Hause viele Möglichkeiten. Es gibt Videospiele, von denen viele sehr gewalttätig sind und nicht für sie geschaffen und dann gibt es viele Möglichkeiten, online Glücksspiele zu spielen. Achte darauf, was sie in ihrer Freizeit und am Computer tun.

Zu Hause kannst du Regeln aufstellen, was gemacht wird und was nicht und das ist auch sehr wichtig, aber was ist mit der Zeit, wenn sie mit Freunden unterwegs sind? Wenn sie nicht in deine unmittelbaren Reichweite sind? Zu der Zeit hast du keine Kontrolle, was geschieht also, wenn dein 11-Jahre alter Junge ältere und viel coolere Jungs beim Rauchen und Trinken sieht und beschließt, dass er auch rauchen will?

Dann musst du als Elternteil auch eine sehr deutliche Entscheidung treffen und ihm klar die Regel geben, Zigaretten oder Alkohol nicht anzurühren. Diese Erziehung beginnt bereits, bevor er mehr Zeit mit Freunden außer Haus verbringt. Gib deinem Kind klar die Anweisung, dass Tabak und Alkohol tabu sind. Ansonsten wird dein Kind zu einem von ihnen. Es ist heutzutage fast schon normal, Kinder diesen Alters auf der Straße rauchen zu sehen, Jungen genauso wie Mädchen. Ihr, die Eltern, müsst eure Kinder kontrollieren. Es ist eure Verantwortung und mit solchen Grenzen formt ihr ihre Zukunft. Denkt nicht, dass ihr hilflos seid. Das seid ihr nicht. Sie leben bei euch zu Hause und ihr seid die Eltern. Stellt von Beginn an klar, dass ihr diejenigen seid, die die Regeln aufstellen und ihr wollt, dass die Kinder sich an diese Regeln halten. Es mag vielleicht manchmal schwierig sein, streng zu bleiben, aber es ist notwendig.

Als Eltern müsst ihr im Gleichgewicht sein und eurem Nachwuchs ein Gleichgewicht geben. Kinder brauchen Freiheit, aber gleichzeitig gibt es einige Regeln, die die Kleinen befolgen müssen. Ihr müsst für Kinder und euch selbst Grenzen setzen. Für das Kind bedeutet das eine klare Reihe von Regeln für Dinge, die es tun kann oder auch nicht und Freiheit in anderen Bereichen, in denen es sich entfalten kann und seine eigenen Erfahrungen machen kann. Und für dich bedeutet das, dass du dir selbst eine Richtlinie gibst, wie sehr du dich ins Leben deines Kindes einmischt. Halte dich selbst an, wenn du zu viel macht und auch, wenn du sie zu frei und ohne Grenzen lässt. Behalte ein Gleichgewicht für dich und dein Kind bei.