Ich bin intolerant, wenn es ums Fleisch geht – und habe keine Schuldgefühle – 10 Dez 14

Ich habe gestern schon geplant, euch ein bisschen mehr über meine eigene Erfahrungen mit besonderen Anforderungen ans Essen in verschiedenen Restaurants zu erzählen – und hier ist es!

Ich bin schon mein ganzes Leben lang Vegetarier. In meiner Heimatstadt Vrindavan findet man keine Restaurants, die Fleisch verkaufen. Es ist eine vegetarische Stadt. Ich bin in meiner Kindheit viel gereist, aber in Indien, und besonders in den Kreisen, in denen ich mich bewegte, ist das Vegetarier-Sein nichts Ungewöhnliches. Im Gegenteil, die Menschen, die um mich herum waren, sahen den Fleischverzehr als abscheulich an.

Dann begann ich, außerhalb Indiens zu reisen. Ich wusste schon vorher, dass ich viel selbst kochen würde – woran ich auch schon von Reisen gewohnt war, die ich alleine angetreten hatte. Ich erfuhr, dass es dort keine vegetarischen Restaurants gab. Wenn ich also auswärts essen ging, waren es indische Restaurants, in denen ich klar erklären konnte, dass ich weder Fleisch noch Zwiebeln oder Knoblauch aß und wo sie das auch verstanden.

Und schließlich begannen meine westlichen Freunde, mich mit in andere Restaurants mitzunehmen und ich lernte, mit allen um mich herum ganz deutlich zu sein, was ich essen würde und was nicht und auch unter welchen Umständen.

Die meisten Vegetarier im Westen sind es gewöhnt, die Minderheit zu sein und die einzigen, die vegetarisch essen, während alle anderen um sie herum Fleisch essen. Ich war und bin das auch jetzt noch nicht gewöhnt – und muss den Leuten, mit denen ich zum Abendessen ausgehe sagen, dass ich nicht mit ihnen essen kann, wenn Fleisch auf dem Tisch ist. Ich habe dann keinen Appetit. Im Gegenteil, ich habe sogar das Gefühl, es könnte mir schlecht werden. Für mich hängt da einfach noch viel mehr an dem Stück toten Tiers, das da auf deinem Teller liegt!

Wer das nun intolerant nennen möchte, der kann das gerne tun und das akzeptiere ich auch. Ich bin, in dieser Hinsicht, völlig intolerant – und habe deswegen auch keine Schuldgefühle. Wenn du glaubst, dass du nicht an einem Tag, wenn wir zusammen essen, vegetarisch essen kannst, muss ich dir sagen, dass ich nicht mit dir am gleichen Tisch essen werde. Und nächstes Mal werde ich es vermeiden, mit dir zusammen essen zu gehen. Nur so bekomme ich Essen in meinen Magen.

Das bedeutet nun nicht, dass ich möchte, dass alle um mich herum jederzeit das gleiche essen wie ich. Ich will nicht, dass du vorgibst, jemand zu sein, der du nicht bist. Natürlich fände ich es gut, wenn andere Vegetarier werden – eine allgemeine Einstellung, weil ich glaube, dass es für jeden gut wäre – aber nur, weil ich dem Kellner sage, dass ich keine Zwiebeln und keinen Knoblauch in meiner Soße möchte, musst du nicht das Gleiche tun. Es macht mir auch nichts aus, wenn meine westlichen Freunde am Abend ein Glas Wein trinken, wenn wir zusammensitzen – selbst, wenn ich nie auch nur einen Tropfen Alkohol trinke. Und so habe ich Tausende herrliche Abendessen verbracht.

Ich möchte hiermit zeigen, dass du dich nicht schlecht fühlen solltest, auch wenn du andere Gewohnheiten hast als andere, auch wenn du einige Dinge akzeptieren kannst und andere eben nicht. Kenne deine Grenzen und mache sie auf freundliche und höfliche Weise deutlich. Wenn alle Bescheid wissen, braucht sich auch keiner schlecht fühlen.

Sollte nun einer beschließen, einen dummen Kommentar abzugeben, dann soll es eben so sein – du musst ihm nicht in das Vergnügen deiner Anwesenheit beim Mittag- oder Abendessen lassen!

Dumme religiöse Wohltätigkeitsorganisationen lehnen Hilfe von schwulen Unterstützern ab – 26 Nov 14

Als wir 2010 in New York waren, habe ich einige Freundschaften geschlossen. Einer dieser Freunde ist ein Mann, den einige meiner amerikanischen Freunde vielleicht kennen, da er viel Arbeit für Radio und Fernsehen macht, viele wohltätige Projekte unterstützt und allgemein eine recht öffentliche Person ist. Sein Name ist Max Tucci. Gestern habe ich erfahren, dass eine der wohltätigen Organisationen, die er unterstützte, etwas unglaublich Dummes und Beleidigendes getan hat: sie haben seine Unterstützung abgelehnt. Warum? Weil Max schwul ist.

2010 trafen wir uns mit Max im Central Park und er kam mit seiner unglaublichen fitten Großmutter. Sie hat ihr Leben lang Yoga gemacht und war deshalb auch in ihrem Alter noch sehr flexibel. Wir haben eine schöne Zeit miteinander verbracht und hatten einige gute Gespräche, da und auch später, als Max mich für seine Radioshow interviewte. Ich hatte bereits damals das Gefühl, dass ich einen Mann vor mir hatte, der mit seinem offenen Herzen den Wunsch hatte, andere auf jede ihm mögliche Weise zu unterstützen. Erst auf Facebook las ich von den vielen Projekten, die er genau aus diesem Grund unterstützte.

Vor einigen Tagen sahen Ramona und ich uns online einige Bilder von einer wohltätigen Veranstaltung an, die Max mit seinen Freunden organisiert oder veranstaltet hatte. Sie alle waren in Frauenkostümen – ich lernte das englische Wort hierfür: ‚drag‘, das bedeutet, dass diese Männer glitzernde Frauenkostüme anhatten, dazu buntes Make-up und Perücken trugen sowie hohe Absätze. Sie standen auf einer Bühne, tanzten, sangen wahrscheinlich auch und hatten ganz offensichtlich jede Menge Spaß dabei, auf diese Weise Spenden für eine wohltätige Organisation mit Namen Neighbours 4 Neighbours zu sammeln, die armen Familien in Amerika hilft.

Für diesen guten Zweck haben sie viel Geld gesammelt und während wir hier, auf der anderen Seite des Erdballs und in einem Land, in dem eine solche Veranstaltung fast unvorstellbar ist, staunten und uns darüber freuten, taten das einige Leute, die viel näher waren, offensichtlich nicht. Max wurde von einer anderen Organisation, der er viel Zeit und Mühe geschenkt hatte, kontaktiert: sie missbilligten das. Ich muss vielleicht hinzufügen, dass sie sich selbst als ‚konservative Christen‘ bezeichnen. Sogar die Antwort meines Freundes, dass Jesus doch alle liebte und seinen Anhängern auch sagte, genau das zu tun, wurde ignoriert. Natürlich verletzte es meinen Freund, dass die Zeit und Liebe, die er investiert hatte und die Bemühungen, die er für diese Leuten unternommen hatte, nicht wertgeschätzt wurden und schlimmer, dass sie meinten, er wäre unmoralisch, einfach nur, weil er eben der war, der er ist.

Ich schreibe all das hier in meinem Blog als Unterstützung für Max, als weiteren Beweis, dass es immer Leute geben wird, die einen kritisieren, egal, wie viel Gutes man macht und schließlich, um noch einmal zu erwähnen, dass wir alle gleich sind.

Ich bin nicht wirklich überrascht, so etwas von einer religiösen Organisation zu hören. Je religiöser die Leute sind, desto engstirniger werden sie, egal, welcher Religion sie angehören. Sie predigen Liebe, diskriminieren aber gleichzeitig liebevolle Leute, nur aufgrund derjenigen, die diese Menschen lieben! Ich schreibe jetzt bewusst nicht ‚sich entscheiden zu lieben‘, weil es keine Entscheidung ist. Liebe kommt von innen und ist rein, ohne Geschlechterunterschied!

Ich möchte also meinem Freund Max und allen anderen auf dieser Erde, die Gutes für andere tun und dabei aufgrund von Geschlecht, sexuellen Vorlieben, persönlichen Angewohnheiten oder Rasse beleidigt werden, sagen: lasst euch das nicht nahe gehen! Zieht eure Stärke aus dem Wissen, dass ihr Bedürftigen geholfen habt. Schenkt weiter Liebe und bleibt authentisch die, die ihr seid!

Und solltet ihr jemals eine Pause brauchen, ein Plätzchen, an dem ihr einfach nur ihr sein könnt und Zeit mit den Kindern verbringen wollt, denen wir jeden Tag helfen, steht euch unser Ashram jederzeit offen.

Die Frage der Freiheit und der Toleranz, wenn es um Sex geht – 1 Mär 13

Natürlich habe ich auch auf meine Tagebucheinträge der letzten Tage Kommentare bekommen und natürlich waren ein paar Leute nicht meiner Meinung. Das ist nichts Neues und absolut nichts Ungewöhnliches. Wir haben alle unterschiedliche Meinungen und ich habe meine eigene eben auch ausgedrückt. Es steht dir frei, dagegen zu sprechen und es steht mir frei, zu akzeptieren, dass du dagegen bist, aber trotzdem meine Meinung weiter beizubehalten. Hierüber möchte ich heute schreiben: die Freiheit der Menschen, nicht nur zu sagen, was sie wollen, sondern auch zu tun, was sie wollen – solange es niemandem schadet.

Ja, wir haben alle die Freiheit zu tun, was wir wollen. Ich möchte hinzufügen ‚solange es legal ist und niemandem schadet‘. Manche Menschen scheren sich nicht einmal um diese Punkte, während andere noch hinzufügen ‚solage es von der Gesellschaft als normal befunden wird‘, ‚solange es mit meine Religion übereinstimmt‘ oder ähnliche Einschränkungen. Die Wahrheit ist jedoch, dass das Gesetz unseres Landes uns zwar Grenzen setzt, wir jeodch andere nicht mit unseren eigenen Moralvorstellungen einschränken können.

Wenn du glaubst, dass One-Night-Stands falsch sind, musst du ja keine haben. Wenn du meinst, dass eine ‚offene Beziehung‘, in der jeder Partner auch mit anderen Sex haben kann, unmoralisch ist, musst du ja nicht in einer solchen Beziehung leben.Es gibt Menschen, die glauben, dass Homosexualität moralisch falsch ist und es gibt Menschen, die meinen, Frauen sollten nicht arbeiten gehen. Wenn du einer von ihnen bist, steht es dir frei, das zu glauben und du musst ja nicht selbst schwul oder lesbisch werden, musst auch nicht arbeiten oder eine Frau heiraten, die den Wunsch hat zu heiraten.

Du kannst jedoch die Freiheit anderer Menschen nicht einschränken, indem du ihnen von deinen Moralvorstellungen erzählst und ihnen sagst, was du für richtig und für falsch hälst. Wenn sie dich so leben lassen, wie du willst, musst du sie so leben lassen, wie sie es für richtig halten! Du hast keinerlei Befugnis, dich da einzumischen und wenn du das akzeptierst, können wir alle etwas mehr in Frieden miteinander leben!

Meiner Meinung nach, sollte es für niemanden ein Problem sein, wenn sich zwei Menschen treffen, sich gut verstehen und beschließen, miteinander zu schlafen, solange sie keine Partner haben, die sie damit betrügen. Wenn sie eine Woche später oder selbst am nächsten Tag beschließen, dass sie mit einer ganz anderen Person Sex haben wollen, so ist das ihre Privatsache – solange sie ein Kondom verwenden und keine Krankheiten verbreiten!

Wenn du dem nicht zustimmst, ist das in Ordnung. Behalte es für dich, tue selbst nichts, was du nicht mit deinem Gewissen vereinbaren kannst, aber verstehe auch, dass andere Menschen bei all dem ein ganz reines Gewissen haben – und dass dir dadurch ja auch kein Schaden zugefügt wird! Warum also stellst du dich dem aktiv entgegen?

Natürlich hat jeder ein Recht zu sagen, was er will. Darum hast du das Recht zu sagen, dass du nie mit mehr als zwei Menschen im Jahr schlafen willst oder was auch immer deine Höchstzahl sein mag. Du musst jedoch darauf achten, dass deine Handlungen und auch deine Worte diejenigen nicht verletzen, die anders leben. Sage deine Meinung, während du im Kopf behälst, dass andere ein Recht haben, dem nicht zuzustimmen. Werde jedoch nicht beleidigend!

Das wird Toleranz genannt und wenn du in einer Demokratie lebst, wenn du an deine Freiheit glaubst, tun zu können was du willst und die Freiheit, deine eigenen Moralvorstellungen zu haben, wenn du an die Redefreiheit glaubst, so brauchst du Toleranz und musst Menschen akzeptieren, die nun einmal anders denken als du!

Religionsfreiheit – Versuche nicht, andere von deinem Glauben zu überzeugen – 30 Sep 11

In den letzten Tagen habe ich über Missionare geschrieben, deren Hauptziel es ist, Menschen anderen Glaubens von ihrem eigenen Glauben zu überzeugen. Ich habe auch erwähnt, dass das in meinen Augen keinen Sinn macht. Ich würde nie versuchen, andere von meinem Weg zu überzeugen, egal welcher Weg das sein mag. Lasst mich das noch etwas genauer erklären.

Verschiedene Religionen sind meiner Meinung nach durch unterschiedliche Gedanken entstanden. Die Mesnchen, die die Schriften geschrieben haben und diejenigen, die eine Religion begonnen haben, hatten eine bestimmte Meinung und ein bestimmtes Ziel. Die Regeln, die sie für die Gläubigen dieser Religion aufgrund dieses Ziels aufgestellt haben, gründen sich auf dieses Ziel. Und natürlich sind sie auch in ihrer Kultur und Gesellschaft verankert. In einem Land wie Indien glauben die Menschen leicht an Dinge, an die Menschen in anderen Ländern nicht glauben, ganz einfach wegen ihrem kulturellen Hintergrund! Darum sehe ich es als sehr schwierig an, zu versuchen, jemanden aus einer anderen Kultur von deinem Glauben zu überzeugen. Und wieder kommt da die Frage auf: warum würdest du es überhaupt versuchen?

Es kann auch in einer Gegend unterschiedliche Ansichten zur Religion geben. Du kannst eine ganz andere Meinung haben als dein Nachbar. Du kannst sogar eine ganz andere Meinung haben als deine anderen Familienmitglieder. Warum würdest du versuchen, den anderen zu verändern? Ich sitze auf dieser Seite des Tisches und habe eine Meinung. Du sitzt auf der anderen Seite des Tisches und hast eine andere Meinung. Warum würde ich darüber wütend werden? Warum sollte ich ein Problem damit haben, dass du neben mir sitzt, nur weil du eine andere Meinung hast?

Vielleicht landen meine Worte und das, was ich in meinem Tagebuch schreibe eines Tages in einer Schrift, weil jemand beschließt, sie dort hineinzuschreiben und eine Religion daraus zu machen. Ich bin der Meinung, dass niemand das, was ich sage Wort für Wort nehmen und als Gesetz ansehen sollte. Ich drücke nur meine Meinung aus. Wenn du eine andere hast, ist das für mich völlig in Ordnung! Ich werde immer ehrlich sagen, was ich glaube und ich ändere diese Meinung auch nicht je nachdem, mit wem ich spreche. Ich bin nur ich und ich kann dir sagen an was ich glaube. Ich erwarte nicht, dass du dich änderst oder so denkst wie ich! Ich weiß, dass meine Eltern wenn es um Religion geht oft eine ganz andere Meinung haben als ich, aber ich erwarte nicht, dass sie sich ändern und so denken wie ich! Sei tolerant und lass andere an das glauben, was sie möchten.

Ich glaube, wenn du siehst, wie ein Freund in eine Sekte oder Gruppe hineingezogen wird, die schlechte Dinge praktiziert, solltest du ihm sagen, was du davon hälst. Es ist deine Liebe, die dich dazu bringt, ihm verständlich machen zu wollen, dass das, an was er glauben will, für ihn auch schlecht sein könnte. Doch am Ende ist das seine eigene Entscheidung und du musst ihn glauben lassen, was er glauben möchte.

Religion ist Vorstellung, Interpretation und auch die alten Vorstellungen von Menschen, die vor langer Zeit lebten. Einige dieser Vorstellungen sind auch heute noch gültig, während andere völlig lächerlich scheinen. Die Probleme beginnen, wenn jemand meint, sein Weg wäre der einzig richtige. Dann versucht er, andere von dem gleichen Weg zu überzeugen. Alle Religionen und alle Sekten behaupten das und ich denke das ist der Grund dafür, dass Menschen sich von der Religion abwenden. Sie fühlen, dass sie nicht die Freiheit haben, selbst zu spüren und zu entscheiden, was richtig ist und was falsch ist. Ihnen wird gesagt, welchen Weg sie einschlagen sollen, aber sie wollen Freiheit! Religionen wollen kontrollieren und Religionen wollen konvertieren. Lasst die Menschen an das glauben, an was sie glauben möchten. Ich würde mich immer für Freiheit und Liebe entscheiden.

Strenge Anhänger – keine Toleranz für andere Gurus – 9 Jun 11

Strenge Anhänger eines Gurus

Sie sind diejenigen, an die man üblicherweise denkt, wenn man das Wort ‚Anhänger‘ hört. Man möchte doch glauben, ein Anhänger habe einen Guru, der sein Ein und Alles ist. Diese strengen Anhänger glauben, dass ihr Guru allmächtig ist und dass er für jedes ihrer Probleme eine Lösung hat. Sie kaufen also jedes seiner Bücher, alles, was er anbietet und geben sich ihm völlig hin, ohne dabei auf irgendjemand anderen zu hören.

Sie würden sich nie nach einem anderen Guru umsehen, sie lieben ihren Guru und bleiben bei ihm. Sie wollen nichts gegen ihn hören und nichts über die Vorteile und Tugenden anderer Gurus. Sie sind wie Pferde mit Scheuklappen, die sie davon abhalten, nach links oder rechts zu sehen. Sie haben kein Interesse an irgendetwas anderem als an dem, was dieser Guru sagt. Sie haben absolut keine Toleranz für Menschen, die an etwas anderes glauben oder einen anderen Guru haben.

Warum folgen sie so streng nur diesem einen Guru? Das kommt oft von Seiten des Guru. Die meisten Gurus sagen sowieso, dass sie Gottes Inkarnation sind und die einig wahren Gurus. Und Gurus sagen oft, dass man nur einen leiblichen Vater und dass man deswegen auch nur einen spirituellen Vater, einen Guru haben sollte. Der Guru sagt, dass das eine Wahl ist, die man nur einmal im Leben macht und die dann für immer ist. Diese Anhänger werden streng, weil ihr Guru Angst hat, seine Anhänger wieder zu verlieren und ihnen sagt, sie müssten bei ihm bleiben, ansonsten wäre ihr Leben dem Untergang gewidmet.

Ihre Einstellung kommt also teilweise von Angst und teilweise von Arroganz und Ego. Sie glauben ihr Guru ist der Beste und in der Lage, alles zu tun, also müssen sie sich an niemand anderen wenden. Wenn sie dir erklären, warum sie nur einen Guru haben, antworten sie dir, dass man immer nur einen Guru haben sollte und dass sie ihren gefunden haben. Tief drinnen haben sie aber Angst, dass ihnen wirklich etwas Schlimmes passieren könnte, sollten sie ihren Guru verlassen oder sich anderen Philosophien gegenüber öffnen.

Sie wollen oft gar nicht mehr mit Menschen in Kontakt stehen, die nicht an ihren Guru glauben. Sie wollen sich mit anderen Anhängern des gleichen Gurus umgeben und wollen mit ihnen nur über ihren Gruu sprechen. Wenn einer der anderen etwas über einen anderen Lehrer oder eine andere Lehre sagt, brechen sie die Unterhaltung einfach ab. Solche Menschen zu treffen ist immer, als wären sie Mitglieder einer Sekte. Sie sind engstirnig und irgendwie ist es traurig, sie so zu sehen.

Sind Religionen so Kompliziert? – 17 Okt 10

Gestern habe ich gesagt, dass Menschen oft die Dinge ablehnen, die sie nicht kennen. Das ist in der Geschichte der Wissenschaft so oft passiert und geschieht natürlich noch immer. Das gleiche Problem sieht man mit verschiedenen Religionen, wenn die Menschen nicht genug über die anderes Religionen wissen und füreinander keine Toleranz haben.

Ein religiöser Priester sagt, wir sollen den Koran verbrennen, eine weitere religiöse Person ruft dazu auf, die Bibel zu verbrennen. Eine religiöse Person auf der einen Seite der Welt mein, Yoga ist Werk des Teufels und auf der anderen Seite der Welt sagen sie, es ist gegen den Islam. Hindus und Moslems wollen Tempel und Moscheen am gleichen Ort bauen und können sich nicht einigen, wer das Recht haben sollte zu bauen.

In der Geschichte haben wir gesehen, dass im Namen von Religionen so viele Kriege stattgefunden haben! Der ganze zweite Weltkrieg hat mit der Vorstellung begonnen, dass Juden und Christen sich auf irgendeine Weise voneinander unterscheiden. Im Moment sehen wir, dass die ganze Welt unter Terrorism im Namen von Jihad leidet.

Was machen all diese verschiedenen Religionen? Sie wollen einfach nur beweisen, dass ihre Religion die beste ist, dass ihr Gott der Beste ist und ihre Schriften die Besten sind. Wenn ich all das höre, habe ich nur eine Idee im Kopf: warum lassen wir nicht das Konzept der Religion sein? Oder, wenn euc diese Idee nicht gefällt, können wir auch eine neue Religion beginnen und sie einfach ‚Mensch‘ nennen. Das wird eine Religion allein für Menschen, nicht für Christen, Hindus, Moslems, Juden, Buddhisten oder Leuten mit anderer Identifikation. Ich habe nicht wirklcih den Drang, eine neue Religion zu beginnen, doch Menschen neigen immer dazu, dass sie eine Gruppe brauchen, zu der sie gehören. Dafür sage ich, nenne einfach deine Religion Mensch! Ich will wirklich einfach nur Mensch sein, wir alle zusammen, ohne irgendeine Religion.

Meiner Meinung nach ist die Grundlage jeder Religion Liebe. Es scheint jedoch, dass sie dieses gemeinsame Prinzip vergessen haben und begonnen haben, darum zu kämpfen, wer richtig oder falsch liegt. So oft, wenn Menschen versuchten, Brücken zwischen Religionen zu bauen, wurden diese durch den Kampf zerstört. Ich möchte jeden, der auf irgendeine Weise an diesem Kampf beteiligt ist, bitten zu erkennen, dass Gott und die Liebe in uns und für uns alle da ist. Lass die Grenzen und den Kampf der Religionen zurück, lebe einfach nur in Liebe.

Govind und Manish waren heute hier zu Besuch. Es war schön sie zu sehen, es ist schon eine lange Zeit her, dass wir drei uns getroffen haben. Wir sind zusammen zur Schule gegangen und manchmal treffen sich zwei von uns, heute waren es drei und es war richtig schön.

Glaube ist etwas Persönliches! Religiöse Anführer: Verbreitet keine Verwirrung! – 12 Okt 10

Ich erzählte, dass ein christlicher Pfarrer, Albert Mohler, in seinem Blog sagte, Yoga sei mit dem Christentum nicht vereinbar. Er sagte “Christen werden nicht dazu angehalten, den Geist zu leeren oder den menschlichen Körper als Mittel dafür anzusehen, mit Gott in Verbindung zu treten oder Gott zu erkennen. Gläubige werden dazu angehalten, über das Wort Gottes zu meditieren.“

Ich habe wirklich eine sehr starke Meinung zu dieser Art von Ratschlag. Ich bin der Meinung, dass Glaube und Religion eine persönliche Angelegenheit sind. Ich bin dagegen, wenn religiöse Anführer jedweder Religion, ob nun Hinduismus, Islam, Christentum oder einer anderen Religion, den Menschen sagen, was sie zu glauben haben. Das kann ein Hindu Priester oder Guru sein oder auch ein Mann wie dieser Mohler. Wir sollten alle davon lernen, dass jeder seinen eigenen Weg hat.

Menschen in höheren Positionen in religiösen Institutionen versuchen immer, Gläubige auf einen bestimmten Weg zu dirigieren. Sie wollen ihnen nicht nur einen der vielen möglichen Wege aufzeigen, sondern bestehen darauf, dass der Weg, den sie gehen, der einzig wahre ist. Wenn du ihnen daraufhin sagst, dass du den gleichen Weg gehen wirst wie sie, glauben sie, dass sie die Autorität besitzen, dir zu sagen, was du auf deinem Weg richtig oder falsch machst.

Mohler sagt, dass Christentum und Yoga nicht vereinbar sind. Das mag ja für ihn so richtig sein. Er meint ‘über das Wort Gottes zu meditieren‘ ist etwas ganz anderes, als mit Gott in Verbindung zu treten, doch für andere, wie auch für mich, bedeutet Meditation immer, sich mit Gott zu verbinden. Selbst wenn man über etwas meditiert, dass man selbst als Gottes Worte ansieht, verbindet man sich mit ihm, oder? Für mich bedeutet das in Liebe sein, sich mit der Liebe in sich selbst zu verbinden.

Jedem sollte frei stehen zu glauben, was sie wollen. Niemand hat Recht darauf, dem anderen zu sagen, er würde einen falschen Glauben haben. Anführer aller Religionen und Glaubensgemeinschaften haben das in der Geschichte immer wieder getan, doch die Zeit zeigte einfach, dass jeder einen anderen Weg hat und das ist seine persönliche Weise an Gott zu denken oder an ihn zu glauben. Jeder, alle Priester, Gurus, Lehrer, Prediger und religiöse Anführere, die glauben, dass einzig sie im Recht sind, müssen diese Lehre der Toleranz lernen. Man sollte Liebe und nicht Verwirrung verbreiten.

Eine Geschäfts-Idee: Seelenanteile Wiedervereinen – 30 Jul 10

Jedem steht es frei zu glauben, was er möchte. Das ist das Schöne in dieser Welt – wir sind alle unterschiedlich. Der Eine glaubt vielleicht an Seelen, während der andere das nicht tut und manche Leute glauben sogar daran, dass Wesen mit ihnen sprechen.

Was ich jedoch nicht mag ist, wenn jemand das zu seinem Geschäft macht und Angst verbreitet, um sein Geschäft zu verbessern. Dann geht es nicht mehr um den Glauben und dann gibt es auch keine Toleranz für den Glauben anderer mehr.

Manche Menschen glauben an Gespenster, was bedeutet, dass die Seele nach dem Tod eines Menschen nicht die Erde verlässt, sondern hierbleibt. Wenn jemand anderen sagt, dass es Gespenster gibt, die dich bespuken und dir Probleme machen, glaube ich, dass er dir nur Angst einjagen will. Wenn er dazu noch sein Heilmittel dagegen verkauft, bin ich mir sicher, dass er Geschäft im Sinn hat und nicht wirklich das Wohlergehen anderer.

Ein weiterer Glaube ist, dass deine Seele sich in Teile trennen kann und dass das geschieht, wenn man eine traumatische Erfahrung wie einen Unfall hatte, vergewaltigt wurde, die Eltern sich geschieden haben oder ein Familienmitglied, das dir nahe stand, gestorben ist. Angeblich gibt es Menschen, die dir dann deine Seelenanteile zurückholen, aber natürlich musst du dafür bezahlen. Sie sind diejenigen, die deine Seele wieder vereinen und nur dann bist du vollständig. All deine Probleme kommen daher, dass dir Teile deiner Seele fehlen. Selbst wenn du dich an keine traumatische Erfahrung erinnerst, ist es für diejenigen, die in diesem Geschäft sind, sehr praktisch, dass jeder mindestens eine dieser Erfahrungen hat: die Geburt. Selbst wenn also in deinem Leben ansonsten alles in Ordnung war, fehlt dir definitiv ein Seelenteil! Mindestens eine Sitzung brauchst du also!

Ich glaube einfach nicht, dass es solche mysteriösen Dinge in dir gibt, die dir schaden können oder die in Teile zerbrechen können, die dir dann fehlen. Wieder muss ich sagne, dass ich einfach nur an Liebe glaube – sonst nichts!

Liebe die Gewohnheiten deines Partners – 19 Jan 10

Gestern habe ich kleine Gewohnheiten erwähnt, die Menschen manchmal an anderen bemerken und die sie nervig finden. Das können auch ganz kleine Dinge sein, wie ein Geräusch, das der andere macht, während er seinen Kaffee oder Tee am Morgen trinkt, wovon du meinst, dass das auch ohne jegliches Geräusch geschehen könnte. Es kann der Ort sein, an den sie ihre Haarbürste hinlegt, wenn sie mit bürsten fertig ist, von dem du denkst, dass es einfach nicht der richtige Ort ist. Es kann die Gewohnheit sein, wie er Eselsohren in den Roman knickt, den er liest. Es kann die Art und Weise sein, wie sie das Wasser laufen lässt, während sie ihre Zähne putzt.

Es gibt wirklich viele Beispiele für solche kleinen Angewohnheiten und ich sagte gestern schon, dass man auch seine eigenen ansehen muss, wenn man meint, dass der andere etwas falsches macht. Bei manchen Dingen hast du Recht, so ist es zum Beispiel wirklich Wasserverschwendung, es zu lange laufen zu lassen und natürlich ist das Buch wirklich nicht mehr schön, wenn jeder seine Lieblings-Seiten mit Eselsohren markiert. Andere Gewohnheiten sind jedoch nur eine Frage des Annehmens und der Toleranz.

Dein Partner macht diese seltsamen Geräusche beim Lachen, okay, liebe es! Dein Partner macht andere kleine, seltsame, komische oder lustige Dinge, von denen du meinst, du würdest so etwas nie machen, akzeptiere es und liebe es! Es ist wunderschön, zu sehen, wie Partner manchmal die Gewohnheiten des anderen annehmen, sogar ohne es zu merken. Und so kommt Harmonie in deine Partnerschaft, die andere fühlen können, wenn sie euch als Paar treffen. Eine solche Nähe zwischen zwei Herzen, Geistern und Körpern!

Respek für dich selbst – Auch als Nichtraucher – 20 Dez 08

Vorgestern habe ich über Familienfeiern in der Weihnachtszeit gesprochen und nach einer dieser Gelegenheiten hat mir ein Freund folgendes erzählt: sie haben ihre Familie besucht und alle Verwandten und Freunde waren dort versammelt. Es waren auch ein paar Raucher dabei, aber die Mehrheit waren Nichtraucher wie meine Freunde.

Nach einer Weile sind die Raucher für eine Zigarette nach draußen auf den Balkon gegangen. Sie haben die Türe offen gelassen, so dass der Rauch auch hinein kam. Das störte die Nichtraucher, die sich daraufhin über den Rauch beschwerten und sie baten, die Türe zu schließen. Diese Beschwerde startete eine Diskussion über Toleranz und jemand sagte, dass Nichtraucher mehr Toleranz gegenüber Rauchern zeigen sollten. Es wurde ihnen gesagt, es sei nicht höflich, das so zu sagen. Die Nichtraucher gaben die offensichtliche Antwort: Warum soll ich leiden und mir selbst schaden? Warum muss ich diesen Rauch einatmen, den andere produzieren? Wo ist die Toleranz von denjenigen, die nicht nur sich selbst schaden sondern auch anderen, die dabei sind und die sich keine Zigarette angezündet haben, die nie rauchen?

Als ich von diesem Vorfall hörte, fragte ich mich wirklich, was für eine Art von Argument das ist und wer so von Toleranz sprechen konnte. Sie machen keine Anstrengung, das, was falsch war zu korrigieren, nein, sie sprechen sich noch für diese falsche Sache aus. Sie sollten sich entschuldigen, aber stattdessen streiten sie sich und halten einen Vortrag über Toleranz. Wenn sie die wahre Bedeutung von Toleranz kennen würden, würden sie so etwas nicht sagen. Sie haben sich entschlossen, ihrem Körper das anzutun, aber sie tolerieren den Wunsch anderer nicht, die von dem Rauch ihrer Zigaretten nicht beeinflusst werden möchten. Nein, sie fordern sogar Toleranz für ihr Rauchen! I

ch will sagen, dass du auf dich Acht geben solltest und nicht auf diese Art von seltsamen Argumenten hören solltest. Manchmal kannst du seltsame Menschen treffen, die auch auf seltsame Weise argumentieren. Du solltest sehr deutlich sein. Es ist eine Frage des Respekts für den eigenen Körper und die Entscheidung, ihn nicht zu schädigen. Sei stark und denke nicht, dass es unhöflich ist, nach reiner, frischer Luft zu fragen. Ich habe über dieses Beispiel des Rauchens geschrieben, aber diese Art von Situation kann unter verschiedenen Umständen entstehen. Meine Botschaft ist, dass du dich selbst respektieren musst!