Einkaufstour für Ammaji’s in Deutschland – 19 Mai 16

Wir sind wieder daheim.

Heute früh sind wir mit all unserem riesigen Gepäck am Flughafen Delhi angekommen. Ich weiß nicht, ob ich euch das bereits erzählt habe oder nicht, aber wir haben in Deutschland jede Menge Shopping betrieben! Wir sind in zwei Großmärkten gewesen, um Dinge für unser Restaurant zu kaufen, die wir in Indien nicht bekommen oder eben qualitativ viel besser in Deutschland.

Zusätzlich hatte ich die Idee, Erdbeeren nach Indien zu bringen – um Erdbeereis aus frischen, echten Erdbeeren zu machen, die wir in Indien nur schwer finden. In Erkelenz bin ich also mit Sonja in einen Supermarkt gegangen, um einige dieser leckeren roten Beeren zu kaufen. Am Eingang sahen wir zwei Paletten Erdbeeren. Als wir nach dem Preis fragten, erfuhren wir, dass diese nach dem Wochenende und einem Feiertag nun nicht mehr verkauft würden. Nachdem wir drinnen fünf Kilo Erdbeeren gekauft hatten, kamen wir raus und hielten noch einmal bei den Paletten an. Nun fragten wir die Dame, warum sie sie denn wegwerfen würden, da sie doch noch völlig gut aussahen. Sonja unterhielt sich dann ein wenig mit ihr darüber, wie viel Nahrungsmittel doch verschwendet würden – und am Ende gab die nette Frau uns die übrigen Erdbeeren kostenlos! Neun weitere Kilo Erdbeeren!

Oh ja, und wir haben sie im Zug nach Wiesbaden gebracht und dabei nur ein paar zu Brei gemacht, die ganz unten in der Tasche waren! Dort kauften wir etwas Zucker und verbrachten gestern den ganzen Morgen damit, Erdbeeren in Zucker einzukochen! Ein Problem kam noch auf: in welchem Behälter sollten wir denn vierzehn Kilo Erdbeeren mit Zucker in Form einer süßen Soße in einem Flugzeug nach Deutschland bringen?

Also machten wir eine weitere Einkaufsfahrt! Am Ende kauften wir einen Kanister, in dem normalerweise Benzin transportiert wird! Stabil, bricht nicht und schließt auf jeden Fall lückenlos! Unsere leckere süße Soße haben wir dort hineingefüllt und diesen in einen Hartschalenkoffer gepackt! Bei der Idee, was wohl an den Scannern im Flughafen geschieht, mussten wir lachen – denn sicherlich ist es nicht erlaubt, Benzin im Flugzeug zu transportieren und wie sollte der Scanner wissen, dass es sich um Erdbeersoße handelt?

In Indien angekommen, haben wir nun unseren Koffer geöffnet und hier ist die Bestätigung: ein Brief, der besagt, dass unser Koffer geöffnet und inspiziert worden war. Könnt ihr euch das Gesicht desjenigen vorstellen, der den Test machte und herausfand, dass es nicht Benzin war – sondern Erdbeersoße? Ich hoffe, sie konnten auch darüber lachen!

Und so, meine lieben Leser, bekommen unsere Gäste nun Erdbeereis aus echten deutschen Erdbeeren! Ich verspreche euch, dass das kein anderes Restaurant hier anbietet!

Rückflug nach Indien nach einer kurzen Deutschland-Reise – 18 Mai 16

Heute ist es also soweit: wir fliegen zurück nach Indien! Oh wow, was für eine schnelle Runde durch Deutschland! Wir haben so viel getan und so viele Freunde getroffen!

Nach unserer Abreise aus Lüneburg, fuhren wir für eine Nacht nach Erkelenz. Ein weiterer Ort, an dem ich im Laufe der Jahre bereits so oft war! Unsere lieben Freunde Sonja und Peter freuten sich, uns zu sehen und wir brachten einander auf den neuesten Stand der Dinge im Leben – wie schön! Apra hatte Spaß mit den Katzen – und sogar Eva kam aus Coesfeld, um uns zu treffen!

Dann ein Abend mit Pizza und Eis in Wiesbaden, ein weiterer Besuch bei unserem Freund Pavan und schließlich haben wir nun gepackt und sind bereit zu gehen. Wie immer haben wir jede Menge Gepäck und Thomas und Iris bringen uns zum Flughafen, um uns dort mit unseren Sachen zu helfen.

Es war kurz, es war sehr intensiv und es war auch wirklich schön. Wie erwartet war es besonders schön, Apra und ihre Erfahrungen zu beobachten. Sie hat in diesen kurzen zwei Wochen so viel Neues gelernt! Ihr Deutsch hat immens an Vokabular gewonnen und Deutschland hat wieder einen noch tieferen Eindruck hinterlassen!

Ich freue mich nun jedoch darauf, wieder zurück nach Indien zu kommen. Das Restaurant erwartet uns. Ich schreibe euch morgen wieder – aus Vrindavan!

Wie sich ein Kind über die Scheibenwischer eines Autos freuen kann! – 17 Mai 16

Als wir in Augsburg im Auto saßen, sah ich ein weiteres Beispiel dafür, wie sehr Apra sich über die kleinen Dinge im Leben freuen kann. Es begann zu regnen, etwas, worüber man sich ja nicht üblicherweise freut. Für Apra war es jedoch Unterhaltung für die ganze Autofahrten von und zum Einkaufszentrum!

Sie saß in ihrem Autositz und begann plötzlich laut zu lachen, wobei sie auf die Windschutzscheibe deutete. Ramona fragte und versuchte von Apras Sichtpunkt aus rauszusehen, um zu verstehen, was sie draußen gesehen hatte, konnte aber nichts erkennen. Als Apra sich ein wenig beruhigt hatte, konnte sie schließlich unter Kichern erklären, was so lustig war: ihr Großvater wischte mit dem Scheibenwischer den Regen weg, aber dieser tropfte gleich wieder auf das Auto!

Sie sah Ramona an und sagte ‘Wäre es nicht lustig, wenn jedes Fenster im Auto so etwas hätte?‘ Ramona antwortete, dass nur die Windschutzscheibe und die Rückscheibe Scheibenwischer hatten – woraufhin Apra sich herumdrehte und darauf wartete, dass das Gleiche auch auf der Rückseite passierte!

Wieder drehte sich Apra zu Ramona und sagte ‘Es wäre doch lustig, wenn jedes Auto solche hätte!‘ Wir lächelten sie an: ‚JEDES Auto hat solche!‘ und sie war total überrascht: ‚Auch in Indien?‘ Als wir bestätigten, dass jedes Auto auch in Indien solche hatte und ja, auch unser Auto über Scheibenwischer an der Windschutzscheibe und an der Rückscheibe verfügte, war sie außer sich vor Freude!

Sie verbrachte die restliche Zeit damit, den Scheibenwischern vorne und hinten und den Regentropfen auf ihrer eigenen Scheibe zuzusehen. Das war wieder so herrlich aufregend für sie: ‚OH, SCHAU! Der große Regentropfen isst alle anderen auf! Da! Da sind sie verschwunden!’

Natürlich, sie hatte in einem Auto in Vrindavan noch keinen Regen gesehen. Wir haben nicht viel Regen und wenn es regnet sitzen wir nicht oft auch noch zufällig im Auto. Der Regen machte diese Fahrt zu einem tollen Abenteuer und wir erfreuten uns an ihrer Freude über diese kleine Sache.

Besuch bei Michael und Andrea – wie immer jede Menge Spaß! – 15 Mai 16

Wir sind gerade in Lüneburg und wie immer bin ich überglücklich, dass wir hier sind und meinen ersten deutschen Freund Michael und seine Frau Andrea treffen. In den vergangenen fünfzehn Jahren, haben wir zusammen viel erlebt!

Ich habe sie so oft in Lüneburg besucht und sie waren auch schon oft im Ashram. Ich habe gesehen, wie ihr Sohn Raval vom kleinen Jungen zu dem jungen Mann aufgewachsen sind, der er jetzt ist. Sie haben meine Anfänge in Deutschland gesehen, all meine Veränderungen, waren unter den ersten meiner Freunde, die meine Frauen getroffen haben und waren überglücklich, als wir unsere kleine Apra bekommen haben. Und nun kommt auch Apra liebend gern zu ihnen nach Hause!

Es war ein schönes Willkommen und wir gingen in eine großartige Pizzeria. Als Restaurant-Besitzer gehen wir nun natürlich mit einem anderen Blick für das Essen und die Atmosphäre in einen Ort zum Essen! Bereits in Augsburg waren wir in einer Pizzeria mit Holzofen-Pizza und gestern waren wir in einer weiteren. Ich muss sagen, das Essen war wirklich herrlich und wir hatten viel Freude daran, Michael und Andrea alles über das Restaurant zu erzählen! Andrea hatte auch etwas zu feiern – sie hatte gerade ihre Prüfung zum Heilpraktiker abgeschlossen! Also verbrachten wir einen richtig schönen Abend miteinander.

Als wir vor einem halben Jahr in Lüneburg waren, verbrachten wir einen Regentag in der örtlichen Therme und Apra erinnert sich sehr gut daran. Dazu hatten wir, wie ich euch schon erzählt habe, bereits Pläne, auch in Lüneburg schwimmen zu gehen. So gingen wir heute früh ins Schwimmbad – und hatten im Wasser jede Menge Spaß mit Apra! Sie hatte viel Freude und wird im Wasser immer sicherer!

Nach unserem Schwimm-Ausflug besuchten wir Michaels Mutter und heute waren Andreas Eltern unsere Gäste zum Abendessen.

Wieder einmal eine schöne Zeit mit meinen ersten deutschen Freunden – und morgen fahren wir ab nach Erkelenz!

Apra bei ihren deutschen Großeltern in Augsburg – 13 Mai 16

Nun sind wir also in Augsburg und packen bereits unsere Koffer für unsere Reise nach Lüneburg morgen, in den Norden Deutschlands. Wie erwartet war es eine kurze aber intensive und sehr schöne Zeit mit Apras deutschen Großeltern!

Wir sprechen sowieso jede Woche über Skype, so dass Apra sie sieht. Das hilft – die anfängliche Schüchternheit ist normal und natürlich, doch danach kann sie mit ihnen Witze machen und ihr fröhliches Selbst sein. Sie hört gerne zu, wenn sie ihnen Bücher vorlesen und ihre Großmutter backt sogar Kekse mit ihr!

Wie ich euch bereits erzählt habe, wollten wir auch schwimmen gehen – besonders weil Ramona Apra erzählt hat, dass sie als Kind immer mit Apras Großvater schwimmen ging. Also gingen sie hinüber zu dem Hallenbad, das ganz in der Nähe ist – doch das war zu! Die Winter-Saison ist vorbei – doch die Sommersaison hat noch nicht einmal begonnen! Das Freibad ist immer noch zu. Und außerdem ist das Wetter nicht wirklich freundlich oder warm genug, um draußen zu schwimmen! Anstatt also nach einem weiteren Hallenbad zu suchen, lud Apras Großvater sie in seinen eigenen Heim-Pool ein: die Badewanne! Sie liebte es!

Apra hat das Wetter nicht wirklich etwas ausgemacht. In der Tat liebte sie den Regen! Und sie erinnerte sich sehr gut daran, wie sie nur vor einigen Monaten auf dem Balkon ihres Großvaters einen Schneemann gebaut hatten!

Schließlich trafen wir auch noch Ramonas Schwestern und Apras zwei Cousins, die sie zum ersten Mal sah, gefolgt von jeder Menge Niedlichkeit!

Wir machen uns nun für die morgige Reise fertig und obwohl es wieder sehr kurz war, freuten wir uns, dass wir kommen konnten!

Wir verkürzen unsere Zeit in Deutschland auf nur zwei Wochen! – 12 Mai 16

Ich habe euch gestern bereits erzählt, dass sich unser Plan etwas geändert hat: normalerweise hätte ich in einigen Wochen noch einmal ins Ausländeramt in Wiesbaden gehen müssen, um dort meine Aufenthaltskarte abzuholen. Doch aufgrund der großen Anzahl an Flüchtlingen haben sie ihr System wieder geändert und so habe ich sofort einen Aufkleber in meinen Pass bekommen – was bedeutet, dass ich nicht darauf warten muss, dass meine Karte ankommt!

Ihr könnt euch vorstellen, wie ungeduldig ich bereits in diesen paar Tagen in Deutschland geworden bin: mehrmals pro Tag spreche ich mit Yashendu und Purnendu um herauszufinden, was im Restaurant los ist. Unser neues Unternehmen, so viele Dinge zu tun und ich bin in Deutschland, tausende Kilometer weit weg!

Natürlich haben wir eine tolle Zeit, das habe ich euch ja schon erzählt. Wir waren für das Restaurant einkaufen und es ist die allerbeste Zeit für Apra – doch gleichzeitig habe ich das Gefühl, dass ich so viel mehr tun könnte, wenn ich nur in Indien wäre!

Als also klar war, dass ich keinen weiteren Termin benötige, änderten wir sofort unsere Pläne sowie Tickets und kürzten unsere Tour durch Deutschland drastisch ab! Eigentlich hätte ich bereits heute zurückfliegen können, aber wir wollten zumindest einige Freunde treffen, selbst wenn wir es nicht schaffen, alle zu sehen. Und natürlich wollten wir, dass Apra Deutschland erlebt.

Anstatt uns also für einen Monaten oder sogar länger in Deutschland aufzuhalten, fliegen wir in einer Woche wieder zurück nach Indien! Es wird eine kurze Reise, wir werden vom Reisen etwas müde werden, aber das ist es definitiv wert!

Apra und Thomas wieder vereint – und der Späße niemals müde! – 11 Mai 16

Heute verlassen wir Wiesbaden und fahren in Richtung Augsburg, die Gegend, in der Ramona aufgewachsen ist und wo Apras deutsche Familie wohnt. Wir hatten Zeit, wirklich in Deutschland anzukommen – und natürlich hatten wir viel Spaß mit Thomas und Iris!

Wir alle genossen unsere Zeit hier, aber ich glaube es wäre nicht falsch zu sagen, dass insbesondere Apra einen Wahnsinnsspaß hatte! Es war ein herrliches Wiedersehen mit unseren Freunden an dem Ort, den wir unseren ‚Wiesbaden Ashram‘ nennen! Obwohl wir immer in Kontakt sind und sie von unserem Restaurant und allem, was dort vor sich geht wissen, ist es ein anderes Gefühl, zusammen zu sitzen und es persönlich zu erzählen! Ihren Enthusiasmus über unser Unternehmen zu spüren, auch all unsere Gefühle zu teilen – es war toll!

Wir hatten dieses Mal nicht wirklich viel geplant, hatten jedoch trotzdem sehr volle Tage. Wir redeten, gingen einkaufen, spielten mit Apra und kochten zusammen. Für Apra war es auch insbesondere großartig, wieder da zu sein! Sie war in den letzten Tagen auf mindestens vier verschiedenen Spielplätzen gewesen und war außer sich vor Freude über die vielen Möglichkeiten dort! Aufgrund der Tatsache, dass sie nun praktisch einen Spielplatz daheim hat, hat sie weniger Angst als zuvor und traut sich auch einmal auf eine Schaukel oder Rutsche. Trotzdem waren da noch viele andere Dinge zu Erleben und zum Spielen.

Mehr als jegliche Gegenstände jedoch war es die Gesellschaft, die ihr Freude machte. Unser Freund Thomas und Apra zusammen – ein Team, das nie müde wird, jede Menge lustige Spiele zu spielen, miteinander Unsinn zu machen und zu lachen bis ihnen der Bauch wehtut!

Wir gingen zusammen schwimmen, etwas, für das es in Deutschland viele Angebote gibt, in Indien jedoch sehr wenige. Natürlich machte es Apra wahnsinnig viel Spaß und wir meinten daraufhin, dass wir in jeder Stadt, die wir besuchen würden, mit ihr schwimmen gehen würden.

Am Sonntag Abend waren wir bei Pavan und seiner Familie eingeladen, den Inhabern vom ‚Zimt & Koriander‘ Restaurant in Wiesbaden, das unsere Kinder nun schon seit vielen Jahren unterstützt. Sie waren gerade in Indien gewesen und hatten uns auch besucht und so war es ein schöner Abend voll geteilter Geschichten, Erfahrungsaustausch und mehr.

Schließlich hatte ich meinen offiziellen Termin für meinen Aufenthaltstitel – und es lief sogar noch besser als ich dachte, was nun erneut Änderungen verursacht… doch mehr dazu morgen!

Auf dem Weg nach Deutschland, zum ersten Mal mit gemischten Gefühlen – 5 Mai 16

Ich schreibe diese Zeilen, während ich in einem Flugzeug von Delhi nach Frankfurt sitze. Natürlich bekommt ihr das erst später zu lesen, doch ich weiß bereits, dass ich unsere Gründe für diese Reise und unsere Gefühle dazu mit euch teilen möchte.

Der Grund ist recht einfach: es gibt etwas offizielle Büroarbeit zu tun, für die meine Anwesenheit in Deutschland erforderlich ist. Ich muss meine Aufenthaltserlaubnis verlängern. Ich kann euch sagen, wäre das nicht der Fall, würde ich diese Reise jetzt wahrscheinlich nicht unternehmen. Trotzdem freue ich mich auch darüber!

Die vergangenen Wochen, wenn nicht Monaten, waren sehr intensive! Die Zeit vor der Eröffnung des Restaurants waren voller Arbeiten in letzter Minute, die eben noch vor dem wahren Beginn erledigt werden mussten. Dann war da die spannende Zeit der Eröffnung, gleichzeitig Babbajis Knie-Operation und danach die überwältigende Resonanz, von der ich euch erzählt habe!

Ich habe euch auch erzählt, wie viel Freude ich an dieser neuen Arbeit habe und ich kann euch ernsthaft sagen, dass ich, so sehr wir auch damit beschäftigt waren und soviel Arbeit es auch war, wir auch genauso viel Spaß hatten! So haben wir relativ spät unsere genauen Daten festgelegt und unseren Flug gebucht. Wir haben versucht, so viel wie möglich vorher zu erledigen und alles so vorzubereiten, dass Purnendu und Yashendu das alte und das neue Geschäft auch ohne uns führen konnten!

Wir jedoch werden mit dieser Reise nun natürlich eine Pause unseres täglichen Tagesablaufs haben und auch darauf freue ich mich schon. Es wird toll, so Freunde und Familie wiederzusehen und allen von Ammaji’s zu erzählen! Natürlich wissen sie alle von unserem Restaurant und haben online Bilder gesehen, doch Ramona, Apra und ich freuen uns darauf, ihnen persönlich davon zu erzählen!

Insbesondere Apra freut sich nun schon seit Längerem! Sie erinnert sich an viele Dinge von ihrem letzten Besuch und ist freut sich darauf, einige davon wieder zu erleben. Sie hat mit einigen unserer Freunde bereits ausgemacht, mit ihr schwimmen zu gehen, geplant, mit welchen Haustieren von Freunden sie spielen würde und sogar, was sie ihren indischen Brüdern mitbringen würde!

Ich sage euch, Freunde, das Leben ist großartig und zum Genießen da – es ist immer etwas los!

Unsere Yoga und Ayurveda Retreats nun auch für Low-Budget-Reisende! – 3 Mai 16

Mit dem Restaurant in vollem Gang haben wir nicht nur an all den Dingen rund um Ammaji’s gearbeitet, sondern auch erkannt, dass das unsere momentane Arbeit mit Yoga und Ayurveda Retreats im Ashram verändert! Nicht nur, weil wir nun unser leckeres Essen in Ammaji’s Ayurvedischem Restaurant anbieten! Nein, weil wir Menschen helfen können, ihren Traum nach Indien zu reisen zur Wirklichkeit zu machen – auch wenn sie mit geringerem Budget reisen!

Ja, natürlich bringt die Eröffnung unseres Restaurants uns dazu, darüber nachzudenken, wie wir in Zukunft unsere Retreats führen wollen. Es war von Anfang an klar, dass unsere Gäste im Restaurant essen und ihre Mahlzeiten dort genießen würden. Schließlich essen wir auch dort – und würde diese Erfahrung auch gerne mit neuen Freunden teilen. Gleichzeitig jedoch dachten wir an diejenigen, die manchmal fragen, ob sie die Kosten ihres Aufenthalts bei uns senken könnten, indem sie die Mahlzeiten aussparten. Während wir da bis jetzt immer nein gesagt hatten, da wir alle zusammen bei uns zuhause aßen, dachten wir, es sollte nun kein Problem mehr sein, diese Möglichkeit anzubieten!

So kommt es, dass ihr nun all unsere Retreats entweder mit oder ohne Mahlzeiten buchen könnt. Genauso kann man sich nun entscheiden, einfach nur bei uns unterzukommen und die Atmosphäre im Ashram zu genießen – und bei Ammaji’s separat essen, wann auch immer man sich danach fühlt. Jeder Hausgast im Ashram bekommt in unserem Restaurant auch einen Rabatt von 10%!

Wir haben ein richtig gutes Gefühl mit dieser Entscheidung und haben diese Änderungen auch bereits auf unserer Internetseite veröffentlicht. Nur einen Tag später dachten wir an eine andere Art der Anfrage, die wir auch immer bekommen: es gibt viele junge Leute, die mit wenig Geld reisen, gerne auch an Yogastunden oder einem Retreat mit Ayurveda-Massagen teilnehmen würden, es sich aber nicht leisten konnten. Wir hatten schon immer das Angebot für freiwillige Helfer, am Computer zu arbeiten, doch nun gibt es eine ganz andere Dimension der möglichen Hilfe: im Restaurant können wir jederzeit eine helfende Hand brauchen!

So bieten wir nun eine ganz neue Möglichkeit für junge freiwillige Helfer hier unterzukommen: wer mit geringem Budget reist, gerne Yoga und Ayurveda kennen lernen möchte und daran gedacht hat, seine Arbeit anzubieten, um die Kosten zu reduzieren, kann nun an einem unserer Retreats teilnehmen, dazu sechs Stunden im Restaurant arbeiten und dann nur den halben Preis zahlen!

Wir bekommen bereits die ersten Anfragen für dieses besondere Angebot und ich denke, es wird eine tolle Art und Weise einander durch einen Austausch zu helfen! Wir freuen uns bereits darauf, neue Helfer hier zu haben!

Weltweit die gleichen königlichen Interessen: Geld, Kämpfe und Frauen! – 17 Jan 16

Apra

Wir haben eine weitere volle Woche hinter uns und so möchte ich euch heute gerne ein bisschen von unseren Abenteuern erzählen!

Ihr wisst wahrscheinlich bereits, dass Apras deutscher Großvater auf einen Besuch hier war. Er kam zu Beginn des Jahres und blieb bis Donnerstag Abend. So konnte er für den Geburtstag seiner Enkelin, unserer kleinen Apra hier sein. Von dieser Party habe ich euch ja bereits letzten Sonntag berichtet.

Nachdem die Party vorbei war, alle Geschenke ausgepackt waren und wir wieder zum normalen Alltag zurückgekehrt waren – mit Apra jeden Tag in den schönen Prinzessinnen-Kleidern, sie sie bekommen hatte, bereiteten wir uns auf ein weiteres Ereignis vor: wir wollten mit meinem Schwiegervater nach Jaipur fahren! Bis jetzt war er schon so oft da gewesen, hatte jedoch nur einige Teile von Delhi, das Taj Mahal sowie das Red Fort in Agra gesehen und natürlich Vrindavan! Dieses Mal wollten wir ihm etwas zeigen!

Wir hatten beschlossen, dass es am einfachsten und besten war, das Auto zu nehmen. Es ist eine vier- bis fünfstündige Fart von Vrindavan nach Jaipur und man braucht etwa genauso lange von Jaipur nach Delhi, wo wir ihn rechtzeitig für seinen Flug nach Hause absetzen wollten.

Also fuhren wir Mittwoch morgen in Vrindavan los und kamen mittags in Jaipur an. Nach einem leckeren Frühstück begannen wir, die Stadt von oben zu erforschen, beginnend am Amber Fort. Es war schön, wieder dort zu sein. Ramona und ich hatten 2008 ein paar Tage in Jaipur verbracht, zu einer Zeit, als es da wirklich ziemlich heiß war. Das Wetter war diese Woche sehr angenehm und wir genossen den Rundgang durch die große Burg mit ihren vielen schönen Toren, der Aussicht auf die Umgebung und natürlich die unterschiedlichen Wohnungen für jede der zwölf Frauen des Königs! Wir machten Witze, dass Könige auf der ganzen Welt die gleichen Interessen hatten: Geld, Kämpfe und Frauen!

Für Apra war es, als wäre ein Teil der Geschichten, die sie über Könige, Königinnen und Prinzessinnen gehört hatte, Wirklichkeit geworden. Sie wollte sehen, wo die königliche Familie gegessen und geschlafen hatte und was sie an Kleidung getragen hatten. Im Amber Fort und dem Stadtpalast Jaipurs bekam sie all das zu sehen.

Für Ramonas Vater, der die bayerischen Schlösser ihrer Gegend gut kennt, war es interessant zu sehen, wie die königlichen Familien in Indien regierten und lebten – und ich denke, was ihm am Besten gefiel, war der Jantar Mantar in Jaipur. Das ist ein astronomisches Monument, das die Schatten der Sonne auf dem Stein verwendete, um die genaue Zeit bestimmen zu können, in welchem Sternzeichen ein Kind in diesem Augenblick geboren wurde und sogar den Aszendenten. Es war recht interessant und eigentlich viel beeindruckender, wenn man bedenkt, dass das alles schon vor Jahrhunderten gebaut wurde!

Wir kehrten am Donnerstag nach Delhi zurück und setzten meinen Schwiegervater nach einem großen Abendessen am Flughafen ab. Wir verabschiedeten uns in dem Wissen, dass es nicht für lange sein würde – und mit moderner Technik ist es einfach, sich einander viel näher zu fühlen!