Panik hilft nicht im Kampf gegen Corona!

So, nun sitzen wir hier, in der Mitte Deutschlands und sehen in den Nachrichten, wie fast alle dreißig Minuten Entscheidungen getroffen werden, Schulen, Kinos und Theater zu schließen. Unser Telefon war nun schon eine Weile nicht mehr still, weil Familienmitglieder, Freunde und Eltern von Freundinnen unserer Tochter Nachrichten und ihre eigene Einschätzung und Gefühle schicken. Natürlich haben viele einen besorgten Ton – andere sind der Panik nahe!

Deswegen wollten wir in unserem Blog ein paar Zeilen zu dieser besonderen Situation schreiben.

Denn das ist sie: besonders. Die ganze Welt befindet sich in einem Zustand, den keiner von uns bis jetzt gesehen hat. Es gab immer Bedrohungen wie Krieg und Terrorismus. Meistens konnten wir uns da etwas zurücklehnen und sagen: ‚das ist so weit weg!‘ Tragisch, schlimm, aber in Ländern, die in großer Entfernung liegen. Zu anderen Gelegenheiten war es alles näher an uns dran, aber dann waren das irgendwie doch wieder Einzelsituationen und wir schafften uns, etwas Entfernung zwischen uns und diese Situationen zu bringen. Dieses Mal ist es anders. Keiner von uns war jemals in solch einer Situation. Jetzt sind wir alle betroffen, auf dem ganzen Planeten. Wir können uns jetzt nicht mehr vormachen, dass das mit uns nichts zu tun hat. Wir sind betroffen.

Lasst uns aber gleichzeitig mal einen Blick auf die Fakten werfen und auf den Grund, warum wir dieses Problem überhaupt haben. Der Corona-Virus ist dem Grippevirus recht ähnlich – änlich ansteckend und sogar ähnlich gefährlich. Der Grund warum wir dieses Problem überall haben ist einfach, dass es komplett neu ist. Dass wir noch keine Antikörper haben, die dagegen ankämpfen können. Deswegen ist es wahnsinnig einfach, sich Corona einzufangen und es weiterzugeben! So etwas ist in der Tat schonmal geschehen: die Spanische Grippe war 1918 ein komplett neuer Virus, keiner war dagegen immun und so hat sie viele Leben gekostet.

In den meisten Fällen haben Gesunde, die sich infizieren, nur leichte Symptome und ihre Körper können den Virus gut bekämpfen. Das Problem der schweren Symptome besteht aber für diejenigen, deren Immunsystem sowieso schon geschwächt ist. Die Grippe verursacht jedes Jahr ähnliche und auch sehr schwere gesundheitliche Probleme für die gleiche Risikogrippe und jedes Jahr kämpfen auch da die Krankenhäuser um Leben. Doch mit den hohen Zahlen an Infizierten sind die Gesundheitssysteme einfach überfordert und Menschen mit Gesundheitsberufen haben natürlich auch ein erhöhtes Ansteckungsrisiko! Diese Situation soll hier in Deutschland nun verhindert werden: damit die Krankenhäuser nicht überlaufen werden, bemüht sich die Regierung das Fortschreiten des Virus zu verhindern und appelliert ans soziale Verantwortungsgefühl aller Leute. Bleibt daheim so viel ihr könnt und vermeidet Menschenmengen.

Es ist eine wundervolle Möglichkeit, Akzeptanz zu üben. Akzeptiere, dass die Situation so ist, wie sie ist. Akzeptiere, dass wir nur gewisse Vorsichtsmaßnahmen ergreifen können und nicht mehr als das. Wir können uns darin üben, ruhig zu bleiben. Genau darum würde ich euch gerne bitten. Verfallt nicht in Panik und verbreitet diese auch nicht an andere.

Ich fühle mit allen, die auf dieser Erde bereits einen geliebten Menschen an Corona verloren haben oder sich um jemanden Sorgen machen. Lasst uns diesen Menschen helfen, indem wir selbst ruhig bleiben. Und vielleicht findet ihr ja selbst einen Weg, denen in der Umgebung zu helfen, die zu der Risikogruppe gehören – ein Nachbar, dem man Lebensmittel mitbringen kann, wenn man einkaufen geht zum Beispiel. Lasst uns positiv und ruhig bleiben!

Wie Monikas Operation verschoben wurde – und wir das einfach nur so akzeptieren können – 25 Jan 16

Heute schreibe ich euch aus einem Hotelzimmer in Gurgaon. Wie kommt das? Gestern kamen wir her, nachdem wir Monika ins Krankenhaus eingeliefert hatten. Ich hatte eigentlich vor, euch heute zu schreiben, dass ihre Operation erfolgreich war. Leider kann ich das nicht – aber nicht, weil es während der Operation zu Komplikationen kam, sondern, weil sie nicht stattfand! Monika hat gestern Fieber und Husten bekommen und zeigte alle Anzeichen einer richtigen Erkältung. Da beschlossen die Ärzte, dass sie sie heute nicht operieren würden.

Letzte Woche habe ich euch geschrieben, dass wir uns auf die Operation vorbereiten, mit den Ärzten planen und so weiter. Wir hatten das Datum der Operation dann direkt vor Ramonas und meinen Flug nach Ostindien gelegt, so dass wir dann bereits in Delhi wären. Diese Reise wurde ja als Erstes abgesagt, wie ich euch gestern erzählt habe, und jetzt wurde die Operation auch noch abgeblasen. Damit hat eigentlich die ganze Reise nach Delhi keinen Sinn gemacht, aber wisst ihr was? Das macht mir eigentlich nicht wirklich viel aus.

Es macht mir sehr wohl etwas aus, wenn jemand sein Versprechen nicht hält und ich ändere meine Pläne nicht gerne, nur weil jemand unzuverlässig ist. In Fällen wie Monikas jedoch bin ich sehr flexibel. Als wir letzte Woche bei der Untersuchung vor der Operation warne, hatte Monika einen leichten Husten und der Arzt gab ihr bereits Medikamente dagegen. Reema, Monikas Mutter hatte mir auch gesagt, dass der Husten nun schon ausgeheilt war. Doch gestern haben wurde der Husten schlimmer, vielleicht aufgrund ihrer Nervosität, einem neuen Virus oder ähnlichem und so bekam sie dazu noch Fieber. Am späten Abend rief Reema mich an, um mir zu sagen, dass die Ärzte beschlossen hatten, die OP zu verschieben.

Tja, und so ging ich heute früh ins Krankenhaus, nicht um Monika in den Operationssaal zu schicken, sondern um mich um die Papiere und Formalitäten zu kümmern. Der Anästhesist erklärte, dass er das Risiko nicht eingehen könnte, sie mit einer Entzündung oder Reizung in den Atemwegen sowie geschwächtem Immunsystem in eine Operation zu schicken. Er möchte, dass sie vollständig und zu 100% gesund ist, bevor sie in die Operation geht. Wir besprachen auch, dass wir in etwa einem Monat erst wiederkommen würden, wenn es dann auch nicht mehr so kalt ist!

Also selbst wenn wir die ganze Reise nach Delhi hätten sein lassen können, beschlossen wir, die Dinge einfach so zu akzeptieren, wie sie sind und unseren Spaß dabei zu haben!

Wie geht man mit dem Wissen um, dass man nicht mehr lange leben wird? – 28 Okt 15

Nachdem ich über finanzielle Schwierigkeiten und Schwierigkeiten mit zwischenmenschlichen Beziehungen geschrieben habe, würde ich heute gerne über ein komplett anderes Thema schreiben, das deine Welt erschüttert, wenn es auftaucht: wenn du erfährst, dass du oder jemand, der der dir sehr nahe steht, eine schlimme Krankheit oder andere gesundheitliche Probleme hat. Ich spreche natürlich nicht von einer kleinen Erkältung – nein, ich meine die Nachricht, dass jemand Krebs hat, Unfälle, in denen ein Verletzter ein Glied verloren hat oder querschnittsgelähmt wurde. Wie geht man mit einer solchen Situation um?

Natürlich gebe ich keinen medizinischen Rat jeglicher Art. Dafür findest du jede Menge qualifizierte Ärzte, die dir durch jede mögliche Therapie helfen können. Ich möchte beleuchten, wie du emotional und mental mit diesen Situationen umgehen kannst.

Krankheit und Tod sind die zwei Situationen, in denen man nur eine Möglichkeit hat: zu akzeptieren.

Das ist so viel leichter gesagt als getan und ich bin mir dessen bewusst, dass jeder, der sich selbst in dieser Lage befindet, weiß, wie schwer das wirklich ist. Wenn du weißt, dass du möglicherweise in einem Jahr oder zwei nicht mehr lebst. Wenn du weißt, dass du deine Beine vielleicht nie wieder spüren wirst. Wenn du weißt, dass sich dein ganzes Leben verändern wird, weil dein Partner nun keine Arme mehr hat.

Die Hauptsache hier ist, dass du eigentlich keine andere Möglichkeit hast, als zu akzeptieren. Die Tatsachen zu akzeptieren und dann sicherzustellen, dass du das Beste aus der Situation vor dir machst.

Wenn du oder ein von dir geliebter Mensch weiß, dass für einen von euch die Zeit auf dieser Erde stark begrenzt ist, setz alles daran, dass diese Tage, Wochen oder Monate die schönsten aller Zeiten werden. Schaffe jede Menge Erinnerungen für diejenigen, die länger verweilen werden. Tue Dinge, die du immer machen wolltest, aber immer auf später aufgeschoben hast. Sieh die Schönheit dieser Welt zusammen mit denen, die du liebst. Wenn du ein Talent zum Schreiben hast, würde ich sogar vorschlagen, das, was du durchmachst, aufzuschreiben, so dass andere in der gleichen Situation aus deiner Erfahrung Stärke ziehen können!

Wenn du überlebst, was auch immer du durchmachst, auch wenn du einen Verlust davonträgst oder dein Leben sich dramatisch verändert, schätze jede einzelne Sekunde deines Lebens! In fast jeder Situation gibt es noch jemanden, der noch schlimmer dran ist. Hast du schon einmal das Video eines Motivationsredners, der weder Arme noch Beine hat? Es ist unglaublich, ihm dabei zuzuhören, wie er über Lebensfreude spricht!

Akzeptiere, was auch immer es ist, womit du nun leben musst und erschaffe dein Leben um das herum. Sobald du beginnst zu akzeptieren, wirst du merken, wie viele liebevolle Menschen du um dich herum hast, die bereit sind, dir zu helfen und dich auf jede erdenkliche Weise zu unterstützen! Akzeptiere nicht nur deine Situation, sondern auch die Hilfe anderer, wenn du sie brauchst.

Natürlich ist das schwierig, aber sobald du beginnst, es zu akzeptieren, wird es einfacher und du kannst die positiven Dinge im Leben wieder sehen!

Man kann nicht extrem idealistisch sein, wenn man auch glücklich sein will – 27 Aug 15

Viele Leute denken vielleicht, ich wäre Idealist. Ich preise Ehrlichkeit an, spreche oft darüber, wie man anderen helfen kann, versuche, betrügerische Aktivitäten aufzudecken und verbreite das, was meiner Ansicht nach Gedanken sind, die der Menschlichkeit helfen werden. Ich bin jedoch nicht sehr idealistisch. Ich sehe mich selbst eher als Realist – mit positiver Einstellung. Mehr als das glaube ich eigentlich, dass Idealisten Schwierigkeiten haben, glücklich zu sein. Ich erkläre euch heute, warum – und was man tun kann, um glücklich zu sein.

Warum wird einen Idealismus nicht glücklich machen? Weil die Welt kein idealer Ort ist. Sie ist nicht perfekt und kann das auch gar nicht sein! Wir haben alle unterschiedliche Vorstellungen davon, was perfekt ist und wir arbeiten auf diese Ziele hin, selbst wenn andere Menschen meinen, dass diese Ziele nicht richtig sind. Man wird also nie die ideale Situation haben- obwohl man natürlich versuchen kann, sein Umfeld für sich so ideal wie möglich zu gestalten.

Man kann vieles ändern, anstatt sich nur über den momentanen Zustand der Dinge aufzuregen. Achte auf die großen Dinge, auf die Ideale, sie dir wirklich wichtig sind. Lerne, sie zu akzeptiere. Es ist notwendig zu akzeptiere, dass es kleine Dinge gibt, die nicht ideal sind. Es wäre gut, die Idee aufzugeben, dass alles immer 100% deinen Vorstellungen entsprechen muss – weil es so nicht sein kann und dich dann unglücklich machen wird.

Deshalb denke ich, bin ich realistischer und will gar nicht idealistisch sein. Es gibt viele Situationen mit höherem Beweggrund, in denen ich mich anders verhalten würde, als ich normalerweise als ideal bezeichnen würde.

Ein Beispiel: Ich bin vollkommen gegen Gewalt. Ich bringe gewaltfreie Bildung in Schulen voran und bitte Eltern dringend, das Gleiche auch daheim zu tun. Ich bin gegen Gewalt gegen Tiere und Gewalt gegeneinander, sogar in einem Gespräch, in den Worten. Ich werde jedoch nicht so weit gehen und sagen, dass ich nie Gewalt anwenden werde. Sollte ich mich in einer gefährlichen Situation bedroht fühlen, sollte jemand mir, meiner Frau oder meiner Tochter schaden wollen, würde ich nicht zögern, auch meine Fäuste einzusetzen. Ich werde mich von niemandem schlagen lassen und die Schmerzen einfach akzeptiere – Selbstverteidigung wäre ein Beispiel für eine solche Situation, in der ich Gewalt für völlig gerechtfertigt halte.

Es gibt noch viele weitere solcher Beispiele! Idealerweise sind die Menschen gegen Korruption. Sie beklagen sich, dass sie Schmiergeld zahlen müssen, damit ihre Arbeit erledigt wird. Um solche Korruption – oder anderes Fehlverhalten – jedoch aufzudecken, machen Leute verdeckte Operationen und filmen dabei jemanden ohne dessen Einverständnis! Das ist eigentlich moralisch falsch und nach seinen Idealen würde man das nicht machen. Aus dem höheren Beweggrund jedoch, falsche Handlungen aufzudecken und zu stoppen, macht man es trotzdem!

Ich bin auf diese Weise realistisch und haben keine Probleme damit, die Tatsache zu akzeptieren, dass höhere Beweggründe existieren. Sei nicht zu extrem mit deinen Idealen, denn das macht dich unglücklich. Du wirst deine ‚unmoralischen Handlungen‘ bereuen, obwohl sie einem guten Zweck gedient haben. Das ist zu extrem und wird dir keinen Frieden und keine Ruhe bringen.

Sei ehrlich mit dem, was du fühlst und denkst, bleib deinen Idealen treu, doch gib der Realität eine Chance – das wird dich glücklich machen!

Rauchen ist im Ashram verboten, aber Raucher werden weder verboten noch verurteilt! – 26 Apr 15

Ich habe es mir nun zur Gewohnheit gemacht, euch jeden Sonntag etwas Aktuelles aus meinem Leben zu erzählen. Heute werden das einige Gedanken sein, die aus einer gestrigen Unterhaltung entstanden. Eine Ashram-Besucherin was sehr positiv überrascht, als wir ihr sagten, es würde uns nichts ausmachen, wenn sie raucht und auch nicht, wenn sie Kaffee trinkt!

Wir sind ein sehr untraditioneller, unkonventioneller und unreligiöser Ashram. Wir haben keine Verhaltensregeln und Vorschriften, was du wann machen musst. Die einzigen Dinge, die wir verbieten sind Alkohol und Drogen im Ashramgelände und das Rauchen auf dem Zimmer oder im Garten. Wenn du ein Raucher bist, kein Problem, geh einfach aus dem Ashram raus und rauch vor dem Tor! Wirklich, viele Besucher tun das – und für uns ist das kein Problem!

Oft kommen die Menschen mit einer gewissen Anspannung hier an, da sie beschlossen haben, dass sie nach Indien gehen und den Ashram besuchen wollen, sich dann aber Sorgen machen, weil sie eine Nikotinsucht haben! Wo können sie dann rauchen? Ihr könnt euch ihre Erleichterung vorstellen, wenn sie unsere Haltung dazu hören – und die allermeisten sind dazu auch noch sehr überrascht.

Der Grund dafür ist, dass es viele Ashrams gibt, die sehr strenge Regeln und eine sehr engstirnige Vorstellung dessen haben, was man tun sollte. Die Grundlage hierfür ist natürlich ihr Glaube, für gewöhnlich ihre Hindu Religion mi dem Einfluss der Ansichten und Lehren ihres Gurus! Wenn ihre Gruppe oder Sekte predigt, Schokolade sei eine Sünde, isst niemand in ihren Ashrams Schokolade!

Das Gleiche gilt für Kaffee und so ist es immer eine weitere riesige Überraschung für viele Leute, wenn wir sie fragen, ob sie denn einen Kaffee dem Chai, dem indischen Gewürztee, den sie üblicherweise hier kriegen, vorziehen würden.

Warum sollte ich dich wegen solcher Dinge aburteilen? Meine Empfehlung wäre, nicht zu rauchen, weil es der Gesundheit schädlich ist. Ich möchte nicht neben dir stehen, während du rauchst, weil ich selbst nicht geschadet werden will und den Geruch nicht mag. Gleichzeitig jedoch halte ich dich nicht für eine schlechte Person, weil du rauchst!

Es ist deine Entscheidung und deine Verantwortung, was du mit deinem eigenen Körper machen willst. Solange du anderen nicht schadest und den Leuten um dich herum mit Respekt und Liebe begegnest, bist du im Ashram herzlich willkommen. Sei du selbst und genieße das Leben – ich kann dir versprechen, dass ich nicht aufgrund solcher Gewohnheiten über dich urteile!

‘Gott will, dass ich arm bin – dagegen kann man nichts machen!’ – Schlechte Auswirkungen von Religion – 26 Mär 15

Ich habe vorgestern im Tagebuch erwähnt, dass es Indern einfacher fällt, Veränderungen im Leben und das Leben an sich zu akzeptieren, als Menschen aus dem Westen. Leider hat das nicht nur positive Auswirkungen und genau darüber möchte ich heute schreiben.

Könnt ihr euch nicht vorstellen, welche negativen Aspekte es haben könnte, wenn man das Leben akzeptiert und sich nicht über die schlechten Dinge darin aufregt? Im Allgemeinen stimme ich dem zu, dass es sich positiv anhört – außer es bringt Handlungslosigkeit und die Unfähigkeit, Veränderung ins eigene Leben zu bringen. Hier ist ein Beispiel aus unserem täglichen Leben mit den Eltern unserer Schulkinder: wenn arme Menschen die Situation, in der sie sich befinden, einfach akzeptieren, einfach überhaupt nicht versuchen, da rauszukommen.

Ja, wir haben mit einer Menge armer Familien gesprochen, mit jeder Menge Männer und Frauen, die versuchen, über die Runden zu kommen. Viele von ihnen arbeiten und bekommen ein Minimum an Geld, gerade genug, sich selbst und ihre Kinder zu ernähren. Trotzdem liegen sie, wenn man zu ihnen nach Hause kommt und sie gerade nicht in der Arbeit sind, einfach nur daheim rum. Sie erzählen, dass sie als Priester arbeiten oder eine Rikscha fahren und naja, manchmal bekommen sie eben Arbeit, manchmal nicht. Manchmal verdient auch ein Sohn oder eine Tochter schon und die Familie schafft es deswegen, ihre Ausgaben zu decken. Warum sollten sie da noch mehr tun?

Sie versuchen es einfach nicht mehr. Sie scheinen einfach keinen Antrieb zu haben, hart zu arbeiten und über den Zustand, in dem sie sich befinden, hinauszukommen!

Es ist, wie es ist, wenn Gott das für uns so möchte, wenn es der Wille des Allmächtigen ist… wir hören solche Sätze und es lässt mich, als Ungläubigen fassungslos den Kopf schütteln! Ich kann wirklich nicht verstehen, wie man die Möglichkeit aufgeben kann, ein gutes Leben in Überfluss zu leben und stattdessen denkt, dass irgendein gemeines Überwesen beschlossen hat, dass man nicht erfolgreich sein kann! Und die Religion hat das geschaffen!

Der Hinduismus ist voll solcher Lehren und erzählt Leuten, dass sie ein Schicksal haben, dass sie akzeptieren sollten, dass sie nicht dagegen ankämpfen sollten und dass sowieso alles schon vorher geschrieben steht. Das ist der Grund dafür, dass Frauen nicht an Scheidung denken, selbst wenn sie von ihren betrunkenen Ehemännern täglich misshandelt werden: das ist es, was das Leben mir gegeben hat, was Gott für mich will.

Also ja, natürlich ist Akzeptanz im Leben notwendig und es ist gut, dass diese sich in der indischen Gesellschaft so entwickelt hat, denn sie brauchen sie oft und dringend. Andererseits jedoch könnten die Leute hier sich auch nur ein bisschen was von Leuten in anderen Ländern abschauen, die daran glauben, dass harte Arbeit und Disziplin dir helfen können, aus deinem Elend herauszukommen!

Hast du akzeptiert, dass du in deiner Beziehung nicht glücklich bist? – 11 Jun 14

Auf unserer Reise nach Gran Canaria hatten Ramona und ich etwas Zeit uns zu unterhalten. Natürlich drehen sich viele unserer Gesprächsthemen um Apra und unsere kommenden Programme, aber dann haben wir uns auch darüber unterhalten, wie glücklich wir in unserer Beziehung sind. Als Nächstes wunderten wir uns über Menschen, die in ihrer Beziehung bleiben, obwohl sie komplett unglücklich sind.

Naja, vielleicht nicht total unglücklich. Es gibt normalerweise immer zumindest ein paar Aspekte, die überhaupt nicht so schlecht sind und am Ende sind diese die Gründe dafür, dass Menschen in einer Beziehung bleiben, die sie nicht ganz glücklich macht. Mit einem Partner, den sie oft eigentlich nicht lieben. In einer Situation, über die sie mindestens ein paar Beschwerden haben. Doch sie bleiben, als ob sie mit einem Vertrag daran gebunden wären. Für viele ist diese vertrag-artige Beziehung auch einfach nur die bequemste Möglichkeit zu der Zeit.

Manche Leute bleiben, weil sie Kinder haben und glauben, es sei besser für die Kinder, wenn Mama und Papa beide daheim und erreichbar sind. Ich glaube, es ist nicht immer das Beste, besonders, wenn da zwischen den Eltern viele Spannungen sind. Warum wäre es gut für die Kinder, wenn sie ihre Mutter und ihren Vater ständig streiten sehen?

Andere Paare haben diese Spannungen gar nicht. Sie scheinen akzeptiert zu haben, dass er andere nicht wirklich ‚der oder die Eine‘ für sie ist und so leben sie wie in einer Wohngemeinschaft zusammen. Sie teilen sich ein Haus, aber nicht das Bett. Kinder, aber keine Liebe. Die Kinder haben beide Eltern und es funktioniert mehr oder weniger, aber ist das wirklich das Beste für die Kinder? Was für eine Vorstellung bekommen die Kinder von einer Beziehung zwischen Mann und Frau?

Und für jeden Partner ist da die Frage: wie viele Jahre verbringt man unglücklich, um die Illusion einer arbeitenden Familie für die Kinder aufrecht zu erhalten? Zu versuchen, dem Außen etwas zu zeigen, das man innerlich überhaupt nicht spürt? Warum?

Da ist auch ein großes ‘warum’ für all diejenigen, die nicht einmal Kinder haben und deshalb auch nicht für die Leben einiger junger Wesen verantwortlich sind, die Führung brauchen und von ihnen abhängig sind. Warum verschwendet ihr eure Zeit? Monate, oft Jahre, in denen man einfach nur zusammen ist, ohne Liebe, stattdessen mit Zweifeln und das, obwohl man gleichzeitig weiß, dass es nicht richtig ist. Es ist Angst. Du hat Angst vor der Veränderung, Angst, dass du keinen anderen Partner findest, dass du jemanden aufgibst und zurückweist, weil du nur zu 70% glücklich bist und dann herausfindest, dass das alles war, was du jemals bekommen wirst. Dass es überhaupt keine 100% Glück gibt.

Lass mich dir eines sagen: du hast nur ein Leben. Selbst wenn du an die Wiedergeburt glaubst, so verschwende doch nicht dieses Leben! Du lebst jetzt, nutze die Zeit! Warum traust du dich nicht, den Schritt zu machen und das Abenteuer anzugehen, das Glück zu finden?

Oder glücklich zu sein mit dem, was du hast? Denn das Glück kommt nicht wirklich von außen, sondern von innen!

Eine arrangierte Ehe bedeutet, dass ich mich mit dir abfinden muss – aber nicht mit deiner Familie! – 29 Apr 13

Letzte Woche habe ich erklärt was meiner Meinung nach die vielen Probleme in indischen Ehen versursacht – die Tatsache, dass die Ehen normalerweise arrangiert werden. Junge Menschen haben ihre Träume und es ist eine große Enttäuschung, wenn sie ihren Ehepartner nach der Hochzeit kennenlernen und erkennen, dass er oder sie absolut nicht ihren Träumen entspricht. Es folgen alle möglichen Probleme, aber während sie sich üblicherweise mit ihrem Ehepartner arrangieren, finden die größten Streitigkeiten mit anderen Familienmitgliedern statt – und da es für gewöhnlich die Braut ist, die zum Bräutigam und seiner Familie zieht, ist sie es, die Probleme mit der Familie ihres Ehemannes hat und das meistens mit ihrer Schwiegermutter.

Es gibt einen Grund dafür, dass der Streit mit dem Rest der Familie immer schlimmer ist als mit dem Ehemann selbst. In Indien ist eine Scheidung immer noch etwas, das eher selten geschieht. In den meisten Fällen denken beide, Mann und Frau, nicht einmal daran, sich jemals im Leben zu trennen. Sie akzeptieren, dass sie verheiratet sind und das war’s dann. In den Köpfen der meisten Menschen gibt es keine Alternative dazu, sich mit dem abzufinden, was man auf dem Ehemarkt bekommen hat.

Das bedeutet, dass ein Ehemann die Handlungen und Einstellung der Frau akzeptieren wird und die Frau genauso die Meinung des Mannes und das, was er tut. Wenn sie etwas macht, das ihm nicht gefällt, sagt er ihr das vielleicht, woraufhin sie ihm widerspricht und sie in einen Streit geraten. Egal jedoch, was bei dem Streit herauskommt, müssen sie am Ende beide akzeptieren, dass sie verschiedene Meinungen und Vorstellungen haben. Wenn sie das Gleiche nochmal macht oder auf leicht veränderte Weise, mag er das einfach hinnehmen und sagen ‚Naja, wir müssen miteinander leben‘. Genauso konfrontiert sie ihn damit, wenn sie eine seiner Meinungen zu einem Thema nicht mag und das führt wieder zum Streit. Wenn er seine Einstellung aber nicht oder nur sehr wenig ändert, nimmt sie das am Ende hin und sagt ‚Was soll ich denn tun? Er ist nunmal mein Mann.‘

Doch was ist mit seiner Familie? Für sie ist die Situation anders und wieder gilt das natürlich für beide Seiten. Eine Frau kann ja vielleicht das seltsame Verhalten und eine abweichende Meinung ihres Ehemannes noch aushalten, wenn aber ihre Schwiegereltern so reagieren, ist sie vielleicht nicht dazu bereit, das einfach so zu akzeptieren! Wenn ihr Ehemann etwas Falsches sagt, zuckt sie am Ende mit den Schultern und ergibt sich ihrem Schicksal. Wenn jedoch ihr Schwager oder ihre Schwiegermutter das Gleiche sagt, gibt sie nicht so leicht auf! Warum sollte sie auch? Schließlich hat sie ihn geheiratet und nicht seine Familie! Vielleicht bemüht sie sich zunächst, größere Konfrontationen zu vermeiden, doch die Wut, die sie so unterdrückt, staut sich nur an und platzt irgendwann heraus.

Ich sagte, dass es für beide Seiten gilt und das tut es auch. Der Ehemann mag ja die seltsame Einstellung seiner Frau zu bestimmten Themen noch akzeptieren, doch seine Familie nicht so leicht! Wenn sie ihn zum Beispiel beleidigt, mag er ihr bald vergeben und das Ganze vergessen, doch die Beleidigung schmerzt seine Geschwister mehr und sie vergeben ihr nicht so leicht! Sie erinnern sich und hegen ihren Groll. Wenn sie dann jemals zu ihnen auf diese Weise etwas sagt, halten sie sich nicht zurück!

Das Ergebnis sind große Streitereien, die sogar dazu führen können, dass die Familie zerbricht – wenn diese Spannungen so groß werden, dass der Ehemann beschließt, es sei besser auszuziehen, als immer wieder solchem Streit ausgesetzt zu sein.

Leider geschieht das heutzutage in den Großfamilien viel zu oft und wieder ist die arrangierte Ehe daran Schuld. Wenn man jemanden liebt und ihn heiratet, sorgt man sich um seine Gefühle und weiß, dass sie mit seiner Familie verbunden sind. Wenn man also zu ihm zieht, hat man von Anfang an eine ganz andere Einstellung zu den Familienmitgliedern, als wenn man arrangiert und in die Familie ‚gegeben‘ wird. Für die Familienmitglieder ist es das Gleiche – wenn ihr Sohn oder Bruder eine Frau liebt und sie mit nach Hause bringt, so freuen sie sich doch und sind eher dazu bereit, sich zu arrangieren. Das alles gilt jedoch nur dann, wenn nicht die Einstellung der arrangierten Ehen besteht – und wenn da eine persönliche Bereitschaft aller beteiligten Personen besteht, eine liebevolle Atmosphäre zu schaffen.

Weinen weise Menschen nicht, weil sie in religiösen Illusionen feststecken? – 1 Jan 13

Willkommen im Jahr 2013. Ich hoffe, das letzte Jahr ist für euch gut zu Ende gegangen und ihr seid fröhlich ins Neue Jahr gekommen. Hier im Ashram hatten wir keine große Feier. Ich habe bereits um Weihnachten herum erwähnt, dass man für eine Feier in der richtigen Stimmung sein muss und dass wir im Moment einfach zum Tanzen und Singen nicht fröhlich genug sein können. Trotzdem hatten wir einen schönen Abend zusammen. Apra, Ramona und ich gingen früh zu Bett, aber Purnendu nahm Thomas, Iris und unsere anderen Gäste mit, um Decken an die Obdachlosen zu verteilen – eine tolle Art zu feiern dafür, wenn man nicht in der Stimmung für eine Party ist. Doch heute möchte ich darüber schreiben, dass man seine Emotionen so akzeptieren muss, wie sie sind, weil sie keine Weisheit und kein Wissen ändern kann.

Als die Leute von Ammajis Tod erfuhren, schickten viele ihr Beileid und viele schrieben auch Worte wie ‚Ich weiß nicht, was ich schreiben soll, weil keine Worte eure Trauer lindern können!‘ Viele andere drückten einfach ihre eigene Traurigkeit als Zeichen aus, dass sie in Gedanken bei uns sind. Es gab jedoch einige, die den Eindruck hatten, dass es am Besten wäre, Ratschläge zu geben wie ‚Du bist ein weiser Mann und solltest ihren Übergang in eine andere Welt feiern, anstatt zu trauern!‘ Lasst mich das Neue Jahr mit einer klaren Botschaft an all diese Menschen beginnen, so dass es dazu im Jahr 2013 keine weitere Verwirrung gibt: Ich bin nicht religiös und ich bin kein Guru. Ich bin nur ein einfacher Mann. Wenn ein geliebter Mensch stirbt, bin ich traurig und unterdrücke meine Gefühle nicht mit einer Illusion oder Vorstellung vom Himmel, von anderen Welten oder einem Leben nach dem Tod.

Bevor es unter meinen Lesern jedoch zum Aufruhr kommt und ich beschuldigt werde, das Beileid meiner religiösen Freunde nicht zu respektieren, möchte ich präzisieren, dass ich kein Problem mit Botschaften und Emails voller Worte des Trosts, der Liebe und herzlichen Mitgefühls habe. Nein, ich nehme Anstoß daran, wenn ich lese, was ich fühlen sollte oder nicht fühlen sollte. Meine Mutter ist gestorben. Ich bin traurig und ich weine. Das ist eine Tatsache und ich kann sie akzeptieren, warum hast du damit ein Problem?

In Wirklichkeit weinen all diese Menschen, die solche Ratschläge geben, genauso wie ich, wenn jemand stirbt, der ihnen nahe stand. All ihre Weisheit ist dann plötzlich verschwunden und sie müssen ihre Gefühle auch akzeptieren, denn besonders in dieser Situation tut man sich schwer, seine Gefühle mit dem Verstand zurückzuhalten. Meiner Meinung nach ist das sogar falsch. Im Gegenteil, man sollte weinen und die Gefühle rauslassen – nur das ist eine gesunde Reaktion!

Ja, ich habe geweint, meine ganze Familie hat geweint und ich glaube, das ist in Ordnung. Es mag nicht in der Mode sein zu weinen, aber es ist gut. Mir tut derjenige leid, der nicht in der Lage ist, seine Trauer auf diese Weise rauszulassen. Du magst keine dramatischen Auftritte mögen und musst ja auch nicht vor einer Menge von Leuten losweinen. Weine mit deiner Familie, weine mit deinem Partner oder weine einfach nur alleine. Doch unterdrücke es nicht, egal, woran du glaubst.

Ich glaube nicht an ein Leben nach dem Tod, an den Himmel oder die Erlösung und das Seelenheil, aber selbst, wenn du darauf vertraust, dass deine geliebten Verstorbenen am Ende an einem solchen Ort ankommen, bist du doch traurig. Da führt kein Weg dran vorbei. Du musst es akzeptieren und deine Weisheiten helfen dir da nicht viel. Lass es raus, weine und wenn dir nicht nach dem Feiern zumute ist, feiere einfach nicht. Habe einen schönen Abend, setz dich mit anderen zusammen, genieße, so sehr du es eben kannst. Mach das Beste daraus. Es wird mit der Zeit leichter und derjenige, der gegangen ist, bleibt doch in deinem Herzen und in deiner Erinnerung lebendig. Das sind alles gute Punkte und du kannst darin so viel Trost finden wie möglich. Doch wenn die Tränen kommen, lass sie fließen.

Einzigartig, anders, du bist wie niemand anders – 30 Mär 12

Gestern habe ich erwähnt, dass wir nicht alle die gleichen Dinge mögen können, bei allen Themen der gleichen Meinung sein können und gleich handeln können. Als ich das schrieb, dachte ich, wie schön diese Tatsache ist und wie schön die Welt ist aufgrund der Vielfalt jedes kleines Details.

Wenn du dir die Natur ansiehst, ist es einfach nur toll, dass es so viele unterschiedliche Pflanzen gibt und so viele unterschiedliche Tiere. Stell dir vor du hättest nur Rosen im Garten, alle rot und alle hätten den gleichen Duft. Wäre das nicht langweilig? Und stell dir vor, es gäbe nur eine Art Vogel, dann würden alle Vögel die gleichen Geräusche machen. Würde es nicht nerven, wenn man immer nur dieses eine Geräusch immer wieder hören würde? Darum reisen die Menschen auch – sie wollen etwas anderes sehen als das, was sie jeden Tag bei sich zu Hause sehen. Sie wollen Palmen sehen statt Kastanien. Sie wollen Tiger sehen statt Katzen.

Es ist nicht nur die Natur um uns herum, die so vielfältig ist, auch wie, die Menschen sind es! Jeder von uns ist einzigartig und das ist wundervoll. Wir haben alle unterschiedliche Gedanken und so können wir uns gut miteinander unterhalten. Wir sehen alle unterschiedlich aus und nur deshalb können wir einander auseinanderhalten. So können wir einen unterschiedlichen Geschmack haben und uns aussuchen, mit wem wir befreundet sein wollen und mit wem wir unsere Zeit verbringen wollen. Es gibt Menschen, die größer sind und Menschen, die kleiner sind, Menschen, die dicker sind und Menschen, die dünner sind, es gibt Menschen mit weißer Haut und Menschen, deren Haut ganz andere Farben hat, es gibt Menschen, die sich gerne drinnen aufhalten und Menschen, die sich lieber draußen aufhalten, es gibt Menschen, die mit dem Verstand schnell arbeiten und andere, die besser mit dem Körper arbeiten.

Dieser letzte Punkt ist etwas, das wir auch oft bei uns in der Schule sehen. Es gibt Schüler, die in einem Fach gut sind und andere sind dafür in einem anderen Fach gut. Es gibt Schüler, die sehr intelligent sind und andere, die länger brauchen, bis sie etwas verstehen, die Worte öfter wiederholen müssen, um sie sich einzuprägen und denen das Yoga in der Früh eigentlich besser gefällt, als irgendein anderes Fach. Ich nehme mal an, dass das in jeder Schule und in jedem Land so ist.

Das ist wieder ein Aspekt der Vielfalt in der Welt und nichts, weswegen wir die Leute verurteilen sollten. Diese Unterschiede sind notwendig. Nicht jeder kann Arzt werden, weil wir auch Menschen brauchen, die Kleidung waschen, Leute, die saubermachen, Menschen, die gerne im Garten arbeiten und Menschen, die Essen kochen. Ich weiß, dass manche Menschen nun vielleicht denken ‚Ich mache das alles selbst daheim und ich gehe auch noch zur Arbeit, ich habe einen anspruchsvollen Job‘. Doch wer macht dein Büro oder deine Praxis sauber? Wenn du Arzt bist, hast du Helfer oder Krankenschwester, oder? Wenn sie auch alle Ärzte geworden wären, wer würde dann ihre Arbeit machen?

Wir schätzen Menschen manchmal weniger, wenn sie anders aussehen oder anders denken als wir selbst. Die Wahrheit ist jedoch, dass diese Vielfalt von Körpern und Gehirnen notwendig und auch schön ist. Akzeptiere andere und respektiere sie, egal, ob sie eine andere Hautfarbe haben, größer oder kleiner sind als du, ob sie eine andere Meinung haben und ob sie mehr oder weniger intelligent sind. Es ist schön, dass es sie in dieser Welt auch gibt.