Kann man einen Glauben rechtfertigen, der die Umwelt schädigt? – 16 Mär 16

Wir sind nun extrem beschäftigt mit unserem Restaurant zusätzlich zu unseren anderen Verpflichtungen und ich kann euch sagen, dass wir jede Menge neue Dinge lernen! Natürlich machen wir auch viele neue Erfahrungen und treffen noch mehr Leute als schon zuvor. Eine Gruppe von Restaurant-Besuchern kam rein und fragte, bevor sie sich alle hinsetzten, ob wir etwas für sie tun könnten: könnten wir ihnen das Essen auf Einweg-Geschirr servieren? Natürlich auch mit Wegwerf-Löffeln und Wegwerf-Gläsern.

Nach einer schnellen Nachfrage in der Küche konnten wir bestätigen, dass das möglich wäre. Aus Neugier fragte Ramona warum sie diese besondere Anfrage hatten und sie antworteten, es sei aus ‚spirituellen Gründen‘. Ein anderer erläuterte das noch etwas und erklärte, dass sie einem Heiligen folgen, der gewisse Regeln vorgibt – und eine von diesen ist eben, dass sie nicht aus Geschirr essen, aus dem eine andere Person vor ihnen gegessen hat.

Natürlich gaben wir unser Bestes, um sie zufrieden zu stellen. Wir kochten in unseren normalen Töpfen, brachten das Essen in unseren Servierschüsseln zum Tisch, servierten es ihnen jedoch auf Plastiktellern und teilten auch Plastiklöffel aus, die wir zufällig irgendwo hatten. Sie waren mehr als glücklich mit dem Essen und meinten, sie würden definitiv wiederkommen.

In unserem Restaurant geben wir uns natürlich Mühe, alle Gäste zufrieden zu stellen. Während wir natürlich alles herbeibrachten, was uns möglich war, zuckten wir innerlich beim Gedanken an das Ergebnis zusammen: jede Menge Abfall! Und noch dazu Plastikabfall, ein Material, das sich nicht zersetzt, das jahrzehnte- wenn nicht jahrhundertelang weiterbestehen und negative Folgen für unsere Umwelt haben wird.

Warum? Ich habe wirklich kein Problem damit, wenn Menschen glauben, was sie nunmal glauben wollen. Gleichzeitig jedoch habe ich das Recht, da nicht zuzustimmen. Ich denke es ist falsch, unsere Erde für kommende Generationen zu verschmutzen, nur weil ein Mann, der einfach nur ein Mensch ist wie du und ich, meinte, er sollte seinen Anhängern das vorschreiben. Es ist jedermanns eigene Entscheidung – doch am Ende glaube ich, dass die Menschheit unter solchem Glauben leidet.

Gleichzeitig gibt es natürlich Situationen, in denen auch wir Plastik nicht vermeiden können. Wenn zum Beispiel jemand Essen mitnehmen möchte, wäre es schwierig, es in umweltfreundlicher Verpackung mitzugeben. Doch in allen Fällen, in denen Plastik nicht notwendig ist, vermeiden wir es!

Naja, nach dem Besuch dieser Gruppe haben wir darüber gesprochen, was wir tun könnten und sagten, wir könnten es nächstes Mal anders machen: wir servieren ihnen Essen auf Tellern und Schüsseln, die aus Blättern gemacht sind – eine umweltfreundlichere Version! Dadurch werden ihre religiösen und spirituellen Ansichten respektiert und gleichzeitig unsere umweltfreundlichen Ansichten! Eine gute Lösung für alle Beteiligten!

Warum es Atheisten leichter fällt, Entscheidungen zu treffen und Verantwortung zu übernehmen – 30 Jul 15

Natürlich gibt es nach einem Wochenende mit so vielen Nicht-Gläubigen ein paar Dinge, die einem in Gesprächen aufgefallen sind. Eines dieser Dinge ist, dass sie im Allgemeinen eher bereit dazu scheinen, Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen, als der durchschnittliche Gläubige es wäre. Und das erscheint mir auch ganz logisch!

Wenn man sich nur das gestrige Beispiel ansieht, ein Unfall, nach dem Atheisten versucht haben, dem Verletzten zu haben, jedoch von einem religiösen Mann, der Angst hatte, daran gehindert wurden. Es sind Nicht-Gläubige, die bereit dazu sind, Entscheidungen zu fällen und die Verantwortung für ihre Handlungen zu übernehmen, um Hilfe zu leisten.

Ich glaube, dass Atheisten so etwas einfacher tun können, weil sie bereits einen schwierigeren Weg gegangen sind. Sie haben bereits die Entscheidung getroffen, nur das zu glauben, was sie wirklich fühlen, nicht, was ihre Familie oder Tradition ihnen sagt. Etwas anderes tun als das, was alle um dich herum tun, ist keine einfache Aufgabe. Man braucht eine feste Entscheidung, Willenskraft und man muss bereit sein, sich allem zu stellen, was da kommen mag. Ein Atheist in Indien ist also für gewöhnlich jemand, der all das obige hat. Nur so kann er oder sie Atheist sein!

So haben Atheisten in Indien sich bereits Herausforderungen gestellt und wissen, dass sie trotz der Schwierigkeiten um sie herum weiterleben werden und das auch noch gut. Sie sind bereit dazu, ihren Verstand einzusetzen, um eine Lösung zu finden.

Religiöse Menschen neigen zu einem anderen Ansatz: sie legen alles in die Hände Gottes. Aufgrund ihres Vertrauens, dass alles so geschehen wird, wie Gott es möchte, sind sie oft wiederwillig, ja fast lethargisch, wenn es darum geht, Entscheidungen zu treffen. Sehr oft versuchen Gläubige erst gar nicht, ein Problem zu lösen, weil sie glauben, dass Gott es geschaffen hat. Es sollte da sein, es muss schwierig sein – schließlich hat Gott es geschaffen! Sie weichen nicht von ihrer alltäglichen Routine ab, weil sie dieser imaginären Kraft vertrauen.

Dazu kommt, dass sie Angst haben. Religion basiert auf der Angst der Menschen. Ohne Angst würde es nicht gehen. Keiner würde an den Himmel glauben, wäre da nicht die Angst vor der Hölle! Deine Sünden, die Strafe dafür, Reue und alles darum herum. Instrumente dafür, die Angst zu schüren. Und sobald du diese Angst gewöhnt bist, ist sie zu jeder Zeit ein Teil deines Lebens. Wenn du einen Unfall siehst, bekommst du es mit der Angst. Du denkst gar nicht daran, dem anderen zu helfen, sondern rettest dich selbst vor jeglichen Problemen, die daraus entstehen könnten!

Religiöse Menschen fragen ihren Gott auch an schwierigen Punkten in ihrem Leben nach einer Entscheidung. Sie glauben, er hilft ihnen damit – doch ich habe so viele Leute gesehen, die sich einfach nicht entscheiden können, die nicht in der Lage dazu sind, vorwärts zu kommen, weil sie immer noch auf göttliche Führung warten, die einfach nie kommt!

Natürlich gibt es immer Ausnahmen, doch das ist eine allgemeine Tendenz, die ich bemerkt habe. Habt ihr das auch bemerkt?

Hier sind die Bilder unseres Atheisten-Treffens

Bin ich Atheist geworden, weil es mehr Geld bringt? – 8 Feb 15

Da es Sonntag ist, möchte ich euch wieder etwas von meinem Leben erzählen, etwas eher Privates und heute definitiv etwas, das mich über meine Freundschaften und den Weg, den ich im Leben gegangen bin, nachdenken ließ.

Ich hatte in meiner Schulzeit einen Freund. Eigentlich war er einige Jahre älter und ging in eine höhere Klasse, aber wir, und auch mein bester Freund und er, freundeten uns an. Er zog nach Europa und ließ sich dort nieder. Als ich nach Europa kam, besuchte ich ihn bei ihm zu Hause.

Man kann sagen, wir waren Freunde, aber wir waren nicht sehr eng. Da wir nicht viele gemeinsame Interessen hatten, verloren wir uns langsam aus den Augen. Hin und wieder meldeten wir uns beieinander, aber ich hatte das Gefühl, dass die Wärme unserer Beziehung verschwand, als ich mich von der Religion abwandte. Später, als klar war, dass unsere Ansichten ganz sicher nicht zusammenpassten und als ich auch nicht mehr an Gott glaubte, beendeten wir sogar den letzten Rest von Kontakt, den wir noch gehabt hatten.

Ein enger Freund jedoch blieb mit ihm in Kontakt und so erfahre ich manchmal, dass er in Vrindavan gewesen ist und sich mit einem gemeinsamen Freund getroffen hat.

So habe ich bereits vor einiger Zeit erfahren, dass sie auch über mich gesprochen haben. Und dass dieser Mann, der früher ein Freund gewesen war, meinem Freund erzählt hatte, dass ich seiner Meinung nach alles immer nur fürs Geld getan hatte. Meine Arbeit als Prediger und Guru, meine ganze Zeit in der Höhle, alles war in seinen Augen nur dafür da gewesen, dass ich Geld verdiene. Er meinte, er hätte nie geglaubt, dass ich religiös sei, sondern, dass ich schon immer Atheist gewesen sei und es nun nur bekannt gegeben hatte, weil ich dachte, es würde mir mehr Geld bringen.

Erst konnte ich es nicht glauben und gleichzeitig musste ich laut loslachen! Das von einer Person zu hören, die es besser wissen sollte! In der Zeit, als ich in die Höhle ging und auch davor, war ich eine wahnsinnig religiöse Person voller Hingabe! Ich glaubte ehrlich an all das und konnte nur so drei Jahre abgeschottet mit Mantras meditieren. Wenn ich das für Geld getan hätte, wäre ich nach ein paar Monaten schon verrückt geworden! Nur starker Glaube lässt einen solch verrückte Dinge tun!

Und was habe ich davon bekommen, dass ich Atheist geworden bin? Um ehrlich zu sein wäre ich aus finanzieller Sicht ein Idiot gewesen: meinen Glauben an Religion und Gott und damit ein gutes Geschäft mit vielen Anhängern aufzugeben! Hätte ich wirklich immer ans Geld gedacht, hätte ich mit dem weitergemacht, was ich als Guru machte, obwohl ich schon nicht mehr drandachte.

Schließlich glaube ich, dass das die Meinung meines ehemaligen Freundes zur Religion zeigt: dass Menschen nur zur Schau glauben und religiös aktiv sind. Vielleicht zeigt es auch seine eigene Einstellung zur Religion – oder will er sagen, dass alle anderen es falsch machen und nur er richtig?

Morgen werde ich mehr über diesen religiösen Egoismus schreiben. Für heute lasst nur das gesagt sein: weder hatte meine Religiosität noch meine Wendung zum Atheismus irgendetwas mit Geld zu tun!

Unterstütze ich das System der Mitgift, wenn ich auf eine traditionelle indische Hochzeit gehe? – 25 Dez 14

Gestern habe ich euch einige Situationen beschrieben, in denen ich sagen würde, dass man an seinem modernen Gedanken festhalten sollte, wenn das bedeutet, dass man schädlichen und völlig falschen Traditionen wie der Unberührbarkeit aufgrund der Kaste oder dem System der Mitgift nicht folgt. Ein indischer Mann fragte mich vor Kurzem, ob die Situation, in der er sich befand, eine von diesen war. Sein Freund heiratete und er wusste, dass in der Hochzeits-Vereinbarung auch eine Mitgift eine Rolle spielen würde, etwas, wogegen er sehr stark eingestellt war. Nun fragte er sich, ob er zu der Hochzeit gehen sollte oder ob er damit die Tradition der Mitgift unterstützen würde.

Einige Leute haben mich schon sehr strikt genannt, wenn es um solche Dinge geht. Ich folge wirklich meinen Worten und handle nach dem, was ich sage. Gleichzeitig jedoch sehe ich, wenn es gerade nicht darum geht, dass ich meinen Glauben – oder Nicht-Glauben – demonstriere, sondern eher darum, mit jemandem als Freund Zeit zu verbringen aufgrund der Liebe, die zwischen uns herrscht.

Das ist meiner Meinung nach auch hier der Fall. Wenn es ein guter Freund von dir ist, hast du deine Ansicht wahrscheinlich schon einmal ausgedrückt. Wenn es sich um ein enges Familienmitglied handelt und du in der Sache etwas zu sagen hast, würde ich sagen, dass du schon vorher dein Bestes geben solltest, eine Mitgift in diesem Fall zu verhindern.

Wenn du wegen der Mitgift nicht zu der Hochzeit gehst, egal, welche Art der Beziehung du zu der Braut oder dem Bräutigam hast, wird das die Hochzeit nicht aufhalten. Wenn du weder ein guter Freund noch ein Verwandter bist, macht es den involvierten Personen wahrscheinlich nicht viel aus, dass du nicht kommst und deine Absicht ist verloren. Und wenn du ein guter Freund oder Verwandter bist, fühlen sich die frisch Verheirateten und ihre Familie wahrscheinlich von deinem Fernbleiben verletzt.

Das bringt eine Kerbe in eure Beziehung, hält sie jedoch nicht davon ab, ihrer Tradition zu folgen. Dass du ihnen von deiner Sicht der Dinge erzählt hast, tat das ja auch nicht.

Und hier möchte ich euch noch einmal fragen, was mehr wert ist: dein Ego, das dadurch verletzt wurde, dass sie deinen Vorstellungen nicht gefolgt sind, oder deine Liebe? Euer Glaube oder eure Freundschaft?

Ich glaube, dass es bei einer Hochzeit darum geht, dass du am wichtigsten, schönsten und hoffentlich glücklichsten Tag des Lebens deiner Freunde dabei bist! Um ihrer Liebe willen kannst du für nur einen Abend einfach vergessen, dass sie eine andere, veraltete und falsche Sicht auf dieses Thema haben und einfach nur genießen!

Das bedeutet nicht, dass du während dem ganzen Ritual da sein musst, wenn du gegen die religiösen Aspekte solcher Veranstaltungen bist! Das ist nicht nötig und wenn alle deinen Standpunkt kennen, macht es auch niemandem was aus, wenn du diesen Teil verpasst. Aber sie würden dich auf der Party vermissen – und dir würde es auch fehlen!

Hör also auf, dich selbst mit solchen Fragen zu foltern, tu das, was sich für dich richtig anfühlt und sei gegenüber deinen Freunden und deiner Familie einfach offen! Genieße das Leben und verkompliziere es nicht unnötig!

Und im gleichen Sinn möchte ich nun, obwohl ich mit Weihnachten, den Traditionen und dessen Bedeutung nichts zu tun habe, allen meinen Lesern und Freunden, die gestern, heute und morgen feiern, eine wunderschöne Zeit voller Liebe und Frieden wünschen! Genießt eure Feiertage und Feierlichkeiten, umarmt eure Familienmitglieder und überfresst euch nicht an dem leckeren Essen!

Die Toleranz endet, wenn die Familie an Unberührbarkeit glaubt – 24 Dez 14

Gestern habe ich die Situation vieler junger Inder beschrieben: sie sind fortschrittlich und haben moderne Gedanken, während ihre Familien immer noch in diesen Traditionen und Ritualen feststecken, die sie nicht mehr mögen. Sie schämen sich und versuchen, Treffen zwischen Freunden und Familie zu vermeiden. Gestern sagte ich, man solle tolerant sein und einen Weg finden, wie man zusammen friedlich und liebevoll umgehen kann. Es gibt jedoch einige Situationen, in denen auch ich glaube, dass das nicht möglich ist. Situationen, in denen ich keine Toleranz mehr hätte und in denen ich jedem raten würde, auf ihrem Standpunkt zu verharren und kein bisschen abzurücken!

Probleme wie diese begrenzen sich natürlich nicht nur auf junge Leute. Du kannst in jedem Alter in eine solche Situation kommen, wenn deine Familie und die Menschen, die du liebst, sehr traditionell sind und du den veralteten und dümmsten ihrer Traditionen stark widersprichst. Zum Beispiel der Unberührbarkeit aufgrund der Kaste.

Wenn du Freunde aus der niedrigsten Kaste hast und eine Familie, die sie immer noch als ‚unberührbar‘ betrachtet, kann ich euch versprechen, dass es Probleme gibt, wo auch immer sie aufeinander treffen. Deiner Familie wird es nicht gefallen, wenn du diese Freunde mit nach Hause bringst. Sie werden ihnen Wasser in einem besonderen Glas servieren und nachdem deine Freunde weg sind, werden sie alles, was deine Freunde verwendet haben, mit Feuer ‚reinigen‘. Sie würden es auch vermeiden, ihnen zum Gruß die Hand zu schütteln – was ganz okay sein kann, da es ja keine indischen Tradition ist – aber sie würden sich auch bemühen, sie nicht aus Versehen zu berühren.

Wie würdest du dich da fühlen? Und schlimmer noch, wie würden sich deine Freunde fühlen?

Oder wenn deine Familie glaube, dass jedes Mädchen, das Jeans oder – Gott bewahre – Röcke trägt, ein leichtes Mädchen ohne Moral ist, du aber zufällig mehrere solcher Freundinnen hast, wirst du dir Moralpredigen anhören dürfen. Vielleicht verbieten dir deine Eltern sogar, mit ‚solchen Leuten‘ in Kontakt zu sein! Sie glauben sie hätten schlechten Einfluss auf dich – was meinst du?

Oder deine Eltern bestehen darauf, deine Ehe mit jemandem aus deiner Kaste zu arrangieren und nehmen oder geben dafür sogar eine Mitgift, ein Konzept, das du völlig ablehnst! Hättest du da nicht das Gefühl, dass sie einen Schritt zu weit gehen?

Es gibt soche Fälle und noch viele weitere Beispiele. Wenn deine Familie an Traditionen und kulturelle Gewohnheiten glaubt, die du für falsch hältst und sie auf diese Weise dein Leben aktiv beeinflussen, musst du mal energisch auftreten. Es gibt eine Grenze dessen, was für dich in Ordnung ist, ohne dass du ein scheinheiliges Doppelleben führst!

Ich weiß die Folge ist, dass sie entweder akzeptieren, was du sagst oder dass sich eine gewisse Distanz zu anderen Familienmitgliedern bildet. Es geht nicht anders – weil wir tolerant sein sollten, aber auch andere nicht unsere Leben mit falschen Werten und schädlichen Handlungen übernehmen lassen sollten!

Freunde mit unterschiedlichem Glauben – wie das funktioniert – 4 Nov 14

Ein Moslem, ein Hindu, ein Christ, ein Jude und ein Atheist kommen in ein Restaurant. Sie essen etwas, reden und haben einen schönen Abend, bevor sie wieder nach Hause gehen.

Diese Zeilen habe ich irgendwo gelesen und musste lachen. Man würde meinen, dass diese Kombination von Menschen unterschiedlichen Glaubens, einschließlich einer Person ohne Glauben, eine ziemlich explosive Konstellation ist. Das ist jedoch nicht wahr – wir können alle friedlich miteinander leben, solange wir nicht versuchen, einander zu überzeugen! Das ziehe ich in meinem Privatleben auch vor.

Ich will wirklich nie jemanden überzeugen. Ja, in meinem Blog oder auf sozialen Medien schreibe ich meine Gedanken auf. Es muss jedoch niemand etwas lesen, was er nicht lesen möchte! Ich kann und will niemanden dazu zwingen, meine Worte zu lesen oder sich anzuhören, was ich sage. Wer Interesse hat, offen ist und eine andere Sichtweise kennen lernen möchte, ist herzlich willkommen und wir können vielleicht eine interessante Unterhaltung haben. Wenn nicht, auch gut, ich muss mich mit dir ja nicht über Religion oder Glaube unterhalten!

Ich habe einige religiöse Freunde. Ich kann mit ihnen zusammensitzen und einfach eine schöne Stunde oder zwei mit ihnen verbringen, mich über Familie und Geschäft unterhalten und eben über das, was in unseren Leben so vor sich geht. Ich muss nicht einmal das Thema Religion anschneiden. Ich wäre sogar genervt, wenn sie das tun würden, weil wir alle genau wissen, dass eine solche Unterhaltung zu nichts führen würde.

Ja, es ist schon wahr, dass meine Gespräche nicht sehr tiefreichend sein können mit jemandem, der sehr starke religiöse Gefühle hat, weil wir gänzlich unterschiedliche Meinungen zu so vielen Themen haben, dass es einfach keinen Spaß machen würde, da ins Detail zu gehen. Doch wenn Liebe und Freundschaft besteht, kann diese auch mit diesem Meinungsunterschied fortbestehen.

Auf jeden Fall würde ich nie versuchen, jemand anderen zu überzeugen oder sogar einen Streit anfangen. Wenn du mich nach meiner Meinung fragst, kann ich sie dir sagen. Wenn du mehr wissen willst, kann ich dir sagen, warum ich so denke. Wenn du offen bist, mache ich das alles gern. Wenn du stur auf deinem Punkt beharrst und mich nur fragst, weil du meine Worte widerlegen willst und Streit suchst, so habe ich kein Interesse. Dann werde ich ruhig, nicke vielleicht hin und wieder und werde im Allgemeinen nichts dazu beitragen, diese Unterhaltung fortzusetzen. Ich teile dir meine Ansicht nur mit, weil du Interesse hast und mich gefragt hast – erzähl mir deine bitte auch nur, wenn ich Interesse habe und dich frage.

Glaube, was du willst oder glaube gar nichts, aber tue es, ohne andere zu stören. Störe dich selbst nicht, indem du meine Worte liest, wenn sie dir nicht gefallen – und störe mich nicht mit dem Wunsch, deswegen zu streiten!

Der Verlust eines geliebten Menschen kann den Glauben an der Wurzel erschüttern – 12 Okt 14

I habe euch vom Tod meiner Schwester Para im September 2006 erzählt und davon, wie unsere gesamte Familie versuchte, damit umzugehen. Im Hinduismus gibt es bestimmte Rituale, die nach dem Tod eines Familienmitglieds durchgeführt werden müssen. Das Thema dieser Rituale hat mir gezeigt, wie sehr Paras Tod meinen eigenen Glauben und meine innere Welt veränderte.

Meine Familie bereitete die Rituale vor. Wir alle sind keine Angeber und waren noch dazu voller Kummer, also war nichts Großes geplant. Sie begannen jedoch ein paar Rituale – und mir gefiel das gar nicht. Ich wurde sogar recht wütend deswegen. Nichts würde meine Schwester wiederbringen! Egal, wie viele Gebete sie sprechen würden, egal, wie viel sie irgendeinem Gott an Opfergaben darbieten würden, sie würde nicht wieder lebendig werden!

Ich wurde erst richtig wütend, als der Priester kam, der die Rituale tun sollte und schickte ihn gleich wieder fort. Natürlich war der Priester verblüfft, aber er ging, als er sah, dass ich ihn und meine Familienmitglieder in unserem Haus keine Zeremonie abhalten lassen würde. In meinem Wutausbruch machte ich ganz deutlich, dass ich das alles für sinnloses Theater hielt.

Ihr fragt euch vielleicht, was meine Eltern dazu zu sagen hatten und wie sie sich wohl gefühlt haben. Das ist einer der größten Beweise, die ich dafür habe, dass meine Familie die beste ist, die ich auf dieser Erde je hätte haben können: sie akzeptierten, was ich sagte. Sie stritten nicht, wurden auch nicht wütend. Sie verstanden, was ich sagte – und das war für sie in Ordnung.

Dieser Vorfall ist auch der Beweis für die Tatsache, dass meine Religiosität und die meiner Familie nach dem Tod meiner Schwester von Grund auf erschüttert war. Wären wir alle immer noch tief gläubig gewesen, hätten wir uns Sorgen um ihre Seele gemacht und die Rituale auf die größte und bestmögliche Weise durchgeführt. Paras Tod jedoch hatte etwas verändert.

Der Tod meiner Schwester war einer der Hauptgründe dafür, dass ich meinen Glauben verlor. Es war ein so großer Schock, dass es die Säulen von all dem erschütterte, an was ich glaubte. Man beginnt, viele Dinge in Frage zu stellen, beginnend mit den kleinen Dingen: Ich kannte ihr Geburtshoroskop in und auswendig. Nirgendwo war da ein Zeichen dafür, dass sie vor ihrer Zeit von uns gehen würde! Wie hatte uns das passieren können, einer Familie, die einen tiefen Glauben hatte, anderen predigte und auch ihnen zum Glauben verhalf? Und ihr, was hatte sie denn getan, um diese Behandlung der Götter zu verdienen?

Natürlich verliert man seine Religion und seinen Glauben nicht an einem Tag. Es ist ein langer Prozess, der für mich nach meiner Zeit in der Höhle begonnen hatte und den ich in den darauffolgenden Jahren beschritt. Der Tod meiner Schwester war ein großer Punkt auf diesem Weg. Ich hatte bereits die Rolle des Guru hinter mir gelassen, ich hatte bereits begonnen, mich von der Religion zu entfernen, obwohl ich mir immer noch nicht ganz bewusst war, dass das geschah, und später würde ich mich eines Tages sogar von Gott abwenden.

Toleranz gegenüber Glauben oder Verantwortung dafür, Kinder vor Aberglauben zu bewahren – 9 Oct 13

Gestern habe ich euch erzählt, dass ich einiges an Rückmeldungen bekam, als ich erzählte, dass zwei unserer Mitarbeiter wegen den Windpocken ihre Arbeitsstelle aufgegeben haben. Während ich gestern berichtete, wie manche abergläubige Leute fragten, warum wir sie denn zum Arzt geschickt haben, gab es andere, die sich auf einen anderen Punkt konzentrierten: als sie fragten, ob sie zurückkommen konnten, wenn sie ohne Medizin wieder gesund würden, lehnten wir das ab. Warum?

Mir wurde in Verbindung mit dieser Entscheidung vorgeworfen, ich hätte jemandem die Arbeitsstelle genommen, weil sie nicht an das glaubten, woran ich glaubte. Zunächst möchte ich einmal auf diese Anschuldigung antworten. Mir ist es normalerweise wirklich und ehrlich völlig egal, an was unsere Angestellten glauben. Ob sie Hindus, Christen, Moslems oder Atheisten sind – das ist eihre eigene Sache und weder frage ich sie danach, noch mische ich mich da auf irgendeine Weise ein. Ihre Glaubenseinstellung hat für mich nichts mit ihrer Arbeitsqualität zu tun. Ich habe da eine professionelle Einstellung und erwarte das auch von ihnen.

Die meisten, wenn nicht alle, unserer Angestellten haben eine recht deutliche Vorstellung von der Tatsache, dass wir überhaupt nicht religiös sind. Sie wissen, dass die Einzige in der Familie, die einen Altar hat und diesen auch zur Verehrung verwendet, meine Großmutter ist. Sie weiß, dass wir sogar auf großen religiösen Festen keine Zeremonien durchführen, an Fastentagen essen wie gewöhnlich und dass man an uns keinerlei Zeichen einer Religion oder Kaste findet. Wir halten sie jedoch auch nicht von ihre eigenen Gottesverehrung ab.

In unserem Alltag funktioniert das ganz gut und es hat noch nie solche Probleme gegeben, aber nun haben wir diese Entscheidung aus einem bestimmten Grund getroffen: während der Glaube unserer Mitarbeiter nichts ist, worauf wir Einfluss nehmen wollen oder worüber wir ein Urteil fällen wollen, haben wir doch immer einige Jungen im Ashram, für die wir eine bestimmte Verantwortung haben. Diese Kinder wurden nicht nur in unsere Obhut gegeben, damit wir sie mit Kleidung, Essen oder was sie sonst noch so brauchen ausstatten, sondern auch, damit wir ihnen etwas beibringen – in der Schule und auch daheim. Moral und Werte sind etwas, das ein Kind in der Kultur daheim lernt und diese Kinder sind im Ashram zu Hause.

Wir sind offen und tolerant gegenüber der Welt – diese Kinder lernen den Hinduistischen Glauben durch die Kultur in ihrer Umgebung kennen. Wenn diese Religion jedoch sich jedoch zu einem gefährlichen Aberglauben verändert, so ist eine Grenze erreicht. Das ist der Punkt, an dem wir ihnen mit Worten und Taten zeigen müssen, dass sie die Dinge wissenschaftlich betrachten sollten, dass Krankheiten mit Medikamenten und mit der natürlichen Kraft des Körpers geheilt werden – und nie durch eine Zeremonie.

Wir sind der Meinung, dass es diesen Kindern einen falschen Eindruck geben würde, wenn uns zwei unserer Mitarbeiter verlassen, weil sie ihre Medizin nicht nehmen wollen und dann zurückkommen. Eine Medizin, die diese Kinder selbst genommen haben. Die Angestellten würden zurückkommen und ihren Aberglauben verbreiten, versuchen, den Kindern zu beweisen, dass sie falsch liegen, wenn sie sagen, dass ihnen beim gleichen Problem die Medizin geholfen hatte. Diese Leute, die die Wirkung der Medizin gesehen haben und sie trotzdem nicht nehmen wollten, sondern noch eher ihre Arbeitsstelle verlieren, wären auch stur genug, Dinge gegen diese Medizin zu sagen und die Kinder zu beeinflussen, so dass diese nicht mehr zum Arzt gehen wollen oder ähnlichen Unsinn in ihre Köpfe pflanzen.

Wenn Aberglaube von Unwissen stammt, ist das eine Sache, aber wenn er von einer sinnlosen Sturheit oder blindem Glauben herrührt, so ist das falsch. Und wir nehmen unsere Verantwortung für unsere Kinder ernst – deswegen wollen wir sie vom Einfluss blinden Glaubens fernhalten!

Kein Unterschied in Glaube und Aberglaube – Verliere den Glauben an deinem Glauben! – 5 Jul 13

Bei Themen wie dem gestrigen gibt es immer ein paar religiöse Leute, die mir sagen, dass ich zwei unterschiedliche Dinge vermische: Glaube und Aberglaube. Mir wird gesagt, dass ich doch den grundlegenden Glauben an Gott nicht Aberglaube nennen sollte und dass beides sehr wohl getrennt betrachtet werden müsste. Im heutigen Eintrag möchte ich ganz deutlich machen, dass ich mir über die Bedeutung des Wortes ‚Aberglaube‘ sehr wohl bewusst bin und dass ich auch Gottvertrauen und Aberglaube nicht miteinander verwechsle. Ich weiß sehr wohl, was ihr mir damit sagen möchtet, aber ich muss euch sagen, dass meiner Meinung nach euer Gottvertrauen in die gleiche Kategorie gehört wie Religion und Aberglaube. Ich will es euch erklären.

Natürlich sind es religiöse Menschen und Menschen mit Gottvertrauen, die so etwas sagen. Warum? Sie wollen nicht abergläubisch genannt werden! Sie mögen es nicht, wenn ich sage, dass ihre religiösen Handlungen abergläubisch sind. Für sie ist es Glaube, wenn sie eine Blume auf den Altar legen, während Zitronen und Chili an der Tür gegen schlechte Energien Aberglaube ist. Für mich ist da nicht allzu viel Unterschied zwischen den beiden – beides wird in dem Glaube getan, dass da eine übernatürliche Kraft auf diese Handlung reagiert. Darauf sollst du vertrauen, wird dir gesagt, obwohl es keinen Beweis dafür gibt. Du sollst zu jemandem beten, dessen Existenz immer noch nicht sicher ist. Du nennst es Glaube, ich sage es ist erfunden.

Im gleichen Zusammenhang wurde ich einmal gefragt, ob es Aberglaube wäre, zum Tempel zu gehen. Ich sagte, diese Frage könnt ihr euch selbst beantworten! Was ist ein Tempel? Es ist ein Haus oder ein Zimmer, die Wände mit Silber und Gold geschmückt, in der Mitte ein Altar mit einem Thron, auf dem eine Statue sitzt, oft aus Stein, aber manchmal auch aus Silber oder Gold. Da gehst du hin, legst etwas Essen davor und klingelst mit einer Glocke. Das machst du schon dein Leben lang und du weißt genau, dass dieser Essensteller von Gott noch nie angerührt wurde. Das Essen war nie weniger geworden. Trotzdem behauptest du, Gott hätte es gegessen und nun sei es heiliges Prasad für dich, dass du selbst essen und deinen Gästen anbieten kannst – und dass dieses Essen auch noch eine besondere Wohltat sein wird. Hättest du es Gott nicht dargeboten, wäre es nicht so gut. Ist das nicht abergläubisch?

Das ganze Konzept des Tempelbesuchs ist abergläubisch! Dein Glaube erzählt dir, Gott sei allmächtig. Wenn das so ist, warum musst du dann in ein von Menschen gemachtes Gebäude gehen, um ihn zu treffen? Warum braucht Gott dort Diener, die ihn, zumindest in Hindu Tempeln, füttern, kleiden, baden und sich in jeder Hinsicht um ihn kümmern? Wenn sie nicht gut aufpassen, wenn ihre Hände schmutzig sind oder wenn sie während ihrem Dienst einen Fehler machen, glauben sie, es sei für sie schlecht. Ist das nicht auch abergläubisch?

All das ist Teil deines ‚Glaubens‘, aber ich habe dir gerade gezeigt, dass man das Gleiche genauso gut auch Aberglaube nennen könnte. Ich sage euch noch was: euer Glaube sagt, ihr sollt nicht mit Menschen wie mir streiten. Lest eure Schriften, da steht es geschrieben! Warum? Weil ihr sowieso nichts beweisen könnt. Doch leider lernen Gläubige diese Lektion nie. Sie argumentieren weiter und müssen nach zwei erfolglosen Versuchen einen Rückzieher machen und etwas sagen wie ‘Gottes Wege sind unergründlich‘ oder ‚Es geht um die Liebe im Herzen!‘

Nein, sie werden es nicht lernen und das ist wiederum ein Zeichen des Aberglaubens. Es gibt keinen Beweis und darum musst du weiter glauben, egal wie unlogisch es erscheint und wie oft dir bewiesen wird, dass du falsch liegst!

Glaube und Aberglaube scheinen nun nicht mehr so weit voneinander entfernt, oder?

Vollkommenes Vertrauen ist zu gefährlich – täusche deinen Glauben an Gott einfach vor – 4 Jul 13

Die tragische Geschichte, von der ich euch gestern erzählt habe, brachte einige Diskussionen in den Medien und natürlich auch online auf sozialen Netzwerken auf. Viele Leute taten diesen Fall einfach als Tat eines ungebildeten und törichten Mannes und seiner Familie ab. Jemand anderes sagte ‚Zu viel Aberglaube ist nicht gut‘ und einige religiöse Menschen sagten, man sollte nicht versuchen, Gott zu prüfen. Ich möchte diese und ähnliche Aussagen beantworten und, man glaube es oder auch nicht, diesen Mann ein klein wenig verteidigen.

Warum sollte ich, der unreligiöse Ungläubige, zur Verteidigung eines Mannes eilen, der sich selbst und seine Familie umgebracht hat, um Shiva zu erblicken? Weil meiner Meinung nach Religion ihnen weisgemacht hat, Shiva würde kommen und sie retten! Dieser Mann hatte nicht vor zu sterben oder seine Familie umzubringen, er glaubte ganz ehrlich, er würde gerettet werden.

Diese Menschen, die sagten er sei einfach nur dumm, sind sich wohl nicht bewusst, dass er durchaus nicht ungebildet war! Er war selbstständiger Fotograf, schickte seine Kinder zur Schule und man kann ihn definitiv nicht mit dem Analphabeten aus dem Dorf gleichstellen, der wirklich alles glaubt, was man ihm erzählt. Nein, er war kein Analphabet und man kann ihn vielleicht abergläubisch nennen, aber es gibt viele gebildete Leute, die sich selbst religiös und gläubig nennen, die gleichzeitig jedoch sehr abergläubisch sind, da sie an all die Geschichten der Schriften glauben.

Ich muss lachen, wenn ich jemanden sagen höre ‚Zu viel Aberglaube ist nicht gut‘ – ein bisschen Aberglaube ist also okay? Da nennst du nun diesen Mann zu abergläubisch, weil das heilige Essen, dass er seiner Familie gab, vergiftet war und er dachte, es würde niemandem Schaden zufügen. Die Tatsache jedoch, dass du dieses Essen überhaupt als ‚heilig‘ betrachtest und denkst, dass es besondere Eigenschaften hat, ist in Ordnung! Ist das nicht auch Aberglaube? Jedes Mal, wenn du im Tempel warst, isst du dieses Essen und denkst, es würde dir helfen – er dachte nun mal, dass sogar vergiftetes Essen gut wäre. Ist es nicht das Gleiche?

Die Wurzel des Aberglaubens ist Religion und ihre Geschichten, was man an diesem Beispiel ganz deutlich sehen kann. Die Schriften bestehen darauf, dass all ihre Geschichten wahr sind und dieser Mann war einfach nur ein sehr, sehr treuer Gläubiger! Er hatte vollkommenes Vertrauen in Gott und darin, dass Gott die Kraft haben würde, ihn zu retten. Er vertraute so sehr, dass er an dem Abend sogar ein Video machte. Er hatte all die Schriften gelesen, in denen treue Anhänger gerettet wurden und er folgte nur ihrem Beispiel. Viele glauben, dass die Geschichten wahr sind, aber nur wenige trauen sich, wirklich ein solches Experiment zu machen. Was hat ihn am Ende das Leben gekostet? Aberglaube oder nur ein sehr starker Glaube?

Solltet ihr religiösen Menschen ihn also nicht eigentlich als den einen, wahren Gläubigen feiern? Einer, der seinem Gott so treu war, dass er sogar Gift nahm? Ihr habt Angst und glaubt nicht genug an Gott, um euch sicher zu sein, dass er euch retten wird! Wenn ihr nicht das tun könnt, was dieser Mann getan hat, glaubt ihr nicht wirklich an Gott und seine Schriften!

Was können wir von dieser ganzen Geschichte lernen? Vielleicht, dass man Gott nicht vollständig vertrauen sollte, denn wenn man das tut, so stirbt man, während man darauf wartet, dass er einen rettet! Halte Gott also am Besten zum Narren, erzähle ihm, dass du an ihn glaubst und volles Vertrauen hast, obwohl du ihm eigentlich nicht gar nicht so sehr vertraust!

Wenn du deine Religion so siehst, bin ich wieder einmal überrascht, dass du es schaffst, dich selbst oder deinen Gott so sehr anzulügen. Wenn es das ist, was du machen willst, so kannst du das gerne tun, aber ich halte es nicht für ehrlich. Wenn du dich selbst religiös nennst, solltest du auch zu 100% daran glauben, mit all den Schriften und vollem Vertrauen, so wie es dieser Mann getan hat.

Und wenn nicht, so finde ich, solltest du mir nicht widersprechen, wenn ich sage, dass die Schriften, die solchen Aberglauben verbreiten und zum Tod von ganzen Familien führen, zerstört und vergessen werden sollten, so dass sie niemandem weiter schaden können!