Es ist deine Entscheidung, in welcher Stimmung du sein möchtest – 3 Mär 16

Du entscheidest selbst was du für eine Stimmung hast – selbst wenn du natürlich auch von äußeren Umständen beeinflusst wird! Als ein Ashram Gast uns vor kurzem von einer schwierigen Situation erzählte, dachten wir wieder einmal an diese Tatsache.

Diese junge Frau hatte schon vor langer Zeit beschlossen, auf eine Reise nach Indien zu gehen. Als sie ihrer Familie und ihren Freunden von den Plänen und ihrer Buchung erzählte, bekam sie unterschiedliche Reaktionen. Einige Leute waren glücklich und freuten sich für sie, aber andere warnten sie, es würde ihr nicht gefallen, es sei gefährlich und sie sollte nicht nach Indien fliegen.

Meistens sind es diejenigen, die selbst noch nie in Indien waren und es nur aus Medien-Berichten kennen, die andere vor einer solchen Reise warnen. Das fand unsere Freundin auch heraus und so kam sie trotzdem. Sie wählte einen guten Ort für den Beginn ihrer Reise: unseren Ashram. Hier hatte sie die Zeit sich langsam an das indische Klima, die indische Zeitzone und natürlich die Kultur zu gewöhnen.

Nach einigen Tagen genoss sie bereits ihre Zeit voll und ganz! Sie machte jeden Morgen Yoga und entspannte sich bei täglichen Massagen und Anwendungen. Sie besuchte die Stadt und machte auch außerhalb des Ashrams gute Erfahrungen. So kam es, dass unsere neue Freundin beschloss, auf Facebook und anderen sozialen Netzwerken Bilder und Anekdoten zu teilen.

Am nächsten Tag war sie sichtbar unglücklich und teilte auch den Grund mit uns: sie hatte von einer Freundin, die selbst in Indien gewesen war und dort keine schönen Erfahrungen gemacht hatte, eine Nachricht bekommen. Diese Freundin hatte sie bei ihrer Reiseplanung eigentlich unterstützt. Es war seltsam – in ihrer Email schimpfte diese ‚Freundin‘ sie praktisch, dass sie die Bilder nicht hätte hochstellen dürfen! Sie erklärte, dass sie den Augenblick genießen sollte und ihre Erfahrungen später mit Freunden teilen sollte. Ansonsten würde sie es sich selbst verderben. Es war eine unfreundliche Nachricht, die diese junge Frau wirklich aus dem Gleichgewicht brachte.

Wir sprachen darüber und stimmten alle überein, dass sie sich die Worte einer anderen Person nicht so sehr zu Herzen nehmen sollte, dass es ihr die Zeit verdarb. Dazu kam das Wissen, dass die andere Frau recht negativ war, die dazu noch in Indien selbst keine gute Zeit gehabt hatte! Es war also gut möglich, dass sie einfach nur neidisch war und nicht wollte, dass es unserem Gast hier so sehr gefiel!

Darüber zu sprechen half unserer neuen Freundin und es war schön zu sehen, dass sie ihre Entscheidung traf: die Entscheidung glücklich zu sein, statt sich von anderen runtermachen zu lassen!

Ist dir deine schlechte Laune zur Gewohnheit geworden? – 17 Sep 12

In einem meiner Tagebucheinträge letzte Woche habe ich euch erzählt, dass die Leute mich fragen, ob Apra denn nie schlechte Laune hat. Dabei sagte ich auch, wie seltsam ich die Vorstellung fand, dass das notwendig sein sollte. Jeden Tag sollte eine Zeitspanne in schlechter Stimmung verbracht werden – ein Konzept, dem ich absolut nicht zustimme. Ich habe diese Art von Einstellung jedoch bei vielen Menschen gesehen und zumeist im Westen. Das bringt mich dazu, heute über die westliche Vorstellung zu sprechen, dass man zumindest hin und wieder schlechte Laune haben muss.

Zunächst einmal will ich dieses Konzept all denen vorstellen, die nicht damit vertraut sind: Dir geht es im Allgemeinen gut und in deinem Leben hast du keine größeren Probleme. Deiner Familie geht es gut, du bist nicht krank und du hast eine Arbeitsstelle oder genug geld, um dein Leben so zu leben, wie du es jetzt schon seit einer Weile lebst. Es ist also eigentlich alles in Ordnung und du solltest glücklich sein. Aber halt, da ist er, dieser Gedanke, solltest du nicht hin und wieder auch schlechte Laune haben? Das ist der Zeitpunkt, an dem die Leute sich irgendetwas suchen, worüber sie sich ärgern können. Und dann ärgern sie sich. Da kann man dann überhaupt nichts dagegen machen. Sie glauben, es ist ihr Recht und ihre Pflicht, nun brummig zu sein, eine Schnute zu ziehen und einen allgemeinen Eindruck der Unzufriedenheit zu machen.

Sie können jede Art von Grund dafür nennen, dass sie sich in dieser Stimmung befinden, egal, wie klein und unbedeutend dieser ist: das Wetter, ein Mückenstich, ein abgebrochener Nagel, ein verlorener Stift oder eine abgesetzte Fernsehsendung. Die ‚Gesamtsituation‘ wird auch oft zum Schuldigen ernannt. In Wirklichkeit jedoch gibt es überhaupt keinen Grund. Es ist einfach nur das Gefühl, dass man ab und zu schlechte Laune braucht.

Leider wird dieses Verhalten jedoch leicht zur Gewohnheit und man sieht, wie die Leute sich jeden Tag immer länger Zeit dafür nehmen. Es ist eine Sucht, etwas, was sie ‚tun müssen‘, was sie irgendwann nicht einmal mehr kontrollieren können, so dass sie nicht wissen, wie sie es verhindern oder da wieder herauskommen! Plötzlich ist alles um sie herum schlecht. Sie sind so entschieden negativ, dass sogar Dinge, die sie normalerweise als schön empfinden würden, urplötzlich hässlich sind. Mit ihrer Laune verpesten sie die Atmosphäre und die Stimmung der Leute um sie herum.

Es gab bereits viele Versuche, dieses Phänomen zu erklären. Ein Gedanke ist, dass sie dieses schlechte Gefühl brauchen, um einen Kontrast zu all dem Guten zu haben, was um sie herum geschieht – so dass sie sich später damit wieder gut fühlen können.

Diese Theorie würde bedeuten, dass es ein Problem ist, das nur für Leute existiert, denen es zu gut geht, als dass sie es wertschätzen könnten. Die Lösung wäre, einfach an Leute zu denken, die es nicht so gut haben und dann wäre alles in Ordnung. Ich bin mir da aber nicht so sicher. Ich glaube, dass es eher eine Frage der allgemeinen Negativität ist, an die sich die Menschen gewöhnen und die sie dann nicht mehr loswerden. Sie haben sich zu sehr an dieses Gefühl gewöhnt.

Lasst mich euch helfen, wieder zu eurem guten Gefühl zurück zu finden. Meditation hilft natürlich, so wie eine gelassene und ausgeglichene Haltung. Sport und Yoga helfen auch. Was jedoch am Besten hilft, ist zu erkennen, was genau du tust, wenn das geschieht. Du machst dir deine eigene Laune kaputt! Nicht die von anderen, deine eigene! Vielleicht lassen sich andere davon anstecken, aber wenn es zur Normalität wird, dass du schlechte Laune hast, gewöhnen sie sich da einfach dran! Stell dir einmal vor, wie viel schöner es wäre, nicht nur für andere, sondern auch für dich, wenn du stattdessen gute Laune hättest!

Manche Leute sagen, dass Stimmung nicht wie ein Schalter ist, den man einfach so umlegen kann – aber wenn du deine eigene Stimmung nicht ändern kannst, wer denn? Du bist derjenige, der es tun kann, also komm aus deinem eigenen Mitleidssumpf heraus und sei glücklich!

Antwort auf die Frage, ob Apra jemals weint? – 14 Sep 12

Ich bin eine sehr offene Person und ich teile mein Leben gerne offen mit allen. Nicht einmal 24 Stunden nach Apras Geburt haben wir ihr Bild auf diese Internetseite hochgeladen, in einen Blogeintrag, in dem ich euch von unserem Glück berichtet haben, dass wir eine Tochter haben. In den Wochen und Monaten danach habe ich in diesem Blog Bilder und Geschichten mit euch geteilt und wir haben Hunderte von Bildern auf Apras Fotogalerie hochgeladen. Da unsere Freunde und Familienmitglieder auf der ganzen Welt verteilt sind, haben wir vor Kurzem eine Facebookseite begonnen, auf der wir Apras tägliche Bilder mit allen teilen wollen und auf die wir auch ihre monatlichen Videos hochladen.

Ich weiß, dass die Leute gerne ihre Bilder ansehen. Wir hatten so gute Rückmeldungen auf die Facebookseite, Hunderte von Leuten teilten ihre Bilder mit ihren Freunden und auch auf unserer eigenen Fotogalerie gab es Kommentare. Wir haben Emails von Leuten bekommen, die schreiben, wie süß sie ist und wie sie strahlt und lacht. Es gibt wirklich so viele lachende Bilder von ihr, so dass die Menschen sogar fragten ‚Weint sie eigentlich jemals?‘ Eine weitere Person fragte ‚Hat sie denn überhaupt Zeit, auch mal schlechte Laune zu haben?‘ und jemand anderes fragte, ob wir ihm ein Bild schicken könnten, in dem sie nicht so gut drauf ist.

Ich muss euch ganz ehrlich sagen, dass wir euch kein solches Bild zeigen können! Unser kleines Mädchen ist einfach von Natur aus sehr, sehr fröhlich. In ihrem allerersten Bild hat sie ein großes Lächeln, nur Stunden nach ihrer Geburt. Sie lacht, sie kichert und sie lächelt. Wenn sie damit beschäftigt ist, etwas Neues zu betrachten, was ihr gerade in die Hand gekommen ist – sei das eine Schüssel, eine leere Wasserflasche oder irgendetwas, das ihr im Weg lag – so ist sie ernst, interessiert, neugierig – aber immer noch guter Laune.

Natürlich kann ich nicht sagen, dass unser Baby nie weint, aber wirklich nur selten. Und an solchen Gelegenheiten stehen wir nicht mit einer Kamera vor ihr! Wir geben unser Bestes, um sie zu beruhigen und wieder zum Lachen zu bringen. Jemand nimmt sie auf den Arm, gibt ihr etwas, was sie sich ansehen kann, macht ein lustiges Geräusch, schaukelt sie von oben nach unten oder geht mit ihr woanders hin, um die Umgebung zu ändern und etwas anderes zu tun. Normalerweise ist sie in ein oder zwei Minuten ruhig.

Wir wissen bereits, dass sie willensstark ist: wenn sie müde ist, wird sie ungeduldig und kämpft gegen die Müdigkeit. So schafft sie es, noch eine Weile länger wach zu bleiben, bis sie mit unseren Bemühungen schließlich einschläft. Wenn sie Hunger hat, wird sie noch ungeduldiger und schreit, um deine Aufmerksamkeit zu bekommen, da sie etwas gefüttert bekommen will. So füttern sie manchmal zur Essenszeit drei Leute gleichzeitig: von dem Moment an, wenn sie den vorigen Bissen runtergeschluckt hat, fordert sie Nachschub! Du kannst den Löffel gar nicht schnell genug wieder füllen – also ist es gut, wenn da noch jemand anderes einen Löffel Gemüse oder Linsen bereit hat.

Sie sagt bereits ganz deutlich, wo sie hinwill, indem sie ihre Hände in die Richtung von Menschen oder Türen ausstreckt. Wenn wir sie auf einen Teppich oder den Boden setzen, krabbelt sie selbst und kann, mit einer Hand zur Unterstützung, auch bereits einige wackelige Schritte in Richtung ihres Ziels machen. Hier sind viele Hände, die ihr helfen, da hinzukommen, wo sie hinkommen will – warum also sollte sie weinen?

Warum sollte sie denn Zeit brauchen, um schlecht drauf zu sein? Ist das nicht eine seltsame Einstellung, dass ein paar Stunden des Tages dazu da sind, dass man schlechte Laune hat? Doch wirklich, wenn auch immer es passiert, dass sie mal nicht fröhlich ist, tun wir einfach alles, damit sie sich wieder besser fühlt – und machen in der Zeit keine Bilder.

Wenn du im Ashram vorbeikommst, kannst du selbst mit ihr spielen. Dann siehst du, dass du, wenn sie die ersten Anzeichen macht zu weinen, selbst versuchst, sie schnell abzulenken und wieder zum Lachen zu bringen – weil ihr Lachen einfach das Tollste auf der Welt ist!

Eine Grundlegende Negative Einstellung verdirbt die Stimmung – 7 Juli 10

Heute Morgen haben wir unsere Reise zurück nach Wiesbaden begonnen. Wir sind mit dem Zug gefahren und haben bereits darüber gesprochen, wie schön es ist, diese angenehme Art zu Reisen zur Verfügung zu haben. Es gibt gute Verbindungen, man kann einfach einsteigen, sich hinsetzen und die Fahrt genießen, bis man am Zielort angekommen ist. Man kann schlafen, lesen, am Computer arbeiten und in manchen Zügen sogar ins Internet gehen und natürlich kann man im Zug auch etwas essen.

Wir hatten einiges vorbereitet, um es mit in den Zug zu nehmen, so dass wir dort Mittagessen haben können. Kurz nachdem wir die Grenze nach Deutschland passiert hatten, packten wir unser Essen aus und stellten es auf den Tisch zwischen uns. Da waren vier Sitze, jeweils zwei gegenüber mit einem Tisch dazwischen und wir hatten drei von den Plätzen reserviert. Wir sahen auch, dass der vierte Platz auch reserviert war, von jemandem, der von Deutschlands erstem Bahnhof bis nach Frankfurt fahren wollte. Ansonsten war der Zug jedoch relativ leer.

Wir begannen also zu essen und als der Zug anhielt, kam eine Frau herein, sah sich die Sitzplatz-Nummern an und sagte zu uns ‚Das ist mein Platz‘. Ramona antwortete, dass wir gerade am Essen waren, wenn es ihr nichts ausmachte, könnte sie sich doch einfach neben uns, auf der anderen Seite des Ganges hinsetzen, wo die gleiche Kombination von Sitzen mit Tisch vollkommen leer war. Ramona fügte hinzu, dass sie dort mehr Platz hätte. Man konnte im Gesicht der Dame erkennen, dass sie da überhaupt nicht zustimmte. ‚Das geht zu weit!‘ sagte sie zu Ramona und dann in Englisch zu mir ‚Ich habe für diesen Platz bezahlt!‘ Ramona war immer noch freundlich und sagte ihr, dass es überhaupt kein Problem sei, wenn sie sich auf ihren Platz setzen wolle, da wäre nur mehr Platz auf der anderen Seite. Die Frau bestand jedoch darauf und setzte sich zu uns.

Da saß sie also nun bei uns am Tisch und sah aus, als hätte sie irgendetwas furchtbar geärgert. Ich dachte, es wäre nur freundlich, ihr auch etwas Essen anzubieten, da wir ja gerade beim Mittagessen waren, also fragte ich sie ‚Möchten sie etwas mitessen? Wir haben recht viel dabei!‘ Sie antwortete ‘Oh, das kann ich sehen, da ist recht viel, nein danke!‘ Wir lächelten über diese Antwort, aber sie zuckte nicht mit einmal mit den Mundwinkeln. Sie saß noch eine Weile da und sah uns beim Essen zu mit einem Gesichtsausdruck, der ihre Gedanken deutlich widerspiegelte. Warum saßen wir hier neben ihr? Warum aßen wir so glücklich, während sie so wütend war? Warum hatte sie das Pech, den Sitz neben uns zu haben und wie konnten wir es wagen, sie darum zu bitten, sich woanders hinzusetzen? Doch dann, nach vielleicht fünfzehn Minuten, stand sie auf, nahm ihre Tasche und ging davon. Sie setzte sich nicht auf die andere Seite des Gangs, wo die Sitze noch leer waren. Sie bewegte sich weiter zum nächsten Wagen.

Es war ein sehr seltsamer Vorfall. Wir mussten hinterher darüber lachen und Thomas sagte, das war typisch deutsch. Die Frau hat für den Platz mit dieser Nummer bezahlt, also musste sie diese Nummer haben! Da war auch noch eine andere Möglichkeit und zwar mit viel mehr Platz für sie, doch sie wollte unbeding bei uns sitzen. Wir hätten ihr Zögern verstehen können, wenn der ganze Zug voll gewesen wäre und sie keinen anderen Platz gefunden hätten. Wir hätten es auch verstanden, wenn sie einen Platz mit Tisch reserviert hätte und es keinen freien Tisch mehr gegeben hätte, aber da waren die gleichen Plätze mit noch drei freien Sitzen!

Naja, das hat uns die Stimmung nicht verdorben, uns war es eigentlich egal, ob sie bei uns sitzen würde oder nicht, aber wir dachten an sie und ihre eigene Stimmung. Sie hat sich ihre eigene Stimmung für ihre Reise völlig verdorben und das ohne irgendeinen Grund! Wir haben darüber geredet und erkannt, dass manche Menschen einfach diese Art von negativer Einstellung gegenüber Fremden, Veränderungen und jeglicher Art ungeplanter Aktivitäten haben. Da gibt es keinen Grund, sich zu ärgern, sie entscheiden sich aber trotzdem dafür. Sei glücklich und positiv stattdessen!

Die Schweiz war schön, aber wir sind auch glücklich, wieder zurück in Wiesbaden zu sein.

Wiederholte Wiederholung von Worten – 9 Juni 10

Heute hat es in New York den ganzen Tag geregnet. Einige Male wollten wir rausgehen, haben uns aber dann doch umentschieden, weil wir nicht nass werden wollten. Wir saßen, sprachen und lachten also zusammen in lustiger Laune, oder?

Irgendwie kamen wir zu dem Thema, dass manche Menschen die Gewohnheit haben, manche ihrer Worte am Ende ihres Satzes zu wieder holen, oder? Sie sagen etwas und dann folgt ganz sicher dieser Satz oder die Phrase. Dann sitzt du da, hörst zu und wartest bereits darauf, dass dieses Wort kommt. Manche sagen ‚weißt du?‘ und manche Menschen gehen weiter und sagen ‚weißt du was ich meine?‘. Ramona hat von einer Person erzählt, die in ihren Sätzen immer wieder ‘nur’ sagte, oder? Es war lustig, weil man ‚nur‘ nicht in jedem Zusammenhang sagen kann. Es ist einfach nur falsch. Am Ende sagte sie Dinge wie ‚Und so starben nur 300 Menschen‘. Das macht sicher nicht den richtigen Eindruck.

Manche Redner benutzen in ihren Reden immer den gleichen Ausdruck, einer von diesen ist ‚Versteht bitte!‘. Yashendu kannte nicht nur eine Person, die immer ihre Sätze mit ‚gell?‘ beendeten. Andere sagten zu Beginn des Satzes: ‚Ich meine‘, oder?
Ich glaube, ihr wisst, was ich meine, oder?
 

Genieße das Leben und zeige anderen die Schönheit dieser Welt – 8 Juni 10

Manchmal können der menschliche Verstand und Emotionen seltsam sein. Hin und wieder ist da ein Ereignis, groß oder klein, in deinem Tag, das dich traurig macht oder dir die Laune verdirbt. Andere Ereignisse machen dich glücklich und fröhlich. Und dann gibt es Menschen, die, wenn sie in einer schlechten Situation sind, alles um sich herum als schlecht betrachten.

Sie sitzen in einem schönen Park, die Blumen um sie herum riechen gut und sehen wunderschön aus und der Baum vor ihnen ist voller Äpfel. Doch sie sehen ihn nicht. Manche Gedanken, die sie haben könnten sind ‚Warum ist dieser Vogel so laut?‘, ‚Es ist zu heiß für Anfang Juni‘ oder ‚Der Wind ist zu kalt‘. Und eigentlich sind sie im Kopf völlig bei ihrem Problem, was auch immer das ist, Arbeit, Familie…

Da fällt plötzlich ein Apfel vom Baum und alles, was sie denken ist: ‘Schau, selbst die Äpfel warden schlecht und fallen runter! Es ist ein mieser Tag!‘ In dieser Stimmung ist er sicher kein Newton, der über die Schwerkraft und andere physikalische Gesetze nachdenkt. Das ist einfach nicht der richtige Moment.

Doch da ist noch jemand anderes im Park. Eine Person kommt den Weg entlang, sieht, wie der Apfel runterfällt, hebt ihn auf, macht ihn an seinem Shirt sauber und gibt ihm demjenigen, der mit schlechter Laune auf der Bank sitzt. ‚Hier, für dich!‘ Der Mann mit der schlechten Laune nimmt ihn, beißt hinein und schmeckt sofort, wie herrlich diese Frucht schmeckt, süß und reif, einfach natürlich vom Baum. Und er kann nicht anders, als sich besser fühlen. Schon sieht die Welt viel schöner aus.

Jeder braucht manchmal jemanden, der einen Apfel aufhebt. Jemand, der dir hilft, die Welt auf andere Weise zu sehen, die Schönheit der Welt wieder zu entdecken. Das ist es, was ich gerne tue: Äpfel für andere aufzuheben und sie ihnen zu reichen. Tue es, zeige anderen, dass das Leben süß ist und dass du es genießen musst. Warum wärst du sonst in diesem wunderschönen Park?

Und immer, wenn du müde davon bist, Äpfel für andere aufzuheben, setze dich selbst auf die Bank, da gibt es sicher jemanden, der die Hälfte seines Apfels mit dir teilt!
 

Versuchen andere, dich niederzumachen? Sei Glücklich! – 28 Mai 10

Ich bin wirklich glücklich dieser Tage, das Leben ist wundervoll. Es ist schön und wenn man in dieser Stimmung ist, genießt man alles. Du bist fröhlich, du bist glücklich und du triffst auf diese Weise Menschen. Die übliche Reaktion ist, dass die Menschen zurücklächeln, dass sie auch glücklich sind, dass da eine Person ist, die genauso glücklich ist wie sie und schon hast du mit ihnen ein bisschen Glück geteilt.

Doch du machst vielleicht auch eine andere Erfahrung, die Thomas erwähnte, als ich vor einiger Zeit mit ihm sprach: manche Menschen werden nicht glücklich, sie scheinen nach etwas zu suchen, dass dich unglücklich machen könnte. Sie sind eifersüchtig und denken ‚Warum bist du so glücklich?‘ und selbst wenn sie es nicht merken, selbst wenn es unbewusst geschieht, suchen sie nach etwas, das sie sagen können, um dir die Stimmung zu verderben.

Hast du schon einmal eine kleine gemeine Bemerkung von jemandem bekommen, genau in dem Moment, als du wirklich glücklich warst? Es kann eine Erinnerung an einen Teil deines Lebens sein, der nicht so gut läuft, wie zum Beispiel ‚Das ist toll, aber was wird denn deine Ex-Frau/Eltern/Chef davon halten?‘ oder ein Versuch, dir Angst einzujagen wie ‚Ja, jetzt kannst du das machen, aber denke mal an die Zukunft/das Geld/deine Kinder!‘

Lass dich davon nicht unterkriegen! Wenn du in glücklich bist, kannst du es schaffen, was auch immer da kommt. Wenn du glücklich bist, kannst du Verbindungen mit anderen Menschen schaffen, du kannst dein Glück teilen. Es gibt Menschen, die mit dir zusammen glücklich sind und welche, die es nicht sind. Und für diejenigen, die dich niedermachen wollen, musst du eigentlich sehen, dass sie selbst nicht glücklich sind. Sie brauchen eigentlich noch mehr Glück als die, die mit dir Lächeln können. Lächle also weiter und antworte ‚Alles ist in Ordnung, mach dir keine Sorgen!‘
 

Nicht-Einhaltung Deutscher Manieren in Bezug auf Gase – und darüber gelacht! – 18 Jul 09

Wir waren einmal bei jemandem zum Abendessen eingeladen. Es war ein wirklich schöner Abend und wir waren gerade beim Essen, als ich etwas Gas in meinem Bauch spürte. Und ich weiß, dass die Menschen das hier gerne zurückhalten, aber ich kann das nicht. Und so habe ich es einfach rausgelassen. Ich weiß, jeder hat es gehört und ich fing einfach an zu lachen. Und dann konnte ich nicht mehr aufhören! Ich habe es wirklich versucht, weil ich weiß, dass es hier schlechte Manieren sind, aber ich konnte einfach nicht aufhören! Es ist so schwierig, in dieser Stimmung mit dem Lachen wieder aufzuhören. Und dadurch, dass hier niemand etwas dazu sagen würde, machte die ganze Sache noch lustiger.

Es war lustig und es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich aufhören konnte zu lachen. Ich hoffe, das hat niemanden beleidigt, besonders da meine Gastgeber ernsthafte Menschen waren, die auch auf Manieren achten. Hier gilt das absolut als schlechte Manieren, aber in Indien wird das nicht wirklich so gesehen.

Seit diesem Abend sagt Ramona, dass ich sogar noch verrückter bin als sie. Aber überlege mal, wie viel Spaß wir deswegen hatten! Und ich glaube, das ist das Wichtigste. Du solltest es deinen Manieren nicht erlauben, dir den Spaß am Leben zu nehmen! Ich mag diese Art von lautem Lachen, das immer mehr wird, je mehr man sich bemüht, damit aufzuhören. Ich hoffe, jeder kennt dieses Gefühl, wenn man nicht mehr aufhören kann zu lachen! Und hinterher fühlt man sich wirklich gut! Lebe, lache und liebe!

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Gute Laune mit oder ohne Eis – 7 Jul 09

Gestern habe ich geschrieben, dass es manchmal nicht gut ist, wenn man sich daran gewöhnt, bestimmte Dinge an bestimmten Tagen zu tun. Oft stellen die Menschen sich so selber Regeln auf. Heute hat Iris einen Witz gemacht und gesagt, dass ich auch immer zur selben Zeit Eis esse: nach dem Abendessen. Und es ist wahr, ich esse normalerweise am nachmittag kein Eis, weil ich mir meinen Hunger lieber furs Abendessen aufhebe und danach etwas Süßes esse. Aber ich sehe die Dinge irgendwie auf eine andere Weise und habe eine andere Einstellung zu dieser ‘Regel’. Gut, das ist meine Eis-Zeit und dann habe ich gute Laune. Selbst wenn es kein Eis gibt. Ich habe gute Laune, egal ob es Eis gibt oder nicht. Und so bin ich und ist mein Glück nicht vom Eis abhängig.

Heute war in Indien ‚Tag der Meister‘. Für mich kann ein Kind genausogut ein Meister sein, von dem man etwas lernen kann. Ich habe via Skype mit dem Ashram gesprochen und konnte so meinen Vater und meine Familie sehen und mit ihnen sprechen. Es war wirklich schön. Und heute haben wir auch die Fernheilung und ich werde mich heute wieder mit allen verbinden, die zur selben Zeit meditieren.

Samstag ist Putztag? Du kannst frei Entscheiden – 6 Jul 09

Ich habe schon öfter darüber gesprochen, dass Menschen in ihrem Leben verschieden Gesichter haben. Ich habe darüber nachgedacht und gesehen, dass unsere Muster, Gewohnheiten und Regeln, die wir uns selber aufstellen, dazu beitragen, diese unterschiedlichen Gesichter zu schaffen. Wir haben zum Beispiel unterschiedliche Kleidung. Es gibt Alltagskleidung, Arbeitskleidung und Partykleidung. Und wenn du bestimmte Kleidung trägst, schafft e seine bestimmte Stimmung und Energie. Deine Stimmung und Energie passt dann zu deiner Kleidung. Und das wiederum schafft unterschiedliche Gesichter.

Wir teilen unsere Stimmung sogar auf verschiedene Wochentage auf. Oft sind wir es gewohnt, bestimmte Dinge an bestimmten Tagen zu tun, zum Beispiel Samstag, ein beliebter Tag für Hausputz und Gartenarbeit. Man schafft also schon vor diesem Tag diese Energie. Manche Menschen haben aus religiösen Gründen ihre Essgewohnheiten festgelegt. Einige essen freitags kein Fleisch und viele haben Sonntags ein richtig großes Mittagessen. Das alles hilft uns, uns in einen bestimmten Rahmen zu bringen und so hängt unsere Stimmung und Energie immer mehr von bestimmten Tagen oder einer bestimmten Kleidung ab. Dann können wir uns nicht frei fühlen, sondern dann wird es zu einer Regel: wenn ich diese Kleidung trage, habe ich dieses Gefühl. Ich muss mich jetzt so fühlen, weil es jener Wochentag ist.

Ich sage wirklich nichts dagegen, wenn dich etwas glücklich macht. Es ist toll, wenn du dich damit gut fühlst. Andererseits hast du dann Schwierigkeiten, glücklich zu sein, wenn diese Bedingungen nicht gegeben sind. Dann brauchst du bestimmte Dinge, um glücklich zu sein. Um glücklich zu sein und das Bewusstsein von all diesen Regeln, Richtlinien und Abhängigkeiten zu befreien, muss unser Bewusstsein weiter wachsen. Wir werden dann nicht mehr von der Zeit abhängig sein. Ich kann heute Sonntag haben. Materielles, Zeit, Kleidung, Essen, Orte, es sollte nichts mehr ausmachen. Wir sind die Schöpfer und können zu jeder Zeit und an jedem Ort erschaffen.