Warum Religionen das Zoelibat befuerworten – 7 Mar 10

Warum haben Religionen so viele Einschränkungen für Sex? Sie müssen eine Meinung dazu haben, weil es ein wichtiger Teil des Lebens ist. Wie kommt es also, dass so viele Religionen es einschränken wollen, es verbieten wollen?

Ich glaube, das kommt daher, dass es das schönste Gefühl ist, in Liebe vereint zu sein, so nahe beieinander wie möglich. Es ist einfach nur natürlich, das zu genießen. Und darum versuchen Religionen, darüber Macht zu gewinnen. So werden Mönche und Brahmacharis dazu angehalten, ohne Sex zu leben: es zeigt, dass sie dieses Gefühl besiegt haben. Sie bauen ihr Ego darauf auf, stärker zu sein als ein solchen natürliches Gefühl. Sie wollen starker sein. Was sie nicht erkennen ist, dass jeder, als Mensch mit Verstand und Intelligenz, in der Lage ist, seine sexuellen Bedürfnisse dann am Besten zu kontrollieren, wenn er sie in den richtigen Situationen auch ausdrücken kann.

Wir wissen alle von dern Kindes-Missbrauchs-Fällen, in die Mönche, Priester und andere spirituelle Persönlichkeiten involviert waren, obwohl sie eigentlich im Zölibat leben sollten. Man kann die Natur nicht unterdrücken, das ist das Ergebnis.

Und warum sollte der Hinduismus seinen Anhängern wirklich den Sex verbieten? Wenn man an die denkt, die sie ihre Heiligen nennen, die überall als große spirituelle Menschen angesehen werden, so wie Ramkrishna Pramahansa oder Kabir, merkt man, dass sie alle Frauen hatten. Sie und viele andere waren verheiratet und ahtten Kinder! Und nicht nur sie. Wenn du Sex als Sünde ansiehst, dann sieh dir einmal die an, die du verehrst. Lord Ram war mit Sita verheiratet, Shiva mit Parvati und Krishna hatte Radha. All dieser Götter hatten Frauen in ihrem Leben und auch Kinder, sie schliefen also nicht in getrennten Betten. Wie konnte sich dieses Konzept so stark entwickeln? Es ist einfach unnatürlich. Religionen müssen das akzeptieren.

Paramahansa – Wahre Bedeutung und Missbrauch – 14 Aug 09

Gestern haben wir über das Guru Image gesprochen, das viele Menschen gerne haben und behalten. Es sind nicht nur Inder, die in den Westen kommen, sondern auch westliche Menschen, die sich von diesem Image und von dem ganzen Drama, das von diesen Gurus geschaffen wird, beeindrucken lassen. Es ist ein großes Geschäft in Indien, spirituelle Titel und Namen zu verkaufen. Und so sehe ich einige Meister hier, die den Titel ‚Paramahansa‘ tragen.

Ich bin mir sicher, dass mehr als die Hälfte von ihnen nicht einmal wissen, was Paramahansa bedeutet. Sie schreiben diesen Titel gerne vor ihren Namen und mögen es, viele Anhänger zu haben, auf einem silbernen oder goldenen Thron zu sitzen, eine Hand hochhaltend in der Haltung eines Hindu Gottes, mit schweren goldenen Ketten voller Edelsteine und mit ihren Anhängern zu ihren Füßen, die Malas und Anhänger mit ihren Bildern um den Hals tragen.

Ich habe wirkliche Paramahansas getroffen, die diesen Respekt einer spirituellen Person mit einem sehr hohen Bewusstseinslevel haben. Keiner von ihnen sitzt jemals auf einem Thron. Sie sind an so etwas nicht interessiert und brauchen dieses Drama nicht, weil sie niemanden mit ihrem Reichtum beeindrucken müssen. Wir nennen Ramkrishna mit viel Liebe und Respekt Paramahansa. Er hat seinen Körper 1886 im Alter von 50 Jahren verlassen. Das Wort ‚Paramahansa‘ kann man sehr ausgiebig erklären, kurz gesagt beschreibt es eine Person, die fern von dieser materiellen Welt ist und sogar von seinem Körper und seinen Sinnen losgelöst ist.

Ich verstehe nicht, wie diese Gurus, die das Materielle, Silber und Gold lieben, Paramahansa sein können. Es macht mich einfach nur traurig zu sehen, dass unschuldige und liebevolle Menschen von diesen Meistern ausgenutzt werden.

Heute hatten wir am Abend eine Chakra Dance Party.