Apra gewöhnt sich an den Schulalltag – 14 Sep 16

Ich habe euch ja schon gesagt, dass ich einige Geschichten für euch habe, die von der Tatsache her stammen, dass Apra nun zur Schule geht. Sie meistert diese große Veränderung in ihrem Leben sehr gut – und liebt es, zur Schule zu gehen!

Natürlich war der erste Tag einfach nur aufregend für sie! Nach den Sommerferien war sie eine der zwei neuen Kinder in ihrer Klasse. Die Schuljahre fangen nun schon immer im April an, einige Wochen vor den großen Sommerferien – doch da wir erst im Juni beschlossen hatten, sie in die Schule zu schicken, war sie die Neue in der Klasse. Die meisten der anderen Kinder waren noch nicht einmal in diesem Jahr zum ersten Mal in der Schule, sondern hatten ihre akademische Karriere bereits ein oder zwei Jahre zuvor begonnen! Apra war natürlich schon bei uns zur Schule gegangen, aber ich hatte euch bereits erzählt, dass sie da frei war zu gehen, wann auch immer sie wollte – und wir waren nie weit weg!

Es war also eine große Sache für sie, uns zu verlassen und alleine ins Klassenzimmer zu gehen. Am ersten Tag war alles so neu und aufregend, dass sie nicht einmal dazu kam, an uns zu denken, bis wir schon wieder da waren, um sie abzuholen. In den darauffolgenden Tagen lernten wir alle das Loslassen – was natürlich für alle nicht einfach war! Dabei jedoch merkten wir, was für eine tolle Wahl wir getroffen hatten: die Lehrer waren so professionell, liebevoll und nett mit ihr, dass es wirklich nicht lange dauerte, bis Apra sich daran gewöhnt hatte. Der Abschied blieb noch eine Weile lang schwierig, doch sobald sie im Klassenzimmer war, spielte und lachte sie und hatte Spaß!

Nun marschiert Apra immer glücklich in Richtung Klassenzimmer und winkt mit fröhlichem Lächeln nach hinten. Sie freut sich auf die vielen Dinge, die sie in der Schule mit ihren neuen Freunden tun kann! Sie arbeiten mit Knete, sie malen, sie gehen auf den Spielplatz und zwischendurch lernen sie auch – Englisch, Hindi und Mathematik.

Sie kommt mit Hausaufgaben nach Hause und wir nehmen uns die Zeit, sie mit ihr zu machen – und natürlich mit den anderen Ashram-Kindern. Ein Tisch im Restaurant gehört dann eine oder zwei Stunden lang dieser kleinen Lerngruppe! Das ist auch zu einer Zeit geworden, die unsere Volontäre nun mit unseren Kindern verbringen. Junge Reisende, die mit geringem Budget reisen, an unseren Retreats teilnehmen wollen und dabei Indien erleben möchten, können uns am Abend im Restaurant helfen – und mit den Ashram-Jungs, Apra und wer auch immer sich von den Kindern unserer Mitarbeiter anschließt, Hausaufgaben machen. Natürlich kommt nach der Arbeit auch das Vergnügen – und jede Menge davon!

Es ist schön, diese Entwicklung und neue Routine zu sehen. Es bedeutet auch, dass Apra nun eine feste Bettzeit hat – weil sie in der Früh raus muss! Natürlich funktioniert das an manchen Tagen besser als an anderen, aber Apra hat sich definitiv an ihren neuen Alltag gewöhnt. Und sie liebt es!

Das sehen wir ganz deutlich, wenn wir so wie vorgestern hören: ‘Ist morgen Schule?‘ ‚Nein, morgen ist Feiertag.‘ ‚Och nööööööööö!‘ 🙂

Warum wir Apras Schule wechseln mussten – 12 Sep 16

Ich habe gerade gemerkt, dass ich in der Zeit, in der ich weniger Blogeinträge geschrieben habe, es verpasst habe, euch von einem wichtigen Tag zu erzählen, der noch eine große Veränderung in unser Leben gebracht hat: Apra geht nun ganz offiziell zur Schule!

Vielleicht erinnert ihr euch daran, dass ich euch letztes Jahr von Apras Besuchen in unserer Schule erzählt habe. Mit ihren dreieinhalb Jahren war sie immer noch sehr klein und wir hatten eigentlich nicht vorgehabt, sie so früh zur Schule zu schicken. Wir sind allgemein der Meinung, dass Kinder in dem Alter die Zeit zum Spielen brauchen und nicht dafür, in der Schule zu sitzen und zu lernen, wie es hier so oft der Fall ist. Doch Apras Ashram-Brüder gingen alle in der Früh zur Schule und so wollte sie auch unbedingt gehen – und sie ging gerne in den Unterricht, in dem Lehrer mit den Kindern sangen und spielten!

Also ließen wir sie gehen und ermunterten sie auch dazu. Doch bald merkten wir, dass es nicht so einfach war wie wir dachten. Apra hat ihren eigenen Kopf und begann zwischen den Klassen hin- und her zu wandern. Manchmal setzte sie sich in eine, manchmal in die andere Klasse. Die Lehrerinnen spielten gerne mit der Kleinen – doch das half ihr natürlich nicht zu lernen und gleichzeitig störte es die anderen Klassen! Und wann auch immer sie Lust hatte, kam sie zurück nach Hause, kam in unser Büro und erklärte, dass sie für den Tag mit der Schule fertig war!

Wir erkannten, dass unsere Schule, so sehr wir auch wollten, dass Apra hier lernte, immer dieses Problem aufzeigen würde: sie wäre nie eine unter allen und Zuhause wäre immer zu nahe! Für eine gewisse Disziplin, die sie im Leben lernen muss, braucht sie Abstand zwischen Zuhause und Schule! Doch was sollten wir tun? Wir wussten, dass die Schulen in der Umgebung alle in ihrem Alltag Gewalt anwenden – etwas, was für uns unmöglich zu ertragen wäre! Hatten wir eine andere Möglichkeit?

In den letzten Sommerferien kam schließlich eine Frau als Gast in unser Restaurant, die mal in einer Schule in Mathura gearbeitet hatte, von der wir bis jetzt nur gehört hatten. Wir hatten versucht herauszufinden, wo diese Schule war, hatten online jedoch Schwierigkeiten gehabt. Doch in unserem Gespräch mit ihr fragten wir ganz deutlich, ob dort Gewalt angewandt wurde – und erfuhren, dass es streng verboten war! Das war Musik in unseren Ohren!

Sofort riefen wir dort an und gingen am nächsten Tag die Schule besuchen – wir waren überwältigt! Dort, in Mathura, nicht zu weit von unserem Ashram entfernt, fanden wir einen Ort, der zu unserer Philosophie passt, wo Kinder spielerisch lernen können, wo Gewalt streng verboten ist und wo kein Druck auf die Kleinen ausgeübt wird! Aktivitäts-Stunden sind wichtiger und es gibt jede Menge Spielplätze, Sportplätze und Wiesen für Spiele auf dem riesigen Geländer der Schule. Die Lehrerinnen, die wir trafen, waren mit Apra sehr liebevoll und die Philosophie, die der Direktor uns erklärte, passte so gut mit unseren Vorstellungen zusammen, dass wir sofort die Anzahlung für Apras Aufnahmegebühr!

Und so kam es, dass wir am 4. Juli 2016 in die Schule gingen, Apra zwischen Ramona und mir, in ihrer neuen Schuluniform und unglaublich stolz! Apra und Ramona hatten eine Schultüte gebastelt – und nach einigen Stunden in der Schule durfte sie sie aufmachen und fand Süßigkeiten, Aufkleber und eine Stifte-Etui für das große Schulmädchen!

Jetzt sind wir also offiziell Eltern eines Schulmädchens – und natürlich habe ich einige Geschichten darüber, wie das unser und Apras Leben verändert hat!

Deine Religion ist deine Privatsache und hat beim Bewerbungsgespräch nichts verloren – 21 Dez 15

Vor Kurzem haben wir auf der Suche nach einem Lehrers für unsere Schule eine Zeitungsanzeige aufgegeben. Er oder sie sollte fließend Englisch sprechen, zum Unterrichten qualifiziert sein und Erfahrung haben. Leider mussten wir viele Bewerber ablehnen – und interessanterweise ist der Grund hierfür auch hin und wieder ihre Religiosität.

Meistens sind diejenigen, die sich bewerben, überhaupt nicht qualifiziert, ausgebildet oder erfahren, weswegen wir sie ablehnen mussten. Religion ist für uns normalerweise überhaupt kein Auswahlkriterium. Üblicherweise ist es uns völlig egal, ob jemand Hindu, Muslim, Christ oder Jude ist oder lieber den Gott der Tauben anbetet, solange er oder sie unterrichten kann und eine nette Person ist. Doch es gibt auch eine Grenze und die erreichen wir, wenn wir den Eindruck haben, dass die Religiosität der Person unsere Kinder beeinflussen würde.

Der erste Hinweis darauf ist das Aussehen: es gibt gewisse religiöse Zeichen, wie bei Männern eine einzelne, lange Haarsträhne am Hinterkopf, ein roter Strich, der über die ganze Stirn geht und noch einige weitere. Eine Burka wäre noch so ein Zeichen. In manchen Fällen sieht es wirklich so aus, als ginge der Bewerber auf Pilgerreise und besuchte mehrere Tempel, statt sich für die Stelle des Lehrers zu bewerben! Es ist definitiv unwissenschaftlich und irgendwie auch unprofessionell.

Wir wollen den Kindern unserer Schule eine vernünftige, wissenschaftliche Denkweise vermitteln und bitten sie sogar, in der Schule keine religiösen Zeichen zu tragen – denn wir wollen, dass wir alle Menschen sind, nicht durch die Religion geteilt. Sie kommen zum Lernen, nicht zum Beten. Wir hätten also auch ungern Lehrer, die ihre Religion zur Schau stellen. Es zeigt, dass sie selbst völlig in etwas involviert sind, was wir für irrational halten – was würden sie also unseren Kindern beibringen?

Weitere Beweise dafür kommen normalerweise während dem Gespräch auf. Eine Frau erzählte zum Beispiel, dass sie und ihr Ehemann aufgrund ihrer Liebe zu Krishna extra nach Vrindavan gezogen waren. Sie hatten ihre guten Arbeitsplätze hinter sich gelassen, um sich selbst in Krishnas Geburtsort ihrem Gott hinzugeben. Das Geld war ihnen nicht so wichtig, doch man muss ja etwas tun, um zu leben, also beschlossen sie zu unterrichten – auch wenn sie keinerlei Erfahrung oder Qualifikation hatten.

Als Ramona sie fragte, ob es nur ihr Ehemann war, der religiös war, oder auch sie, antwortete sie ‚Oh, er ist mein Laddu Gopal!‘ Dieser Ausdruck wird für das Baby Krishna verwendet und beschreibt ihren Ehemann als jemand, dem sie ergeben ist und um den sie sich kümmert, den sie verhätschelt!

Ich lief in gerade diesem Augenblick vorbei und sah Ramonas Gesicht – unbezahlbar!

Scherz beiseite, wenn du zu einem Bewerbungsgespräch gehst, fang bitte nicht an zu predigen. Andererseits wird dadurch nur deutlich, dass du nicht an unserer Schule unterrichten wirst, weil wir nicht wollen, dass du das an unsere Kinder weitergibst. Wenn sie das lernen sollten, müssten sie nicht bei uns zur Schule kommen!

Nein, diese Lebenseinstellung und vor allem der ganze Aberglaube, der mit der Religiosität kommt, ist nicht das, was wir für unsere Kinder wollen!

Warum denken Inder, dass Kinder vor ihren Eltern Angst haben müssen? – 8 Dez 15

Die Kinder unserer Schule haben mit ihren Halbjahres-Prüfungen begonnen. Sie sind am Lernen, aufgeregt, alles richtig zu machen und freuen sich auf nächste Woche, wenn alle Prüfungen vorbei sind. Während Ramona Pranshu, einem der Jungen, die in unserem Ashram leben, beim Lernen für eine Prüfung half, blätterte sie durch sein Heft und fand eine Frage, von der sie erst gar nicht glauben konnte, dass sie in einem Schulbuch stand: ‚Vor wem hast du daheim am meisten Angst?‘

Es war eine Frage im Fach ‚Moral Values‘, also ‚Moralische Werte‘. Das ist ein Fach, das wir im Allgemeinen für unsere Kinder als hilfreich und wichtig ansehen. Es gibt ihnen die grundlegenden Vorstellungen davon, wie wir miteinander, unserer Umgebung und uns selbst umgehen sollten. Da gibt es Kapitel darüber, dass man höflich und respektvoll sein soll, andere dazu, dass man jedermanns Arbeit wertschätzen sollte und darüber, wie man Konflikte im Klassenzimmer löst. Das einzige Problem mit diesem Fach ist, dass das Buch und auch der Lehrer unvermeidlich eine subjektive Ansicht zu diesem Thema haben – und das mag nicht immer eine sein, der ich zustimmen würde.

In diesem Fall war es das Buch, das in einem Kapitel erklärte, dass jeder daheim wichtig ist. Die Großeltern, die Geschichten aus ihrer Zeit erzählen konnten, die Eltern, von denen einer oder beide zur Arbeit gehen, um Geld zu verdienen und auch die Kinder, die im Haushalt und den älteren Haushaltsmitgliedern helfen. So weit, so gut. Doch dann waren da noch Fragen, auf die die Kinder ihre eigene Situation erklären sollten: Wie viele Mitglieder hat deine Familie? Wer macht die Hausarbeit daheim?

Und ‘Vor wem hast du daheim die meiste Angst?’

Es zeigt sehr deutlich, dass das, was ich über die Situation in den Familien Indiens geschrieben habe, wahr ist: es herrschen Gewalt und Angst. Eltern denken, dass ihre Kinder nur auf sie hören, wenn sie Angst haben. Sie müssen Angst haben, um Anstand zu lernen und sich zu benehmen. Sie werden geschlagen, wenn sie das nicht tun. Und was wäre die Standard-Antwort auf diese Frage? Natürlich: vor dem Vater.

Den ganzen Tag lang drohen Mütter, Tanten und Großeltern den Kindern des Hauses: warte nur, bis dein Vater heimkommt! Oder ‚Das werde ich deinem Vater erzählen!‘ mit dem Versprechen, körperlich dafür bestraft zu werden.

Wie sollte ein Vater jemals eine gesunde Beziehung zu seinen Kindern aufbauen? Er ist den ganzen Tag nicht da, arbeitet hart, um Geld zu verdienen und wenn er heimkommt, erwartet man von ihm, die Strafen des Tages auszuführen! Was schafft man damit im Kopf des Kindes?

Als Vater finde ich das schrecklich und in meiner Familie würde niemand auch nur auf die Idee kommen, so etwas zu meiner Tochter zu sagen. Angst ist hier kein Erziehungs-Konzept – aber leider ist es das für viele indische Familien und dadurch auch in Schulen.

In unserer Schule jedoch haben wir nun sichergestellt, dass diese Frage aus dem Schulbuch gestrichen wurde und dass die Lehrer auch wissen warum: Kinder sollten keine Angst haben. Ihr Zuhause und ihre Schule sind sichere Umgebungen und ihre Eltern sowie ihre Lehrer sind diejenigen, die sie lieben und sie glücklich sehen wollen.

Den Schulalltag interessant gestalten – Workshop für unsere Lehrer – 27 Sep 15

Heute früh haben wir uns von einer Gruppe sehr netter Menschen aus Delhi verabschiedet, die die letzten zwei Tage mit uns verbracht haben. Unsere Freundin Sharmila, die in Delhi im Bereich Bildung sehr aktiv ist, hat zusammen mit Ramona schon eine ganze Weile lang daran geplant. Vor zwei Tagen waren sie endlich hier und saßen sodann mit unseren Lehrern zusammen, die sich darauf freuten, etwas neues zu hören und zu lernen.

Die drei Workshop-Führer gehörten einer Gruppe an, die ‘Katha Manch’ heißt und sind auf Geschichten spezialisiert. Natürlich wurden es zwei Tage voller schöner Geschichten! Jeder Teilnehmer wurde dazu ermutigt, seine Lieblingsgeschichte zu erzählen, eine, mit der er sich verbunden fühlte und die er bereits aus seiner Kindheit kannte. Natürlich erzählten auch unsere Besucher aus Delhi ein paar Geschichten.

Wichtiger als die Geschichten selbst jedoch war die Art und Weise, wie sie erzählt wurden und die Wirkung, die die Geschichten auf jede Person im Raum hatten. Am praktischen Beispiel des Erzählens und Zuhörens der Geschichten wurde unseren Lehrern ganz deutlich gezeigt, wie sich jeder auf gewisse Weise mit einer Geschichte verbunden fühlen kann. Sie lernten, die Aufmerksamkeit der Kinder auf die Personen der Geschichte und ihre Handlungen zu lenken und dabei sicherzustellen, dass sie alle bei der Handlung mitdenken.

Mit Brainstorming in Gruppen dachten die Lehrer sich selbst unterschiedliche Aktivitäten aus, die sie mit in den Unterricht bringen konnten, um die Geschichte auf diese Weise mit ihrem Lehrplan zu verbinden. Theater spielen, Malen, kleine Spiele, wissenschaftliche Experimente und natürlich eine Möglichkeit für die Kinder, ihrer Fantasie freien Raum zu lassen können alle möglichen Fächer interessanter machen, sei das nun Mathematik, Sprachen oder Naturwissenschaften!

Was Ramona besonders wichtig fand, war, dass diese Geschichten Stereotypen in den Köpfen der Kinder verändern können, wenn zum Beispiel eine Frau schwere Steine aus dem Weg drückt oder der Familienvater derjenige ist, der daheim Tee macht. Man kann zeigen, dass sogar die ‚schlechten‘ Figuren in Geschichten einfach nur Menschen sind, die Fehler machen und man kann betonen, dass eine Geschichte nicht einmal eine bestimmte Moral haben muss – sie kann einfach nur ein Ereignis darstellen, dass dann besprochen werden kann. Wir haben unterschiedliche Meinungen – und Kinder können lernen, sie auszudrücken und zu akzeptieren, dass es nicht immer nur einen ‚richtigen Weg‘ gibt.

So kommt es, dass wir zwei volle Tage hatten und unsere Lehrer eine ganze Menge neuer Ideen bekommen haben, wie man einen Schultag interessanter und bunter gestalten kann, indem sie Geschichten in ihren Unterricht einbauen.

Neben dem offiziellen Programm war es schön und erfrischend, neue Freunde zu treffen, über Erlebnisse in der Schule zu sprechen und natürlich zusammen zu essen.

Manche Kinder haben Lernschwierigkeiten – Gewalt hilft da gar nichts! – 24 Sep 15

Gestern habe ich euch erzählt, dass viele Leute hier in Indien nicht glauben, dass Prügel oder die gelegentliche Ohrfeige schlecht für Kinder sind. Nicht daheim und auch nicht in der Schule. Ich habe erklärt, warum diese Einstellung einfach falsch ist. Was Lehrer nicht erkennen ist, dass es im Schulunterricht um viel mehr geht, als nur um Noten, Prüfungen und ein Zeugnis. Es geht darum, Kinder zu verantwortungsvollen Erwachsenen zu erziehen, die einen wertvollen Teil der Gesellschaft, des Landes und der Welt darstellen. Und das schafft man nicht in einer Atmosphäre voller Angst!

Wir wissen alle, dass wir nicht alle gleich sind. Wir werden mit verschiedenen Genen geboren und jeder hat unterschiedliche Talente und Fähigkeiten. Das bedeutet, dass einige von uns die Veranlagung dazu haben, schnell zu lernen und jede Art von Information ohne Problem aufzunehmen. Andere jedoch haben das nicht, sie brauchen eine visuelle Veranschaulichung, um Dinge zu verstehen, brauchen eine Wiederholung dieser Information oder anderen Kontext, um sich daran zu erinnern.

Wenn du ihnen Angst machst und ihnen drohst, hilfst du ihnen nicht. Auch nicht, wenn du die dreißig bis fünfzig Kinder in seiner Klasse mit dem Stock zur Ordnung rufst und diejenigen schlägst, die nicht Wort für Wort wiederholen können, was du ihnen beigebracht hast. Im Gegenteil, du machst ihnen Angst, machst sie nervös und dadurch konzentrieren sie sich auf die negative Konsequenzen statt auf das, was sie eigentlich lernen sollten. Du bringst ihnen Schmerz dafür, dass sie sich nicht mehr an das erinnern, was sie zu lernen versucht haben.

Es ist nicht die Schuld des Kindes! Er oder sie ist nicht absichtlich lernschwach. Und es ist kein Verbrechen, Schwierigkeiten beim Lernen zu haben – doch Kinder zu schlagen, ist ein Verbrechen! Siehst du denn nicht, dass du in deinem Unterricht versagt hast? Dass du deine Pflicht nicht erfüllt hast? Es ist deine Aufgabe, alle Kinder deiner Klasse zu unterrichten und du versuchst nur, Informationen in diejenigen hineinzuprügeln, die Informationen nicht so schnell aufnehmen wie andere.

Das Beste, was du auf diese Weise bekommst, ist ein stumpfsinniges Nachplappern, eine sinnlose Wiederholung der Worte, aber nicht deren Bedeutung. Die Kinder werden sie bald vergessen – weil du es ihnen nicht tiefgehend beigebracht hast, ihnen nicht den Wert vermittelt hast. Du zwingst sie zu lernen, statt ihnen Freude am Lernen zu vermitteln.

Viel mehr als alles andere, was sie in Tests wiedergeben werden, ist es wichtig, ihnen beizubringen, wie man andere Menschen behandelt, wie man friedlich diskutiert, wie man Konflikte löst, wie man seine Gefühle und Meinungen ausdrückt und wie man auch die Ansichten anderer akzeptiert. Die Schule soll Kindern helfen, gute Menschen zu werden!

Jede einzelne Ohrfeige bricht dein Kind noch etwas mehr! – 23 Sep 15

Gestern habe ich euch erzählt, wie unvorstellbar es für viele Lehrer war, bei uns zu unterrichten, ohne die Kinder zu schlagen. Selbst die Resonanz auf unser Video, in dem wir die grausame Gewalt in einer Schule Vrindavans aufdeckten, zeigte, dass die Menschen hier zumeist meinen, ein gewisser Grad an Gewalt ist gut und notwendig dafür, ein Kind großzuziehen, selbst wenn das Schlagen mit einem Stock und ohne jeglichen Grund etwas zu viel war. Das ist ein Gedanke, der in der indischen Gesellschaft tief verwurzelt ist – aber er ist falsch!

Ja, wenn Schüler in der Schule mit Füßen getreten werden, wenn sie geschlagen werden, ohne etwas falsch gemacht zu haben, sagen die Leute, das sei falsch. Wenn ein Schüler die ganze Unterrichtsstunde lang redet und der Lehrer ihn ohrfeigt, damit er endlich still ist, halten die Leute das für richtig. Unser Video war zu viel für sie, aber andererseits gibt es jedes Jahr viel schlimmere Videos, die schockierend in den Nachrichten zu sehen sind. Es gab sogar Fälle ernsthafter Verletzungen und es sind auch schon Kinder gestorben. Es ist also eigentlich gar kein so ein riesiges Thema – hätten die Lehrerinnen keinen Stock gehabt, hätten sie nur ihre Hände verwendet, so wäre das Video wahrscheinlich noch nicht einmal bis in die Nachrichten gekommen. Warum? Weil die Leute das gewöhnt sind und es eigentlich auch für richtig halten.

Das Gleiche machen sie auch mit ihren eigenen Kindern! Sie finden einen Weg, die Ohrfeigen zu rechtfertigen, Gewalt zu rechtfertigen.

Ja, eine Ohrfeige oder, wie viele Eltern es mit ihren kleinen Kindern machen, ein Schlag auf den Hintern, sind Gewalt. Liebe indischen Eltern und Lehrer sowie jede andere Person auf dieser Welt, die denkt, Gewalt sei hilfreich und notwendig, um Kinder zu erziehen: was ihr da macht, schadet euren Kindern und Schülern!

Du bist immer ein Beispiel für diejenigen um dich herum, insbesondere die Jüngeren, die davon lernen, dass sie zusehen, wie die Leute um sie herum handeln! Das bedeutet, du bringst ihnen auch diese Gewalt bei. Du bringst ihnen bei, dass du als der Größere das Recht hast zu schlagen. Der Stärkste ist derjenige, der schlagen darf.

Natürlich schlägt dein Kind dann jüngere Geschwister. Deine älteren Schüler schlagen die Jüngeren. Das ist es doch, was du ihnen beigebracht hast! Das bedeutet, sobald sie einmal größer und stärker sind als du, können sie auch dich schlagen, oder?

Manchmal werden wir gefragt ‘Aber wenn zwei Kinder sich prügeln, muss man sie doch schlagen, um sie auseinander zu bringen!‘ Was für ein Unsinn! Du schlägst, um ihnen zu zeigen, dass sie nicht schlagen sollen! Also schlägst du den, der da schlägt. Das bedeutet du bist derjenige, der jetzt schlägt – wer schlägt nun dich?

Vor allem tust du das doch, weil du glaubst, dass das gut für dein Kind ist, oder? Wissenschaftliche Forschung hat jedoch gezeigt, dass das deinem Kind schadet. Ja, wenn du mir und dem Argument, dass du damit nur die Gewalt fortsetzt, nicht glauben willst, dann glaube den Wissenschaftlern, die das rausgefunden haben! Die Entwicklung wird gestört und das ist ja auch kein Wunder: ein Kind sieht zu dir auf und vertraut dir. Jeder Schlag bricht das Kind noch ein bisschen mehr und verletzt eure Beziehung. Ja, auch das ist bewiesen.

Verstehe, dass es falsch ist und handle auch danach!

Um eine gewaltfreie Schule zu eröffnen, muss man erst die Lehrer unterrichten! – 22 Sep 15

Gestern habe ich euch erklärt, wie körperliche Strafen für uns ein großer Grund waren, unsere eigene Schule zu eröffnen. Wir wussten, dass wir nur dann genug Einfluss auf die Lehrer haben, so dass sie die Kinder nicht schlagen, wenn wir selbst die Schule leiten. Natürlich war da trotzdem noch jede Menge Mühe involviert und es war ein langer Weg bis zu dem Punkt, an dem wir nun sind.

Wir wussten also, dass es die Verwaltung, der Rektor, der Manager und einfach die Leitung der Schule ist, die entscheidet, wie die Schüler von den Lehrern behandelt werden. Sie sind diejenigen, die Anweisungen geben, wie man mit Schülern umzugehen hat. Das bedeutet jedoch nicht, dass unsere Lehrer unseren Vorstellungen automatisch entsprachen, dass sie unseren Gedankengängen zustimmten oder wussten, wie sie eine Klasse ohne die Gewalt unterrichten könnten, die sie in ihren vorherigen Schulen anzuwenden gewohnt waren!

In der Tat ist die allgemeine Einstellung der meisten Menschen hier, einschließlich der Lehrer, dass eine gelegentliche Ohrfeige oder ein Schlag auf die Finger notwendig ist, damit Kinder lernen. Das lernen sie daheim, so handeln Eltern bereits mit ihren kleinen Kindern. Das ist es, was Kinder erleben, wenn sie in die Schule gehen und schließlich gibt es auch in ihrem Studium keinen, der ihnen etwas anderes mitteilt. Woher sollten sie denn wissen, dass es auch anders geht?

Wir haben es ihnen gesagt. Oh ja, wir waren wahrscheinlich die Ersten für eine ganze Menge Lehrer im Laufe der Jahre, die ihnen so etwas sagten. Ihr dürft die Kinder nicht schlagen. Nicht mit einem Stock, nicht mit einem Lineal, nicht mit den Händen. Lasst sie nicht in unbequemen Stellungen oder über längere Zeit hinweg stehen. Schickt sie nicht aus den Klassenzimmern.

Meinen westlichen Lesern werden die meisten dieser Anweisungen unnötig erscheinen. Für sie ist das natürlich, weil es das ist, was sie in ihrer eigenen Schulzeit erlebt haben. Hier jedoch hören Lehrer das, sehen dich dann mit großen Augen an und fragen ‚Was soll ich denn dann tun, wenn die Kinder nicht auf mich hören?‘

Wir mussten über die Jahre hinweg mehrere Lehrer feuern, besonders zu Beginn, weil sie genau diese Dinge getan haben, die sie nicht tun sollten. Es ist nicht schwierig, davon zu erfahren: es gibt genug Kinder, die es uns erzählen und die Lehrer selbst leugneten meistens gar nicht, was sie getan hatten – weil sie ja nicht dachten, dass sie falsch lagen. Die Folge war jedoch, dass sie unsere Schule sofort verlassen mussten. Sogar eine Ohrfeige, was in anderen Schulen nichts Ungewöhnliches ist, bedeutete für uns, dass wir wieder nach einem neuen Lehrer suchen mussten. Schließlich jedoch erfuhren die neuen Lehrer von denen, die bereits länger da waren, dass wir da wirklich streng waren.

Wir bekamen jedoch immer noch Fragen: ‘Was soll ich denn tun, wenn ein Kind seine Arbeit nicht macht?‘

Und so begannen wir, ihnen die Grundlagen beizubringen, ohne, dass wir jemals professionelles Training gehabt hätten. Man muss Kindern mit dem gleichen Respekt begegnen, den man selbst bekommen möchte. Sprich liebevoll mit ihnen. Schrei sie nicht an. Konzentriere dich auf ihre Erfolge anstatt ihre Fehler. Gib ihnen eine Chance, ihr schlechtes Benehmen zu erklären. Ermutige sie. Spiele mit den Kindern, mach die Unterrichtsstunden interessanter, indem du ihnen Beispiele aus der Natur zeigst oder Dinge, die sie berühren, sehen, erleben können. Mache Experimente mit ihnen und sieh sie nicht ‚nur als Kinder‘, sondern als Menschen, die nächste Generation.

Wir unterstützen unsere Lehrer auf jede uns mögliche Weise, um sicherzustellen, das sie wissen, wie es richtig geht, dass sie die Möglichkeiten haben, eine liebevolle Atmosphäre zu schaffen, in der das Lernen Freude macht. Das ist es, was meiner Meinung nach fehlt, von einer Änderung in der Einstellung einmal abgesehen: Training für Lehrer, wie man es anders macht. Es richtig macht.

Wir sind stolz auf das, was wir bis jetzt erreicht haben. Heute können wir sicher sagen, dass in unserer Schule kein Kind jegliche Art von körperlicher Strafe erhält.

Gewalt in Schulen: der Hauptgrund für uns, unsere eigene Schule zu öffnen – 21 Sep 15

In meinem langen Blogeintrag vom Freitag, in dem wir aufgedeckt hatten, wie brutal eine Schule in unserer Stadt ihre Schüler schlug, erwähnte ich auch, dass Gewaltlosigkeit einer der Gründe dafür ist, dass wir unsere eigene Schule öffneten. Ich wurde gefragt, was genau ich damit meinte. Naja, es ist ganz einfach: wir wollten Kinder unterstützen, aber nicht in einer Schule, in der sie geschlagen würden!

Wir hatten viele Jahre vor der Eröffnung unserer Schule damit begonnen, die Bildung mittelloser Familien zu unterstützen. Zunächst hatten wir Jungs im Ashram, die aus unterschiedlichen Teilen Indiens nach Vrindavan gekommen waren, um Sanskrit zu studieren. Wir gaben ihnen kostenlos Essen und Bildung und später, als wir um Hilfe gebeten wurden, zahlten wir auch ihre Gebühren. Wir begannen schließlich, im Ashram selbst Unterricht zu geben. Wir zahlten den besten Sanskrit-Lehrer der Gegend und meine Schwester unterrichtete Englisch.

Ich reiste in der Zeit viel, aber als ich einmal daheim war, kam ein Ortsansässiger zu mir und fragte, ob ich einigen Kindern helfen wollte, deren Eltern es schwer fiel, die Gebühren ihrer Grundschule zu zahlen. Meine Familie und ich halfen mit Freuden! Im Laufe der Jahre wurden es mehr, so dass wir 2006 bis zu 160 Kinder in anderen Schulen Vrindavans unterstützten, ihre Schulgebühren zahlten und ihnen Uniform, Bücher und Schulmaterialien kauften. Auf meinen Reisen erzählte ich Leuten davon, die dann auch halfen, indem sie Kinderpatenschaften übernahmen!

Wir besuchten diese Schulen hin und wieder, besonders, wenn wir Gäste im Ashram hatten, die für diese Kinder gespendet hatten. Doch bei jedem Besuch, egal, wie schön dieser war, sah ich ein Problem: den Stecken, der hinter dem Lehrer an der Wand lehnte. Ich sprach mit den Lehrern und dem Rektor und bekam unterschiedliche Antworten: ‚Stecken? Welcher Stecken? Wir verwenden das als Lineal an der Tafel…‘, ‚Oh nein, der Stecken ist nur dazu da, den Kindern Angst einzujagen, nicht um zu schlagen!‘ und ‚Wir schlagen nie wieder, versprochen!‘ Letzteres wurde versprochen, als wir drohten, unsere Kinder in eine andere Schule zu schicken. Doch sie hielten ihr Wort nicht.

Es half alles nichts, ich wusste, dass die Kinder, die wir dort unterstützten, in der Schule geschlagen wurden. Es fühlte sich nicht richtig an: wir wollten ihnen eine gute Zukunft geben, wir wollten, dass sie lernten und Spaß hatten, anstatt zur Schule zu gehen. Das Letzte, was wir wollten war, dass sie Angst hatten oder verletzt wurden. Was würde das bringen? Wir wussten, dass es ihnen mental schaden würde, vielleicht sogar mehr als ihnen ihre Bildung helfen würde.

Doch es gab keine Möglichkeit, die Verwaltung genug zu beeinflussen – sie logen uns ins Gesicht, weil sie davon überzeugt waren, dass Prügelstrafen notwendig dafür waren, Disziplin und Angst zu bringen. Und Angst war in ihren Augen dafür notwendig, dass Kinder lernen. So mussten wir unsere eigene Schule aufmachen, wenn wir sicher stellen wollten, dass die Kinder, denen wir halfen, in gewaltfreier Atmosphäre lernen konnten.

Im Jahr 2007 machten wir genau das. Wir eröffneten unsere eigene Schule.

Fernseh-Debatten, Telefon-Interviews und mehr nach dem Aufdecken körperlicher Strafen in einer Schule – 20 Sep 15

Ich hatte euch gesagt, ich würde meine sonntäglichen Blogeinträge dafür nutzen, euch zu erzählen, was in meinem Leben so vor sich geht. Wer meinen Tagebucheintrag von vorgestern gelesen hat, hat wahrscheinlich bereits eine gute Ahnung, was in der letzten Woche und in den letzten Wochen in meinem Kopf so alles vor sich gegangen ist. Natürlich die Prügelstrafe in indischen Schulen, die Videos, die Pawan mit nach Hause gebracht hat und deren Folgen, unser Besuch bei der Rektorin, die Medien und die Resonanz von Lesern und Zuschauern.

Ihr könnt euch vorstellen, wie schwer es uns fiel, Pawan ruhig zuzuhören, als er von dem Missbrauch an seiner Schule erzählte. Er ist unser Kind, nun schon seit so Langem, wir konnten nicht einfach akzeptieren, dass er in der Schule geschlagen wird. Es war auch schwierig, all diese Videos zu sehen – aber zumindest wussten wir, dass wir nun etwas dagegen tun konnten. Wir konnten für die Schüler dieser Schule und vielleicht noch mehr Kinder eine Veränderung herbeiführen, indem wir Eltern und Lehrer das Problem bewusst machten!

Nach unserem Gespräch mit der Rektorin, in dem uns die schriftliche Zusicherung verweigert wurde, dass in Zukunft kein Kind in der Schule geschlagen würde, kontaktierten wir die Medien. Innerhalb einiger Stunden waren Reporter bei uns im Ashram, um sich die Videoclips anzusehen und ein Interview mit Pawan und mir zu machen. Es fühlte sich gut an, den nächsten Schritt gemacht zu haben – und natürlich warteten wir darauf, was die Journalisten aus den Videos machen würden und welchen Einfluss das Ganze haben würde.

Als der Fernsehsender anfing, das Programm auszustrahlen, bekamen wir einen Anruf. Pawan und ich wurden gebeten, in ihr Studio nach Delhi zu kommen. Sie wollten uns dort live haben und nach den Clips mit uns reden!

Also fuhren Pawan und ich nach Delhi, unser junger Held ganz aufgeregt. Man muss aber sagen, dass er mit allem sehr gut umging! Eine ganze Stunde lang fragte die Moderatorin Pawan und mich über die Vorfälle und nach unserer Meinung und rief während der Show auch verschiedene Politiker unserer Gegend an. Es war ein sehr gutes Programm, das alle Punkte beinhaltete, von den Vorfällen selbst über die Angst der Eltern und Kinder zu unserem Bedürfnis, Lehrern ein Training für die richtige Einstellung zu ihren Schülern zu geben.

Während wir noch im Studio waren, bekamen Yashendu und Purnendu bereits Telefonanrufe verschiedener anderer Journalisten, die auch über dieses Thema sprechen wollten! Auf dem Weg zurück, noch im Auto, gab ich bereits ein Interview für einen anderen Fernsehsender. Schließlich zurück daheim standen schon zwei weitere Reporter-Teams vor unserem Tor.

Gestern Abend waren Pawan und ich einfach nur erschöpft von den Gesprächen mit Reportern und Journalisten den ganzen Tag lang – aber glücklich, weil wir nun ganz sicher glauben, eine Veränderung in Gang gesetzt zu haben! Zumindest in dieser einen Schule, aber ich bin mir sicher, dass andere Schulen in Zukunft auch vorsichtig sein werden und sich besser an die Regeln und Richtlinien halten werden!

Heute war diese Nachricht in den drei wichtigsten Zeitungen unserer Stadt und mein Blogeintrag sowie das Video waren online sehr bekannt geworden. Es wird sich rumsprechen.

Ein Schritt ist gemacht und ich bin mir sicher, wir können es auch noch weiter bringen!