Wie man endlich seine Negativität loswird – 19 Sep 16

Ich habe den gestrigen Blogeintrag mit einem Problem für Kontrollfreaks beendet: ihre Angewohnheit, ständig nach Problemen zu suchen! Was kann man gegen diese schreckliche Negativität tun, die dich nicht nur verlangsamt, sondern dich und deine Umgebung bis zu einem Punkt nervt, dass sie und auch du dich irgendwann nicht mehr leiden kannst?

Naja, die Antwort ist einfach: Sei positiv!

Ich weiß, dumme Antwort – aber es ist wahr! Das ist die einzige Lösung und obwohl es sich nicht danach anhört, als würde ich euch wirklich erzählen, WIE ihr es machen sollt, ist es genau das! Du musst deine Wahrnehmung vom Negativen zum Positiven ändern und dein Problem ist gelöst! In der Tat löst das jede Menge deiner Probleme!

Im Alltag bedeutet das, dass du dich auf das konzentrieren musst, was gut läuft. Wenn du etwas Schönes siehst, sage ganz bewusst ‚Das ist schön‘. Ja, sag es laut, wenn du etwas magst, aber bleib still, wenn du mal etwas nicht magst. Beginne nicht, nach Fehlern zu suchen, sondern schätze die Schönheit. Tue all die anderen Dinge, die ich bereits zum Entspannen empfohlen habe: nimm dir Zeit für dich selbst, geh raus in die Natur, setz dich eine Weile in die Sonne – und genieße!

Ich weiß, in dir ist da eine gewisse Nervosität, die dir sagt, du solltest kontrollieren, das Schlechte sehen, so dass du es in Ordnung bringen kannst, wenn sonst niemand da ist der das tun kann. Das habe ich euch ja bereits geschrieben: es ist nicht das Ende der Welt, wenn du nicht da bist, um jeden und alles zu kontrollieren! Die Welt geht davon nicht unter! Selbst wenn hin und wieder etwas schief geht, ist das in Ordnung – du bist nicht für die ganze Welt verantwortlich!

Damit kommen wir wieder zu unserem Ausgangspunkt, bei dem meine Blogs zu diesem Thema begonnen haben: höre auf zu kontrollieren, lass los. Und als Vater einer Vierjährigen, die Geschichten von Magie, Prinzessinnen und vor allem Königinnen namens Elsa liebt, kann ich dir sagen: stell etwas schöne Musik an, tanze ein bisschen und singe laut: ‚Ich lass los, lass jetzt loooos!‘ 😀

Negativität – eine weitere schlechte Angewohnheit von Kontrollfreaks! – 18 Sep 16

Ich habe euch über Kontrollfreaks und ihre Probleme geschrieben sowie die Schwierigkeiten, die sie haben können, wenn sie versuchen, solche Gewohnheiten aufzugeben. Da gibt es einen weiteren Aspekt, den ich gerne etwas genauer beleuchten möchte und der solchen Leuten natürlich auch Probleme bereitet: sie haben die Angewohnheit, in allem etwas Negatives zu suchen!

Das mag nun als eher unwichtiges Problem erscheinen, eine kleine Charakterschwäche, über die man leicht hinwegblicken kann. Natürlich kann man das bei jemand anderem, den man hin und wieder trifft, ganz leicht tun. Doch ich sage euch, dass es für denjenigen selbst wirklich richtig schwierig wird und für Nahestehende sogar echt nervig!

Wie das kommt? Naja, ich habe euch bereits darauf aufmerksam gemacht, dass manche Leute ihr Selbstwertgefühl mit dem Gefühl steigern, sie seien unabkömmlich. Das bedeutet, dass sie sich selbst und der Welt um sie herum zeigen müssen, dass sie diejenigen sind, die es richtig machen und dass ohne sie nichts funktionieren würde. Die beste Art hierfür ist, anderen ihre Fehler zu zeigen. Diese müssen jedoch erst gefunden werden! So entwickeln diese Leute – bewusst oder unbewusst – ein sehr gutes Auge für die Dinge, die nicht perfekt funktionieren.

Sobald ein solcher Mangel gefunden ist, konzentrieren sie sich darauf. Sie beklagen sich darüber. Sie zeigen die Folgen dieses Mangels auf und wenn man hört, wie sie darüber sprechen, hat man selbst auch das Gefühl, dass dieser eine Fehler bedeutet, dass die ganze Welt um sie herum in sich zusammenbricht.

Ja, wer einem richtigen Kontrollfreak nahesteht hat regelmäßig dieses Gefühl: man macht etwas falsch, was zum Weltuntergang führt! Das ist definitiv kein schönes Gefühl!

So nervig wie es für dich ist, dieser Person auf lange Zeit nahe zu stehen, so schrecklich ist es für denjenigen selbst, wenn er versucht, diese Gewohnheit aufzugeben! Es ist schwierig, sich selbst davon abzuhalten, alles negativ zu sehen, wenn man das jahrelang getan hat! Ich nenne diese Menschen immer die ‚Loch-Sucher‘, denn sie schaffen es, ein Loch in jeder Decke zu finden, das Schlechte in allem zu sehen. Du kannst dir sicher sein, wenn es irgendeinen Mangel gibt, finden sie ihn – und es kommt der Punkt, an dem sie auch von sich selbst genervt sind. Hoffentlich rechtzeitig und nicht, nachdem alle anderen von ihnen schrecklich genervt sind!

Was tun, wenn dich unsichere Menschen runtermachen wollen – 18 Nov 15

Heute möchte ich über eine Art der Einstellung schreiben, die manchmal als Negativität wahrgenommen werden kann. Es gibt Leute, die es regelrecht genießen, andere Menschen niederzumachen. Sie sind nicht wirklich negativ – aber sie haben Freude daran, dich in einen negativen Raum zu manövrieren, dich dahin zu bringen, dass du dich nicht mehr gut fühlst!

Sicherlich habt ihr in eurem Leben auch bereits solche Leute getroffen! Egal, was man ihnen erzählt, sie kritisieren etwas an deiner Geschichte, daran, wie du gehandelt hast oder was deine Gedanken zu diesem Thema sind. Absichtlich sagen sie etwas, das dich provoziert oder dir das Gefühl gibt, falsch zu liegen oder in dieser Unterhaltung nicht willkommen zu sein.

Ich denke, das ist ein psychologisches Problem und hat sehr etwas mit Selbstbewusstsein zu tun. Diese Leute können gebildet sein und sogar jede Menge akademische Abschlüsse haben, doch sie fühlen sich nicht gut mit sich selbst. Sie sind sich in ihrem Selbstvertrauen nicht sicher und wollen ihr Ego zufriedenstellen, indem sie zeigen, dass sie anderen überlegen sind.

Deshalb haben sie Freude daran, andere runterzumachen. Sie glauben, dass so, wie sie die Dinge zu tun, die einzige und richtige Art ist. Jeder, der etwas anders macht, ist praktisch dumm und ihnen also unterlegen – so dass sie sich über sich selbst gut fühlen können. Dafür zögern sie nicht, andere zu verletzen. Das Wissen jedoch, dass sie in Wirklichkeit mit sich selbst, der Welt und dem Leben um sie herum schrecklich unglücklich sind, ist die Grundlage dafür, mit solchen Situationen umzugehen.

Setze deine Grenzen für solche Menschen sobald du merkst, wie sie sich verhalten. Wenn du nicht mit ihnen zusammen unglücklich sein willst und nicht in diese miserable Stimmung hineingezogen werden willst, die sie extra für dich geschaffen haben, musst du ihre Versuche abblocken. Das Beste ist, sie so schnell wie möglich loszuwerden. Man hat keine Chance auf eine normale Unterhaltung. Man kann sie nicht korrigieren, weil sie sowieso überzeugt sind, dass sie alles besser wissen! Sie hören nicht auf, bis du unglücklich bist und dich schlecht fühlst.

Erinnere dich also daran, dass sie diejenigen sind, die sich unsicher fühlen und ein Problem mit ihrem Selbstbewusstsein und ihrem Ego haben. Lass sie nicht bis zu deinen Gefühlen kommen. Nimm das, was sie sagen, nicht ernst und halte am besten jegliche Unterhaltungen kurz und leicht. Auf diese Weise kannst du vermeiden, dass deine gute Laune und Gefühle von jemandem ruiniert werden, der nur will, dass sich andere schlecht fühlen!

Was tut man, wenn man in der Nähe einer negativen Person sein muss – 4 Nov 15

Vor zwei Tagen habe ich euch von Leuten erzählt, die von innen heraus so negativ sind, dass man sie einfach nie zufriedenstellen kann. Gestern habe ich erklärt, dass wir versuchen, solche Situationen vermeiden, indem wir vorher herauszufinden versuchen, was die Person von ihrem Aufenthalt hier erwartet. Es geschieht jedoch auch, dass solche Leute zu uns kommen. Wie gehen wir mit ihnen um und was kann man machen, wenn man sich in der Nähe einer so extrem negativen Person wiederfindet?

Als Geschäftsinhaber, die eine Dienstleistung anbieten, sehen wir es als unsere Verantwortung, unsere Kunden zufrieden zu stellen. Das hört sich jetzt nach einem eher trockenen Satz an, aber es ist die Wahrheit: wir bieten einen Aufenthalt in unserem Ashram an und wir wollen diejenigen, die zu uns kommen, auch glücklich machen! Es ist ein offener Laden, wir werben ja auch und im Allgemeinen ist es ein Ort für jeden. Deshalb versuchen wir auch, alle glücklich zu machen.

Wir versuchen, auch diejenigen professionell zu behandeln, die immer negativ zu sein scheinen. Wir versuchen, sie zufrieden zu stellen, nehmen ihr Feedback, versuchen ihre Wünsche in jeder Richtung zu erfüllen. Doch diejenigen, die negativ sind, beschließen vielleicht aus ihrem eigenen Willen, negativ zu bleiben. Wenn wir merken, dass es uns einfach nicht möglich ist, sie zufrieden zu stellen, dass sie innerlich etwas ändern müssten, um glücklich zu sein, ändern wir die Strategie.

Natürlich kommt es auf deine Beziehung zu der anderen Person an, ob du dich so sehr bemühen musst, ihn oder sie zufrieden zu stellen. Wenn du es nicht vermeiden kannst, mit einer solchen Person zusammen zu sein, versuche, die Konfrontation zu vermeiden. Vermeide Situationen, die den anderen immer zu sehr aufbringen. Höre dir an, was der andere sagt und stimme dort zu, wo du der gleichen Meinung bist. Wenn nicht, musst du ja nicht laut widersprechen. Höre einfach zu – sage nur dann deine Meinung, wenn du wirklich musst. Du weißt bereits, dass sie alles negativ aufnehmen, also nimm es leicht und lass sie sagen, was sie wollen!

Man kann natürlich sagen, dass Kommunikation auf diese Weise automatisch reduziert. Du weißt, dass nichts Positives dabei rauskommt, wenn du irgendetwas fragst, also hast du sogar Angst, den anderen zu fragen, wie es ihm oder ihr geht. Du beginnst, immer weniger zu fragen, doch um ein Minimum an Zufriedenheit beizubehalten, soviel wie eben möglich ist, sagst du weiter Guten Morgen, Guten Abend und weitere grundlegende Kommunikation.

Selbst dann findet der andere etwas, was er bereuen kann oder was ihn unglücklich macht. Solche Leute können traurig werden, einfach nur weil andere glücklich sind. Das könnte für sie eine Chance sein, auch glücklich zu sein – doch statt diese wahrzunehmen, halten sie das für eine Chance zu bereuen, dass andere glücklich sind.

Wie ich sagte, kann man ihnen nicht helfen, glücklich zu sein. Man muss die Situation so akzeptieren, wie sie ist und es nicht so schwer nehmen. Du hast früher schon solche Menschen getroffen und ich bin mir sicher, dass das auch in Zukunft wieder geschehen wird. Für einige Zeit, kreuzen sich eure Wege, aber eines Tages wird diese Episode auch ein Ende haben.

Es ist eine weitere Möglichkeit zu üben, den anderen so zu akzeptieren, wie er ist – ohne sich selbst deswegen verrückt zu machen!

Vermeide negative Menschen, wo auch immer du kannst – 3 Nov 15

Gestern habe ich Menschen beschrieben, die man unmöglich zufriedenstellen kann, weil sie innerlich so wahnsinnig negativ sind. Auf diese Weise machen sie oft sich selbst und diejenigen um sie herum unglücklich. Wie ich euch bereits erzählt habe, waren wir schon in der Situation, dass wir im Ashram negative Menschen hatten, doch das geschieht eigentlich selten. Warum? Weil wir bereits in unserem Email-Kontakt versuchen herauszufinden, ob wir die Person, die zu uns kommt, zufriedenstellen können oder nicht.

Der normale Weg der Kommunikation mit denen, die zu uns in den Ashram kommen wollen, ist für gewöhnlich per Email. Wir bekommen Anfragen von Leuten, die zu uns kommen wollen und wir beantworten sie, bieten unsere Retreats und Reisen an. In ihren Emails drücken die Menschen normalerweise bereits aus, nach was sie suchen und was sie erwarten und wenn nicht, fragen wir sie direkt. Wir sagen auch ganz klar, wer wir sind, dass wir nicht an Gott oder irgendeine Religion glauben, dass wir keinen Guru haben und auch sehr frei leben, ohne zum Beispiel feste Bettzeiten oder ähnliches.

Das filtert bereits den normalen Pilger raus, der nach Vrindavan kommt, um seine Hingabe zu Gott zu vertiefen. Es filtert auch diejenigen, die nach einem Guru suchen, der ihnen sagen könnte, was sie im Leben tun sollen. Das alles sind Menschen, die eine ganz bestimmte Erwartung haben, aber was ist mit denen, die einfach nur negativ sind, aber nach etwas suchen, was ihnen helfen könnte zufriedener zu werden?

Naja, man muss seine Emails aufmerksam lesen. Halt, vielleicht nicht so sehr aufmerksam was nur die Worte angeht – man muss auf die Gefühle achten, die man beim Lesen der Emails bekommt. Manchmal ist das nicht ganz deutlich, aber oft bekommt man jede Menge zweifelnder Fragen, in der die Person einen bereits indirekt kritisiert, bevor ihr euch überhaupt in Person getroffen habt oder sie gesehen hat, was du eigentlich machst.

Wenn man bereits das Gefühl hat, dass jemand unnötig negativ ist, wenn dieser noch Tausende Kilometer entfernt ist, wenn man bereits das Gefühl hat, dass man sich verteidigen muss und man eigentlich lieber zu seiner normalen, friedlichen Arbeit zurückkehren möchte, anstatt einen Streit auszufechten, weiß man schon, dass diese Person nicht die Richtige ist, um mit ihr Zeit zu verbringen. Nicht diejenige, die man zu sich nach Hause einlädt, um dort mehrere Wochen miteinander zu verbringen und so auch körperlich viel näher beisammen zu sein!

Wir geben unser Bestes, Fällen wie diesen nein zu sagen. Wir versuchen zu scannen, unsere Gefühle bei Gesprächen per Email zu beobachten und zu sehen, ob wir es für schwer oder leicht halten, diese Person bei uns im Ashram zu haben. Wir wissen, dass wir nicht jeden zufriedenstellen können. Das ist eine Tatsache im Leben, die man akzeptieren muss. Aber wir versuchen, es uns nicht noch schwerer zu machen, indem wir Leute einladen, die niemand zufriedenstellen kann!

Trotz alldem ist es manchmal nicht möglich, alles aus einer Email rauszulesen. Man wird darin besser und so passiert es nun nur noch selten, dass wir so jemandem im Ashram haben, doch es ist ein Teil des Spiels, dass das auch passiert.

Was soll man also machen, wenn man sich in der Nähe einer solch negativen Person befindet? Das ist etwas, über das ich morgen schreiben möchte!

Wenn immer alles falsch ist, muss man Zufriedenheit in sich suchen – 2 Nov 15

Gestern habe ich begonnen, ein bisschen über eine positive oder negative Einstellung zu schreiben und wie das dein Leben beeinflussen kann – oder eben auch nicht. Hast du jemals eine solche Person in deinem Leben gehabt, die so schrecklich negativ ist, dass er oder sie einfach nie zufrieden zu sein scheint? Naja, ich habe das mehrere Male erlebt und ich sage euch, dass ihr für diese Person machen könnt, was ihr wollt, ihn oder sie jedoch nie zufrieden stellen könnt – weil das von innen kommen muss!

Da solche Menschen von Natur aus in ihrem Leben nach etwas suchen, was sie zufriedenstellen könnte, hatte ich schon einige von ihnen in Einzelberatungen vor mir gehabt und wir hatten auch hin und wieder einige als Besucher in unserem Ashram. Jeder, der ein Geschäft betreibt, das Dienstleistungen beinhaltet, weiß, dass diese Menschen zu den schwierigsten Kunden gehören!

Das bedeutet nun absolut nicht, dass diese Menschen nicht liebevolle Wesen sein können, dass sie gemein sind oder dass sie keinen Groll gegen dich hegen oder denken, dass du keine gute Person bist! Solche Leute kann es natürlich auch geben, aber zumeist habe ich gesehen, dass das nicht wirklich der Fall ist! Sie können es nicht ändern, sie sind innerlich einfach so, sind es gewöhnt, sich zu beschweren, etwas Negatives in allem zu finden und niemals ein Gefühl der Zufriedenheit und des Glücks zu bekommen!

Einmal hatten wir zum Beispiel eine Australierin hier, die in ihrem Alltag hier immer nach etwas Negativem suchte. Wir hatten das bereits bei ihrer Ankunft bemerkt. Ich war der Erste, der sie begrüßte, einfach weil ich draußen war, als ihr Auto im Ashram ankam. Während die meisten Leute sich freuen, dass sie nach einer langen Reise endlich ankommen und sich auch auf das freuen, was sie jetzt in Indien erwartet, schien sie vom ersten Augenblick an nicht eine von diesen Menschen zu sein – das sah ich in dem Moment in ihrem Gesicht!

Jetzt kann ich euch sagen, dass wir wirklich alles gemacht haben, um sie zufrieden zu stellen – das aber nicht schafften. Davon, dass wir ihr Hygiene-Produkte vom Markt holten, als sie den Laden nicht fand, bis dahin, dass wir ihr Retreatprogramm völlig abänderten, wir versuchten alles.

Ich werde nicht weiter ins Detail gehen was ihre Probleme anging, aber ihr könnt es euch bereits vorstellen – sie waren nicht wichtig, noch hatte irgendein anderer Gast sich jemals deswegen beschwert und es waren oft einfach Dinge, die in ihrem Heimatland anders waren und ihr deswegen nicht richtige erschienen.

Interessant jedoch ist, dass für sie und ähnlich für andere auch das Problem nicht Indien war! Es ist diese Eigenschaft oder innere Natur, nicht glücklich sein zu wollen. Das ist nichts im Außen, was das in Ordnung bringen kann. Man kann an die schönsten Orte gehen, wenn man dort Schlechtes sehen will, so findet man das auch! Man kann das beste Essen, die beste Kleidung, die beste Gesellschaft haben – es wird nie wirklich gut sein.

Wenn du dich selbst in dieser Beschreibung wiederfindest, wisse bitte, dass du derjenige bist, der dich selbst ändern kann und dich selbst glücklich machen kann! Ich kann mir nur vorstellen, wie unglücklich du manchmal sein musst, weil es einfach nie richtig ist. Du bist eine schöne Person, die Menschen und Ereignisse um dich herum sind auch überhaupt nicht schlecht. Sieh das und erkenne, dass du dich innen ändern kannst! Es mag ein langer und manchmal schwieriger Weg sein, aber du kannst es schaffen!

Ich bin in meinem Leben glücklich und ich liebe es, die Dinge positiv zu sehen. Bitte teile diese Einstellung mit mir. In den nächsten Tagen werde ich dir sagen, was du tun kannst, wenn du mit von solchen Menschen umgeben bist – und was wir tun, um solche Situationen zu vermeiden.

Sind wir so negativ, dass wir überall Geschlechterdiskriminierung und andere Übel sehen? – 25 Okt 15

Heute hatte ich einige Gedanken zur Gleichberechtigung der Geschlechter, zum Feminismus und der Einstellung einiger Menschen, die in allem, was sie sehen, etwas Schlechtes suchen. Lasst mich euch das erklären und auch, was das alles mit der Ashram-Küche zu tun hat.

Heute hatten einige unserer Ashram-Gäste einen Ayurvedischen Kochworkshop. Sie hatten in der Früh damit begonnen, Paneer zu machen und am Nachmittag saßen alle zusammen in der Eingangshalle des Ashrams und lasen Spinatblätter aus. Es war eine nette Frauenrunde mit meiner Großmutter, drei unserer weiblichen Mitarbeiter und unsere Gäste. Ich fand das eine hübsche Szene und machte ein Bild.

Nachdem ich es auf Facebook gestellt hatte, bekam ich mehrere positive Kommentare und dazu noch zwei weitere, die einander ähnelten:

“Tragen bei euch die Frauen die volle Verantwortung dafür, das Essen zuzubereiten?“ und „Nach deinen vorherigen Einträgen hoffte ich, dass die Männer in eurem Ashram an der täglichen Essensvorbereitung teilnehmen würden!“

Ganz offensichtlich nahmen diese zwei Kommentatoren nach nur einem einzigen Bild von unserem Ashram, einer Abbildung eines einzigen Augenblicks, an, dass die Damen, die den Spinat auslasen, auch diejenigen sein würden, die die Mahlzeit zubereiteten. Dass sie diejenigen waren, die für die Küche zuständig waren.

Ich antwortete mit einem weiteren Bild der Situation in unserer Küche: mehrere männliche Mitarbeiter in der Küche, die Fladenbrot ausrollten und backten. Ich erwähnte meine Hoffnung, dass dieses Bild keine Diskussion darüber auslösen würde, warum wir in unserer Küche keine Frauen erlaubten!

Die Kommentatoren sind Menschen, die nie hier waren, die ich nicht persönlich kenne und die wirklich keine Vorstellung vom Aufbau und der Struktur unseres Ashrams, unserer Mitarbeiter und unserer Familie haben.

An alle, die dieses Bild sehen: ihr könnt euch sicher sein, dass Männer und Frauen hier in allen Bereichen zusammenarbeiten und sich die Arbeit teilen! Zur Zeit ist der Hauptkoch unserer Küche männlich. Seine Helfer sind sowohl männlich als auch weiblich. Sie alle schneiden Gemüse, rühren in den Töpfen und bringen sie an den Tisch! Es würde uns auch gar nichts ausmachen, eine weibliche Hauptköchin zu haben! Meine Mutter war diejenige, die immer die Küche leitete, während meine Brüder und ich das nach ihrem Tod übernahmen – es ist ganz egal, welchem Geschlecht die Person angehört, solange er oder sie weiß, was getan werden muss und wie!

Die Frage der Gleichberechtigung der Geschlechter hatte ich also nicht lange im Kopf, da ich weiß, dass wir hier niemanden diskriminieren – doch ich dachte etwas länger über die mentale Situation der Kommentatoren nach. Ich finde, es spiegelt das Innere wieder, wenn man bei allem, was man sieht, nach etwas Negativem sucht. Ohne mehr zu wissen, interpretiert man etwas in Bilder hinein.

Warum kann man die Dinge nicht einfach hin und wieder leicht nehmen? Warum kann man nicht einfach ein schönes Bild ansehen und es dabei belassen, ohne nach einem Fehler zu suchen?

Deine Umgebung und du – kein Spiegel, sondern beidseitiger Einfluss – 12 Okt 15

Wer schon eine Weile in der spirituellen Szene unterwegs ist oder an Büchern zur Selbstverbesserung und desgleichen interessiert ist, hat ganz sicher schon einmal die Theorie gelesen oder gehört, nach der andere dir immer einen Spiegel deiner selbst zeigen. Während diese Theorie oft sehr weit geführt wird – nach meinem Geschmack manchmal zu weit – ist da auch ein guter Teil Wahrheit dabei. Ganz einfach aus einem Grund: wenn wir in einer Gruppe, unter Menschen sind, passen wir unser eigenes Verhalten ganz leicht an und ähneln damit denen um uns herum mehr. Natürlich sollten wir darauf achten, welche Einstellung wir übernehmen und welche nicht!

Vielleicht hast du das ja selbst bemerkt. Du verbringst einen Teil deines Tages auf der Arbeit, einen Teil deines Tages mit deiner Familie und vielleicht einen weiteren Teil deines Tages mit Freunden. Wahrscheinlich hast du auf diese Weise zwei bis drei unterschiedliche Gruppen von Menschen um dich herum – und handelst wahrscheinlich um sie herum unterschiedlich, nicht nur aufgrund der Aktivitäten, die ihr gemeinsam macht, sondern auch, weil sie sich unterschiedlich verhalten und du dein eigenes Verhalten angepasst hast.

Wenn die Einstellung in deinem Büro zum Beispiel eher negativ ist, merkst du, dass deine Kollegen sich viel beschweren. An dem Punkt, wenn du das bemerkst, erwischt du vielleicht sogar dich selbst dabei, dass du das Gleiche machst! Warum? Weil das die Gruppendynamik bei dir am Arbeitsplatz ist! In einer Gruppe wollen wir akzeptiert werden und so imitieren wir andere, ohne es notwendigerweise tun zu wollen. Beschweren sie sich? Dann tun wir das auch. Negativität kann so schnell immer schlimmer werden! Wenn du das bemerkst, kannst du sagen, die anderen sind ein Spiegel – oder du kannst sagen, dass du dich angepasst hast. Auf jeden Fall solltest du versuchen, positiver zu sein.

Das Gleiche geschieht nämlich auch mit der Positivität! Wenn du dich mit positiven Menschen umgibst, kannst du es nicht vermeiden, dich von ihnen beeinflussen zu lassen. Es ist so viel leichter, positiv zu sein, wenn die Leute um dich herum es auch sind! Witze machen, lachen, die Zeit genießen – das geht am Besten in der Umgebung von denen, die das auch tun!

Das bedeutet nicht nur, dass andere einen Einfluss auf dich haben und es bedeutet auch nicht, dass du schrecklich negativ bist, wenn du eine sehr negative Person triffst. Es bedeutet, dass du auch einen starken Einfluss auf die Leute um dich herum hast, insbesondere diejenigen, mit denen du am Tag viel Zeit verbringst!

Egal also, ob du bei der Arbeit bist, daheim oder Zeit mit Freunden verbringst – konzentriere dich darauf, positive zu sein und so die Leute um dich herum zu beeinflussen, anstatt dich ihrer Negativität anzupassen!

Bleibe positiv – jede Schwierigkeit macht dich nur stärker! – 10 Sep 15

Gestern habe ich euch erzählt, dass man sich selbst helfen kann, aus einer schlechten Situation zu entkommen, selbst, wenn man meint, dass man die schlimmste Zeit seines Lebens bis zu diesem Punkt hat! Ich sage dir, wenn du in Zukunft auf diese Zeit zurückschaust, wirst du erkennen, dass auch das etwas Gutes gebracht hat. Und das ist es, was dich durch diese Zeit bringen wird!

Manche Menschen bekommen diese Einsicht mit dem Alter. Wenn das Leben zum ersten Mal auf dem Kopf zu stehen scheint – aufgrund einer Tragödie oder etwas Schlimmem, das dir widerfahren ist, bist du verzweifelt und denkst, dass dieses Elend kein Ende finden wird. Sobald du diese Erfahrung jedoch einige Male gemacht hast, weißt du tief in dir, dass du auch da durchkommen wirst. Doch natürlich muss nicht jeder so oft durch solche Zeiten!

Ich weiß, es hört sich kitschig an und irgendwie unpraktisch zu sagen, ‚in allem, was passiert, liegt auch etwas Gutes’, doch die Wirklichkeit zeigt, dass das wahr ist – du kannst es nur noch nicht sehen. Wenn du mitten in diesen deprimierenden Gefühlen bist und denkst, dass alles verloren ist, ist es dir unmöglich, das zu glauben.

Doch du musst diese abgedankten durchbrechen. Sprich mit deinen Freunden, hör dir ihre Geschichten an, teile mit ihnen, wie du dich fühlst. Lege etwas gute Musik auf, geh raus in die Natur, setz dich in die Sonne, geh schwimmen, treibe Sport, nimm ein warmes Bad, nimm eine Massage und iss etwas gutes Essen. Tue etwas, was dich gleich besser fühlen lässt – und dann siehst du dir deine Situation in aller Ruhe noch einmal an.

Was auch immer du nun tust, tue es nicht aus Verzweiflung, Angst davor, dass deine Welt noch weiter zerbrechen könnte oder Wut über das, was geschehen ist. Tue das Beste, was du kannst, tue es mit einem Blick auf die Zukunft und mit dem Wissen, dass auch noch bessere Zeiten kommen.

Habe Geduld – es wird dir gut gehen und du wirst auf diese Zeit zurückblicken und es als etwas ansehen, was dich gestärkt hat!

Ist das gerade die ‘schlimmste Zeit deines Lebens’? Beende sie selbst! – 9 Sep 15

Gestern habe ich euch von meinem österreichischen Freund erzählt, der mich wegen eines Problems angerufen hatte, das er mit keinem seiner engen Freunde besprechen konnte. Zu einem Punkt in unserem Gespräch erwähnte er, dass er gerade die schlimmste Zeit seines Lebens durchmachte. Ich habe solche Worte schon von mehreren Menschen in meinem Leben gehört, die für Beratungen zu mir gekommen waren und so dachte ich, ich sollte ein paar Worte über diese Situation und diese Gefühle schreiben.

Der erste Schritt, wenn man sich in einer solchen Situation befindet, ist das zu erkennen. Sobald man erkennt, dass das eine der ‚schlimmsten Zeiten des Lebens‘ ist, hat man die Möglichkeit, sich genug zu beruhigen, um die Dinge auszusortieren.

Das geschieht für gewöhnlich, wenn es unvorhergesehene Veränderungen gibt, wenn Dinge geschehen, auf das sich dein Verstand nicht vorbereiten konnte. Das können Unfälle sein, Krankheiten, Naturkatastrophen, Tode von geliebten Menschen, Verlust der Arbeit, eine Trennung oder Betrug durch einen Partner, Verwandte oder Freunde. Es gibt natürlich auch andere Dinge, die da dazukommen können – die Grundlage ist, dass diese Dinge dich runterziehen, dir ein schlechtes Gefühl geben und deinem Verstand keine Chance geben, etwas Positives zu sehen, für gewöhnlich, weil mehrere dieser Dinge innerhalb kurzer Zeit nacheinander geschehen sind.

Sieh dir an, was auch immer dich in diese Situation gebracht hat. Schau dir genau an, was es verändert hat und bitte lass auch deine Gefühle raus. Gib deinem Kummer Zeit, um das zu trauern, was du verloren hast. Es ist völlig normal und du musst durch diese Emotionen durch. Und dann kannst du auch wieder aus ihnen herauskommen.

Hört sich das einfacher an als gesagt? Weil du die falsche Einstellung dazu hast! Für gewöhnlich weigern sich die Leute, die Einzelheiten hinter sich zu lassen. Sie bleiben an kleinen ‚Was wäre, wenn‘ Fragen hängen, die sie nirgendwohin bringen. Sie wiederholen wichtige Augenblicke in ihrem Kopf immer wieder oder versuchen verzweifelt wieder zu dem Punkt zu kommen, an dem sie vorher waren.

Die Depression beginnt, wenn sie erkennen, dass das nicht möglich ist, dass ihr Bemühen ohne Erfolg bleiben wird. Man kann die Zeit nicht zurückdrehen, man kann die Dinge nicht ungeschehen machen und man kann seine Handlungen der Vergangenheit nicht ändern. Man kann jedoch seine Sicht auf das, was geschehen ist und geschieht ändern – und sich selbst so aus der Negativität ziehen.

Du brauchst Zeit, das Geschehene zu verarbeiten. Es gibt jedoch den Punkt, an dem du aufhören musst, an die Vergangenheit zu denken und erkennen musst, dass vor dir ein neues Morgen liegt. Diese Gefühle können und werden nicht immer so bleiben! Es kommt auch wieder eine bessere Zeit und das ist es, woran wir alle jeden Tag arbeiten!