Die Quelle des Betrugs in der Beziehung – Mangel an Liebe? – 5 Aug 16

Heute möchte ich über ein Thema sprechen, das zunächst ganz glasklar erscheint, das jedoch Menschen rund um den Globus schon jahrhundertelang Probleme bereitet: Untreue in der Partnerschaft. Wenn ein Partner den anderen betrügt. Oder sogar beide einander. Meiner Meinung nach kann das nur passieren, wenn es an Liebe fehlt. Oder zumindest einer gewissen Art der Liebe!

Wie ich bereits sagte scheint es ganz klar: Betrug ist falsch und schlecht. Man sollte das nicht tun, man befindet sich in einer Beziehung, man hat ohne Worte zugesagt, alles zu tun, um den anderen glücklich zu machen und auch nicht mit jemandem anderen zu schlafen! Also nein, da geht man nicht hin und schläft mit anderen und verletzt den, den man liebt.

Warum jedoch geschieht es trotzdem? Warum würde jemand statt in seiner Beziehung Nähe zu einer komplett anderen Person suchen? Da meine ich, dass es an Liebe fehlt. Man würde gar nicht soweit kommen, das einer geliebten Person anzutun!

Was ist mit denjenigen, die in ihrer Beziehung Polygamie vereinbaren? Sie machen miteinander aus, dass der andere mit einer dritten Person schlafen kann. Sie gehen auf Dates, sie schlafen mit anderen und haben immer noch eine Beziehung miteinander.

Ich habe schon oft gesagt, dass diese Art der Beziehung meiner Meinung nach nie lange hält. Nun gehe ich noch einen Schritt weiter: ich glaube, dass in dieser Art der offenen und polygamen Beziehung nie diese Art der Liebe, der Leidenschaft und Intimität entstehen kann, wie in einer Beziehung zwischen nur zwei Partnern! Oft kommt die Idee einer offenen Beziehung schließlich genau daher: man hat das Bedürfnis nach mehr, du spürst nicht genug dieser Liebe und Leidenschaft, doch du willst auch diesen Anker nicht verlieren. Du willst Sicherheit und gleichzeitig den Nervenkitzel des Sex anderswo.

Versteht mich nicht falsch: wenn ich sage, dass es in beiden Fällen an Liebe mangelt, bedeutet das nicht, dass da gar keine Liebe ist. Nein, die besteht wahrscheinlich schon – aber ich glaube, das könnte eher wie Liebe zwischen Geschwistern aussehen, eine Liebe für die Sicherheit, die der andere dir gibt, indem er einfach immer da ist, eine Liebe für das Gefühl, dass da jemand ist, wenn man niemand anderen findet.

Doch man kann diese Gefühle, die man zwischen zwei Liebenden hat, nicht auch haben, wenn man Sex mit vier Personen hat! Man kann nicht allen Sexpartnern das Gefühl geben, etwas Besonderes zu sein, der Einzige zu sein, mit dem man so tief und so weit geht, den man so nah an sich ranlässt!

Trotzdem ist Betrug in allen Fällen falsch. Wenn du das Gefühl hast, dass in deiner Beziehung etwas fehlt, beende bitte entweder deine Beziehung oder erkläre es deinem Partner, um für eine offene Beziehung die Weichen zu stellen. Wenn euch das glücklich macht, ist das toll für euch. Aber betrüge deinen Partner nicht und mache ihn nicht unglücklich! Mache dein Leben freudenvoller, das ist definitiv wichtig, doch nicht indem du jemand anderen unglücklich machst und sein oder ihr Vertrauen brichst!

Vertrauen ist gut – doch vertraue auch deinen Zweifeln! – 16 Nov 15

Ich weiß, ich erzähle den Leuten normalerweise, etwas mehr zu vertrauen. Anderen Menschen nicht von Beginn an mit einer negativen Einstellung zu begegnen. Es gibt jedoch Situationen, in denen man definitiv niemandem vertrauen sollte, ohne vorher herauszufinden, ob der andere nicht doch ein Betrüger ist. In solchen Situationen geht es meistens ums Geld. Wenn man Zweifel hat, ob der andere ehrlich ist oder ein Betrüger, ist der heutige Blogeintrag vielleicht interessant.

Zunächst einmal muss man darauf achten, sich von der äußeren Erscheinung der Person vor einem nicht zu sehr beeindrucken zu lassen. Derjenige mag ein großes Auto fahren, in der besten Designer-Kleidung herumlaufen und das neueste iPhone in der Hand haben – doch das macht ihn nicht ehrlich! Je größer der Betrüger, desto größer die Möglichkeiten für Kleidung und Zubehör. Große Lügner und Betrüger haben all die Dinge, die Eindruck machen und zu beweisen scheinen, dass sie völlig ehrenhaft sind.

Ein weiterer Punkt ist: Lügner und Betrüger reden fast immer viel zu viel. Und da kann man oft herausfinden, dass sie alles andere als ehrlich sind! Hört euch einfach an, was diese Person zu sagen hat: wenn er ein Lügner ist, erinnert er sich nicht einmal mehr daran, was er vor zwei Minuten gesagt hat. Er wird einfach weiterreden und Lügen erzählen, wobei er sich selbst widerspricht. Gewohnheitslügner haben keine Ahnung, was sie vorher gesagt haben, weil sie so viele Lügen erzählen, dass sie sich nicht mehr an jede erinnern können. Wenn man also nur still bleibt, findet man gewöhnlich heraus, ob der andere lügt.

Das alles würde nicht unbedingt bedeuten, dass der andere ein Betrüger war in dem Bereich, über den du mit ihm sprechen wolltest. Wir kommen jedoch zu dem Punkt, wenn es ums Geld geht: vertraue nie jemandem, wenn er sagt ‚Du kannst mir vertrauen, gib mir das Geld‘. Wenn du dann klar sagst, dass du die Person nicht kennst und Schwierigkeiten hast, ihm zu vertrauen, antwortet er oder sie vielleicht ‚Wenn du mir nicht vertraust, können wir nicht zusammen arbeiten!‘ Das ist der Punkt, an dem ein Betrüger auch einfach vielleicht wegrennt.

Die Lehre ist: manchmal sind Zweifel einfach nur richtig, wenn sie da sind. Wenn du zögerst, jemandem zu vertrauen, sei nie zu scheu, deine Zweifel auch auszudrücken! Wenn die Person auf irgendeine Weise ernsthaft und ehrlich ist, wird er oder sie Bemühungen unternehmen, diese Zweifel zu beseitigen und dein Vertrauen zu gewinnen. Nur Betrüger rennen davon!

Der Grund, warum ich keine Angst vor Zukunftsplänen habe: ich habe Vertrauen – aber nicht in Gott! – 14 Jun 15

In meinem Leben sind meine wichtigsten Gesprächspartner meine Frau und meine Brüder. Mit diesen drei Menschen bespreche ich alle Arten von privaten und geschäftlichen Angelegenheiten. Als ich neulich mit meiner Frau redete, sprachen wir über beides und unsere Einstellung zu Zukunftsplänen und Entscheidungen – und ich erklärte, warum ich nicht nervös bin und keine Angst habe vor dem, was in Zukunft geschehen wird.

Wir haben in unserem Geschäft und auch in unserem Privatleben viele Entscheidungen zusammen gefällt, Pläne gemacht und neue Abenteuer begonnen. Bei all dem fragt Ramona mich manchmal ‚Hast du denn keine Angst, dass es nicht klappen könnte?‘ oder sagt mir, dass sie nervös ist, wenn sie an ein neues Projekt denkt, das wir gerade begonnen haben. Ich bin das jedoch ganz ehrlich überhaupt nicht. Ich bin vielleicht mit dem Kopf komplett bei dieser Arbeit, aber ich habe weder Angst noch bin ich nervös.

Warum? Über diese Frage haben wir gesprochen.

Ich sagte ‘Ich vertraue darauf, dass es in Ordnung geht.‘ Und Ramona fragte ‚Aber wem vertraust du da?‘ Natürlich nicht irgendeiner himmlischen Kreatur! Ich glaube nicht an irgendeinen Gott, also habe ich auch nicht das Bedürfnis, irgendetwas in seine Hände zu geben – ich glaube, dass Leute das nur für den psychologischen Nutzen tun, da es nicht wirklich ein allmächtiges Wesen gibt, das ‚alles in Ordnung bringt‘. Ich glaube auch nicht, dass es eine höhere Macht wie das Universum gibt, die dafür sorgt, dass alles so geschieht, wie es sein soll.

Vertraue ich mir selbst? Natürlich! Ja, ich weiß, was ich tue. Wenn ich eine Entscheidung treffe, versuche ich, alle wichtigen Faktoren zu berücksichtigen und auch mein Gefühl zu der Situation zu respektieren. Ich weiß jedoch, dass ich nicht alles weiß. Doch für diese Dinge, über die ich wirklich nicht viel weiß, gibt es Experten, die man fragen kann! Ich werde mein ganzes Leben lang lernen, also ist es doch schön, noch mehr zu erfahren!

Ich habe im Allgemeinen eine positive Einstellung, sehe die Dinge positiv und habe immer die Hoffnung, dass die Zukunft Gutes für mich bereithält. Ich sorge mich nicht unnötig über Dinge, die ich nicht beeinflussen oder ändern kann. Ich werde mein Bestes geben und alles, was nicht in meiner Hand liegt, werde ich beobachten, aber sicherlich keinen Schlaf darüber verlieren!

Schließlich ist da immer noch die Frage, was das schlimmste ist, was passieren kann. Meistens zeigt eine realistische Sicht der Dinge, dass es nicht wirklich so schlimm ist, wie du es dir in deiner Angst vorstellst. Du wirst nicht sterben. Und selbst wenn das das Schlimmste ist, was passieren kann – na und?

Alles andere sind Probleme, die wir lösen, wenn sie wirklich auftreten. Bis dann werde ich und werden wir unser Bestes geben, damit alles gut läuft. Angst und Sorgen würden da nur stören!

Immer, wenn ich meinen Gefühlen nicht vertraut habe, habe ich Energie verschwendet – 7 Jun 15

Ich habe schon lange eine Theorie, die ich immer wieder getestet habe und die sich immer als wahr erwiesen hat: vertraue deinen Gefühlen, wenn es um andere Leute geht. Wenn du das Gefühl hast, dass es mit euch beiden nicht klappen wird – egal welcher Art eure Beziehung ist – brich die Beziehung ab. Wenn du wartest und versuchst, es hinzukriegen, vergeudest du nur deine Energie und machst am Ende dann sowieso doch das Gleiche!

Ich erkläre euch, was ich meine. Ich habe in meinem Leben oft Menschen getroffen mit denen ich nach nur einer kleinen Weile das Gefühl hatte, dass wir nicht zusammenpassen werden. Es ist ein Gefühl, das man von den Handlungen des anderen, den Worten, den Blicken oder einfach nur ihrer Ausstrahlung bekommen kann. Es gibt einem den Eindruck, dass man mit dieser Person einfach nicht befreundet sein kann.

Manchmal wird das Gefühl noch etwas intensive und du musst sogar aufpassen, dass du nicht in einen Streit verwickelt wirst. Eure Meinungen unterscheiden sich einfach sehr voneinander!

Du siehst jedoch keinen richtigen Grund dafür, den Kontakt abzubrechen und möchtest auch nett sein, gerne eine Freundschaft aufbauen und Spaß haben. Also sorgst du dafür, dass es klappt. Du ignorierst Kommentare, gegen die du normalerweise Einwände hättest.

Nach einiger Zeit jedoch – und das kann Wochen oder sogar Monate später sein – kommt ihr an den Punkt, wenn ihr einfach nicht mehr so weitermachen könnt. Ein Punkt an dem du, wenn du ehrlich und du selbst bleiben willst, auf Distanz gehen musst.

Das ist der Punkt, an dem solche Beziehungen in die Brüche gehen. Und nach dem du dich hinterher besser fühlst. Lange hast du es aufrecht erhalten und viel Energie und Mühe investiert! Wenn es dann schließlich vorbei ist, wenn es klar ist, dass es so nicht weitergeht, wirst du erleichtert sein. Erleichtert, dass du diese Energie nun nicht mehr aufbringen musst.

Vielleicht bedauerst du sogar, dass du dich so lange so sehr bemüht hast. Doch keine Sorge – es ist so, wie es geschehen ist, am Besten! Du hast den anderen kennen gelernt und bist nun sicher, dass es nicht passt. Höre nächstes Mal nur etwas früher auf dein Gefühl und handle auch schneller!

Vertraue dir selbst: setze Veränderungen in Gang und ziehe Nutzen aus ihnen! – 25 Mär 15

Gestern habe ich geschrieben, dass man Veränderungen akzeptieren und annehmen muss, wenn man glücklich sein will. Natürlich ging es da um Veränderungen von außen, für die man flexibel sein muss. Heute möchte ich über eine andere Art der Veränderung schreiben: die, die von dir selbst kommt, aus deinem Inneren!

Es ist Eines, mit den Veränderungen, die von außen kommen flexible zu sein. Versteht mich nicht falsch, das ist aktive Arbeit, doch dann gibt es da etwas, das noch viel schwieriger zu sein scheint: eine Veränderung in sich zu akzeptieren und von sich aus Schritte zu unternehmen, diese Veränderungen in deinem Leben umzusetzen. Bring eine Veränderung der Emotionen in die Handlung. Gehe Wege, die andere nicht gehen. Begib dich an Orte, an der dich die Menschen in deiner Umgebung – und selbst du – nicht erwarten würden.

Warum tust du das nicht? Du hast Angst. Angst vor was? Dass es alles schief gehen könnte, wenn du den Weg verlässt, den viele vor dir schon gegangen sind. Dir fehlt es an Vertrauen.

Da, darum glaube ich, dass die Menschen in Indien Veränderungen einfacher annehmen können und flexibler sind: sie vertrauen.

Die normale westliche Gesellschaft legt nicht gerade ein Augenmerk darauf, dir beizubringen zu vertrauen. Sie bringt dir viele unterschiedliche Dinge bei und die Hauptsache ist Sicherheit. Du solltest zu jeder Zeit wissen, wo du hingehst, du solltest einen Plan haben und auch einen zweiten Plan zur Sicherheit und vor allem nimmst du kein Risiko in Kauf!

Das Leben ist wie ein festes Programm mit klaren Richtlinien, welche Schritte zuerst kommen sollten und welche folgen sollten. Es ist klar, dass diese vorgeschriebenen Wege sicher sein werden. Es wird dir beigebracht, daran zu glauben und du achtest darauf, nicht links oder rechts daneben zu treten. In der Tat hast du Angst, wenn du den Weg verlässt, könnte das ganze Programm zusammenbrechen! Du bist nervös, du könntest verloren gehen und untergehen. Du machst dir Stress und Druck, bei jeder kleinen Veränderung, die dich vom Weg abbringen könnte!

Vertraue mir, du wirst nicht fallen. Vertrau mit, die ganze Welt wird nicht zusammenbrechen. Sie wird nicht in Stücke zerfallen.

Du musst lernen zu vertrauen, nicht mir, sondern dir selbst. Habe Vertrauen in deine Entscheidungen, Vertrauen ins Leben! Nur dann kannst du glücklich sein!

Ein Gefühl des Vertrauens und der Liebe – 15 Feb 15

Ich hatte einige Gedanken zu Partnerschaften und das Zusammensein mit denen, die du im Leben am meisten liebst.

Am Abend, nach dem Abendessen und nachdem wir etwas Zeit mit unseren Gästen verbracht haben, sitzen wir oft im Zimmer meines Vater, um auch ein bisschen mit ihm zusammen zu sein. Es ist die Zeit, bevor Apra zu Bett geht – oder genauer gesagt, bevor wir die Schritte beginnen, die dazu führen, dass sie einschläft. Wir spielen, wir reden, wir verbringen einfach ein Zeit miteinander und sitzen alle auf seinem Bett. Gestern, als wir dort zusammensaßen, lehnte ich meinen Kopf auf Ramonas Schulter, sie rutschte etwas näher zu mir und so lag ich halb auf ihr, in ihren Armen. Es war dieses Gefühl, das in mir einige Gedanken auslöste.

Natürlich fühlte ich mich geliebt, aber da waren noch mehr Feinheiten. Ich fühlte mich umarmt, umsorgt und geschützt. Das hört sich vielleicht seltsam an, da es nichts gibt, wovor Ramona mich beschützen müsste und natürlich bin ich – für jeden, der denkt, dass das ein unmännliches Gefühl ist – durchaus in der Lage, mich selbst zu beschützen. 🙂 Dieses Gefühl ist jedoch da und es ist ein wunderschönes Gefühl, ein Gefühl des Vertrauens und der Liebe.

Gleichzeitig dachte ich daran, wie schön es auch für mich ist, sie in meinen Armen zu halten! Das Gefühl, einen Menschen zu haben, um den du dich kümmern kannst und für den du sorgen kannst – obwohl meine Frau, für jeden Feminist, der meinen Blog liest, völlig in der Lage ist, für sich selbst zu sorgen! 🙂 Dieses Gefühl ist auch herrlich und obwohl ich das natürlich noch intensiver mit Apra habe, die als Kind wirklich auf mich und die Erwachsenen um sie herum angewiesen ist, ist es mit Ramona anders. Ich bin stolz darauf, dass diese Frau mich als denjenigen gewählt hat, in dessen Armen sie liegen möchte und an dessen Schulter sie sich lehnen kann, wenn sie das braucht oder möchte.

Ich weiß, dass diese Gefühle irgendwie ursprünglich sind, dass es ganz grundlegende Instinkte sind, die diese in unseren Herzen, Körpern und Köpfen auftauchen lassen. Das macht sie jedoch meiner Meinung nach nicht weniger wichtig. Für mich ist es wichtig, diese Gefühle zu spüren und ich schätze sie jedes Mal sehr, wenn ich sie bewusst wahrnehme!

Was mich gestern verblüfft hat, war die Erkenntnis, dass wir wirklich beide Seiten dieser Gefühle haben. Wenn man von Urinstinkten spricht, denkt man, dass der Mann immer stolz ist, der Beschützer zu sein und das Bedürfnis hat, der Versorger zu sein, während die Frau immer beschützt werden will. Ich weiß jedoch, dass wir alle beides in uns haben und ich glaube, wir sollten beide Seiten ausleben!

Ich habe mit meiner Frau darüber gesprochen und auch sie hat beide Gefühle erlebt. Ich nehme an, dass das ein Gefühl ist, das in den Beziehungen von heute entstehen kann, in einer modernen Gesellschaft, weil es in der heutigen Zeit für einen Mann möglich ist zu akzeptieren, dass er auch beschützt werden will und für eine Frau, dass auch sie der Versorger sein möchte für diejenigen, die sie liebt.

Wir brauchen beide Seiten – und ich hoffe, du kannst sie genauso genießen wie ich!

Bist du verheiratet und spielst mit dem Gedanken, deinen Partner zu betrügen? – 13 Okt 14

Vor Kurzem wurde ich von einer Frau mit einer sehr privaten, persönlichen Frage kontaktiert: sie war verheiratet und das, wie sie mir versicherte, auch sehr glücklich. Trotzdem hatte sie, als sie neulich einen Mann getroffen und besser kennen gelernt hatte, wirklich in Betracht gezogen, ihren Ehemann zu betrügen. Sie hatte es zu dem Punkt noch nicht getan, fragte mich jedoch, was sie tun sollte. Diese Situation möchte ich im heutigen Blog gerne betrachten.

Zunächst einmal bin ich auf jeden Fall gegen das Betrügen. Tu das nicht. Du hast das Gefühl erkannt, also halte dich im Zaum und mach nicht diesen Schritt, der nicht nur deinen Partner verletzt, sondern auch deiner Beziehung und deiner Vertrauenswürdigkeit schadet!

Dazu habe ich viele Leute sagen gehört ‚Ich liebe meinen Partner‘ und ‚Unsere Beziehung ist wunderbar, wir haben keine Probleme!‘ aber im nächsten Satz sagen sie, dass sie ihren Partner betrogen haben, dass sie sich zu anderen hingezogen fühlen oder sich sogar in einen anderen Mann oder eine andere Frau verliebt hat. Die Erklärungen, die sie trotz Schuldgefühlen dafür haben, hören sich so an: ‚Die Liebe geht mysteriöse Wege‘ und ‚Man kann nicht erklären wie und warum, das passiert einfach!‘ Ich glaube all diesen Erklärungen nicht.

Ich glaube einfach nicht, dass man in der perfekten Beziehung mit seinem Seelenverwandten, dem oder der Einen, dem Lebenspartner für immer sein kann – und sich dann noch zu einer anderen Person hingezogen fühlen kann, sogar soweit, dass man mit dieser Person Sex haben würde! Nein, ich weiß ganz sicher, dass das etwas anderes bedeutet: etwas in deiner Partnerschaft oder Ehe ist unvollständig! Dir fehlt etwas und du suchst nach Kompensierung von außen!

Der erste Schritt, um mit solch ungewollten Gefühlen umzugehen ist, das als Tatsache zu akzeptieren: du und dein Partner, ihr habt ein Problem. Du musst den genauen Grund herausfinden, warum du solche Gedanken und Gefühle hast.

Es gibt immer zwei Möglichkeiten: entweder ist es etwas, das vor Kurzem begonnen hat oder es ist ein Problem, das bereits zu Beginn eurer Beziehung bestand.

Vielleicht hat sich das Verhalten deines Partners im Laufe der letzten paar Monate verändert und dir fehlt die Person, die du geheiratet hast oder mit der du zusammengekommen bist. Oder dir – oder zwischen euch ist etwas geschehen, das dich oder deine Sicht auf deinen Partner verändert hat. Du hast ein neues Bedürfnis entwickelt, das nicht erfüllt wird.

Oder, und das ist ein komplizierterer Grund, dein Partner war immer so, wie er war und du hast einfach einen bestimmten Charakterzug oder eine bestimmte Einstellung nie akzeptiert. Du hattest einen Zweifel im Herzen und im Kopf, dachtest vielleicht, du könntest den anderen mit deiner Liebe verändern und hast die Beziehung so mit halbem Herzen weitergeführt.

Sobald du den Grund für deine Gefühle gefunden hast, musst du herausfinden, ob es denn heilbar ist oder nicht. Wenn du glaubst, dass ja, sprich mit deinem Partner. Lass es alles raus, erzähle, welche Gefühle dir das Problem gibt und erkläre auch, dass du dich deswegen sogar zu anderen Leuten hingezogen fühlst. Drohe nicht und versuche nicht, den anderen unter Druck zu setzen – erkläre und bleibe ruhig dabei!

Wenn du jedoch glaubst, dass das Problem nicht heilbar ist und vielleicht sogar bereits vergeblich Versuche gemacht hast, etwas zu verändern, hintergehe deinen Partner nicht einfach. Nein, sprich und erkläre trotzdem. Beende deine Beziehung, so dass du frei bist, bevor du eine weitere beginnst!

Was auch immer für dich der richtige Weg ist, ich glaube, dass Betrug etwas ist, das man sich selbst und anderen nicht antun sollte. Ich hoffe, es klappt für dich und du findest eine Beziehung voller Liebe!

Mangelndes Vertrauen macht einem das Leben schwer! – 5 Jun 14

Gestern habe ich beschrieben, wie Familien immer weniger Familienleben haben und so immer weniger am Leben des jeweils anderen teilnehmen. Das führt zu einem weiteren Problem, das ich heute ansprechen möchte: zwischen Familienmitgliedern besteht wenig bis kein Vertrauen!

Es ist eigentlich ganz klar: um Vertrauen zu entwickeln, muss man einander kennen. Um einander kennen zu lernen, muss man Zeit miteinander verbringen. Je mehr Zeit man mit dem jeweils anderen verbringt, desto besser lernt man ihn kennen und desto mehr kann man ihm vertrauen. Doch heutzutage verbringen die Menschen keine Zeit mit ihren Familienmitgliedern. Sie haben keine Zeit, sie kennen zu lernen. Das bedeutet, sie können das Vertrauen, von dem ich gesprochen habe, einfach nicht entwickeln!

Das ist eigentlich sehr traurig, weil es in dieser Welt sowieso schon so schwierig ist, jemandem zu vertrauen! Deine Familienmitglieder könnten die zuverlässigsten Menschen um dich herum sein, diejenigen, denen du am leichtesten vertrauen könntest. Doch in Indien und noch mehr im Westen leben die Menschen einfach nicht mehr in richtigen Familien zusammen. Was auch immer die Gründe sein mögen, die Menschen sind einander nicht mehr nahe. Ich glaube, das ist teilweise ein Grund für die große Anzahl an Patienten in Psychotherapie heutzutage.

Wenn man jemandem vertrauen kann, kann man sich entspannen. Es gibt einem Frieden im täglichen Leben und auch mentalen Rückhalt in schwierigen Situationen. Selbst wenn ein Problem nicht so schlimm wird, dass man seinen Bruder um Geld bitten muss, so weiß man doch, dass er da ist und einem auch etwas leihen würde. Man weiß, dass man für eine Weile in das Haus seiner Eltern ziehen könnte, wenn es mit dem Partner in der gemeinsamen Wohnung nicht klappt. Man weiß, dass man seine Schwester, eine Anwältin, Ärztin, Köchin oder Mutter um ihre professionelle Hilfe bitten könnte, wenn man diese braucht. Doch das alles kann man eben nicht – weil da kein Vertrauen besteht!

Ohne zu tief in diesen Bereich zu gehen, möchte ich nur noch eine weitere Folge dieses fehlenden Vertrauens deutlich machen: Banken verdienen mehr Geld! Wenn sich in früheren Zeiten Familienmitglieder voneinander Geld geliehen haben, zögern sie nun, ihre eigenen Geschwister zu bitten, ihnen etwas zu leihen, selbst wenn es nur ein paar Hundert sind. Sie würden lieber ihr Bankkonto überziehen und dann jede Menge Zinsen zahlen. Menschen nehmen einen Bankkredit auf, um ihren Eltern das Haus abzukaufen – anstatt es Monat für Monat abzuzahlen, genau wie sie nun ihren Kredit abbezahlen. Die Einzigen, die daran verdienen, sind die Banken. Sie ziehen Gewinn aus dem mangelnden Vertrauen!

Es ist ein Problem, das in der Gesellschaft tief verankert ist. So tief, dass die meisten Menschen die Folgen nicht einmal als wahre Probleme wahrgenommen werden. Sie verstehen, warum es so ist, wie es ist. Weil sie selbst kein Vertrauen haben.

Ich weiß, dass sie nicht vertrauen können, aber es wäre doch toll, wenn sie es könnten. Ich verstehe, warum es nicht möglich ist, aber ich wünschte, es wäre so!

Derjenige, vor dem du völlig nackt sein kannst – auf jede erdenkliche Weise – 3 Dez 13

Heute möchte ich ein paar Zeilen über die Schönheit der Beziehung mit der einen Person schreiben, die du deinem Herzen am nahesten kommen lässt: deinem Partner, deiner Ehefrau oder deinem Ehemann, deinem Freund oder deiner Freundin. Es ist die einzige Beziehung, zumindest soweit ich weiß, in der du vor dem anderen vollständig nackt sein kannst.

Natürlich spreche ich hier nicht von körperlicher Nacktheit. Selbstverständlich denke ich, dass ihr auch in der Lage sein solltet, voreinander nackt zu sein, aber vielleicht macht dir das auch vor bestimmten anderen Menschen nichts aus. Nein, ich spreche von deinen tiefsten, inneren Gedanken und Gefühlen, von denen, die du sogar vor deinen Eltern, Geschwistern und besten Freunden nur zögerlich frei aussprechen würdest. In der Liebe zu dem anderen, bist du in der Lage, vollständig loszulassen.

Ja, ich glaube, dass du dieser einen Person, mit der du durch ein Band der Liebe verbunden bist, zeigen kannst, wer du wirklich bist, bis hin zum kleinsten Teilchen deiner Seele. Um das zu tun, musst du dein Ego abstellen. Nicht nur einmal, sondern immer wieder. Vor der anderen Person darf davon nichts mehr übrig sein. Du brauchst nichts zurückhalten aus Angst, dass dein Ego eine Schramme davonträgt, weil der andere dich in- und auswendig kennt, deine Stärken und Schwächen und natürlich auch dein Ego! Sobald du also auch das fallen lässt, sobald sogar dein Ego zerstört ist, bist du wie ein kleines Baby in den Händen des anderen, nackt und zerbrechlich, aber sicher. Du fühlst dich sicher und geborgen, mit allem, das zu dir und deinem Wesen gehört.

Das ist das schönste Gefühl, das du haben kannst!

Du weißt, dass du etwas Dummes sagen kannst, und da trotzdem noch Liebe ist.

Du weißt, dass du etwas erzählen kannst, wofür du dich vor jedem anderen schämen würdest und dass da immer noch Liebe ist.

Du weißt, dass du sogar deine innerste Wut zeigen kannst und dass der andere sie akzeptieren und durchstehen kann, und dich dann immer noch liebt.

Du weißt, dass du von deinen Ängsten erzählen kannst und der andere dich in Zeiten der größten Angst umarmt, dich schützt und dich einfach in seinen liebenden Armen hält.

Du weißt, dass du dem anderen sagen kannst, was du bereust und dass derjenige zuhört, es anerkennt und damit einen Teil der Last von deinen Schultern nimmt.

Du weißt, dass da Liebe ist, egal was kommt.

Vollkommenes Vertrauen ist zu gefährlich – täusche deinen Glauben an Gott einfach vor – 4 Jul 13

Die tragische Geschichte, von der ich euch gestern erzählt habe, brachte einige Diskussionen in den Medien und natürlich auch online auf sozialen Netzwerken auf. Viele Leute taten diesen Fall einfach als Tat eines ungebildeten und törichten Mannes und seiner Familie ab. Jemand anderes sagte ‚Zu viel Aberglaube ist nicht gut‘ und einige religiöse Menschen sagten, man sollte nicht versuchen, Gott zu prüfen. Ich möchte diese und ähnliche Aussagen beantworten und, man glaube es oder auch nicht, diesen Mann ein klein wenig verteidigen.

Warum sollte ich, der unreligiöse Ungläubige, zur Verteidigung eines Mannes eilen, der sich selbst und seine Familie umgebracht hat, um Shiva zu erblicken? Weil meiner Meinung nach Religion ihnen weisgemacht hat, Shiva würde kommen und sie retten! Dieser Mann hatte nicht vor zu sterben oder seine Familie umzubringen, er glaubte ganz ehrlich, er würde gerettet werden.

Diese Menschen, die sagten er sei einfach nur dumm, sind sich wohl nicht bewusst, dass er durchaus nicht ungebildet war! Er war selbstständiger Fotograf, schickte seine Kinder zur Schule und man kann ihn definitiv nicht mit dem Analphabeten aus dem Dorf gleichstellen, der wirklich alles glaubt, was man ihm erzählt. Nein, er war kein Analphabet und man kann ihn vielleicht abergläubisch nennen, aber es gibt viele gebildete Leute, die sich selbst religiös und gläubig nennen, die gleichzeitig jedoch sehr abergläubisch sind, da sie an all die Geschichten der Schriften glauben.

Ich muss lachen, wenn ich jemanden sagen höre ‚Zu viel Aberglaube ist nicht gut‘ – ein bisschen Aberglaube ist also okay? Da nennst du nun diesen Mann zu abergläubisch, weil das heilige Essen, dass er seiner Familie gab, vergiftet war und er dachte, es würde niemandem Schaden zufügen. Die Tatsache jedoch, dass du dieses Essen überhaupt als ‚heilig‘ betrachtest und denkst, dass es besondere Eigenschaften hat, ist in Ordnung! Ist das nicht auch Aberglaube? Jedes Mal, wenn du im Tempel warst, isst du dieses Essen und denkst, es würde dir helfen – er dachte nun mal, dass sogar vergiftetes Essen gut wäre. Ist es nicht das Gleiche?

Die Wurzel des Aberglaubens ist Religion und ihre Geschichten, was man an diesem Beispiel ganz deutlich sehen kann. Die Schriften bestehen darauf, dass all ihre Geschichten wahr sind und dieser Mann war einfach nur ein sehr, sehr treuer Gläubiger! Er hatte vollkommenes Vertrauen in Gott und darin, dass Gott die Kraft haben würde, ihn zu retten. Er vertraute so sehr, dass er an dem Abend sogar ein Video machte. Er hatte all die Schriften gelesen, in denen treue Anhänger gerettet wurden und er folgte nur ihrem Beispiel. Viele glauben, dass die Geschichten wahr sind, aber nur wenige trauen sich, wirklich ein solches Experiment zu machen. Was hat ihn am Ende das Leben gekostet? Aberglaube oder nur ein sehr starker Glaube?

Solltet ihr religiösen Menschen ihn also nicht eigentlich als den einen, wahren Gläubigen feiern? Einer, der seinem Gott so treu war, dass er sogar Gift nahm? Ihr habt Angst und glaubt nicht genug an Gott, um euch sicher zu sein, dass er euch retten wird! Wenn ihr nicht das tun könnt, was dieser Mann getan hat, glaubt ihr nicht wirklich an Gott und seine Schriften!

Was können wir von dieser ganzen Geschichte lernen? Vielleicht, dass man Gott nicht vollständig vertrauen sollte, denn wenn man das tut, so stirbt man, während man darauf wartet, dass er einen rettet! Halte Gott also am Besten zum Narren, erzähle ihm, dass du an ihn glaubst und volles Vertrauen hast, obwohl du ihm eigentlich nicht gar nicht so sehr vertraust!

Wenn du deine Religion so siehst, bin ich wieder einmal überrascht, dass du es schaffst, dich selbst oder deinen Gott so sehr anzulügen. Wenn es das ist, was du machen willst, so kannst du das gerne tun, aber ich halte es nicht für ehrlich. Wenn du dich selbst religiös nennst, solltest du auch zu 100% daran glauben, mit all den Schriften und vollem Vertrauen, so wie es dieser Mann getan hat.

Und wenn nicht, so finde ich, solltest du mir nicht widersprechen, wenn ich sage, dass die Schriften, die solchen Aberglauben verbreiten und zum Tod von ganzen Familien führen, zerstört und vergessen werden sollten, so dass sie niemandem weiter schaden können!