Dein echtes Leben ist wichtiger als deine Welt online – 4 Mär 15

Heutzutage gibt es viele Leute, die einen großen Teil ihrer Zeit an ihren Mobiltelefonen oder Tablets verbringen, nicht bei der Arbeit, sondern, um auf sozialen Netzwerken miteinander zu kommunizieren. Ich denke nicht, dass es schlecht ist. Ich sage nicht, man sollte das nicht tun. Ich würde jedoch raten, vorsichtig zu sein und nicht zu meinen, dass alles, was man online liest, Realität ist.

Ich habe das bei vielen Leuten gesehen, besonders mit denen, die dazu neigen, sich anderen gegenüber minderwertig zu fühlen. Sie lesen all diese tollen Statusmeldungen, Tweets und Aussagen anderer und fühlen sich dann schlecht, wenn sie an ihr eigenes Leben denken.

Noch vor einiger Zeit passierte das, wenn die Leute sich Zeitschriften ansahen und Interviews mit Berühmtheiten lasen, die so tolle Leben zu haben schienen, vom perfekten Körper zum liebenden Partner und natürlich Erfolg und Geld. Es war für alle ein Schock, wenn solche Leute dann Selbstmord begangen – niemand hatte gemerkt, dass sie eigentlich recht unglücklich waren und ihre Leben überhaupt nicht so glamourös, wie es in den Medien dargestellt wurde.

Dann sahen sie sich jedoch ihre wahren Freunde an und konnten sehen, dass sie nicht die einzigen echten Menschen mit Problemen und verschiedenen Stimmungen waren.

Heute, wenn man sich soziale Netzwerke ansieht, fragt man sich, ob die Autoren dieser Texte wirklich immer glückliche, super perfekte Vorbilder sind oder doch echte Menschen. Und da liegt glaube ich die Gefahr.

Für diejenigen, die sich selbst gerne mit anderen vergleichen, kann es ganz leicht sein, dass sie sich als Ergebnis schlecht fühlen. Nun sind diese anderen aber keine Berühmtheiten mehr, die man nie zuvor gesehen hat, sondern echte Freunde und Bekannte! Nun scheint es, als würden alle um sie herum wirklich in einer herrlichen, himmlischen Welt, in der sie so viel Spaß haben und von allen Seiten so sehr geliebt werden – nur sie selbst nicht.

Ich möchte jedem, der solche Gefühle hat, empfehlen, die Augen eine Weile vom Bildschirm zu nehmen und die Leute in echt zu treffen, deren Leben ihr online verfolgt. Kommt zurück in die Wirklichkeit und seht, dass man alles schreiben kann, ohne auch nur zu erwähnen, was man wirklich fühlt. Natürlich würden viele Leute gerne ihre schönsten Augenblicke online teilen, während sie ihre schlechten Zeiten gerne alleine durchleben! Sie wollen kein Mitleid oder mitfühlende Worte in einer fiktiven Welt, wenn sie eigentlich nur eine Schulter brauchen, an der sie sich ausweinen können!

Diese Welt online ist großartig, man kann mit Leuten auf der ganzen Welt in Kontakt sein und sehen, was sie tun – aber vergiss nicht, auch ein wahres Leben zu leben, Leute aus Fleisch und Blut zu treffen und du selbst zu sein, ein menschliches Wesen mit Gefühlen aller Art!

Schönheit kommt in allen Formen! – Die Gefahr falscher Schönheitsideale – 28 Aug 13

Gestern habe ich erklärt, wie viele Menschen, besonders Frauen, sich selbst ständig mit anderen vergleichen, aus den zweifelhaften Siegen dieser Vergleiche ihr Selbstwertgefühl und fühlen sich schlecht, wenn sie glauben, dass sie bei diesen Vergleich verloren haben. Neben der Tatsache, dass dir es das schwierig macht, dich gut zu fühlen, wenn du alleine bist, musst du auch erkennen, dass das Schönheitsideal, dem du da folgst noch jede Menge weitere Probleme mit sich bringt.

Ich glaube, wir brauchen nicht viel Zeit darauf verwenden zu diskutieren, ob das Schönheitsideal, mit dem die meisten Frauen ihren eigenen Körper vergleichen, realistisch ist oder nicht. Die Bilder, die die Medien zeigen, sind mit Computern bearbeitet, die Frauen, die dargestellt werden, tragen wahnsinnig viel Make-up, das Licht ist extra für sie eingestellt, sie handeln nicht in Situationen, die dem wahren Leben entsprechen und es ist ihr Beruf, so auszusehen. Das Bild, das du demnach normalerweise auf Plakaten, Zeitschriften oder im Fernsehen siehst, brennt sich in deinen Verstand ein und lässt dich vergessen, dass dir diese Bilder gezeigt werden, damit du das kaufst, was sie verkaufen. Du nimmst an, das wäre ganz normal, als müsstest du und jeder andere Frau so aussehen, um schön genannt werden zu können.

Die normalen Medien ignorieren die Tatsache, dass es Menschen in allen möglichen unterschiedlichen Körperformen gibt! Die Menschen, Männer und Frauen, die man dadurch am Ende sieht, sind nur ein paar Ausgewählte, die mit strengen Kriterien gewählt wurden, die ein Großteil der Menschen nie erfüllen könnte.

Das Ergebnis ist klar: Menschen überall glauben, dass das normal ist und versuchen, genauso auszusehen. Wenn sie das nicht erreichen können, glauben sie, dass sie nicht schön sind – obwohl es wirklich meistens einfach unmöglich ist! Und diese Tatsache, nämlich dass es unmöglich ist, frustriert viele Frauen, die ehrlich und mit Mühe versuchen abzunehmen, damit sie die gleiche Form haben, wie die Frauen auf dem Bildschirm! Das können sie nicht erreichen, weil zum Beispiel ihre Körperstruktur ganz anders ist!

Wenn sie das erkennen, geben viele einfach vollständig auf. Sie sehen, dass sie nur dann als ‚schön‘ gelten, wenn sie so aussehen – aber das werden sie einfach nie erreichen, warum also sollten sie es überhaupt versuchen? Sie haben keinerlei Antrieb oder Grund dafür, Sport zu treiben, sich zu bewegen oder etwas für ihren Körper zu tun. Der einzige Grund, den sie sehen, wäre der Wettbewerb und das Ziel, das jedoch unmöglich ist zu erreichen. Warum sollten sie es dann also überhaupt versuchen? Sie wissen, dass sie nie gewinnen können.

Die Lösung für dieses Problem – außer, die Gesellschaft daran zu hindern, unrealistische Schönheitsideale anzupreisen – ist, dass man Sport, gesunde Ernährung und seinen Körper im allgemeinen in einem anderen Licht betrachtet. Du musst erkennen, dass du nicht gesund essen solltest, um abzunehmen, nur um wie jemand anderes auszusehen. Du musst auch deinen Körper nicht bewegen, rennen oder schwimmen, um wie jemand anderes auszusehen. Du solltest nichts dergleichen für andere tun, sondern für dich selbst!

Tu es für dich! Iss gesund, weil du dich damit besser fühlst! Trainiere deinen Körper, weil das deine Stimmung hebt und du deinen Körper wieder spürst! DU bist diejenige, die einen Vorteil von einem gesunden Körpergewicht hat, niemand sonst! Tu es, weil du deinen Körper liebst, weil du dich selbst liebst!

Wenn genug Menschen so handeln, können wir vielleicht sogar die Werbefirmen, die Filmindustrie und das allgemeine Denken in der Gesellschaft zu der Erkenntnis bringen, dass jede Einzelperson in sich Schönheit trägt, in allen unterschiedlichen Formen, die es gibt!

Ein Vergleich mit anderen hat weder positiven noch negativen Einfluss auf deine Schönheit – 27 Aug 13

Gestern habe ich erwähnt, dass viele Menschen einfach nur deswegen viel Stress haben, weil sie sich selbst ständig mit anderen vergleichen. Der Bereich, in dem besonders Frauen die meisten Vergleiche anstellen ist natürlich die Schönheit. Diese Art von Vergleich ist meiner Meinung nach jedoch der Grund, warum es so viele Frauen mit geringem Selbstwert und einem schlechten Einstellung zu ihrem eigenen Körper gibt.

Das Hauptproblem ist wieder der Vergleich mit dem Außen. Es ist nicht ungewöhnlich, dass eine Frau einen Raum betritt und diesen nach anderen Frauen absucht. Es hört sich wie ein Klischee an, aber die Mehrheit der Frauen wird zugeben – zumindest innerlich und für sich – dass sie sich die Körper und Gesichter anderer Frauen ansehen und ihre Kleidung, ihre Figur, ihre Haare und sogar ihr Make-up mit ihrem eigenen vergleichen. Je nach dem Ergebnis dieses kleinen Scans hebt sich ihr Selbstbewusstsein oder es sinkt etwas ab. Sie fühlen sich schöner, wenn die Frau vor ihnen schwerer ist, ein Akne-Problem hat oder ihre Haare schlecht frisiert sind. Genauso sind sie sich jedoch auch ihres Gewichts bewusst und der Stellen, die sie als ‚Problemzonen‘ empfinden.

Während ich hier über Frauen spreche, ist das jedoch nicht nur ein Problem für das weibliche Geschlecht! Vielleicht spricht man nicht von Schönheit, wenn Männer das Gleiche tun, doch was geschieht, ist auf keine Weise anders! Männer sehen sich die Bauchmuskulatur anderer Männer an, ihre Muskeln, ihre durchtrainierten Bizeps und Trizeps und dann natürlich noch deren Lässigkeit oder das selbstbewusste Lächeln und haben das genau gleiche Gefühl!

Doch ist man denn nur schön, wenn man im Vergleich zu anderen gewinnt? Fühlst du dich wirklich nur schön, wenn du eine andere Frau ansiehst und das Gefühl hast, dass sie sogar noch weniger wie ein Filmstar oder Supermodel aussieht als du? Denkst du wirklich, dass du nur dann schön bist, wenn du so aussiehst wie die Frauen, die man auf Plakaten und in der Fernsehwerbung sieht?

Ich verstehe, dass es sich auf gewisse Weise gut anfühlt, wenn man in einem Vergleich besser abschneidet, selbst wenn dieser nur im eigenen Kopf stattfindet und es keine Zuschauer gibt, die den Sieg bezeugen könnten. Du solltest jedoch einmal wirklich erkennen, was du da tust und darüber nachdenken, was dein Schönheitsideal eigentlich ist!

Es ist eine Tatsache, dass dieses Schönheitsideal nicht realistisch ist, da alle Medien Computerprogramme verwenden, um das Äußere ihrer Models und Schauspieler zu ‚optimieren‘. Du jedoch nimmst dieses Schönheitsideal als Ziel dafür, wie du aussehen möchtest und gleichzeitig auch noch als Maßstab für andere Leute.

Wieder stellt sich die Frage, wie sehr du wirklich im Außen suchen musst, um dich selbst zu definieren und deine Identität zu finden? Musst du wirklich denken ‚Ich bin dünner als Michaela, habe reinere Haut als Anna und volleres Haar als Luise‘? Wäre es nicht genug, einfach nur zu denken ‚Ich bin schön‘?

Ich kann gar nicht oft genug betonen, dass Schönheit nicht nur äußerlich ist und dass jedermanns Wahrnehmung der Schönheit anders ist! Du musst dich auch dann schön fühlen, wenn du alleine in einem Zimmer stehst, wenn niemand da ist, mit dem du dich vergleichen kannst! Und du solltest dich schön fühlen, wenn du in einer Menge von Superstars stehst. Du bist einzigartig und schön!

Hör auf, dich mit anderen zu vergleichen und sei glücklich! – 26 Aug 13

In der letzten Woche habe ich über Wettbewerb am Arbeitsplatz gesprochen, was sogar dazu führen kann, dass Menschen in Depression verfallen, einen Nervenzusammenbruch haben oder Burnout erleiden. Dieser Wettbewerb existiert jedoch nicht nur am Arbeitsplatz, sondern kann auch in jedem anderen Lebensbereich entstehen – wenn du unter diesem ständigen Druck leben willst! Es liegt wirklich so ziemlich an dir: wie sehr willst du in den Wettbewerb gehen und Vergleiche anstellen und wie sehr willst du dich auf dich selbst konzentrieren?

Es ist wirklich kein Wunder, dass viele Leute gestresst sind, weil es in unserer heutigen Gesellschaft normal ist, miteinander zu wetteifern. Für einen Wettbewerb muss man sich mit anderen vergleichen, um herauszufinden, wer besser oder schlechter ist. Das kann man in fast jedem Lebensbereich und viele Menschen tun genau das. Sie wetteifern nicht nur mit ihren Arbeitskollegen, sondern sie vergleichen, wie weit sie in ihrer eigenen Karriere gekommen sind damit, wie weit ihre ehemaligen Klassenkameraden gekommen sind. Sie vergleichen, wie schnell oder lang sie auf der Tretmühle im Fitnessstudio rennen können damit, wie schnell oder ausdauernd ihre Freunde sind. Sie vergleichen nicht nur, wie viel sie selbst verdienen, sondern auch, wie viel ihr Partner verdient, damit, wie viel ihre Nachbarn verdienen. Sie vergleichen ihr eigenes Aussehen mit dem Aussehen von völlig Fremden! Sie vergleichen das, was sie in ihrer Freizeit lesen mit dem, was andere Menschen am Pool, am Strand oder in der U-Bahn lesen. Bin ich intelligenter? Bin ich erfolgreicher? Bin ich schöner? Bin ich schneller, höher, besser?

Nur, wenn die Antwort auf jeder dieser Fragen ein ‘Ja!’ ist, sind sie zufrieden. Wenn du auch zu solchen Gedanken neigst, weißt du genau, was ich meine. Du stellst andauernd Vergleiche an, schaust wiederholt erst dich und dann andere an, bekommst deutlich bessere Laune, wenn du diesen Vergleich gewinnst und richtig schlechte Laune, wenn nicht.

Das Problem ist, dass du dich so vollständig auf andere konzentrierst und dich selbst mit diesen Vergleichen identifizierst. Wer bist du? Ich bin schneller als Michael, erfolgreicher als Jasmin, ein Teil eines besseren Paares als die Mayers von nebenan! Das alles ist im Außen, definiert dadurch, wie weit andere gekommen sind und wo du bist. Du hast nicht wirklich eine Beziehung zu deinen inneren Werten, vielleicht weißt du ja auch gar nicht, welche inneren Werte du hast, weil du dich ständig auf dein Äußeres konzentrierst.

Du kannst nicht immer gewinnen und natürlich ist es stressig, wenn man immer wieder verliert! Perfektionisten und Menschen mit einem hohen Anspruch an sich selbst, haben dieses Gefühl wohl noch stärker, was alles den Druck erhöht, von dem man im heutigen hektischen Leben sowieso schon genug hat. Und so kann sogar jemand, der nicht auf der Karriereleiter steil nach oben steigt, oder sogar jemand, der überhaupt nicht arbeitet, Burnout haben.

Du musst lernen, dich selbst wert zu schätzen, weil du der bist, der du bist. Du musst nicht immer der Beste und Erste sein – das kannst du ja auch gar nicht! Niemand kann das! Akzeptiere, dass du dein Bestes gibst und dass deine Talente nicht in allen Bereichen gleichzeitig liegen.

Wenn du Hilfe dabei brauchst, diese Gewohnheit abzulegen, versuche es mit einer täglichen Meditation, zumindest für kurze Zeit oder versuche, dich mehrere Male am Tag daran zu erinnern, dass du dich nicht mit anderen vergleichen solltest. Immer, wenn du dich nicht gut fühlst, finde heraus warum – ist der Grund, dass du dich gegenüber jemand anderem minderwertig fühlst? Lass dieses Gefühl hinter dir, erinnere dich daran, dass ihr beide Menschen seid und deshalb gleich viel wert seid, nur dass ihr eben unterschiedliche Eigenschaften habt.

Hör auf, dich mit anderen zu vergleichen und sei glücklich!

Wenn Leistung und Erfolg wichtiger sind als glücklich zu sein – 20 Aug 13

Gestern, als ich euch von unserem neuen Projekt erzählte, erwähnte ich, dass viele Sportarten ein Gefühl des Wettbewerbs schaffen, von dem die Kinder in ihrem späteren Leben noch genug bekommen werden. Während ein sportlicher Wettbewerb Spaß machen kann und nicht immer etwas ist, das man vermeiden sollte, schaffen die Wettbewerbe, denen die Menschen ‚im echten Leben‘ ausgesetzt sind, jede Menge ungesunden Druck und Stress!

Es fängt heutzutage bereits in der Schule an. Natürlich hat es im Klassenzimmer schon immer eine Wettbewerbs-Atmosphäre gegeben, wenn es zur Veröffentlichung von Noten kam. Jeder Schüler versucht herauszufinden, wie gut die Klassenkameraden sind, vergleicht seine Leistungen mit denen seiner Freunde und versucht, genauso gut oder besser zu werden. Dieser natürliche Wettbewerb wird vom Bildungssystem jedoch mit Belohnungen und Auszeichnungen in allen möglichen Bereichen aufgeblasen, wobei immer ‚der Beste‘ geehrt wird, was alle anderen dazu bringt, die gleiche Anerkennung für ihre Leistungen zu bekommen.

Das ist die Schule, noch eine geschützte Umgebung mit geregelten Wegen und einem klaren Rahmen. Sie bietet die Grundlage dafür, was man später erleben wird, in der freien Wildbahn des echten Lebens! Wer bis dahin noch nicht gelernt hat, dass man nur etwas wert ist, wenn man Leistung bringt, muss es nun auf harte Weise lernen!

Vielleicht findest du eine Arbeitsstelle in einer großen Firma, weil du meinst, dass dir das gute Karriere-Möglichkeiten gibt – eine Chance, noch viel mehr Leistungen zu vollbringen. Du gibst dein Bestes und vielleicht folgt es auch, eine Errungenschaft, die besten Verkaufszahlen der Region, der höchste Gewinn des Jahres, du bekommst den Preis ‚Newcomer des Jahres‘ in deiner Firma, wirst wieder geehrt, vielleicht mit einer schönen Gehaltserhöhung dazu. Wenn du an zweiter Stelle bist, bekommst du das nicht. Wenn du nur im Mittelfeld oder sogar am Ende der Statistik erscheinst, bist du nichts. Du bekommst keine Aufmerksamkeit, wirst nicht sehr geschätzt. Du bist da und das war’s.

Ich glaube ich muss niemandem erklären, was für eine Arbeitsatmosphäre das schafft, was für Gefühle da diejenigen bekommen, die eben nicht gewinnen! Das bringt die moderne Gesellschaft den Menschen bei: Du bist gut, wenn du der Beste bist. Wenn du die Nummer Eins bist. Wenn du in den höheren Ränken mitspielst, so wird dein Ego künstlich noch weiter aufgeblasen, so dass du noch besser funktionierst und der Firma noch mehr Gewinn einbringst.

Manch einer wird bei den Ersten und Besten mitrennen, so lange auf 100% funktionieren, bis er es einfach nicht mehr kann und unter dem Druck zusammenbricht. Andere werden versuchen, dorthin zu kommen, immer im Mittelfeld, gelangen aber nie nach oben und verfallen in Depressionen, weil sie einfach nie die Anerkennung bekommen, nach der sie sich so sehr sehnen. Und dann gibt es noch diejenigen, die nie eine Chance haben, die immer am Ende der Statistik auftauchen. Sie leben entweder in der Angst ersetzt zu werden oder stumpfen ab gegenüber dem Wettbewerb, der um sie herum ausgetragen wird – weil sie es ja doch nie bis ganz oben schaffen.

So können wir nicht weitermachen! Wir müssen anhalten, eine Pause einlegen und erkennen, dass wir uns einfach nicht ausschließlich mit unseren Leistungen identifizieren können. Das bringt uns keine Freude und wird niemanden dazu bringen, uns mehr zu lieben, als sie es zuvor getan haben. Wenn du glaubst, dass deine Firma dich liebt, weil du ihnen Gewinn bringst, musst du auch erkennen, dass du nur geliebt wirst und wertvoll bist, solange du diesen Gewinn auch machst.

Das mag sich nun hart anhören, aber ich glaube, das musst du erkennen, um dich vor einem Zusammenbruch aufgrund dieses künstlichen Drucks zu bewahren! Es ist egal, ob du in diesem Wettbewerb Erfolg hast oder nicht, mach dein Glück nicht von diesem Spiel anhängig! Suche dort nicht nach Anerkennung! Du musst die ein Netzwerk von Familie und Freunden aufbauen und einen starken inneren Selbstwert, der nicht von solchem Wettbewerb abhängig ist. Ansonsten fällst du tief und das tut weh. Lass deinen Selbstwert nicht von deinen Leistungen auf der Arbeit stammen. Sieh dir an, wer du bist, erkenne, dass du einfach nur du bist und dass diese Information selbst schon genug ist, um glücklich zu sein. Du musst nicht der Beste sein. Du musst nicht der Erste sein. Spiel das Spiel mit, wenn es dir gefällt, spiele solange du Spaß hast. Und wenn du keinen Spaß daran hast, spiel einfach nicht mit.

Hilfreich aber schwierig – Vergleiche von Ländern und Kulturen – 15 Jul 13

In der letzten Woche habe ich viel über die Kindererziehung geschrieben und die Leute gebeten, ihren Ehrgeiz etwas herunterzuschrauben und sich noch einmal zu überlegen, wie viel sie wirklich brauchen, so dass sie vielleicht etwas weniger Zeit mit Arbeiten verbringen und dafür etwas mehr Zeit mit ihren Kindern. Als ich dies schrieb, erzählte mir eine Mutter von ihrer eigenen Situation und sagte ‚Ich weiß, dass wir verglichen mit einer armen Familie in Indien viel haben…‘ Dieser Satz brachte mich dazu, über solche Vergleiche nachzudenken und so möchte ich heute meine Gedanken gerne mit euch teilen.

Die Hauptfrage ist: kann man ein sich entwickelndes Land wie Indien überhaupt mit westlichen Ländern vergleichen? Oder kann man die Situationen der Menschen in diesen Ländern miteinander vergleichen?

Natürlich kann man das bis zu einem bestimmten Punkt und oft ist es auch gut, wenn man das tut. Es ist unvermeidbar, wenn man in beiden Ländern lebt und so habe ich das auch viele Male getan. Wie leben die Menschen in beiden Ländern, wie viel verdienen sie, was ist ihnen wichtig, welche Sorgen und welche Angewohnheiten haben sie?

Wenn man arme Länder von westlichem Sichtpunkt aus betrachtet, so bedeutet das oft, dass man sich einer Realitätsprüfung unterzieht. Du merkst, dass du dir meistens Sorgen über Dinge macht, die nicht wirklich wichtig sind. Du glaubst, du hast nicht genug Auswahl an Kleidung im Schrank, doch dann siehst du, dass andere nur ein oder zwei Stücke zum Wechseln haben. Wenn dein Geschäft mal etwas schlechter läuft, steht nicht dein Leben auf dem Spiel, während andere, wenn sie wegen Krankheit ein paar Tage nicht zur Arbeit können, nichts mehr zu essen haben. Die Menschen in anderen Ländern kämpfen ums Überleben, sie bekämpfen Hunger, werden wegen ihrer Religion, Hautfarbe, Geschlecht oder Meinung verfolgt, sie werden unterdrückt und müssen um ihr Leben fürchten.

Ein solcher Vergleich lässt dich dein Leben von einem anderen Sichtpunkt aus betrachten und in einem besseren Licht sehen. Du schätzt das, was du hast, wieder und überdenkst vielleicht noch einmal dein Verhalten gegenüber den Menschen um dich herum.

Während solche Vergleiche durchaus funktionieren und eine positive Wirkung haben können, ist es sehr schwierig, direkt zu vergleichen, wenn man tiefer geht, weil die Unterschiede einfach so riesig sind! Es gibt so viele Aspekte, die in deiner Wahrnehmung der zwei Seiten eine Rolle spielen, dass man einen mehrseitigen Aufsatz über viele solcher Vergleiche schreiben könnte.

Kommen wir zu einem Beispiel. Du sagst, dass arme, indische Menschen viel weniger haben als du, der du in einem fortschrittlichen Land lebst. Das mag völlig wahr sein, wenn man von der finanziellen Situation spricht, aber man kann daraus nicht schließen, dass diese Leute auch viel mehr Sorgen haben als du! Du hast hundert Verantwortungsbereiche und Aufgaben, du willst perfekt sein, du machst alles selbst und du hast sehr wenig Unterstützung deiner Verwandten.

Vielleicht kannst du dir auch gar nicht vorstellen, was für eine geistige Ruhe viele arme Menschen haben, einfach nur, weil sie wissen, dass sie nicht viel zu verlieren haben. Ähnlich können auch Menschen, die ein klein wenig mehr haben, sich vielleicht viel einfacher entspannen als du – weil sie weniger materiellen Dingen anhaften und eine riesige Familie haben, die sie bei allem, was sie tun, emotional unterstützt.

Wisst ihr, ich will euch nicht sagen, wie ihr die Welt sehen sollt. Das könnt ihr selbst entscheiden. Ich will nur ausdrücken, dass es für mich keine Möglichkeit gibt, das eine oder andere Land als besser zu bezeichnen, dass Vergleiche manchmal schwierig sind und vor allem, dass man längere Zeit mit den Menschen eines Landes verbringen muss, um einen solchen Vergleich überhaupt anstellen zu können.

Machst du dich selbst unglücklich, indem du dich mit anderen vergleichst? – 4 Dec 12

Gestern habe ich über unsere Massage-Therapeutin geschrieben und erwähnt, dass sie eine glückliche und offene Person ist, von der man nicht denken würde, dass sie Analphabetin ist. Sie macht wirklich das Beste aus ihrem Leben, selbst wenn sie nicht die Chance einer guten Bildung hatte. Als ich das aufzeigte, musste ich an all die Menschen denken, die so viel mehr Möglichkeiten im Leben gehabt hatten als sie und trotzdem beschließen, unglücklich zu sein. Doch warum sind sie unglücklich? Sie vergleichen sich selbst konstant mit anderen, von denen sie meinen, dass sie ein besseres Leben haben.

Das ist das Problem von recht vielen Menschen und manchmal bemerken sie nicht einmal, dass das der wahre Grund für ihre Unzufriedenheit ist. Sie sitzen herum, sehen anderen zu und bemitleiden sich selbst, dass sie selbst nicht so viel haben. Üblicherweise geht es um Geld, Reichtum und finanziellen Erfolg, manchmal jedoch auch um Dinge, die nicht materiell sind. Wie kommt es, dass er gar nichts macht und so reich ist und ich hier arbeite und trotzdem nie so viel verdienen kann? Sieh dir die an, sie hat so viele Freunde und alle ihre Verwandten lieben sie, während ich nur einen Freund habe und meine Familie völlig zerstritten ist! Und meine Nachbarn sind schon wieder im Urlaub – wie oft können die es sich denn leisten, in einem Jahr wegzufahren?

Solche und andere Vergleiche hört man manchmal offen und noch öfter gut versteckt hinter anderen Aussagen. Meiner Meinung nach schürt ein hoher Fernseh-Konsum solche Sichtweisen noch mehr, besonders wenn sich jemand Seifenopern ansieht. Etwas, was für viele Menschen ein Hauptmittel der Unterhaltung ist, ist in meinen Augen für die Unzufriedenheit vieler Leute verantwortlich. Jemand, der dazu neigt, sein eigenes Leben mit dem Leben anderer zu vergleichen, sieht das perfekte Leben der Menschen auf dem Bildschirm und hat das Verlangen danach, ein solches Lbeen zu leben. Es ist und bleibt jedoch eine falsche Welt und dort kann man niemals hinkommen. Wenn du versuchst, wie die Menschen im Fernsehen zu sein, ist dein Leben niemals völlig zufriedenstellend. Ihr Leben ist nicht echt und kann dich nicht erfüllen. Und so vergleichst du weiter und findest in deinem eigenen Leben weiterhin Fehler.

Doch was ist die Lösung für dieses Problem? Viele Leute geben gerne den folgenden Rat: Sieh dir doch diejenigen an, die nicht so viel haben wie du! Ja, natürlich hilft das! Wenn du jemals einen Menschen gesehen hast, der wirklich an Hunger leidet, so denkst du zweimal darüber nach, bevor du jammerst, dass du nicht das Geld hast, jedes Wochenende im Restaurant zu essen! Doch das ist keine Langzeitlösung! Du wirst dich trotzdem noch mit denjenigen vergleichen, die täglich im Restaurant essen gehen! Das macht dich auf lange Sicht gesehen nicht glücklich.

Nein, ich glaube, die einzige Lösung ist, mit den Vergleichen aufzuhören. Das wahre Problem ist nicht, dass du dich mit der falschen Person vergleichst. Das Problem ist, dass du dich auf das Äußere konzentrierst und nur das siehst, was andere haben. Stattdessen solltest du dir dein eigenes Leben ansehen und sehen, was du hast! Sieh in dein Herz und erkenne, dass du wundervoll bist, so, wie du bist. Dann sieh dir an, was du hast und sag mir ehrlich, ist das nicht genug? Bist du nicht am Leben und hast du im Leben keine Liebe? Du solltest es genießen, einfach du selbst du sein, ohne dich mit anderen vergleichen zu müssen.

Wir sind alle unterschiedlich und wir haben alle unterschiedliche Bedürfnisse. Wenn wir uns jedoch auf unser wahres Selbst konzentrieren, erkennen wir, dass wir mit dem glücklich sind, wer wir sind und uns niemand anderen ansehen müssen.

Beneidest du das strahlende Leben der Stars? – Sieh hinter die Fassade! – 14 Mar 12

Vor Kurzem haben Ramona und ich über einige Berühmtheiten geschrieben, die nicht nur im letzten Jahr, sondern in den mehreren Jahren gestorben sind. Vor Kurzem war da Whitney Houston zum Beispiel. Ich hatte ihren Namen vorher schon einmal gehört und vielleicht hatte ich auch ihre Musik zuvor gehört, aber da ich nicht wirklich viel westliche Musik höre, wusste ich nicht, wie berühmt und erfolgreich sie wirklich gewesen war. Als Amy Whinehouse starb und Ramona einige ihrer Lieder abspielte, hatte ich keine Ahnung, wer sie eigentlich gewesen war, genau wie ich Heath Ledger und keinen seiner Filme gekannt hatte. Ich kannte jedoch Michael Jackson und seine Musik und als ich hörte, dass er gestorben war, wusste ich, dass das auf der ganzen Welt in den Nachrichten sein würde. Als wir über diese Berühmtheiten sprachen, konnten wir nicht anders als bemerken, dass sie alle und noch so viele andere verstorbene Berühmtheiten Probleme mit Alkohol oder Drogen hatten.

Es war vielleicht nicht für alle der Todesgrund, dass sie zu betrunken waren oder dass sie zu viele Drogen genommen hatten, doch es fällt schon auf, dass so viele Stars jung sterben und dass sie eine Gemeinsamkeit haben: ihren übermäßigen Alkoholgenuss und ihren Drogenkonsum. Selbst wenn man sich die Stars ansieht, die noch am Leben und auch berühmt sind, merkt man, dass ein großer Teil von ihnen eine Geschichte von Drogenmissbrauch, Rehabilitation und Alkoholproblemen hat und dazu noch oft wegen Alkohol oder Drogen angezeigt worden waren.

Diese Erkenntnis steht sehr im Kontrast mit dem üblichen Bild, das man von einem Star hat. Was sehen wir von den Berühmtheiten, üblicherweise im Fernsehen und vielleicht einmal in einer Live Show? Wir sehen ein strahlendes Gesicht, das einen gesunden und glücklichen Eindruck macht. Sie lächeln, sie lachen, sie sehen toll aus. Frauenkörper sind dünn, sie tragen umwerfende Kleider und sie bezaubern das Publikum mit ihrem Auftreten und ihren Auftritten. Männnerkörper sind muskulös und ihr Lächeln hat die Macht, Frauen in der Nähe in Ohnmacht fallen zu lassen. Hin und wieder jedoch merkt man, dass da ein Körper zu dünn ist, um gesund zu sein, dass da ein bisschen zu viel Make-up ist, das wohl etwas versteckt und dass ein Lächeln zu gezwungen und unnatürlich aussieht. Man entdeckt müde Augen, den Hinweis darauf, dass hinter dieser strahlenden Fassade etwas anderes vor sich geht.

Und dann sind da natürlich noch die Berichte von Unfällen in denen Stars betrunken Auto gefahren sind. Es gibt Geschichten von Berühmtheiten, die, ganz offensichtlich unter dem Einfluss von Drogen, in Schlägereien geraten. Man hört von Gerichtsurteilen, dass sie erst ihre Rehabilitation beenden müssen und hin und wieder hört man von einem Fall, in dem einer von ihnen starb, jung, alleine, mit Drogen oder Alkohol ganz frisch im Blut.

An diesem Punkt sollte man erkennen, dass das Leben eines Stars nicht so strahlend ist, wie man sich das vorstellt. Nun solltest du auch merken, dass dein Leben im Vergleich nicht so schlecht ist, wie du das immer dachtest. Ich höre, wie die Leute sich beklagen, dass sie gerne so leben würden, wie die großen Stars, dass sie gerne so berühmt wären wie sie und vor allem, dass sie gerne so viel Geld hätten wie sie. Was sie jedoch nicht sehen ist das Leben, das damit einhergeht. Es ist ein Leben im Druck der Öffentlichkeit, ein Leben, das voll sein mag mit Parties und Dingen, die von außen nach Spaß aussehen, sich von innen jedoch vollkommen leer anfühlen. Viele Stars sind einsam, obwohl sie immer von einer Menschenmenge umgeben sind. Sie geben vor, ein gutes Leben zu leben, doch oft ist die Wahrheit, dass sie nicht glücklich sind.

Bevor du dich also das nächste Mal mit einer dieser Berühmtheiten vergleichst und bevor du beginnst, dich über dein Leben beschwerst, denke nach, wie gut du es eigentlich hast. Du kannst hingehen, wo auch immer du willst, du kannst Freunde haben, ohne zu denken, dass sie nur wegen deiner Bekanntheit Freunde sind und du brauchst keine Drogen und keinen Alkohol, um mit deinem Leben fertig zu werden. Sei glücklich, erkenne, dass du ein gutes Leben hast und lebe es!

Persönliche Anhänger – Kontakt zum Guru ist immer möglich – 14 Jun 11

Persönliche Anhänger

Gestern habe ich Massen-Anhänger beschrieben, Menschen, die gerne unter tausenden von Anhängern sind. Es gibt noch einen anderen Typ Anhänger, der eine entgegengesetzte Einstellung hat: der persönliche Anhänger.

Persönliche Anhänger sehen es nicht gerne, wenn ihr Guru von einer großen Menschenmenge umgeben ist. Sie wollen etwas Besonderes sein und wissen, dass sie das nicht sein können, wenn sie nur einer von mehreren Tausend sind. Deshalb suchen sie normalerweise nach einem Guru, der nur eine begrenzte Anzahl Anhänger hat.

Das hat mehrere Vorteile. Der wichtigste Vorteil ist, dass sie eine persönliche Beziehung zu ihrem Guru haben. Sie wollen ihm nahe sein und das können sie auch. Sie wollen, dass er weiß, wer sie sind. Das gibt ihnen das Gefühl, etwas Besonderes zu sein und dass ihnen eine besondere Ehre zuteil wird. Sie können nicht nur bei seinen Veranstaltungen von weit weg Bilder von ihm auf der Bühne machen, sondern können wirklich Bilder mit ihm machen, wie sie zu seinen Füßen sitzen.

Ihr Guru ist für sie wirklich zugänglich. Sie können ihn auch sehen, wenn gerade keine große Veranstaltung stattfindet. Sie können ihn bei sich daheim oder in seinem Ashram besuchen, mit ihm privat ein Gespräch führen, ihn anrufen, wenn sie ihn brauchen und in Einzelgesprächen um Rat und Antwort bitten. Mit einem Guru der Massen wäre das nicht möglich.

Da dieser Guru nicht viele Anhänger hat, fühlen sie, dass die Tatsache, dass sie all das tun können, sie zu etwas Besonderem macht. Es ist ein exclusiver Club, dem sie da angehören. Ich vergleiche diese Art, einen Guru zu haben, auch damit, in einer kleinen Boutique einkaufen zu gehen. Man bekommt persönliche Aufmerksamkeit und das Gefühl, dass man etwas Besonderes ist. Man ist in einem besonderen Laden und ist ein besonderer Kunde.

Wenn man mit persönlichen Anhängern über andere Gurus spricht, hören sie vielleicht zu und ermutigen dich sogar dazu, zu einem anderen Guru zu gehen. Für sich wissen sie, dass es keinen Guru geben kann, der großartiger ist als ihrer – weil sie eine so persönliche Verbindung haben. Gleichzeitig glauben sie, dass andere das niemals haben werden, weil sie einfach so viel Glück hatten, von ihrem Guru auserwählt geworden zu sein.

Im Endeffekt ist es für beide Arten von Gurus gut, dass es Massen-Anhänger und persönliche Anhänger gibt. Auf diese Weise können kleine und große Gurus beide ihr Geschäft machen. Kleine Boutiquen können neben großen Einkaufszentren existieren, weil es für beide Kunden gibt.

Massen-Anhänger – Den Gurus der Stars folgen – 13 Jun 11

Massen-Anhänger

Heute möchte ich über einen Typ Anhänger schreiben, der gerne einer unter vielen ist, der Massen-Anhänger. Wenn diese Anhänger ihren Guru besuchen, haben sie gerne tausende weitere Leute um sich herum. Sie sehen ihren Guru selten oder nie aus der Nähe, weil da immer Hunderte oder Tausende andere Menschen zwischen ihnen und ihrem Guru sitzen. Trotzdem sind sie glücklich und zufrieden.

Diese Anhänger sprechen gerne mit anderen Anhängern über ihren Guru und erzählen mit Freuden, wie viele Menschen zu seinen Veranstaltungen kommen, stolz, dass sie auch mit dabei waren. Ihr Guru lernt sie selten oder nie beim Namen kennen und wird nie wissen, dass sie ihn konstant mit Spenden unterstützen und seine Produkte kaufen. Diese Massen-Anhänger mögen die Menschenmenge um ihren Guru und je größer diese ist, desto glücklicher und stolzer sind sie.

Sie sind sogar noch stolzer, wenn sie sehen, dass ihr Guru auch von Stars aufgesucht wird. Und Berühmtheiten gehen meistens zu solchen Gurus, die tausende von Anhängern haben – für sie ist das auch Werbung! Es kommt also nicht selten vor, dass diese Gurus Politiker, Filmstars und andere berühmte Mitglieder der Gesellschaft ihre Anhänger nennen. Sie und sehr reiche Geschäftsleute sind meistens die Einzigen, die dem Guru nahe kommen können. Ein normaler Massen-Anhänger mit durschnittlichem Einkommen hat keine Chance, wirklich nahe ran zu kommen.

Reiche Anhänger jedoch, die einen großen Namen und Palast-artige Häuser haben, können ihren Guru sogar zu sich einladen. Sie haben genug Platz, um ihren Guru und alle, die mit ihm kommen, unterzubringen. Es ist sehr teuer, so einen Guru einzuladen und sein Programm zu organisieren und je höher sein Standard ist, desto stolzer sind die Massenanhänger, dass er ihr Guru ist.

Die normalen und nicht so gut situierten Anhänger sind sehr glücklich, wenn sie von ihrem Guru hin und wieder einen Blick oder ein Lächeln bekommen. Sie geben alles, um ihrem Guru nahe zu sein und wenn sie nur einen kleinen Erfolg haben, wenn sie von ihrem Guru nur ein kleines Zeichen der Wiedererkennung bekommen, glauben sie, dass sie etwas besonderes sind. Sie denken ‚Oh, ich bin zu jedem Vortrag in der Gegend gekommen, deshalb kennt er mich jetzt auch.‘ Und natürlich ist eine solche Wiedererkennung bedeutender, je mehr Leute anwesend sind! Sie sind ein bisschen wie Groupies für einen Rockstar. Sie können nicht wirklich mit ihrem Star gemeinsam zu Abend essen, fühlen sich aber als etwas Besonderes unter allen Fans.

Immer, wenn man auf Massen-Anhänger trifft, sprechen sie über ihren Guru, weil sie meinen, jeder sollte diese großartige Person kennen. Wenn du an ihrem Guru kein Interesse hast, wundern sie sich warum. Sie halten ihn für so eine wundervolle Persönlichkeit, wie kann es da sein, dass andere kein Interesse haben?

Ich vergleiche sie auch mit Menschen, die gerne in großen Einkaufszentren einkaufen. Massen-Anhänger sind gerne ein Teil der Menge. Je mehr Menschen, desto besser.

 

Wir haben hier in Wiesbaden ein sehr schönes Wochenende mit Jochen und Renate verbracht. Wir haben sogar etwas Sightseeing in Wiesbaden gemacht und haben eine weitere tolle Eisdiele entdeckt.