Wie Virtual-Reality-Brillen die Nutzer noch einsamer machen – 1 Mär 16

Habt ihr in letzter Zeit diese Hightech-Geräte gesehen, die man sich auf den Kopf ziehen kann, in die man sein Smartphone hineinsteckt und mit denen man dann in eine virtuelle Wirklichkeit eintaucht, die einem ganz andere Dimensionen des Filme-Anschauens oder Spielens eröffnen! Man sieht alles in 3D, man ist plötzlich mitten drin, ein Teil davon, als ob man das im echten Leben wäre, mitten im Spiel oder Film dabei! Das hört sich toll an – bis man den Gedanken bekommt, dass dieses Gerät das Leben noch einsamer machen könnte, als es bereits ist!

Vor einigen Wochen waren Ramona, Apra und ich in Gurgaon. Ich glaube, es war als wir Monika ins Krankenhaus brachten und noch etwas einkaufen mussten. Wir gingen in eines der vielen Einkaufszentren dort und gingen an einem Stand von Samsung vorbei, wo diese Dinger gerade der Öffentlichkeit präsentiert und schwer beworben wurden. Eine Dame mit Mikrofon adressierte alle Einkaufenden und erzählte, sie würden einen Gutschein für ein Café im Einkaufszentrum bekommen, wenn sie es schaffen würden, mehr als 30 Sekunden in einem Spiel zu überleben, das ‚Temple Run‘ oder so ähnlich hieß.

Naja, ich war neugierig auf die Technologie und meine Frau hat ein Gen in sich, das Herausforderungen liebt, weshalb sie gerne den Gutschein gewinnen wollte. Also versuchten wir es – und es sah wirklich zum Schreien komisch aus! Schade, dass ich kein Bild davon habe, wie ich dieses Ding anprobiert habe… aber wie erwartet hatte Ramona Spaß an dem Spiel und gewann ihren Gutschein.

Als wir hinterher in dem Café für Apra ein Stück Kuchen kauften, setzten wir uns zusammen und sprachen nicht nur darüber, dass uns ein wenig schwindlig gewesen war, als wir so plötzlich mitten in dem Spiel waren und unsere Umgebung nicht mehr wahrnahmen. Nein, wir redeten auch über die Auswirkung, die das in der Zukunft auf Beziehungen haben könnte! Oder ist das nur etwas für Singles? Isolieren wir uns mit dieser Technologie nicht noch weiter?

Dreh es wie du willst, dieses Gerät holt dich praktisch von deiner Umgebung ab und stellt dich in seine eigene Welt. Du merkst bereits, wie das mit Smartphones geschieht: anstatt mit den körperlich anwesenden Menschen um einen herum zu kommunizieren, starrt jeder auf seinen Bildschirm und nimmt dabei auch oft nur noch passiv am Leben anderer Leute teil! Nun setzt noch jedem eine solche Brille auf und es wird ihn gar nicht einmal mehr stören, wenn du deine Hand direkt vor seinem Gesicht herumwedelst!

Natürlich kann dir dein Telefon auf diese einzigartige Weise die Welt zeigen und und du kannst in Farben und noch nie zuvor gesehen Orte eintauchen – aber wenn du das zu oft tust, verpasst du die Farben, Helligkeit und Freuden der echten Welt!

Und es hilft deiner Beziehung sicher nicht, wenn ihr zwei am Abend nebeneinander auf dem Sofa sitzt, die Brillen an, und in zwei unterschiedlichen Welten unterwegs seid.

Wie Handys dem wahren Leben den Spaß nehmen – 27 Jan 16

Gestern habe ich euch erzählt, dass es mir nicht recht ist, wenn ein Fremder meinem Kind sein Handy anbietet. Das Handy jedoch scheint in der Gesellschaft ein so normaler Gegenstand geworden zu sein, ein allgegenwärtiges Gerät, jederzeit in jedermanns Hand, dass es überhaupt nicht mehr viele Leute zu stören scheint!

Das ist etwas, was ich vor gar nicht allzu langer Zeit in einem Blogeintrag erwähnt hatte. Auf unserem kurzen Ausflug nach Delhi bemerkte ich das wieder. Überall Handys, während Leute in einer Unterhaltung beisammen sitzen, wenn Menschen irgendwo warten und sogar während dem Laufen.

Das störendste Ereignis war wieder während dem Frühstück im Hotel. Wir hatten unseren Tisch neben dem zweier junger Inder. Sie aßen in Stille, bis einer von ihnen sein Handy aus der Tasche zog. Nicht, dass sie dann begonnen, miteinander zu reden – nein, aber es war das Ende der Stille: er begann sich ein Video anzusehen! Und es war laut genug für uns, zwei Meter weiter, um die Musik und die Unterhaltungen darin zu hören! Er lachte über einige dumme Witze und ließ sich von seinem Telefon praktisch während dem Frühstück unterhalten, während sein Freund ihm gegenüber saß, nicht in der Lage den Bildschirm zu sehen, ganz offensichtlich kein Teil dieses Spaßes!

Wie kann man denn einfach jemanden ignorieren, der direct vor einem sitzt und lieber alleine ein Video ansehen. Wann ist das in der Gesellschaft akzeptable geworden, warum hat der Mann, der da vor ihm saß, sich nicht beschwert?

Wir waren sowieso gerade kurz davor zu gehen, also sagte ich nichts mehr, doch hätte diese Geräuschkulisse zu Beginn meiner Mahleit begonnen, hätte ich ihn gebeten, die Lautstärke runterzudrehen, da wir alle in diesem Raum saßen und nicht nur er allein! Es gibt ja schließlich auch Kopfhörer für solche Situationen – aber ich habe gehört, dass man selbst heute noch im öffentlichen Verkehr rücksichtslose Menschen findet, die ihre Musik laut abspielen!

Jetzt hört mir mal gut zu: außer der Tatsache, dass man seine Unterhaltung für sich behalten und nicht seine Umgebung damit nerven sollte, erkenne bitte, dass es da um dich herum auch ein echtes Leben gibt! Leg dein Handy zur Seite, nimm die Augen vom Bildschirm und sieh, was draußen vor sich geht! Sieh die Schönheit der Natur, sprich mit echten Menschen, hör dir die Musik der Vögel, das Lachen der Kinder oder auch nur das geschäftige Treiben um dich herum an! Isoliere dich nicht, indem du deine ganze Aufmerksamkeit auf dein Handy legst, sei das nun ein Film, ein Chat oder Bilder!

Lebe bitte in der Wirklichkeit. Ein echtes Leben in dieser echten Welt!

Das Handy als neues Mittel zur Bestechung von Kindern – 26 Jan 16

Wir sind nun wieder in Vrindavan und obwohl unser Ausflug nach Delhi – oder Gurgaon – eigentlich nicht erfolgreich war und seinen Zweck nicht erfüllt hat, haben wir natürlich ein paar weitere Eindrücke gesammelt. Viele von diesen haben etwas mit Apra zu tun, mit der es immer Spaß macht auf Reisen zu sein, egal wohin. Die Menschen reagieren auf sie, nicht nur sie auf die Menschen – und dieses Mal fand ich eine Art, sich ihr zu nähern seltsam: ein Mann bot ihr an, mit seinem Handy zu spielen!

Wir waren im Hotel beim Frühstück, etwas, was Apra immer in vollen Zügen genießt. Sie nahm sich mal was von meinem Teller, mal etwas von Ramonas, dazwischen zur Abwechslung auch mal von ihrem eigenen Teller. Während wir so unsere Bäuche mit Früchten, Toast und mehr füllten, kam der Restaurant-Manager des Hotels an unseren Tisch um zu fragen, ob alles in Ordnung war. Ramona und ich antworteten, dass es uns sehr gut schmeckte.

Apra winkte zurück, als er ihr zuwinkte, aber als sie gefragt wurde, wie sie hieß, war sie zu schüchtern oder vielleicht zu beschäftigt um zu antworten. Er fragte sie, wie es ihr ginge und als sie auch darauf nicht antwortete, fragte er: ‚Möchtest du mein Handy haben?‘

Ramona und ich wussten beide, dass dies auf Apra nicht die gewünschte Wirkung hatte. Wir geben ihr keine Videospiele, sie hat ein paar Bildungs-Spiele auf unserem iPad und im Allgemeinen ist sie nicht verrückt nach Telefonen. Wie erwartet schüttelte Apra ihren Kopf und aß weiter, was den Herrn schließlich dazu bewegte, weiterzugehen.

Ramona und ich sahen einander an und wir wussten, dass wir das Gleiche dachten: ist das etwas Neues, um Kinder dazu zu bringen, einen zu mögen? Indem man ihnen sein Handy anbietet?

Wenn ja, so halte ich das für eine traurige Entwicklung unserer Gesellschaft! Ein Kind mit einem Videospiel zu bestechen? Versuchen wir nicht sowieso, unseren Kindern beizubringen, mit allen nett und freundlich zu sein, nicht nur mit denen, die uns etwas geben? Und meinst du wirklich, wenn das Kind dein Telefon nimmt, um damit zu spielen, so hätte es dann einen Grund, mit dir zu sprechen? Das Kind wird vom Telefon völlig aufgesogen und lässt sich sicher nicht auf eine Unterhaltung mit dir ein.

Als Eltern fragen wir uns besonders, was du denn meiner Tochter auf deinem Handy überhaupt zu tun geben würdest. Welche Art von Spielen würdest du ihr geben – und was, wenn wir dem nicht zustimmen würden? Ein weiterer Gedanke, dieser etwas lustiger – was würdest du sagen, wenn sie beginnen würde, sich deine Bilder anzusehen? Oder würdest du ihr schließlich das Telefon gar nicht geben? Wolltest du sie nur zu irgendeiner Reaktion bringen?

Wir bringen Apra bei, höflich Fragen nach ihrem Namen und ihrem Wohlbefinden zu beantworten. Während sie diese Manieren vielleicht noch nicht immer befolgt, wäre es mir lieber, wenn du nicht versuchen würdest, sie zu bestechen. Etwas normale Unterhaltung wäre viel besser und meiner Meinung nach viel wirkungsvoller!

Computer machen das Leben einfacher – wenn sie ordentlich funktionieren! – 20 Jan 16

कंप्यूटर

Seit einiger Zeit kämpft Ramona mit ihrem Computer und nun scheint es schließlich, als hätte sie den Kampf gewonnen – weshalb ich euch heute gerne von ihrem Sieg berichten möchte!

Es hat alles mit dem Kauf einer Software begonnen, die das Verschicken von Spendenbescheinigungen in unserem deutschen wohltätigen Verein vereinfachen würde. Zum Ende des Jahres, als sie diese Software installierte, um Einträge zu machen, machte ihr Computer auch ein Update zu der neuen Office-Version.

Als sie an der Software arbeitete, merkte sie, dass die Dinge nicht wirklich so funktionieren, wie sie sollten. Sie hat Fehlermeldungen bekommen und war nicht in der Lage weiterzumachen, weshalb sie den Software-Entwickler um Hilfe bitten musste. Aus der Ferne übernahm dieser die Kontrolle des Computers und konnte noch einige Dateien installieren, die das Ding wieder zum Laufen brachten. Ramona freute sich: jetzt konnte sie ihre Arbeit endlich fertigmachen!

Am nächsten Morgen began das Theater: ihr Outlook, das Programm, mit dem sie normalerweise Emails verschickt, funktionierte nicht mehr! Über die nächsten vier Tage verbrachte sie ganze Stunden am Telefon mit der technischen Hilfe von Microsoft! Ihr Vater saß neben ihr und beobachtete, wie die Techniker ihren Computer wieder und wieder aus der Ferne steuerten und auf jede erdenkliche Weise versuchten, ihre Emails wieder zum Laufen zu bringen!

Schließlich, am Abend vor Apras Geburtstag um halb zehn Uhr war das Licht am Ende des Tunnels in Sicht: Outlook funktionierte wieder und sie konnte an ihre Emails!

Irgendwie hatte in all diesem noch niemand die Verbindung zu der Software gezogen, die mit der vorherigen Version des Microsoft Office laufen sollte und nicht mit dieser! Könnt ihre euch vorstellen, was in dem Augenblick geschah, als Ramona die Software wieder öffnete und zu verwenden begann? Genau: Outlook stürzte wieder ab!

Doch an diesem Punkt wusste Ramona was geschehen war und konnte nach einigen wenigen Versuchen ihre Emails noch einmal reparieren. Doch was sollte sie nun mit der Software machen? Gut, fragen wir den Entwickler nochmal!

Um es kurz zu machen, im Laufe von zehn Tagen probierte Ramona die Software auf vier verschiedenen Computern, wobei sich immer herausstellte, dass die eine oder andere Einstellung nicht passte – oder der Computer einfach zu alt war. Und schließlich, endlich, schaffte es der Mann, der die Software geschrieben hatte und auch selbst Stunden in das Problem investiert hatte, alle Einstellungen für dieses Ding zum Laufen zu bringen!

Oh wow, die Wunder moderner Technik! Manchmal liebt man sie und sie machen das Leben einfacher. Manchmal wäre es jedoch so viel einfacher ohne! Aber nein, am Ende wird das die manuelle Arbeit unglaublich verringern – also war es das wert!

Ignoriere bitte keine echte Person wegen eines Bildschirms – 17 Dez 15

Während ich in den letzten Tagen über soziale Medien geschrieben und gestern ausgedrückt habe, dass ich diese auch gerne verwende, werde ich euch heute von einer Sache erzählen, die ich wirklich nicht mag, die jedoch nicht insbesondere etwas mit sozialen Medien zu tun hat, sondern auch mit Handys, Tablet-PCs und ähnlichem: ich habe ungern eine Unterhaltung mit jemandem, dessen Aufmerksamkeit sich auf ein elektronisches Gerät in seiner Hand richtet!

Ich verstehe, wie unglaublich praktisch moderne technische Instrumente es gemacht haben, mit Menschen zu kommunizieren, die tausende von Kilometern weit weg sind. Es ist großartig, dass man jemandem eine Nachricht schicken kann und in der nächsten Sekunde eine Antwort bekommt. Doch, im Sinn des gestrigen Blogeintrags, das echte Leben ist besser! Das echte Leben ist wichtiger! Ignoriere bitte keine echte echte Person, die im echten Leben vor dir sitzt, um auf den Bildschirm in deiner Hand zu schauen!

Das Problem ist, dass die Macher dieser technischen Geräte und der Software und Apps, die da drauf kommen, genau das erreichen wollen: sie wollen dich so sehr beschäftigen, in ihren Bann ziehen, dass du nicht viel anderes machen kannst, als auf den Bildschirm zu starren. Du solltest ein inneres Drängen spüren, das Ding nicht zur Seite zu legen. Wenn das der Fall ist, haben sie gewonnen. Du kaufst, was sie dir verkaufen wollen und du verlierst einen Teil deines echten Lebens, weil du dein Gehirn lieber mit ihren Erfindungen beschäftigst als dir die Leute um dich herum anzusehen.

Es wurde schon lange diskutiert, dass Videospiele Kinder süchtig machen. Nein, nicht nur Kinder, auch Erwachsene! Ich bin schon immer dafür gewesen, Kinder von Videospielen wegzuhalten, so dass sie nicht süchtig werden – etwas, was auch ihr ganzes Erwachsenenleben beeinflussen würde!

Heutzutage ist es jedoch normal, dass bereits junge Teenager ein Handy bekommen. Es sind Smartphones, so dass sie auch ihre sozialen Netzwerke benutzen können. Auf einem Smartphone haben sie automatisch Zugang zu einer irrsinnigen Anzahl von Apps, so dass sie den ganzen Tag lang Spiele spielen können, ohne dass irgendjemand etwas dazu sagt! Spiele, Nachrichten, Bilder teilen, Fotos schießen und mehr – den ganzen Tag lang.

Außer der negativen Auswirkung auf die Gesundheit – denkt nur an die Haltung, Sehkraft, fehlende Bewegung – gibt es noch dieses große Problem, die Verbindung zur Wirklichkeit zu verlieren. Das ist nämlich der Fall, wenn man vor einer Person sitzt und demjenigen nicht einmal in die Augen sieht, weil man gleichzeitig seine Nachrichten liest, antwortet oder, noch schlimmer, ein Spiel spielt.

Komme zurück in die Wirklichkeit, sei echt, lebe ein echtes Leben und bleibe in Kontakt mit anderen!

Dein echtes Leben ist wichtiger als deine Welt online – 4 Mär 15

Heutzutage gibt es viele Leute, die einen großen Teil ihrer Zeit an ihren Mobiltelefonen oder Tablets verbringen, nicht bei der Arbeit, sondern, um auf sozialen Netzwerken miteinander zu kommunizieren. Ich denke nicht, dass es schlecht ist. Ich sage nicht, man sollte das nicht tun. Ich würde jedoch raten, vorsichtig zu sein und nicht zu meinen, dass alles, was man online liest, Realität ist.

Ich habe das bei vielen Leuten gesehen, besonders mit denen, die dazu neigen, sich anderen gegenüber minderwertig zu fühlen. Sie lesen all diese tollen Statusmeldungen, Tweets und Aussagen anderer und fühlen sich dann schlecht, wenn sie an ihr eigenes Leben denken.

Noch vor einiger Zeit passierte das, wenn die Leute sich Zeitschriften ansahen und Interviews mit Berühmtheiten lasen, die so tolle Leben zu haben schienen, vom perfekten Körper zum liebenden Partner und natürlich Erfolg und Geld. Es war für alle ein Schock, wenn solche Leute dann Selbstmord begangen – niemand hatte gemerkt, dass sie eigentlich recht unglücklich waren und ihre Leben überhaupt nicht so glamourös, wie es in den Medien dargestellt wurde.

Dann sahen sie sich jedoch ihre wahren Freunde an und konnten sehen, dass sie nicht die einzigen echten Menschen mit Problemen und verschiedenen Stimmungen waren.

Heute, wenn man sich soziale Netzwerke ansieht, fragt man sich, ob die Autoren dieser Texte wirklich immer glückliche, super perfekte Vorbilder sind oder doch echte Menschen. Und da liegt glaube ich die Gefahr.

Für diejenigen, die sich selbst gerne mit anderen vergleichen, kann es ganz leicht sein, dass sie sich als Ergebnis schlecht fühlen. Nun sind diese anderen aber keine Berühmtheiten mehr, die man nie zuvor gesehen hat, sondern echte Freunde und Bekannte! Nun scheint es, als würden alle um sie herum wirklich in einer herrlichen, himmlischen Welt, in der sie so viel Spaß haben und von allen Seiten so sehr geliebt werden – nur sie selbst nicht.

Ich möchte jedem, der solche Gefühle hat, empfehlen, die Augen eine Weile vom Bildschirm zu nehmen und die Leute in echt zu treffen, deren Leben ihr online verfolgt. Kommt zurück in die Wirklichkeit und seht, dass man alles schreiben kann, ohne auch nur zu erwähnen, was man wirklich fühlt. Natürlich würden viele Leute gerne ihre schönsten Augenblicke online teilen, während sie ihre schlechten Zeiten gerne alleine durchleben! Sie wollen kein Mitleid oder mitfühlende Worte in einer fiktiven Welt, wenn sie eigentlich nur eine Schulter brauchen, an der sie sich ausweinen können!

Diese Welt online ist großartig, man kann mit Leuten auf der ganzen Welt in Kontakt sein und sehen, was sie tun – aber vergiss nicht, auch ein wahres Leben zu leben, Leute aus Fleisch und Blut zu treffen und du selbst zu sein, ein menschliches Wesen mit Gefühlen aller Art!

Ziehst du wirklich eine erfundene Welt dem wahren Leben vor? – 18 Sep 14

Gestern habe ich eine Liste begonnen mit Punkten, warum ich glaube, dass das Fernsehen eine der schlechtesten Arten ist, sich die Zeit zu vertreiben. Heute möchte ich diese Liste der Gründe, warum man nicht fernsehen sollte, fortführen:

4. Du wirst mit Werbung bombardiert – und kannst dich nicht gegen deren Wirkung wehren!

In einem normalen Fernsehfilm oder einer normalen Fernsehsendung, gibt es jede Menge Werbepausen. Man bekommt keine ganze halbe Stunde der Unterhaltung, der Nachrichten oder jeglicher anderer Information zu sehen: ein paar Werbespots bringen sie auf jeden Fall an den Mann und, je nachdem, wie gut sie gemacht sind, erreichen diese auch ihr Ziel! Man muss das Gleiche nur oft genug sehen, um eine Marke für ein Produkt zu kennen und ihr zu vertrauen. Einfach nur, weil man so oft von ihr gehört hat. Genauso gibt einem Werbung die unterbewusste Botschaft, dass man das, was sie da zeigen auch wirklich unbedingt braucht. Das können elektronische Geräte, Nahrungsmittel oder auch Versicherungen sein, eigentlich alles!

Die Tatsache ist, dass es wirkt. Es ist eine sanfte, kaum merkbare Weise der Gehirnwäsche, der du dich selbst da unterziehst! Das willst du nicht? Dann mach den Fernseher aus!

5. Du wirst in eine erfundene Illusion hineingezogen, die dich im wahren Leben unglücklich macht!

Nicht zuletzt kommt da noch dieser Punkt. Ich kann ihn nicht genug betonen, weil es etwas ist, das man oft nicht einmal mehr merkt, besonders, wenn man viel fernsieht: diese Filme und Shows ziehen dich komplett in ihren Bann. Es ist nur erfunden, aber es ist so gut gespielt und von der Regie so professionell geführt, dass man mit den Hauptpersonen identifiziert und all ihre Emotionen auf sich nimmt! Man leidet mit ihnen und freut sich mit ihnen! Was daran das Problem ist, fragst du?

Langsam verliert man die Verbindung zum echten Leben. Das erscheint dir nun übertrieben? Ist es aber nicht! Es ist ein langsamer Vorgang, der dich in diese fiktive Welt zieht. Du fängst an zu denken und dir vorzustellen, dass diese Welt wirklich existiert. Du vergleichst dein Leben mit dem, was du auf dem Bildschirm siehst – und hast da nie das Gefühl, dass dein Leben besser ist!

Natürlich kann dein wahres Leben nicht so aufregend, fantastisch und voller Ereignisse sein, wie das Fernseh- und Filmleben ist! Sie stopfen eine ganze Lebensgeschichte in zwei Stunden und am Ende hat man das Gefühl, dass einem selbst etwas fehlt! Seifenopern leben von der Tatsache, dass jede Woche einer stirbt, heiratet, seinen Partner betrügt, einen Unfall hat und gerettet wird oder die Liebe seines Lebens findet! Wenn so etwas enger an dem wäre, was im echten Leben geschieht, wäre es langweilig und keiner würde es sich ansehen – denn warum sollte man einer normalen Person wie man selbst eine ist, überhaupt zusehen? Selbst Sendungen wie ‚Big Brother‘ wählen Teilnehmer, die etwas anders sind als der Durchschnittsbürger, so damit es interessanter wird.

Das Ergebnis der heutigen Fernsehgewohnheiten ist, dass es jede Menge Leute mit unrealistischen Erwartungen an das Leben gibt, die dann schrecklich enttäuscht werden.

Geh Weg von dem Bildschirm, nimm deine Kinder mit raus in die Natur, genieße das Leben wieder!

Deine Zeit ist zu wichtig für gehirnlose Fernsehsendungen – 17 Sep 14

Wir machen uns nun bald auf den Weg, um nach dieser intensiven und schönen Woche in Deutschland in unseren Flug zurück nach Indien zu steigen. Leider hat Apra sich erkältet und hustet und niest mit ein bisschen Fieber. Trotzdem sind wir zuversichtlich, dass die Reise gut abläuft. Letztes Mal hat sie hast den ganzen Flug lang geschlafen – und ich mit ihr. In der Zwischenzeit hat Ramona überlegt, ob sie das Flug-Fernsehangebot nutzen sollte, hatte am Ende jedoch keine richtige Lust darauf. Als ich aufwachte, redeten wir ein bisschen über das Fernsehen, wie sehr es zur Gewohnheit werden kann und warum ich es normalerweise eher als etwas Schlechtes sehe. Das Ergebnis ist diese Liste von fünf Gründen, warum man nicht fernsehen sollte:

1. Fernsehen vergeudet deine Zeit!

Es ist nur logisch: du könntest die Zeit, die du vor dieser Maschine verbringst, für so viele andere Dinge verwenden: arbeiten, aufräumen, saubermachen oder – wenn du eigentlich da sitzt, weil du genug von all diesen Aktivitäten hast – sozial aktiv werden, Freundschaften pflegen, kreativ sein, spielen, malen, baden oder dich selbst auf irgendeine andere Weise verwöhnen. Vor dem Fernseher zu sitzen bringt dir einfach nichts. Es schläft nur die Zeit tot. Zwei oder drei Stunden ist da gar nichts, sobald du einmal mental in das eingestiegen bist, was da läuft! Wenn du wirklich zu viel Zeit hast, mach das. Wenn nicht, lass das Ding aus!

2. Du könntest etwas Sinnvolles anschauen – aber das tust du nicht!

Lasst uns bei diesem Punkt mal ganz ehrlich sein: ja, der Fernsehen ist eine großartige Sache, um die Welt kennen zu lernen. Man hat die Möglichkeit, Dokumentarfilme anzusehen und mehr über die Welt zu erfahren. Du kannst dir Sendungen ansehen, die dir einen Einblick in andere Kulturen geben, du kannst Debatten zu wichtigen Themen verfolgen oder herausfinden, wie die Dinge funktionieren, die du jeden Tag verwendest. Du könntest, aber für gewöhnlich, vielleicht in 90% der Fälle, machst du das nicht.

Du verwendest das Fernsehen für gehirnlose Unterhaltung. Das war’s. Erzähl mir also nicht, dass du deinen Horizont erweiterst, wenn du dir gerade die letzte Seifenoper oder eine Reality-Show reinziehst! Du willst dich einfach nur vom Fernseher berieseln lassen, ohne deinem Gehirn dabei eine allzu große Herausforderung zu stellen!

3. Es kann dich aggressive machen, und deine Kinder noch viel mehr!

Dieser Punkt ist nichts Neues und ich weiß, dass viele Leute da nicht dran glauben. Ich jedoch, besonders, wenn es um Kinder geht! Du zeigst ihnen, dass du fernsiehst, also machen sie das auch. Und die Sendungen heutzutage, sogar diejenigen, die für Kinder gemacht sind, sind fast immer so voller Gewalt, dass ich nie wollen würde, dass meine Tochter sich so etwas ansieht! Sie glauben, dass das, was sie sehen, so ist, wie es sein sollte, dass Leute einander schlagen, kämpfen und voller Gewalt handeln! Zusammen mit dem Mangel an Bewegung, was eine normale Folge von zu viel Fernsehen ist, bringt das das gleiche aggressive Verhalten in Kindern zu Tage – und auch in dir!

Ich habe noch einige weitere Ideen – aber mehr dazu morgen!

Friendshiplog.com – Erinnerungen aus deinen Freundschaften – 28 Oct 13

Ich habe selbst erlebt wie es ist, bekannt zu sein. Ich habe den Glanz und Glitzer erlebt, der damit einhergeht. Ich hatte Massen an Menschen vor mir stehen, die mir alle nahe sein wollten. Es ist aufregend, voller Leben und toll – aber ich habe eines gelernt: man kann den Menschenmengen nie nahe sein. Während Berühmtheiten untertags bejubelt werden und den Massen zuwinken, brauchen sie am Abend jemanden, eine Schulter, an er sie ihre müden Köpfe anlehnen können. Jemand, mit dem sie lachen und weinen können, mit dem sie ihre wahren Emotionen teilen können. Einen Freund.

Diejenigen, die bereits einmal die Hilfe eines Freundes gebraucht haben, als sie ganz unten waren, wissen, wie wichtig es ist, diese Person im Leben zu haben! Man muss sich um solche Beziehungen zu Freunden gut kümmern – und genau darum haben wir eine neue Internetseite ins Leben gerufen: Friendshiplog.com!

Es ist eine neue Art eines sozialen Netzwerks, eine für individuelle Verbindungen anstatt für eine riesige Menge von Menschen, die man im Leben vielleicht einmal getroffen hat oder noch nicht einmal das. Auf Facebook suchen viele Leute nach neuen Freunden, einer Beziehung oder vielleicht sogar nach Geschäftsmöglichkeiten. Viele Nutzer fühlen sich überrannt von den vielen neuen Freundschaftsanfragen von Menschen, die sie gar nicht kennen. Auf Friendshiplog stehst du nur in Verbindung zu deinen echten Freunden, zu denen, die du kennst, die du liebst und mit denen du bereits Erinnerungen gesammelt hast!

Du kannst diese Erinnerungen aufschreiben, wie ein Log, ein Protokoll deiner Freundschaft – und das in verschiedenen Sprachen! Unten am Ende der Seite kannst du Englisch, Hindi, Deutsch, Spanisch oder Französisch auswählen. Erinnere deine Freunde an die guten alten Zeiten oder danke ihnen für die nötige Unterstützung. Deine Freunde freuen sich von dir zu hören und lassen sich gerne von deinen Geschichten an schöne Augenblicke erinnern. Gib deinen Freunden eine virtuelle Umarmung, indem du deine Erfahrung für sie aufschreibst.

Für eine Geschichte brauchst du auch nicht viel Zeit – du musst nicht deine ganze Freundschaft in Worte fassen von dem Tag, an dem ihr euch kennen gelernt habt bis heute! Nimm einfach ein Ereignis, einen lustigen Tag, ein interessantes Gespräch, einen traurigen Augenblick, in dem dir dein Freund geholfen hat und teile es mit ihm oder ihr. Kannst du dir die Freude vorstellen, wenn dein Freund das liest und sich auch an diese Momente erinnert?

Andere, die deine Geschichten lesen, können sich für ihre eigenen Freundschaften inspirieren lassen können über einen Witz lachen oder bei bewegenden Geschichten mit dir mitfühlen. In der heutigen Welt, in der wir vom Fernsehen, den Zeitungen und dem Internet mit negativen Nachrichten überhäuft werden, ist diese Seite eine Oase der positiven Geschichten, wo man hingehen kann, wenn man traurig, deprimiert oder einfach nicht in guter Stimmung ist und über seine eigenen Freundschaften und die anderer Leute lesen. Die schönen Beziehungen der Menschen untereinander sind ein Lichtblick bei all dem, was in dieser Welt geschieht.

Komm also und schließe dich uns an mit den Geschichte über deine Freundschaften!

Friendshiplog.com ist auch auf Facebook

Internetseite unten, Mails kommen zurück – was war mit Jaisiyaram.com passiert? – 1 Nov 12

Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie froh ich gestern war und wir froh ich auch heute bin, unsere Internetseite zu sehen. Wie froh ich bin, dass ihr diese Zeilen lesen könnt! Unsere Internetseite ist wieder da. Wenn du regelmäßig hier den Blog liest, weiß ich, dass du mein Tagebuch mit deinem Morgenkaffee oder bei deiner täglichen Computer-Sitzung vermisst hast. Und ich kann dir versichern, dass ich es auch sehr vermisst habe! Heute will ich ein bisschen von unserem technischen Disaster erzählen, das vor einer Woche begonnen hat.

Wir wurden angegriffen. Nicht körperlich, sondern virtuell. Unser Körper kam nicht zu Schaden, sondern unsere Internetseite. Unser Server war Ziel des Angreifers, der sich einhackte und ein Skript plazierte, von dem Spam Mails ausgesandt wurden. Wir wurden benachrichtigt und informierten sofort unsere Server-Verwaltung, die daraufhin die Möglichkeit, automatisierte Mails zu verschicken, ausschaltete – irgendwie waren unsere Sicherheitsmaßnahmen, die zuvor da waren, um so etwas zu verhindern, durch irgendetwas gestört und nicht mehr vorhanden!

Was daraufhin folgte, um sicherzustellen, dass unser Server nicht weiter angegriffen wird, war ein Alptraum. Die Server-Verwaltung nahm unseren Server vom Netz. Das war ein notwendiger Schritt, eine Sicherheitsfrage. Zuerst dachten wir, es würde nur ein paar Stunden dauern – diese Stunden erstreckten sich über Tage und alles, woran wir denken konnte, war, was die Leute denken würden, wenn sie während dieser Zeit die Internetseite zu öffnen versuchten! Sie würden nur eine Fehlermeldung sehen – Seite nicht gefunden! Wer auch immer eine Email schicken würde, würde seine Mail gleich wieder zurück in die Inbox bekommen. Diejenigen, die bei uns Retreats gebucht hatten und in den Ashram kommen wollten, würden in Panik verfallen – wie würden sie uns denn erreichen?

Ich weiß nicht, ob ihr euch das Ausmaß dieser Ausfallzeit vorstellen könnt. Ihr könnt es damit vergleichen, wenn man sein Handy mit all seinen Nummern verliert und nur ein ausgestecktes Festnetz-Telefon mit Wahlscheibe hat.

Es ist ein sehr seltsames Gefühl, in einer solchen Situation vor dem Computer zu sitzen und auf eine Nachricht der Server-Verwaltung zu warten, in der Hoffnung, sie würden sagen, dass es fertig sei oder zumindest bald fertig würde. Wir verbringen für gewöhnlich einiges an Zeit vor dem Computer und in den letzten Tagen saßen wir noch länger davor – hatten aber das Gefühl, dass wir überhaupt nichts geschafft hatten! Es ist frustrierend, wenn man gar nichts machen kann – entweder, weil man nicht genug technisches Wissen hat oder weil es einfach keinen Weg gibt, irgendetwas zu ändern!

Wir schrieben der Server-Verwaltung, die dabei zusahen, wie Code unsere Daten scannte und wiederherstellte, wir sprachen mit ihnen am Telefon, wir verwendeten normale Webmail, um zumindest diejenigen zu informieren, von denen wir eine Nachricht erwarteten und wir riefen unsere Website-Entwickler an und fragten sie nach einer Möglichkeit, unsere Internetseite wieder hoch zu bekommen. Als wir gerade eine Alternative und Zwischenlösung gefunden hatten – einen anderen Server, auf den wir unser Backup hochladen könnten – sagte uns die Server-Verwaltung endlich, dass sie einen Weg gefunden hatten, wie sie es schneller erledigen konnten.

Und langsam, Stück für Stück wurde unsere Internetseite wieder sichtbar. Da war etwas Text, jetzt die Farben, ein weiteres Laden brachte die Bilder zum Vorschein und schließlich war alles wieder in vollster Ordnung. Wow, das war eine Erleichterung! Wir hatten immer noch viel zu tun, Mails mussten nochmal verschickt werden, die verpassten Tagebucheinträge mussten hochgeladen werden und wir mussten sicherstellen, dass der Server nun wirklich auch sicher war. Doch alles, was wir von dem Moment an machten, fühlte sich einfach nur leicht an. Es war eine Freude, wieder vor dem Bildschirm zu sitzen und unsere Internetseite zu sehen oder Mails zu lesen.

Ja, jetzte wissen wir, dass wir an einem Backup-Plan arbeiten müssen, so dass sich diese Geschichte niemals wiederholt. Es tut uns leid, wenn wir deine Email vermisst haben. Schicke sie bitte noch einmal, wir würden gerne von dir hören. Und ein riesiges Dankeschön an alle, die unsere Internetseite immer wieder öffnen wollten, um nachzusehen, ob sie wieder da ist. Und hier sind wir wieder, in Verbindung mit der Welt!