Eindrücke im Westen – Erster Besuch in Deutschland – 30 Jan 11

Ich war innerhalb Indiens oft geflogen, doch der Flug nach Deutschland war der Längste bis zu dem Zeitpunkt. Ich bin von Delhi via London nach Hamburg geflogen und bereits die Stunde, die ich in London am Flughafen verbrachte, war voller neuer Dinge für mich. Als wir wieder in Hamburg ankamen, nahm ich meine Umgebung mit Interesse und manchmal auch Erstaunen wahr.

Mein Freund kam, um mich abzuholen, wie er es versprochen hatte und da er kein Auto hatte, fuhren wir mit Bus, Zug und Taxi, bis wir schließlich bei seiner Wohnung ankamen.

In Itzehoe habe ich eine Woche verbracht und obwohl ist sicher tausend Dinge vergessen habe, die in der Zeit neu und interessant waren, möchte ich euch einige der Dinge erzählen, die mir im Gedächtnis geblieben sind. Natürlich war einfach nur die Tatsache, dass ich die ganze von Deutschen umgeben war, wo auch immer wir hingehen, neu und aufregend. Mein Freund selbst war erst seit ein paar Monaten in Deutschland und so war er die perfekte Person, um mich herumzuführen und mir all die Wunder zu zeigen, die ihn in diesem neuen Land faszinierten.

Er ging mit mir zum Einkaufen und wir füllten den Einkaufswagen mit Gemüse und anderen Zutaten zum Kochen. Als wir den Laden verließen, erzählte er mir, wie toll es ist, dass man den Einkaufswagen mit bis nach Hause nehmen kann und ihn später wiederbringen kann! Ich fand das eine sehr gute Idee und so schoben wir den Wagen wirklich die Straße hinunter und überquerten sie in Richtung des Wohnungskomplexes, gingen durch die Eingangstür und in den Aufzug, bis wir direkt vor seiner Tür standen. Dort leerten wir den Wagen aus und brachten ihn zurück, um die Münze herauszuholen, die dort als Pfand steckte.

Irgendwie war mein Freund zu der Überzeugung gelangt, dass einer seiner Nachbarn, eine Frau, die in ihrer Wohnung allein lebt, in ihrer Wohnung Prostitution betreibe. Er erzählte mir, man könne sehen, wie Kunden bei ihr ein- uns ausgehen sehen, doch abgesehen davon, war sie einfach nur eine normale Person! Einfach wie du und ich, man sieht sie am Morgen im Aufzug, sagt Guten Morgne und Guten Abend, sie ist einfach nur wie eine normale Person!

Eines Tages gingen wir auf ein Straßenfest, dass sie Weinfest nannten. Das war auch eine Erfahrung, an die ich mich gut erinnere. Es war das erste Mal, dass ich Menschen in meiner Nähe Alkohol trinken sah. In Indien war es eine Frage des Respekts, dass Menschen nicht irgendwo in meiner Nähe tranken, da Alkohol gesellschaftlich auch heute noch inakzeptabel ist und Alkoholkonsum als schlechte Angewohnheit gesehen wird. Hier jedoch sah ich, wie Menschen von einem kleinen Stand zum nächsten gingen und hier und dort Wein probierten, noch ein Glas da drüben und so wurden einige Menschen wirklich betrunken. Sie begannen, zur Musik zu tanzen, zu singen und sehr laut zu sprechen und in meinen Augen legten manche eindeutig ein Fehlverhalten an den Platz.

Das waren also alles neue Eindrücke für mich, aber da waren auch Elemente in meiner Zeit in Europa, die ich genauso von Indien gewöhnt war.

Kinder Zerbrechen oder Wild Werden Lassen – 14 Jan 11

Auf meine Tagebucheinträge bekomme ich viele verschiedene Reaktionen. Das ist ganz natürlich, da jede Person anders ist und so eine andere Meinung hat. Viele Leute haben auch das, was ich im gestrigen Tagebucheintrag geschrieben habe, gut geheißen. Sie sagten, es sei sogar Untertreibung zu sagen, dass es nicht leicht ist mit Teenagern umzugehen, im Gegenteil kann es wirklich schwierig sein. Eine weitere Person jedoch sagte, dass er oder sie zwar denkt, dass man ein Kind nicht zerbrechen soll, Kinder aber auch nicht ohne Disziplin das machen lassen kann, was sie wollen.

Ich stimme diesen beiden Punkten zu, selbst wenn dies den Autor vielleicht überrascht. Man sollte einen jungen Geist nie brechen. In älteren Zeiten und in vielen Ländern dieser Welt, auch in Indien, schlagen Eltern immer noch ihre Kinder und das dient natürlich nur diesem einem Zweck: ihren Willen zu brechen! Häusliche Gewalt ist in Indien leider immer noch sehr üblich.

Das Gegenteil kann in vielen Ländern gesehen, auch in Deutschland, wo ich viele Kinder ohne Respekt, Disziplin, Anstand oder wie man es auch nennen will, gesehen habe. Sie rauchen, trinken und nehmen Drogen, obwohl ihre Eltern es ihnen verbieten. Manchmal sogar direkt vor ihrer Nase, wo ihre Eltern sie ganz genau sehen können. Sie sprechen mit ihren Eltern auf eine Weise, die man sich nicht vorstellen kann, voller Schimpfwörter. Das ist auch nicht die richtige Art.
Was wir wollen sind starke Kinder mit einem starken Willen, aber dem Wissen, was richtig und was falsch ist. Ich habe schon mehrere Male über Probleme mit Alkohol, Zigaretten und sogar Drogen geschrieben. Ich ermutige Eltern immer dazu, zu erkennen, warum ihr Kind das tut. Ein 12 Jahre alter Junge, der raucht, fühlt sich erwachsen, weil er die Zigarette in seiner Hand hat. Ein 14 Jahre altes Mädchen betrinkt sich auf einer Party und küsst wild mehrere der Jungen um sie herum und tut das alles, weil sie sich dadurch erwachsen fühlt. Denke an deine eigene Jugend. Du hast vielleicht etwas ähnliches getan, vielleicht auf eine andere Weise, weil es eine andere Zeit war, aber trotzdem etwas, um deinen Eltern zu zeigen, dass du erwachsen bist.

Du solltest dein Kind nicht wild werden lassen, ohne jegliche Regeln oder Disziplin. Nein, du musst Regeln aufstellen und Disziplin lehren, schon einige Jahre vorher. Wenn du aber an einem solchen Punkt angekommen bist, musst du zusehen, ob du auf irgendeine Weise das Herzinnere dieses jungen Mädchens oder Jungens erreichen kannst. Wenn er oder sie sich mit dir unterhalten kann und dir sagt, was in ihm oder ihr vorgeht, hast du die Möglichkeit, sie zu berühren und sanft davor zu bewahren, ernsthaft verletzt zu werden. Sie über das Wochenende in ihrem Zimmer einzusperren, so dass sie nicht auf eine Party gehen können, ist nicht der richtige Weg. Und dann würden sie sich darum auch nicht sonderlich kümmern, sie hätten einfach an irgendeinem Wochentag nach der Schule ihre eigene Party. Du kannst sie nicht davon abhalten, älter zu werden und ihre eigenen Erfahrungen zu machen. Alles, was du tun kannst, ist ihnen zu helfen und das ist deine Rolle, sobald dein kleines Kind zum Teenager oder jungen Erwachsenen wird.

Neugier gegenüber Westlern ausgedrückt in Indien – 17 Juli 10

Als wir über das gestrige Tagebuch-Thema nachdachten und sprachen, mussten Ramona, Yashendu und ich lachen, weil wir automatisch diese Situationen im Westen mit ähnlichen Situationen in Indien vergleichen mussten. Immer, wenn wir Besucher aus dem Westen im Ashram haben, die zum ersten Mal in Indien sind, erleben diese die Neugier und das Interesse der Inder sehr stark. Ich glaube, für sie ist das Teil des Kulturschocks, der immer wieder beschrieben wird.

In Indien gehört es nicht unbedingt zum guten Ton, sein Interesse zu verstecken oder vorzugeben, dass man nicht neugierig ist, wobei man doch darauf brennt, zu erfahren, wo die andere Person herkommt. Du bist also ein westlicher Tourist oder in einer Gruppe von Westlern – natürlich leicht an der Hautfarbe identifiziert – und machst einen Spaziergang in der Stadt. Du bemerkst, dass Köpfe sich nach dir umdrehen. Menschen in Autos lächeln und winken. Kinder beginnen, hinter dir her zu rennen, lachen, versuchen, mit dir zu reden und fragen nach deinem Namen: „Hello, hello! What is your name?“ Ladenbesitzer, die dich bemerken, rufen, um deine Aufmerksamkeit auf ihre Ware zu lenken und Riksha Fahrer, die liebend gerne für scheinbar wohlhabende Ausländer fahren, fragen fortlaufend, ob sie dich irgendwohin bringen könnten. Plötzlich ist da eine Menschenmenge, eine Art Parade, und du schließt dich den Zuschauern an. Doch was ist das? Langsam formt sich eine Gruppe von Menschen um dich herum, die mit den Rücken zu den farbenfrohen, festlichen Wägen und der Musik stehen, damit sie dich besser ansehen können. Sie sehen nur da und lächeln vielleicht, nichts weiter.

Naja, ich stimme zu, dass es manchmal etwas ermüdend sein, so offensichtlich ein Ausländer in Indien zu sein, weil niemand sein Interesse versteckt. Für mich fühlt es sich aber ehrlicher an. Schließlich ist dieses freundschaftliche Interesse aneinander und an anderen Menschen ist einer der Gründe, warum westliche Touristen überhaupt gerne nach Indien kommen. Sie fühlen sich dort willkommen, obwohl es auch manchmal etwas zu viel wird, aber allgemein macht es ihnen Spaß. Und wer würde nicht gerne ein liebevolle Frage beantworten ‚Wo kommst du her?‘, wenn der Fragende ein Lächeln auf dem Gesicht und Neugier in den Augen hat?

Versteckte Neugier und Interesse führt zu peinlichen Situationen – 16 Juli 10

Wie ich schon sagte, ist Make-up für mich nur ein weiterer Weg, deine natürlich Schönheit und Identität zu verstecken. Als wir in Amerika waren, sagte eine Frau zu mir ‚Oh ja, wir Amerikaner sind wirklich gut im Verstecken!‘ Ich musste in der Zeit darüber lachen, weil ich auch viele Menschen in Europa und in Indien kenne, die gut darin sind, verschiedene Dinge zu verstecken. Im Westen ist es jedoch gewöhnlicher als in Indien, seine Emotionen und auch Interesse eher zu verstecken.

Ich habe mit einem Freund darüber gesprochen, wie lustig es ist, wenn ich in der Straße spazieren gehe und die Menschen neugierig sind. Sie wollen wissen, wer ich bin und sie fragen sich, warum ich in dieser Kleidung herumlaufe. Manche könnten wissen, dass ich von Indien bin, manche haben mein Gesicht einmal irgendwo auf einem Bild gesehen, im Internet, in einer Zeitschrift, irgendwo. Aber es gibt immer viele Menschen, die einfach nur neugierig sind. Und das macht mir auch absolut nichts aus.

Es ist jedoch immer wirklich lustig, zu sehen, dass die Menschen doch so offensichtlich neugierig sind und dann versuchen, desinteressiert auszusehen. Sie sehen zur Seite und beobachten mich oder uns aus dem Augenwinkel. Es ist sogar schon passiert, dass jemand so tat, als schreibe er eine SMS auf seinem Handy und machte dabei ein Bild von uns. Der Ton war nicht stumm geschaltet und so machte es das typische ‚Klick‘-Geräusch der Kamera und dem Jungen lief der Kopf rot an. Es war ihm offensichtlich sehr peinlich, dass er das Bild gemacht hatte.

Manchmal macht sich Ramona, wenn wir spazieren gehen und da Menschen sind, die interessiert aussehen, sich aber scheuen, uns offen anzustarren, einen Spaß daraus, zu sehen, ob sie uns von hinten anstarren. Sie laufen also vorbei und Ramona dreht sich um und sieht, dass sie uns ansehen. Sie lächelt sie an, aber sie drehen schnell ihre Köpfe weg.

Ich frage mich also wirklich, warum man sein Interesse so verstecken muss? Wäre es nicht viel schöner, wenn man einfach nur schauen würde, und wenn es einen mehr interessiert, herüberkäme und nachfragte? Das passiert auch schon recht oft und wir haben so viele nette Bekanntschaften gemacht. Es ist hier eine Art Manieren, dass man andere nicht anstarren soll. Ich glaube, wenn man starrt und dann auch noch versucht, es heimlich zu tun, ist es sogar schlimmer! Sei einfach offen und wende dich an uns, das wäre schön!

Klopfen oder nicht Klopfen – das ist hier die Frage – 10 Nov 09

Ich habe über Unterschiede in Kulturen gesprochen und über Dinge, die die Menschen bemerken, wenn sie in ein anderes Land wie Indien kommen. Oft sind es Dinge, die als gute oder schlechte Manieren angesehen werden, zum Beispiel am Tisch während Mahlzeiten. Eine andere Sache, die ich im Westen bemerkt habe und die hier nicht wirklich funktioniert, ist das Anklopfen vor dem Eintreten.

Im Ashram sehe ich immer wieder, dass die Jungs hier im Ashram und auch die Menschen, die hier arbeiten, ohne anzuklopfen ins Büro kommen, während unsere Besucher anklopfen und draußen warten. Und wir sagen den Jungs auch immer wieder, dass sie anklopfen müssen, wenn sie einem unserer Gäste Bescheid sagen wollen, dass das Essen fertig ist. Sie lernen es daheim nicht und erinnern sich nicht immer daran, dass sie das machen sollten.

Das führt hin und wieder zu komischen Situationen und wir versuchen immer, unsere Gäste wissen zu lassen, dass die Menschen hier gewöhnlich nicht anklopfen. Und andererseits denke ich, dass meine Mutter sonst ständig ‘Ja, komm rein’, ‘Ja?’, ‚Bitte, komm rein‘ sagen würde, wenn sie in ihrem Zimmer ist und sie wäre es bald leid, dass jeder an ihrer Tür klopft. Das Zimmer meiner Eltern hat viele Funktionen, der Kühlschrank ist dort, das Gemüse für das Abendessen ist dort und viele kleine Dinge, die täglich gebraucht werden, haben dort ihren Platz, wo jeder weiß, wo er sie findet. So geht also jeder dort rein und raus und wir ich sagte wäre es für die beiden zu viel, wenn jeder vorher anklopfen würde.

Und so sehe ich, dass es Unterschiede in den Kulturen gibt, in den Manieren, mit denen Menschen aufwachsen und darin, was sie in ihrem täglichen Leben tun. Und wenn jemand hierher kommt oder wir woanders hingehen, so muss jeder dafür offen sein, den Lebensstil des anderen zu sehen und zu akzeptieren.

Stille Therapie und warum die Menschen im Westen so gerne Reden – 6 Nov 09

In den letzten Tagen habe ich über Stille geschrieben. Besonders in westlichen Ländern habe ich bemerkt, dass Menschen Angst vor der Stille haben. Sie müssen reden. Sprechen ist notwendig und Stille kann da manchmal unhöflich sein, schlechte Manieren.

Der Hauptgrund ist, dass die Menschen so aufwachsen. Sie lernen nicht, still zu sein, machen nie die die Erfahrung, wie schön es sein kann, in Stille zu sein. Und für sie ist das Sprechen eine Art der Heilung. Viele Therapeuten verdienen ihr Geld durch Sprechen. Einer meiner sehr engen Freunde ist auch ein sprechender Therapeut. Für seinen Beruf muss er sprechen. Doch wenn ich dort bin, liebt er es, mit mir und seinen Patienten in Stille zu sein. Und ohne dass ich spreche, ohne dass ich irgendetwas sage oder tue, fühlen sich seine Patienten auch gut und beginnen, sich besser zu fühlen.

Man kann auch in Stille kommunizieren, einander in die Augen sehen und einfach die Energie spüren. Das arbeitet auch als Heilung, es ist Therapie der Stille. Stille kann auch heilen und wenn du mir nicht glaubst, versuche es. Lass deine Gedanken durch deinen Kopf hindurchfließen, ein Kommen und Gehen. Halt sie nicht fest und sei einfach im Augenblick. Keine Geräusche, kein Sprechen, keine unnötigen Gedanken, es ist in Ordnung, einfach nur zu sein.

Essen servieren und verschwenden in zwei Kulturen – 20 Jan 09

Heute hatten wir am Essenstisch ein kleines Gespräch über Manieren. Es hat damit angefangen, dass Roger sagte, es ist in dieser Kultur nicht schön und zeugt von keinen guten Manieren, wenn man Essen auf seinem Teller übrig lässt. Da ist es egal, wie voll du schon bist. Dann hat Ramona hinzugefügt, dass Kindern oft gesagt wird, dass sie nur Eiskrem bekommen, wenn sie ihre Teller leer essen. Aber wenn sie schon satt sind, müssen sie erst ihr Essen beenden und dann mit dem Eis noch mehr essen. Es scheint ein bisschen verrückt.

Ich habe erzählt, dass es in Indien auch nicht schön ist, Essen auf dem Teller zu lassen. Wir bieten das Essen Gott an und es gibt die Göttin des Essens, die Annapurna genannt wird. Es gibt also viel Respekt für Essen und wir schmeißen es nicht gerne weg. Praktisch gesehen fühlt es sich auch gut an, wenn man das Essen isst und benutzt, das einem Energie für das Leben gibt. Es gibt viele hungrige Menschen, die nicht die Möglichkeit haben, viel zu essen, die kein Essen haben und so fühlt es sich gut an, Essen nicht wegzuschmeißen. Ich bin traurig, wenn ich sehe, wie viel Essen weggeschmissen wird und doch gibt es auf dieser Welt so viele Menschen, die hungrig schlafen gehen, ohne ihren Magen gefüllt zu haben.

Mady sagte, dass es wirklich einige Kulturunterschiede gibt und dass es gut ist, wenn man sie kennt, wenn man nach Indien geht. Hier höre ich, dass es normal ist, wenn man das Essen serviert, zu fragen, wie viel man essen möchte. In Indien wird das jedoch als schlechte Manieren angesehen. Du wirst nicht gefragt, wie viel du magst, sie werden es dir servieren und wenn du nicht mehr magst, kannst du es sagen.

Ramona fragte: Was passiert, wenn sie von Beginn an zu viel auf deinen Teller tun? Als ich in Indien reiste und zum Essen eingeladen wurde und oft einen großen Teller bekam, der mit so vielen verschiedenen Gerichten und so viel Essen gefüllt war, fragte ich den Gastgeber nach einem leeren Teller, bevor ich zu Essen begann. Also habe ich das Essen, von dem ich wusste, dass es zu viel war, auf den leeren Teller getan. Ich habe von allem etwas behalten, so dass es nicht respektlos erscheint. Ich zeigte, dass ich ihr Essen essen möchte, aber vor dem Essen habe ich so viel von meinem Teller genommen, was ansonsten vergeudet wäre. Jeder konnte sich also davon nehmen und wenn ich mehr essen wollte, konnte ich auch noch nachfragen.

Ich lasse nicht gerne Essen auf dem Teller, aber manchmal passiert es auch, weil in Indien diejenigen, die das Essen austeilen oft wollen, dass man sehr viel isst und manchmal haben sie es einfach auf meinen Teller getan, ohne zu fragen oder sogar nachdem ich nein gesagt habe. Dann zwinge ich mich niemals, aufzuessen und meinen Teller zu leeren, weil ich meinem Körper nicht gerne missbrauche. Jemand hat das Essen auf meinen Teller gezwungen, aber ich werd es nicht in meinen Körper zwingen. Mein Magen sagt mir, ich bin voll. Natürlich würde ich es immer vorziehen, Essen nicht wegzuschmeißen. Aber nicht wegen meinen Manieren, sondern wegen meinem Respekt für dieses Essen.