Eindeutige Zeichen übersehen, Sex abgelehnt und Konsequenzen gezogen – 3 Jun 12

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Am letzten Sonntag habe ich euch von der Unterhaltung erzählt, die ich mit einer meiner Gastgeberinnen 2004 über das Thema Sex hatte und wie ich ihr frei und offen von meiner Erfahrung erzählte.

Wir beendeten unsere Unterhaltung und sie ging duschen, während ich etwas anderes machte. Es war ein kleines Haus und als sie aus der Dusche und aus dem Bad kam, war es unmöglich, dass ich sie nicht sehen würde. Und unmöglich nicht zu sehen, dass sie nur ein Handtuch anhatte – dass sie dazu auch nur gerade so bedeckte. Sie hielt an, um mit mir noch ein paar Worte zu wechseln, bevor sie sich Kleidung anziehen ging.

In dem Haus gab es kein richtiges Gästezimmer, also hatte sie für mich ein provisorisches Bett in einem der Zimmer aufgestellt, das sie normalerweise für etwas anderes verwendete. Als sie wiederkam, angezogen diesmal, fing sie eine weitere Unterhaltung an: ‚Ich weiß, das ist nicht wirklich ein tolles Gästezimmer. Das Bett ist wahrscheinlich auch nicht gerade bequem. Würdest du gerne in meinem Schlafzimmer schlafen? Ich habe ein großes Bett, da ist genug Platz!‘

Ich war damals wirklich sehr unbedarft und hatte bis dahin keines der Zeichen bemerkt, die sie mir wohl gegeben hatte, doch an diesem Punkt konnte sie schwerlich noch deutlicher werden. Ich erklärte ihr ganz freundlich, dass der Raum, in dem ich schlief, vollkommen in Ordnung war und dass das Bett sehr bequem war. Und während ich das sagte, dachte ich an unser Gespräch und fing an mich zu wundern, ob sie auch da nicht nur allgemein über Sex gesprochen hatte, sondern über die Möglichkeit, dass ich mit ihr schlafen könnte – und ich das nur nicht gemerkt hatte.

Sie erkannte, dass ich ihr Angebot gerade zurückwies und sagte ‘Weißt du, ich liebe dich sehr und ich wäre sehr glücklich, wenn du dort schlafen würdest‘. Jetzt fühlte ich mich langsam unwohl, wollte aber nicht, dass sie sich schlecht fühlte. Ich antwortete ‚Ich liebe dich auch, aber nicht auf diese Weise. Ich möchte nicht dort drüben schlafen. Ich hoffe, das ist für dich in Ordnung!’ Sie hatte keine andere Möglichkeit, als das zu akzeptieren, aber ich konnte sehen, dass sie mit meiner Antwort überhaupt nicht zufrieden war. Wir gingen schlafen – in getrennten Betten und in getrennten Räumen.

Ich dachte die ganze Nacht lang über die Situation nach. Ich war in einem fremden Land und in einer fremden Kultur. Hätte ich nicht sagen sollen, was ich gesagt hatte? Vielleicht hatte sie von meinen Antworten auf ihre Fragen einen falschen Eindruck bekommen und dachte, ich könnte jederzeit mit jedem schlafen? Hätte ich sie anlügen sollen und anders antworten oder eine Antwort verweigern sollen?

Am nächsten Tag versuchten wir, normal miteinander umzugehen, aber das war einfach nicht möglich. An einem Punkt sagte sie ‚Ich liebe dich sehr und ich tue das alles für dich. Ich habe mein Haus für dich geöffnet, Menschen eingeladen, ich habe organisiert und das alles für dich getan. Du bist kein Mönch, du lebst nicht im Zölibat, was ist also falsch mit mir? Was ist das Problem?

Ich erzählte ihr von meinen Gedanken zu unserem Gespräch und meinen Antworten und dass ich dieses Gefühl für sie einfach nicht hatte. Ich erinnere mich, das ich sagte ‚Für mich bist du eher wie eine Mutter!‘ und dass ich sie trotzdem liebte, dass ich aber nicht mit ihr schlafen wollte. Es wurde wirklich schwierig, mit ihr zusammen zu sein. Sie schien wirklich aufgebracht und irgendwie sogar wütend darüber, dass ich mich geweigert hatte und ich war ziemlich verwirrt, was ich denn falsch gemacht hatte.

Ich blieb eine weitere Nacht und beschloss dann zu gehen. Ich rief eine andere Person an, die ich zuvor getroffen hatte und die auch Programm für mich organisieren wollte. Ich verließ ihr Haus mit dem Gedanken, dass ich noch viel über westliche Kultur und Frauen lernen musste.

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