Hüte dich vor Betrügern beim Auswählen eines Taxis am Flughafen Delhi – 29 Feb 16

Vor etwa zwei Wochen machte eine unserer Gäste eine Erfahrung, die ich keinem anderen Besucher Indiens wünschen möchte. Leider passiert so etwas – obwohl ich sagen muss eben nicht nur in Indien, sondern in so ziemlich jeder anderen großen und touristischen Stadt rund um die Welt: unsere Freundin wurde am Flughafen von einem Taxifahrer betrogen.

Das ist in der Tat nichts Neues. Schon seit Jahren warnen Reiseführer in allen Sprachen vor solchen Betrügern. Die Bücher empfehlen ihren Lesern im Voraus im Flughafen gezahlte Taxis, deren Kosten klar festgelegt sind und wo man das Geld nicht dem Fahrer gibt, sondern im Flughafen. Auf diese Wiese kann man sicher sein, dass der Fahrer einen auch dort absetzt, wo man hinwollte.

Diese Einrichtung war notwendig, da es so viele Fälle mit Fahrern gab, die ihre Fahrgäste in Kreisen in Delhi herumfuhren und ihnen mehr Geld abknöpften, da es ‚so weit‘ gewesen war.

Vor nicht allzu langer Zeit erzählte uns bereits eine Besucherin, die nur für eine Mahlzeit da war, wie sie betrogen worden war: sie war mitten in der Nacht angekommen und hatte einem Taxifahrer vor dem Flughafen die Adresse für ein Hotel in Jaipur gegeben. Der Fahrer fuhr sie durch dunkle Gassen zu einem Reisebüro, wo ihr erklärt wurde, dass man sie unmöglich über die normale Straße dorthin bringen könnte! Angeblich waren dort Streiks und die Straße war gesperrt – so dass sie umgerechnet 300 Euro würde zahlen müssen, um dorthin zu kommen! Das sind mehr als dreimal so viel, wie es normalerweise kosten sollte, wenn nicht noch mehr! Sie stieg trotzdem ein, da sie keine Ahnung hatte, dass es Betrug war – aber sie bereute schon da, so viel gezahlt zu haben!

Also sollte man entweder wissen, wie viel eine solche Reise kosten sollte, nimmt sich ein im Voraus gezahltes Taxi oder bittet das Hotel, einen abzuholen! Das bieten wir auch an: wir holen dich vom Flughafen ab.

In unserem neuesten Fall jedoch waren die Betrüger schnell. In der Tat stand ich am Flughafen, da ich in Delhi Geschäftliches zu erledigen gehabt hatte und dann ging, um unseren neuen Gast abzuholen. Nur, dass sie nicht kam und ich dann zwei Stunden später sowieso nach Hause fuhr. Wir kamen etwa gleichzeitig im Ashram an und so erfuhren wir Folgendes: bevor unser Gast mich finden konnte, wurde sie von einem Mann angesprochen, der vielleicht gehört hatte, wie sie nach unserem Auto nach Vrindavan fragte. Er erzählte ihr, dass das Auto ‚des Ashrams‘ auf dem Weg kaputt gegangen war und stattdessen er geschickt worden war, um sie abzuholen!

Also fuhr dieser Mann sie stundenlang quer durch Delhi, hielt dann an einem Bankautomaten an, wo sie Geld abholen sollte, da er darauf bestand, dass sie ihn gleich zahlte, und erst dann fuhr er sie nach Vrindavan, setzte sie dort in eine Rikscha und brachte sie dann in unseren Ashram.

Ihr könnt euch vorstellen, wie erleichtert unsere neue Freundin war, als sie endlich im Ashram ankam. Sie hatte nicht daran gedacht, uns anzurufen, um die Geschichte des Mannes zu bestätigen, bevor sie sich ins Auto setzte.

Ich schreibe diesen Blogeintrag nicht, um euch vor einer Reise nach Indien Angst einzujagen. Es gibt auf der ganzen Welt gute und schlechte Leute. Ich möchte euch jedoch dessen bewusst machen, dass diese Dinge passieren können und dass ihr auf eure Sicherheit achten sollt. Organisiert eine Abholung oder nehmt euch ein im Voraus gezahltes Taxi. Haltet eine Telefonnummer bereit und zögert nicht, im Zweifelsfall andere nach einem Telefon zu bitten.

Kommt man bei finanziellen Problemen mit einer falschen Adresse davon? – 2 Feb 16

Ich möchte euch von einem seltsamen Brief erzählen, den wir vor Kurzem bekommen haben. Als Purnendu ihr den Brief gab, musste Ramona zweimal hinsehen, als sie den Absender sah: das deutsche Finanzamt! Natürlich sah sie sich als Nächstes an, an wen der Brief adressiert war: eine Frau, von der wir noch nie gehört hatten!

Naja, wir taten etwas, von dem ich mir nicht sicher bin, dass wir das wirklich hätten tun sollen, was jedoch wahrscheinlich jeder instinktiv tun würde: wir öffneten den Brief. Es war eine Mahnung für die Adressatin, ihre Steuern zu zahlen, sonst würde das Geld von ihrem Konto eingezogen! Laut Datum war der Brief bereits zwei Wochen alt. So lange hatte er gebraucht, bis er da war. Dazu kommt, dass die Adresse unserer nur ähnelte, als hätte sie jemand per Hand geschrieben und die Person, die das in den Computer eingab, konnte die Buchstaben dann nicht lesen.

Der Brief war jedoch nun hier und wir wussten nicht, was wir damit tun sollten. Das Erste, was wir taten, war unsere Datenbank von Gästen und Newsletter-Empfängern zu durchsuchen, ob es da jemanden mit diesem Namen gab. Nein, keiner.

Ramona rief schließlich unter der Nummer, die oben am Brief stand, das Finanzamt an und erzählte ihnen, dass sie da offensichtlich eine falsche Adresse hatten. Sie dankten ihr und versicherten ihr, dass wir nun keine Briefe mehr bekommen würden.

Wir jedoch wunderten uns immer noch: wer würde dem Finanzamt denn unsere Adresse geben, um zu vermeiden, zahlen zu müssen? Und wer denkt, dass das wirklich funktionieren kann?

Das könnte praktisch jeder: melde deinen Wohnort ab und erzähle allen, einschließlich dem Finanzamt, dass du in ein anderes Land auswanders. Dann bekommst du keine weiteren Briefe mehr an deine vorherige Adresse und ich glaube, du könntest irgendwohin gehen, dich würde keiner finden – oder?

Oh, nein, wenn man mal darüber nachdenkt, ist es doch nicht so einfach! Es wird immer eine Spur geben und auch die Notwendigkeit, dich anzumelden, deinen Pass zu verwenden, deinen wahren Namen oder etwas ähnliches! Wenn du nicht vorhast, illegal Urkunden zu fälschen und insgesamt eine andere Identität anzunehmen, würde ich vorschlagen, diesen Weg nicht einzuschlagen!

Bist du in finanziellen Schwierigkeiten? Beginne nicht zu betrügen, das macht nur alles schlimmer. Gib es zu, finde Orte, an denen du Hilfe bekommst und versuche, dich irgendwie da rauszuarbeiten! Ich kenne Menschen, die das getan haben, die aus unglaublich schwierigen Situationen herausgefunden haben – warum also solltest du nicht in der Lage sein, das auch zu tun?

Es geht auch im echten Leben – wenn soziale Medien wahre Freundschaften schaffen – 16 Dez 15

सोशल मीडिया मित्रों को वास्तविक जीवन में एक-दूसरे से मिलवाता है

In meinen letzten zwei Blogeinträgen hat es sich vielleicht so angehört, als würde ich soziale Medien überhaupt nicht mögen. Naja, das ist so nicht ganz richtig. Sie haben in der Welt viele positive Änderungen gebracht und als moderner Mensch schätze ich die Vorteile, die sie bringen. Es gibt jedoch etwas, was ich merklich vorziehe: das wahre Leben.

Ich liebe technischen Fortschritt. Ich war schon früh von technischen Geräten fasziniert – Kameras zum Beispiel. Ich war einer der Ersten in unserer Stadt, der eine Digitalkamera hatte, als wir ein Telefon bekamen, kamen viele Nachbarn zu uns, um Telefonate zu empfangen, das erste Handy, das ich hatte war ein riesiger Ziegel, weil es eines der ersten war und sie damals eben so aussahen! Ich glaube, dass technischer Fortschritt uns unglaublich viel helfen kann. Ich verwende das Internet jetzt schon lang und habe natürlich auch eines Tages begonnen, auf sozialen Netzwerken aktiv zu werden.

Ich muss sagen, dass es heutzutage eine Art der Kommunikation ist, die mit jeglicher vorherigen Methode unvergleichbar ist! Viele Leute, die ich im wahren Leben kenne, sind dort mit mir in Kontakt und ich kann ihnen allen auf einmal schreiben. Gleichzeitig jedoch gibt es sogar noch mehr Leute – Menschen, die ich überhaupt nicht kenne und noch nie getroffen habe – die meine Worte lesen, sie vielleicht mogen und daran Interesse haben, mehr zu erfahren.

Ich kann mit so vielen Leuten auf einmal in Kontakt sein und jeder kann sich aussuchen, ob er er mehr lesen möchte oder nicht! Sie können ihre Einstellungen so wählen, dass sie meine Worte sehen oder überhaupt nicht! Ich glaube, es ist eine wunderbare Möglichkeit für die Menschen zu wählen, was sie tun wollen.

So viel dazu, mit Leuten in Kontakt zu sein. Danach jedoch glaube ich, sollte es noch einen Schritt weitergehen. Bringe es ins wahre Leben. Wenn du das Gefühl hast, mit jemandem online in Verbindung zu stehen, kann das ein sehr einseitiges Gefühl sein! Du liest die Worte des anderen die ganze Zeit. Du siehst Bilder und vielleicht ‚gefällt‘ dir das, was du auf Facebook siehst. Der andere jedoch mag noch nicht einmal gemerkt haben, dass du ihm so nahe bist. Dafür musst du schon eine direkte Nachricht schicken, eine Email, einmal anrufen oder einen Besuch abstatten.

Und da kommts: ich habe online viele Freunde kennen gelernt, die mich dann hier besuchen gekommen sind. Inder, die eine andere Denkweise mögen, sind für einen Tagesbesuch oder über das Wochenende gekommen. Menschen von überall auf der Welt kommen für ein paar Tage oder sogar mehrere Wochen und Monate für Yoga und Ayurveda Retreats.

Da weiß ich, dass soziale Medien auch fürs echte Leben gut sind: wenn mir jemand erzählt, dass er online etwas von mir gelesen hat, dann zum Blog gekommen ist und Hilfe für sein oder ihr Leben gefunden hat. Wenn mich jemand online gefunden hat, dann auf die Seiten über unsere wohltätige Arbeit kam und eine Patenschaft übernahm. Wenn jemand online meine Einträge gelesen hat und quer durch Indien reist, um mich persönlich zu treffen. Wenn jemand Bilder unserer Retreats sieht und beschließt, hier bei uns Yogaferien zu machen.

Ich glaube an eine echte Verbindung und soziale Medien sind nur ein Werkzeug, ein Instrument, um dorthin zu gelangen. Ich glaube daran, authentisch zu sein – offline und online gleichermaßen.

Online Welt – was ist falsch, was ist echt? – 15 Dez 15

ऑनलाइन संसार – कितना झूठा, कितना सच्चा

Gestern habe ich geschrieben, dass soziale Medien nicht zu einer zweiten Realität werden sollten. Denn es bleibt doch eine falsche Welt! Behalte das im Gedächtnis, während du die Einträge anderer liest und wenn du deine eigenen schreibst oder Geschichten, die du gelesen hast, teilst.

Du musst daran denken, dass im Internet jeder schreiben kann, was er will. Das bedeutet nicht, dass jeder Lügen schreibt, aber es fällt den Leuten online leichter, etwas in einem schöneren Licht erscheinen zu lassen, als es in Wirklichkeit ist! Ein schöner Tag wird nur mit einigen Worten zum besten Tag des Jahres. Ein Bild kann in dir das Verlangen nach einem liebevollen Partner wecken, der dich in die Arme nicht, so wie deine Freundin einen hat – doch du hörst nicht den Streit, der diesem Bild voranging… Es gibt so viele Beispiele!

Es geht nicht nur darum, dass man von Bildern von Freunden einen falschen Eindruck bekommt! Nein, man muss wirklich verstehen, dass die virtuelle Welt genau das ist und bleibt: virtuell. Natürlich kann man mit Worten Grüße schicken und jemandem ein besseres Gefühl geben, indem man seine Unterstützung mit einem ‚Like‘ auf Facebook ausdrückt. Man kann jedoch die Welt nicht per Mausklick retten!

Oh, da muss ich jetzt doch noch einen Unterschied machen: natürlich gibt es Aktionen, die von der Unterstützung ihrer Helfer in der Form von Klicks oder Views leben. Es gibt große Proteste, die rein online stattfinden und das mit der virtuellen Anwesenheit von Tausenden Menschen. Es gibt jedoch auch jede Menge Betrug und das ist genau das, wovon ich spreche.

Du siehst vielleicht ein schreckliches Bild eines Mädchens mit einer Entstellung von Geburt an und mit dem Bild die Aufforderung, auf ‚Gefällt mir‘ zu klicken und es zu teilen, weil eine Organisation, von der du noch nie gehört hast, für jeden Klick fünf Dollar und für jedes Teilen zehn Dollar spenden will. Ich kann euch mit 99 prozentiger Gewissheit sagen, dass das nicht geschehen wird, dass das nicht echt ist. Selbst das Bild des Mädchens kann gefälscht oder in völlig anderem Kontext entstanden sein!

Indem man einen Eintrag teilt, bekommt man die Regierung eines afrikanischen Staats nicht dazu, einen Kriegsverbrecher eifriger zu suchen oder Facebook dazu, seine Richtlinien zu ändern.

Oh ja, fast hätte ich es vergessen: wenn man ein Bild eines Hindu Gottes teilt, bekommt man keine extra Karmapunkte und Gottes Zorn trifft dich nicht, wenn du diese Nachricht nicht in den nächsten fünf Minuten an zehn Freunde weiterleitest!

Ich bin mir der Tatsache völlig bewusst, dass es online Leute gibt, die da keine Unterscheidung machen können. Einer unserer Angestellten zum Beispiel fragte Ramona, ob er wirklich 3 Millionen Rupien von Coca Cola gewonnen hatte, wie eine Spam-Mail in seinem Posteingang ihm weismachen wollte!

Es ist nicht schön, dass solche Leute überhaupt derartige Nachrichten bekommen, aber das gehört nunmal dazu im World Wide Web! Das Einzige, was du machen kannst, ist dir dessen bewusst zu sein und ein Auge offen zu halten. Glaube nicht alles, was du liest!

Vertrauen ist gut – doch vertraue auch deinen Zweifeln! – 16 Nov 15

Ich weiß, ich erzähle den Leuten normalerweise, etwas mehr zu vertrauen. Anderen Menschen nicht von Beginn an mit einer negativen Einstellung zu begegnen. Es gibt jedoch Situationen, in denen man definitiv niemandem vertrauen sollte, ohne vorher herauszufinden, ob der andere nicht doch ein Betrüger ist. In solchen Situationen geht es meistens ums Geld. Wenn man Zweifel hat, ob der andere ehrlich ist oder ein Betrüger, ist der heutige Blogeintrag vielleicht interessant.

Zunächst einmal muss man darauf achten, sich von der äußeren Erscheinung der Person vor einem nicht zu sehr beeindrucken zu lassen. Derjenige mag ein großes Auto fahren, in der besten Designer-Kleidung herumlaufen und das neueste iPhone in der Hand haben – doch das macht ihn nicht ehrlich! Je größer der Betrüger, desto größer die Möglichkeiten für Kleidung und Zubehör. Große Lügner und Betrüger haben all die Dinge, die Eindruck machen und zu beweisen scheinen, dass sie völlig ehrenhaft sind.

Ein weiterer Punkt ist: Lügner und Betrüger reden fast immer viel zu viel. Und da kann man oft herausfinden, dass sie alles andere als ehrlich sind! Hört euch einfach an, was diese Person zu sagen hat: wenn er ein Lügner ist, erinnert er sich nicht einmal mehr daran, was er vor zwei Minuten gesagt hat. Er wird einfach weiterreden und Lügen erzählen, wobei er sich selbst widerspricht. Gewohnheitslügner haben keine Ahnung, was sie vorher gesagt haben, weil sie so viele Lügen erzählen, dass sie sich nicht mehr an jede erinnern können. Wenn man also nur still bleibt, findet man gewöhnlich heraus, ob der andere lügt.

Das alles würde nicht unbedingt bedeuten, dass der andere ein Betrüger war in dem Bereich, über den du mit ihm sprechen wolltest. Wir kommen jedoch zu dem Punkt, wenn es ums Geld geht: vertraue nie jemandem, wenn er sagt ‚Du kannst mir vertrauen, gib mir das Geld‘. Wenn du dann klar sagst, dass du die Person nicht kennst und Schwierigkeiten hast, ihm zu vertrauen, antwortet er oder sie vielleicht ‚Wenn du mir nicht vertraust, können wir nicht zusammen arbeiten!‘ Das ist der Punkt, an dem ein Betrüger auch einfach vielleicht wegrennt.

Die Lehre ist: manchmal sind Zweifel einfach nur richtig, wenn sie da sind. Wenn du zögerst, jemandem zu vertrauen, sei nie zu scheu, deine Zweifel auch auszudrücken! Wenn die Person auf irgendeine Weise ernsthaft und ehrlich ist, wird er oder sie Bemühungen unternehmen, diese Zweifel zu beseitigen und dein Vertrauen zu gewinnen. Nur Betrüger rennen davon!

Glaube kann dich dazu bringen, die Exkremente von Tieren zu essen und zu trinken – 8 Oct 15

Während ich gestern über ein sehr ernstes politisches Thema hier in Indien geschrieben habe, könnte dich das heutige Thema zum Lachen bringen. Oder zum Schaudern. Oder beides. Es ist etwas, was nun sogar von Regierungs-Agenturen und natürlich von Hindu Fundamentalisten gefördert wird, obwohl keinerlei Beweis dafür besteht, dass es wirklich irgendeine positive Wirkung hat: der Verzehr von Kuh-Urin und Kuhdung!

Oh ja, es gibt hier in Indien viele Leute, die glauben, der Konsum von Kuh-Exkrementen würde ihnen irgendwie helfen. Sie glauben ernsthaft, das könnte Hunderte verschiedene Krankheiten heilen. Außerdem ist es natürlich heilig. Heilig, weil es von der heiligen Kuh kommt, die religiöse Hindus sogar die ‚Mutter des Menschen‘ nennen.

Das ist eigentlich nichts Neues. In der Tat erwähnen alte Schriften, dass eine Mischung aus fünf Kuhprodukten – Milch, Joghurt, Ghee, Urin und Dung – in einem Ritual zu sich genommen werden kann und das dann den Körper reinigt. Hier in Vrindavan, in Krishnas Stadt, dem Zuhause des ‚heiligen Kuhhirten‘, sind Produkte aus Kuh-Urin und Kuhdung schon seit Jahren beliebt. Nun, mit einer Partei an der Macht, die den Hinduismus mit seinen Traditionen und Werten fördert, erleben all diese Produkte auf einmal einen richtigen Boom!

Natürlich gibt es in der Werbung jede Menge Unsinn: nicht nur wird behauptet, die Ausscheidungen der Kuh hätten heilende Wirkung, sogar bis zum Krebs – die beliebteste Behauptung für Wunderheilungen. Nein, sie besitzen sogar die Frechheit zu lügen, die NASA würde bestätigen, dass es positive Wirkung hat, wenn man das, was am hinteren Ende der Kuh herauskommt, in seinen Körper aufnimmt! Ich würde wirklich gerne wissen, was die National Aeronautics and Space Administration der USA dazu gebracht hat, Kuh-Pipi zu untersuchen!

Im Ernst jedoch, ich glaube das ist ein Versuch, die Konzentration der Menschen auf Kuh-Dung zu lenken und ihre Aufmerksamkeit so von wahren Problemen in diesem Land abzulenken. Doch mit der ganzen Vorstellung davon, dass die Kuh heilig ist, kann ich nicht anders, als wieder einmal zu bemerken, wie scheinheilig diese Gläubigen sind! Sie nennen Kühe ihre Mutter, verehren sie zu gewissen Anlässen und trinken und essen alles, was aus ihnen rauskommt, mit einem Gefühl der Ehrfurcht – doch sobald die Kühe keine Milch mehr geben, ist es ihnen egal, was mit den Kühen geschieht. Es ist ihnen egal, dass die Kühe in den Straßen Plastik und Müll essen und sie verwenden Lederprodukte wie Schuhe und Gürtel ohne einen weiteren Gedanken daran zu verschwenden! Wo ist da die heilige Mutterkuh abgeblieben?

Es ist die gestörte Sicht der Religion, die die Exkremente eines Tieres als heilig bezeichnet! Es gibt auch eine gewisse Bewegung, in der Menschen ihren eigenen Urin zur Behandlung trinken. Nun trinkst du Kuh-Urin – da könntest du doch genauso auch Urin von Affen oder Eseln trinken! Jegliche guten Enzyme, die man im Kuh-Urin findet, könnten auch da drin sein!

Ganz im Ernst, das würde ich auch nicht empfehlen! Kot und Urin sind Produkte, die der Körper ausgeschieden hat, weil sie nicht gebraucht werden, sie sind Abfallprodukte! Nachdem sie durch mehrere Organe durch sind, können sie nicht mehr gebraucht werden! Warum sollte man das essen oder trinken? Ich habe sogar von einer gewissen Gefahr der Infektion aufgrund von Darmbakterien gehört, die im Kuhdung gefunden werden!

Das ist die wahre Kraft der Religion! Sie kann dich dazu bringen, Tier-Urin zu trinken und Tier-Kot zu essen. Es ist die gleiche Religion, die dich davon abhält, ein Glas Wasser aus der Hand eines Menschen zu akzeptieren, der für ‚Unberührbar‘ gehalten wird!

Denkt ihr nicht auch, dass da etwas falsch läuft?

Esoterischer Unsinn behauptet Kaiserschnitte verhindern enge Verbindung zwischen Mutter und Kind – 12 Aug 15

Vor einer Weile las Ramona eine Aussage auf ihrem Facebook-Newsfeed, die sie dazu veranlasste, auf einmal laut und voller Verachtung in der Stimme ‚esoterischer Unsinn!‘ zu sagen. Überrascht von ihrer Reaktion fragte ich sie, was sie denn gelesen hatte – und stimmte ihr schließlich zu. Einer ihrer Kontakte bat Frauen, ihre Kinder natürlich zu gebären statt per Kaiserschnitt und riet ihnen, sich keine Epiduralanästhesie geben zu lassen. Folgenden Grund gab er an: laut ihm entsteht durch die Wehen ein enges Band zwischen Mutter und Kind, weshalb folglich eine Epiduralanästhesie oder ein Kaiserschnitt diese Verbundenheit verhindert.

Tja, nun machen meiner Frau öffentliche Diskussionen auf sozialen Netzwerken keinen großen Spaß und so antwortete sie dort nicht, doch wir redeten über all die Dinge, die diese Stellungnahme so falsch machten.

Natürlich wissen wir, wo dieser Gedanke herkommt: es gibt einen Trend dazu, das genaue Datum und die genaue Zeit der Geburt eines Kindes festzulegen, indem man einfach einen Kaiserschnitt durchführt, nachdem das ungeborene Kind ein bestimmtes Gewicht erreicht hat und es medizinisch ungefährlich ist, es per Operation auf die Welt zu bringen. Es gibt Frauen, die eine natürliche Geburt nicht einmal versuchen wollen, sei es aus Angst vor den Schmerzen oder aus kosmetischen Gründen.

Das ist wahrscheinlich das Problem, das dieser Mann eigentlich ansprechen wollte. In der Welt esoterischer Superlative und spiritueller Verbindungen zu alles und jedem konnte er es jedoch nicht einfach so sagen, wie es ist: die Geburt ist ein natürliches Ereignis, bitte nehmt die Veränderungen, die sie deinem Körper bringen, als natürlich an. Nein, er musste Mutterliebe und dieses besondere Band da mit reinbringen, um das Ganze noch wichtiger und spiritueller zu machen.

Einige Leute meinten in Kommentaren, sie würden diese Theorie bezweifeln und fragten nach beweisen, doch er antwortete, er brauche keine Beweise. Denn jeder würde all das am meisten lieben, was er durch Schmerzen erlangt hatte.

Oh nein! Ich kann jede Mutter, deren Kind aus medizinischen Gründen per Kaiserschnitt zur Welt kam, buchstäblich laut fluchen hören! Ohne jegliche Wehen, ohne die Möglichkeit, diese Schmerzen zu erleben, die angeblich so viel mehr Liebe verursachen!

Es mag sich ja toll anhören, wenn man über diese herrliche Liebe spricht, die eine Mutter nach einer schmerzvollen Geburt verspürt, wenn sie die Quälerei vergisst und trotz oder sogar aufgrund der Schmerzen diese Verbindung spürt. Es ist jedoch kompletter Unsinn, denn das würde genauso bedeuten, dass Mütter, die ihre Kinder per Kaiserschnitt bekommen oder die Schmerzen nicht aushalten konnten und Schmerzmittel bekamen, ihre Kinder nicht genauso sehr lieben. Mit ihren Babys keine so enge Verbindung haben.

Wir haben Apra per Kaiserschnitt bekommen. Trotz der Bemühungen der Ärzte, die Wehen einzuleiten, fühlte Ramona sich während wir auf unser Baby warteten zu keinem Zeitpunkt auch nur unbehaglich. Als die Ärztin uns schließlich sagte, dass es riskant wäre, auf eine natürlich Geburt zu warten, waren wir bereit dafür, dass unsere Tochter per Operation auf diese Welt kommt. Hätten wir einen Hirnschaden oder Herzprobleme riskieren sollen, nur um diesen Schmerz zu erleben? Macht das unser Geburtserlebnis weniger wertvoll?

Oh nein, das macht es nicht. Und ich sage bewusst ‘unser Geburtserlebnis’, weil ich von Anfang bis Ende dabei war. Ich hielt Ramonas Hand, während der Arzt ihren Bauch öffnete, ich sah zu, wie das Wunder sich entfaltete und meine Tochter das Licht der Welt erblickte.

Nein, ihr könnt mir nicht sagen, Ramona hätte eine weniger enge Verbindung mit Apra, weil sie nicht mindestens sieben Stunden Wehen hinter sich hat – denn sie sind einander genauso nah, wie ich bei jeder anderen Mutter und ihrem Baby gesehen habe! Nein, ihr könnt mir nicht sagen, dass die Zeit der Geburt für uns auch nur im Geringsten weniger zauberhaft war – denn wir liebten unsere Zeit im Krankenhaus von Anfang bis Ende und sogar heute noch!

Und das gilt auch für jede andere Frau auf dieser Erde. Deine Verbindung zu deinem Kind hängt von deiner Liebe ab und nicht von einer bestimmten Zeit des Leidens!

Schließlich ist da noch das für mich größte Argument hier: ich habe eine sehr enge Verbindung zu meinem kleinen Mädchen. Ich hatte keine Wehen und sie war noch nicht einmal in meinem Bauch, aber sie ist ein Teil von mir, egal, wie sie auf die Welt kam. Väter haben diese Verbindung auch!

Also lass deinen esoterischen Unsinn bitte aus Sachen raus, in denen er überhaupt nichts verloren hat – so vermeidest du, andere zu beleidigen!

Ich musste staunen: auch in entwickelten Ländern wie Australien gibt es Betrüger! – 23 Nov 14

Als ich zu Beginn 2007 in Australien ankam, hatte ich natürlich bereits einige Orte, wo ich Leute kannte, die auch mein Programm wieder organisieren wollten und wo ich hinkonnte. Klar, einige neue Organisatoren gab es auch, die ich zum ersten Mal traf, aber auch viele Leute, die ich nach einem Jahr wiedersah. Einer dieser Freunde war ein Mann, der zwischendurch auch nach Indien gekommen war, um uns zu besuchen. Und ich konnte kaum glauben, was er mir erzählte, als wir endlich Zeit für ein längeres Gespräch hatten!

Mein Freund hatte meine Schwester gekannt, weil er genau vor ihrem Unfall bei uns im Ashram gewesen war. Also erinnerten wir uns eine Weile lang gemeinsam an sie. Dann jedoch erzählte er mir, dass er wegen einer neuen Chance in seinem Leben aufgeregt war: er hatte von einem neuen Investment-Programm gehört, das einem in kurzer Zeit ein Mehrfaches seines Geldes einbringen soll! Jemand, den er kannte, hatte dort investiert und ihm erzählt, dass er nun wegen dieser Investition bald reich sein würde!

Ich erinnere mich nicht daran, was genau es war, aber ich glaube, es war eine Art von Fonds für Goldgräber in Südafrika. Jemand hatte meinem Freund gesagt, dass dort nur Investoren nötig wären und sobald sie dort Gold finden würden, würde jeder einen Haufen mehr Geld zurück bekommen, als er eingezahlt hätte.

Als ich das hörte, war ich verblüfft: wir haben in Indien jede Menge solcher Betrügereien. Ich hatte schon so oft davon gehört und gelesen, dass ich ganz leicht das Muster sehen konnte, dem all diese betrügerischen Ideen folgten: locke viele Leute mit der Aussicht auf schnellen Reichtum und bringe sie dazu, dir ihr Geld zu geben. Was mich schockierte, war jedoch nicht dieser Betrug an sich, sondern die Tatsache, dass das auch in Australien geschah und dass es ganz offensichtlich auch dort Menschen gab, die darauf reinfielen!

Einer von diesen war mein Freund. Ich fragte ihn ‚Du hast da doch wohl nicht etwa investiert, oder?‘ und fürchtete schon, dass er genau das getan hatte. Und ja, das hatte er. ‚Du weißt ja, dass ich nicht viel Geld habe, aber ich habe meine Ersparnisse investiert!‘ Er erzählte mir weiter von den Dingen, die er mal machen wollte, wenn er Millionär wäre und versuchte mich davon zu überzeugen, in dieses unfehlbare mit einzusteigen.

Natürlich hatte ich überhaupt kein Interesse daran, mein Geld Betrügern zu schenken. Ich sagte meine Zweifel auch meinem Freund, aber natürlich wollte er davon nichts hören.

Ich hatte jedoch verstanden, dass es überall auf der Erde Betrüger gibt und leider auch diejenigen, die auf sie hereinfallen. Die einzige Möglichkeit, das zu verändern ist zu erkennen, dass keiner aus dem Nichts auftaucht und dir einfach so Geld schickt. Du musst arbeiten, um dein Geld zu verdienen!

Wie Indiens Privatschulen Bildung zu einem korrupten Geschäft machen – 26 Mär 14

Ich habe begonnen, euch meine Gedanken zu Privatschulen in Indien zu erzählen und natürlich auch über das ausgefeilte Einschreibungsverfahren, das sie verwenden. Einen Aspekt, den ich nur kurz erwähnt habe, der jedoch das größte Problem im indischen Schulsystem darstellt ist, wie so oft, das Geld. Bildung ist zu einem großen Geschäft geworden. Ein großes, korruptes Geschäft.

Wir sehen immer wieder, wie Leute aus dem Westen mit Überraschung reagieren, wenn sie von den Kosten für Bildung hier in Indien hören. Wenn wir ihnen erzählen, dass unsere Schule kostenlos ist für Kinder, die nicht zur Schule gehen können, weil sie kein Geld dafür haben, fragen sie ‚Wie, man muss hier Geld zahlen, wenn man zur Schule gehen will?‘

In vielen anderen, westlichen Ländern ist Bildung kostenlos. Man muss vielleicht seine Bücher und Schreibwaren selbst kaufen, aber es gibt keine Einschreibungsgebühren, monatlichen Schulgebühren oder Prüfungsgebühren. In Indien liegen die Dinge etwas anders.

Ja, es gibt staatliche Schulen und die sind auch kostenlos – oder zumindest sollten sie das sein. Es gibt keine Schulgebühren und die Regierung macht große Werbung mit dem kostenlosen Mittagessen – aber die traurige Wahrheit ist, dass die Bildung, die man dort bekommt, meistens wertlos ist! Lehrer kommen gar nicht erst zur Schule oder sitzen einfach nur beieinander und unterhalten sich, die Klassenzimmer werden als Lagerräume oder sogar als Viehställe benutzt. Oft schicken Lehrer sogar einen Stellvertreter, weniger gebildet, weniger qualifiziert, und zahlen ihm einfach einen Teil ihres Gehalts, das sie ja von der Regierung bekommen. In der Zwischenzeit sind sie mit ihren eigenen Geschäften beschäftigt und verdienen so von zwei Stellen aus Geld. Die Bildung der Kinder an den staatlichen Schulen? Um die schert sich keiner.

Das ist so offensichtlich, dass sogar die ungebildeten Eltern mit sehr niedrigem Einkommen das merken. Sie waren selbst nie in einer Schule, sehen jedoch, dass ihre Söhne und Töchter eine Klasse nach der anderen durchschreiten, jedoch immer noch nicht ihren eigenen Namen ordentlich schreiben können. Dass sie keinen kurzen Satz schreiben können, nicht einmal in Hindi.

Einige dieser Eltern kennen den Wert von Bildung und wollen, dass ihre Kinder mehr lernen, als sie in ihrem Leben jemals gelernt haben – aber sie haben nicht das Geld dafür, sie auf eine Privatschule zu schicken! Eine Schule, wo sie wirklich etwas lernen würden! Die Uniformen und Bücher sind zu teuer, die monatlichen Gebühren zu hoch, etwa 40 bis 60 Euro im Monat. Das ist nämlich das, was die Familien unserer Schulkinder in einem Monat verdienen – wie könnten sie ihr Kind an eine solche Schule schicken?

Noch höher ist das, was nicht in der offiziellen Broschüre steht: die inoffizielle Aufnahmegebühr, eine Spende an die Schule, ein Bestechungsgeld, das sicherstellt, dass dein Kind durch den Aufnahmevorgang kommt und zu dieser Schule gehen darf. 500 bis 600 Euro ist ein normaler Betrag, der da erwartet wird. Und wenn du dein liebst und es dir leisten kannst, beschließt du wahrscheinlich, dich dem zu fügen.

Ohne eine bedeutsame ‘Spende’ an die Schule zu machen hat man keine Chance, sein Kind an eine der guten Schulen zu schicken. Jeder, der einen Platz will, muss diese Spende geben – und die korrupte Verwaltung der Schule achtet darauf, dass die Spende in die richtigen Hände fällt.

Bücher dürfen nur von dieser Schule gekauft werden – die natürlich mit jedem Buch, das sie verkaufen, etwas Geld macht. Der Stoff für ihre Uniformen ist nur an der Schule zu bekommen – teurer, als jede andere Uniform, die man einfach so im Markt kaufen könnte.

Korruption. Geld. Geschäft. Das ist es, was mit Bildung in Indien geschieht.

Definitiv nicht der Weg, auf dem dieses Land und die nächste Generation in eine strahlende Zukunft gehen können!

Für echte Bildung zur Schule gehen – Unsere Schulkinder – 7 Feb 14

Es ist wieder einmal Freitag, der Tag, an dem ich euch ein weiteres Kind unserer Schule vorstellen möchte: den dreizehnjährigen Akhil aus der dritten Klasse.

Akhil ist der Jüngste von vier Geschwistern und der zweite Sohn der Familie. Sein älterer Bruder ging bis zur zehnten Klasse zur Schule und als er in dem Jahr durchfiel, ging er einfach nicht weiter zur Schule. Er ist ein Schulabbrecher, ein Junge, der in der Schule nicht viel mitbekommen hat und auch keinen Beruf erlernt hat. Das macht er also nun: gar nichts.

Akhils ältere Schwester jedoch ist das genaue Gegenteil. Sie ist jetzt in der elften Klasse, lernt gerne, denkt, dass sie das nächste Schuljahr mit guten Noten abschließen wird und näht dazu noch Kleidung daheim auf einer Nähmaschine. Sie näht, was auch immer die Familie braucht und nimmt auch Aufträge von Frauen in der Nachbarschaft entgegen, was ihr etwas extra Geld einbringt, um ihre Familie zu unterstützen.

Diese Unterstützung ist sehr willkommen, da der Vater der Kinder nur etwa 60 Euro im Monat Verdient. Das ist nicht das, was er mal zu verdienen hoffte, als er als junger Mann an der Universität seinen Bachelor of Education machte. Ja, er ist gebildet, aber er konnte keine längere Arbeitsstelle an einer Schule finden, die ihm genug zahlen würde, um seine Familie finanziell über Wasser zu halten. Deshalb ist er nun Lagermeister in einer wohltätigen Organisation vor Ort.

Da er selbst Pädagoge ist und auch Geld für die Bildung seiner Töchter ausgibt, könnte man meinen, dass dieser Mann weiß, wie wichtig Bildung ist. Dieser Gedanke jedoch ändert sich sofort, wenn man sich die Schullaufbahn seiner jüngeren Tochter ansieht. Sie lernte einige Jahre an unserer Schule, bis sie eines Jahres nicht mehr kam. Die Eltern sagten uns, sie würde nun an eine andere Schule gehen. Sie hatte unsere Schule nach der zweiten Klasse verlassen und als wir sie nun fragten, sagte sie uns, sie sei an ihrer neuen Schule in der 7. Klasse! Ihr Vater hatte mit dem Lehrer einer anderen Schule eine Abmachung getroffen und dieser hatte dem Mädchen ein Zeugnis ausgestellt, laut dem sie die 5. Klasse beendet hatte – obwohl sie dort nie zur Schule gegangen war. So ist sie nun in der 7. Klasse, ohne jemals in Klassen 3 bis 5 gewesen zu sein.

Akhil jedoch blieb an unserer Schule und lernt dort weiter. Die Lehrerinnen erzählen, dass er nach seinen Noten ein durchschnittlicher Schüler ist und er im Unterricht sein Bestes gibt. Sie erzählen auch, dass er bei jedem Gespräch über unterrichtsfremde Dinge der Erste ist, der etwas erzählt. Er ist sehr lebendig, spricht viel und hat viel Spaß in der Schule.

Wir helfen dieser Familie, indem wir Akhil vollkommen kostenlos unterrichten. Wenn du uns helfen willst, Kinder wie ihn zu unterstützen, kannst du das tun, indem du eine Kinderpatenschaft übernimmst oder das Essen für einen Tag spendest.