Another three-in-one Surgery for Monika – 14 Mar 16

I already started telling you yesterday that Monika has had her third surgery! It has been completed successfully and she is recovering at a guest house near the hospital in Gurgaon, a suburb of Delhi.

I had told you already in January that we were going to the hospital with her. We went and returned without having anything done, as she had got fever in the night and an infection in her respiratory system which made the anesthetist decide not to risk anything with a surgery.

So we had brought her back home and gave her time to recover. It was a persistent infection however and took long to fully heal. It was about the same time that my father’s surgery was decided when Monika was fully healthy again. The waiting list for plastic surgery is obviously fuller than the one for knee replacements and so Monika got an appointment later in the past week.

She was of course excited when she came to the hospital: the doctors were going to work on her mouth so that she would be able to open it fully again! And they wanted to work on her right eye once more, as she could still not close it completely, in spite of the past surgery in December 2014 for the same eye.

We were there when she went into the operation theatre and of course also when she returned – and we were surprised to see her bandage: it didn't only cover her right eye and her lower jaw but also went around her complete neck and upper chest! Had they worked on her neck again?

Yes, they had! In a discussion on short notice, the surgeons had decided that they would make another release cut, skin transplant and graft for her neck while they were already working on her mouth! She had grown a lot since her first surgery and one could see that it was pulling her chin down again!

So it was a three-in-one surgery and it will of course take time to recover! They released her quickly though, as they will open the bandage and change the dressing only in a few days. As before, Monika is thus staying in a guesthouse close-by together with her mother. We will go and visit on our next trip to Delhi – and I am sure we will find this brave girl eager to start the next steps of her healing process!

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Eine weitere drei-in-eins Operation für Monika – 14 Mär 16

Ich habe bereits gestern begonnen, euch von Monikas dritter Operation zu erzählen! Diese war erfolgreich und sie erholt sich in einem Gasthaus in der Nähe des Krankenhauses in Gurgaon, einem Vorort Delhis.

Ich hatte euch bereits im Januar erzählt, dass wir mit ihr ins Krankenhaus gehen. Das taten wir auch und kehrten unverrichteter Dinge wieder heim, da sie in der Nacht Fieber und eine Atemwegs-Infektion bekommen hatte, weshalb der Anästhesist beschloss, nichts mit einer Operation zu riskieren.

Wir hatten Monika also wieder nach Hause gebracht und ihr Zeit gegeben, sich zu erholen. Es war jedoch eine hartnäckige Entzündung und es dauerte lange, bis sie völlig genesen war. Schließlich war sie wieder gesund, etwa zeitgleich mit dem Beschluss der Operation meines Vaters. Die Warteliste für plastische Chirurgie ist offensichtlich länger als die für künstliche Knie und so bekam Monika einen späteren Termin in der vergangenen Woche.

Natürlich war sie aufgeregt, als wir ins Krankenhaus kamen: die Ärzte hatten vor, an ihrem Mund zu arbeiten, so dass sie ihn wieder ganz würde öffnen können! Und sie wollten noch einmal an ihrem rechten Auge arbeiten, da sie es trotz der vergangenen Operation im Dezember 2014 am gleichen Auge immer noch nicht ganz schließen konnte.

Wir waren da, als sie in den Operationssaal ging und natürlich auch, als sie zurückkehrte – und wir waren überrascht, ihren Verband zu sehen: er ging nicht nur über ihr rechtes Auge und ihren unteren Kiefer, sondern auch um ihren ganzen Hals und Brustkorb. Hatten sie etwa wieder an ihrem Hals gearbeitet?

Ja, das hatten sie! In einer Besprechung kurz vor der OP hatten die Chirurgen kurzfristig beschlossen, dass sie einen weiteren Schnitt am Hals und eine weitere Hauttransplantation hierfür machen würden, wenn sie ja schon an ihrem Mund arbeiteten! Sie war seit ihrer ersten Operation sehr gewachsen und man konnte sehen, dass die Haut ihr Kinn wieder runterzog!

Es war also eine drei-in-eins-Operation und natürlich wird es etwas dauern, bis sie sich erholt hat! Sie haben sie jedoch schnell entlassen, da sie den Verband erst in ein paar Tagen wechseln wollen. Wie zuvor wohnt Monika also zusammen mit ihrer Mutter in einem Gasthaus in der Nähe. Wir werden sie auf unserer nächsten Fahrt nach Delhi besuchen – und ich bin mir sicher, dass das tapfere Mädchen dort darauf brennt, die nächsten Schritte zu ihrer Genesung zu machen.

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How Monika’s Surgery was postponed – and we can only accept it as it is – 25 Jan 16

Today I am writing to you from a hotel room in Gurgaon. How come? We came here yesterday, after having admitted Monika to the hospital. I actually intended to send you today the message that her surgery was successfully completed. Unfortunately I cannot – but not because there were complications during the surgery but because it didn’t take place! Monika had fever in night, coughed and showed all signs of a big cold. The doctors decided that they could not operate on her today.

I told you last week that we were getting ready for the surgery, making plans with the doctors and so on. We had then placed the date of the surgery right before Ramona and my flight to Eastern India, so that we would already be in Delhi. That was cancelled first, as I told you yesterday, and now the surgery was cancelled as well. In fact, the whole journey to Delhi did actually not make sense but you know what? I don’t really mind.

I do mind those delays by people who don’t keep their word and I don’t like having to change my plans due to them being unreliable. In cases like Monika’s however, I am very flexible. When we were at the pre-surgery consultation last week, Monika had a slight cough and the doctor prescribed medicine against it. Reema, Monika’s mother had also told me that the cough was fine by now. Yesterday evening however, maybe due to her nervousness or a new virus or something, the coughing got worse and she had fever. In the late evening, I got a call by Reema that the doctors had decided to postpone the surgery.

Well, that’s how I went to the hospital this morning, not to take Monika to the Operation Theatre but to take care of the discharge papers and formalities. The anesthetist explained that he could not take the risk to go in a surgery with a chest infection and the immune system being down. He would like her to get completely and 100% fine before she goes into surgery. We thus talked about coming back in about a month, when it won’t be as cold anymore here either!

So even if we could have skipped the complete trip to Delhi, we decided to just accept things as they are and have fun as we go along with it!

Wie Monikas Operation verschoben wurde – und wir das einfach nur so akzeptieren können – 25 Jan 16

Heute schreibe ich euch aus einem Hotelzimmer in Gurgaon. Wie kommt das? Gestern kamen wir her, nachdem wir Monika ins Krankenhaus eingeliefert hatten. Ich hatte eigentlich vor, euch heute zu schreiben, dass ihre Operation erfolgreich war. Leider kann ich das nicht – aber nicht, weil es während der Operation zu Komplikationen kam, sondern, weil sie nicht stattfand! Monika hat gestern Fieber und Husten bekommen und zeigte alle Anzeichen einer richtigen Erkältung. Da beschlossen die Ärzte, dass sie sie heute nicht operieren würden.

Letzte Woche habe ich euch geschrieben, dass wir uns auf die Operation vorbereiten, mit den Ärzten planen und so weiter. Wir hatten das Datum der Operation dann direkt vor Ramonas und meinen Flug nach Ostindien gelegt, so dass wir dann bereits in Delhi wären. Diese Reise wurde ja als Erstes abgesagt, wie ich euch gestern erzählt habe, und jetzt wurde die Operation auch noch abgeblasen. Damit hat eigentlich die ganze Reise nach Delhi keinen Sinn gemacht, aber wisst ihr was? Das macht mir eigentlich nicht wirklich viel aus.

Es macht mir sehr wohl etwas aus, wenn jemand sein Versprechen nicht hält und ich ändere meine Pläne nicht gerne, nur weil jemand unzuverlässig ist. In Fällen wie Monikas jedoch bin ich sehr flexibel. Als wir letzte Woche bei der Untersuchung vor der Operation warne, hatte Monika einen leichten Husten und der Arzt gab ihr bereits Medikamente dagegen. Reema, Monikas Mutter hatte mir auch gesagt, dass der Husten nun schon ausgeheilt war. Doch gestern haben wurde der Husten schlimmer, vielleicht aufgrund ihrer Nervosität, einem neuen Virus oder ähnlichem und so bekam sie dazu noch Fieber. Am späten Abend rief Reema mich an, um mir zu sagen, dass die Ärzte beschlossen hatten, die OP zu verschieben.

Tja, und so ging ich heute früh ins Krankenhaus, nicht um Monika in den Operationssaal zu schicken, sondern um mich um die Papiere und Formalitäten zu kümmern. Der Anästhesist erklärte, dass er das Risiko nicht eingehen könnte, sie mit einer Entzündung oder Reizung in den Atemwegen sowie geschwächtem Immunsystem in eine Operation zu schicken. Er möchte, dass sie vollständig und zu 100% gesund ist, bevor sie in die Operation geht. Wir besprachen auch, dass wir in etwa einem Monat erst wiederkommen würden, wenn es dann auch nicht mehr so kalt ist!

Also selbst wenn wir die ganze Reise nach Delhi hätten sein lassen können, beschlossen wir, die Dinge einfach so zu akzeptieren, wie sie sind und unseren Spaß dabei zu haben!

Monika is ready for her last big Surgery – 19 Jan 16

I am sure you remember a special girl from our school whom we are particularly caring about: Monika. Those of you who do not know her can read my first blog entry about her situation here. She has had a terrible accident with a kerosene stove in May 2014 which left her with severe burns on her face, chest, arms and hands.

When she returned to school in December, we got to know what happened and saw how these burns had limited her physical activity: she could not close her eyelids, move her neck, lift her right arm or open her mouth completely. We knew immediately that we needed to help and now, after two surgeries, she can turn her head freely again, raise her arm and close both eyes nearly completely again.

Her situation has improved so much with the help of modern medicine – and in a few days we are about to take the next step: Monika’s third and last big surgery is ahead of us.

I have been with Monika and her mother to the hospital yesterday to have her pre-surgery examinations. This will be the last big surgery for working on the functionality of her body. This time, the doctors will operate her mouth, which right now only opens about two fingers wide due to the burnt skin contracting and scarring so much, making it impossible to stretch wider. Additionally, they will once more work on her right eye, as it does not close completely yet, even after her previous surgery. They will make release cuts and grafts around the lips so that she can open her mouth properly and one more time at her right eye for it to close properly.

Due to the mouth surgery, the doctor said they would need to stop the movement of her mouth completely for some days and she would need to be fed by a tube. That’s how she will probably have to stay in the hospital for longer this time, for up to ten days. Afterwards, just like before, she will have to stay close-by the hospital so that she can regularly go there for changes of the dressing.

Of course, Monika is nervous once more about her surgery. This time, it seems especially much because she won’t be able to use her mouth for several days. At the same time however, she is looking forward to being able to eat properly again!

We, too, try to encourage her by showing her the positive side: this will be the last of her big surgeries with such a long stay at the hospital! After that, the doctors will work on the skin in her face, trying to make it smooth and bringing back some of its original colour.

For now, however, we are focusing on the task ahead and are positive that it will all go well. I will keep you updated here – and as usual, we are always happy about your support for our work! Thank you for all your good wishes and help from around the world!

Monika ist bereit für ihre letzte große Operation – 19 Jan 16

मोनिका

Bestimmt erinnert ihr euch an ein gewisses Mädchen unserer Schule, um die wir uns ganz besonders kümmern: Monika. Diejenigen von euch, die sie noch nicht kennen, können hier meinen ersten Blogeintrag über sie lesen. Sie hatte im Mai 2014 einen schrecklichen Unfall mit einem Petroleum-Herd, von dem sie schwere Verbrennungen auf Gesicht, Brust, Armen und Händen davongetragen hat.

Als sie im Dezember zur Schule zurückkehrte, erfuhren wir, was geschehen war und sahen, wie diese Verbrennungen ihre körperliche Aktivität einschränkten: sie konnte ihre Augenlider nicht schließen, ihren Nacken nicht bewegen, ihren rechen Arm nicht anheben noch ihren Mund ganz öffnen. Wir wussten sofort, dass wir helfen mussten und jetzt, nach zwei Operationen, kann sie ihren Kopf wieder frei bewegen, ihren Arm anheben und beide Augen fast wieder ganz schließen.

Ihre Situation hat sich mit Hilfe moderner Medizin so verbessert – und in einigen Tagen kommt der nächste Schritt: Monikas dritte und letzte große Operation steht an.

Gestern war ich mit Monika und ihrer Mutter im Krankenhaus für die Untersuchungen vor ihrer Operation. Das wird die letzte große Operation, die an der Funktionalität des Körpers arbeitet. Dieses Mal werden die Ärzte an ihrem Mund arbeiten, welchen sie jetzt gerade nur etwa zwei Finger weit öffnen kann, weil die verbrannte und vernarbte Haut rund um ihren Mund so eng ist, dass es unmöglich ist, sie weiter zu dehnen. Dazu werden sie noch einmal an ihrem rechten Auge operieren, da es sich noch nicht völlig schließt, selbst nach ihrer letzten Operation. Sie machen Einschnitte, um die Haut zu entspannen und transplantieren Haut, so dass sie ihren Mund ordentlich öffnen kann. Das Gleiche wird auch an ihrem rechten Auge geschehen, damit sie es dann schließen kann.

Aufgrund der Operation am Mund sagte der Arzt, er müsse die Bewegung des Mundes für einige Tage vollständig anhalten und sie müsse durch ein Rohr gefüttert werden. Deshalb wird sie dieses Mal wahrscheinlich etwas länger im Krankenhaus bleiben müssen, bis zu zehn Tage. Danach muss sie, genau wie zuvor, in der Nähe des Krankenhauses in einem Gasthaus unterkommen, so dass sie regelmäßig die Verbände wechseln lassen kann.

Natürlich ist Monika wieder nervös wegen der Operation. Dieses Mal erscheint es ihr besonders viel, weil sie ihren Mund mehrere Tage lang nicht bewegen können wird. Gleichzeitig jedoch freut sie sich darauf, wieder ordentlich essen zu können!

Wir versuchen auch, sie zu ermutigen, indem wir ihr das Positive aufzeigen: das wird ihre letzte große Operation mit so langem Aufenthalt im Krankenhaus! Danach werden die Ärzte an der Haut in ihrem Gesicht arbeiten um zu versuchen, sie zu glätten und die Gesichtsfarbe zu vereinheitlichen.

Doch für jetzt konzentrieren wir uns auf die Aufgabe vor uns und sind positiv, dass alles gut laufen wird. Ich werde euch hier auf dem Laufenden halten – und wie gewöhnlich freuen wir uns über eure Unterstützung für unsere Arbeit! Danke für all eure guten Wünsche und Hilfe von der ganzen Welt!

Monika joined School after a successful second Surgery – 3 Jul 15

Today I would like to use my Friday’s blog entry for telling you how Monika is doing.

I had told you when she went into her second surgery and also that it had been successful. Today she joined our school again after approximately five weeks of recovery.

As I already told you, the surgery was completed successfully and without problems. In fact, it covered even more than planned! Monika’s left eye was operated, as she could not completely close it, her right arm, which she could not lift completely and the doctors patched an area on her chest as well. She thus had three big bandages: one around the head, over her eye, another around the chest, covering her arm and tightly bringing it into an upward position and a third one around her thigh, from where the doctors had taken skin to make the grafts on eye, arm and chest.

After we had spent the first days after the surgery with her, we went back home to Vrindavan while she was recovering in the hospital. When we came back to the hospital one week later, we picked up Monika’s grandmother and younger sister Vanshika on the way. Just as we had done in December after her first surgery, we transferred Monika from the hospital to a guest house nearby, so that she could go to get her dressings changed every second day. This time, her grandmother and younger sister decided to stay while her mother came back home to Vrindavan so that she could go to work.

They spent a good time together, a kind of holiday in an air-conditioned room in Delhi while the heat wave rushed over Vrindavan. In those hot days, we were happy that Monika was not in Vrindavan, as the heat is always difficult for her.

We picked her up after three more weeks in the guest house and brought her home – in good spirits and feeling already much better! A few days later, a package for Monika arrived at the Ashram: a tight jacket and a support for her head, both meant to support her burnt skin and grafts, preventing them from tightening themselves. She will have to wear those 24 hours now for approximately six months.

Of course, there is still a long way ahead for her and us. There will be one major surgery and several laser treatments in near future and in a few years the doctors will have to do cuts and grafts at the same places again, ensuring that the growing body keeps its functionality.

Right now however, Monika is just happy that the second step is over. So much has been achieved already! She can close both eyes completely, she can move her neck up and down as well as left and right and she can lift her arm up completely now! The swelling in her face and whole upper body has gone back. Isn’t it great how medicine can help?!

Monika has returned to our school where she will repeat the fifth class, of which she missed the first half last year due to her accident. Together with her, her younger sister comes to school now as well.

Another step has been completed! We thank everyone who has helped us along the way to give this girl and her family the support they needed – be it for her surgeries, the extended stay in Delhi or her education and future! We know we will help Monika on her future way – and hope you will, too!

Monika kommt nach einer erfolgreichen zweiten Operation wieder zur Schule – 3 Jul 15

Heute möchte ich gerne meinen freitäglichen Blogeintrag darauf verwenden, euch von Monika zu berichten.

Ich hatte euch erzählt, als sie in ihre zweite Operation ging und auch, dass diese erfolgreich war. Heute ist sie nach etwa fünf Wochen Erholungszeit wieder in unsere Schule gekommen.

Wie ich euch bereits gesagt habe, war die Operation erfolgreich und ist ohne Zwischenfälle über die Bühne gegangen. In der Tat wurde mehr getan, als eigentlich geplant war! Monikas linkes Auge wurde operiert, da sie es nicht völlig schließen konnte, ihr rechter Arm, den sie nicht ganz anheben konnte und dazu arbeiteten die Ärzte an einer Stelle an ihrer Brust. Sie hatte also drei dicke Verbände: einen um ihren Kopf, über ihr Auge, einen weiteren um den Brustkorb und bis zu ihrem Arm, der dadurch in eine nach oben gerichtete Position gebracht wurde, und schließlich noch um ihren Oberschenkel, von wo die Ärzte Haut genommen hatten, um diese an Auge, Arm und Brustkorb zu transplantieren.

Nachdem wir die ersten Tage nach der Operation mit ihr verbracht haben, kamen wir nach Vrindavan zurück, während sie sich im Krankenhaus erholte. Als wir eine Woche später wieder ins Krankenhaus kamen, holten wir Monikas Großmutter und kleine Schwester Vanshika auf dem Weg ab und nahmen sie mit. Genau, wie wir es im Dezember nach ihrer ersten Operation getan hatten, brachten wir Monika vom Krankenhaus in ein Gasthaus in der Nähe, so dass sie jeden zweiten Tag ihre Verbände wechseln lassen konnte. Dieses Mal blieben ihre Großmutter und kleine Schwester bei ihr, während ihre Mutter nach Vrindavan zurückkam, so dass sie wieder zur Arbeit gehen konnte.

Sie verbrachten eine schöne Zeit miteinander, eine Art Urlaub in einem klimatisierten Zimmer in Delhi, während eine Hitzewelle über Vrindavan hinwegfegte. In diesen heißen Tagen freuten wir uns, dass Monika nicht in Vrindavan war, da die Hitze für sie immer schwierig war.

Wir holten sie nach drei weiteren Wochen aus dem Gasthaus ab und brachten sie nach Hause – gut gelaunt und auch körperlich schon in viel besserem Zustand! Nach ein paar Tagen kam ein Paket für Monika im Ashram an: eine enge Jacke und eine Stütze für den Kopf, beides dafür, ihre verbrannte Haut und die transplantierten Hautstellen zu unterstützen und davon abzuhalten, dass sie sich wieder zusammenziehen. Sie wird diese nun etwa sechs Monate lang 24 Stunden am Tag tragen.

Natürlich liegt noch ein langer Weg vor ihr und vor uns. In der nahen Zukunft liegt noch eine weitere große Operation und mehrere Laser-Behandlungen und in ein paar Jahren werden die Ärzte noch einmal Einschnitte und Hauttransplantationen machen müssen, um sicherzustellen, dass der Körper seine Funktionalität beibehält.

Jetzt gerade jedoch ist Monika einfach nur glücklich darüber, dass der zweite Schritt vorbei ist. So viel ist bereits geschafft! Sie kann beide Augen völlig schließen, sie kann ihren Hals hoch und runter sowie nach links und rechts bewegen und ihren Arm kann sie jetzt ganz nach oben heben! Die Schwellung in ihrem Gesicht und dem ganzen Oberkörper ist zurückgegangen. Ist es nicht großartig, wie Medizin heutzutage helfen kann?!

Monika ist nun wieder zur Schule zurückgekehrt, wo sie die fünfte Klasse wiederholen wird, von der sie wegen ihrem Unfall das erste halbe Jahr verpasst hat. Zusammen mit ihr kommt nun auch ihre jüngere Schwester zur Schule.

Ein weiterer Schritt ist geschafft! Wir danken allen, die uns auf dem Weg bis hierhin geholfen haben, diesem Mädchen und ihrer Familie die Unterstützung zu geben, die sie brauchen – sei es für ihre Operationen, den verlängerten Aufenthalt in Delhi oder ihre Bildung und Zukunft! Wir wissen, wir werden Monika auch in Zukunft unterstützen – und hoffen, dass ihr uns dabei helft!

Monika und ihre Bettnachbarin im Krankenhaus – eine andere Perspektive zum Glücklich-Sein – 27 Mai 15

Als wir mit Monika im Krankenhaus waren, lernten wir auch ihre Bettnachbarin ein wenig kennen, ein 15-Jahre altes Mädchen aus Malawi, das mit seiner Mutter für insgesamt zwei Monate nach Indien gekommen ist, um zwei künstliche Herzklappen einsetzen zu lassen. Während die zwei Mädchen miteinander redeten, musste ich an die unterschiedlichen Gründe denken, aus denen sie im Krankenhaus waren und was für Gefühle sie wohl haben, wenn sie an die medizinischen Schwierigkeiten des jeweils anderen denken. Und was wir, die ‚gesunden‘ Leute fühlen sollten, wenn wir sie sehen.

Beide Mädchen leiden bereits eine ganze Weile unter ihrem Problem, das auch ihren Familien Kummer bereitet. Beide hatten ihre Operation im gleichen Krankenhaus. Eine von ihnen hat für das gute Können und medizinische Erfahrung Kontinente überflogen, die andere hat die Grenze dessen überschritten, was für sie selbst finanziell möglich war. Beide Operationen waren erfolgreich, aber beide Mädchen werden Zeit brauchen, um sich gänzlich zu erholen.

Wer ist schlechter dran, wer besser?

Ich kann mir nur vorstellen, was im Kopf der jungen Afrikanerin vor sich geht, wenn sie Monika sieht, wie sie da mit ihren großen Verbänden daliegt, der sichtbare Teil ihres Gesichtes völlig vernarbt. Mitgefühl, vielleicht Mitleid? Sie denkt vielleicht ‚Ich mag ja zwei große Narben haben, aber zumindest kann die niemand sehen!‘ Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie über ihre eigene, unversehrte Haut froh ist.

Monika, andererseits, sieht sich dieses Mädchen an, das da an ihrer Bettseite steht und sieht, wie diese plötzlich eine Hand an ihren Brustkorb legt. Nur für eine Sekunde sieht man Schmerz im Gesicht des Mädchens aufblitzen, dann ist der Ausdruck wieder weg. Es ist nur die Wunde, die sie schmerzt, aber man kann sich die Angst vorstellen, die solche Schmerzen bringen, wenn man weiß, dass sich das Herz nicht in seinem originalen und gesunden Zustand befindet! Es kann jederzeit einfach zu schlagen aufhören und die künstlichen Teile, die nun in ihr sind, können versagen. ‚Zumindest sind meine Verletzungen nur außerhalb!‘ denkt Ramona vielleicht. Nicht schön anzusehen, aber zumindest bringen sie mich nicht in Lebensgefahr!

Beiden Mädchen wird es bald wieder besser gehen, sie werden spielen und sich am Leben freuen – denn das ist es, was Kinder machen, egal, was passiert. Beide sind schön, trotz ihrer Narben, groß und klein. Sie sehen einander an und vergleichen ihre Verletzungen. Doch was sehen, denken und fühlen wir, wenn wir sie uns ansehen?

Mitgefühl ist gut. Es kann jemandem wie Monika helfen, die nie eine Behandlung bekommen hätte, wären da nicht mitfühlende Menschen um sie herum und auf dem ganzen Erdball!

Neben diesem Mitgefühl, fühlst du bestimmt auch so etwas wie Erleichterung und Dankbarkeit. Froh darüber, dass du unversehrt bist und die Erkenntnis, dass deine eigenen Probleme eigentlich winzig und unwichtig sind, wenn man sie mit dem vergleicht, was diese zwei Teenager durchmachen!

Ich glaube, wir sollten uns hin und wieder auf dieses Gefühl konzentrieren: egal, in welcher Situation du dich befindest und über was du dich beklagst, irgendwo auf dieser Welt gibt es jemanden, der es schlechter hat als du, damit aber besser umgeht! Ja, jemand, der glücklich ist, weil er weiß, dass man das Leben schätzen muss! Du bist deprimiert, weil du nicht deine Traumfigur hast, fühlst dich hässlich, weil du Haare verlierst, deine Brüste zu klein oder zu groß sind oder deine Muskeln nicht in Form. Du bist wegen so vieler kleiner Dinge im Leben unglücklich. Sieh doch das große Bild und erkenne, dass du glücklich sein kannst mit dem, was du hast und wer du bist!

Monika and her Roommate in Hospital – different Perspectives on Happiness – 27 May 15

When we were in hospital with Monika, we got to know her bed neighbor a bit, a 15-year-old girl from Malawi who came to India with her mother for altogether two months in order to have two of her heart’s valves replaced. While the two girls were talking with each other, I had to think of their different reasons for being in hospital and what they might feel for themselves when considering the other one’s medical problems. And what we, ‘healthy’ people should feel when seeing them.

Both girls have suffered from their issue for quite a while, causing their families grief. Both have had their surgery in the same hospital, one having flown across countries for the good service and medical experience, the other one having crossed the border of what was financially possible for herself. Both surgeries were successful but both girls will take time to recover completely.

Who is worse off? Who is better off?

I can only imagine what goes through the young African girl’s mind when seeing Monika, lying there with her big bandages, the visible part of her face in scars. Compassion, maybe pity? She might think ‘I may have two big scars but at least nobody can see them!’ I am quite sure that she is glad to be in her own, unburnt skin.

Monika on the other hand looks at this girl standing at the side of her bed and then sees her suddenly raise a hand to her chest. Pain is visible in the girl’s face for just a second, then it subsides. It is only the wound that hurts but one can imagine the fear that such a pain brings, knowing that the heart is not in its original and healthy state! Anytime it can stop beating and the artificial parts that are now in there may fail. ‘At least my injuries are just on the outside!’ Monika may think. Not beautiful to look at but no danger for life!

Both girls will be alright, playing soon again and enjoying life – because that’s what children do, no matter what. Both are beautiful, in spite of the scars, big and small. They look at each other and compare their injuries. What do we see, think and feel when we look at them?

Compassion is good. It can help someone like Monika who would never have got this treatment were it not for the support of compassionate people around her and around the globe!

With this compassion, you will most certainly feel something like relief and thankfulness. Happiness that you are unscarred and the realization that your own problems are actually tiny, unimportant, compared to what these two teenagers are going through!

I think we should focus on this feeling from time to time: it doesn't matter what situation you are in, what you are used to complain about, there is someone who has it worse than you but copes better! Yes, someone who is happier because he knows how to appreciate life! You are down because you don't have your dream figure, you feel ugly because you are losing hair, your breasts are too small or too big or your muscles not in shape. You are unhappy because of small things in life. See the big picture and realize that you can be happy for what you have and who you are!