Wie Monikas Operation verschoben wurde – und wir das einfach nur so akzeptieren können – 25 Jan 16

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Heute schreibe ich euch aus einem Hotelzimmer in Gurgaon. Wie kommt das? Gestern kamen wir her, nachdem wir Monika ins Krankenhaus eingeliefert hatten. Ich hatte eigentlich vor, euch heute zu schreiben, dass ihre Operation erfolgreich war. Leider kann ich das nicht – aber nicht, weil es während der Operation zu Komplikationen kam, sondern, weil sie nicht stattfand! Monika hat gestern Fieber und Husten bekommen und zeigte alle Anzeichen einer richtigen Erkältung. Da beschlossen die Ärzte, dass sie sie heute nicht operieren würden.

Letzte Woche habe ich euch geschrieben, dass wir uns auf die Operation vorbereiten, mit den Ärzten planen und so weiter. Wir hatten das Datum der Operation dann direkt vor Ramonas und meinen Flug nach Ostindien gelegt, so dass wir dann bereits in Delhi wären. Diese Reise wurde ja als Erstes abgesagt, wie ich euch gestern erzählt habe, und jetzt wurde die Operation auch noch abgeblasen. Damit hat eigentlich die ganze Reise nach Delhi keinen Sinn gemacht, aber wisst ihr was? Das macht mir eigentlich nicht wirklich viel aus.

Es macht mir sehr wohl etwas aus, wenn jemand sein Versprechen nicht hält und ich ändere meine Pläne nicht gerne, nur weil jemand unzuverlässig ist. In Fällen wie Monikas jedoch bin ich sehr flexibel. Als wir letzte Woche bei der Untersuchung vor der Operation warne, hatte Monika einen leichten Husten und der Arzt gab ihr bereits Medikamente dagegen. Reema, Monikas Mutter hatte mir auch gesagt, dass der Husten nun schon ausgeheilt war. Doch gestern haben wurde der Husten schlimmer, vielleicht aufgrund ihrer Nervosität, einem neuen Virus oder ähnlichem und so bekam sie dazu noch Fieber. Am späten Abend rief Reema mich an, um mir zu sagen, dass die Ärzte beschlossen hatten, die OP zu verschieben.

Tja, und so ging ich heute früh ins Krankenhaus, nicht um Monika in den Operationssaal zu schicken, sondern um mich um die Papiere und Formalitäten zu kümmern. Der Anästhesist erklärte, dass er das Risiko nicht eingehen könnte, sie mit einer Entzündung oder Reizung in den Atemwegen sowie geschwächtem Immunsystem in eine Operation zu schicken. Er möchte, dass sie vollständig und zu 100% gesund ist, bevor sie in die Operation geht. Wir besprachen auch, dass wir in etwa einem Monat erst wiederkommen würden, wenn es dann auch nicht mehr so kalt ist!

Also selbst wenn wir die ganze Reise nach Delhi hätten sein lassen können, beschlossen wir, die Dinge einfach so zu akzeptieren, wie sie sind und unseren Spaß dabei zu haben!

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