Teenagers bieten Sex gegen Geld? Sieh dir ihre Umgebung an! – 9 Apr 15

Ich habe also über Leute gesprochen, die ihren Partner betrügen und auch einige lustige Geschichten erzählt. Ich habe erwähnt, wie das mit dem indischen System arrangierter Ehen und dem großen Tabu, dass aus dem Thema Sex gemacht wird, zusammenhängt. Natürlich ist das auch mit ein Grund, warum solche Geschichten lustig sind – aber der ganze Spaß hört auf, wenn man ein weiteres Ergebnis dieser Unterdrückung sieht: wenn junge Mädchen anfangen, gegen Geld Sex zu haben und das manchmal richtig viel.

Leider geschieht das wirklich und während wir davon hören, gibt es niemanden, der das offen zugibt. Alle sprechen über dritte Personen, aber eine direkte Frage ergibt immer ein Kopfschütteln. Natürlich – es ist eine Art Prostitution und jeder weiß, dass es nicht richtig ist. Trotzdem findet es statt und das nicht zu selten.

Das sind Mädchen von Familien, die nicht viel Geld haben, die aber auch nicht wirklich arm sind. Sie sind aus der unteren Mittelschicht zum Beispiel, oder auch aus der oberen Unterschicht. Ich spreche nicht von denen, die von irgendwoher irgendwie Geld brauchen, um etwas essen zu können. Nein, ich spreche von den Mädchen, die sich aussuchen, mit wem sie gegen Geld schlafen, nicht weil sie davon abhängen, sondern einfach nur, weil es ihnen etwas mehr Geld bringt, als sie normalerweise haben würden!

Wenn ihr mich fragt, wie sie begonnen haben, diesen Weg zu nehmen, was die Gründe für solche Prostitution sein könnten, muss ich euch einfach sagen, was ich glaube: die Atmosphäre bei ihnen zu Hause. Ich denke, der wichtigste Teil ist das Aufziehen der Kinder, welches zu dem führt, was sie in ihrem Teenager- und Erwachsenenleben tun.

Ich denke auch, dass Kinder das tun, was sie sehen und wenn sie erfahren, dass beide ihrer Eltern mehrere Sexpartner haben, glauben sie nicht, dass da irgendetwas daran falsch ist! Sie sehen, wie Männer und Frauen kommen und gehen. Würden sie sehen, dass ihre Eltern in Liebe vereint sind, würden sie sich das auch für sich selbst wünschen!

Und wenn einer oder zwei im Haus bereits ihre sexuellen Beziehungen verstecken, ist es für einen Dritten nicht so schwierig, das Gleiche zu tun! Das war der Fall mit der Tochter des Paares, von dem ich euch bereits erzählt habe.

Dazu kommt, dass die Atmosphäre und die Leute in der Umgebung bereits der Art sind, die solches Verhalten noch ermutigen! Ein junges Mädchen, dreizehn Jahre alt, kennt den Wert von Geld und hat leider einen Geist, der noch leicht manipuliert werden kann. Sie hat selbst nicht viel und hätte liebend gerne mehr – warum also nicht das tun, was ihre Mutter und ihr Vater tun und damit noch etwas Geld verdienen?

Dann ist da noch die Anziehungskraft, die alles Sexuelle sowieso auf Teenager hat! Ihr Körper entwickelt sich, sie haben Gefühle und Verlangen! Das ist einfach nur natürlich und man kann ihnen dafür keine Vorwürfe machen! Statt jedoch jemanden zu haben, der ihnen dazu etwas erklärt, haben sie eine Umgebung, die einerseits Sex zum Tabu macht und ihnen andererseits mehrere Männer präsentiert, die dafür gerne zahlen würden!

Zusammen mit einem Mangel an Beaufsichtigung durch die Eltern ist das Ergebnis etwas, was wir oft sehen können: junge Mädchen, die aus dem Nirgendwo Geld zu bekommen scheinen, während sie hin und wieder mit unterschiedlichen Männern jeden Alters gesehen werden.

Also bitte, liebe Eltern, denkt darüber nach, was ihr da tut! Ihr tut das nicht nur euch und eurer Beziehung an, sondern auch der nächsten Generation!

Teenagers having Sex for Money? Look at their surrounding! – 9 Apr 15

So I have been writing about people who cheat on their partners and told some funny stories as well. I mentioned how it is about India’s system of arranged marriage and the big taboo that is created around sex. Of course this is also a reason why it is so funny to tell such stories – but all the fun stops when you see another result of this suppression: when young girls start having sex, sometimes really lots of it, for money.

Unfortunately this really happens and while we hear about this, there is nobody that openly admits to it. People always talk about third persons but a direct approach will always result in shaking heads. Obviously – it is a kind of prostitution and everyone knows that it is not right. Nevertheless it takes place and not too rarely.

These are girls of families that don’t have a lot of money but who are also not really very poor. They are from the lower middle class for example or also the upper lower class. I am not talking about those who need to get money from anywhere, anyhow in order to eat. No, I am talking about those girls who choose whom they would like to have sex with against money, not because they depend on it but just because it brings them some more money than they would normally have!

When you ask me how they start going down that path, what the reasons could be for this kind of prostitution, I have to tell you just what I believe: the atmosphere at home. I think the most important part is the raising and upbringing of children which leads to what they do in their teenage and adult life.

I also think that children do what they see and when they get to know that both of their parents have several sex partners, they don’t think that there is anything wrong with that! They see men coming and going or women coming and going. If they saw their parents united in love as one, they would wish this for themselves, too!

And if one or two in the house are already hiding their sexual relationships, it is not difficult for a third one to do the same! This was the case with the daughter of the couple I already told you about.

Additionally the atmosphere and people of the surrounding will already be of the kind that encourage such behavior! A young girl, thirteen years old, knows about the value of money and unfortunately has a mind that can be easily manipulated as well. She doesn’t have much on her own and would love to have more – so why not do what her mother and father are doing as well and earn some more money?

Then there is the attraction that a teenager has to anything sexual anyway! Their body is developing, they have feelings, longing and desire! That is just natural and you cannot blame them for it! Instead of someone who tells them about it though, they have a surrounding that on one hand makes sex a taboo and on the other hand shows them several men who would offer to pay for it!

Combined with a lack of care and supervision by parents, the result is what we can often see: young girls who seem to get money from out of nowhere while being seen from time to time with different men of all ages.

So please, dear parents, think about what you are doing there! You are not only doing this to you and your relationship but also to the next generation!

Warum erwartest du, dass deine Kinder anders handeln als du? – 9 Feb 14

Letzte Woche habe ich euch von einer Mutter und ihrer Tochter erzählt, die 2006 in Australien für eine Einzelsitzung zu mir gekommen waren. Die Mutter beklagte sich praktisch, dass ihre sechzehn-jährige Tochter zu viel ausging, zu viel Alkohol trank und zu viele Jungs mit nach Hause brachte. Ihre Tochter wiederum gab mir eine ganz ernste Antwort, als ich allein mit ihr sprach: wenn meine Mutter das macht, ist es in Ordnung, aber wenn ich es tue, ist es ein Problem!

Tja, nachdem ich mir die Meinung der Tochter zu dem Thema angehört hatte, beschloss ich, dass ich auch mit der Mutter einmal alleine reden sollte. Also bat ich die Tochter rauszugehen und ihre Mutter hereinzubitten, während sie draußen warten sollte.

Ich erzählte der Mutter einfach, dass ihre Tochter nichts abgestritten hatte. Sie ging viel weg, sie betrank sich und sie schlief auch mit unterschiedlichen Jungs. Sie erwähnte jedoch auch, dass ihre Mutter genau das Gleiche tat!

Ihre Antwort war: ‘Aber sie ist noch nicht einmal 18!’

Ich fragte sie ,Wäre es für dich in Ordnung, wenn sie das zwei Jahre später machen würde, mit 18?‘ Sie dachte etwas nach und verstand schon, was ich sagen wollte, hatte jedoch noch Schwierigkeiten, das zu akzeptieren. Da sie all diese Dinge ja auch selbst machte, war das einzige Argument, das ihr noch blieb, das Alter.

Ich sagte, weißt du, das ist doch eigentlich wirklich nur eine Zahl. Sie ändert sich an einem Tag, über Nacht. An einem Tag erlaubst du es nicht und am nächsten Tag dann schon. So sieht es von Rechts wegen aus. Aber du sprichst ja hier nicht davon, was legal oder illegal ist. Dir geht es da doch um mehr!

Wenn du willst, dass deine Kinder etwas nicht tun, musst du ihnen ein Vorbild sein. Kinder hören nicht auf das Gesetz und hören nicht einmal, was du ihnen sagst. Sie sehen, was du tust und sie folgen dem Beispiel.

Sie erkannte das und sagte, sie würde ihr Bestes geben, um etwas zu verändern. Ich konnte sehen, wie schwierig es für sie war zuzugeben, dass sie ihrer Tochter ein schlechtes Beispiel gewesen war. Am Ende jedoch dankte sie mir für meine Zeit und Worte – und ich hoffe, sie haben in ihrem Leben dann auch wirklich etwas verändert!

Why do you expect your Children to act different than you? – 9 Feb 14

Last week I told you about the mother and her daughter who came for an individual session to me in Australia in 2006. The mother practically complained that her sixteen-year-old daughter was going out too much, drank too much alcohol and brought too many boys home. The daughter, in turn, gave a straight-forward answer when I talked to her alone: If my mother does it, it is fine, but if I do it, she thinks it’s a problem!

Well, after I had heard the daughter’s opinion on the issue, I decided that I needed to talk to the mother alone as well. I thus asked the daughter to go out and call her mother in while she would wait for her outside.

I simply told the mother that the daughter had not denied anything. She did go out a lot, she drank and she also slept with different boys. She did mention however that you were doing the same!

Her reply was ‘But she is not even 18!’

I asked her ‘Would it be alright with you if she did that after two years, with 18?’ She thought about it and understood what I meant but it was difficult to accept. As she was doing all of these things herself, the only argument that she had left was the age.

I said, you know, seriously that is only a number. It will change in one day, overnight. One day you won’t allow it and the next one you will. That is how it is legally. But you are not talking about what is legal or not, you are talking about more than that!

If you want your children not to do something, you have to become an example for them. Children won’t listen to the law and they don’t even hear what you are saying. They see what you are doing and they follow the example.

She realized this and said she would try her best to make a change. I could see how difficult it was for her to admit that she had been a bad example for her daughter. In the end however she thanked me for my time and words – and I hope they made a change in their lives!

Warum diese Sechzehnjährige zu viel Party macht – 2 Feb 14

Zu einer meiner Einzelsitzungen, die ich im Jahr 2006 in Australien hatte, kam eine Frau zusammen mit ihrer sechzehnjährigen Tochter. Sie wollte, dass ich ihrer Tochter helfe, nicht ihr. Die Tochter jedoch sah die Dinge da etwas anders. So entwickelte sich die ganze Geschichte:

Sie kamen herein und sahen dabei eigentlich nicht so sehr aus wie Mutter und Tochter, sondern eher wir Schwestern. Beiden trugen Make-Up, aber mit gegenteiliger Wirkung: während die Sechzehnjährige eher wie neunzehn oder zwanzig aussah, sah ihre Mutter, die bestimmt schon die 45 überschritten hatte, aus als wäre sie gerade erst 35 geworden. Ihre Kleidung tat Ähnliches: modisch und figurbetont. Ihr Gesichtsausdruck und ihre Handbewegungen jedoch ließen keinerlei Zweifel an ihrer Beziehung zueinander: die Mutter wollte ihre unwillige Tochter unbedingt zu diesem Gespräch bringen.

Sie kamen ins Zimmer und ich wusste bereits, dass ich erst einmal die Mutter ausreden lassen würde und ihre Tochter dann fragen würde, ob sie mal mit mir alleine sprechen wollte – eine überwältigende Mutter mit in einer Beratung zu haben hilft einem nicht gerade, sich zu öffnen, besonders bei Teenagern!

Die Mutter des Mädchens schilderte mir das Problem: ihre Tochter ging viel zu oft auf Partys. Auf diesen Partys trank sie zu viel Alkohol und kam dann spät in der Nacht oder in den frühen Morgenstunden erst nach Hause! Sie kam jedoch nicht immer alleine nach Hause: sie brachte auch Jungen mit, die dann über Nacht blieben! Laut ihrer Mutter war das kein passendes Verhalten für eine Sechzehnjährige! Sie hatte ernste Gespräche mit ihr geführt, sie angeschrien, versucht ihr das alles zu verbieten, doch die Tochter machte am Ende einfach das, was sie wollte und hörte nicht auf die Worte ihrer Mutter.

Ich hatte solche Probleme mit Teenagern besonders im Western schon öfter gesehen, hatte ihren Lebensstil gesehen und auch die Schwierigkeiten, die Eltern damit hatten. Genau wie ich geplant hatte, bat ich die Mutter schließlich, ihre Tochter für eine Weile mit mir allein zu lassen. Das tat sie und ich konnte mir endlich auch die Geschichte aus Sicht ihrer Tochter anhören.

Diese war sehr einfach: “Meine Mutter macht all das doch selbst! Wenn sie es tut, ist es in Ordnung und was ist da falsch dran, wenn ich dann das Gleiche mache?“

Ja, das konnte ich verstehen und da beschloss ich, dass diese junge Dame nicht diejenige war, die eine Beratung brauchte, sondern ihre Mutter.

Nächste Woche werde ich euch erzählen, was ich zu ihrer Mutter sagte.

Why this 16-Year-old Teenager parties too much – 2 Feb 14

To one of the many individual sessions that I had when I was in Australia in 2006, a woman came together with her sixteen-year-old daughter. She wanted counselling for her daughter, not for herself. The daughter however saw things a bit differently. This is how the whole story evolved:

They came in, actually looking more like sisters than mother and daughter. Both wore make-up but with opposite effects: while the teenager of sixteen years looked more like nineteen or twenty, her mother, who must have been in her late forties, looked like she had just turned 35. Their clothing had a similar effect: fashionable and accentuating their figure. Their facial expressions and gestures however left no doubt about their relation to each other: the mother was eager to get her reluctant daughter to this talk.

They entered the room and I already knew that I would first let the mother talk and then ask the daughter whether she would like to talk to me alone – an overpowering mother in a counselling session does not really help a person to open up, especially a teenager!

The girl’s mother described the problem: her daughter went out to parties far too often. On those parties she drank too much alcohol and she then came home late in the night or in the early morning hours! She didn’t always come home alone though: she also brought boys back home who then stayed overnight! According to her mother, this was no behavior fitting to a sixteen-year-old! She had had serious talks with her, shouted at her, tried to forbid her but the daughter basically just did what she wanted to do and didn’t listen to any of her mother’s words.

I had seen such problems with teenagers especially in the west, had seen their lifestyle and the difficulties that parents faced with that. Just as I had planned, I asked the mother to leave her daughter and me alone for a while. She did and I could finally hear her daughter’s version of the story.

It was very simple: “My mum does all these things herself, too! When she does it, it is fine, so when I do the same, what’s wrong with me?”

Well, yes, I saw her point and that’s when I decided that this young lady was not the one in the need of counselling but her mother.

I will tell you next week what I told her mother.

Kinder in Indien und ihr Respekt gegenüber Älteren – 25 Oct 12

Einer unserer Teilnehmer unseres Ayurveda Yoga Urlaubs, die in den letzten Wochen da war, war Lehrerin. Sie liebte unser Schulprojekt, setzte sich für eine Weile in die Schule und spielte viel mit den Schulkindern und den Kindern im Ashram. An einem Abend hatte ich ein Gespräch mit ihr und einer weiteren Teilnehmerin über unsere Kinder und hauptsächlich über Respekt.

Sie war beeindruckt, nicht nur von der Tatsache, dass wir unsere wohltätige Arbeit taten, sondern auch von den Kinder unserer Schule. Als Lehrerin in einer großen französischen Stadt sagte sie, man könnte die Kinder dort kaum mit den Kindern unserer Schule vergleichen! Hier sind die Kinder so diszipliniert, friedlich und vor allem kann man sehen, dass sie Respekt haben. Als Lehrerin sagte sie, könne sie sich nur wünschen, dass die Kinder in ihren Klassen so viel Respekt für sie hätten, wie unsere Kinder für ihre Lehrerinnen.

Ich sagte ihr, dass ich diesen Unterschied auf meinen Reisen im Westen auch bemerkt hatte. Hier in Indien lernen die Kinder, ihre Lehrer zu respektieren. Als Lehrer, jemand, von dem man lernt, der einem beibringt, wie man im Leben vorankommt und was wichtig ist, wenn man aufwächst, ist ein Idol und jemand, in dessen Augen man gut dastehen will. Man respektiert ihn oder sie, weil auch die Eltern vom Lehrer mit Respekt sprechen. Sie bringen einem bei, den Lehrer zu respektieren.

Unsere zweite Teilnehmerin, die diese Unterhaltung hörte, fügte hinzu, dass das nicht nur für Lehrer galt. Sie erwähnte, dass man bei einem Spaziergang im Garten, wenn die Kinder dort rumrennen, im Morgen, wenn sie zur Schule gehen oder am Nachmittag, wenn sie nach Hause gehen, merkt, dass sie einen mit anderen Augen ansehen. Sie grüßen, sie zeigen Respekt. Man spürt, dass sie einen Respekt für Menschen haben, die älter sind als sie, den Kinder in ihrem Heimatland, den USA, normalerweise nicht haben.

Ich habe mit meinen Freunden im Westen bereits viele Gespräche über den Respekt in indischer Kultur und westlicher Kultur geführt. Es ist wahr, man sieht bei Kindern in Indien einen Respekt, den man dort nicht findet. Natürlich stimme ich zu, dass es in Indien andere Themen und Probleme zwischen den Generationen gibt.

Einige Leute argumentieren, dass dieser REspekt bedeutet, dass Kinder ihren älteren Geschwistern, Eltern oder Verwandten nicht nahe sein können. Sie können ihnen nicht beichten, wenn sie etwas falsch gemacht haben, weil sie sie so sehr respektieren. Ich sehe das hier in Indien anders. Die Menschen sind einander sehr nahe und Kinder vertrauen ihren Eltern. Ich glaube, dass der Respekt, den sie haben, sie eher daran hindert, sehr große Fehler zu machen, die sie dann ihren Eltern beichten müssten. Aus Respekt halten sie zuvor inne, weil sie an ihre Eltern denken.

Es gibt natürlich viele Aspekte bei diesem Thema. Man muss die Umgebung eines Kindes oder Teenagers berücksichtigen, die Kultur, die Art und Weise, wie Menschen in Familie zusammenleben und sogar das Klima, das Leute nicht in ihren Häusern hält, sondern dazu bringt, mehr Zeit draußen zu verbringen, gemeinsam und da die Regeln des Umgangs miteinander zu lernen.

Was auch immer diese Auswirkung hervorruft, ich glaube, dass es richtig ist, wenn ein Teenager Respekt zeigt vor anderen, die älter sind und wir sollten versuchen, unseren Kindern das beizubringen.

Children in India and their Respect towards Elders – 25 Oct 12

One of the participants of our Ayurveda Yoga Holiday who has been here in the past weeks was a teacher. She loved our school project, sat in school for some time and played a lot with the school children as well as the children of our Ashram. One evening I had a talk with her and another participant about our children and mainly about respect.

She was impressed not only by the fact that we are doing our charity work but also by the nature of the children in our school. As a teacher in a big city in France, she said you could hardly compare children there with the children in our school! Here children were so disciplined, peaceful and most of all one could see that their respect. As a teacher she said she could only wish that the children in her classes had as much respect for her as our children had for their teachers.

I told her that I had also noticed this difference on my journeys in the west. Here in India children learn to respect their teachers. A teacher, someone from whom you learn, who will teach you how to advance in life and whatever is important when you grow up is an ideal and someone in whose eyes you want to be good. You respect him or her because your parents speak of that person with much respect, too. They teach you to respect the teacher.

Our second participant, who heard this conversation, added that this was not only true for teachers. She mentioned when you come here and walk down the way at a time when the children run around there, in the morning when they come or the afternoon when they go home from school, you can realize that they look at you with different eyes. They greet, they show respect. You can feel that they have a respect for people who are older than them that children of their age in her home country, the USA, don’t usually have.

I have had many discussions with my western friends about the question of respect in Indian culture and in western culture. It is true, you can see respect in children in India which you don’t see there. Of course I agree that there are other issues and difficulties in between generations here in India.

Some people argue that this respect means that children cannot be really close to their elder siblings, parents or relatives. They cannot tell them when they have done something wrong because they respect them. I see this differently here in India. People are very close and children trust their parents. I believe that the respect that they have rather keeps them from doing very big mistakes which they could then not confess to their parents. Due to their respect they stop before, thinking about their respect for their parents.

There are of course many aspects to this topic. You have to consider the atmosphere surrounding a child or teenager, the culture, the way how people live together in family and even the climate, because of which people don’t stay in their homes but spend more time outside, together, learning the rules of being with each other.

Whatever it is that creates this effect, I believe that it is right if a teenager shows respect in front of those who are older than him or her and we should try to teach this to our children.

Western Idea of Individualism – What is more important, your Baby or Entertainment? – 8 Feb 12

Yesterday I said that big families are wonderful for parents because then there are also other people who can take care of the child. What I do not mean however is that parents give their child to the grandparents or other relatives and then they go out and party the whole night long. This is something that I absolutely don’t understand but what I have seen happening with some children in the west.

There is the option of pumping out your breast milk and keeping it for feeding the baby later. This is a wonderful option for mothers who have difficulties breastfeeding and whose babies don’t latch properly. There are some cases in which it is good to have this possibility. I do not approve of it however when a mother takes out her milk in a bottle, gives her baby to anybody – be that relative or paid caretaker – and goes to have her own entertainment for several hours.

You go out and leave your baby for hours to get entertained? Can any movie, theater, disco or party give you better entertainment than your own baby? Would you not sit in your cinema seat or in that bar and wonder whether the babysitter really feeds the little one when it cries? Would you not be there in your mind when you feel that in your breasts the milk is getting ready again?

I know that parents in the western culture are encouraged by their surroundings to take their time for themselves, to enjoy some time only with their partner, to learn to detach from their children or even to work on their relationship. People say the child will learn early to be on its own and the parents will learn to let go.

I wonder however why any of this would be necessary? Why would you need time for you and your partner alone when you have an infant? Don’t you enjoy the time with your baby? Do you regret that you are now three instead of only two? I think nothing can be more enjoyable than being with your little one!

If you say this time out of home is necessary for working on your relationship, I have to wonder what happened to your relationship. You knew for at least seven months that you would have a baby. You had time to prepare for it. Obviously in the time after birth everything is about the baby at first and there are many things that work somehow differently than before. You have to get used to the new routine but this all is a time of joy! The one you have been waiting for so long has finally arrived here! Why would this make your relationship more difficult? Even if there are emotions regarding your partner that you had not expected to come up, just take along this feeling of love that you have for your baby and talk in love with your partner about it – for example while the baby is sleeping! For that you don’t need to go anywhere! Additionally there is no better place to talk than your own home.

And then there is this one argument that I have heard so many times and about which I again and again have to say that I cannot ever agree: the child and the parents need to learn to be apart from each other. There has to be some more distance in between them. They should not be so closely together at all times. I absolutely don’t agree!

What is wrong with being close and wanting to be with your little one? What is wrong in the child’s need for his parents? It is the western idea of individualism that makes people say such things. Children should spend time with their parents and family when they are young. They don’t get spoiled by too much love. It is impossible. In the west however people think that children need to learn to be on their own – because they have to be alone a lot later, too. They get the training of being alone, of not being too much attached to the ones they love. It starts from the very beginning with a separate baby cot for the child instead of letting the child sleep in the parents’ bed.

I believe it is every mother’s primary instinct not to leave her children, especially when they are young. Nevertheless I know that many mothers do it and I think the reason for this is that they want to do it right – they want to raise their child in a way that it can survive in the society they live in. Some women say it breaks their heart to leave their children but they think they should. They never enjoy a movie but everybody else tells them to take some time off! Whenever a woman tells me this, I say her that it is absolutely not necessary. You can make your child a fully independent individual also if you don’t go out for your own entertainment – which is not entertaining you anyway.

I think that on the contrary it has a negative effect if you do that. You can see the result in the way how teenagers in the western world treat their parents. They don’t mind to insult them and they forget every little bit of respect. They do their own thing just like their parents did their own thing. Of course there are more factors that contribute to this lack of respect but I believe this wish for individualism is one of them.

In my eyes you do it best to follow your heart and be with your child as much as possible. Time goes by so quickly – cherish each moment!

Westliche Idee des Individualismus – Was ist wichtiger, dein Baby oder deine Unterhaltung? – 8 Feb 12

Gestern sagte ich, dass Großfamilien wunderbar sind für Eltern, weil es dann auch noch andere Leute gibt, die sich um das Kind kümmern können. Was ich jedoch nicht meine ist, dass Eltern ihre Kinder den Großeltern oder anderen Verwandten in die Hand drücken sollen und dann davongehen und die ganze Nacht feiern sollen. Das ist etwas, das ich absolut nicht verstehe, was ich aber bei manchen Kindern im Westen schon gesehen habe.

Es besteht die Möglichkeit, die Muttermilch abzupumpen und sie aufzubewahren, um sie dem Kind später zu füttern. Das ist eine wundervolle Möglichkeit für Mütter mit Schwierigkeiten beim Stillen und deren Babies nicht gut trinken. Es gibt einige Situationen, in denen es gut ist, dass diese Möglichkeit besteht. Ich finde es jedoch nicht gut, wenn eine Mutter ihre Milch in eine Flasche füllt, das Baby und die Flasche jemand anderem gibt – sei das nun Verwandter oder ein bezahlter Babysitter – und mehrere Stunden lang ausgeht, um Spaß zu haben.

Du gehst aus und verlässt dein Baby stundenlang, um Unterhaltung zu finden? Kann dich irgendein Film, Theater, eine Disko oder eine Party besser unterhalten als dein eigenes Baby? Würdest du nicht in deinem Kinostuhl oder hinter der Bar sitzen und dich wundern, ob der Babysitter das Kleine auch wirklich füttert, wenn es schreit? Wärst du nicht in Gedanken dort, wenn du fühlst, dass die Milch in deinen Brüsten schon wieder bereit ist?

Ich weiß, dass Eltern von ihrer Umgebung dazu ermutigt werden, sich Zeit für sich selbst zu nehmen, etwas Zeit allein mit ihrem Partner zu verbringen, zu lernen, nicht zu sehr an ihren Kindern zu klammern oder sogar um an ihrer Beziehung zu arbeiten. Leute sagen, dass das Kind so früh lernt, selbstständig zu sein und dass die Eltern lernen loszulassen.

Ich frage mich jedoch, warum diese Dinge notwendig sein sollen? Warum solltest du Zeit allein für dich und deinen Partner brauchen? Macht dir die Zeit mit deinem Baby denn keine Freude? Bedauerst du es etwa, dass ihr jetzt zu dritt seid und nicht mehr nur zu zweit? Ich denke nichts ist schöner, als bei deinem Kleinen zu sein!

Wenn du sagst, dass diese Zeit außerhalb von zu Hause notwendig ist, um an eurer Beziehung zu arbeiten, muss ich fragen, was denn mit eurer Beziehung geschehen ist? Ihr wusstet mindestens sieben Monate zuvor, dass ihr ein Baby haben würdet. Ihr hattet Zeit, euch darauf vorzubereiten. Natürlich dreht sich in der Zeit nach der Geburt alles erst einmal um das Baby und dann gibt es viele Dinge, die erst einmal anders ablaufen als zuvor. Man muss sich an einen neuen Rhythmus gewöhnen, aber das alles geschieht doch in einer Zeit der Freude! Der Mensch, auf den ihr so lange gewartet habt, ist endlich da! Warum würde das eine Beziehung schwieriger machen? Selbst wenn da Emotionen zum Vorschein kommen, mit denen du nicht gerechnet hattest, nimm dieses Gefühl der Liebe, das du für dein Baby hast und sprich mit diesem Gefühl mit deinem Partner – zum Beispiel wenn das Baby schläft! Dafür müsst ihr nirgendwo hin! Außerdem gibt es keinen besseren Ort für ein Gespräch als euer eigenes Zuhause.

Und dann ist da noch dieses eine Argument, das ich so oft gehört habe und über das ich immer wieder sagen muss, dass ich nicht zustimme: das Kind und die Eltern müssten lernen, voneinander getrennt zu sein. Sie sollten etwas mehr Abstand voneinander haben. Sie sollten nicht nicht ganze Zeit beieinander sein. Dem stimme ich absolut nicht zu!

Was ist falsch an dem Wunsch, deinem Kleinen nahe zu sein? Was ist falsch an dem Bedürfnis des Kindes, die Eltern bei sich zu haben? Es ist die westliche Vorstellung des Individualismus, die die Leute so etwas sagen lässt. Junge Kinder sollten Zeit mit ihrem Eltern und ihrer Familie verbringen. Man kann sie mit viel Liebe nicht verziehen. Es ist unmöglich. Im Westen glauben die Leute jedoch, dass Kinder lernen müssen, alleine zu sein – weil sie auch später viel allein sein müssen. Sie bekommen Training darin, allein zu sein, nicht zu sehr an denen zu hängen, die sie lieben. Das beginnt schon sehr früh mit einem separaten Babybett für das Kind anstatt dass das Kind bei den Eltern im Bett schlafen könnte.

Ich glaube, dass es der Grundinstinkt einer jeden Mutter ist, ihre Kinder nicht zu verlassen, besonders, wenn sie sehr jung sind. Trotzdem weiß ich, dass viele Frauen es tun und für viele ist der Grund, dass sie es richtig machen wollen – sie wollen ihr Kind so großziehen, dass es in der Gesellschaft, in der sie leben überleben kann. Manche Frauen sagen, dass es ihnen das Herz bricht, ihre Kinder daheim zu lassen, aber sie denken, dass sie das tun sollten. Sie haben nie Spaß an den Filmen, die sie sich ansehen, aber alle sagen ihnen, dass sie sich etwas Zeit für sich nehmen sollten! Immer, wenn mir eine Frau das erzählt, sage ich ihr, dass es absolut nicht notwendig ist. Du kannst dein Kind zu einem völlig unabhängigen Menschen machen, auch wenn du nicht für deine eigene Unterhaltung ausgehst, die du dann ja sowieso nicht unterhaltend findest.

Ich denke im Gegenteil, dass es eine negative Auswirkung hat, wenn du das tust. Du kannst das Ergebnis daran sehen, wie Teenager im Westen ihre Eltern behandeln. Es macht ihnen nichts aus, sie zu beleidigen und sie vergessen jedes kleine bisschen Respekt. Sie machen ihr eigenes Ding, genau wie ihre Eltern ihr eigenes Ding getan haben. Natürlich gibt es da noch mehr Faktoren, die zu diesem mangelnden Respekt beitragen, aber ich glaube dieser Wunsch nach Individualität ist einer davon.

In meinen Augen ist es am Besten, wenn man seinem Herzen folgt und so viel Zeit wie möglich mit seinem Kind verbringt. Die Zeit geht so schnell vorbei – genieße jeden Augenblick!