Ängste, Depressionen oder Burnout? – Meditationshilfe von einem Atheisten und ehemaligen Guru – 15 Okt 15

Balendu

Viele Leute haben heutzutage Probleme mit Depression, Panik-Attacken und Angstzuständen, sie leiden mit dem riesigen Stress, den sie im täglichen Leben haben, unter Burnout. Ich habe viele dieser Menschen getroffen, ich habe mit vielen Zeit verbracht. Ich habe mit ihnen gesprochen und ihnen Rat gegeben. Ich habe mit ihnen meditiert und würde heute gerne einen kleinen Ratgeber für diejenigen schreiben, die sich in dieser Situation befinden. Vielleicht denkt ihr vom heutigen Blogeintrag, dass er an die Esoterik grenzt und gegen das geht, was ich hier für gewöhnlich schreibe. Ich weiß auch, dass ich einmal geschrieben habe, Meditation bedürfe keiner Führung – doch ich weiß, dass das hier vielen Leuten aktiv geholfen hat! Vielleicht hilft es ja jemandem, wenn er das heute liest.

Hier sind also ein paar Zeilen für dich, wenn du dich jemals fühlst, als würde die Welt um dich zusammenbrechen. Wenn du das Gefühl hast, nichts könnte jemals wieder gut werden.

Zunächst einmal solltest du dich beruhigen. Erst einmal der Körper – der Geist folgt. Setz dich auf einen guten Stuhl oder bequem auf den Boden, den Rücken an eine Wand gelehnt, und atme. Schließe die Augen, wenn du dich damit gut fühlst. Wenn nicht, konzentriere dich auf irgendeinen kleinen Gegenstand in deiner Nähe. Einen Knopf, eine Blume oder ein Muster auf einem Vorhang zum Beispiel. Konzentriere dich auf deine Atmung und zähle. Langsam ein auf drei, langsam aus auf fünf. Lass deinen Herzschlag langsamer werden.

Jetzt entspannen wir jeden Muskel, einen nach dem anderen. Beginne mit deinen Zehen. Denke an die Muskeln, die bis in deine Zehen führen. Gehe weiter zu deinen Füßen, Knöcheln, hoch die Beine, nimm dir Zeit. Fühle jedes Glied ganz bewusst. Wenn du irgendwo Schmerzen verspürst, registriere sie, aber bleibe mit deinen Gedanken nicht dabei hängen. Komm weiter hoch zu den Hüften und dann über Bauch und Rücken zu den Schultern. Entspanne die Muskeln dort, durch den ganzen Nacken, in die Arme und runter bis in die Finger. Bringe dir wieder jeden einzelnen Finger ins Bewusstsein – und spüre, wie die Anspannung deinen Körper verlässt.

Sobald du an diesem Punkt angekommen bist, bist du bereits recht weit und wirst merken, dass du schon viel ruhiger bist. Und jetzt mach dir einfach ein paar Dinge klar, indem du sie dir wieder deutlich ins Bewusstsein rufst:

Was auch immer geschieht, das Leben geht weiter. Du atmest, du bist am Leben.

Du bist nicht allein. Egal, wie viele deiner Freunde oder Verwandten dich im Stich gelassen haben, es gibt Menschen auf dieser Welt, die dir helfen können. Und es gibt auch Menschen, denen du wichtig bist!

Du bist stark. Du bist bis zu diesem Punkt gekommen und wirst es auch noch weiter schaffen!

Es gibt ein Licht in der Dunkelheit, die du gerade um dich herum siehst. Sobald du dich stark genug fühlst, steh auf und greife danach. Fühlst du dich immer noch allein? Rufe jemanden an, der dir helfen kann – ein Freund, Verwandter, Therapeut oder sogar eine Beratungsstelle! Wenn du Hilfe brauchst, zögere nicht, sie dir zu holen!

Vor allem solltest du nicht zurückblicken und dich nicht schuldig fühlen oder dich schämen. Es ist in Ordnung, solche Augenblicke oder Zeiten zu haben. Wir wachsen an ihnen. Wir kommen sogar noch stärker daraus hervor als wir es zuvor waren!

Anxiety, Depression or Burnout? – Meditation Guide by an Atheist and former Guru – 15 Oct 15

A lot of people nowadays have problems with depression, panic attacks and anxiety, they suffer from burnout after a huge amount of stress they have to bear in their daily life. I have met a lot of them, I have spent time with many, I have talked with and counselled them. I have meditated with them and today I would like to write a little guide for those who are in this situation. You may think of today’s blog entry that it is bordering on being esoteric and going against what I usually write here. I also know that I have once written meditation doesn’t need guidance – but I know that this has actively helped a lot of people! It may help someone to read this today.

Here are a few lines for you if you ever feel like the world is crushing down on you. If you feel like you are alone. If you feel like nothing can ever be good again.

First of all, calm down. Let’s relax the body first – the mind will follow. Sit on a good chair or comfortably on the floor, your back to a wall and breathe. Close your eyes if you feel alright with it, otherwise concentrate on any small item close to you. A button, a flower or a pattern on a curtain for example. Concentrate on your breathing and count. Three slow counts in, five slow counts out. Let your heartbeat slow down.

Now we’ll relax every muscle, one after the other. Start with your toes. Think of the muscle strings that lead until your toes. Move on to your feet, ankles, up the legs, taking your time. Feel each limb consciously. If you are in pain at any point, register it but don’t stick there with your thoughts. Move up to your hip and further up, through your belly and back until the shoulders. Relax the muscles there, through the complete neck, into the arms and down until your fingers. Again, bring awareness to each single finger – and feel how tension leaves your body.

Once you have reached this point, you are already quite far and will notice that your mind is much calmer already. Now simply realize a few things by consciously bringing them to your awareness:

Whatever happens, life will go on. You are breathing, you are alive.

You are not alone. No matter how many of your friends or relatives have let you down, there are people on this world who can help you. And there are people who care about you as well!

You are strong. You have come until this point and you will make it further.

There is a light in the darkness that you see around you. Once you feel strong enough, stand up and reach for it. Do you still feel alone? Call someone who can help you – a friend, relative, a therapist or even a hotline! If you need help, don’t hesitate to get it!

Most of all, don’t look back and don’t feel guilty or ashamed. It’s alright to have such moments or periods of time. We will grow with them. We will come out even stronger than before!

Meditation – Zum Zähmen des Geistes nicht geeignet – 13 Apr 15

Heute möchte ich über ein Thema schreiben, das ich immer für wichtig halte, egal wie oft ich darüber gesprochen oder geschrieben habe: Meditation. Meditation und die vielen verschiedenen Arten, die es gibt, die beworben werden und mit denen die Menschen sich herumkämpfen. Und da kommen wir zu meinem Hauptpunkt: Meditation sollte nie zum Kampf werden!

Es ist wahr, für viele Menschen ist es genau das: ein Kampf gegen ihren eigenen Verstand. Ihr Zweck und Grund dafür, sich auf ihre Matte zu setzen, mag ja an erster Stelle die Entspannung sein, aber die Ausführung dieses Plans funktioniert normalerweise nicht so, wie sie sollte. Der Grund dafür ist, dass sie meinen – oder von beliebten Meditationsratgebern gesagt bekommen – dass ihr Ziel sei, nicht mehr zu denken. Dass ihr Geist leer sein sollte, ohne Gedanken.

Sie jedoch setzen sich auf ihre Matte und sofort beginnt ihr Verstand, überall sonst hinzuwandern und alles andere zu tun, als bei ihnen in der Gegenwart zu sein. Sie haben tausend Gedanken, reisen im Kopf zu den entlegensten Ländern und merken dann: oh nein, ich sollte doch hier sein, auf dieser Matte und in diesem Augenblick! Sie werden wütend auf ihren Geist, frustriert mit der Tatsache, dass sie nicht in der Lage dazu sein, ihn im Augenblick zu halten und eben einfach nur unzufrieden.

Das nächste Mal, wenn sie beschließen zu meditieren, ist es, als würden sie sich zu einer Schlacht rüsten. Das Schlachtfeld ist die Yogamatte oder ihr Meditationskissen. Sie gehen gerüstet und mit gezogenen Waffen: Räucherstäbchen, beruhigende Musik und vielleicht sogar eine Anleitung, wie man atmen und meditieren sollte. Sie sind bereit zum Kampf!

Die Schlacht geht los, beide Gegner kämpfen erbittert, der Geist manchmal sogar unfair. Der Ausgang ist für gewöhnlich ein Sieg des Geistes!

So wirst du deinen Verstand nicht zähmen können. Okay, vielleicht, wenn du wirklich hart kämpfst, aber für gewöhnlich gewinnst du eine Schlacht und verlierst dann die nächsten zwei. Ich sage dir jedoch, dass es auch einen anderen, viel einfacheren Weg gibt: lass deinen Geist ziehen!

Ja, du musst nicht kämpfen! Du hast schon im täglichen Leben genug Kämpfe, weshalb du ja an erster Stelle den Wunsch hast, in Meditation deinen Geist zu entspannen! Lass ihn los und entspanne dich! Das Ziel ist, in der Gegenwart zu sein – aber nicht notwendigerweise im Schneidersitz auf einer Yogamatte!

Du kannst tun, was auch immer du möchtest, sei das auf einen Spaziergang zu gehen, zu schwimmen, zu lesen, zu malen oder sogar zu arbeiten. Tauch ein in was auch immer du tust. Tue nicht mehrere Dinge auf einmal, denk nicht an die hundert anderen Dinge, die du tun solltest, sondern gehe mit deinem ganzen Sein in die Handlung. Wenn du malst, denk an die Farben, wenn du spazierst, rieche, atme, sei im Körper. Wenn du arbeitest, tauche in deine Arbeit ein! Das ist wahre Meditation – wenn du dir dessen bewusst bist, was du tust, egal, was es ist!

Wenn du ständig bereit bist, mit deinem Geist zu kämpfen, kann er doch nie entspannen! Lebe in Frieden mit deinem Geist und du wirst merken, dass sich dein Geist auch entspannt! Kämpfe nicht – lass los!

Meditation – A fake Idea to tame your Mind – 13 Apr 15

Today I would like to write about a topic that I believe is always important, no matter how many times I have talked or written about it: meditation. Meditation and the many different ways of it that exist, that are promoted and with which people struggle. And here we get to my main point: meditation should never be a struggle!

It is true, for many people it is just that: a fight against their own mind. Their purpose and reason to sit down on their mat may be relaxation in the first place but the execution of this plan does not normally work the way it should. The reason is that they think – or get told by popular meditation guides – that their aim is to stop thinking. That their mind should be empty, without thoughts.

What happens is however that they sit down on the mat and their mind starts going everywhere else and does anything but staying with them in the present moment. They have thousands of thoughts, travel to the most distant countries in their mind and then realize: oh no, I should be here, on this mat and in this moment! They get angry at their mind, frustrated about the fact that they are not able to keep it in the presence and just all in all upset.

The next time they decide to meditate, it is as though they shield themselves for a battle. The battlefield is the yoga mat or their meditation cushion. They go in their armour and with their weapons: incense sticks, calming music and maybe even recordings of instructions how to breathe and how to meditate. They are ready for the fight!

The battle is hard, both opponents are strong, the mind fighting with sometimes unfair means. The outcome is usually a victory for the mind!

You won’t tame your mind like this. Maybe sometimes you feel like you managed but the next time you try, you will realize you didn’t! I tell you however that there is a different, much easier way: let your mind go!

Yes, you don’t need to struggle and fight! You have enough struggle in your daily life, which is why you have the wish to relax your mind in meditation in the first place! Let it go and relax! The aim is to be in presence – but not necessarily with crossed legs on a yoga mat!

You can just do whatever you feel like doing, be that going for a walk, swimming, reading, painting or even working. Just immerse yourself in what you are doing. Don’t multitask, don’t think of the hundred other things you should be doing but get into your actions with your complete being. If you are painting, think of the colours, if you are walking, smell, breathe, be in your body, if you are working, get fully into your work! That is real meditation – when you are aware of what you are doing, no matter what that is!

If you are constantly ready to fight with your mind, it cannot ever relax! Be in peace with your mind and you will notice that your mind will relax as well! Don’t fight – let it go!

Eine häufige und falsche Vorstellung: Meditation ist keine Kontrolle des Verstandes – 9 Mär 15

Vor einiger Zeit hatten wir eine Besucherin im Ashram, die für einen Ayurveda Yoga Urlaub gekommen war, nicht nur, um für einige ihrer körperlichen Probleme Linderung zu bekommen, sondern auch, um eine Lösung dafür zu finden, dass sie immer wieder recht unglücklich war. Sie wusste bereits, dass das von einem mentalen Problem herrührte. Als ich jedoch mit ihr sprach, war sie mehr als überrascht über meinen Vorschlag, was sie dagegen tun könnte.

Diese Frau hatte eigentlich gedacht, dass sie herkommen würde und hier neben ihrer täglichen Yogastunde und ihrer Massage noch meditieren und dadurch lernen würde, ihren Verstand zu kontrollieren. Ich empfahl ihr eigentlich, das Gegenteil zu tun: lass deinen Verstand frei! Das möchte ich euch gerne erklären.

Viele Leute wissen bereits, dass nicht ihr Äußeres, ihr Umfeld daran schuld ist, wenn sie unglücklich sind. Sie sind sich der Tatsache bewusst, dass es ihr Verstand ist, der sie nicht glücklich sein lässt und nicht ihr Nachbar, ihr Chef, ihr Partner oder ihre Arbeit. Sie haben genug gelesen um zu wissen, dass sie an sich selbst arbeiten und an sich etwas ändern müssen, da sie andere ja sowieso nicht ändern können. Viele Leute denken – und das nicht zu Unrecht – dass Meditation die Lösung ist.

Der Trugschluss ist jedoch, dass man auf diese Weise lernen sollte, seinen Verstand zu kontrollieren.

Ich glaube, dass diese Kombination der Worte an sich zeigt, warum ich sie nicht mag: Kontrolle des Verstands. Kann das etwas Gutes sein? Natürlich nicht für den Verstand einer anderen Person, aber auch nicht für deinen eigenen! Es ist vielerorts eine übliche falsche Wahrnehmung, dass Meditation dazu verwendet wird, den Verstand zu kontrollieren. Das stimmt nicht – Meditation hilft dir, dich zu entspannen. Entspannen, weil du eben diese Kontrolle aufgeben kannst, entspannen, weil du dich in genau diesem Augenblick befindest und dir dessen bewusst bist! Es geht nicht darum, dass du zu jeder Zeit die Kontrolle hast, weil das genau das ist, was die Leute viel zu sehr tun!

Genau das war der Fall mit der Frau, mit der ich sprach: sie dachte über jede Situation nach, die in der Vergangenheit geschehen ist, analysierte sie und versuchte, Schlüsse zu ziehen, die sie über jede mögliche Situation nachdenken ließ, die in der Zukunft auftauchen könnte. Daraufhin versucht sie, die Gegenwart zu beeinflussen und selbst das zu kontrollieren, was andere tun und zwar nach dem, was ihrer Meinung nach wahrscheinlich passieren würde. Das Ergebnis: Leute waren von ihr genervt, sie war unglücklich mit sich selbst und obendrauf war ihr Verstand zu jeder Zeit so wahnsinnig beschäftigt, dass sie langsam aber sicher ernste Probleme mit Stress bekam und am Beginn einer Depression stand.

Sie ist absolut nicht die Einzige in dieser Situation! Wer auch nur ein bisschen ähnlich denkt, den kann ich versichern, dass Meditation helfen kann – aber nicht, indem du deinen Verstand kontrollierst. Ich weiß, du denkst, dass dein Verstand das verursacht, indem er immer wieder in alle möglichen Richtungen abdriftet. Wenn du nun jedoch glaubst, dass du deinen Verstand hieran hindern kannst, indem du dich auf nur eine Sache konzentrierst, liegst du falsch. Das Gegenteil passiert: er wird noch viel öfter auf Wanderschaft gehen!

Dein Verstand kann jedoch ohne deinen Körper nicht existieren. Er wird also zurückkommen, egal wo er hingeht. Du brauchst deinem Verstand nicht dorthin folgen. Bleibe einfach und tue weiter das, was du gerade tust, und es kommt zurück. Wenn du genau das tust, wenn du deinen Verstand freilässt, aber nicht auf ihn achtest, sondern stattdessen auf das achtest, was du tust – sei das Kochen, Tanzen, Arbeiten, Lesen, Laufen oder sonst irgendetwas – wirst du merken, dass dein Verstand sich langsam daran gewöhnt, nicht herumzuwandern!

Mit der Zeit wirst du Freude daran finden, nicht in Kontrolle zu sein, sondern einfach nur das zu tun, was du eben gerade tust. Das ist Meditation: dir dessen bewusst zu sein, was du im dem Augenblick tust. Und das hat nichts mit erzwungener Kontrolle des Verstandes zu tun – nicht einmal, wenn es dein eigener Verstand ist!

A common and wrong Perception: Meditation is not Mind Control – 9 Mar 15

Some time ago we had a visitor at the Ashram who had come for an Ayurveda Yoga Holiday, not only hoping to get relief for some of her physical issues but also to find a solution for the unhappiness she experienced and which she knew arrived from a mental problem. When I talked to her however, she was more than surprised about my suggestion what she could do about it.

This woman had actually thought that she would come here and, apart from her daily yoga classes and massages, would meditate to learn and practice controlling her mind. I basically told her to do the opposite: let your mind run free! I would like to explain this to you.

A lot of people already know that their own unhappiness is not caused by anything from outside. They are aware of the fact that it is their mind that doesn’t let them be happy and not their neighbour, boss, partner or work. They have read enough to know that they have to work on themselves and make a change inside themselves as they cannot change others anyway. The solution that many people see is, and not wrongly, meditation.

The wrong conclusion however is that you should, in this way, learn to control your mind.

I believe that this combination of words in itself shows why I don’t like it: mind control. Can that be a good thing? Obviously not for someone else’s mind but also not for your own! It is a common wrong perception in many places that meditation is used to control your mind. It is not – meditation helps you relax! Relax because you don’t need to be in control, relax because you are in this very moment and consciously so! It is not about you being in full control at all times, because that is exactly what many people tend to do much too much!

This was the same case with the woman I talked to: she thought about every situation that has occurred in the past, analyzed it and tried to draw conclusions which made her think about every possible situation in future. She would then influence the present and try to control even what others did according to what she thought would most probably happen. The consequence: people were unhappy with her, she got unhappy with herself and on top of all her mind was all the time so super busy that she started having serious issues with stress and something that bordered on depression.

She is not at all the only one in this situation! If you are even a bit similar to this, let me tell you that meditation can help you – but not by gaining control over your mind. I know you think that your mind causes all that by again and again wandering off in possible directions. If you believe by focusing on one thing, you will manage to keep your mind from doing that, you are wrong. The opposite will happen – it will wander away far more often!

Your mind cannot, however, be without your body. So it will come back, no matter what. You don’t need to follow your mind where it goes. Just stay and keep on doing what you are doing and it will come back. By doing that, letting your mind free but not paying attention to it, instead paying attention on what you are doing – be that cooking, dancing, working, reading, walking or whatever else – you will notice that your mind will get used to not wandering around!

With time, you will enjoy not being in control but instead doing simply what you are doing. That is meditation: being aware of what you are doing in that moment. And that has nothing to do with forceful mind control – not even when it is about your own mind!

Meditations-Ratgeber – ein Ratgeber für etwas, das jeder kann! – 14 Nov 13

Ich werde nun eine Anleitung für das schreiben, von dem ich gestern gesagt habe, dass es jedem jederzeit möglich ist! Das hört sich seltsam an, oder? Doch da ich davon überzeugt bin, dass Gedankenlosigkeit nicht das richtige Ziel ist und dass man auch nicht meditiert, um das fast Unmögliche zu erreichen, könnte es ein paar Leute geben, die sich fragen, wie man es denn nun eigentlich zustande bringt, ‚vollkommen im gegenwärtigen Moment‘ zu sein.

Ich sage nochmal, dass es meiner Meinung nach unmöglich ist, seinen Verstand vollständig zu leeren, also macht es auch keinen Sinn zu versuchen, das zu erreichen. Doch um vollständig im Augenblick zu sein, muss man die Hintergrundgeräusche aus der Umgebung ausblenden. Man muss die große Menge an Eingaben reduzieren, die man in genau dem Augenblick aufnimmt und verarbeitet. Begrenze es auf nur eine Handlung, was auch immer es ist, was du gerade machst. Die einzigen Gedanken, die du hast, beziehen sich auf diese Handlung. Du bist dir dieser Gedanken sogar nicht mehr bewusst, weil sie dich nicht stören, sondern mit dem, was du tust, in Einklang stehen, deine Konzentration, Kreativität und dein Wohlbefinden fördern!

Hast du damit Schwierigkeiten? Das überrascht mich nicht, denn es ist das Gegenteil von dem, was die Menschen heutzutage in ihrem geschäftigen Leben tun. Multitasking zu jeder Zeit! Es ist wichtig, Informationen aus verschiedenen Quellen und zu verschiedenen Themen aufzunehmen, die Fähigkeit, all diese Eingaben gleichzeitig zu verarbeiten, wird hoch geschätzt und je aktiver dein Gehirn in verschiedenen Bereichen gleichzeitig sein kann, desto besser bist du. Die Realität ist jedoch, dass dir das die Möglichkeit nimmt, völlig in der Gegenwart zu sein! Wenn du das Gefühl hast, du brauchst da noch etwas Übung, kannst du mal folgende Übung versuchen, die ich erfolgreich bei Seminaren und Workshops auf der ganzen Welt verwendet habe:

Nimm einen Stift, Papier und einen Wecker und stelle den Wecker auf drei Minuten von jetzt an. Schreibe nun in Stichworten jeden Gedanken auf, der dir in den Sinn kommt. Denke nicht darüber nach, wie viele das sein sollten und schreibe auch keine ganzen Sätze. Notiere einfach Stichworte, mit denen dir der Gedanke später wahrscheinlich wieder einfällt. Höre auf, wenn die drei Minuten vorbei sind.

Sieh dir nun deine Liste an, wahrscheinlich findest du, dass du wirklich jede Menge Gedanken hast! Viele von ihnen scheinen auch völlig unwichtig. So könnte deine Liste aussehen: Partner, Kinder, schönes Wochenende, Tomatenketchup-Flecken, Arbeit, Spülmittel ist aus, Projekt noch nicht fertig!, viel Wäsche, Einkaufen, die Nachbarskatze, Geld, Aua – eine Mücke…

Jetzt streiche einmal alles aus, das nicht wichtig ist und behalte nur zehn Themen, an die du denken willst. Wiederhole das Spiel und konzentriere dich nur auf diese – erlaube deinem Geist nicht, irgendwo anders herumzuirren. Hat es funktioniert? Streiche nun fünf mehr raus und konzentriere dich auf die übrigen fünf. Wiederhole das, bis du nur noch ein Thema übrig hast, über das du nachdenken willst! Dann bist du vollstänig im Augenblick und dir bloß noch dieses Themas bewusst.

Natürlich machst du diese Übung wahrscheinlich, während du in einer friedlichen Umgebung sitzt, etwas, von dem ich gesagt habe, es sei nicht nötig zur Meditation. Sobald du jedoch auf diese Weise geübt hast, ablenkende Gedanken abzuwenden, wenn du nichts anderes machst, dann kannst du nun das Gleiche auch üben, während du kochst, während du einen Spaziergang machst oder während du mit einem Freund sprichst. Lass deinen Verstand nicht an das Spülmittel denken, während du ein Buch liest. Und denke nicht an das Buch, während du dieses Spülmittel kaufst! Stelle sicher, dass du beim Lesen bewusst in diesem Augenblick liest – da macht das Buch viel mehr Spaß! Und achte beim Einkaufen darauf, was du kaufst – das spart dir eine weitere Fahrt zum Supermarkt, weil du etwas vergessen hast und dazu wirst du das Einkaufen nicht mehr als so nervige Aufgabe erleben! Es macht Spaß, weil es in dem Augenblick deinen Verstand völlig einnimmt!

Versuche es, du wirst merken, dass es wirklich funktioniert. Diese Art der Meditation macht die Zeit, die verstreicht, viel wertvoller, du erlebst den Augenblick und findest heraus, wie tief du in einer Handlung gehen kannst, egal, was es ist!

How to meditate – a guide for something that doesn’t need guidance – 14 Nov 13

I am about to write a guide now for meditation, something which I said yesterday everybody can do at any time! Sounds funny, right? But as I am convinced that thoughtlessness is not the right aim and that meditation is not something you do to achieve the nearly impossible either, there might be some people wondering how to actually get to ‘being completely in the moment’.

Again, thoughtlessness is in my belief not possible, so there is no point in trying to get there. What you need to do in order to be completely in the moment however is to blend out the noise of your surroundings. You have to reduce the amount of input that you accept and process in your mind in that very moment. Narrow it down to only one action, whatever you are doing in that moment. The only thoughts that you have will be related to that activity. You won’t even be aware of those thoughts because they don’t disturb, they blend in directly with what you are doing, boosting your concentration, creativity and your well-being!

Do you have difficulties with that? I am not surprised because it is the opposite what most people are doing in today’s busy life. They are multitasking all the time! Taking in information from different channels and for different issues is important, the ability to process all of this input at the same time is highly valued and the more active your brain can be in different areas at the same time, the better you are. The reality is however that it takes the possibility from you to be completely in the present moment! If you feel you need some practice in that, here is an exercise which I have successfully used in workshops and seminars all over the world:

Take, pen and paper as well as an alarm clock and set the alarm on three minutes from the present moment. Now note down every thought in keywords that comes in your mind on that paper. Don’t reflect about how many that should be and don’t make full sentences, just note the main cue with which you will probably remember the thought later on. Stop when the three minutes are over.

Looking at your list, you will probably find that you have quite a lot of thoughts! A lot of them will also seem fully unimportant and your list may look like this: partner, children, nice weekend, tomato ketchup stains, work, need dishwasher soap, project still pending!, so much laundry to do, shopping, neighbour’s cat, money, ouch – a mosquito! …

Now cross out everything that is not important and keep only ten topics to think about. Repeat the game and concentrate only on these – don’t allow your mind to stray anywhere else. Did it work out? Now cross out five more and concentrate on the remaining five. Repeat it until you have only one topic left to think about! Then you are fully in the moment, aware of exactly this one topic.

Of course you will most probably do this exercise while sitting in a peaceful environment, something that I said is not necessary for meditation. Once you have practiced in this way however to prohibit distracting thoughts while doing nothing else, you can practice doing the same thing while you are cooking, while you are taking a walk or while you are talking to a friend. Don’t let your mind think of the dishwasher soap while you are reading a book. And don’t think of that book while you are shopping for that soap! Make sure that when you read, you are reading with awareness in that moment – the book will be much more enjoyable! And while you are shopping, be aware of what you are buying – it will save you another trip because of forgetting something and you won’t experience it as an annoying duty anymore! It will be enjoyable because it fully occupies your mind in that moment!

Try, you will notice that it works very well. This way of meditation makes the passing time more valuable, you will experience the moment and will find out how deep you can go into one activity, whatever it may be!

Meditation ist nichts Mysteriöses – aber was alle können, lässt sich schlecht verkaufen! – 13 Nov 13

Ich habe das Gefühl, dass ich vielleicht ein paar Leute mit dem gestrigen und vorgestrigen Blogeintrag verwirrt habe. Vielleicht haben manche den Eindruck bekommen, dass ich zuerst mein Leben als Guru hinter mir gelassen habe, dann die Religion verlassen habe, meinen Glauben an Gott verloren habe und nun schließlich auch noch begonnen habe, gegen Meditation zu schreiben! Ihr könnt beruhigt sein, das ist absolut nicht der Fall! Ich bin nur gegen die Art und Weise, auf die Meditation dieser Tage propagiert wird, wie sie als Praxis der Elite spiritueller Menschen dargestellt wird, aber ich liebe Meditation und werde auch immer jedem nahelegen zu meditieren – wahrscheinlich jedoch habe ich eine völlig andere Definition für Meditation! Ich habe bereits einige Blogeinträge zu der Frage geschrieben, was Meditation für mich ist. Morgen wird noch ein weiterer folgen.

Zunächst will ich versuchen, euch eine Definition in einem Satz zu geben: Meditation oder Dhyan, wie es auf Hindi und Sanskrit heißt, ist, wenn man völlig in der Gegenwart ist, sich zu 100% dessen bewusst ist, was man gerade macht.

Ich sage nie, dass das Ziel der Meditation Gedankenlosigkeit ist. Ich glaube, dass man zum Meditieren nicht einmal eine besondere Stellung, Atemtechnik oder irgendetwas anderes braucht. Man kann meditieren, während man arbeitet, redet, malt, spielt oder sogar beim Sex – vielleicht wäre es gerade da am wichtigsten! Man muss nur da sein, in genau diesem Augenblick, nicht in der Zukunft, nicht in der Vergangenheit. Einfach nur da – das ist für mich Meditation.

Das Wichtigste ist dabei, dass es wirklich jeder kann! Du musst nicht besonders sein! Es ist jedem jederzeit möglich. Zum Meditieren braucht man keine jahrelange Praxis, noch braucht man dafür künstlerisches Talent! Es ist nicht kompliziert und man muss keine Lastwagen an den Zähnen hinter sich herziehen oder Eisenstangen mit bloßen Händen verbiegen können! DU, ja genau, du kannst es!

Würde es sich für dich besser anfühlen, wenn du es könntest und deine Nachbarn nicht? Wäre es interessanter, wenn da irgendein Geheimnis dahinter stecken würde? Das ist die Vorstellung, die Gurus und Geschäftsmänner lieben und mit der sie ihr Geld verdienen! Sie wollen dir nicht nur das Gefühl geben, dass du etwas Besonderes bist, sondern, dass du auch noch besser bist als alle in deiner Umgebung – also stellen sie Meditation als etwas Kompliziertes dar!

Diese Einstellung scheint eher eine Art zu sein, dein Ego weiter zu schüren, als es zu verringern! Also befindest du dich in den fünfzehn Minuten, die du täglich meditierst in einer höheren Bewusstseinsebene? Also musst du zuerst dorthin gelangen und dann kannst du das nur dann erreichen, wenn du in der richtigen Stellung sitzt und die richtige Atmosphäre herrscht, was das Ganze auf maximal eine Stunde pro Tag beschränkt? Wo liegt denn dein Bewusstsein während der übrigen 23 Stunden des Tages – unten auf der langweiligen, niedrigen Ebene bei uns übrigen? Du fühlst dich also in dir selbst wie etwas Besonderes während dieser kurzen Zeit, fühlst dich in Frieden und eins mit der Welt – aber warum kannst du dich nicht jederzeit in diesem Zustand des Glücks befinden?

Ja, du solltest arbeiten, spielen, lesen und alles andere, was man so in 24 Stunden macht, in einem Zustand der Meditation machen können. Du solltest mit einem andauerndem Glücksgefühl leben, ohne an einem Ort zu sitzen und absolut gar nichts zu denken!

Natürlich würde kein Guru gerne dieses größte Geheimnis verraten, das würde die Bewunderung, die sie bekommen, ruinieren, sowie ihr Geschäft, aber die Wahrheit ist: DU kannst es tun. Einfach nur, indem du bewusst handelst!

Meditation is not a Mystery – but you cannot sell what is available to all! – 13 Nov 13

I have the feeling I may have confused a few people with yesterday’s and day before yesterday’s blog posts. You may have got the impression that I have first left my life as a guru, then I left religion, lost my faith in God and now I am starting to write against meditation! Let me tell you that this is absolutely not the case! I am against the way in which meditation is propagated these days, presenting it as a practice for the elite of spiritual people, but I love meditation and will always suggest everyone to meditate – I may however have a completely different definition of meditation for myself! I have written quite a few blogs about the question what meditation is for me. Today one more will follow.

First of all, I will try to give you a one-line definition: Meditation, or ‘dhyan; in Hindi and Sanskrit, is when you are completely in presence, 100% aware of what you are doing.

I never say that the goal of meditation is thoughtlessness. I believe that you don’t even need any special position, breathing technique or anything else for doing meditation. You can meditate while you are working, talking, painting, playing or even – or maybe most importantly – while having sex! You just need to be there in that very moment, not in the future and not in the past. Just there – that is meditation for me.

The main point here is that literally everybody can do it! You don’t need to be special! It is possible for everyone and at any time. Meditation doesn’t require years of practice nor do you need to have any artistic talent for it! It is not complicated and you don’t need to be able to pull a lorry with your teeth or bend a rod with your bare hands! You, yes you can do it!

Now would it feel better if you could and your neighbour couldn’t? Would it be more interesting if there was a secret or mystery behind it? This is the idea that gurus and businessmen love and earn their money with! They want to make you feel not only special but better than anybody in your surrounding – so they present meditation as something complicated!

This attitude seems rather a way to boost your ego than to reduce it! So in the fifteen minutes per day that you meditate, you are in a higher consciousness? So you first have to get there and then you can only reach there when you sit in the right position and with the right atmosphere, limiting it to maximum one hour a day? Where is your consciousness in the remaining 23 hours of the day – down on the boring, un-elevated ground level like the rest of us? So you feel special within yourself during this short time, feeling in peace and one with the world – but why can’t you be in this state of happiness at all times?

Yes, you should be able to do your job, play, read, work and do everything in a 24-hour day while being in meditation. You should live in constant bliss without sitting at one spot and thinking nothing!

Of course, no guru would like to tell you this biggest secret, it would ruin the admiration that they get as well as their business but the truth is: YOU can do it. Just by being aware!