Atheists do good for helping others, not for good Karma – 29 Jul 15

I yesterday explained that a lot of people believe atheists are not only miserable and lead a life without fun but also are not very kind people. They think atheists are not compassionate but selfish. I would like to use the space of my blog today to refute this idea.

First of all, let’s have a look at where such a thought comes from. What is the difference in between atheists and theists? One group believes in god, the other doesn’t. So those who believe in god think they are the ones who help others while atheists don’t. This means they assume god is the reason for them to help others. Interesting, as this would mean you are helping others only because god is telling you to in his scriptures, right? If you were on your own, without your god, you think you would not do the charitable work you are doing now?

If that is the truth, atheists are the better people, because they do good deeds simply because they think it is the right thing to do! Not because an imaginary father-like figure told them to. Not because they are collecting points on an imaginary Karma-account!

I can give you a very recent example of compassion and help for others by atheists which happened just after our event: a group of young atheists left from our event to go by van, called tempo traveler, to Agra. We had called a local taxi company and had arranged the tempo traveler for them. On the way to Agra, they came to an accident on the road and stopped the van. I don’t know exactly what happened but there were injured persons who urgently needed medical assistance. Quickly, the small group had decided that instead of going to see the Taj Mahal, they would take the injured persons to the hospital!

Unfortunately, the driver of the van, a local man from the company, refused. He got afraid, for absolutely no reason, to get in trouble with the police or somehow otherwise. He even moved away from the car, showing that he would not drive if they took an injured person along.

So not knowing what else to do, they stood on the road, waving and signaling for the next cars to stop. Finally someone stopped and agreed to take the injured along to a hospital.

So a person who believes in god, which you can see on the van that says ‘Radhe Radhe’ on its side in big letters as well as his religious get-up and make-up, refuses to take along a bleeding, injured person while a group of atheists try everything to help, without thinking of their own plans.

It is not a big wonder for me however – as a non-believer will act on his own behalf, trusting his instincts, logical thoughts and emotions, while religion teaches its followers to follow fear. So while this man first of all thought of what bad could happen, the others acted. With the wish to help the ones in front of them.

If our work for our school children doesn’t convince you, maybe this could be a sign that atheists really do good work and help others – even when religious people are afraid to!

Here you can see photos of our atheist meeting

Atheisten tun Gutes, um anderen zu helfen, nicht für gutes Karma – 29 Jul 15

Gestern habe ich erklärt, dass viele Menschen glauben, Atheisten seien nicht nur trist und unglücklich, in einem freudlosen Leben, sondern auch noch nicht sehr nette Menschen. Sie denken, Atheisten hätten kein Mitgefühl, sondern seien selbstsüchtig. Ich möchte heute meinen Blogeintrag dazu nutzen, diese Vorstellung zu widerlegen.

Lasst uns zunächst einmal einen Blick darauf werden, wo dieser Gedanke herkommt. Was ist der Unterschied zwischen Atheisten und Theisten? Eine Gruppe glaubt an Gott, die andere nicht. Diejenigen, die an Gott glauben, denken also, sie seiehn diejenigen, die anderen helfen, während die Atheisten das nicht tun. Das bedeutet, Gott ist für dich der Grund, warum du anderen hilfst. Interessant, da das bedeutet, dass du anderen nur hilfst, weil Gott dir das in seinen Schriften sagt, oder? Wenn du allein wärst, ohne deinen Gott, würdest du die wohltätige Arbeit, die du nun machst, nicht tun?

Wenn dem so ist, sind Atheisten die besseren Menschen, weil sie Gutes einfach nur deshalb tun, weil es für sie das Richtige ist, das, was man tun sollte! Nicht, weil eine erfundene Vaterfigur ihnen sagt, sie sollen das nicht tun. Nicht, weil sie Punkte auf einem erfundenen Karma-Konto sammeln!

Ich kann euch ein Beispiel des Mitgefühls und der Hilfe für andere durch Atheisten geben, das gerade vor Kurzem, nach unserer Veranstaltung geschah: eine Gruppe junger Atheisten fuhr mit einem Kleinbus, der hier Tempo Traveller genannt wird, von hier ab nach Agra. Wir hatten eine örtliche Firma angerufen und den Kleinbus für sie organisiert. Auf dem Weg nach Agra kamen sie an einen Unfall und hielten den Kleinbus an. Ich weiß nicht genau, was geschehen war, doch da waren verletzte Personen, die dringend medizinische Hilfe brauchten. Schnell hatte die kleine Gruppe beschlossen, dass sie statt zum Taj Mahal ins Krankenhaus fahren würden, um die Verletzten dorthin zu bringen!

Leider weigerte sich jedoch der Fahrer des Kleinbus, ein einheimischer Mann. Er hatte grundlos Angst, er würde Probleme mit der Polizei oder ähnliches bekommen. Er bewegte sich sogar vom Kleinbus weg um zu signalisieren, dass er nicht fahren würde, wenn sie eine verletzte Person an Bord hätten.

Mangels einer anderen Lösung standen sie also schließlich auf der Straße und winkten den nächsten Autos, sie sollen anhalten. Es hielt schließlich endlich jemand an und erbarmte sich, die Verletzten mit ins Krankenhaus zu nehmen.

Also weigerte sich eine Person, die an Gott glaubt, was man am Kleinbus mit der Aufschrift ‚Radhe Radhe‘ sieht, sowie an seiner religiösen Kleidung und Make-up, eine blutende, verletzte Person mitzunehmen, während eine Gruppe von Atheisten alles tut, um zu helfen, ohne an ihre eigenen Pläne zu denken.

Das wundert mich jedoch nicht allzu sehr – da ein Nicht-Gläubiger in seinem eigenen Namen handelt, seinen Instinkten, logischen Gedanken und Emotionen vertraut, während Religion ihren Anhängern beibringt, der Angst zu folgen. Während dieser Mann also zuerst einmal an all das dachte, was passieren könnte, handelten die anderen. Mit dem Wunsch, denen vor ihnen zu helfen.

Wenn unsere Arbeit für unsere Schulkinder dich nicht überzeugen kann, so kann das vielleicht ein Zeichen für dich sein, dass Atheisten wirklich gute Arbeit leisten und anderen helfen – auch dann, wenn religiöse Menschen Angst davor haben!

Hier siehst du Bilder unseres Atheisten-Treffens

Laut der Karma-Theorie verdienen die Opfer des Erdbebens in Nepal keine Hilfe – 29 Apr 15

Ich habe euch gestern von einem Kommentator erzählt, der davon überzeugt war, dass Gott nur Gutes tut, egal, was es ist. Wenn es dir schlecht erscheint, musst du nur erkennen, dass es das Karma dieser Person ist! Es war Gottes Wunsch, dass ihm dieses Elend widerfährt! Selbst wenn derjenige Opfer zum Beispiel eines Erdbebens wie in Nepal ist. Mit diesen Gedanken kommt man unausweichlich zu einem weiteren Gedanken: woher weiß man, wenn man irgendetwas macht, dass man nicht gegen Gottes Wunsch handelt?

Wenn du denkst, dass jemandem aufgrund seines Karma etwas Schlimmes passiert ist, sollte es so geschehen. Nein, es ist sogar Gottes Wunsch, denn er tut ja allen nur Gutes. Jede Hilfe, die du solchen Menschen zukommen lässt, geht also gegen Gottes Wunsch!

Warum also würde man wirklich jemandem helfen, der in Not ist? Warum würde man jemandem eine helfende Hand hinstrecken, der von seinem Karma gerade niedergestreckt wurde? Wenn du das nicht tust, passieren ihm wahrscheinlich noch schlimmere Dinge. Nun wäre das doch eigentlich die verdiente Strafe für sein Karma, oder nicht? Und du würdest das verhindern, wenn du der Person helfen würdest!

Woher weißt du, was Gottes Wunsch ist? Jeder sammelt gutes und schlechtes Karma, also selbst, wenn du jemandem hilfst, solltest du theoretisch gutes Karma bekommen. Wenn du jedoch dem Masterplan Gottes in die Quere kommst, indem du die andere Person nicht all ihr schlechtes Karma ausleben lässt, hast du vielleicht nicht das Glück, positive Karmapunkte zu sammeln! Du kommst Gott in die Quere! Sicherlich gibt es dafür doch Minuspunkte!

Ja, für mich ist das lächerlich. Religiöse Menschen drehen ihre eigenen Regeln und Philosophien in jede Richtung, die ihnen gerade passt. Ich habe einmal geschrieben, dass falsche Gurus wie der großartige Zauberkünstler Satya Sai Baba, der für reiche Anhänger Gold und für die Armen Asche materialisierte, die Armen lieber von dem materialisierten Gold füttern sollten. Mir wurde gesagt, die Armen hätten dieses Karma, darum seien sie ja arm. Darum kann der Guru ihnen auch nicht helfen.

Wenn du also deine Theorie je nach Laune auslegen darfst, ist es für mich nicht mehr logisch. Logischerweise ist dein Gott grausam. Sehr sogar. Karma macht das nicht besser. Und statt mich vor meinem eigenen Karma zu warnen – ja, danke für die Fürsorge – solltet ihr euch lieber sorgen, ob ihr nicht gegen Gottes Wunsch handelt, wenn ihr anderen helft. Macht euch Gedanken darum, ob ihr schlechtes Karma ansammelt, wenn ihr für andere betet – denn es ist gegen Gottes Wunsch!

According to the Karma Theory, Nepal Earthquake Victims don’t deserve Help – 29 Apr 15

I yesterday told you of a commentator who was convinced that god did only good, whatever it was. If it seems bad to you, you just have to realize that it is that person’s karma! It was god’s wish for this misery to happen to him! Even if it was an earthquake like in Nepal. With this line of thought, you will inevitably end up wondering one thing: how do you know you are not doing things against god’s wish when doing anything?

If you think that any bad event that happens to someone is due to his karma, it should happen as it should. No, it is even god’s wish because he is doing good for everyone. Any help that you give such people is thus something that goes against god’s wish!

So why would you actually help someone who is in misery? Why would you hold out a helping hand to someone who was hit by his karma? If you didn’t do that, worse things would probably happen to him. Now that would also be his deserved punishment according to the karma theory, wouldn’t it? And you would prevent this from happening if you helped the person!

How would you know what is god’s wish? Everyone is getting good and bad karma, so even if you help someone, you theoretically are supposed to get good karma. If you are interfering with god’s master plan however, not letting the other person use all his bad karma, you might not be so lucky to get positive karma points! You are getting in god’s way! I am sure you will get negative points for that!

Yes, it is ridiculous to me. Religious people turn their own rules and philosophies in any direction when it is good for them. I once wrote that fake gurus like the great magician Satya Sai Baba, who used to materialize gold for the rich and ashes for the poor, should feed the poor from the gold they materialize. I was told that the poor have this karma, that’s why they are poor. That’s why their guru cannot help them.

So if you can take your theory any way you wish, it is not anymore logical to me. Logically, your god is cruel. Very cruel. Karma doesn’t make that better. And instead of warning me of my own karma – yes, thank you for your care – you should worry whether you are not working against your god’s wish by helping others. Worry whether you are accumulating bad karma by praying for others – because it is against god’s wish!

‘God is just doing his Work’ – Nepal’s Earthquake explained by religious Believers – 28 Apr 15

Yesterday I got such an interesting feedback on the thoughts which I also expressed in my blog entry that I thought I should share it with you so that you also know what kind of thoughts people can have. And maybe my answer is interesting not only for the person it was written to. No, actually I think everyone else may enjoy the answer more because it was absolutely not what the writer of the comment wanted to read. But see for yourself.

The comment started with something I had already assumed people would tell me: that prayer was useful because we were all connected to each other through a superior energy of which we all were a part. So far so good – I just don’t believe in this connection, so I don’t see prayer as helpful in this sense.

This person continued however in a different direction:

“…GOD is doing HIS work. We get the things according to our Karma, which we forget instead of improving upon it. GOD is beating our heart, pulse, running blood in our veins and most importantly breathing in & out. He has done his work by bestowing power to see, hear, speak, smell & touch etc. Etc. He id omnipresent. […] HE can never do bad for us but only Love us whether u trust him or not. Please do not misguide the fellow beings. “

So god is doing his work? I see, that’s how he killed all those people…

But you are telling me that we should accept whatever happened because it was god who did that. If you feel that it was something bad, it was that person’s karma, which is of course for the betterment of people. So even bad things are good – wasn’t that exactly what I wrote yesterday? That you should believe these lines if you believe in god?

Do that but I can only feel sorry for you if you think in this way! Isn’t it great, god is only doing good deeds! According to this, whenever a child is raped, it is just god’s wish, the result of this little girl’s karma! When children die without food or because they have no access to medical treatment, it is the fruit of their karma and everything just the way how god wishes it to be. Of course also the earthquake in Nepal only happened according to god’s wish! An obvious sign of god’s love – can’t you see that?

I completely believe that it is a waste of time and energy to argue with people who think in this way. You won’t be able to convince them. Sometimes it nearly hurts however that people believe such cruelties could be the wish of a supreme being and even a sign of love.

I got a well-wished warning that I should stop talking like this and take care of my karma. Don’t worry about me though, I actually don’t believe in karma and thus also not that any supreme will punish me for my bold words at a later point. That is your worry, not mine.

Instead of troubling my mind with such thoughts, I will help more children getting food and education, donate towards good causes and write about it so that maybe someone who reads my words gets inspired to get active, too.

In actions, not just in prayers!

‘Gott macht nur seine Arbeit’ – Religiöse Gläubige erklären Nepals Erdbeben – 28 Apr 15

Gestern habe ich eine so interessante Rückmeldung zu den Gedanken bekommen, die ich auch in meinem Blogeintrag ausgedrückt habe, dass ich dachte, ich sollte sie mit euch teilen, so dass ihr auch wisst, was für Gedanken die Leute haben können. Und vielleicht ist meine Antwort nicht nur für denjenigen interessant, für den sie geschrieben war. Nein, eigentlich glaube ich, dass jeder andere die Antwort mehr Freude bereitet, weil es absolut nicht das war, was der Kommentator lesen wollte. Aber seht selbst.

Der Kommentar begann mit etwas, von dem ich bereits annahm, dass mir die Leute sagen würden: dass Gebete nützlich seien, weil wir alle durch eine höhere Energie miteinander verbunden waren. So weit so gut – ich glaube nun eben einfach nicht an diese Verbindung, also sehe ich Gebete in diesem Sinn auch nicht als sinnvoll an.

Diese Person fuhr jedoch in eine andere Richtung fort:

“…GOTT macht seine Arbeit. Wir bekommen das, was uns nach unserem Karma zusteht, was wir vergessen, anstatt daran zu arbeiten. GOTT schlägt unsere Herzen, unseren Puls, lässt das Blut in unseren Venen fließen und, was am Wichtigsten ist, lässt und ein- und ausatmen. Er hat seine Arbeit getan, indem er uns die Macht gibt zu sehen, zu hören, zu sprechen, zu spüren etc. Er ist allgegenwärtig. […] ER kann uns nie Schlimmes antun, sondern liebt uns, egal, ob du ihm vertraust oder nicht. Bitte leite andere nicht fehl.“

Gott macht also nur seine Arbeit? Aha, deswegen hat er diese ganzen Menschen ermordet…

Doch du sagst mir, dass wir das, was geschehen ist, akzeptieren sollen, weil es Gott war, der das getan hat. Wenn du das Gefühl hast, es war etwas Schlechtes, war es das Karma dieser Person, was natürlich dazu da ist, dass sich die Menschen bessern. Also selbst schlimme Dinge sind gut – war das nicht genau das, was ich gestern geschrieben habe? Dass man diese Zeilen glauben soll, wenn man an Gott glaubt?

Tu das, aber mir tust du nur leid, wenn du so denkst! Ist es nicht toll, Gott tut nur Gutes! Demnach ist es einfach nur der Wunsch Gottes, wenn ein Kind vergewaltigt wird, das Ergebnis des Karmas des kleinen Mädchens! Wenn Kinder verhungern oder sterben, weil sie keinen Zugang zu medizinischer Behandlung haben, ist es die Frucht ihres Karmas und das alles ist genau so, wie Gott es haben will. Natürlich ist auch das Erdbeben in Nepal nur passiert, weil Gott es so wollte! Ein klares Zeichen der Liebe Gottes – siehst du das denn nicht?

Ich glaube wirklich, dass es Zeit- und Energieverschwendung ist, mit Leuten zu argumentieren, die so denken. Du wirst sie nicht überzeugen können. Manchmal schmerzt es jedoch, dass Menschen glauben, solche Grausamkeiten könnten der Wunsch eines höheren Wesens sein und sogar ein Zeichen der Liebe.

Ich habe eine gut gemeinte Warnung erhalten, ich sollte aufhören, solche Dinge zu sagen und auf mein Karma besser Acht geben. Macht euch jedoch um mich keine Sorgen, ich glaube nicht an Karma und also auch nicht, dass eine höhere Macht mich später für meine offenen Worte bestrafen wird. Das sind deine Sorgen, nicht meine.

Anstatt meinen Kopf mit solchen Gedanken zu beschweren, werde ich mehr Kindern helfen, Essen und Bildung zu bekommen, für gute Zwecke spenden und darüber schreiben, so dass vielleicht jemand, der meine Worte liest, sich dazu inspiriert fühlt, auch aktiv zu werden.

In Taten, nicht nur in Gebeten!

The tempting Offer of Gurus to free you of any Responsibility – 3 Apr 13

Yesterday I wrote about the responsibility that both writers and readers have and should take for their lives and their actions. Everybody should be aware of his responsibility and take it in his hands. While this is something that most people would accept as how it should be, Hinduism and the common Guruism unfortunately teach something else: you can and should give all your responsibility to your guru.

Yes, this is what is written in the highest scriptures and this is what gurus have been preaching for centuries and what followers try to achieve. The idea is that you devote yourself complete to a guru. You surrender yourself, all your bad Karma but also your good Karma to your guru and do what he says without expecting anything for yourself. Then you will reach the point that you don’t have any Karma for yourself anymore and thus will reach heaven after your death.

This concept is actually the key-point with which guruism is running at all. Gurus invite people: Come, give me all your karma, do what I tell you and you don’t need to worry about your life or even your afterlife. Devote yourself and surrender, I will take care of you in this incarnation and later on.

Isn’t that a wonderful concept? A tempting offer for any innocent, normal, religious-minded person! Every Hindu who grew up in this religion will believe that this is the right way and anybody else can understand how inviting it sounds: Sit in my boat, I will row and take you to the other side! You don’t need to think or worry, you will reach there safely. You cannot upset the boat, you cannot be carried away by the current of the river, you won’t drown – you won’t even get wet!

They surrender. It is easy and it is even seen as something good in society! They proudly say ‘I have surrendered, I am devoted, I am a follower and only do what my guru says. I am nothing’. This humbleness is exactly what is expected of them. ‘Finish your ego’ is what they are told, otherwise the guru cannot take over. He will take care of your Karma account so you have to give him all rights to it.

For this service you obviously also have to pay a certain fee. Some gurus don’t take this fee directly. Some are like banks where you have to have a certain insurance plan with them before you get special services. But you have to pay, directly or indirectly.

Extracting big amounts of money is not the only advantage that gurus take of this attitude. They have many people who are so devoted that they would do anything, whatever they say. This power, given to them by their devotees, paves the way to sexual abuse. Many former female disciples of gurus have told me that they just thought of their guru as god. They fully surrendered and trusted that they would be saved through him and by doing whatever he asks for. When they were asked to serve him in his private bedroom, to massage his genitals and even have sex with him, many of them did! There are so many cases of gurus who abuse women because they innocently believe it is what they are supposed to do.

So you see the extent of the problem when people don’t want to take their own responsibility and rather take the easy way out – handing it over to someone else. It is never right to do this. Take your responsibility, for your actions and the consequences, and realize that you don’t need a guru to be happy in life.

Das verlockende Angebot der Gurus, dich von jeglicher Verantwortung zu befreien – 3 Apr 13

Gestern habe ich über die Verantwortung geschrieben, die beide, Autor und Leser für ihr Leben und ihre Handlungen haben und übernehmen sollten. Jeder sollte sich seiner Verantwortung bewusst sein und diese übernehmen. Während das etwas ist, das die meisten Leute als das akzeptieren würden, wie es sein sollte, lehren Hinduismus und Guruismus leider etwas völlig anderes: man kann und sollte alle seine Verantwortung an seinen Guru abgeben.

Ja, das steht in den höchsten Schriften geschrieben und das predigen Gurus seit Jahrhunderten und versuchen Anhänger schon immer zu erreichen. Die Vorstellung ist, dass man sich selbst vollkommen einem Guru hingibt. Sich selbst an ihn abgibt, sein schlechtes, aber auch sein gutes Karma dem Guru gibt und macht, was er sagt, ohne für sich selbst irgendetwas zu erwarten. Dann erreicht man den Punkt, an dem man für sich selbst kein Karma mehr hat und deshalb nach seinem Tod in den Himmel kommt.

Dieses Konzept ist eigentlich der Schlüsselpunkt, mit dem der Guruismus überhaupt funktioniert. Gurus laden die Leute ein: Kommt, gebt mir all euer Karma, macht, was ich sage und dann müsst ihr euch nicht mehr um euer Leben oder sogar euer Nachleben sorgen. Gebt euch hin und lasst los, ich werde mich in dieser Inkarnation und auch danach um dich kümmern.

Ist das nicht ein herrliches Konzept? Ein verlockendes Angebot für jeden normalen, unschuldigen, religiösen Menschen! Jeder Hindu, der in dieser Religion aufgewachsen ist, glaubt, dass das der richtige Weg ist und alle anderen können verstehen, wie einladend das klingt: Setz dich in mein Boot, ich rudere und nehme dich mit ans andere Ufer! Du musst nicht nachdenken und dir keine Sorgen machen, du wirst gut ankommen. Du kannst das Boot nicht zum Kentern bringen, du kannst nicht von der Strömung mitgerissen werden, du kannst nicht ertrinken – du wirst nicht einmal nass werden!

Sie geben sich hin und lassen los. Es ist einfach und wird in der Gesellschaft sogar als etwas Gutes angesehen! Sie sagen stolz ‚Ich bin ein Anhänger, ich habe mich selbst aufgegeben und tue, was mein Guru mir sagt. Ich bin niemand‘. Diese Bescheidenheit ist genau das, was von ihnen erwartet wird. ‚Vernichte dein Ego‘ wird ihnen gesagt, sonst kann der Guru nicht übernehmen. Er wird sich um dein Karma-Konto kümmern, also musst du ihm alle Rechte dafür übertragen.

Für diese Dienste muss man natürlich auch einen gewissen Betrag zahlen. Manche Gurus nehmen diesen Betrag nicht direkt. Manche sind wie Banken, bei denen man eine bestimmte Versicherung abschließen muss, bevor einem besondere Dienste zugängig gemacht werden. Doch man muss zahlen, sei das direkt oder indirekt.

Große Mengen an Geld ist nicht der einzige Vorteil, den die Gurus von dieser Einstellung haben. Sie haben viele Menschen, die ihnen so ergeben sind, dass sie alles machen, würden, was auch immer sie sagen. Diese Macht, die ihnen ihre Anhänger geben, ebnet ihnen den Weg zu sexuellem Missbrauch. Viele frühere weibliche Anhänger von Gurus haben mir erzählt, dass sie ihren Guru einfach für einen Got gehalten haben. Sie haben sich vollkommen hingegeben und vertrauten darauf, dass sie durch ihn und dadurch, dass sie tun, was auch immer er will, gerettet werden. Als er ihnen auftrug, ihm in seinem privaten Schlafzimmer zu dienen, seine Genitalien zu massieren und sogar Sex mit ihm zu haben, sind viele darauf eingegangen! Es gibt so viele Fälle von Gurus, die Frauen missbrauchen, weil sie unschuldig glauben, dass es das ist, was sie tun sollten.

Ihr seht also das Ausmaß des Problems, wenn die Leute keine Verantwortung für sich selbst übernehmen wollen und lieber den leichten Weg nehmen – und diese an jemand anderen übergeben. Es ist nie richtig, das zu tun. Nimm deine Verantwortung für deine Handlungen und ihre Folgen in deine Hände und erkenne, dass du keinen Guru brauchst, um im Leben glücklich zu sein.

God likes saving you on Tuesdays – Superstitious Nonsense – 5 Mar 13

I told you yesterday that I have daily been to the hospital in Agra for the past week to visit my friend Govind who has had an accident on last Tuesday. I am of course not the only visitor there and this is how I became witness of a conversation that I had to interrupt – as it was about one of my favourite topics: religious superstition!

The talk started when one of Govind’s visitors asked him when exactly the accident had happened. It had happened on Tuesday evening and Govind added ‘Even though Tuesday is such an auspicious day!’ Maybe you have never heard of this superstition – many Hindus believe that Tuesday is a holy day, a day of God and they say a special prayer on Tuesdays, too. It is normally a day on which they believe good things are meant to happen.

The big question was thus: how come this accident has happened on a Tuesday? I was looking forward to the answer that they would find – as religious people always find an explanation that suits their superstition – and I was not disappointed. Due to God’s grace, which is obviously especially generous on Tuesdays, nothing worse happened than only a broken leg! The accident happened but had it not been Tuesday, he would probably have been much more injured!

At that point I couldn’t hold myself back any longer and interrupted ‘But why did God put him into that situation at all?’

The response was that God always does only good and whatever bad happens, happens due to our own Karma. Ah, how I love this flexibility of religious belief! You can say any nonsense you like and you will definitely find religious arguments for it, proving your point. In my eyes, Karma and God cannot work together! If you give God the responsibility for good things, how can you blame Karma for the bad ones? Would God not be responsible for good and bad as well as for all your Karma? I have often heard this strange argument of Karma when I ask why children die of hunger on this world. It is their Karma, they say, he should not save them, they have to go through it. Why is God such a partial person that he saves some people from their Karma and not others?

You believe you have done a sin and that is why you have bad Karma. Due to your bad Karma, you have an accident but God saved you. Well, he saved your life but you do have a broken leg. If this guy could keep your head from hitting the ground, if he could manage to make you fall out of the Tempo at a place where there was no glass or other dangerous material on the ground, if he could keep other cars from rolling over you, then why could he not save your bones from being crushed? Why did he let that big car hit your tempo at all? Why did he let you fall out?

Was he too busy and only noticed when you had already broken your leg? Did he think it would look unrealistic that you fall out and don’t even break something? Or did he really think ‘Man, Govind, you got some bad Karma over there! Not bad enough for a concussion but at least a bone fracture!’

Well, needless to say that they could not convince me and neither did I try to convince them. They want to believe he was saved, fine. Today they will be praying to God to save him again during his surgery – which is thankfully on a Tuesday – but I will just be there in the hospital, wish for the doctors to have a calm hand and be there for him when the operation is over. Because it does not matter whether you believe in God or not, the love and support of a friend can help you overcome the worst of times.

Leben rettet Gott am Liebsten Dienstags – Abergläubischer Unsinn – 5 Mar 13

Gestern habe ich euch erzählt, dass ich in der letzten Woche jeden Tag in Agra war, um meinen Freund Govind im Krankenhaus zu besuchen, der letzten Dienstag einen Unfall hatte. Ich bin natürlich nicht sein einziger Besucher und so wurde ich Zeuge einer Unterhaltung, in die ich mich einfach einmischen musste – da es um eines meiner Lieblingsthemen ging: religiöser Aberglaube!

Das Gespräch begann, als einer von Govinds Besuchern ihn fragte, wann genau der Unfall denn passiert war. Es war Dienstag Abend gewesen und Govind fügte hinzu ‚Obwohl Dienstag so ein guter Tag ist!‘ Vielleicht habt ihr von diesem Aberglauben noch nicht gehört – viele Hindus glauben, dass Dienstag ein heiliger Tag ist, ein Tag Gottes und so sagen sie an Dienstagen auch ein besonderes Gebet. Es ist normalerweise für sie ein Tag, der für Gutes bestimmt ist.

Die große Frage war also: wie kommt es, dass dieser Unfall an einem Dienstag geschehen ist? Ich war gespannt, was sie darauf für eine Antwort finden würden – da religiöse Leute immer irgendeine Erklärung haben, die zu ihrem Aberglauben passt – und ich wurde nicht enttäuscht. Dank Gottes Gnade, die offensichtlich an Dienstagen besonders großzügig verteilt wird, ist außer einem gebrochenen Bein nicht mehr passiert! Der Unfall ist zwar geschehen, aber wäre es nicht an einem Dienstag gewesen, wäre er wahrscheinlich noch viel mehr verletzt worden!

An diesem Punkt konnte ich mich nicht länger zurückhalten und unterbrach ‚Aber warum hat Gott ihn denn überhaupt in diese Situation gebracht?‘

Die Antwort darauf war, dass Gott immer nur Gutes tut und was auch immer an Schlechtem passiert, passiert aufgrund unseres eigenen Karma. Ah, wie sehr ich diese Flexibilität von religiösem Glauben liebe! Man kann soviel Unsinn reden, wie man möchte und findet auf jeden Fall auch noch ein religiöses Argument dafür, das den Quatsch bestätigt. Meiner Meinung nach können Karma und Gott nicht zusammenarbeiten! Wenn du Gott die Verantwortung für Gutes gibt, wie kannst du denn Karma für das Schlechte verantwortlich machen? Wäre Gott dann nicht für Gutes und Schlechtes und auch für das Karma verantwortlich? Ich habe dieses seltsame Argument des Karmas schon oft gehört, wenn ich gefragt habe, warum Kinder auf dieser Welt verhungern. Es ist ihr Karma, sagen sie, er sollte sie nicht retten, sie müssen da durchgehen. Warum ist Gott so parteeisch, dass er manche Leute vor ihrem Karma rettet und andere nicht?

Du glaubst also, du hast eine Sünde begangen und darum hast du schlechtes Karma. Wegen deinem schlechten Karma hast du einen Unfall, aber Gott rettet dich. Naja, er hat dir das Leben gerettet, aber du hast dir das Bein gebrochen. Wenn dieser Kerl deinen Kopf davon abhalten kann, auf dem Boden aufzuschlagen, wenn er es geschafft hat, dass du an einem Ort aus der Tempo geschleudert wurdest, wo kein Glas oder anderes gefährliches Material auf der Straße lag, wenn er andere Autos davon abhalten konnte, über dich drüber zu fahren, warum konnte er dann nicht dein Bein davor bewahren, in der Mitte durchzubrechen? Warum hat er das große Auto denn überhaupt die Tempo anfahren lassen? Warum hat er dich denn rausfallen lassen?

War er zu beschäftigt und hat dich erst bemerkt, als du dir bereits das Bein gebrochen hattest? Dachte er, es würde unrealistisch aussehen, wenn du dir bei so einem Sturz nicht mal etwas brechen würdest? Oder dachte er wirklich ‚Mann, Govind, du hast da aber wirklich einiges an miesem Karma! Nicht schlimm genug für eine Gehirnerschütterung, aber mindestens ein Knochenbruch!‘

Naja, ich brauche wohl nicht sagen, dass sie mich nicht überzeugen konnten und ich habe auch nicht versucht, sie zu überreden. Sie wollen glauben, dass er gerettet wurde, okay. Heute werden sie zu Gott beten, dass er ihn während der Operation nochmal rettet – die Gott sei Dank an einem Dienstag stattfindet – aber ich werde einfach nur im Krankenhaus sein, den Ärzten eine ruhige Hand wünschen und für ihn da sein, wenn die Operation vorbei ist. Denn egal, ob man an Gott glaubt oder nicht, die Liebe und Unterstützung eines Freundes kann dir helfen, die schlimmsten Zeiten durchzustehen.