Can one justify a Belief that harms the Environment? – 16 Mar 16

We are extremely busy now with the restaurant on top of our other responsibilities and I can tell you, we are learning a lot of new things! Obviously, we also make many new experiences and meet even more people than before. One group of restaurant visitors came and before sitting down asked us if we could do one thing for them: could we serve all of their food on disposable plates? Of course also with disposable spoons and glasses.

After asking once in the kitchen, we could confirm that this would be possible. Out of curiosity, Ramona asked why they had this special need and they told her it was ‘out of spiritual reasons’. Another one elaborated a bit, explaining that they had a saint who had put up certain rules – and one of them was not to eat from pots that any other person had ever eaten from.

Of course we did our best to satisfy them, cooking in normal pots, bringing it in our serving pots to the table but serving on plastic plates and handing out plastic spoons which we somehow happened to have. They were more than happy with the food and told us that they would definitely come back again.

It is our effort, in our restaurant, to satisfy all customers. While we obviously catered for what was possible for us, we inwardly cringed at the result of the meal: there was a whole lot of waste! Plastic waste on top, a material that is not decomposable, which will linger and have negative effects for our environment for decades, if not centuries.

Why? I really don’t have any problem with people believing whatever they want to believe. At the same time however, I have the right to disagree with it. I think it is wrong to pollute our earth for coming generations just because a man, who is just human like you and I, thought he should tell his followers to do so. It is each person’s own decision – but in the end, I believe humanity suffers from such beliefs.

At the same time, there are of course situations when we cannot avoid plastic either. When people order food for take-away for example, it would be difficult to pack it in an environmental-friendly way. Whenever plastic is not necessary, however, we prefer avoiding it!

Well, after this group’s visit, we talked about what we could do and we said we would be able to change it for next time: we will serve them on plates and bowls made out of leaves – a more eco-friendly version! They will have their religious or spiritual restrictions respected and we our environmental-friendly ones! A good deal for all parties involved!

Kann man einen Glauben rechtfertigen, der die Umwelt schädigt? – 16 Mär 16

Wir sind nun extrem beschäftigt mit unserem Restaurant zusätzlich zu unseren anderen Verpflichtungen und ich kann euch sagen, dass wir jede Menge neue Dinge lernen! Natürlich machen wir auch viele neue Erfahrungen und treffen noch mehr Leute als schon zuvor. Eine Gruppe von Restaurant-Besuchern kam rein und fragte, bevor sie sich alle hinsetzten, ob wir etwas für sie tun könnten: könnten wir ihnen das Essen auf Einweg-Geschirr servieren? Natürlich auch mit Wegwerf-Löffeln und Wegwerf-Gläsern.

Nach einer schnellen Nachfrage in der Küche konnten wir bestätigen, dass das möglich wäre. Aus Neugier fragte Ramona warum sie diese besondere Anfrage hatten und sie antworteten, es sei aus ‚spirituellen Gründen‘. Ein anderer erläuterte das noch etwas und erklärte, dass sie einem Heiligen folgen, der gewisse Regeln vorgibt – und eine von diesen ist eben, dass sie nicht aus Geschirr essen, aus dem eine andere Person vor ihnen gegessen hat.

Natürlich gaben wir unser Bestes, um sie zufrieden zu stellen. Wir kochten in unseren normalen Töpfen, brachten das Essen in unseren Servierschüsseln zum Tisch, servierten es ihnen jedoch auf Plastiktellern und teilten auch Plastiklöffel aus, die wir zufällig irgendwo hatten. Sie waren mehr als glücklich mit dem Essen und meinten, sie würden definitiv wiederkommen.

In unserem Restaurant geben wir uns natürlich Mühe, alle Gäste zufrieden zu stellen. Während wir natürlich alles herbeibrachten, was uns möglich war, zuckten wir innerlich beim Gedanken an das Ergebnis zusammen: jede Menge Abfall! Und noch dazu Plastikabfall, ein Material, das sich nicht zersetzt, das jahrzehnte- wenn nicht jahrhundertelang weiterbestehen und negative Folgen für unsere Umwelt haben wird.

Warum? Ich habe wirklich kein Problem damit, wenn Menschen glauben, was sie nunmal glauben wollen. Gleichzeitig jedoch habe ich das Recht, da nicht zuzustimmen. Ich denke es ist falsch, unsere Erde für kommende Generationen zu verschmutzen, nur weil ein Mann, der einfach nur ein Mensch ist wie du und ich, meinte, er sollte seinen Anhängern das vorschreiben. Es ist jedermanns eigene Entscheidung – doch am Ende glaube ich, dass die Menschheit unter solchem Glauben leidet.

Gleichzeitig gibt es natürlich Situationen, in denen auch wir Plastik nicht vermeiden können. Wenn zum Beispiel jemand Essen mitnehmen möchte, wäre es schwierig, es in umweltfreundlicher Verpackung mitzugeben. Doch in allen Fällen, in denen Plastik nicht notwendig ist, vermeiden wir es!

Naja, nach dem Besuch dieser Gruppe haben wir darüber gesprochen, was wir tun könnten und sagten, wir könnten es nächstes Mal anders machen: wir servieren ihnen Essen auf Tellern und Schüsseln, die aus Blättern gemacht sind – eine umweltfreundlichere Version! Dadurch werden ihre religiösen und spirituellen Ansichten respektiert und gleichzeitig unsere umweltfreundlichen Ansichten! Eine gute Lösung für alle Beteiligten!

Why do you think Sex is something bad? – 11 Feb 16

In the last days, I have been telling you of Ashrams where sex is forbidden, of disciples that have sex in those Ashrams although it is forbidden and of course about gurus who have sex but won’t admit it, again because it is forbidden. Forbidden by themselves. Due to the stupid idea that sex could somehow be bad.

I stick with this: it is stupid to believe sex in itself could be bad. Or, on the reverse, that it could be good to force yourself to a life in celibacy! Sex, the physical action, is the result of a natural physical need: the urge to reproduce. Additionally, it is often combined with the need for human closeness, both physically and mentally.

Obviously, rape is bad. Obviously, using sex as a way of manipulating someone else is bad. Obviously, getting addicted to sex in your mind is bad as well.

Sex in itself, however, is not.

It is the beautiful union of two people. It is an exchange of touch, of physical love as well as emotional one, of giving and receiving, exploring each other deeply within, trusting with the most intimate desires and wishes and an expression of love.

A person’s natural urges however have a big power and by controlling them, people in the past have always tried to take control over others. The urge for sex has been a very popular one to be controlled and religions across the globe have toyed with it! For thousands of years, priests of many religions and others of high posts in churches, temples and similar places were required to remain celibate. To suppress their natural urge.

The result is however not a bigger energy for other matters or a clearer mind, as it is sometimes described. That person also doesn’t have any greater powers just because he or she suppressed his or her desire! No, the result is abuse as we have seen it in all religions across the world! Priests molesting young children in their care, gurus abusing their disciples and so much more!

Of course religions won’t abandon thousands of years of this tradition. You however, the sensible, reasonable person reading these lines can make a conscious decision: you don’t need to follow any guru, priest or leader and especially not those who are preaching celibacy. A lot of them are not sticking to this themselves either and even if they do – why would you?

Warum glaubst du, Sex ist etwas Schlechtes? – 11 Feb 16

In den letzten Tagen habe ich euch von Ashrams erzählt, in denen Sex verboten ist, von Schülern, die in diesen Ashrams Sex hatten, obwohl es verboten war und natürlich von Gurus, die Sex haben, es aber nicht zugeben, wiederum weil es verboten ist. Von ihnen selbst verboten. Aufgrund der dummen Idee, dass Sex irgendwie schlecht sein könnte.

Ich bleibe dabei: es ist dumm zu glauben, Sex an sich sei etwas Schlechtes. Oder, andersrum, dass es gut sein könnte, sich selbst zu einem Leben im Zölibat zu zwingen! Sex, die körperliche Handlung, ist das Ergebnis eines natürlichen, körperlichen Bedürfnisses: das Bedürfnis sich fortzupflanzen. Dazu kommt, dass es oft mit dem Bedürfnis nach menschlicher Nähe zusammenkommt, körperlich und auch geistig.

Natürlich ist Vergewaltigung schlecht. Natürlich ist es schelcht, Sex als Mittel zu verwenden, um jemand anderen zu manipulieren. Natürlich ist es auch schlecht, im Geist süchtig nach Sex zu werden.

Sex an sich jedoch ist nicht schlecht.

Es ist die wunderschöne Vereinigung zweier Menschen. Es ist ein Austausch von Berührungen, von körperlicher Liebe und auch emotionaler Liebe, des Gebens und Empfangens, des Erforschens des jeweils anderen tief drinnen, des Vertrauens mit dem intimsten Verlangen und den intimsten Wünschen und schließlich ein Ausdruck der Liebe.

Doch die natürlichen Bedürfnisse eines Menschen bergen eine große Kraft und in der Vergangenhei wurde immer versucht, andere durch Kontrolle ihrer Bedürfnisse zu kontrollieren. Das Bedürfnis nach Sex war ein sehr beliebtes Ziel dieser Versuche und Religionen auf der ganzen Welt haben damit gespielt! Tausende von Jahren lang mussten Priester vieler Religionen und Menschen in anderen hohen Stellungen in Kirchen, Tempeln und an ähnlichen Orten enthaltsam leben. Ihr natürliches Bedürfnis unterdrücken.

Das Ergebnis ist jedoch nicht mehr Energie für andere Dinge oder ein klarer Geist, wie es manchmal beschrieben wird. Diese Person hat auch keine größeren Mächte, nur weil er oder sie das Verlangen unterdrückt! Nein, das Ergebnis ist Missbrauch, wie wir es in allen Religionen auf der ganzen Welt gesehen haben! Priester belästigen junge Kinder, die ihnen anvertraut waren, Gurus missbrauchen ihre Anhänger und so vieles mehr!

Natürlich lassen Religionen nicht einfach so Traditionen von tausenden von Jahren hinter sich. Ihr jedoch, die vernünftigen Menschen, die diese Zeilen lesen, können eine bewusste Entscheidung treffen: ihr müsst keinem Guru, Priester oder sonstigem Anführer folgen und insbesondere niemandem, der Enthaltsamkeit predigt. Viele von diesen halten sich da selbst nicht dran und selbst wenn sie das tun – warum solltest du das auch tun?

The sad Role of the unacknowledged Girlfriend of a celibate Guru – 10 Feb 16

Yesterday I told you about a couple that had forbidden sex in the Ashram of their yoga guru where men and women were strictly separated. What I could tell them however was that this guru himself had a girlfriend! Yes, and he is by far not the only guru who preaches celibacy but lives in a relationship!

There are truly a lot of these gurus, preachers, high spiritual personalities with thousands of followers and often one very special companion: their girlfriend, life partner, the one whom they actually love. But they cannot show it publicly. Isn’t that sad?

See, right now I am not focusing on those gurus who seduce their female disciples, luring them into their bed with the promise of enlightenment or by telling them it is the wish of god. There are a lot of these, too, who just play with hundreds of their followers, cheating them all, often leaving them in a state of depression and mental trouble.

No, today I would like to write about those who have one steady person by their side. Only one devotee who seems so devoted she is spending her whole life, every day and every minute with her guru. One about whom everybody actually already knows that she is more than just a regular devotee. That she is the one he confides in, the one whose bed he shares every night, the one to whom he might even be faithfully devoted. His beloved – but only in private!

Even though everyone knows, from students, devotees and disciples to the general public, they insist that their relationship is a student-teacher relationship, nothing more than a guru and a close disciple. They can share a kiss only in hidden. They cannot hug in public or even lean on each other’s shoulders. When they are not in their home, they have to sneak around to have sex because officially they cannot stay together in one room.

Apart from it being completely hypocrite, I find it sad that they are never able to show their affection out in the open. It is not Indian culture anyway to be very affectionate where others can see you. In between couples you can however see that they behave in a loving way with each other. A certain touch, a look, some words are enough to show their love for each other. These gurus and their partners cannot even show that!

They have to hide their love and affection. Why? Because they believe a guru could somehow be better if he was celibate than if he had a partner. Because sex is impure in their eyes. Because they are afraid of what others would say.

What a huge nonsense! I pity them and I pity their partners who will never have this open and free recognition of their relationship that a normal woman can have standing next to her husband!

Die traurige Rolle der nicht anerkannten Freundin eines enthaltsamen Gurus – 10 Feb 16

Gestern habe ich euch von einem Paar erzählt, das im Ashram ihres Yoga Gurus verbotenen Sex hatte, da dort Männer und Frauen streng getrennt würden. Ich konnte ihnen jedoch sagen, dass dieser Guru selbst eine Freundin hatte! Ja und da ist er bei Weitem nicht der einzige Guru, der Enthaltsamkeit predigt, jedoch in einer Beziehung lebt!

Es gibt wirklich viele solcher Gurus, Prediger, hoher spiritueller Persönlichkeiten mit Tausenden Anhängern und oft einem ganz besonderen Begleiter: ihrer Freundin, ihrem Lebenspartner, derjenigen, die sie lieben. Aber sie können es nicht öffentlich zeigen. Ist das nicht traurig?

Ich will mich da momentan gar nicht auf die Gurus konzentrieren, die ihre weiblichen Anhänger verführen und sie mit dem Versprechen der Erleuchtung oder mit der Erklärung, es sei der Wunsch Gottes, in ihr Bett locken. Davon gibt es auch viele, die mit Hunderten ihrer Anhänger nur spielen, sie alle betrügen und oft in einem Zustand der Depression und mentaler Hilflosigkeit zurücklassen.

Nein, heute möchte ich über diejenigen schreiben, die einen festen Partner an der Seite haben. Nur eine Anhängerin, die so voller Hingabe ist, dass sie ihr gesamtes Leben, jeden Tag und jede Minute mit ihrem Guru verbringt. Eine, von der eigentlich sowieso jeder weiß, dass sie mehr als nur eine Anhängerin ist. Dass sie diejenige ist, der er sich anvertraut, diejenige, dessen Bett er nachts teilt, diejenige, der sogar er sich treu hingibt. Seine Geliebte – aber nur ganz privat!

Obwohl jeder von Schülern, Anhängern und Schülern bis hin zur allgemeinen Öffentlichkeit Bescheid weiß, bestehen sie darauf, dass ihre Beziehung eine Schüler-Lehrer-Beziehung ist, nichts anderes als ein Guru und eine enge Anhängerin. Sie können sich nur geheim küssen. Sie können sich in der Öffentlichkeit nicht umarmen und nicht einmal an der Schulter des anderen anlehnen. Wenn sie nicht daheim sind, müssen sie zum jeweils anderen schleichen, um Sex zu haben, weil sie offiziell kein Zimmer miteinander teilen können.

Außer der Tatsache, dass es völlig scheinheilig ist, finde ich es traurig, dass sie ihre Zuneigung zueinander nie in der Öffentlichkeit zeigen können. Es ist sowieso kein Teil indischer Kultur, viel Zuneigung zu zeigen, wenn andere es sheen können. Man sieht unter Paaren jedoch oft, dass sie sehr liebevoll miteinander umgehen. Eine geiwsse Berührung, ein Blick, einige Worte reichen aus, um ihre Liebe füreinander zu zeigen. Diese Gurus und ihre Partner können nicht einmal das zeigen!

Sie müssen ihre Liebe und Zuneigung verstecken. Warum? Weil sie glauben, ein Guru wäre irgendwie besser, wenn er enthaltsam lebt, als wenn er einen Partner hat. Weil Sex in ihren Augen unrein ist. Weil sie Angst haben, was andere sagen könnten.

Was für ein riesiger Unsinn! Mir tun diese Gurus leid und auch ihre Partner, die nie diese offene und freie Anerkennung der Beziehung haben werden, die jede normale Frau neben ihrem Ehemann hat!

A Story of exciting, forbidden Sex in a Yoga Ashram – 9 Feb 16

I yesterday told you about an email we received asking whether the author could stay with her partner in one room. While we believe this should not even be a question, it unfortunately is for many spiritual places and Ashrams. They make sex into something dirty that should not happen on their premises and which should be controlled. The effect however is quite clear: people do it in hidden!

I knew a man from Germany who ran a yoga center there. I had met him in Germany and had even given program in his center. When he travelled to India together with his girlfriend, he also came to our Ashram and of course they stayed together. During the days they were here, we had some conversations about this strange rule, too, because his girlfriend had just been to such an Ashram!

She had completed a four-week yoga teacher training at an Ashram of a yoga guru. In that Ashram, men and women were strictly separated and it was not allowed, even for married couples, to sleep in one room. That’s how obviously, when her boyfriend came to visit about two weeks into the training, they could not meet at the Ashram! He had one room, she another and it was not allowed for them to visit each other’s rooms!

In the end, he sneaked into her room on his last night there and they met for a physical reunion and a goodbye in bed. He had not wanted to leave without having even kissed his girlfriend! He told me he was sorry about breaking the rule but still felt it had been necessary and good for them to feel each other. They both knew that they would not ever return to that place.

So the only thing that Ashram succeeded to do by putting up that rule was to create resentment in the hearts of two loving people! They did not keep them apart, did not stop them from having sex. They may only have succeeded to create some more excitement for doing something forbidden – but in the end, I don’t think this couple would feel that sex is dirty on the long run!

Unfortunately there will be some people with whom they will succeed. Who will see sex and the touch of a loving person as something dirty. And that is wrong!

The big joke about that woman’s guru however was that he was only celibate in front of the public! I knew the man and I was not the only one who exactly knew that he also had a girlfriend! He had been in a relationship for many years but publicly kept on pretending to live in celibacy. Having sex is not something that those gurus refrain from but they like controlling it and thus keep this rule up for their disciples and students!

My suggestion is not to visit any place that has such rules. You will just put yourself into an environment of suppression of natural feelings. And mostly, it is hypocrites that create those rules and enforce them!

Aufregender, verbotener Sex in einem Yoga Ashram – 9 Feb 16

Gestern habe ich euch von einer Email erzählt, in der die Verfasserin fragte, ob sie mit ihrem Partner in einem Zimmer übernachten könnten. Während wir glauben, dass das keine Frage sein sollte, ist es das leider für viele spirituelle Orte und Ashrams. Sie machen etwas Schmutziges aus Sex, etwas, was auf ihrem Grund und Boden nicht stattfinden sollte und kontrolliert werden muss. Die Folge ist jedoch klar und deutlich: dann wird das eben im Geheimen erledigt!

Ich kannte einen Mann aus Deutschland, der dort ein Yogazentrum hatte. Ich hatte ihn in Deutschland kennen gelernt und in seinem Zentrum sogar Programm gegeben. Als er zusammen mit seiner Freundin nach Indien reiste, kam er auch in unseren Ashram und natürlich hatten sie zusammen ein Zimmer. In jenen Tagen führten wir auch einige Unterhaltungen über diese seltsame Regel, weil seine Freundin gerade in einem solchen Ashram gewesen war!

Sie hat eine vierwöchige Yogalehrerausbildung in einem Ashram eines Yoga-Gurus gemacht. In dem Ashram wurden Männer und Frauen streng getrennt und es war sogar verheirateten Paaren nicht erlaubt in einem Zimmer zu schlafen. Das wurde ihnen klar, als ihr Freund sie nach etwa zwei Wochen besuchen kam und sie sich im Ashram nicht treffen konnten! Er hatte ein Zimmer, sie ein anderes und es war ihnen nicht erlaubt, den jeweils anderen im Zimmer zu besuchen!

Am Ende schlich er sich an seinem letzten Abend dort in ihr Zimmer und sie trafen sich für eine körperliche Wiedervereinigung und einen Abschied im Bett. Er wollte nicht gehen, ohne seine Freundin zumindest einmal geküsst zu haben! Er erzählte mir, dass es ihm schon leid tat, dass er die Regel verletzt hatte, dass er aber trotzdem das Gefühl hatte, dass es für sie gut und notwendig gewesen war, einander zu spüren. Sie wussten beide, dass sie nie wieder an diesen Ort zurückkehren würden.

Das Einzige, was dieser Ashram also mit seiner Regel geschafft hatte, war, in den Herzen zweier liebender Menschen Abneigung zu schaffen! Sie schafften es nicht, sie auseinander zu halten, konnten sie nicht davon abhalten, miteinander zu schlafen. Sie haben es vielleicht geschafft, das Ganze etwas aufregender zu machen, weil es verboten war – aber am Ende glaube ich nicht, dass dieses Paar auf lange Sicht hin Sex als schmutzig ansehen wird!

Leider gibt es sicher auch Leute, bei denen sie Erfolg haben. Die Sex und die liebevolle Berührung einer anderen Person als etwas Schmutziges sehen werden. Und das ist falsch!

Der größte Witz an dem Guru der Frau war jedoch, dass er nur in den Augen der Öffentlichkeit enthaltsam lebte! Ich kannte den Mann und war nicht der Einzige, der genau wusste, dass er auch eine Freundin hatte! Er war schon viele Jahre lang in einer Beziehung, tat aber öffentlich weiter so, als lebe er enthaltsam. Diese Gurus halten sich nicht etwa von Sex fern, aber sie kontrollieren gerne und schaffen deshalb diese Regel für ihre Schüler und Anhänger!

Mein Vorschlag ist, keinen Ort zu besuchen, der solche Regeln aufstellt. Damit begibst du dich in eine Umgebung, in der natürliche Gefühle unterdrückt werden. Und meistens sind es scheinheilige Menschen, die solche Regeln schaffen und durchzusetzen versuchen!

Is it wrong if a Godwoman like Radhe Maa wears a Miniskirt? – 9 Aug 15

I have been quite busy in the past two days as well. Yesterday and the day before yesterday, I had two interviews for TV stations. The questions were all about a hot topic that has been going on in Indian news in the past days: Radhe Maa, a god-woman who is worshipped like a goddess. A female guru who recently had some private photos and videos leaked to the public.

I already introduced this woman in short to my readers in 2012 and told how she did lap dances on the laps of devotees in five layers of religious make-up.

This woman, whose real name is Sukhvinder Kaur, recently had a police complaint filed against her by a woman in whose family’s home she was staying. There were allegations that she had been violent against her and created pressure on other family members to ask her for a higher dowry.

These news were not as big however until the media got their hands on a couple of personal pictures that show Radhe Maa in a miniskirt, posing for pictures, as well as a video in which she is dancing to Bollywood songs. Ever since the day these photos leaked, they have been shown thousands of times on TV news!

Some people are in her favour, some against her. Indignant Hindus ask whether this is a sign of how modern life spoils religion and culture, they blame her for hurting people’s religious feelings. Other godmen say she was dancing in bliss, in a trance that doesn’t make you realize whether it is holy chanting or Bollywood songs you are dancing to.

It was two of such debates that I took part in, where some were against her and others supporting her. I actually asked what the problem was in her dancing. She is called Radhe Maa – that is the problem! There are many godmen and godwomen who attract people with their dance. Radha and Krishna also danced and nobody thought anything wrong with that! The media already knew she was doing lap dances with her devotees but didn’t present this as something problematic until they got their hands on a picture of this lady in a miniskirt!

It is your expectation on how this person, whom you have put in the place of god, whose orders you follow as if she knew you, your life and even your future, should behave. You put her on a pedestal but you only want to see her in her divine getup, not as a human being!

Who actually tells that an individual is qualified for being a godman or the female counterpart? Is there any institution where they pass a test? Do they know they should not wear miniskirts? And did anybody ever tell them they should not fool the public pretending to have divine powers? Who will take the responsibility for these people? Those who go there?

On the contrary, politicians and celebrities flock there to throw themselves at these fake gurus’ feet, showering them with money, showing the world they approve of them. Whoever wears such a costume and looks like a sadhu can be holy with a little bit of talent for acting! They invest money in TV advertisements, attract people and finally take a whole lot of money out of their pockets!

They don’t have enough with cheating them financially though! In Vrindavan, this is nothing new: police raids have again and again exposed godmen who enjoy the complete surrender of their devotees and call them to their beds! For some, this simply means that they get not only their spiritual urges satisfied but also their physical needs! For others, it is an act they feel forced to do in order not to anger or disappoint someone they believe is god!

In the TV interview I said that gurus like Asaram, who is still in jail for raping a minor girl, and people like Radhe Maa are products of religion. As long as organized religion exists, this kind of people will appear again and again. The root is religion.