Wenn Streit eine Großfamilie kaputt und das Leben noch schwieriger macht! – Unsere Schulkinder – 1 Mai 15

Wohltaetigkeit

Heute möchte ich euch einem Jungen vorstellen, der in paar Häuser hinter dem Ashram wohnt. Er heißt Mohit und ist ein Cousin von Anuradha, einem weiterem Mädchen unserer Schule, das ich euch bereits letztes Jahr vorgestellt habe.

Mohit ist acht Jahre alt und der Jüngste von vier Kindern. Seine älteste Schwester ist 14, sein Bruder 12 und seine zweite Schwester 10 Jahre alt. Sie leben bei ihren Eltern und ihrer Großmutter, der auch das Haus gehört.

Mohits Vater ist Maurer und sucht jeden Tag nach Arbeit. An einem Arbeitstag verdient er etwa fünf Euro. Seine Frau erzählt jedoch, dass er in einem Monat maximal zehn Tage lang Arbeit findet. Das bedeutet, dass sei nicht viel Geld übrig haben, um ihre vier Kinder mit Essen, Kleidung und Bildung zu versorgen!

Wenn man ihr Haus durch ein enges Tor betritt, sieht man zu seiner Linken einen kleinen Unterstand mit einer Kuh. Ein paar Schritte weiter sieht man ein Toilettenhaus links, dann eine Art Dachterrasse und geradeaus steile Stufen hinunter zu dem Haus, dessen Dach man da sieht. Es liegt ein ganzes Stockwerk weiter unten, da das Haus gebaut wurde, als die Straße noch auf diesem Leben lag. Die Straße kam nach oben – und sie mussten sich anpassen!

Man merkt bereits, wenn man reinkommt, dass die Wand auf der rechten Seite nicht immer da war. Sie trennt etwas – und wenn man hinunterblickt, weiß man genau, was das sein muss: eine Großfamilie kam nicht mehr miteinander aus und so wurde eine Wand eingezogen, um zwei getrennte Häuser zu schaffen. Das Haus gehört Mohits Großmutter, die in einem der zwei Zimmer auf Mohits Seite wohnt. Sie haben auch eine Küche, aber nicht mehr Platz als das. Auf die Frage, was zu der Trennung geführt hat, bekommen wir keine klare Antwort. ‚Die andere fingen immer wieder Streit an…‘

Natürlich machen es solche Streitereien in der Familie noch schwieriger, über die Runden zu kommen. Ihnen fehlt die finanzielle Unterstützung des anderen Geldverdieners – und auch die moralische und emotionale Unterstützung in schwierigen Zeiten!

Es ist schade, wenn man so etwas passieren sieht und auch noch auf solche Weise, das seine arme Familie, die sowieso nicht viel Platz hatte, Wände baut und ihr Haus in zwei kleine Bereiche teilt! Sie haben ja kein Geld, woanders hin zu gehen!

Das sind die Familien, aus denen unsere Schulkinder kommen! Mohit ist nun seit zwei Jahren bei uns. Er hat die zweite Vorschulklasse bestanden und kommt ab Juli in die erste Klasse.

Du kannst Kinder wie ihn unterstützen! Werde Pate oder spende das Essen für einen Tag!

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