Heute möchte ich euch einen der Jungen vorstellen, die schon von ihrem ersten Schuljahr an bei uns zur Schule gehen. Sein Name ist Praveen und er ist 12 Jahre alt.
Praveen lebt in der Nähe vieler seiner Klassenkameraden in einer armen Gegend Vrindavans. Er lebt alleine mit seiner Mutter – seine Schwester studiert, um einen Bachelor of Art zu machen, im Dorf der Großeltern Praveens, und der Vater der beiden ist bereits vor vier Jahren gestorben.
Wir fragten Praveens Mutter, an was ihr Mann den gestorben sei, doch die einzige Antwort, die wir bekamen, war: ‚Er war krank und starb.‘ Was genau diese Krankheit war, das weiß keiner. Er war nie zu einem ordentlichen Arzt gegangen. Die Familie dachte, es würde ihm irgendwann wieder besser gehen. Dass es zu viel kosten würde, ins Krankenhaus zu gehen. Dass es die Familie finanziell ruinieren würde.
Man könnte sagen, dass es die Familie auch ruiniert hat, dass er nie beim Arzt war, aber man kann nie genau wissen, was es denn nun für eine Krankheit war. Jetzt ist die Mutter auf sich selbst gestellt. Zumindest gehören diese zwei Zimmer ihnen, so dass sie sich keine Gedanken darum machen muss, wie sie die Miete bezahlen soll. Ihre Eltern zahlen die Studiengebühren für ihre Tochter, die bei ihnen lebt, um sie zu unterstützen.
Während Praveens Vater ein einfacher Arbeiter war, der auf Baustellen arbeitete, geht Praveens Mutter auf Feldern arbeiten und hilft mit der Ernte. Natürlich ist das keine Arbeit für das ganze Jahr, also geht sie, wenn auf dem Feld keine Arbeit mehr ist, zu einer Fabrik, die verschiedene Lebensmittel verarbeitet. Dort arbeitet sie hart, um die Gewürze in einem Mörser zu zerkleinern. Zehn bis zwölf Rupien pro Kilo bekommt sie dafür. Im Durchschnitt, sagt sie, bekommt sie damit etwa 15 Euro im Monat.
Das bedeutet, dass es daheim meistens nur Brot und Salz zu essen gibt. Ein weiterer Grund, warum sie sich freut, dass Praveen bei uns zur Schule geht: er bekommt jeden Tag ein warmes Mittagessen! Eine Sache weniger, um die sie sich kümmern muss.
Praveen ist auch glücklich. Er hat jede Menge Freunde in der Schule, mit denen er nun schon seit Jahren zusammen ist und er ist auch in der Schule recht gut.
Wenn du gerne Kinder wie Praveen unterstützen willst, würden wir uns über eine Kinderpatenschaft oder eine Essensspende freuen. Vielen Dank!
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