Es ist wieder Freitag und Zeit dafür, euch einem unserer Schüler vorzustellen. Heute ist Hema dran, 12 Jahre alt und in der 2. Klasse unserer Schule.
Hemas Haus ist aus Lehm gemacht, unterstützt von Bambusstecken und mit einem Boden aus einer Mischung von Sand und Kuhdung. Das ist eine alte, traditionelle Bauart, die von armen Leuten verwendet wird, die kein Geld für Ziegelsteine oder Zement haben und somit keine ordentlichen Wände bauen können. Natürlich wird der Nachteil dieser Häuser zur Monsunzeit deutlich: zu viel Regen weicht die Wände ein und macht sie instabil.
Der Vorteil ist, dass es im Sommer in diesen Häusern nicht so heiß wird wie in Ziegelhäusern, so dass Familie wie Hemas, die sich keine Ventalitoren, Kühler oder Klimaanlagen leisten können, die heißen Sommertage überleben.
Das Haus und das ganze Land, auf dem es steht, gehört sieben Brüdern und ihren Familien, die nun schon seit 22 Jahren in Vrindavan sind. Sie alle haben als Arbeiter begonnen, doch nun haben zwei Brüder, unter ihnen Hemas Vater, etwas Neues begonnen: sie haben in zwei kleine Schiebewägen und eine große Kiste investiert, sowie in eine große Pfanne. So schieben sie nun jeden Tag ihre Wägen bis vor zur Hauptstraße, um Pani Puri, Tikki und mehr zu verkaufen – Snacks für diejenigen, die vorbeilaufen!
Hemas älterer Bruder, 18 Jahre alt, hat sich dem Geschäft angeschlossen. Sie bereiten jeden Tag 2000 Stück Pani Puri vor. Hema hilft ihrer Mutter, die würzige Soße zuzubereiten, in die man die hohlen Bällchen eintunkt. In diesem Geschäft gibt es größere Chancen, Profit zu machen, als als Tagelöhner auf dem Bau. Sie hoffen, bald etwa 100 US-Dollar pro Monat zu verdienen, doch jetzt, da sie in dem Geschät noch neu sind, bekommen sie bei Weitem nicht so viel.
Bis sich ihr Geschäft etabliert hat, gibt ihre Büffelkuh Milch, die sie dann verkaufen – und das gibt genug Einkommen, damit sie über die Runden kommen.
Hema ist nun schon seit drei Jahren an unserer Schule und obwohl sie im Lernen nicht sehr schnell ist und auch nicht zu den Besten ihrer Klasse gehört, würden die Lehrerinnen sie im Unterricht nur ungern missen. Sie ist fröhlich, hat viele Freunde und bringt andere immer zum Lachen. Wir sehen ihren Fortschritt in der Schule mit Freunde und freuen uns darauf, sie noch viele weitere Jahre zu unterrichten!
Wenn du uns helfen möchtet, sie und Kinder in ähnlichen Situationen zu unterstützen, kannst du das mit einer Essensspende oder mit einer Kinderpatenschaft!
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