Vier Mädchen und zwei Jungs – und fünf von ihnen lernen bei uns! – Unsere Schulkinder – 29 Apr 16

Stadt:
Vrindavan
Land:
Indien

Heute möchte ich euch einem der Kinder vorstellen, die im nächsten Schuljahr das erste Mal an unsere Schule gehen werden: Hari Om. Als wir bei ihm daheim ankommen, merken wir, dass diese Familie für uns keine Fremden sind! Hari Om wird sich bei uns an der Schule sicher wie daheim fühlen – denn drei seiner Schwestern lernen schließlich auch bei uns und seine älteste Schwester hat ihre Grundschulbildung bei uns bereits abgeschlossen!

Es ist eine dieser Familien, die nicht so viele Kinder gehabt hätte, wären ein paar Chromosomen anders gewesen: sie hatten vier Mädchen bevor sie schließlich die zwei Söhne hatten, auf die sie gewartet hatten! Genau wie so viele andere Familien mit ungebildeten Eltern hatten sie auch an eines nicht gedacht: sie müssen diese vier Mädchen auch noch großziehen! Sie haben nicht einmal die finanziellen Mittel, sie zur Schule zu schicken – wie sollen sie denn für ihre Hochzeit zahlen?

Da hat sich die Familie in eine rechte Zwickmühle gebracht, besonders, da es um die Gesundheit des Vaters nicht so gut steht. Er hat eine Art permanenten Husten, der manchmal besser wird und zu anderen Zeiten so schlimm wird, dass er in der Früh nicht einmal aufstehen kann! Nach unserem letzten Besuch bei ihnen daheim habe ich euch bereits erzählt, dass die Ärzte meinten, es wäre ihnen nicht mehr möglich, dagegen noch etwas zu tun. Eine Kindheits-Verletzung, die man heute nicht mehr behandeln kann, zumindest nach dem, was die Familie uns erzählt.

Sie haben ihre Büffelkühe, die Milch geben, wenn sie Kälber hatten, doch gleichzeitig auch jede Menge fressen, was den Gewinn natürlich reduziert. So kommt es, dass sie eines ihrer Zimmer in Richtung Straße geöffnet haben und dort nun Süßes, Snacks, Stifte und ähnliches an diejenigen verkaufen, die dort vorbeilaufen. Da der Vater auf Arbeitssuche geht, verkauft dort die Mutter und, wenn sie zum Beispiel mit den Büffelkühen beschäftigt ist, übernehmen die Mädchen das Geschäft.

Es gibt keinen Zweifel daran, dass sie sehr arm sind, aber wie ich euch bereits letztes Mal erzählt habe, als ich über sie schrieb: sie sind einige der fröhlichsten Menschen, die das Leben genießen, lachen und Spaß haben, jedes Mal, wenn man sie trifft!

Mit einer Kinderpatenschaft oder einer Spende für das Essen für einen Tag für die Kinder unserer Schule, könnt ihr Familien wie die von Hari Om unterstützen!

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