Heute möchte ich euch zwei Kindern vorstellen, die bald in unserer Schule zu Lernen beginnen werden. Sie heißen Naresh und Lalita und sind sieben und fünf Jahre alt. Sie sind die jüngeren zwei von drei Geschwistern und leben in einer der ärmsten Gegenden Vrindavans.
Der Vater der Kinder ist Maurer. Er bemüht sich jeden Tag sehr, Arbeit nicht nur für einen Tag zu bekommen, sondern als Vertrag für ein Projekt, das länger dauert, zehn Tage, zwanzig, Tage oder sogar mehr. Er bekommt sowieso einen bestimmten Betrag pro Tag – aber auf diese Weise bekommt er dieses Geld zumindest sicher für zehn oder zwanzig Tage hintereinander. Andererseits liegt es an ihm, jeden Tag rechtzeitig zum Markt zu gehen, einen Bauleiter zu finden, der ihn anstellt und dann harte Arbeit zu leisten, so dass dieser Bauleiter ihn wieder einstellt.
Auf diese Weise verdient er etwa 100 Euro im Monat. An Tagen, an denen er nicht zur Arbeit geht, hilft er seinen Eltern auf ihrem Feld, hilft mit dem bewässern oder bei der Ernte. Es ist das Feld der Familie, also arbeiten alle dort: sein Vater, sein Bruder und er selbst. Der Weizen wird genauso aufgeteilt und so auch nie genug zu verkaufen – aber in meisten Jahren ist es genug für den Heimverbrauch seiner Familie. Sie haben also eine Kuh, die Milch gibt, so dass die Kinder trinken können und sie Milch zum Kochen haben und natürlich auch Kuhdung, mit dem sie Feuer machen.
Nareshs älterer Bruder ist zehn Jahre alt und geht auf eine billige Privatschule. Naresh hat auch in dieser Schule zu lernen begonnen, doch als die Familie von unserer Schule hörte, beschlossen sie zu versuchen, einen Platz für ihre zwei jüngeren Kinder zu bekommen. Indem sie sie an unsere kostenlose Schule schicken, ist ihre Bildung sicherer: sollte der Familienvater länger keine Arbeit finden, verhungern sie nicht, aber es kann schwierig werden, die Schulgebühren für drei Kinder zu zahlen!
Während beide Kinder fröhlich sind und sich darauf freuen, auf unsere Schule zu gehen, haben wir bemerkt, dass Lalitas Augen zur Seite abdrifteten. Manchmal schien sie sich mit einem Auge zu konzentrieren, manchmal mit beiden und zu anderen Zeiten mit dem anderen Auge. Die Mutter erzählte uns, dass sie sich selbst im Auge gekratzt hatte, als sie zwei Monate alt war und dass Ärzte ihnen damals gesagt hatten, sie sollten warten, bis Lalita sechs oder sieben Jahre alt ist und in der Lage sein würde zu sagen, ob sie auf beiden Seiten sieht oder nicht. Wir fragten, ob sie es denn nun wussten oder nicht, schließlich war das Mädchen nun groß genug, doch die Mutter verneinte und sagte, Lalita würde es einfach nicht sagen. Als wir das alles hörten, rieten wir der Mutter, ihre Tochter noch einmal zum Augenarzt mitzunehmen, um nachzusehen, ob etwas getan werden kann und natürlich helfen wir ihnen, wenn sich irgendwelche Probleme auftun.
Wenn du Kinder wie Naresh und Lalita unterstützen möchtest, wären wir sehr froh über eine Kinderpatenschaft, eine Spende für ein Essen für einen Tag oder einen Beitrag jeglicher Höhe!
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