Es ist wieder einmal Freitag, der Tag, an dem ich euch eines unserer Schulkinder vorstelle. Wie so oft, lernt ihr auch heute wieder zwei von ihnen kennen, da es Geschwister sind. Lakshmi, 13 Jahre alt, und Neha, 10 Jahre alt, haben beide 2009 in den Vorschulklassen unserer Schule das Lernen begonnen. Lakshmi, die also mit neun Jahren zum ersten Mal zur Schule ging, schaffte es, schnell aufzuholen und ist nun in der vierten Klasse. Neha, ihre jüngere Schwester, ist in der dritten Klasse und beide sind sehr fröhliche Mädchen!
Als wir sie besuchen gingen, waren sie gerade bei Nachbarn zum Carom-Spielen, ein Spiel, das man das indische Billiard nennen könnte. Sie sahen uns durch die Tür kommen und rannten aufgeregt zu sich nach Hause, um ihre Mutter und Großmutter von unserem Kommen zu informieren.
Ihre sind aus Vrindavan und sind bereits vor der Geburt der Töchter in diese Gegend gezogen. Damals bauten sie ein kleines Zimmer. Im Laufe der Jahre konnten sie jeden Monat ein klein wenig Geld sparen und das Gebäude ausbauen. Jetzt hat es sieben Zimmer, eine überdachte Küche, eine kleine Dusche und eine Toilette.
Lakshmi und Nehas Vater hat ein Geschäft weiter hoch die Straße, wo er Elektro-Geräte verkauft. Im Allgemeinen geht das Geschäft recht gut, weil jeder im Sommer Fans und Kühler gegen die Hitze braucht und Heizer im Winter, um die Kälte zu bekämpfen. Doch immer, wenn das Geschäft nicht gut geht, vermieten sie eines der Zimmer in ihrem Haus, um die Finanzen der Familie etwas zu unterstützen.
Sie sind nicht gerade wohlhabend, aber das Geschäft des Vaters lief nun schon lange genug, um sie in der Nachbarschaft als etabliert zu bezeichnen. Sie führen ihr Leben ohne größere Probleme – aber sie wären wohl nicht in der Lage, die Schulgebühren einer normalen Schule zu zahlen. Sie kommen in unsere Schule, sie lernen und essen hier und die Eltern sind froh, dass sie dadurch keine finanzielle Last haben. Wenn sie Bücher, Schuluniformen und Schreibwaren alles selbst zahlen müssten, könnten sie sich das gelegentliche Taschengeld, so viel Kleidung und andere kleine Annehmlichkeiten nicht leisten.
Nicht nur ihre Eltern freuen sich, dass die Kinder zur Schule gehen können! Die Schwestern habe in der Schule jede Menge Freunde und obwohl sie nicht zu den Besten der Klasse gehören, macht ihnen das Lernen Spaß. Neha braucht oft noch etwas extra Hilfe der Lehrerinnen nach dem Unterricht, um schwierige Punkte zu verstehen, aber das ist genau das, wofür wir da sind: um diesen Kindern eine Bildung zu geben, die ihnen viele Türen für die Zukunft öffnet.
Helft uns dabei und werdet Kinderpaten oder spendet das Essen für einen Tag!
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