Ich bin gerade von einem Wochenende in Delhi zurückgekommen. In Gurgaon, um genau zu sein, wo das Krankenhaus ist, in dem Monika behandelt wird. Ihr erinnert euch sicher an Monika, das Mädchen, das bei einem Unfall schwere Verletzungen erlitten hat. Ich habe bereits eine Reihe von Blogeinträgen über sie geschrieben, begonnen mit diesem Eintrag. Am Samstag wurde ihre zweite Operation erfolgreich durchgeführt!
Ich hatte euch bereits vom Erfolg von Monikas erster Operation erzählt. Sie war nach der OP eine Woche lang im Krankenhaus und danach einen Monat lang in einem Gasthaus in der Nähe, weil sie jeden zweiten Tag ins Krankenhaus musste, um ihre Verbände zu wechseln.
Danach kam sie nach Vrindavan zurück und ging wieder zur Schule. Es war perfektes Timing – sie war genau für die Winterferien weggewesen, nur ein paar Tage länger und hatte in der Schule nicht viel verpasst!
Sie hat sich gut erholt, muss jedoch eine Halskrause tragen, um den Hals gerade zu halten, so dass die eingesetzte Haut weiterhin gestreckt bleibt und sich nicht wieder zusammenzieht. Sie gibt mehrmals am Tag Öl auf die verbrannte Haut und die ihre Mutter massiert ihr auch täglich ihre Haut.
Nach den Jahresendprüfungen des Schuljahres nahmen wir Monika noch einmal mit zum Arzt. Er hatte sie letzten Monat zu einer weiteren Untersuchung einberufen, um zu sehen, wie sich die operierte Haut entwickelte. Die Ärzte freuten sich, sie zu sehen und fragten, was sich im Vergleich zu vor der Operation verändert hatte. Sie antwortete, dass sie zuvor nicht in der Lage gewesen war, ihren Hals zu bewegen, dass sie ihr Kinn immer nach unten gezogen hatte – und jetzt konnte sie beides, ihren Kopf zu beiden Seiten und auch hoch und runter bewegen. Es war ein schöner Augenblick.
Da planten wir auch die nächste Operation. Er schlug vor, sie im Mai durchzuführen – und wir stimmten zu, weil das in den Sommerferien sein würde. Sie wäre dann in der Lage, ihre Operation zu haben und sich zu erholen, ohne dass ihr Lernprozess weiter gestört würde. Zusätzlich wäre es die heißeste Zeit des Jahres und sie würde diese Zeit in klimatisierten Zimmern verbringen! Bei ihnen Zuhause haben sie nur einen Ventilator an der Decke und wenn der Strom ausfällt nicht einmal das! Natürlich ist für Monika die Hitze immer schmerzhaft!
Nachdem er den Bereich untersucht hatte, wo sie Haut transplantiert hatten und auch ihre weiteren Narben, fragte der Arzt Monika, was von den drei Stellen, an denen für Funktionalität noch gearbeitet werden müsse, für sie denn am wichtigsten sei – ihr linkes Auge, der Mund oder der rechte Arm. Sie antwortete, dass sie ihren Arm gerne weitere anheben möchte als die etwa 90 Grad, die für sie im Augenblick möglich sind.
Der Arzt meinte, dass seiner Meinung nach auch das Auge wichtig sei, also würde er diese zwei in einer Operation kombinieren: die Arbeit am linken Auge, so dass sie das Augenlid schließen kann und das Lösen des rechten Arms.
Der Arzt erklärte, dass der Arm nach der Operation in einem Rahmen gehalten werden müssen, um die transplantierte Haut davon abzuhalten, sich zusammenzuziehen, genau wie es die Halskrause für den Nacken getan hat. So wird Monika dieses Mal einige Tage mehr im Krankenhaus bleiben müssen und dann auch wie letztes Mal in einem Gasthaus in der Nähe wohnen, um regelmäßig zum Wechseln der Verbände und zu Untersuchungen zu kommen.
Morgen erzähle ich euch mehr von der Operation und unserem Wochenende.
Wer Monika und ihre Behandlung unterstützen möchte, kann hier mehr lesen und spenden. Danke!
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