Monika auf dem Weg der Besserung: sie kann wieder stehen und gehen – 13 Jan 15

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Gestern habe ich euch erzählt, dass wir bei Monika waren – und es war wirklich toll sie zu sehen! Sie hat tolle Fortschritte gemacht!

Ich habe sie zuerst im Krankenhaus getroffen, wo ich war, um von den Ärzten zu hören, was die nächsten Schritte sein werden. Sie war gekommen, um ihre Verbände wechseln zu lassen und so konnte ich sehen, wie es unter dem Verband aussieht. Es ist schon toll, was moderne Medizin so alles kann – wenn es ordentlich gemacht wird! Wieder musste ich an die Berichte ihrer Mutter denken, wie im Sommer im staatlichen Krankenhaus bei jedem Öffnen des Verbands das Blut aus den Wunden hervorquoll! Jetzt sieht das anders aus – sauber genähte Stücke der Haut von ihrem Oberschenkel an Auge, Brust, Nacken und Kinn. Ein paar Tropfen Blut, kein Eiter, schon ziemlich sauber!

Zurück im Hotel kamen wir gerade zum gleichen Zeitpunkt an wie Monikas Krankenwagen und so konnten auch Ramona und ihr Vater sehen, was mich so glücklich gemacht hatte: Monika läuft! Sie stieg vorsichtig aus dem Krankenwagen aus, ging jedoch schon ziemlich sicher weiter.

Natürlich hatten wir das bereits am Telefon gehört. Vor drei Tagen hatte uns ihre Mutter erzählt, dass die Ärzte sie hatten aufsitzen lassen und dass sie dann auch vorsichtig aufgestanden war. Doch das mit eigenen Augen zu sehen war eine ganz andere Sache. Nun läuft sie nicht nur in ihrem Zimmer herum, sondern im ganzen Gasthaus! Sie hat sich sogar schon mit den europäischen Gästen im Zimmer nebenan angefreundet!

Wenn man es sich etwas näher betrachtet, kann man sehen, dass der Verband auf ihrem Auge nun höher angelegt wurde, so dass bereits sie von unten raussehen und ihr operiertes Auge bewegen kann. Sie kann es aus eigener Kraft schließen. Die Verbände ihres Nackens lassen sie mit dem Kinn nicht nach unten nicken, aber das Tolle ist, dass sie es nun nach oben bewegen kann, etwas, das die verbrannte Haut vorher nicht zuließ.

Ich denke einmal, ich muss nicht einmal erwähnen, dass es ihr nicht nur körperlich besser geht! Sie war guter Laune, obwohl wir den Eindruck bekamen, dass es ihr manchmal etwas langweilig war in ihrem Alltag im Gasthaus. Beim Buchen hatten wir sichergestellt, dass sie einen Fernseher im Zimmer haben – aber da das nicht die einzige Unterhaltung sein kann, packten wir ein paar Geschenke aus: eine Schachtel Brettspiele, Farbstifte, Kreide, ein Buch und ein Heft, in das sie schreiben und malen kann! Einfach ein paar Dinge, mit denen sie sich beschäftigen kann.

Oh ja, und als ich sie fragte, ob sie denn etwas Bestimmtes zu essen möchte, antwortete sie mit der gleichen Bestellung, die Apra immer hat, wenn wir nicht im Ashram essen: Chowmein, chinesische Nudeln mit Gemüse! Wir brachten ihr auch das, zusammen mit Apfel-, Mango- und Granatapfelsaft! Sicherlich hatte sie gestern eine kleine Party!

Wir verabschiedeten uns, aber nicht, ohne ihr die Bilder und das Video gezeigt zu haben, die wir mit den Lehrern und Schulkindern gemacht hatten, als diese zu Apras Geburtstag gekommen waren: wir hatten eine Nachricht aufgenommen, die lautete „Gute Besserung, Monika!“ Das und all die Wünsche von Menschen auf der ganzen Welt ließen sie wieder einmal lächeln!

Die Ärzte erklärten mir noch einmal, dass sie Monikas Verbände die nächsten zwei oder drei Wochen jeden zweiten oder dritten Tag würden wechseln müssten. Bis dahin bleibt Monika noch in ihrem Gasthaus – und ich werde euch Bericht erstatten, wenn wir nächste Woche wieder bei ihr waren!

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