Mit 15 Tagen Arbeit pro Monat kann man keine Familie ernähren – Unsere Schulkinder – 27 Nov 15

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Heute möchte ich euch einem Mädchen vorstellen, das zu den Jüngsten unserer Schule gehört: Pratigya, fünf Jahre alt. Pratigya wohnt in einer der ärmsten Gegenden Vrindavans, wo viele unserer Kinder herkommen. Und ihre Familie hat auch das gleiche Problem, das viele der Familien unserer Schulkinder haben: der Vater hat nur etwa die Hälfte des Monats Arbeit!

Pratigyas Eltern sind nun seit sieben Jahren verheiratet. Wie es in vielen indischen Familien üblich ist, leben sie in einer Großfamilie. Einige Monate nach ihrere Hochzeit wurde Pratigyas Mutter mit ihr schwanger – wieder etwas, das hier recht üblich ist.

Etwas andere, was heutzutage immer häufiger vorkommt, geschah gerade einmal ein Jahr nach der Hochzeit: die Großfamilie trennte sich zwar nicht örtlich voneinander, doch sie trennten ihre Küchen, was bedeutet, dass Pratigyas Vater nun seine Frau und bald sein erstes Kind selbst versorgen musste, statt sich auf das Einkommen mehrere männlicher Familienmitglieder verlassen zu können.

Der Mann ist Tagelöhner, genau wie sein Vater und seine zwei Brüder. Er ‘arbeitet mit Steinen’, wie seine Frau erklärt, was praktisch bedeutete, dass er hilft, Marmor- und Granit-Böden zu verlegen. Ich schreibe absichtlich ‘hilft’, weil er kein gelernter Arbeiter ist, sondern ein Tagelöhner. Er ist derjenige, der die Steinplatten ablädt, sie von einem Ort zum anderen trägt, Zement anmischt und andere einfache Arbeiten für diejenigen erledigt, die eigentlich den Stein am Boden verlegen. Und da er keinen Vertrag und keine Anstellung bei einer Firma oder einem Bauleiter hat, muss er jeden Tag nach Arbeit suchen.

Pratigyas Mutter erzählt, dass er oft nur etwa für den halben Monat lang Arbeit findet, was für die Familie bedeutet, dass sie regelmäßig Schwierigkeiten haben, das Geld für Essen und Kleidung ihrer zwei Kinder, Pratigya und ihrem dreijährigen Bruder zusammen zu bekommen.

Mit ihren fünf Jahren ist es für Pratigya Zeit geworden, zur Schule zu gehen. Doch wo? Staatliche Schulen haben eine so niedrige Bildungsqualität, dass es schwerlich die Zeit wert ist, die das Mädchen dort verbringen würde. Privatschulen sind zu teuer mit Gebühren für Prüfungen, Uniformen, Bücher und einfach nur die Erlaubnis, dort zu lernen.

So kommt es, dass Pratigyas Mutter zur Zeit der Schuleinschreibungen mit ihrer Tochter zu uns kam und Pratigya damit eine der 60 Neuzugänge dieses Jahres war! An unserer Schule kann sie nun völlig kostenlos lernen und bekommt nicht nur Bildung, Bücher und Stifte, sondern auch ein warmes Mittagessen – ohne eine einzige Rupie dafür ausgeben zu müssen!

Ihr könnt Kinder wie Pratigya und ihre Bildung unterstützen, indem ihr eine Kinderpatenschaft übernehmt oder das Essen für einen Tag für unsere Kinder spendet!

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