Heute kam eine Familie in den Ashram. Es war ein indischer Mann mit seiner Frau, seiner Tochter und seinem Sohn. Purnendu hieß sie willkommen und fragte, warum sie gekommen waren. Er erfuhr, dass sie aus Mathura waren und gekommen waren, um ihre Kinder hier bei uns zu lassen. Purnendu lehnte höflich ab.
Jetzt fragt ihr euch vielleicht warum. Vielleicht denkt ihr, dass diese Leute bestimmt arm waren und wollten, dass wir ihnen und ihren Kindern helfen, weil sie sich ihre Ausbildung nicht leisten konnten. Ihr könntet meinen, dass es ihnen das Herz zerreist, dass sie ihre Kinder deswegen jemand anderem geben wollen, dass sie das aber für ihre Kinder in Kauf nehmen würden. Naja, es war nicht ganz so.
Das Erste, was wir erfuhren war, dass sie mit dem Auto gekommen waren. Sie waren gut angezogen und die Kinder sahen aus, als würden sie die letzte Mode tragen. Sie erzählten uns, dass sie so sehr beschäftigt waren, dass sie sich nicht genug um ihre Kinder kümmern konnten. Sie lernten zu Hause nicht und die Eltern dachten, es wäre besser, sie würden woanders leben Wir sollten sie also bitte in unserem Ashram aufnehmen und in unsere Schule schicken.
Sie waren nicht arm. Sie waren überhaupt nicht in Not. Sie boten uns sogar eine Spende an, wenn wir nur ihre Kinder bei uns aufnehmen würden. Wir sagten ihnen, dass wir das nicht tun würden und dass es eine bessere Idee wäre, die Kinder in einem Internat unterzubringen. Dafür sind diese Einrichtungen ja da.
Es ist nicht das erste Mal, das diese Art von Familie kommt und möchte, dass wir ihre Kinder großziehen. Es ist schon einmal geschehen, dass wir einen Jungen aufnahmen, ohne, dass wir uns darüber im Klaren waren, dass seine Eltern überhaupt nicht arm waren. Das merkten wir jedoch, als sein Vater bei seinem Besuch Spielzeug mitbrachte. Als er weg war, wollte der Junge nicht mit den anderen Jungen spielen, die sich schlecht fühlten, weil sie von ihren Eltern nie elektronisch gesteuerte Autos und ähnliches bekamen. Ihre Eltern hatten kein Geld für Spielzeug. Das war ja noch in Ordnung, wir sagten ihm, er solle teilen und genau wie alle Spielsachen im Ashram waren sie ab da für alle da. Als sein Vater ihm jedoch ein Fahrrad mitbrachte, war es zu giel udn wir beschlossen, den Jungen wieder nach Hause zu schicken. Von dem Zeitpunkt an beschlossen wir, diese Möglichkeit nur den Kindern diese Möglichkeit zu geben, deren Eltern sich ihre Schulausbildung nicht können.
Wir sind kein Jugendheim. Wir haben das Ziel, Familien zu unterstützen, die sich die Ausbildung ihrer Kinder nicht leisten können. Wir lassen diese Kinder kostenlos an unserer Schule lernen und wenn die Familie sehr arm sind und vielleicht sogar weit weg wohnen, bieten wir den Kindern sogar einen Ort an. Sie werden ein Teil unserer Familie und ein Teil von uns. Sie waren und sind alle gleichwertig!
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