Es ist wieder Freitag, der Tag, an dem ich euch eines unserer Schulkinder vorstelle. Wieder einmal ist es heute ein Kind, das in unserer niedrigsten Klasse ist, obwohl es bereits alt genug für die vierte Klasse wäre! Es ist heute Shalini, neun Jahare alt.
Shalini ist die älteste von vier Geschwistern und lebt mit ihrer Mutter, ihrem Vater, zwei Brüdern und einer Schwester in der Mitte der Altstadt Vrindavans. Die sechsköpfige Familie wohnt in einem der vier Zimmer eines kleinen Hauses, das so zwischen den Wänden anderer Häuser eingeklemmt ist, dass bis unten im Erdgeschoss bei ihnen kaum noch Licht reicht. Die anderen drei Zimmer des Hauses sind von Shalinis Onkel und deren Familien belegt.
So haben sie ihr Erbe verteilt und gleich auch klargestellt, dass jeder Bruder nun allein verdient und seine Familie ernährt. Leider ist Shalinis Vater nicht wirklich in der Lage, seine Frau und seine Kinder ordentlich zu versorgen.
Er bestickt Kleidung für Götterstatuen. Als wir Shalinis Mutter fragen, erzählt sie uns, dass er nur 50 Rupien pro Tag mit nach Hause bringt – nicht einmal einen Euro! Wir können das nicht glauben: wir kennen einfache Arbeiter, die sechsmal so viel verdienen! Die Nachbarin fällt laut von hinten ein: Der trinkt doch so viel Alkohol! Shalinis Mutter bestätigt das. Ein Großteil seines Gehalts wird für Alkohol ausgegeben. Und dann? Am Abend, nach dem Trinken, schlägt er dich? Ja. Und die Kinder? Nein, die rührt er nicht an.
Das war’s, die Geschichte dieses Hauses, erzählt nüchtern und ohne viel Emotionen von der Nachbarin und dem Opfer häuslicher Gewalt. Die Alkoholsucht ist der Grund für ihre Schmerzen, der Grund dafür, dass die Kinder keine ordentliche Kleidung tragen und der Grund, warum sie ihre Schwager um Hilfe bitten muss, wenn nicht genug Geld für Essen im Haus ist. Sie füttern die Kinder oder geben Mehl, Linsen und Reis.
Sie haben jedoch nicht genug Geld, um auch Schulgebühren zu bezahlen! Sie können es sich nicht leisten, die Kinder ihres Bruders zusätzlich zu den ihren zur Schule zu schicken. So kommt es, dass Shalini mit ihren neun Jahren noch nie zur Schule gegangen ist.
An ihrem ersten Schultag war sie aufgeregt. Jetzt, nach fast vier Monaten Schule, liebt sie es! Es macht Spaß, sie hat Freunde gefunden und sie lernt sehr glücklich. Wir hoffen, es wird ihr eine Zukunft mit einem liebenden Ehemann bescheren, keinem gewalttätigen. Eine Zukunft, in der sie andere nicht um Essen anbetteln muss.
Du kannst uns helfen, Kinder wie sie zu unterstützen! Werde Pate für ein Kind oder spende das Essen für einen Tag – danke!
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