Ein Barbier ohne Geld für Extras wie Schulgebühren – Unsere Schulkinder – 11 Dez 15

Stadt:
Vrindavan
Land:
Indien
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Heute möchte ich euch gerne Sonu und Rasik vorstellen, zwei Brüder, zehn und sieben Jahre alt. Sie sind nun schon seit drei Jahren bei uns an der Schule und sind nun in der ersten und zweiten Klasse.

Vor einem Jahr sind die zwei Jungs und ihre Eltern in das gleiche Haus gezogen, in dem Ishu lebt – weil sie Cousins sind. Als ich euch Ishu vorstellte, erzählte ich bereits, dass da mehrere verwandte Familien in einem Haus wohnen. Sie haben jede ein Zimmer gemietet und damit eine Art von Großfamilien-Atmosphäre geschaffen, in der sie alle zusammenleben, in der jedoch jede Familie ihr eigenes Einkommen und ihre eigenen Ausgaben hat.

Die Väter sind Brüder und jeder von ihnen ist von Beruf Barbier. Alle von ihnen haben auch ihre kleinen Läden – nicht viel mehr als eine Garage mit einem Stuhl drin – in der gleichen Straße direkt vor dem Haus.

Trotz der Tatsache, dass sie füreinander professionelle Konkurrenz sind, verdienen sie genug Geld dafür, ihre Miete zu zahlen und Essen für ihre Familie zu kaufen. Die Probleme beginnen, wenn es um mehr Geld geht als das. Sonus Mutter erzählt uns, dass sie oft finanzielle Schwierigkeiten haben. Zu solchen Zeiten bekommen sie wiederum Hilfe von ihrer Mutter, die in der Nähe wohnt. Irgendwelche Extras oder regelmäßige größere Ausgaben sind unmöglich – zum Beispiel Schulgebühren, Uniformen und alles rund um eine ordentliche Schulbildung!

So kommt es, dass sie Jungs vor drei Jahren an unsere Schule gekommen sind, dort einen Platz bekommen haben und auch heute noch hier lernen.

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