Ich habe in meinem Blog regelmäßig von Monika, dem Mädchen, das sich letztes Jahr verbrannt hat, berichtet, eigentlich seit wir von dem Unfall erfahren haben. Wir haben euch erzählt, was passiert ist, von ihrer Familiensituation berichtet, die Geschichte ihrer Mutter aufgeschrieben und dann die erste Operation beschrieben, bis ich euch gestern schließlich erklärte, wie sie in ein Hotel umzog. Natürlich habe ich diese Neuigkeiten auch auf sozialen Netzwerken geteilt und vor ein paar Tagen fragte mich jemand: ‘Ihr macht da viel Gutes, aber warum veröffentlicht ihr das denn die ganze Zeit so?‘ Naja, ich will euch mal genau erklären warum.
Diese Person ging noch mehr ins Detail und erzählte, dass es ja auch andere gäbe, die ihre guten Taten schweigsam erledigten. Er schlug vor, dass wir das, was wir tun, doch auch tun können, ohne davon im Blog, auf Facebook oder auf Twitter zu schreiben. Da bräuchten wir von Monika keine Bilder machen und auch keine Videos ihrer Behandlung und ihres Fortschritts machen.
Hier habt ihr meine Antwort, in drei Punkten:
1. Gemeinsam sind wir stark!
Das ist ein Sprichwort, das genau eines ausdrückt: wenn eine Person etwas macht, kann sie es gut machen. Wenn jedoch viele mehr zusammenkommen und helfen, kann es größer, toller und besser werden. Wenn es um Wohltätigkeit geht und besonders bei Fällen wie Monikas ist das auch wahr.
Es gibt Menschen, die den großen Wunsch haben zu helfen – sei es nun Monika, unseren Schulkindern oder einem anderen wohltätigen Projekt, die vielleicht ihre Zeit und ihre Kraft geben können, finanziell jedoch keinen Beitrag leisten können. Und dann gibt es andere, die zwar die Gelder haben zu helfen, aber dafür andere Grenzen, der Zeit, des Wissens oder der körperlichen Kraft zum Beispiel!
Wenn wir euch also von Monika, ihrem Unfall und dem Projekt, das wir für ihre Behandlung geschaffen haben erzählen, glauben wir, dass wir ganz einfach unsere Kräfte mit Leuten auf der ganzen Welt vereinen, um für dieses Mädchen etwas zu verändern! Und je mehr zusammenkommen, desto mehr können wir für sie tun!
2. Spendende wollen wissen, wo ihr Geld hingeht
Wenn man eine wohltätige Organisation leitet, so ist es eine Tatsache, dass die Leute auch von dir hören und erfahren wollen, was du mit dem Geld gemacht hast, das sie dir geschickt haben.
3. Die Leute wollen wirklich von Monika hören
Während das obige Argument, so richtig und wichtig es auch ist, ein eher nüchternes ist, ist dieses hier der wahre Grund aus dem Herzen der Menschen: sie haben wirklich Interesse an dem, was ich schreibe. Die Menschen, die unseren Ashram und unsere Schule aus dem Internet, von unserer Zeit dort oder einem Besuch in Indien kennen, interessieren sich ernsthaft! Sie haben eine Verbindung zu unseren Kindern aufgebaut und spüren von Herzen, wie schön es ist, dass wir diesem Mädchen zusammen helfen können!
Wenn ich also erzähle, dass sie mit unserer Hilfe und der Unterstützung vieler weiterer Leute ihre erste Operation hatte, so tue ich das nicht, damit ich mit unseren guten Taten angeben kann – sondern, damit ich euch allen von den guten Neuigkeiten berichten kann!
4. Vielleicht inspiriere ich ja auch nur eine Person, etwas Gutes zu tun
Und schließlich gibt es immer noch diese Sichtweise: vielleicht beschließt ja jemand, der all dies liest, auch, anderen zu helfen!
Related posts
Neue Arbeitshefte für unsere kleinsten Schulkinder – 22 Okt 16
Brillen für unserer Kinder! – 20 Sep 16
Kostenlose Augenuntersuchung für die Kinder unserer Schule – 31 Aug 16
Vier Mädchen und zwei Jungs – und fünf von ihnen lernen bei uns! – Unsere Schulkinder – 29 Apr 16
Abschiedsparty für unsere Fünftklässler in Ammaji’s Ayurvedischem Restaurant – 26 Apr 16
Wenn das warme Schulessen das Beste am Tag ist – Unsere Schulkinder – 18 Mär 16
Eine weitere drei-in-eins Operation für Monika – 14 Mär 16
Ein Halbwaise, der nach seinem Ort sucht – Unsere Schulkinder – 11 Mär 16
Wenn Teenager als Tagelöhner arbeiten – Unsere Schulkinder – 4 Mär 16
