Heute weiß ich nicht wirklich, was ich in das Tagebuch schreiben soll. Es ist nichts richtig Aufregendes geschehen. Was könnte ich euch erzählen, was könnte interessant sein? Es war nur ein normaler Tag. Aber vielleicht interessiert gerade das jeden. Ich habe auch eine Art Alltag. Ich habe meine Arbeit, Menschen waren für Heilsitzungen da und Yashendu und Ramona arbeiten mit mir an der Webseite, dem Terminplan und was sonst alles zu tun ist. Es ist nicht immer etwas besonderes los.
Andererseits ist jeder Tag sehr besonders und einzigartig, so wie er ist. Ich fand es schön, nach dem Essen auf der Terasse zu sitzen und zu sehen, zu spüren und zu höre, wie es zu regnen anfing. Die Luft war herrlich frisch und während wir Erdbeeren aßen, die Susi, Ramonas Schwester mitgebracht hatte, genossen wir es einfach, zusammen zu sein. Wir hatten sehr viel gekocht und ich schug Andrea vor, es nach der indischen Tradition zu machen und einen Teil davon den Nachbarn zu geben. In Indien ist es ganz normal, den Nachbarn Essen zu schicken, wenn es ein besonderes Gericht ist oder wenn man sehr viel hat. Also gingen wir hinüber und Andrea stellte mich vor und erklärte diesen indischen Brauch. Die Nachbarn waren etwas überrascht, aber ich denke, sie waren glücklich. Das war mein Tag. Nicht besonders aufregend, aber trotzdem sehr schön!
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