Kinder Rauchen und Trinken – Erziehe Kinder mit Freiheit und Kontrolle – 20 Apr 08

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Wir waren heute auf der Kirmes in der Stadt. Da waren Karuselle und Stände mit Essen. Während wir Carolin auf dem Karusell zusahen, sahen wir auch ein Mädchen und einen Jungen, die beide ungefähr zwölf Jahre alt waren und neben uns standen und Zigaretten rauchten. Diese Art von Szene bekommt man hier sehr oft zu Gesicht und das macht mich sehr traurig. Teenager, noch nicht einmal fünfzehn Jahre alt, sitzen drauβen herum und trinken Bier. Ich habe schon öfter gehört, dass fünfzehn Jahre alte Mädchen betrunken von der Schule nach Hause kommen. Warum ist das so?

Ich finde, die Eltern sollten sich mehr verantwortlich fühlen. In diesem Alter haben die jungen Menschen noch nicht gelernt, was gut oder schlecht ist. In der Teenager-Zeit entwickelt sich der Geist und der Verstand und sie brauchen jemanden, der sie leitet, sie brauchen einen guten Einfluss und auch etwas Kontrolle. Sonst schaden sie ihrem Körper und ihrem Geist. Sie mögen es vielleicht Jahre später feststellen, aber bis dahin ist bereits ein groβer Schaden angerichtet. Die Eltern müssen auch Grenzen setzen.

Die westliche Kultur bringt diese Probleme auch nach Indien, doch es ist dort noch nicht so schlimm. Es gibt noch so viel Respekt vor den Eltern, dass es noch nicht so schlimm sein kann. Ich schätze die Freiheit im Westen sehr. Doch manchmal finde ich, ist sie am falschen Platz, an der falschen Stelle.

Ich würde gerne meine eigene Geschichte aus dieser Zeit erzählen. Als ich vierzehn war, reiste ich bereits mit meinem Vater und auch alleine, um Vorträge und Seminare zu geben. Ich war oft in anderen Städten und nicht zu Hause, weswegen ich nicht regelmäβig zur Schule gehen konnte. Ich war zu der Zeit in der zehnten Klasse und als ich eines Tages nach einiger Zeit in einer anderen Stadt wieder in die Schule kam, fragten mich die Lehrer, warum ich die Schule denn nicht verlassen würde. Sie sagten, ich wäre doch soowieso so beschäftigt, dass ich kaum dort sein konnte. Ich ging nach Hause und erzählte meinem Vater von diesem Gespräch. Mein Vater gab mir diese Antwort: Es ist deine Entscheidung, wie du dein Leben leben willst! Wenn du es vorziehsst zu lernen, dann bleibe und gehe zur Schule. Wenn du deine Arbeit, deine Vorträge weitermachen willst, dann gehe nicht mehr zur Schule.

Man kann sich vorstellen, was für eine große Entscheidung das für einen Jungen von vierzehn Jahren war. Ich bin meinen Eltern so dankbar, dass sie mir die Freiheit dieser Entscheidung überließen und ich wusste, dass sie mich unterstützen würden, egal, wie ich mich entscheiden würde. Also verließ ich die Schule und ich bin so froh, dass ich diese Entscheidung in voller Freiheit gemacht habe. Hier geschieht es oft, dass Eltern ihr Kind unter Druck setzen, weil sie möchten, dass das Kind ihre eigenen Träume erfüllt. Der Vater hat vielleicht den Wunsch, dass sein Sohn Arzt wird. Darum muss der Junge in der Schule gute Noten schreiben und Medizin studieren, obwohl, dieser eigentlich gerne Musiker oder Tischler werden würde. Vielleicht wollte eine Mutter einmal eine berühmte Sängerin werden, wurde es aber nicht, und nun soll die Tochter diesen Traum erfüllen und muss zu Gesangsstunden gehen, die sie gar nicht leiden kann. Wo ist da die Freiheit? Einerseits setzen sie ihr Kind so unter Druck und andererseits ist es in Ordnung, wenn ein junger Teenager, ob Junge oder Mädchen, bis spät in die Nacht ausgeht, raucht, trinkt und vielleicht sogar Drogen nimmt. Da fehlt es an Kontrolle. Es sollte Freiheit geben, nein, es muss Freiheit geben. Aber auf die richtige Weise, zur richtigen Zeit.

Ich habe viele Gedanken zu diesem Thema und ich werde sie morgen weiter aufschreiben.

Wir hatten eine schöne Feuerzeremonie vor dem Haus und ich werde bald in die Meditation für die heutige Fernheilung gehen. Ramona hat die Bilder vorbereitet und ich werde die Verbindung zu allen Teilnehmern herstellen, wo sie auch immer auf diesem Planeten sein mögen.

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