Immer Misstrauen gegenüber Fremden – 3 Aug 09

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Heute Morgen sind wir zur Bäckerei gegangen, um Brot zu kaufen. Plötzlich, während wir in der Bäckerei waren, fing es an stark zu regnen. Unser Haus war nicht sehr weit weg, aber wir wollten nicht völlig nass werden. Es regnete so stark, dass wir uns entschlossen, etwas zu warten. Wir wussten jedoch, dass wir nicht lange warten konnten, weil wir um zehn Uhr, also in einer halben Stunde, einen Termin hatten.

Während wir warteten, parkte eine Frau ihr Auto vor der Bäckerei und kam herein, um Brot zu kaufen. Ich sagte zu Ramona und Shayna ‚Vielleicht kann ich sie fragen, on sie uns mitnimmt. Sie könnte uns auf dem Weg absetzen.’ Als sie zur Tür kam, wo wir warteteten, dass es aufhörte zu regnen, fragte ich sie einfach ‚Entschuldigung, würden Sie uns bitte ein kleines Stück mitnehmen?‘ Sie antwortete sofort ‚Oh nein, ich fahre in die andere Richtung.‘ Und dann sahen wir, wie sie in die gleiche Richtung davonfuhr, in die wir auch gehen mussten. Es waren ungefähr 500 Meter.

Shayna war etwas enttäuscht von dieser Absage, aber Ramona sagte ‘Das ist normal, sie muss uns ja nicht mitnehmen. Und besonders hier in dieser Gesellschaft und westlichen Kultur wird uns als Kind schon beigebracht, dass man mit Fremden vorsichtig sein muss.‘ Ich antwortete ja, aber hier war kein Grund dafür, vorsichtig zu sein, da waren zwei Frauen bei mir und wir warteten darauf, dass der Regen aufhörte.

Und wenn das in Indien gewesen wäre, bin ich mir ziemlich sicher, dass ich jemanden finden würde, der mich mitnimmt, diese Erfahrung habe ich schon oft gemacht. Ich treffe viele Menschen, völlig Fremde und habe Unterkunft, Essen, eine Mitfahrgelegenheit und viele gute Erfahrungen bekommen. Ich sagte ‚Es ist in Ordnung, ich bin nicht enttäuscht und ich werde auch so bleiben wie ich bin. Sollte ich noch einmal in diese Situation kommen, so bin ich doch offen und freundlich und ich teile gerne und mage s, wenn jemand mit mir teilt. Und natürlich verstehe ich, dass die Menschen hier aufwachsen und lernen, nicht zu vertrauen. Darum gibt es für mich keinen Grund, enttäuscht zu sein. Die Menschen sind, wie sie sind, das heißt vielleicht, dass sie nicht vertrauen. Aber ich vertraue und das ist Teil meiner Natur, darum werde ich das wieder machen und gebe meine Botschaft der Liebe, des Vertrauens und des Teilens weiter.
 

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