Komplizierte Vorträge zu einfachen Themen und hohe Philosophie in einfachen Worten – 2 Feb 09

Verstand

In meinen Seminaren, Workshops und wenn ich ganz normal mit Menschen spreche, spreche ich gerne einfach. Ich gebe gerne einfache Techniken und Methoden obwohl es sehr hohe Themen sind. Während dem Sprechen gehe ich tief in Themen wie die Vedas und Botschaften von Schriften, aber ich tue das gerne in einer einfachen Sprache und gebe einfache Beispiele, so dass jeder die Botschaft in sein Leben übernehmen kann.

Vielleicht ist das für manche Menschen nicht kompliziert genug. Es gibt Menschen, die sind sehr beeindruckt, wenn man kompliziert spricht. Viele intellektuelle Menschen könnte genau das gefallen. Wenn man es zu einfach macht, ist es ihnen zu simpel. Und wenn es kompliziert wird und sie es verstehen, denken sie, sie haben etwas tolles vollbracht.

Es gibt zwei Arten von Menschen: solche, die aus einem kleinen Problem ein großes machen. Sie sprechen eine halbe Stunde lang über etwas, das in einer Minute gesagt werden könnte. Und dann gibt es Menschen, die schwierigere Dinge einfach machen. Sie schaffen es auf einfache Weise. Ich habe viele Redner gesehen, die kleine Dinge kompliziert machen. Sie machen eine große Theorie aus etwas, das ganz einfach vertanden werden könnte. Es zeugt nicht von Intelligenz, wenn man ein einfaches Thema schwierig darstellt, sondern wenn man ein schwieriges Thema einfach erklären kann.

Andere Menschen sprechen über sehr komplizierte Dinge, obwohl sie selber nicht genau wissen, worüber sie sprechen. Ein Freund erzählte mir einmal, dass er bei einem Vortrag gewesen ist und ich fragte ihn, wie es denn gewesen sei. Er sagte ‚Oh, es war ein hohes Thema, sehr intelligent. Und der Redner konnte wirklich viel dazu sagen. Es war sehr interessant.’ Und ich fragte ihn, was ihm das für sein Leben gebracht hatte und worum es eigentlich ging. Er sah mich einen Moment an, lächelte dann und sagte ‚Oh, ich hab nicht wirklich etwas verstanden.‘ Diese hohen Vorträge sind meistens toll und beeindruckend, während du zuhörst, aber wenn du später versuchst, einen Schluss daraus zu ziehen, schaffst du es nicht.

Ich mache in meinen Vorträgen gerne das Gegenteil. Ich mache die Botschaft verständlich, so dass die Menschen damit etwas anfangen können. Ich will, dass sie von dem was ich rede auch etwas haben. Und ich freue mich immer, wenn mir jemand sagt, dass das, was ich ihnen in einem Vortrag gesagt habe, ihnen auf ihrem spirituellen Weg oder anders in ihrem Leben geholfen hat.

Heute sind wir mit dem Zug Erkelenz verlassen. Montag ist unser üblicher Reisetag. Wir verlassen eine Stadt und beginnen das Programm der nächsten Woche in einer anderen Stadt. Sonja hat uns zum Bahnhof gefahren, wo wir uns verabschiedeten. Und einige Stunden später wurden wir am Hamburger Bahnhof von Regina begrüßt. Dort haben wir auch Yashendu wiedergetroffen, der bis jetzt in Schwabmünchen gewesen war, um Physiotherapie zu machen. Er ist wieder völlig fit und ist jetzt zu uns gestoßen für die letzten zwei Wochen des Programms in Deutschland, bevor wir wieder nach Indien zurückfliegen.

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