Heute möchte ich über ein sehr interessantes Phänomen unseres Lebens schreiben: wie wir unsere Wirklichkeit mit unserer Vorstellung und unseren Gedanken erschaffen. Wenn man nur an etwas glaubt, beginnt man, es zu erschaffen – und bringt seine Gedanken ins wahre Leben. Auf diese Weise leben wir alle in unterschiedlichen Welten!
Vor ein paar Tagen saßen wir nach dem Abendessen bei meinem Vater im Zimmer. Fasziniert beobachtete ich ihn: er nahm eine Tablette Ayurvedischer Medizin heraus, nahm sie in den Mund, öffnete daraufhin eine Flasche Sprudelwasser und schluckte die Tablette damit herunter. Als er wieder herunterblickte, sah er meinen fragenden Blick und beantwortete die unausgesprochene Frage: ‚Mit Sprudelwasser funktioniert die Medizin besser!‘
Wir mussten alle lachen und auch er konnte nicht anders als mitzulachen, während er immer noch fest bei seiner Behauptung blieb, dass die Wirkung der Medizin besser sie, wenn man sie mit Sprudelwasser einnehme, anstatt einfach nur mit bloßem Wasser.
Psychologisch gesehen hat das natürlich eine tolle Wirkung, einen Placebo-Effekt, den du selbst mit deiner eigenen Vorstellungen, deinen Gedanken, deinem Verstand geschaffen hast! Natürlich kann es, je nachdem für was du es genommen hast, auch Schmerzen lindern, dir ein besseres Gefühl geben, dir den Eindruck geben, dass du mehr Blut hast, dass es gesünder ist oder dass deine Haut weniger juckt. Denn da war schließlich Kohlensäure im Wasser!
Was mir dieses Beispiel ganz deutlich zeigt, ist, dass wir die Schöpfer unserer eigenen Welt sind. Mit unserem Glauben können wir einen Gedanken oder eine Vorstellungen so stark bekräftigen, dass sie zur Wirklichkeit wird – zumindest für uns.
Das funktioniert perfekt in dem ganzen esoterischen Bereich, wo es keinen Beweis gibt für jegliche Behauptungen, jegliche Gedanken oder Vorstellungen, die man hat! Es gibt keinen biologischen, körperlichen Beweis dafür, dass das, was du da sagst, falsch ist – also kannst du jederzeit glauben, dass es richtig ist. Und wenn du daran glaubst, ist es für dich wahr, dass dich Engel leiten, dass du mit bestimmten Energien verbunden bist, die dir schaden können oder dass du mit Verstorbenen sprechen kannst. Oder auch, dass es Gott gibt.
Natürlich fällt auch alles, was mit Religion zu tun hat, in den gleichen Bereich. Der Glaube an etwas Göttliches, an Regeln, die er – oder sie – für uns Menschen aufgestellt hat, dass man eine Sünde begeht, wenn man sie nicht befolgt und dass man gerettet wird, wenn man gehorcht. Dass ein Gebet dich retten kann, heilen kann, helfen kann.
Vorstellung, Glaube und schließlich deine Wirklichkeit. Du kannst glauben, was du möchtest, es kann für dich wahr werden. Hierin liegt große Kraft, aber gleichzeitig auch große Gefahr. Über diese Gefahren möchte ich morgen schreiben.
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