Wenn du Fleisch isst, behaupte nicht, dass du Tiere liebst – 28 Jun 11

Vegetarismus

Gestern habe ich über Mark Zuckerberg geschrieben und über seine Idee, nur Fleisch von Tieren zu essen, die er selbst umgebracht hat. Ich habe auch erwähnt, dass ein möglicher Grund hierfür die Geschichte des Fleisches ist, das man normalerweise im Supermarkt oder sogar beim örtlichen Metzger kaufen kann.

Neben der Tatsache, dass eine ausgewogene vegetarische Ernährung medizinisch besser für dich ist als Fleisch, gibt es Gründe für ein vegetarisches Leben, die mehr damit zu tun haben, wie Tiere heutzutage gehalten werden.

Lasst mich euch zunächst das Idealbild und die Hoffnung eines Fleischessers beschreiben, wie sein Fleisch idealerweise auf seinen Teller kommt. Da bringt eine glückliche Mutter-Kuh auf einer großen Alm in den Bergen ein junges Kalb auf die Welt. Es wächst auf, trinkt Muttermilch und wird von der Mutter, aber auch dem liebenden Bauern aufgezogen. Jeden Tag bringt der Bauer das Kalb und seine Familie auf die Wiese, auf der sie frisches Gras und Kräuter fressen können. Das Kalb wächst und wird immer stärker. Eines Tages kommt der Metzger auf die Alm und ohne jegliche Angst oder Schmerzen für dieses Tier tötet er es, spricht optimalerweise noch ein Gebet für es und dankt Gott und der Natur für dieses Leben, das er nimmt. Er bringt das Fleisch auf den Markt, wo es so frisch wie möglich und ohne weitere Verarbeitung verkauft wird.

Das, meine lieben Freunde, ist jedoch nicht die Realität. Es ist nur eine Illusion und nicht die Geschichte des Fleisches auf deinem Teller. So war das vielleicht vor vielen Jahren, als die Städte noch kleiner waren und es weniger Nachfrage nach Fleisch gab. Das Leben der Kühe sah sogar in meiner Kindheit in Indien noch ähnlich aus, als wir und mehrere unserer Nachbarn Kühe hatten und dazu noch jemanden angestellt, der sich um sie kümmerte. Er holte sie in der Früh bei uns zu Hause ab und brachte sie in den Wald oder auf Wiesen. Am Nachmittag oder Abend brachte er sie zurück und wir melkten sie.

Heutzutage werden Kälber jedoch zu Hunderten auf Massentierhaltungs-Farmen geboren, die Tausende Nutztiere haben. Diese Kälber werden gleich nach ihrer Geburt von ihren Müttern getrennt und werden mit Hilfe von täglichen oder wöchentlichen Hormonspritzen schnell groß und fett. Milchkühe bekommen zusätzlich Hormone gespritzt, die die Milchproduktion anregen. Sie haben in etwa drei Quadratmeter Platz, so dass sie sich nur mit Mühe hinlegen können und es ihnen unmöglich ist, sich umzudrehen. Sie bekommen den freien Himmel vielleicht einmal im Leben zu sehen – auf dem Weg zum Schlachter. Die ausgewählten Kühe werden dorthingebracht, mit Schlägen auf den richtigen Weg getrieben, ihre Angst- und Schmerzensschreie werden ignoriert. Sie werden auf die brutalste Weise geschlachtet, oft ohne, dass darauf geachtet wird, ob sie schnell tot sind oder ob sie langsam und unter großen Schmerzen sterben. Ihr Fleisch wird hergenommen, mit Chemikalien vollgepumpt, damit es frischer und besser aussieht und damit es sich länger hält und oft wird es dazu noch mit Abfällen gemischt, um die Menge zu vergrößern. Danach reist es noch lange Wege auf Lastwägen durchs Land, bis es in die Supermärkte gelangt, so es vielleicht noch einige Wochen herumliegt, bevor du es schließlich kaufst und isst.

Meinst du wirklich, dass das gut ist? Willst du dieses Fleisch wirklich essen?

Es sind auch nicht nur die Kühe! Hühner sitzen in winzigen Käfigen aufeinander, ihre Schnäbel gekürzt, ihre Krallen und Flügel verkümmert, mit der einzigen Aufgabe, Eier zu legen und, wenn sie nicht mehr von Nutzen sind, getötet und gegessen zu werden. Schweine werden in Massen produziert, mit Hormonen und Chemie vollgestopft, damit sie fett werden und dann auf ähnliche Weise umgebracht. Diese Liste könnte man mit all den anderen Tieren weiterführen, die in Massentierhaltung leben und einfach nur da sind, um gegessen zu werden.

Du isst all ihren Schmerz, ihr Elend, die Grausamkeit, ihre Angst, die Hormone, Chemikalien, Konservierungsstoffe und ihren Tod mit dem Fleisch mit.

Das geschieht auf der ganzen Welt. Selbst in Indien, wo der Hinduismus einst die Kühe vor solchem Schicksal bewahr hat, ist das jetzt genau das, was an vielen Orten geschieht. Kühe werden als heilig angesehen, doch dann kam da das Geschäft, die Nachfrage nach ihrem Fleisch und damit die Idee, sie in einen Käfig zu stecken und immer mehr zu produzieren. Die religiösen Gefühle sind alle verschwunden und was am Ende übrig ist, ist die Grausamkeit der Menschen, die die Natur, Tiere und alles um sich herum wegen der Gier nach Reichtum ignorieren.

Unterstütze diese Gier nicht. Unterstütze ihre Grausamkeit nicht. Lebe vegetarisch. Wenn du Eier isst und Milch trinkst, gib Acht darauf, wo diese Nahrungsmittel herkommen. Iss kein Fleisch. Es ist nicht gut für dich und nicht gut für die Welt.

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