Einer meiner Freunde hat mir von einem Erlebnis erzählt, dass die gewöhnliche Einstellung der modernen Gesellschaft zeigt. Eines Tages traf er seine Nachbarin, die an dem Tag nicht sehr glücklich aussah. Er fragte, ob alles in Ordnung sei und sie antwortete einem sehr kalten Ton: “Meine Mutter ist gestern gestorben.” Das tat ihm leid und er drückte sein Beileid aus, doch als er ihr näher kam, um sie zu umarmen, stoppte sie ihn und vermied die Umarmung. Sie sagte „Umarme mich bitte nicht, sonst fange ich zu weinen an.” Das hat ihn sehr erstaunt und er sah, wie sie mit ihren Gefühlen kämpfte in dem Versuch, ganz normal zu erscheinen. Sie versuchte, ihre Gefühle nicht zu zeigen. Er war überrascht, da er nur sein Mitgefühl zeigen wollte.
Er erzählte mir davon und ich meine, man sieht in der unnatürlichen Reaktion dieser Frau und so vieler anderer Menschen, dass sie den Tod, die größte Wahrheit nicht akzeptieren wollen. Ich habe zuvor geschrieben, dass das Thema Tod hier wie ein Tabu ist. Warum können wir nicht natürlich sein und uns selbst erlauben, traurig zu sein, wenn der Grund traurig zu sein doch da ist. Warum lassen wir unsere Tränen nicht fließen? Vielleicht sind sie in einer Umwelt aufgewachsen, in der Tränen und Weinen Zeichen der Schwäche sind und sie wollen stark sein. Doch sie sind schwach, wenn sie der Wahrheit nicht ins Gesicht sehen wollen. Es ist eine Flucht vor den Tatsachen.
In dieser Welt gibt es immer zwei Seiten: Nacht und Tag, Glück und Traurigkeit, Licht und Dunkelheit, heiß und kalt. Wir sollten das annehmen. Das ist der richtige Weg. Andererseits schafft es geistige Krankheit, weil kein Gleichgewicht da ist.
Es hat eine tiefe psychologische Auswirkung, wenn wir nicht natürlich leben, was psychologische Probleme machen kann, die in der modernne Gesellschaft heutzutage sehr gewöhnlich sind. Lebe in deiner Originalität und akzeptiere, wer du bist.
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