Den Tod als Teil des Lebens Akzeptieren – 4 Mär 09

Tod

Gestern habe ich erzählt, wie diese alte Frau in meinem Schoß gestorben ist. Es war eine wundervolle Art, diese Welt zu verlassen. Sie hatte keine Angst vor dem Sterben und hat es einfach angenommen. Das ist auch, woran ich glaube. Tod ist das letzte Ereignis unseres Lebens und wir sollten ihn mit offenen Armen und einem Lächeln willkommen heißen. Es ist deine Bestimmung, dass es geschehen wird. Warum sollten wir uns fürchten oder Angst haben? Wir sollten keine Angst vor dem Leben haben und uns nicht vor dem Sterben fürchten.

Das ist in unserer Gesellschaft die größte Angst. Missversteht mich bitte nicht, Menschen die Selbstmord begehen, haben eine sogar noch größere Angst: Sie fürchten sich for dem Leben und deswegen möchten sie es beenden. Sie heißen den Tod nicht und akzeptieren ihn nicht als ein Ereignis. Sie laufen davon. Wir hören oft, dass junge Menschen sich aus Druck oder Angst das Leben nehmen. Ich habe auch Menschen gesehen, die ein Schauspiel aus dem Selbstmord machen, sie geben vor, dazu bereit zu sein, sich selbst umzubringen. Sie wollen nicht sterben, sondern Aufmerksamkeit. Sie wollen beweisen, dass sie Opfer sind. Sie fürchten sich vor dem Tod und denken, dass das das Größte ist, mit dem sie Aufmerksamkeit erregen können, aber sie haben nicht die Absicht, wirklich zu sterben. Wenn jemand wirklich sterben will, kann ihn niemand stoppen.

Meistens habe ich gesehen, dass die Idee des Selbstmordes sehr vorübergehend ist. Es ist nur eine Minute oder Sekunde. In dieser Zeit kann jemand wegen dieser Angst eine Handlung machen und sein Leben beenden, aber wenn er in dieser Zeit den richtigen Rat oder den richtigen Gedanken bekommt oder wenn er seine negativen Emotionen in der Zeit kontrollieren kann, so wird er diese Idee selber bereuen.

Ich war einmal in Kopenhagen und sprach mit einem Freund. Auf einmal sagte er zu mir ‚Ich will mich umbringen.‘ Er sah mir ins Gesicht und ich lächelte. Er sagte ‚Du lächelst! Es ist mir ernst damit!‘ Ich fang an zu lichen und sagte ihm: ‘Wenn du wirklich sterben wolltest, würdest du es mir nicht erzählen!’ Er lächelte auch und sagte ‘Ich dachte, du würdest versuchen, mich zu überzeugen und beginnen, meine Probleme mit mir zu diskutieren. Du hast recht. Ich denke, ich habe Angst und möchte nicht wirklich sterben. Jetzt denke ich, lasse ich diese Idee sein.‘

Der gesunde Weg ist, keine Angst vor dem Leben und der größten Wahrheit des Lebens zu haben. Wir hören oft, dass junge Menschen sich aus Angst oder Druck ihr Leben nehmen. Wir müssen das Leben akzeptieren und wenn ich mich selbst sehe, kann ich sagen, ich bin bereit, in der nächsten Minute zu sterben. Ich habe keine Angst. Ich weiß, ich werde sterben und es ist egal wann. Ich bin jederzeit bereit. Wir kamen zum Sterben hierher. Wer geboren wurde, wird sterben, das ist die Wahrheit.

Ich erinnere mich an zwei Zeilen eines Dichters. Er sah eine Leiche und sagt: ‘Ich sehe, dass die Person auf dem Boden liegt und die Leute sagen, er ist tot. Aber ich glaube, er war bis jetzt auf der Reise und ist nun nach Hause gegangen.‘ Das Leben ist wie eine Reise und eines Tages werden wir heimgehen.

Mein Freund Paul ist heute angekommen. Er ist aus England, lebt aber in Schweden und war 2007 schon einmal hier. Er wird uns helfen, unseren Dokumentarfilm ‘Eine Reise der Liebe’ zu machen.

Meine Freunde Roger und Mady haben den Ashram heute verlassen. Roger hat während seiner Zeit hier eine Wand der Schule bemalt und nun ist noch ein Teil von ihm hier im Ashram. Wir haben uns von ihnen verabschiedet und sie zum Flughafen gebracht.

Comment (1)

  1. Mirela

    I think this is the biggest present life gave to us: being free and able to decide. You can always choose to be happy and try to avoid negative nergy, the border is in your mind and you are the creator of your life. So you can decide if the glass is half-full or half-empty.

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