Internetseite unten, Mails kommen zurück – was war mit Jaisiyaram.com passiert? – 1 Nov 12

Technik

Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie froh ich gestern war und wir froh ich auch heute bin, unsere Internetseite zu sehen. Wie froh ich bin, dass ihr diese Zeilen lesen könnt! Unsere Internetseite ist wieder da. Wenn du regelmäßig hier den Blog liest, weiß ich, dass du mein Tagebuch mit deinem Morgenkaffee oder bei deiner täglichen Computer-Sitzung vermisst hast. Und ich kann dir versichern, dass ich es auch sehr vermisst habe! Heute will ich ein bisschen von unserem technischen Disaster erzählen, das vor einer Woche begonnen hat.

Wir wurden angegriffen. Nicht körperlich, sondern virtuell. Unser Körper kam nicht zu Schaden, sondern unsere Internetseite. Unser Server war Ziel des Angreifers, der sich einhackte und ein Skript plazierte, von dem Spam Mails ausgesandt wurden. Wir wurden benachrichtigt und informierten sofort unsere Server-Verwaltung, die daraufhin die Möglichkeit, automatisierte Mails zu verschicken, ausschaltete – irgendwie waren unsere Sicherheitsmaßnahmen, die zuvor da waren, um so etwas zu verhindern, durch irgendetwas gestört und nicht mehr vorhanden!

Was daraufhin folgte, um sicherzustellen, dass unser Server nicht weiter angegriffen wird, war ein Alptraum. Die Server-Verwaltung nahm unseren Server vom Netz. Das war ein notwendiger Schritt, eine Sicherheitsfrage. Zuerst dachten wir, es würde nur ein paar Stunden dauern – diese Stunden erstreckten sich über Tage und alles, woran wir denken konnte, war, was die Leute denken würden, wenn sie während dieser Zeit die Internetseite zu öffnen versuchten! Sie würden nur eine Fehlermeldung sehen – Seite nicht gefunden! Wer auch immer eine Email schicken würde, würde seine Mail gleich wieder zurück in die Inbox bekommen. Diejenigen, die bei uns Retreats gebucht hatten und in den Ashram kommen wollten, würden in Panik verfallen – wie würden sie uns denn erreichen?

Ich weiß nicht, ob ihr euch das Ausmaß dieser Ausfallzeit vorstellen könnt. Ihr könnt es damit vergleichen, wenn man sein Handy mit all seinen Nummern verliert und nur ein ausgestecktes Festnetz-Telefon mit Wahlscheibe hat.

Es ist ein sehr seltsames Gefühl, in einer solchen Situation vor dem Computer zu sitzen und auf eine Nachricht der Server-Verwaltung zu warten, in der Hoffnung, sie würden sagen, dass es fertig sei oder zumindest bald fertig würde. Wir verbringen für gewöhnlich einiges an Zeit vor dem Computer und in den letzten Tagen saßen wir noch länger davor – hatten aber das Gefühl, dass wir überhaupt nichts geschafft hatten! Es ist frustrierend, wenn man gar nichts machen kann – entweder, weil man nicht genug technisches Wissen hat oder weil es einfach keinen Weg gibt, irgendetwas zu ändern!

Wir schrieben der Server-Verwaltung, die dabei zusahen, wie Code unsere Daten scannte und wiederherstellte, wir sprachen mit ihnen am Telefon, wir verwendeten normale Webmail, um zumindest diejenigen zu informieren, von denen wir eine Nachricht erwarteten und wir riefen unsere Website-Entwickler an und fragten sie nach einer Möglichkeit, unsere Internetseite wieder hoch zu bekommen. Als wir gerade eine Alternative und Zwischenlösung gefunden hatten – einen anderen Server, auf den wir unser Backup hochladen könnten – sagte uns die Server-Verwaltung endlich, dass sie einen Weg gefunden hatten, wie sie es schneller erledigen konnten.

Und langsam, Stück für Stück wurde unsere Internetseite wieder sichtbar. Da war etwas Text, jetzt die Farben, ein weiteres Laden brachte die Bilder zum Vorschein und schließlich war alles wieder in vollster Ordnung. Wow, das war eine Erleichterung! Wir hatten immer noch viel zu tun, Mails mussten nochmal verschickt werden, die verpassten Tagebucheinträge mussten hochgeladen werden und wir mussten sicherstellen, dass der Server nun wirklich auch sicher war. Doch alles, was wir von dem Moment an machten, fühlte sich einfach nur leicht an. Es war eine Freude, wieder vor dem Bildschirm zu sitzen und unsere Internetseite zu sehen oder Mails zu lesen.

Ja, jetzte wissen wir, dass wir an einem Backup-Plan arbeiten müssen, so dass sich diese Geschichte niemals wiederholt. Es tut uns leid, wenn wir deine Email vermisst haben. Schicke sie bitte noch einmal, wir würden gerne von dir hören. Und ein riesiges Dankeschön an alle, die unsere Internetseite immer wieder öffnen wollten, um nachzusehen, ob sie wieder da ist. Und hier sind wir wieder, in Verbindung mit der Welt!

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